Neckartalbrücke Heilbronn


Neckartalbrücke Heilbronn
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Bundesautobahn 6 number.svg European Road 50 number DE.svg Neckartalbrücke Heilbronn
  Neckartalbrücke Heilbronn
Brücke über ehemals geplanten Neckardurchstich
Überführt Bundesautobahn 6
Unterführt Neckar, Frankenbahn, Neckartalstraße
Ort Neckarsulm
Gesamtlänge 1350 m
Breite 30 m
Längste Stützweite 151 m
Höhe 16 m
Baubeginn 1965
Fertigstellung 1967
Freigabe 1968

Die Neckartalbrücke bei Heilbronn, auch Neckartalübergang Neckarsulm genannt, ist mit 1350 m das längste Bauwerk der Bundesautobahn 6 und die längste Autobahnbrücke in Baden-Württemberg. Die Brücke liegt zwischen den Anschlussstellen Heilbronn/Untereisesheim und Heilbronn/Neckarsulm. Die Autobahnüberführung überspannt bei Neckarsulm den Neckar und die Neckaraue sowie am westlichen Ufer die Neckartalstraße (Landesstraße 1100) und am östlichen die Kreisstraße 2115 mit der parallel verlaufenden Bahnstrecke von Heilbronn nach Neckarsulm.

Der Brückenzug wurde in den Jahren 1965 bis 1967 hergestellt und 1968 dem Verkehr übergeben. Er besteht aus vier Einzelbrücken mit dazwischen angeordneten Trennpfeilern.

Inhaltsverzeichnis

Konstruktion

Im Westen beginnt das Bauwerk mit einer dreifeldrigen, 311 m langen Balkenbrücke aus Spannbeton. Die Stützweiten betragen 80 m in den Randfeldern und 151 m im Hauptfeld, das einen nicht realisierten Neckardurchstich überbrücken sollte. In Querrichtung besitzen die beiden Überbauten einen einzelligen, 7,5 m breiten Hohlkastenquerschnitt mit einer minimalen Konstruktionshöhe von 4,2 m im Feld und einer maximalen von 7,45 m über den Pfeilern.

Anschließend folgt eine 15-feldrige, 585 m lange Plattenbalkenbrücke. Die vorgespannte Stahlbetonkonstruktion hat einheitliche Stützweiten von 39 m. Der gemeinsame Überbau für beide Richtungsfahrbahnen besteht aus einem zweistegigen Plattenbalken mit 3,0 m Konstruktionshöhe und 1,15 m Stegbreite. Die Stege besitzen einen Achsabstand von 16,25 m bei einer Fahrbahnplattenbreite von 29,8 m. Das Bauwerk gehörte zu den ersten Plattenbalkenbrücken, die ohne Querträger zwischen den Stegen, gemäß den theoretischen Untersuchungen des Bauingenieurs Hellmut Homberg, errichtet wurden. Allerdings mussten schon sieben Jahre nach der Fertigstellung aufgrund von Schäden an den Lagern die Stege in den Auflagerachsen durch nachträglich montierte Stahlrohre ausgesteift werden.

Der Neckar wird mit einer zweifeldrigen, 260 m langen Balkenbrücke aus Stahl überspannt. Die Stützweiten betragen 138 m und 122 m. In Querrichtung bestehen die Hauptträger aus zwei Hohlkästen mit einer orthotropen Fahrbahnplatte. Die Konstruktionshöhe ist konstant 4,0 m.

Am östlichen Neckarufer schließt eine vierfeldrige, 160 m lange Balkenbrücke aus Spannbeton den Brückenzug ab. Die Stützweiten betragen maximal 44 m. Aufgrund der schiefwinkeligen Lagerung am Widerlager besitzen die beiden Überbauten in Querrichtung einzellige Hohlkastenquerschnitte mit einer Konstruktionshöhe von 2,1 m.

Instandsetzung

Plattenbalkenbrücke nach Instandsetzung

Aufgrund von größeren Schäden wurde von März 2003 bis Mai 2005 für 17 Millionen Euro[1] eine umfangreiche Instandsetzung des Bauwerkes und der Ausbau auf sechs Fahrstreifen durchgeführt. Zusätzlich wurden auf der Brückennordseite Lärmschutzwände errichtet. Bei der Plattenbalkenbrücke erfolgte eine Verstärkung der Konstruktion durch Montage von Kohlefaser-Spanngliedern auf der Steginnenseite an den 28 Koppelfugen.

Literatur

Weblinks

 Commons: Neckartalbrücke (Heilbronn) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wirtschaftsinfo IHK Heilbronn vom 16. Juni 2003

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