Schlacht bei Dreux


Schlacht bei Dreux
Schlacht von Dreux
Teil von: Hugenottenkriege

Datum 19. Dezember 1562
Ort Dreux, Frankreich
Ausgang Sieg der Katholiken
Konfliktparteien
französische katholische Armee französische reformierte Armee
Befehlshaber
François de Lorraine, duc de Guise
Anne de Montmorency
Jacques d'Albon, seigneur de Saint-André
Louis I. de Bourbon, prince de Condé
Gaspard II. de Coligny
Truppenstärke
16.000 Mann, 22 Kanonen 8000 Mann, 5000 Berittene

Die Schlacht bei Dreux (in der Schweiz auch «Schlacht bei Blainville») fand am 19. Dezember 1562 im Rahmen der französischen Hugenottenkriege zwischen dem Heer der katholischen und der reformierten Partei statt und endete mit einem Sieg der Katholiken. Die katholische Armee wurde kommandiert vom sog. Triumvirat bestehend aus dem Herzogs von Guise dem Konnetabel de Montmorency sowie dem Marschall de St. André. Die protestantische Armee stand unter dem Kommando des Fürsten von Condé und Gaspards II. de Coligny.

Im Verlauf der Schlacht erlitten beide Seiten große Verluste, über 8.000 Tote sollen auf dem Schlachtfeld gelegen haben. Eine besondere Rolle im Schlachtverlauf spielten die etwa 6.600 Schweizer Söldner aus den katholischen Orten der Alten Eidgenossenschaft, die auf der Seite der französischen Katholiken kämpften und in den Hugenottenkriegen den Kern der katholischen Armee Karls IX. bildeten. Unter dem Kommando des Luzerner Obersten Gebhard Tamman leisteten sie so starken Widerstand, dass die katholische Seite die schon verlorengeglaubte Schlacht noch einmal wenden konnte. Die Schweizer verloren dabei über 1000 Mann und ihren Anführer. Nach der Schlacht übernahm Hauptmann Ludwig Pfyffer, der sogenannt „Schweizerkönig“ das Kommando über das Schweizerregiment in französischen Diensten.

Schlacht bei Dreux auf einer zeitgenössischen Abbildung von Franz Hogenberg

Anne de Montmorency wurde schon zu Beginn der Schlacht gefangengenommen, der Marschall de St. André fiel im Verlauf der Schlacht. Damit wurde das Triumvirat zerschlagen, wovon Katharina von Medici stark profitierte. Nach dem Tod des Herzogs von Guise im folgenden Jahr unterzeichnete sie das Edikt von Amboise, das den reformierten Glauben insbesondere für den Adel zuließ.


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