Riusciranno i nostri eroi a ritrovare l’amico misteriosamente scomparso in Africa?


Riusciranno i nostri eroi a ritrovare l’amico misteriosamente scomparso in Africa?
Filmdaten
Originaltitel Riusciranno i nostri eroi a ritrovare l'amico misteriosamente scomparso in Africa?
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1968
Länge 130 Minuten
Stab
Regie Ettore Scola
Drehbuch Age & Scarpelli
Ettore Scola
Produktion Gianni Hecht Lucari
Musik Armando Trovajoli
Kamera Claudio Cirillo
Schnitt Franco Arcalli
Besetzung

Riusciranno i nostri eroi a ritrovare l'amico misteriosamente scomparso in Africa? ist eine italienische Abenteuerkomödie aus dem Jahr 1968. Der Originaltitel bedeutet „Wird es unseren Helden gelingen, den in Afrika auf mysteriöse Weise verschwundenen Freund wiederzufinden?“ Diese Helden werden von Alberto Sordi und Bernard Blier gespielt, im Film wirkt auch Nino Manfredi mit, Regie führte Ettore Scola. Gedreht wurde in Angola, als das Land noch eine portugiesische Kolonie war. Vorausgegangen waren mehrmonatige Erkundungen Scolas, der dort „täglich Vorfälle von Rassismus, sogar von herzlichem, natürlichem, akzeptierten Rassismus“ erlebte. Nach seiner Einschätzung war es sein erster Film, der nicht ausschließlich eine Commedia all’italiana war.[1] Die Satire gilt exotisierenden Filmen, der italienischen Führungsschicht und dem Glauben an die Überlegenheit der Weißen über die Schwarzen.[2] Sie greift kolonialistische Verhaltensformen an und thematisiert die Sehnsucht des westlichen Mannes nach einem naturnaheren Leben.[3] Der Streifen reüssierte in Italien an den Kassen – Rang Acht der inländischen Produktionen des Jahres 1968[4] – war aber in der Bundesrepublik nicht im Kino zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der wohlhabende Verleger Di Salvio ist des Gesellschaftslebens in Rom überdrüßig. Sein Schwager „Titino“ ist vor drei Jahren nach Afrika aufgebrochen und hat seit einem Jahr kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Als die Ehefrau des Verschwundenen vor Verzweiflung durchdreht, nutzt er die Gelegenheit und bricht begeistert nach Angola auf, um ihren Ehemann wiederzufinden. Dabei schleppt er seinen Buchhalter Palmarini mit, der ihn nur widerwillig begleitet. Vor Ort betrachtet Di Salvio die Schwarzen als Schauobjekte und fotografiert drauflos. Sie heuern einen portugiesischen Führer an, mit dem sich Di Salvio bald verkracht, und der die beiden Italiener in der Wildnis alleine lässt.

Sie übernachten abwechselnd Wache haltend. Am nächsten Tag gelangen sie in einen Ort, wo Titino als Lastwagenfahrer angestellt sein soll. Sie rufen ihn aus, doch der Mann flüchtet mit seinem Laster, und sie fahren ihm nach. Er entpuppt sich als ein kleiner Gauner, der mit dem Gesetz in Konflikt stand und Titinos gefundene Papiere an sich genommen hat, um Arbeit zu bekommen. In einer christlichen Mission vernehmen sie erstaunt, dass Titino zu einem Prediger geworden sein soll, der eine Kirche weiter weg von hier betreut. Leider hat der Gauner ihren Geländewagen geklaut. Um nicht zu Fuß zu Titino laufen zu müssen, fahren sie bei einem portugiesischen Ehepaar mit. Wegen einer eingebrochenen Brücke kann der Wagen ein Flüßchen nicht überqueren. Das Paar treibt Einheimische dazu an, sich selbst als Ersatzpfeiler hinzustellen und die Planken zu halten. Di Salvio und Palmarini sind über diese Behandlung der Afrikaner fassungslos und ziehen es vor, zu Fuß weiterzulaufen. Am Ort, wo sie Titino erwartet haben, zeigt ihnen eine Blondine sein Grab. Sie beschließen, nach Italien zurückzukehren, bis sie misstrauisch werden und das Grab nochmal in Augenschein nehmen. Es ist leer. Inzwischen haben sie ihren Wagen zurückerhalten und einen Hinweis auf Titinos möglichen Aufenthaltsort bekommen. Allerdings kreuzen sie den Weg einer Rebellenbande, die ihnen das Fahrzeug, die Waffen und sogar die Schuhe abnimmt. Durstend irren sie dann im Kreise, bis sie von Einheimischen aufgegriffen und gerettet werden. Die Schwarzen dieses Dorfs beten einen Medizinmann an. Es ist Titino. Er zeigt sich gegenüber den Sorgen seiner Ehefrau gleichgültig. Bald tauchen die Rebellen auf, die Titino mal um viel Geld geprellt hat. Er überlässt ihnen ein Säckchen mit vermeintlichen Diamanten, und sie ziehen davon. Aus Angst, dass sie zurückkommen, verlässt er mit seinem Schwager und Palmarini das Dorf und besteigt ein Schiff nach Italien. Doch die Dorfbevölkerung fleht ihn an, zu bleiben. In Aussicht auf ein langweiliges Leben in Europa springt er vom Schiff, zu seinen Schwarzen zurück.

Kritik

Tulard (2005) sprach von einem „Riesenspass“, in dem die entfesselten Darsteller Sordi und Blier zum enormen Lachanfall beitrügen.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ettore Scola in einem Gespräch von 1976 in: Jean A. Gili: Ettore Scola. Une pensée graphique. Isthme éditions, Paris 2007, ISBN 978-2-35409-015-9, S. 76
  2. a b Jean Tulard: Nos héros réussiront-ils à retrouver leur ami mystérieusement disparu en Afrique? In: Jean Tulard (Hrsg.): Guide des films, Band F–O. Laffont, Paris 2005. ISBN 2-221-10452-8, S. 2299
  3. Jean A. Gili: La comédie italienne. Henri Veyrier, Paris 1983, ISBN 2-85199-309-7, S. 133
  4. Carlo Celli, Marga Cottino-Jones: A new guide to Italian cinema. Palgrave, New York 2007, ISBN 1-40039-7560-4, S. 177

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Riusciranno i nostri eroi a ritrovare l'amico misteriosamente scomparso in Africa? —    Voir Nos héros réussiront ils à retrouver leur ami mystérieusement disparu en Afrique? …   Dictionnaire mondial des Films

  • Nos héros réussiront-ils à retrouver leur ami mystérieusement disparu en Afrique? — Riusciranno i nostri eroi a ritrovare l amico misteriosamente scomparso in Africa?    Comédie d Ettore Scola, avec Alberto Sordi, Bernard Blier, Franca Bettoja, Nino Manfredi.   Pays: Italie   Date de sortie: 1968   Technique: couleurs   Durée: 2 …   Dictionnaire mondial des Films

  • Alberto Sordi — (Roma, 15 de junio de 1920 25 de febrero de 2003) ha sido un famoso actor, director y guionista italiano. Junto con Marcello Mastroianni, Ugo Tognazzi, Nino Manfredi y Vittorio Gassman fue uno de los grandes nombres de la commedia all italiana… …   Wikipedia Español

  • Erika Blanc — Erika Blanc, née Enrica Bianchi Colombatto le 23 juillet 1942 à Gargnano sul Garda, Brescia, en Italie, est une actrice italienne. Sommaire 1 Biographie 1.1 Vie familiale 2 Filmographie …   Wikipédia en Français

  • Ettore Scola — Pour les articles homonymes, voir Scola. Ettore Scola …   Wikipédia en Français

  • МАНФРЕДИ Нино — МАНФРЕДИ (Manfredi) Нино (р. 22. 01. 1921) итальянский актер, режиссер. Настоящее имя Сатурнино. По окончании факультета юриспруденции, поступил в Академию драматического искусства. Работал в театре «Пикколо ди Милано». Как комедийный исполнитель …   Энциклопедия кино

  • Agenore Incrocci — Pour les articles homonymes, voir Age. Agenore Incrocci, de son vrai nom Agilberto Incrocci, dit Age (né le 4 juillet 1914 à Brescia et mort le 15 novembre 2005 d une crise cardiaque à Rome) était un scénariste italien né d un …   Wikipédia en Français

  • Nino Manfredi — Saturnino Nino Manfredi (Castro dei Volsci, 22 de marzo de 1921 Roma, 4 de junio de 2004) Actor, director teatral y director de cine, guionista y cantante italiano. Junto a Ugo Tognazzi, Vittorio Gassman, Alberto Sordi y Marcello Mastroianni… …   Wikipedia Español

  • Comedie a l'italienne — Comédie à l italienne La comédie à l italienne (italien : commedia all italiana), est un courant cinématographique né en Italie dans les années 1950 et 1960. S il est un genre cinématographique qui a rendu compte, de manière crédible, des… …   Wikipédia en Français

  • Comédie À L'italienne — La comédie à l italienne (italien : commedia all italiana), est un courant cinématographique né en Italie dans les années 1950 et 1960. S il est un genre cinématographique qui a rendu compte, de manière crédible, des changements en cours… …   Wikipédia en Français


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.