Nürburgring


Nürburgring
Nürburgring
Die grüne Hölle
Logo Nürburgring Circuit.svg

Adresse:
Nürburgring Automotive GmbH
Nürburgring Boulevard 1
53520 Nürburg

Nürburgring (Deutschland)
Red pog.svg
DeutschlandDeutschland Nürburg, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Streckenart: permanente Rennstrecke
Eigentümer: Land Rheinland-Pfalz und Landkreis Ahrweiler
Betreiber: Nürburgring Automotive GmbH
Architekt: Gustav Eichler, Ravensburg
Baukosten: 8,1 Mill. Reichsmark
Baubeginn: 1. Juli 1925
Eröffnung: 27. Juni 1927
Austragungsort
Formel 1:
1951–1976 (mit Nordschleife)
seit 1984 (Grand-Prix-Strecke)
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Nürburgring Gesamtstrecke
in dieser Variante seit 1984
Circuit Nürburgring-2002.svg
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
1000 km (bis 1983); 24-Stunden-Rennen; VLN
Streckenlänge: 25,378 km (15,77 mi)
Kurven: 170
Kurvenüberhöhung: heute 2
Nürburgring Grand-Prix-Strecke
seit 1984
Circuit Nürburgring-2002-GP.svg
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
Formel 1; DTM; GP2; F3 Euroserie; Superbike-WM; 1000 km (ab 1984); GT1-WM; ADAC GT Masters
Streckenlänge: 5,148 km (3,2 mi)
Kurven: 16
Rekorde
Streckenrekord:
(Automobil)
1:29,468 min.
(Michael Schumacher, Ferrari, 2004)
www.nuerburgring.de
50.3347222222226.9444444444445
Nürburgring, Grand-Prix-Strecke (oben links ein Teil der Nordschleife)

Der Nürburgring ist eine Rennstrecke auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Adenau (Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz) in der Eifel, die am 18. Juni 1927 eingeweiht wurde. Die ursprünglich insgesamt bis etwa 28 km lange legendäre „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ war in ihrer Urform bis 1982 in Betrieb.

1984 wurde im Bereich der Start-und-Ziel-Geraden und der Südschleife die zum damaligen Zeitpunkt „modernste und sicherste Grand-Prix-Strecke der Welt“ eröffnet.[1] Die damals 4,5 km lange GP-Strecke wurde direkt an die 20,8 km lange Nordschleife angebunden. Beide Teilstrecken können zu einem heutzutage 25,378 km langen Gesamtkurs zusammengefasst werden, der unter anderem beim 24-h-Rennen benutzt wird. Diese Streckenvariante des Nürburgrings ist heute die längste permanente Rennstrecke der Welt. Weiterhin kann die Grand-Prix-Strecke in den Sprint-Circuit (kurze Variante) und den Müllenbach-Circuit (südlicher Teil der Strecke) unterteilt werden.

Im Zuge des Projekts Nürburgring 2009 wurde ab 2007 in rund zweijähriger Bauzeit ein großes Freizeitzentrum mit Achterbahn, Einkaufszentrum, Kneipenviertel, Hotel und Feriendorf in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke errichtet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1904 bis 1925: Idee und Planung

Im Jahr 1904 veranstaltete der Belgische Automobilclub ein Rundstreckenrennen in den Ardennen, in Italien wurde zur gleichen Zeit der Coppa Florio ausgetragen und in den USA wurde der Vanderbilt-Cup veranstaltet. All diese Rennen waren sehr frequentiert und erfreuten sich erstaunlich hoher Beliebtheit, sodass am 17. Juni 1904 in Bad Homburg vor der Höhe das Gordon-Bennett-Rennen stattfand. Das Rennen, bei dem Fahrer aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, England, Italien und den USA teilnahmen, führte zu einer grundlegenden Erkenntnis in Deutschland: Der Motorsport ist populär und bringt auch finanziell große Erfolge, kann aber aus Aspekten der Sicherheit der Fahrer und Zuschauer und aus logistischen Gründen nicht mehr auf deutschen Landstraßen ausgetragen werden. Daher wurde schnell klar, dass man in Deutschland eine vom Straßenverkehr unabhängige Strecke braucht, auf der auch die deutschen Automobilhersteller ihre Modelle erproben können.

Kaiser Wilhelm II. ließ daraufhin Pläne für eine Rennstrecke ausarbeiten, die für diese Anforderung geeignet war. Schnell kristallisierte sich die Eifel als bestgeeigneter Ort für solch eine Strecke heraus: Sie verfügte über eine niedrige Besiedlung, über Hochflächen und Täler sowie einige große ebene Flächen. Die extremen Steigungen und Gefälle waren ideale Voraussetzungen für eine Rennstrecke mit großen Höhenunterschieden. Nach 1907 verlor der Motorsport jedoch schnell wieder an Popularität und die Planungsarbeiten am Projekt wurden eingestellt. [2]

Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte das Automobil in Deutschland einen erheblichen Aufschwung; die Zahl der Automobil- und Motorradfabriken stieg schnell an. Die zunehmende Motorisierung in Deutschland sorgte für eine Renaissance des Motorsports. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) und der Automobilclub von Deutschland (AvD) förderten den Motorsport, sodass in Deutschland immer mehr Motorsportveranstaltungen stattfanden und sich immer mehr Menschen dem Motorsport verschrieben. Der Wunsch nach einer geeigneten Rennstrecke kam wieder auf. Also wurden die Pläne von 1907 wieder aufgegriffen.

Als Standort für die neue Rennstrecke wurde erneut die Eifel ausgewählt. Neben den oben angesprochenen geographischen Vorteilen beachtete man für die Standortauswahl einen weiteren Punkt: Die Eifel war auch nach dem Ersten Weltkrieg eine sehr strukturschwache Region mit geringer Industrialisierung (die ansässige Tabak- und Tuchindustrie spielte kaum mehr eine Rolle), Ackerbau konnte in der Eifel wegen steiniger Böden in nur geringem Umfang betrieben werden. Somit kamen die Planer zur Erkenntnis, dass der Bau einer Autotrasse in der Eifel eine Verbesserung der Wirtschafts- und Infrastruktur bewirken könnte. [3]

Bevor der Bau beschlossen wurde, führte der ADAC-Rheinland das 1. Eifelrennen durch. Auf einer 33 km langen Rundstrecke bei Nideggen fanden am 15. Juli 1922 Rennen in vier Tourenwagen- und fünf Motorradkategorien statt. Insgesamt 134 Fahrer nahmen teil. Dieses erste Eifelrennen besuchten etwa 40.000 Zuschauer, wodurch die Entscheidung, einen Rennkurs zu bauen, gefördert wurde. Der ADAC Gau Rheinland nahm die Planung in die Hand.

Mitte des Jahres 1923 nahm der ADAC Verhandlungen mit der Stadt Münstereifel auf. Dort hatte man den Stadtwald als Gelände angeboten. Die Realisierung scheiterte jedoch, da die zur Finanzierung der Trasse erforderlichen Kredite nicht bewilligt wurden.

Im Rahmen des 2. Eifelrennens, das in der Zeit vom 17. bis 19. Juli 1924 stattfand, kam es zu einer entscheidenden Unterhaltung zwischen Hans Weidenbrück, Pächter der Nürburger Gemeindejagd, Xaver Weber, Kreistagsmitglied von Adenau und Hans Pauly, Gemeindevorsteher von Nürburg. Bei der Diskussion über die während eines Rennens drohenden Gefahren für Fahrer und Zuschauer erinnerte Weidenbrück an die im Jahr 1907 begonnenen, aber nicht beendeten Planungen zum Bau einer Rennbahn. Er trug die Vorteile des Gebiets in der Gegend zwischen Adenau und Mayen zusammen, stellte sie in Kontrast zum aktuellen Austragungsort des Eifelrennens um Nideggen und wurde daraufhin beauftragt, seinen Plan dem ADAC in Köln vorzutragen. Nach einer ersten Besprechung zwischen dem ADAC und Weidenbrück gründete Letzterer einen eigenen Automobilclub, dessen einziger Zweck es war, den Bau der Rennstrecke im Westen Deutschlands in die Tat umzusetzen. Vorsitzender dieses Clubs wurde der neugewählte Landrat des Kreises Adenau, Dr. Otto Creutz [3]

1925 bis 1927: Die Bauphase

Es verging kein Monat, als beim ADAC erneut über den Bau einer Rennstrecke nachgedacht wurde, dieses Mal jedoch sehr intensiv. Nach diesem Treffen begann Creutz nun, das Konzept zum Bau dieser Rennstrecke zu entwickeln. Die, in sich geschlossene, „endlose“ Rennstrecke sollte ihm zufolge auch um die Nürburg führen. Ein wichtiges Detail wurde vom ADAC dabei von Beginn an berücksichtigt und in die Überlegungen eingebunden: Die Rennstrecke sollte keine Verbindung zum öffentlichen Straßennetz haben, dennoch sollte nach den Wünschen Creutz' ein gewisser „Landstraßencharakter“ entstehen.[4] Dabei wurde jedoch nicht aus den Augen verloren, dass die neue Rennstrecke auch eine Teststrecke für Fahrzeugerprobungen werden sollte. Daher sollten möglichst viele Eigenschaften von europäischen Landstraßen simuliert werden, so zum Beispiel langgezogene Streckenabschnitte für das Testen hoher Geschwindigkeiten sowie kurvenreiche Steigungen (insgesamt waren mehr als 170 Kurven geplant) mit Gradienten von bis zu 17 Prozent.

Gedenkstein Grundsteinlegung am 27. September 1925 für Landrat Dr. Otto Creutz
Die Nürburg als Namensgeber für die Autorennstrecke

Am 15. April 1925 traf Creutz sich – unterstützt vom Zentrum – mit Vertretern des Preußischen Wohlfahrtsministerium und des Reichsverkehrsministeriums in Berlin. Er legte die Wichtigkeit des Baus der Rennstrecke im „ärmsten Kreis im Lande Preußen“ dar und bezeichnete sie als „Notstandsmaßnahme im Rahmen der produktiven Erwerbslosenfürsorge“[5]

Danach war der Bau der Strecke endgültig beschlossen. Die Kosten wurden mit 2,5 Mill. Reichsmark kalkuliert. Ende April 1925 begannen die Vermessungsarbeiten, nachdem zuvor schon kleinere Arbeiten am geplanten Streckenverlauf durchgeführt worden sind. Am 20. Mai 1925 bestätigte Dr. Johannes Fuchs das Baugelände, am 13. Juni des gleichen Jahres wird das Ingenieurbüro Gustav Eichler, Ravensburg, beauftragt, die Bauleitung zu übernehmen. Drei Tage später werden die offiziellen Pressemitteilungen an die deutsche Sportpresse verteilt. Dieses veröffentlichte bereits am 24. Juni den Lageplan und die Bauentwürfe. Das Ingenieurbüro fertigte einen Kostenvoranschlag in Höhe von 4 Mill. Reichsmark an. Unberücksichtigt blieben dabei die Aufwendungen für die erforderlichen Hochbauten, da diese Arbeiten nicht zu den Notstandsarbeiten gehörten und dementsprechend nicht mit Steuermitteln finanziert werden durften.

Die Planungen für die Rennstrecke sahen wie folgt aus: Die Gesamtlänge der Strecke sollte 28,3 Kilometer betragen. Dabei wurden verschiedene Streckenführungen entworfen. Der längste Streckenteil war die Nordschleife mit einer Länge von 22,8 Kilometern. Daneben wurden auch die Strecken der Südschleife mit einer Länge von 7,7 Kilometern und der Start- und Zielgeraden (2,2 Kilometer) festgelegt. Die längste Gerade sollte 2,6 Kilometer lang sein und bis zum Tiergarten reichen. Die durchschnittliche Breite der Bahn wurde mit acht Metern angesetzt. Die Streckenführung sollte Gefälle von elf Prozent und Steigungen bis 17 Prozent aufweisen; daneben wurde eine Steilstrecke entworfen, die eine Steigung bis zu 27 Prozent besaß. Darüber hinaus wurde ein zweistöckiges Start- und Zielhaus sowie eine Boxengasse mit 50 Boxen für die Teams geplant. Diese Zahlen sind teilweise heute noch aktuell.

Die Arbeiten an der neuen Rennstrecke begannen am 1. Juli 1925, obwohl die erforderliche Baugenehmigung erst Anfang August erteilt wurde. Am 13. August erklärte das Preußische Wohlfahrtsministerium die Bauten dann auch formell zu großen Notstandsarbeiten[4].

Der Landkreis Adenau konnte nicht die benötigte Anzahl an Arbeitern aufbringen. Also wurden Arbeitskräfte aus den Regierungsbezirken Koblenz und Köln nach Adenau gebracht. Zur Unterbringung dieser Arbeiter wurden Baracken errichtet.

Am 27. September fand die offizielle Grundsteinlegung statt, die von Dr. Fuchs durchgeführt wurde. Im Rahmen dieses offiziellen Baubeginns bekam die Rennstrecke den vom Regierungspräsidenten Dr. Francis Kruse vorgeschlagenen Namen Nürburgring. Als Namensgeber diente die Burgruine Nürburg bzw. die gleichnamige Ortschaft, die ebenso wie Quiddelbach, Herschbroich und Breidscheid innerhalb der heute 20,8 Kilometer langen Nordschleife liegen.

Zu Beginn des Jahres 1926 waren über 2.100 Bauarbeiter beschäftigt, zu Höchstzeiten arbeiteten sogar 2.500 Menschen an der Fertigstellung. Insgesamt leisteten sie etwa 784.500 Tagewerke, bewegten 152.097 m³ Erdreich, 184.693 m³ Gestein und verarbeiteten 11.119 m³ Beton.

Im April 1926 erschien bereits vor Fertigstellung des Baus der Rundstrecke die erste Ausgabe einer Zeitschrift namens Nürburgring. Sie wurde mit einer Auflage von 12.000 Exemplaren gedruckt.[6]

Die ersten Fahrten auf fertiggestellten Abschnitten des Nürburgrings wurden am 28. August vom ADAC Adenau durchgeführt. Zur selben Zeit musste die Baukostenplanung von zuvor 5 Mill. Reichsmark auf etwa 8,1 Mill. Reichsmark nach oben korrigiert werden.

Streckenführung ab 1927

1927 bis heute

Bugatti 37A aus dem Eröffnungsrennen des Nürburgrings 1927
Bernd Rosemeyer im Jahr 1937 auf dem Nürburgring

Bereits zwei Jahre nach Baubeginn konnte der Nürburgring eröffnet werden.

Der erste Geschäftsführer des Nürburgrings war ab 1927 Alex Döhmer aus Köln. Die Premiere war am Samstag 18. Juni 1927 mit dem Eifelrennen für Motorräder über den Gesamtkurs mit 28 km bzw. ein Tag später mit einem Automobil-Rennen, das Rudolf Caracciola gewann. Dieser befand die erste Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke mit ihren vielen Kurven, Gefällen und Sprunghügeln als bärig schwer.

Von Anfang an konnte die Strecke auch abends oder an rennfreien Wochenenden gegen Gebühr von Jedermann mit einem Straßenfahrzeug befahren werden.

Der Kurs galt in der klassischen 22,8 km langen Nordschleifen-Variante jahrzehntelang als eine der schwierigsten Grand-Prix-Strecken der Welt. Die bis 1970 durch Hecken gesäumte Achterbahn wurde deswegen von Jackie Stewart als grüne Hölle bezeichnet. Der dabei zu überwindende Höhenunterschied beträgt zwischen den Streckenabschnitten bei Breidscheid einerseits und der Hohen Acht bzw. der Nähe von Nürburg andererseits fast 300 Meter.

Zudem gab es die weniger bekannte, 7,7 km lange, Südschleife, die durch die Gemarkung Müllenbach führte. Die Möglichkeit, beide zu einem etwa 28 km langen Kurs zu verbinden, wurde ab 1931 nur noch selten genutzt, wie etwa dem 84-stündigen Marathon de la Route in den 1960ern. Es wurden auch Sprintrennen auf dem nur 2,2 km langen Kurs um den Start-Ziel-Bereich herum veranstaltet (der Start- und Zielschleife oder Beton-Schleife), der auch zum Aufwärmen bzw. zum Starten der Stoppuhr vor einer Trainingsrunde über die volle Strecke diente.

Bereits 1928 verunglückte mit Čeněk Junek ein bekannter Pilot tödlich, dem in den 1930er Jahren weitere folgen sollten. Mit dem Argentinier Onofre Marimón verunglückte 1954 erstmals ein Formel-1-Fahrer auf dem Nürburgring tödlich. Beim Großen Preis von Deutschland 1958 traf es den Engländer Peter Collins. Einige Tage nach dem F1-GP 1966 starb der Fahrer John Taylor an den bei seinem Unfall erlittenen Brandverletzungen. Gerhard Mitter nahm 1969 mit einem Formel 2 von BMW am Training der F1 teil und verunglückte am Schwedenkreuz tödlich. Die enge, von Hecken umsäumte Strecke geriet seit Ende der 1960er Jahre angesichts der immer schnelleren Fahrzeuge zunehmend in die Kritik. Im Jahre 1970 erwirkten die Formel-1-Fahrer kurzfristig einen Boykott, woraufhin der Große Preis von Deutschland vorübergehend auf dem Hockenheimring ausgetragen wurde. Dieser Hochgeschwindigkeitskurs war nach dem tödlichem Unfall von Jim Clark 1968 umgebaut worden, wobei insbesondere Leitplanken zum Einsatz kamen, die am dreimal so langen Nürburgring noch fehlten.

Nach Umbauarbeiten auf der Nordschleife 1970/71 kehrte die Königsklasse für zweimal drei Jahre in die Eifel zurück, wobei allerdings jeweils weitere Umbaumaßnahmen verlangt wurden. Aufgrund der Hanglage können an vielen Stellen jedoch keine der geforderten breiten Auslaufzonen erstellt werden, da dies enorme Erdbewegungen erfordert hätte. Zudem hatten die Ambulanzen bei Unfällen immer kilometerlange Wege zurückzulegen. Die kürzere Südschleife wurde nicht umgebaut und ab Mitte der 1970er Jahre gar nicht mehr für Rundstreckenrennen benutzt. Dafür fanden mehrere Bergrennen mit Start in Müllenbach statt.

So stand schon vorher fest, dass die Formel 1 aufgrund dieser Sicherheitsmängel ihren letzten Lauf auf dem Nürburgring am 1. August 1976 austragen würde. Dieses Rennen wurde dann zusätzlich vom schweren Feuerunfall Niki Laudas überschattet, der aber nicht, wie immer noch häufig und gerne kolportiert wird, ursächlich für die dann endgültige GP-Verlegung nach Hockenheim war.

Die Motorrad-Weltmeisterschaft trug zuletzt 1980 einen Grand Prix auf der Nordschleife aus. Andere Rennserien wie Formel-2-EM, Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM), ADAC-1000-km-Nürburgring, Sportwagen-Weltmeisterschaft usw. konnten ihre Wettbewerbe noch – trotz großer Bedenken – bis 1983 durchführen, dann allerdings während der laufenden Umbauarbeiten auf einem auf 20,8 km verkürzten Kurs mit einer provisorischen Boxenanlage.

Streckenführung 1967–1983

Die neue Grand-Prix-Strecke

Nachdem die Formel 1 ab 1977 nur noch in Hockenheim fuhr und andere internationale Serien auch abzuwandern drohten, wurden die möglichen Optionen diskutiert. Die Wahl fiel letztendlich auf eine aus Kostengründen nur etwa 4,5 km lange moderne Rennstrecke, die nur noch die Start- und Zielgerade mit der alten Rennstrecke gemeinsam hatte. Die ursprüngliche Südschleife wurde aufgegeben und in öffentlichen Verkehrsbereich umgewidmet bzw. zu Zufahrtswegen zu Parkplätzen verwendet. Die verkürzte Nordschleife samt der kleinen Boxenanlage von 1983 besteht weiterhin; sie kann weitgehend unabhängig vom Betrieb auf der benachbarten GP-Strecke benutzt werden, zum Beispiel von der RCN und GLP.

Rennen zur Eröffnung der Grand-Prix-Strecke am 12. Mai 1984

Im Jahre 1984 wurde die Grand-Prix-Strecke mit ihren jetzt breiten Auslaufzonen mit einer live im deutschen Fernsehen übertragenen Veranstaltung eingeweiht. Das erste auf der neuen Strecke ausgetragene Rennen war ein Schaurennen mit 21 identischen Mercedes-Benz 190 E 2.3-16-Tourenwagen, bei dem viele hochkarätige Rennfahrer der damaligen Zeit antraten, darunter die Formel 1-Weltmeister Keke Rosberg und Niki Lauda. Sieger wurde jedoch der damals noch unbekannte Formel-1-Neuling Ayrton Senna.

Im Winter 1994 und im Mai 1997 wurde die Veedol-Schikane umgebaut. Diese engere Streckenführung wirkt sich auf die Geschwindigkeit der Fahrzeuge aus, die deutlich verringert ist. Darüber hinaus wurde hier eine gesonderte Streckenführung für Motorradrennen eingerichtet.

2002 wurde die Strecke mit dem Bau der Mercedes-Arena auf etwa 5,1 km erweitert. Zudem wurde 2000 die Boxenanlage komplett neu gebaut, mit insgesamt 33 Garagen, die mehrere Meter hoch sind und sich so auch für Trucks eignen.

Die Formel 1 trug 1984 und 1985 nochmal zwei Rennen auf dem neuen Nürburgring aus, aber seit 1986 findet der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring statt. Im Gegenzug wechselte die Motorrad-Weltmeisterschaft in den 1990ern für einige Läufe von Hockenheim in die Eifel, fährt aber seit 1998 am Sachsenring.

Von 1995 bis 2006 fand dann jährlich ein zweites Formel-1-Rennen in Deutschland statt, das als Grand Prix von Europa bezeichnet wurde (1997 und 1998 jedoch als Großer Preis von Luxemburg, da der Europa-Grand-Prix 1997 als Saisonabschluss in Jerez [Spanien] und 1998 gar nicht ausgetragen wurde). Die Distanz beträgt seit dem Umbau 2002 jeweils 60 Runden bzw. 308,863 km.

2006 wurde bekannt, dass Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone trotz bestehender Verträge mit beiden Rennstrecken ab 2007 nur noch einen Grand-Prix-Lauf pro Jahr in Deutschland zulassen wollte, jeweils im jährlichen Wechsel auf dem Hockenheim- und Nürburgring. Der deutsche Grand Prix 2007 wurde auf dem Nürburgring als Großer Preis von Europa ausgetragen, einen Großen Preis von Deutschland gab es in diesem Jahr nicht. Da die Namensrechte dafür beim Automobilclub von Deutschland liegen, fand dieser Grand Prix erst wieder 2008 auf dem Hockenheimring statt.

Im Januar 2007 warf der rheinland-pfälzische Rechnungshof den Rennstreckenbetreibern Missmanagement vor. Die Formel-1-Veranstaltungen 2004 und 2005 hätten jeweils rund 9 Mill. Euro Verlust erwirtschaftet. Der von Bernie Ecclestone kontrollierten Firma Formula One Administration Ltd. (FOA) seien dabei jährlich etwa 16 Mill. Euro Antrittsgeld gezahlt worden. Die Gesamtkosten pro Grand Prix würden jährlich um etwa 10 Prozent steigen.[7]

Enthüllung des „Michael-Schumacher-S“ durch Michael Schumacher und Bernie Ecclestone.

Am 25. März 2007 teilte der Nürburgring-GmbH-Geschäftsführer Walter Kafitz mit, dass die „Shell“-S-Kurve zwischen Dunlop-Kehre und Kumho-Kurve (Nr. 11) in Michael-Schumacher-S umbenannt werden sollte. Schumacher kam persönlich zur Taufe der Kurve am 22. Juli 2007 im Rahmen des Großen Preises von Europa an die Strecke.[8]

Aber auch diverse Motorrad-, Truck-, Oldtimer- und DTM-Rennen sowie einige Markenpokale sind auf dem GP-Kurs des Nürburgrings zu Hause. Ebenso fahren alle Einsitzer-Serien sowie GT-Rennwagen und Sportwagen nur auf der „sicheren“ Variante. Trotzdem erlitten einige Piloten im Lauf der Jahre auch dort schwere oder gar tödliche Verletzungen, was aber kaum dem Zustand der Rennstrecke anzulasten war. Seit der Saison 2008 wird der deutsche Lauf zur Superbike-Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring ausgetragen.

Streckenführung ab 1984

mögliche Streckenvarianten

Start-und-Ziel-Gerade und Boxengasse des Nürburgrings.(Der schnurgerade Streckenabschnitt erscheint auf dem Bild aus fototechnischen Gründen gebogen.)
Start-und-Ziel-Gerade und Boxengasse des Nürburgrings.(Der schnurgerade Streckenabschnitt erscheint auf dem Bild aus fototechnischen Gründen gebogen.)

Sonstige Rennen

In Verbindung mit der 20,8 km langen reinen Nordschleife können bis zu 25,9 km lange Varianten kombiniert werden, auf denen Tourenwagen mehrstündige VLN-Langstreckenrennen austragen und zudem das 24-Stunden-Rennen, das im Jahr 2004 etwa 220.000 Zuschauer anlockte (deutlich mehr als die Formel 1, die wesentlich höhere Eintrittspreise verlangt). Hier fahren 230 Autos gleichzeitig um die Wette, vom 100-PS-Kleinwagen über DTM-Werksautos bis hin zum 700 PS starken Turbo-Porsche, wobei sich über 1.000 Fahrer (Amateure und Profis) an den Lenkrädern ablösen.

Abends und an Sonntagen kann jedermann gegen eine Gebühr von derzeit 24 Euro pro Runde (Stand Oktober 2011) mit seinem Straßenfahrzeug auf der berühmt-berüchtigten Nordschleife fahren. Genutzt wird die gesamte Strecke auch für Sportfahrerlehrgänge, bei denen Rennfahreraspiranten und Rennsport-Interessierte die Ideallinie auf dem Ring erlernen können, für Testfahrten der Automobil-Industrie und der Presse sowie für vieldiskutierte Rekordrunden.

Nürburgring-Kartbahn von 1984-2001

Im Bereich der Müllenbach-Schleife im südlichen Teil der GP-Strecke gab es neben dem normalen Asphaltkurs noch zusätzliche Schotterpassagen, wodurch hier vom ADAC (Regional-Club Nordrhein) von 1991 bis einschließlich 1997 auch Rallycross-Rennen organisiert werden konnten. Als internationale Prestige-Wettbewerbe dieser Disziplin dürfen die FIA Internations-Cup-Rennen (ein Rallycross-Europapokal für Nationalmannschaften) der Jahre 1992 und 1993 angesehen werden. Außerdem fand in diesem sogenannten Rallycross-Stadion Müllenbachschleife im Jahre 1989 das zweite Race of Champions der Autosport-Geschichte statt.

Wertungsprüfungen der Rallye Köln-Ahrweiler führen alljährlich über die Reste der Südschleife sowie in umgekehrter Fahrtrichtung über die Nordschleife.

Außerdem gab es Bergrennen mit Start in Müllenbach, dem tiefsten Punkt der Südschleife. Gefahren wurde entgegen der üblichen Richtung hoch zu Start und Ziel. Da dann die Rückführung weiter im Kreis zurück nach Müllenbach führte, war ein unterbrechungsloser Betrieb möglich. Solche Bergrennen konnten innerhalb eines Tages mit allen Trainings- und Wertungsläufen durchgeführt werden.

Bis 2002 bestand neben dem Fahrerlager eine 1.300 m lange Kart-Strecke. Auf diesem Gelände wurde die Mercedes-Arena errichtet bzw. Flächen für ein erweitertes Fahrerlager asphaltiert.

Auf dem Nürburgring fand außerdem schon dreimal die Straßenrad-Weltmeisterschaft statt, in den Jahren 1927, 1966 (Weltmeister Rudi Altig) und 1978.

Andere Veranstaltungen

  • Bekannt ist auch das Musikfestival Rock am Ring, das jährlich am ersten Juniwochenende im Fahrerlager-Bereich auf dem Nürburgring stattfindet. Zu diesem mehrtägigen Rock-Event kommen jedes Jahr rund 80.000 Besucher. 2010 wurde bei dem ausverkauften Festival mit über 86.500 Besuchern ein neuer Rekord verzeichnet.[9]
  • Die Nordschleife ist außerdem seit 1978 Austragungsort des Nürburgring-Laufs, der inzwischen zusammen mit verschiedenen Radsport-Veranstaltungen (unter anderem ein 24-Stunden-Radrennen) das Event Rad & Run am Ring bildet.
  • Eine der wichtigsten Veranstaltungen der europäischen Oldtimer-Szene mit bis zu 30.000 Besuchern findet jedes Jahr Anfang August statt, der AvD-Oldtimer-Grand-Prix.[10] Auf der Grand-Prix-Strecke werden Rennwagen aus verschiedenen Epochen zu Renn- und Gleichmäßigkeitsläufen bewegt. Parallel dazu treffen sich viele Oldtimer-Clubs auf den Parkplätzen rund um den Nürburgring.

Nürburgring 2009

Das Eifeldorf Grüne Hölle am Nürburgring

Unter dem Projektnamen Nürburgring 2009 wurden ab 22. November 2007 [11] das Erlebniswelt-Gebäude sowie der anschließende Parkplatz abgerissen und das Umfeld des Nürburgrings um- und ausgebaut. An Stelle der gesprengten Haupttribüne T3 gegenüber den Boxen entstand eine neue Haupttribüne mit Platz für 5.000 Personen. Im oberen Teil der Tribüne wurde eine VIP-Lounge für 600 Personen eingerichtet. Ein wesentlicher Teil dieses Tribünengebäudes wurde für Büros der Verwaltung des Nürburgrings verwendet. Sie sind durch eine aufwändige Schallschutzverglasung in Richtung der Rennstrecke abgeschirmt. Bis dahin war die Verwaltung in den aus der Anfangszeit der Rennstrecke stammenden Häusern A und B an der Bundesstraße 258 untergebracht.

Bis Sommer 2009 entstand zwischen der Bundesstraße und der Start-Ziel-Gerade eine Erlebnismeile, der sogenannte ring°boulevard. Dort sind Ladenlokale führender Automobilhersteller und Zulieferer angesiedelt worden. Des Weiteren wurde der Boulevard mit einer 4.000 m² großen Halle mit 4.500 Sitzplätzen, zusätzlich zum bestehenden Dorint-Hotel einem neuen 4-Sterne-Hotel (Lindner Hotel AG, an der Tribüne T4) und einem Indoor-Themenpark ergänzt. Jenseits der Bundesstraße entstand mit dem „Eifeldorf“ eine Ansammlung von Restaurants und Discos. Bei Meuspath wurde ein Motorsport-Feriendorf eingerichtet, das zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten in etwa 100 Ferienhäusern bietet.

Der ring°racer entlang der Start- und Zielgeraden

Die offizielle Eröffnung des „neuen Nürburgrings“ fand am 10. Juli 2009 statt, ein Großteil der neuen Attraktionen war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht in Betrieb. Die größte Attraktion sollte eigentlich der sogenannte ring°racer werden – eine Achterbahn, deren Besonderheit die enorme Beschleunigung am Start ist. Der Launch Coaster wird mit Luftdruck beschleunigt. Sie wurde symbolisch beim Großen Preis mit Prominenten[12] eröffnet. Nachdem es während der Testfahrten im Sommer 2009 zu zwei Explosionen mit Verletzten kam, wurde das Fahrgeschäft vorerst nicht in Betrieb genommen.[13]

Das Projekt Nürburgring 2009, in das rund 350 Millionen Euro aus Steuergeldern flossen[14], führte im Sommer 2009 zum Rücktritt des rheinland-pfälzischen Finanzministers und Aufsichtsratschef der Nürburgring GmbH, Ingolf Deubel sowie Anfang Dezember 2009 zur Entlassung des Hauptgeschäftsführers der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz.

Am 16. September 2009 startete im Mainzer Landtag ein aufwändiger Untersuchungsausschuss, der die Verantwortlichkeiten der gescheiterten Privatfinanzierung offenlegen sollte. Ein am 2. Dezember 2009 von der Landesregierung Rheinland-Pfalz vorgestelltes Zukunftsprojekt sah die Teilung in eine Betriebs- und eine Betreibergesellschaft vor. Dies geschah zum 2. Mai 2010, sowohl die beiden Rennstrecken (Nürburgring und Nordschleife) als auch die neu geschaffene Erlebniswelt inklusive der beiden neuen Hotels und des neuen Ferienparks in Drees werden seitdem durch die neugegründete Nürburgring Automotive GmbH betrieben. Diese gehört zu je 50 Prozent der Lindner Hotel AG und dem Immobilienentwickler Mediinvest. [15] Die Nürburgring GmbH besteht seit diesem Zeitpunkt weiterhin als reine Besitzgesellschaft, die zu 90 Prozent dem Land Rheinland-Pfalz gehört. Diese besitzt und verwaltet seitdem alle Immobilien des Freizeit- und Geschäftszentrums.[16]

Panorama vom Haupteingang des Nürburgrings
Panorama vom Haupteingang des Nürburgrings
Außenansicht der neuen Gebäude des Projektes Nürburgring 2009mit Lindner-Hotel, ring°racer, Warsteiner Event-Center, ring°arena, ring°boulevard und ring°werk (von links nach rechts)
Außenansicht der neuen Gebäude des Projektes Nürburgring 2009
mit Lindner-Hotel, ring°racer, Warsteiner Event-Center, ring°arena, ring°boulevard und ring°werk (von links nach rechts)

Kritik

Das Projekt sollte ursprünglich komplett privat finanziert werden, als Berater wurden die Macher des gescheiterten Space Park Bremen engagiert. Bei der Suche nach Investoren wurden dubiose Finanzvermittler beauftragt und unter anderem zum Beweis der Liquidität des Bundeslandes Rheinland-Pfalz eine Summe von 95 Millionen Euro nach Liechtenstein überwiesen. Nachdem kein Investor gefunden wurde, wurde die gesamte Investition zumindest vorläufig aus Steuergeldern finanziert und mit dem Bau begonnen. In die Kritik geriet Landesfinanzminister Ingolf Deubel, da die Finanzierung des Ausbaus über hochspekulative Fonds, Liechtensteiner Konten und unbekannte Geschäftspartner in Dubai stattfinden sollte. Am 7. Juli 2009 trat Deubel auf Grund der Kritik am Geschäftsgebaren eines Schweizer Vermittlers bei der Privatfinanzierung des geplanten Freizeitzentrums zurück. Zudem war beim kritisch berichtenden Journalisten Wilhelm Hahne eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden.[17]

In Kreisen der privatwirtschaftenden Gastronomie des Umlandes wird das Projekt abgelehnt, da aus ihrer Sicht an Stelle der versprochenen Strukturverbesserung eine mit Steuergeldern subventionierte Konkurrenz entstehe. Die Renditeerwartungen des Landes an die Investitionen, Ministerpräsident Kurt Beck sprach im Jahr 2007 von einer Amortisierung bereits nach drei Jahren, sei „völlig aus der Luft gegriffen und unrealistisch, da die erforderlichen Rahmenbedingungen und Zahlen am Nürburgring nicht realisierbar sind“.[18]

Statistik

Streckendaten

  • Streckenlänge: 5,148 km
  • Rundendistanz: 60 Runden (308,863 km)
  • Länge der Boxengasse: 381,4 m[19]

Streckenrekorde F1

22,8-km-Strecke (1951−1976)
  • Qualifikation: 6:58.6 min (Niki Lauda, Ferrari, 1975)
  • Rennen: 7:06.4 min (Clay Regazzoni, Ferrari, 1975)
4,5-km-Strecke (1984−2001)
  • Qualifikation: 1:14.960 min (Michael Schumacher, Ferrari, 2001)
  • Rennen: 1:18.354 min (Juan Pablo Montoya, Williams, 2001)
5,1-km-Strecke (seit 2002)
  • Qualifikation: 1:28.351 min (Michael Schumacher, Ferrari, 2004)
  • Rennen: 1:29.468 min (Michael Schumacher, Ferrari, 2004)

Alle Sieger von Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring

Jahr Sieger Auto Zeit Streckenlänge Runden Ø-Tempo Datum GP von
Nürburgring Nordschleife
1951 ItalienItalien Alberto Ascari Ferrari 3:23:03,300 h 22,810 km 20 134,801 km/h 29. Juli DeutschlandDeutschland Deutschland
1952 ItalienItalien Alberto Ascari Ferrari 3:06:13,300 h 22,810 km 18 132,288 km/h 3. August
1953 ItalienItalien Giuseppe Farina Ferrari 3:02:25,000 h 22,810 km 18 135,047 km/h 2. August
1954 ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio Mercedes 3:45:45,800 h 22,810 km 22 133,366 km/h 1. August
1956 ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio Ferrari 3:38:43,700 h 22,810 km 22 137,656 km/h 5. August
1957 ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio Maserati 3:30:38,300 h 22,810 km 22 142,943 km/h 4. August
1958 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tony Brooks Vanwall 2:21:15,000 h 22,810 km 15 145,338 km/h 3. August
1961 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stirling Moss Lotus-Climax 2:18:12,400 h 22,810 km 15 148,538 km/h 6. August
1962 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill B.R.M. 2:38:45,300 h 22,810 km 15 129,312 km/h 5. August
1963 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees Ferrari 2:13:06,800 h 22,810 km 15 154,222 km/h 4. August
1964 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees Ferrari 2:12:04,800 h 22,810 km 15 155,429 km/h 2. August
1965 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jim Clark Lotus-Climax 2:07:52,400 h 22,810 km 15 160,542 km/h 1. August
1966 AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Repco 2:27:03,000 h 22,810 km 15 139,606 km/h 7. August
1967 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme Brabham-Repco 2:05:55,700 h 22,835 km 15 163,200 km/h 6. August
1968 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford 2:19:03,200 h 22,835 km 14 137,943 km/h 4. August
1969 BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford 1:49:55,400 h 22,835 km 14 174,498 km/h 3. August
1971 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Tyrrell-Ford 1:29:15,700 h 22,835 km 12 184,191 km/h 1. August
1972 BelgienBelgien Jacky Ickx Ferrari 1:42:12,300 h 22,835 km 14 187,676 km/h 30. Juli
1973 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Tyrrell-Ford 1:42:03,000 h 22,835 km 14 187,961 km/h 5. August
1974 SchweizSchweiz Clay Regazzoni Ferrari 1:41:35,000 h 22,835 km 14 188,824 km/h 4. August
1975 ArgentinienArgentinien Carlos Reutemann Brabham-Ford 1:41:14,100 h 22,835 km 14 189,474 km/h 3. August
1976 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Hunt McLaren-Ford 1:41:42,700 h 22,835 km 14 188,586 km/h 1. August
Nürburgring Grand-Prix-Kurs
1984 FrankreichFrankreich Alain Prost McLaren-TAG-Porsche 1:35:13,284 h 4,542 km 67 191,751 km/h 7. Oktober EuropaEuropa Europa
1985 ItalienItalien Michele Alboreto Ferrari 1:35:31,337 h 4,542 km 67 191,147 km/h 4. August DeutschlandDeutschland Deutschland
1995 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Benetton-Renault 1:39:59,044 h 4,556 km 67 183,180 km/h 1. Oktober EuropaEuropa Europa
1996 KanadaKanada Jacques Villeneuve Williams-Renault 1:33:26,473 h 4,556 km 67 196,007 km/h 28. April
1997 KanadaKanada Jacques Villeneuve Williams-Renault 1:31:27,843 h 4,556 km 67 200,244 km/h 28. September LuxemburgLuxemburg Luxemburg
1998 FinnlandFinnland Mika Häkkinen McLaren-Mercedes 1:32:14,789 h 4,556 km 67 198,545 km/h 27. September
1999 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert Stewart-Ford 1:41:54,314 h 4,556 km 66 177,034 km/h 26. September EuropaEuropa Europa
2000 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:42:00,307 h 4,556 km 67 179,541 km/h 21. Mai
2001 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:29:42,724 h 4,556 km 67 204,143 km/h 24. Juni
2002 BrasilienBrasilien Rubens Barrichello Ferrari 1:35:07,426 h 5,146 km 60 194,742 km/h 23. Juni
2003 DeutschlandDeutschland Ralf Schumacher Williams-BMW 1:34:43,622 h 5,148 km 60 195,633 km/h 29. Juni
2004 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:32:35,101 h 5,148 km 60 200,160 km/h 30. Mai
2005 SpanienSpanien Fernando Alonso Renault 1:31:46,648 h 5,148 km 59 198,555 km/h 29. Mai
2006 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:35:58,765 h 5,148 km 60 193,081 km/h 7. Mai
2007 SpanienSpanien Fernando Alonso McLaren-Mercedes 2:06:26,358 h 5,148 km 60 146,567 km/h 22. Juli
2009 AustralienAustralien Mark Webber Red Bull-Renault 1:36:43,310 h 5,148 km 60 191,599 km/h 12. Juli DeutschlandDeutschland Deutschland
2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lewis Hamilton McLaren-Mercedes 1:37:30,224 h 5,148 km 60 190,059 km/h 24. Juli

Nordschleife
Rekordsieger Fahrer: J.M. Fangio / J. Stewart (3), Rekordsieger Konstrukteure: Ferrari (8)
GP-Kurs
Rekordsieger Fahrer: M. Schumacher (5), Rekordsieger Konstrukteure: Ferrari (6)

Literatur

  • Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring − Die Chronik der legendären Rennstrecke, Verlagsunion Erich Pabel − Arthur Moewig KG, Rastatt 1991, ISBN 3-8118-3065-1
  • Michael Behrndt, Jörg-Thomas Födisch: 75 Jahre Nürburgring, Heel Verlag, Königswinter 2002, ISBN 3-89880-083-0
  • Klaus Ridder: Helden des Nürburgrings, Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 978-3-86680-073-1
  • Wilhelm Hahne, Peter Doeppes: Nürburgring 2009: Skandal? Affäre?, Südwest- und Eifelzeitung Verlags- und Vertriebs-GmbH, Daun 2010, ISBN 978-3-9810588-2-6

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Nürburgring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Renovierte Hölle, Spiegel-Artikel 19/1984, abgerufen am 22. September 2010.
  2. Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring; Seite 4
  3. a b Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring; Seite 5
  4. a b Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring; Seite 6
  5. Von der Notstandsmaßnahme zur Goldgrube, Landessportbund Rheinland-Pfalz
  6. Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring; Seite 8
  7. „Nürburgring: Grüne Hölle“, WirtschaftsWoche 18. März 2007
  8. „S wie Schumacher“, Formel1.de 25. März 2007, www.motorsport-total.com – Nürburgring benennt Kurve nach Schumacher
  9. „Der Ring in Flammen“ (Meldung auf DerWesten.de am 9. Juni 2008)
  10. AvD-Oldtimer-Grand-Prix-Homepage (gefunden am 24. März 2009)
  11. Spatenstich http://20832.com/misc/2009/spatenstich_erlebnisgrab_Nuerburgring.jpg
  12. http://www.bild.de/BILD/sport/motorsport/2009/07/14/kai-ebel/mit-schumi-und-lilly-in-der-achterbahn.html
  13. Ringracer-Achterbahn startet erst 2011, Artikel im Volksfreund vom 15. Oktober 2010, abgerufen am 15. Oktober 2010.
  14. Regressforderungen gegen Ex-Ring-Chef Kafitz. abgerufen im Trierischen Volksfreund am 26. März 2010.
  15. Hofübergabe am Nürburgring vollzogen. Motorsport-Total.com Veröffentlicht am 6. Mai 2010.
  16. Neue Strukturen am Nürburgring: Land wird Eigentümer aller Bauten. abgerufen im Trierischen Volksfreund am 26. März 2010.
  17. http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/nuerburgring102.html NDR: ''Schikane – Razzia bei einem kritischen Journalisten '', 1. Juli 2009 (Artikel nicht mehr verfügbar)
  18. rettet-den-ring.de: Versammlungsprotokoll Versammlung der Interessengemeinschaft Nürburgring zur Reaktivierung der Bürgerinitiative Nürburg e.V., 11.03.2007. Abgerufen am 16. November 2011.
  19. „Daten und Fakten“ (Offizielle Webseite Nürburgring GmbH)

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