Vüqar Həşimov

Vüqar Həşimov
VugarGashimov10.jpg
Vüqar Həşimov, 2010
Schreibweisen Vugar Gashimov (FIDE)
Land AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
Geboren 24. Juli 1986
Baku
Titel Großmeister (2002)
Aktuelle Elo-Zahl 2757 (November 2011)
Beste Elo-Zahl 2760 (Mai 2011)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Vüqar Həşimov (bzw. Vugar Gashimov[1]; * 24. Juli 1986 in Baku) ist ein aserbaidschanischer Schachspieler.

Er lernte das Schachspielen von seinem Vater, als er sechs Jahre alt war. Trainiert wurde er in seiner Jugend von dem Internationalen Meister Anar Allahverdiyev. Seit 2002 ist Vüqar Həşimov Großmeister, nachdem er 1999 Internationaler Meister geworden war. Mit Stand 2009 trainiert er mit dem moldauischen Großmeister Viorel Iordachescu.[2]

Erfolge

1996 wurde er in Cala Galdana bei der U10-Weltmeisterschaft hinter P. Harikrishna Zweiter. Im März 1999 machte er auf sich aufmerksam, als er die U16-Konkurrenz des Kasparov Cups gewann. Vorher hatte er schon dreimal aserbaidschanische Jugendmeisterschaften gewonnen: 1995, 1996 und 1998.[3] Er siegte bei Turnieren in Aluschta im März und April 2002, in Athen im März 2005 und dem Masters in Abu Dhabi im August 2006. Im Februar 2008 gewann er nach Feinwertung das 24. Capelle La Grande Open, im Mai 2008 teilte er sich beim FIDE-Grand-Prix in Baku den Sieg mit Wang Yue und Magnus Carlsen. Bei der Europameisterschaft im Schnellschach belegte er im Dezember 2010 hinter Zoltán Almási den zweiten Platz.

Mit der aserbaidschanischen U16-Nationalmannschaft wurde er bei der U16-Schacholympiade 2000 am ersten Brett in Artek Dritter. Mit der aserbaidschanischen Nationalmannschaft nahm er an vier Schacholympiaden teil (2002, 2004, 2006 und 2008) mit einem Gesamtergebnis von 28,5 Punkten aus 41 Partien (+18, =17, −6). Bei der Mannschaftseuropameisterschaft 2007 in Iraklio erhielt die aserbaidschanische Nationalmannschaft mit ihm am dritten Brett die Bronzemedaille, die Mannschafts-EM 2009 in Novi Sad gewann er am zweiten Brett spielend, bei der EM 2011 in Porto Carras belegte er mit Aserbaidschan den zweiten Platz und erhielt eine Bronzemedaille für sein Ergebnis am zweiten Brett.

Erst ab 2005 spielte er international in Vereinsmannschaften. Seitdem spielt er in französischen (für Philidor Mülhausen), spanischen (zuerst für die internationale Schachule Kasparow-Marcote, ab 2008 für SCC de Sabadell, ab 2009 wieder für Marcote), iranischen, türkischen, russischen und israelischen Ligen. Im Iran spielte er 2006 für den Verein Petroshimi Bandare Emam und in der Saison 2007 für Sanatenaft Abadan. Mit Beşiktaş Jimnastik K. wurde er 2007 türkischer Mannschaftsmeister, 2008 spielt er für Adana Truva. 2005 nahm er für den türkischen Verein Marmaris Munic. SC an der Europameisterschaft der Vereinsmannschaften (European Club Cup) im italienischen Saint-Vincent teil, wo er eine Silbermedaille für seine Leistung von 85,7% am erste Brett erhielt. Für den israelischen Aschdod Illit Chess Club spielend erhielt er beim European Club Cup 2009 in Ohrid eine individuelle Goldmedaille für sein Ergebnis von 5 aus 6 am zweiten Brett bei einer Elo-Leistung von 2883. In Russland spielt er für Shatar-Metropol Burjatien.

Seine bisher höchste Position auf der FIDE-Weltrangliste war der sechste Platz im November 2009. Auf dem Internetschachserver ICC hatte er unter dem Namen Diadematus mit einem ICC-Blitzrating von 3675 die Spitzenposition inne. Auf dem ChessBase-Server ist er mit Stand Juni 2007 im Bullet-Schach der beste Spieler mit einer bisher höchsten Elo-Zahl von 3358.

Həşimov wurde jahrelang in Fehldiagnose gegen Epilepsie behandelt. Dadurch konnte er nach eigener Aussage nicht so viel Zeit mit Training und Vorbereitung verbringen wie andere Weltklassespieler.[4] Es stellte sich heraus, dass er an einem operablen Gehirntumor litt.[5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. auf der russischen Namensform (Вугар Гашимов/Wugar Gaschimow) basierende international verwendete Schreibung
  2. Interview auf chessdom.com (englisch)
  3. Portrait auf der Webseite des FIDE-Grand-Prix 2008/2009 vom 16. April 2008 (englisch)
  4. Interview mit Vüqar Həşimov (PDF, englisch)
  5. Interview von Misha Savinov in der Zeitschrift New In Chess, Ausgabe 8/2009 (englisch)

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