Zeche Vereinigte Constantin der Große


Zeche Vereinigte Constantin der Große
Schlaegel und Eisen nach DIN 21800.svg

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Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten der Schächte: OSM, Google oder Bing
Zeche Vereinigte Constantin der Große
Zeche Constantin in Herne im Jahre 1959
Zeche Constantin in Herne im Jahre 1959
Andere Namen Zeche Constantin der Große
Abbau von Steinkohle
Abbautechnik Untertagebau
Betriebsbeginn 1857
Betriebsende 1973
Nachfolgenutzung überwiegend naturnahe Gestaltung, Naherholung, Sport
Geografische Lage
Koordinaten 51° 30′ 4″ N, 7° 12′ 46″ O51.5011111111117.2127777777778Koordinaten: 51° 30′ 4″ N, 7° 12′ 46″ O
Zeche Vereinigte Constantin der Große (Regionalverband Ruhr)
Zeche Vereinigte Constantin der Große
Lage Zeche Vereinigte Constantin der Große
Gemeinde Bochum, Herne
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier

p2

Die Zeche Constantin der Große war ein Steinkohlen-Bergwerk in Bochum und Herne in der Rechtsform der bergrechtlichen Gewerkschaft. Die Nennung des Namens variiert zwischen Zeche Constantin, Zeche Constantin der Große und Zeche Vereinigte Constantin der Große.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Geschichte der Anlage 4/5, Tafel am Zugang von der Waldstr. aus

1844 erfolgte die Mutung der Felder Joachim, Bochum und Apollonia, diese wurden 1847 vereinigt zur Zeche Constantin der Große, benannt nach dem römischen Kaiser Flavius Valerius Constantinus, der von 306 bis 337 n . Chr. regierte.[1]

Die Zeche besaß insgesamt zwölf Schächte und mehrere eigene Kokereien auf acht Schachtanlagen.

Die Schächte 1, 2 und 2a befanden sich in Bochum beiderseits der Herner Straße zwischen Poststraße - Vierhausstraße und Verkehrsstraße. Unterhalb der Herner Straße, etwa in Höhe des südlichen Ausganges der Station der Stadtbahn-Linie U35, führte ein Eisenbahnanschluss zum östlich der Herner Straße gelegenen Schacht 1. Im Rahmen des Stadtbahnbaus in den 1980er Jahren wurden die letzten verbliebenen Gebäude auf dem Gelände von Schacht 1 abgerissen und der Tunnel zugeschüttet. Die Schächte 1, 2 und 2a besaßen einen 1867 gemeinsam mit der Zeche Hannibal gebauten Eisenbahnanschluss nach Herne, der einige Jahre später von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft erworben und zur Verbindungsstrecke Bochum - Herne verlängert und ausgebaut wurde.

Der Schacht 3 war ursprünglich eine selbständige Zeche ("Herminenglück-Liborius", auch genannt Schacht "Ritterburg") und lag im Bereich Castroper Straße / Karl-Lange-Straße. Die Schachtanlage 4/5 lag auf dem Stadtgebiet von Herne an der Waldstraße. Die Schachtanlage 6/7 stand in Bochum an der Hiltroper Straße und war mittels einer Materialseilbahn an Schacht 1 angebunden[2]. Die Schachtanlage 8/9 liegt in Bochum-Riemke an der Flottmannstraße. Schacht 10 schließlich befindet sich in Bochum-Hiltrop am Wiekskamp. In Herne in der Nähe des Gysenbergparks befand sich der Schacht 11, etwa auf der derzeitigen Freifläche westlich der Straße Gysenbergstraße in Höhe der Kreuzung mit dem Landwehrweg.

Constantin heute - was geblieben ist

Die Schächte 4 bis 11 waren allesamt untereinander durch Eisenbahntrassen verbunden. In Höhe der Stadtgrenze zwischen Bochum und Herne sieht man noch heute den Bahnübergang über die Herner Straße bzw. Bochumer Straße. Auch der Zechenbahnhof an der Strecke Bochum - Herne südlich des Haltepunktes Bochum-Nokia ist (ohne Gleise und überwachsen) noch zu erkennen.

Von allen Schachtanlagen sind noch Reste zu finden. Die meisten erhaltenen Gebäude befinden sich an den Schachtanlagen 8/9 und 10. Sechs alte Ansichten der verschiedenen Anlagen zieren die Station "Zeche Constantin" der Stadtbahn-Linie U35.

Die Anlage 4/5 wurde vollständig abgeräumt, die Abraumhalde landschaftgestaltend auf dem Zechenglände verteilt und der Natur überlassen. Das Gelände wird als Naherholungsgebiet genutzt. Die beiden Schachtstandorte sind noch an ihren Protegohauben zu erkennen, obwohl man sie in der Landschaft nicht mehr leicht findet. Lediglich ein Teil der alten Umfassungsmauer und die Zufahrtsstraße aus Kopfsteinpflaster sind erhalten, Letztere wurde in das Wegenetz des Geländes eingebunden und kann von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

Die Anlage um Schacht 11 wurde vollständig abgeräumt. Anschließend wurde das Gelände parkähnlich gestaltet und mit Kunstobjekten versehen, die inzwischen überwachsen sind. Die Verbindungsbahn der Zechen, die über die Anlage Schacht 11 hinaus auch die Zeche Mont Cenis mit dem Kanalhafen der Zeche Friedrich der Große verband, wurde eingestellt, die Bahnanlagen entfernt, lediglich die Brücken wurden belassen. Auf der Trasse wurde ein Fuß- und Radweg angelegt, der nun den Revierpark Gysenberg mit dem Constantin-Park kreuzungsfrei verbindet. Ab dem Gysenberg verläuft die Sodinger Straße auf der alten Bahntrasse.

Luftbild der zwei SchachtZeichen-Ballone von Constantin 6/7 in Bochum im Mai 2010

Die Anlage 6/7 wurde Ende der 80er Jahre komplett abgeräumt und das Gelände im Rahmen der Arbeiten für das Deutsche Turnfest 1990 saniert. Es entstand ein großzügiges Sportgelände, das zunächst von den Profis des VfL Bochum als Trainingsstätte genutzt wurde. 2003 entstand auf dem Gelände das Trainingszentrum für die Jugendabteilung des VfL.

Koordinaten

Literatur

  • Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 6. erweiterte und aktualisierte Auflage, Verlag Karl Robert Langewiesche, Nachfolger Hans Köster KG, Königstein i. Taunus, 2006, ISBN 3784569943
  • Rudolf Eistermann u.a. (Hrsg.): Unser Horsthausen: Geschichte und Geschichten erlebt und aufgeschrieben von Horsthauser Rentnern. Frischtexte Verlag, Herne 1999, ISBN 978-3-933059-00-0
  • Wolfgang Viehweger: Spur der Kohle: Europa in Herne und Wanne-Eickel. Frischtexte Verlag, Herne 2000, ISBN 978-3-933059-03-1
  • Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. 3. Auflage, Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum 2006, ISBN 3-937203-24-9

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/id/Constantin?Open&l=DE&ccm=000010020020 Homepage der Stadt Herne, zuletzt aufgerufen am 4. Mai 2010
  2. Pharus-Stadtplan von Bochum, Stand 1908, Pharus-Verlag Berlin

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