Johann Wilhelm Bickell

Johann Wilhelm Bickell

Johann Wilhelm Bickell (* 2. November 1799 in Marburg; † 23. Februar 1848 in Kassel) war ein deutscher Kirchenrechtler.

Leben

Johann Wilhelm Bickell wurde am 2. November 1799 in Marburg als Sohn des Oberförsters Alex Bickell (1752–1810) und der Maria Bickell (1765–1843) geboren. Nachdem er am Marburger Pädagogium vorgebildet wurde, studierte er an den Universitäten Marburg (ab 1815) und Göttingen (ab 1818) Rechtswissenschaften und erhielt an erstgenannter 1820 den Grad eines juristischen Doktors und eine Anstellung als Privatdozent. Seit 1824 war er außerordentlicher sowie ab 1826 ordentlicher Professor der Rechte. Im Jahr 1826, in dem er in Marburg Maria Magdalena Caroline Kaup geheiratet hat, führte ihn eine Forschungsreise durch Wien, München sowie Paris und 1830 eine erneute Forschungsreise wieder nach Paris. Seit 1832 war er auch als Oberrat des Appellationsgerichts in Kassel tätig und bekleidete seit 1841 das Amt des Direktors des Obergerichts in Marburg. 1845 verlieh man ihm schließlich das Amt des Vizepräsidenten des Kasseler Appelationsgerichtes und 1846 wurde er sowohl Staatsrat als auch Vorstand des kurhessischen Justizministeriums. Am 23. Februar 1848 verstarb Bickell in Kassel; er hinterließ vier Söhne und zwei Töchter. Hervorzuheben ist Gustav Bickell

Werke

  • Ueber die Entstehung und den heutigen Gebrauch der beiden Extravagantensammlungen des Corpus jur. canonici (Marburg 1825)
  • De paleis quae in Gratiani decreto inveniuntur disquisitio hist.-critica (1827)
  • Ueber die Reform der protestantischen Kirchenverfassung in besonderer Beziehung auf Kurhessen (Marburg 1831)
  • Ueber die Verpflichtung der evangelischen Geistlichen auf die symbolischen Schriften in besonderer Beziehung auf das kurhessische Kirchenrecht (Kassel 1839)
  • Geschichte des Kirchenrechts (Gießen 1843)

Literatur


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