Elena Karađorđević von Serbien


Elena Karađorđević von Serbien
Kaiserlicher Prinz Iwan Konstantinowitsch Romanow zusammen mit seiner Frau Prinzessin Elena von Serbien, 1911

Prinzessin Elena Karađorđević von Serbien (* 4. November 1884 in Cetinje, Montenegro; † 16. Oktober 1962 in Nizza) war durch Heirat Großfürstin Jelena Petrowna und eine von den Frauen, die den Wanderprediger Rasputin der russischen Zarin Alexandra Fjodorowna bekannt machten.

Leben

Elena war die Tochter des Königs Peter I. von Jugoslawien (1844−1921) und Prinzessin Zorka Petrović-Njegoš von Montenegro (1864−1890), älteste Tochter König Nikola I. Petrović-Njegoš von Montenegro und Milena Vukotić. Schwester des Kronprinzen Georg (1887−1972) und des späteren König Alexander I.. Durch den frühen Tod ihrer Mutter, wurde sie größtenteils unter der Obhut ihrer Tanten Großfürstin Anastasia und Großfürstin Militza, sowie im russischen Internat Smolny-Kloster erzogen. Sie war eine enge Freundin von Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa, älteste Tochter des Zaren. Bei einem Besuch in Italien, bei ihrer Tante Königin Elena von Italien und deren Mann, König Viktor Emanuel III., lernte sie den Großfürsten Iwan Konstantinowitsch kennen und lieben. Elena studierte Medizin an der Universität von Sankt Petersburg bis sie ihr erstes Kind zur Welt brachte (1914).

Am 21. August 1911 heiratete Prinzessin Elena Karađorđević von Serbien in Sankt Petersburg Großfürst Iwan Konstantinowitsch Romanow (1886−1918), älteste Sohn des Großfürsten Konstantin Konstantinowitsch Romanow und seiner Ehefrau Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Altenburg (Elisabeth Moritzowna). Aus der Ehe gingen zwei Kinder, Iwan Iwanowitsch (1914−1973) und Jekaterina Iwanowitsch (1915−2007), hervor.

Im Februar 1917 wurde eine provisorische Regierung unter Fürst Lwow gebildet. Kurz darauf dankte Zar Nikolaus II. ab und die Bolschewiken unter Lenin und Trotzki ergriffen nach der Oktoberrevolution 1917 die Macht.[1] Im März 1918 wurde ihr Mann von den Bolschewiken nach Kirow und später Jekaterinburg und Alapajewsk verbannt, sie folgte ihren Mann. Dort wurde er in einem Minenschacht in der Nähe von Alapajewsk, zusammen mit Elisabeth von Hessen-Darmstadt, Iwan Konstantinowitsch Romanow, Konstantin Konstantinowitsch Romanow und Igor Konstantinowitsch Romanow von Tscheka brutal ermordet. Ihre Körper wurden aus der Mine geborgen und Monate später auf einem orthodoxen Friedhof in Peking beigesetzt. Dieser wurde während der chinesischen Kulturrevolution zerstört.

Ihr Mann überredete sie, zurück zu deren Kindern, die in der Obhut ihrer Schwiegermutter weilten, zu gehen. Auf dem Weg dorthin wurde sie in Jekaterinburg von den Bolschewiken gefangen genommen. Im Oktober 1918 erhielten schwedische Diplomaten die Erlaubnis Elenas Schwiegermutter, Großfürstin Elisabeth Moritzowna mit ihren Enkeln und zwei ihrer Kinder, Georgi und Vera, an Bord des schwedischen Schiffs Angermanland zu nehmen. Elena blieb weiterhin in Haft, bis norwegische Diplomaten sie ausfindig machten und sie als Gefangene im Kreml überführen ließen. 1919 erlaubte man ihr, nach Schweden auszureisen. Elena ließ sich später mit ihren Kindern in Nizza nieder und heiratete nie wieder.

Literatur

Anmerkungen

  1. dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 2; Erster Weltkrieg/Politische Krisen, Russische Revolution (1917), Seite 129

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