Deacon Jones

Deacon Jones
Deacon Jones
Position(en):
Defensive End
Trikotnummer(n):
75
geboren am 9, Dezember 1938 in Eatonville, Florida
Karriereinformationen
Aktiv: 1961–1974
NFL Draft: 1961 / Runde: 14 / Pick: 186
College: South Carolina State University
Mississippi Valley State University
Teams
Karrierestatistiken
Spiele     191
Interceptions     2
Sacks     173,5
Stats bei NFL.com
Karrierehöhepunkte und Auszeichnungen
Pro Football Hall of Fame

David D. "Deacon" Jones (* 9. Dezember 1938 in Eatonville, Florida, USA), Spitzname: “The Secretary of Defense” ist ein ehemaliger American-Football-Spieler. Er spielte als Defensive End in der National Football League (NFL) für Los Angeles Rams, die San Diego Chargers und die Washington Redskins.

Inhaltsverzeichnis

Jugend

Der in Eatonville, einer der Stadt, in der überwiegend dunkelhäutige Amerikaner lebten, geborene Deacon Jones wuchs dort in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon während seiner Jugend war er gezwungen zu arbeiten. Um seine Familie finanziell unterstützen zu können betätigte er sich als Melonenpflücker. Jones hatte als Jugendlicher die Möglichkeit den dunkelhäutigen Baseballspieler der Brooklyn Dodgers Jackie Robinson spielen zu sehen. Auffällig in dem Spiel war die erniedrigende Behandlung die Robinson durch die überwiegend hellhäutigen Gegenspieler erleiden musste. So wurde ihm nach erreichen eines Mals auf die Hand getreten. Der junge Jones stellte sich die Frage, ob das Verweilen in seiner Geburtsstadt, das Pflücken von Melonen seine Zukunft sein sollte. Jones besuchte die High School und spielte dort neben Baseball auch Football und Basketball. Daneben war Jones in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aktiv. Dieser Umstand sollte ihm während seines Studiums noch Nachteile einbringen.

Spielerlaufbahn

Collegekarriere

David Jones erhielt im Jahr 1957 ein Stipendium an der South Carolina State University. An diesem College studierten dunkelhäutige Amerikaner. Deacon Jones lief für die „Bulldogs“ dem Footballteam seines Colleges auf. 1958 setzte er für ein Jahr aus. Nachdem sein College mitbekommen hatte, dass er sich für die Bürgerrechtsbewegung engagiert, wurde das Stipendium widerrufen. Ein Assistenztrainer der Footballmannschaft hatte mittlerweile die Schule verlassen und eine Anstellung an der Mississippi Valley State University, an welcher gleichfalls nur dunkelhäutige Studenten eingeschrieben sind, gefunden. Er machte Jones und anderen Spieler ein Wechselangebot, welches Jones akzeptierte. Er beendete in Mississippi sein Studium. Auch auf dem College war Rassismus allgegenwärtig. Bei Auswärtsspielen seiner Mannschaft mussten er und seine Mitspieler auf Feldbetten schlafen, da sich die örtlichen Motels weigerten Zimmer an die Spieler zu vermieten.

Profikarriere

Deacon Jones wurde im Jahr 1961 in der 14. Runde an 186. Stelle durch die von Bob Waterfield trainierten Los Angeles Rams gedraftet. Jones wurde zusammen mit Lamar Lundy in der Defensive Line der Rams eingesetzt. Im folgenden Jahr stieß Merlin Olsen zu dem Team aus Los Angeles, 1963 konnten die Rams Rosey Grier verpflichten. Die vier Defensespieler sollten zusammen eine der gefürchtesten Defensive Lines der NFL bilden und als „Fearsome Foursome“ in die Geschichte der Liga eingehen. Jones wurde ein Schlüsselspieler in der Abwehrreihe der Rams. Immer wieder gelang es dem wendigen und schnellen Jones die gegnerische Offensive Line zu überwinden um den Quarterback attackieren zu können. Alleine im Jahr 1967 gelangen ihm alleine 26 Sacks. Allen Gegnern seiner Mannschaft gelang es in diesem Jahr nur 25 mal den Quarterback der Rams mit dem Ball in der Hand zu Boden zu bringen. Insgesamt erzielte Jones während seiner Spielzeit bei den Rams 165 Sacks (die NFL erfasst die Sacks erst seit 1982 statistisch).

Unter Trainer George Allen gelang Jones 1967 der Einzug in die Play-Offs, wo man aber frühzeitig an den von Vince Lombardi betreuten Green Bay Packers mit 28:7 scheiterte.[1][2] 1969 erfolgte der zweite Einzug von Jones in die Play-Offs. Diesmal traf das Team in der ersten Runde auf die Minnesota Vikings, die sich mit 23:20 durchsetzen konnten.[3][4]

Jones wechselte 1972 zu den San Diego Chargers und wechselte nach zwei Spieljahren in San Diego zu den Washington Redskins. Mit den Redskins, die ebenfalls von George Allen betreut wurden, konnte Deacon Jones nochmals in die Play-Offs erreichen. Gegner im ersten Spiel waren ausgerechnet sein altes Team aus Los Angeles, die das Spiel dann auch mit 19:10 gewinnen konnten.[5][6] Nach der Spielrunde 1974 beendete er seine Laufbahn.

Nach der Spielerlaufbahn

Bereits während seiner Spielzeit betätigte sich Jones als Autohändler und verkaufte Volkswagen. Nach seiner Laufbahn arbeitete er bei verschiedenen US-amerikanischen Firmen, wie der Miller Brewing Company oder Epson. Darüber hinaus trat er immer wieder in kleinen Nebenrollen als Schauspieler in Erscheinung. So wirkte er unter anderem in der Fernsehserie Alf oder in dem Film Der Himmel kann warten mit. Jones hat eine eigene Stiftung, die junge Menschen fördert. Jones ist verheiratet und lebt in Anaheim.

Ehrungen

Deacon Jones spielte achtmal im Pro Bowl, dem Abschlussspiel der besten Spieler einer Saison. Er wurde achtmal zum All-Pro gewählt. Seine Rückennummer 75 wird durch die Rams nicht mehr vergeben. Sie ehren ihn auf dem St. Louis Ring of Fame. In den Jahren 1967 und 1968 wurde er zum NFL Defensive Player of the Year gewählt. David Jones ist Mitglied im NFL 75th Anniversary All-Time Team, im NFL 1960s All-Decade Team, in der South Carolina Athletic Hall of Fame, in der Florida Sports Hall of Fame und in der Black Sports Hall of Fame, sowie in der Pro Football Hall of Fame. Im Jahr 1999 setzte ihn die Zeitschrift "The Sporting News" auf Platz 13 der Liste über die 100 besten Footballspieler aller Zeiten.

Einzelnachweise

  1. Jahresstatistik der Rams 1967
  2. Statistik Play-Off-Spiel Rams gegen Packers 1967
  3. Jahresstatistik der Rams 1969
  4. Statistik Play-Off-Spiel Rams gegen Vikings 1969
  5. Jahresstatistik der Redskins 1974
  6. Statistik Play-Off-Spiel Redskins gegen Rams 1974

Weblinks

Literatur


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