Nationwide Series


Nationwide Series
Das Logo der Nationwide Series.

Die NASCAR Nationwide Series ist eine US-amerikanische Stockcar-Motorsportserie. Sie gilt als „zweite Liga“ der NASCAR hinter dem Sprint Cup und ist für viele Fahrer das Sprungbrett in den Sprint Cup. Während im Sprint Cup seit der Saison 2008 ausschließlich das Car of Tomorrow zum Einsatz kommt, wird in der Nationwide Series weiterhin das alte Chassis verwendet. Außerdem ist die Motorleistung in der Nationwide Series deutlich geringer als im Sprint Cup.

Für die aktuelle Saison siehe NASCAR-Nationwide-Series-Saison 2011

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Busch Series im April 2007 auf dem Texas Motor Speedway.
Logo der Busch Series

Die NASCAR Nationwide Series entstand aus der alten „Sportsman Division“ der NASCAR, welche in den 1950er Jahren als „Short-Track“-Rennserie angedacht war. Im Jahr 1968 bekam die Serie den Namen „Late Model Sportsman“ und man begann auch Rennen auf größeren Strecken wie dem Daytona International Speedway zu fahren. Die Fahrer nutzen gebrauchte Grand National (heute Sprint Cup) Fahrzeuge. Es wurden V6-Motoren benutzt.

Die heutige Nationwide Series wurde im Jahre 1982 gegründet. Von 1982 bis 1983 trug sie zunächst den Namen „Budweiser Late Model Sportsman Series“, wurde dann aber 1984 in „Busch Grand National Series“ umbenannt. 1994 sollte das letzte Jahr sein, in dem die V6-Motoren eingesetzt werden, dennoch setzen einige Teams die V6-Motoren auch 1995 in „Short-Track“-Rennen ein. Ab der Saison 1995 wurden die Wagen dann immer mehr an die Fahrzeuge des Winston-Cups (heute Sprint Cup) angepasst. Seit der Saison 2004 gehörte die „Grand National“ nicht mehr zum Serientitel, somit hieß die Serie offiziell „NASCAR Busch Series“. Zur Saison 2008 folgte die Umbenennung in „NASCAR Nationwide Series“. Der zugrunde liegende Vertrag mit dem neuen Titel-Sponsor, dem Versicherungsunternehmen Nationwide Insurance, hat eine Laufzeit von insgesamt sieben Jahren.[1]

Am 5. März 2005 fuhr die Nationwide Series ihr erstes Rennen außerhalb der USA auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko-Stadt, Mexiko. Das Rennen wurde gewonnen von Martin Truex jr., der in derselben Saison Nationwide Series Champion wurde.

Seit dem Beginn der Saison 2007 überträgt ESPN die Rennen der NASCAR Nationwide Series in den USA und löst damit FOX, FX, NBC und TNT ab.

Am 2. Juli 2010 kamen auf dem Daytona International Speedway erstmals Fahrzeuge einer neuen Generationen zum Einsatz, die dem Car of Tomorrow des Sprint Cup ähneln.

Buschwhackers

Als „Buschwhackers“ bezeichnet man Fahrer, die neben dem Sprint Cup auch noch in der Nationwide Series antreten. Die Bezeichnung geht auf die Zeit zurück, in der die Nationwide Series von Busch Series hieß. Seit der Gründung der Nationwide Series gab es immer wieder Fahrer, des damaligen Winston Cup, dem heutigen Sprint Cup, die ihren freien Tag nutzten um auch noch in der Nationwide Series anzutreten. Viele Fahrer begründen dies damit, dass sie die Strecke dann besser kennen, wenn man kommenden Tag das Rennen im Sprint Cup startet. Der Nachteil ist, dass die Vollzeitfahrer der Nationwide Series somit kaum eine Chance haben ein Rennen zu gewinnen um sich damit um einem Sprint Cup-Platz zu bewerben.

Mark Martin, der seit Jahrzehnten im Winston Cup, dem heutigen Sprint Cup, aktiv ist, ist einer der bekanntesten Buschwhacker. Er fuhr insgesamt 224 Rennen in der Nationwide Series und holte dabei 47 Siege, was bis heute den Rekord darstellt. Auch Kevin Harvick ist ein bekannter Buschwhacker. Er fuhr 2006 trotz jahrelanger Sprint Cup Erfahrung nochmal eine volle Saison in der Nationwide Series und gewann letztendlich überlegen den Titel.

Auch in der Saison 2007 gibt es trotz des neuen Car of Tomorrow im Sprint Cup noch sehr viele Buschwhacker. Bei einigen Rennen sind es über 20. Carl Edwards, ebenfalls Buschwhacker, gewann 2007 die Meisterschaft mit 618 Punkten Vorsprung auf David Reutimann.

Eingesetzte Fahrzeugmodelle

Budweiser Late Model Sportsman Series (1982–1983)

Ford

General Motors

Busch Grand National Series (1984–2003)

Chrysler

Ford

General Motors

Busch Series (2004–2007)

Chrysler

Ford

General Motors

Toyota

Nationwide Series (ab 2008)

Chrysler

Ford

GM

Toyota

Rekordlisten

Meiste Siege

Platz Fahrer Siege
1 Mark Martin 48
2 Kyle Busch 43
3 Kevin Harvick 37
4 Jack Ingram 31
5 Carl Edwards 29

Fett markierte Fahrer sind noch aktiv.

Stand: 21. November 2010

Meiste Pole-Positions

Platz Fahrer Pole-Positions
1 Mark Martin 30
2 Tommy Ellis 28
3 Sam Ard 24
4 Jeff Green 23
5 David Green 22

Fett markierte Fahrer sind noch aktiv.

Stand: 21. November 2010

Meiste Rennen

Platz Fahrer Rennen
1 Jason Keller 520
2 Kenny Wallace 488
3 Tommy Houston 417
4 David Green 397
5 Elton Sawyer 392

Fett markierte Fahrer sind noch aktiv.

Stand: 21. November 2010

Meiste Top-5-Platzierungen

Platz Fahrer Top 5 Platzierungen
1 Kevin Harvick 137
2 Tommy Houston 123
3 Jack Ingram 122
4 Matt Kenseth 117
5 Mark Martin 110

Fett markierte Fahrer sind noch aktiv.

Stand: 21. November 2010

Meiste Top-10-Platzierungen

Platz Fahrer Top 10 Platzierungen
1 Tommy Houston 198
2 Kevin Harvick 194
3 Jason Keller 175
4 Dale Jarrett 173
5 Matt Kenseth 167

Fett markierte Fahrer sind noch aktiv.

Stand: 21. November 2010

Champions der Serie

Für eine ausführliche Darstellung siehe Liste der NASCAR-Champions

Sportsman Division Champions

  • 1950: Mike Klapak
  • 1951: Mike Klapak
  • 1952: Mike Klapak
  • 1953: Johnny Roberts
  • 1954: Danny Graves
  • 1955: Billy Myers
  • 1956: Ralph Earnhardt
  • 1957: Ned Jarrett
  • 1958: Ned Jarrett
  • 1959: Rick Henderson
  • 1960: Bill Wimble
  • 1961: Dick Nephew
  • 1962: Rene Charland
  • 1963: Rene Charland
  • 1964: Rene Charland
  • 1965: Rene Charland
  • 1966: Don MacTavish
  • 1967: Pete Hamilton

Late Model Sportsman Division Champions

  • 1968: Joe Thurman
  • 1969: Red Farmer
  • 1970: Red Farmer
  • 1971: Red Farmer
  • 1972: Jack Ingram
  • 1973: Jack Ingram
  • 1974: Jack Ingram
  • 1975: L. D. Ottinger
  • 1976: L. D. Ottinger
  • 1977: Butch Lindley
  • 1978: Butch Lindley
  • 1979: Gene Glover
  • 1980: Morgan Shepherd
  • 1981: Tommy Ellis

Budweiser Late Model Sportsman Series Champions

Busch Grand National Series Champions

Busch Series Champions

Nationwide Series

Nationwide Series Rookie of the Year Award Gewinner (Bester Neuling)

Für eine ausführliche Darstellung der besten Neulinge siehe NASCAR Rookie of the Year Award

Nationwide Series Most Popular Driver Award Gewinner (Beliebtester Fahrer)

Einzelnachweis

  1. Nationwide Insurance to be sponsor of No. 2 series. NASCAR, 3. Oktober 2007, abgerufen am 18. November 2008 (englisch).

Weblinks


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