Erprobungsträger

Erprobungsträger
Beispiel für eine Probelokomotive: Der Prototyp 212 001 auf der Leipziger Frühjahrsmesse im Jahr 1982.
Beispiel für einen Flugzeug-Prototyp: Das Testexemplar des Suchoi Superjet 100.

In der Technik stellt ein Prototyp (v. griech.: πρωτος protos = der erste) ein für die jeweiligen Zwecke funktionsfähiges, oft aber auch vereinfachtes Versuchsmodell eines geplanten Produktes oder Bauteils dar. Es kann dabei nur rein äußerlich oder auch technisch dem Endprodukt entsprechen. Ein Prototyp dient oft als Vorbereitung einer Serienproduktion, kann aber auch als Einzelstück geplant sein, das nur ein bestimmtes Konzept illustrieren soll. Entsprechend ist der Prototyp auch ein wesentlicher Entwicklungsschritt im Rahmen des Designs und wird nicht nur in technischen Zusammenhängen genutzt.

Da bei der Herstellung von Prototypen noch nicht die rationellen Fertigungsmöglichkeiten einer Massenproduktion bzw. Markteinführung (mit allen zugehörigen Prozessschritten) zur Verfügung stehen, sind diese oft deutlich teurer als die späteren Serienmodelle.

Prototypen müssen nicht unbedingt aus materiellen Objekten bestehen – ein Prototyp kann beispielsweise auch eine einfache Implementation einer Software (siehe Prototyp in der Softwareentwicklung) oder ein dreidimensionales CAD-Modell sein. Auch Dienstleistungen und bestimmte Kommunikationsmaßnahmen können in Form von Prototypen getestet werden, z.B. im Rahmen eines Service Design Projektes.

Ein Prototyp in der Automobilindustrie, der zu geheimen Testfahrten verwendet wird, wird als Erlkönig bezeichnet. Dieser besitzt bereits alle wesentlichen Merkmale des zukünftigen Serienfahrzeuges. Er wird meist durch Abdeckungen und Verkleidungen verändert, damit das genaue Aussehen nicht vorzeitig öffentlich wird.

Zur schnellen und kostengünstigen Herstellung von physischen Prototypen stehen moderne Verfahren zur Verfügung, die den gesamten Produktentstehungsprozess effizient und schlank gestalten.

Siehe auch

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