Ring – Das Original

Ring – Das Original
Filmdaten
Deutscher Titel: Ring – Das Original
Originaltitel: Ringu
Produktionsland: Japan
Erscheinungsjahr: 1998
Länge: 95 Minuten
Originalsprache: Japanisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Hideo Nakata
Drehbuch: Takahashi Hiroshi
Produktion: Masato Hara
Musik: Kenji Kawai
Kamera: Junichirō Hayashi
Schnitt: Iwao Saito
Besetzung
  • Matsushima Nanako als Asakawa Reiko,
  • Sanada Hiroyuki als Takayama Ryuji,
  • Nakatani Miki als Takano Mai,
  • Otaka Rikiya als Asakawa Yoichi,
  • Takeuchi Yuuko als Oishi Tomoko,
  • Inou Rie als Yamamura Sadako,

Ring – Das Original (jap. リング, Ringu) ist eine Literaturverfilmung nach The Ring von Koji Suzuki aus dem Jahr 1998. Er ist auch unter dem Titel Ringu bekannt, um ihn von dem amerikanischen Remake Ring zu unterscheiden.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die Reporterin Reiko Asakawa arbeitet an einem Artikel, in dem es um ein mysteriöses Videoband geht. Laut Gerüchten, die unter Jugendlichen verbreitet sind, stirbt jeder, der das Video gesehen hat, nach genau sieben Tagen. Sie findet schließlich heraus, dass auch ihre kürzlich verstorbene Nichte Tomoko dieses Video gesehen haben soll, genauso wie drei ihrer Freunde, die ebenfalls zur gleichen Zeit gestorben sind. Die Spur führt Asakawa in ein Blockhüttendorf in Izu, in der sie schließlich auch das Video findet. Neugierig sieht sie es sich an. Die seltsamen Szenen auf dem Video verstören sie, doch noch schlimmer ist die Tatsache, dass sie kurz darauf jemand anruft. Alles passt genau mit den Gerüchten zusammen – also hat sie nur noch genau sieben Tage zu leben.

Am nächsten Tag bittet sie ihren Ex-Mann Ryuji Takayama um Hilfe. Dieser sieht sich ebenfalls das Video an und beide beginnen nach und nach die Szenen zu entschlüsseln. Sie kommen dabei zu dem Schluss, dass der Urheber des Videos aus Oshima stammen muss. Als sie dort Nachforschungen unternehmen, stoßen sie auf die Yamamura-Familie, denen übersinnliche Kräfte nachgesagt werden. Schließlich deutet alles daraufhin, dass Sadako Yamamura die Erschafferin des Video-Fluches ist, doch diese ist seit 30 Jahren verschwunden – und die Zeit drängt. Denn in der Zwischenzeit hat auch Asakawas kleiner Sohn Yoichi das Video gesehen.

Als sich die Spur zu verlieren droht und ihre Frist langsam abläuft, kommt Asakawa auf die Idee, in die Blockhütte zurückzukehren, da dies der einzige Ort war, an dem das Telefon geklingelt hat. Dort finden Ryuji und Asakawa einen alten Brunnen – und darin die Leiche von Sadako Yamamura, die vor 30 Jahren von ihrem eigenen Vater hineingeworfen wurde. Als Asakawa trotz Ablauf ihrer Frist noch lebt, kommen die beiden zu dem Schluss, dass die Bergung der Leiche den Fluch gebrochen hat. Doch am nächsten Tag fällt Ryuji dem Fluch zum Opfer. Asakawa wird klar, dass ihr Sohn nach wie vor in großer Gefahr schwebt. Fieberhaft überlegt sie, was sie anders gemacht hat als ihr Ex-Mann – und kommt zu dem Schluss, dass sie eine Kopie des Videos angefertigt hat und sie jemand anderem (nämlich Ryuji) gezeigt hat. Somit muss man, um zu überleben, den Fluch weitergeben. Verzweifelt macht sie sich auf den Weg, um ihren Sohn zu retten.

Hintergrund

Bei der alternativen Bezeichnung „Ringu“ handelt es sich um die lateinische Umschrift des in Katakana geschriebenen Originaltitels, bei welchem es sich wiederum um das in die japanische Sprache übertragene englische Wort „ring“ handelt. Siehe dazu auch Lehnwörter im Japanischen.

Dieser Film war, nach dem Fernsehfilm Ring: Kanzenban, die zweite Verfilmung des Romanes. Hier wurden viele Änderungen im Vergleich zur Vorlage vorgenommen. Zum einen wurde aus dem Hauptcharakter eine Frau und Ryuji zu ihrem Ex-Mann. Zudem hat Asakawa anstatt einer kleinen Tochter einen Sohn. Sadako Yamamura wurde vereinfacht, so hat man u. a. ihre Verbindung zum Pocken-Virus ignoriert. Auch erfahren die Hauptcharaktere weniger durch Befragungen, sondern vielmehr durch filmgerechte Visionen. Die Szenen auf dem Video wurden komplett verändert und verkürzt (im Roman war das Video eine Viertelstunde lang, im Film lediglich eine Minute). Und den spektakulären Höhepunkt des Films, in dem Sadako aus einem Fernseher kriecht, gab es im Buch auch nicht.

Fortsetzungen und Remakes

Am Tag der Veröffentlichung von Ringu, dem 31. Januar, lief auch die Verfilmung Rasen des zweiten Romans The Ring II – Spiral an. Da letztere jedoch nicht so erfolgreich war wie Ringu, ignorierte man sie und setzte die Handlung des Originals 1999 in Ringu 2 fort. 2000 folgte die Vorgeschichte Ring Birthday, auch bekannt als Ring 0.

Neben einigen Fernsehserien, unter anderem Ring: Kanzen-ban und Ring: Saishūshō und dem koreanischen Remake Ring-Virus ist besonders das Hollywood-Remake Ring hervorzuheben.

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