Oakland Raiders


Oakland Raiders
Oakland Raiders
Gegründet 1960
Spielen in Oakland, Kalifornien
Helm der Oakland Raiders
Logo der Oakland Raiders
Helm Logo
Liga

American Football League (1960–1969)

  • Western Division (1960–1969)

National Football League (1970–heute)

Aktuelle Uniformen
AFCW-Uniform-OAK.PNG
Teamfarben Schwarz, Silber
Personal
Besitzer Al Davis
General-Manager Al Davis
Head Coach Hue Jackson
Teamgeschichte
  • Oakland Raiders (1960–1981)
  • Los Angeles Raiders (1982–1994)
  • Oakland Raiders (1995–heute)
Spitznamen
Raiders, The Silver and Black, A Team For All Decades
Erfolge
NFL-Gewinner (4)
Conference-Sieger (4)
  • AFC: 1976, 1980, 1983, 2002
Division-Sieger (15)
  • AFL West: 1967, 1968, 1969
  • AFC West: 1970, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1983, 1985, 1990, 2000, 2001, 2002
Stadien


Die Oakland Raiders (englisch für „Oakland Räuber oder Plünderer“) sind ein American Football Team der amerikanischen Profiliga National Football League (NFL) aus dem kalifornischen Oakland. Sie gehören gemeinsam mit den Denver Broncos, den Kansas City Chiefs und den San Diego Chargers der Western Division innerhalb der American Football Conference (AFC) an. Im Jahr 1960 nahmen die Raiders den Spielbetrieb in der AFL auf, in der sie eine Meisterschaft feierten und dreimal Divisionssieger wurden. Aufgrund der Fusion der AFL mit der NFL im Jahr 1970, schlossen sich die Raiders der NFL an. Der Traditionsverein ist seither zwölffacher Divisionssieger und bestritt fünf Super Bowls, die er dreimal für sich entschied: Super Bowl XI, Super Bowl XV und Super Bowl XVIII. Die Raiders haben 13 Mitglieder in der Pro Football Hall of Fame, der Ruhmeshalle der NFL.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Anfangsjahre

Die American Football League wurde am 14. August 1959 ins Leben gerufen. Die Oakland Raiders gehörten nicht zu den acht Gründungsmitgliedern sondern rückten erst im Januar 1960 für die in die National Football League gewechselten Minnesota Vikings nach. Ein Hauptgrund dafür war, dass kein adäquates Stadion in Oakland vorhanden war. Bis 1966 das 54.616 Zuschauer fassende Oakland Coliseum eröffnet wurde, mussten die Raiders im Kezar Stadium oder dem Candlestick Park, auf der anderen Seite der Bucht von San Francisco spielen. Die ersten Jahre der Vereinsgeschichte waren sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits davon durch Anfangsschwierigkeiten geprägt. Das Ergebnis der ersten drei Spielzeiten war eine miserable Bilanz mit nur neun Siegen bei 33 Niederlagen. Die Zuschauerzahlen blieben konstant unter 11.000 pro Spiel. Dies änderte sich mit der Verpflichtung von Al Davis als Head Coach und General Manager. Dem früheren Assistenz-Trainer der San Diego Chargers gelang es innerhalb kurzer Zeit, eine Erfolgsmannschaft zu formen. Hatte die Saison 1962 noch mit 1-13 geendet, folgte unter Davis 1963 ein Saisonabschluss mit 10-4. Davis wurde prompt zum AFL Coach des Jahres gewählt. Mit den drei bekanntesten Slogans Al Davis „Pride and Poise“, „Commitment to Excellence“ und „Just Win, Baby“, die allesamt eingetragene Schutzmarken sind,[1][2][3] konnten die Raiders von 1965 bis 1985 insgesamt 19 Mal die beste AFC West Abschlussbilanz vorweisen. Während dieser Zeit gewannen sie zwölf Titel, 1967 die AFL-Championship, 1976, 1980 und 1983 die AFC-Championship sowie die Super Bowls XI, XV, XVIII. Die Raiders waren außerdem das einzige Team der AFL und NFL, das jeweils in den 1960ern, 1970ern und 1980ern den Super Bowl gewann. Nach seinem Einstieg bei den Raiders verließ Davis das Team 1966 um AFL Commissioner zu werden, kehrte aber 1967 wieder zurück und übernahm das Management des Clubs. Seitdem befinden sich die Raiders unter seiner persönliche Führung.

Los Angeles Raiders

Aufgrund juristischer Auseinandersetzungen, die einige Jahre andauerten, beschloss Davis im Jahr 1982 den Umzug des Traditionsvereins in die kalifornische Metropole Los Angeles. Zwischen den Jahren 1982 und 1995 qualifizierten sich die damaligen Los Angeles Raiders zweimal für die Play-Offs und gewannen 1984 ihren dritten und bislang letzten Super Bowl. Aufgrund der relativen Erfolglosigkeit in der neuen Heimat kehrten die Raiders im Jahr 1995 nach Oakland zurück.

Erneuter Erfolg und Niedergang

Der Erfolg stellte sich jedoch erst mit der Verpflichtung Jon Grudens als Head Coach im Jahr 1998 erneut ein. Die ersten beiden Spielzeiten 1998 und 1999 wurden unter der Regie Grudens jeweils mit 8-8 (Siege und Niederlagen) abgeschlossen. In der Spielzeit 2000, die erfolgreichste Saison der Raiders in diesem Jahrzehnt, wurden das Team mit einem Ergebnis von 12-4 zum ersten Mal nach zehn Jahren wieder Divisionssieger. Unter Grudens Regie erreichten die Raiders in den Play-offs das AFC Championship Game, verloren jedoch mit 16:3 gegen den späteren Super Bowl Gewinner, die Baltimore Ravens. In der darauf folgenden Spielzeit 2001 konnte zum zweiten Mal in Folge die AFC Western Division gewonnen werden. Dem folgte jedoch eine Niederlage in den Play-offs gegen die New England Patriots aufgrund einer kontroversen Entscheidung des Schiedsrichters Walt Coleman.[4] Im Jahr 2002 standen die Raiders zum bislang letzten Mal in einem Super Bowl. In einem einseitigen Spiel gegen die Tampa Bay Buccaneers unterlagen sie mit 21:48 ausgerechnet gegen das Team, zu dem Jon Gruden nach Ende der Saison 2001 gewechselt war. Von dieser deutlichen Niederlage im Super Bowl XXXVII konnten sich die Raiders bis heute nicht erholen. Die folgenden acht Spielzeiten wurden allesamt negativ abgeschlossen. Besonders enttäuschend verlief die Saison 2006, in der es die Raiders unter ihrem alten und neuen Head Coach Art Shell auf ganze 2 Siege in 16 Spielen brachten. Nach diesem Misserfolg wurde Shell entlassen und Lane Kiffin als neuer Head Coach vorgestellt. Aufgrund ihres schlechten Abschneides erhielten die Raiders den ersten Pick im Draft 2007, mit dem sie JaMarcus Russell als Quarterback verpflichten konnten. Russell wurde jedoch bereits 2009 aufgrund enttäuschender Leistungen wieder entlassen. Das Team spielte in der Saison 2007 deutlich besser, konnte 4 Spiele aus 16 für sich entscheiden und verlor oft nur unglücklich. Im folgenden Draft konnte man sich mit dem vierten Pick Runningback Darren McFadden sichern, der als bester Spieler seines Jahrgangs gilt.

Alle Saisons seit 1995

Saison Siege Niederlagen Platzierung Playoff-Ergebnis
1995 8 8 3. AFC-West
1996 7 9 4. AFC-West
1997 4 12 4. AFC-West
1998 8 8 2. AFC-West
1999 8 8 3. AFC-West
2000 12 4 1. AFC-West 27-0 Sieg gegen Miami Dolphins Divisional
16-3 Niederlage gegen Baltimore Ravens AFC-Title
2001 10 6 1. AFC-West 38-24 Sieg gegen New York Jets Wildcard
16-13 Niederlage gegen New England Patriots Divisional
2002 11 5 1. AFC-West 30-10 Sieg gegen New York Jets Divisional
41-24 Sieg gegen Tennessee Titans AFC Title
48-21 Niederlage gegen Tampa Bay Buccaneers Super Bowl XXXVII
2003 4 12 3. AFC-West
2004 5 11 4. AFC-West
2005 4 12 4. AFC-West
2006 2 14 4. AFC-West
2007 4 12 4. AFC-West
2008 5 11 3. AFC-West
2009 5 11 3. AFC-West
2010 8 8 3. AFC-West

Besondere Spieler

Spieler in der Hall of Fame

Trainer (Head Coaches)

  • Eddie Erdelatz, 1960 bis 1961, 6 Siege, 10 Niederlagen
  • Marty Feldman, 1962, 2 Siege, 15 Niederlagen
  • Red Conkright, 1962, 1 Sieg, 18 Niederlagen
  • Al Davis, 1963 bis 1965, 23 Siege, 16 Niederlagen, 3 Unentschieden
  • John Rauch, 1966 bis 1968, 33 Siege, 8 Niederlagen, 1 Unentschieden
  • John Madden, 1969 bis 1978, 103 Siege, 32 Niederlagen, 7 Unentschieden
  • Tom Flores, 1979 bis 1987, 83 Siege, 53 Niederlagen
  • Mike Shanahan, 1988 bis 1989, 8 Siege, 12 Niederlagen
  • Art Shell, 1989 bis 1994, 54 Siege, 38 Niederlagen
  • Mike White, 1995 bis 1996, 15 Siege, 17 Niederlagen
  • Joe Bugel, 1997, 4 Siege, 12 Niederlagen
  • Jon Gruden, 1998 bis 2001, 38 Siege, 26 Niederlagen
  • Bill Callahan, 2002 bis 2003, 15 Siege, 17 Niederlagen
  • Norv Turner, 2004 bis 2005, 9 Siege, 23 Niederlagen
  • Art Shell, 2005 bis 2006, 2 Siege, 14 Niederlagen
  • Lane Kiffin, 2007 bis 2008, 5 Siege, 15 Niederlagen
  • Tom Cable, 2008 bis 2010, 17 Siege, 27 Niederlagen
  • Hue Jackson, seit 2011

Einzelnachweise

  1. "Pride and Poise" trademark information, abgerufen am: 13. September 2008
  2. "Commitment to Excellence" trademark information, abgerufen am: 13. September 2008]
  3. "Just Win, Baby" trademark information, abgerufen am: 13. September 2008
  4. Mark Maske: Tuck Rule Hard to Grasp In: The Washington Post. Stand: 15. Oktober 2005. URL: [1], abgerufen am: 13. September 2008 (CEST)

Weblinks

 Commons: Oakland Raiders – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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