Final Fantasy

Final Fantasy
Logo der Final-Fantasy-Serie

Final Fantasy (jap. ファイナルファンタジー Fainaru Fantajī) ist eine Computer-Rollenspiel-Serie der japanischen Firma Squaresoft (später Square Enix). Neben den mittlerweile 14 Titeln der „Hauptserie“ hat sich die erfolgreiche Marke Final Fantasy auf zahlreiche Plattformen und Genres ausgedehnt, darunter Taktik-Rollenspiele, MMORPGs, Handy-Spiele, drei Anime-Produktionen und zwei abendfüllende Animationsfilme. Bisher verkauften sich weltweit über 80 Millionen Einheiten der Marke.[1]

Obwohl es sich bei Final Fantasy um eine Serie handelt, gibt es keine durchgehende Handlung, die sich durch alle Teile hindurchzieht. Jeder (Haupt-)Teil der Serie bietet eine in sich geschlossene Geschichte mit eigenen Charakteren, eine eigene Welt und auch ein eigenes Spielsystem. Final Fantasy X-2 und einige Spin-off-Titel knüpfen inhaltlich zwar an einen Hauptteil an, das Spielsystem weicht aber oftmals deutlich ab.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Entwickler Hironobu Sakaguchi (2006)

1987 stand der kleine japanische Spieleentwickler Square kurz vor dem Konkurs. Bislang hatte das Unternehmen sein Geld mit Videospielen für das Famicom Disk System von Nintendo verdient. Ein Jahr zuvor hatte Enix das populäre Rollenspiel Dragon Quest auf den Markt gebracht. Der Präsident von Square, Hironobu Sakaguchi, hatte die Idee, ein Videospiel zu entwickeln, das zwar auf Dragon Quest basieren würde, aber dessen Konzepte maßgebend erweitern und ausbauen würde: Final Fantasy. Die Entwickler konzentrierten sich voll und ganz auf dieses Projekt, da das Schicksal der Firma von dem Erfolg des Spiels abhing. Daraus folgt auch der Name „Final Fantasy”: „Final” weil es der letzte Versuch sein sollte, ein gutes Spiel zu entwickeln vor der drohenden Pleite, und „Fantasy”, weil es ein Fantasy-Spiel werden sollte. Die Ziele waren hoch gesteckt. Man wollte einen Meilenstein im Genre der computerbasierten Rollenspiele schaffen. Square traf den Nerv der Zeit und das Spiel wurde mit ca. 400.000 verkauften Einheiten in Japan zu einem Bestseller.[2]

Typische Elemente der Serie

Handlungsinhalt und Thema

Der übliche Konflikt in den älteren Teilen (I-V) bestand zwischen einer Heldentruppe und einem früh zu Beginn des Spiels ausgemachten Bösen, welches die friedliche Welt bedroht. Die Helden nehmen dabei in der Regel aus sehr persönlichem Interesse, wie auch aus Anteilnahme an dem Schicksal der Mitmenschen und vor allem der ganzen Welt, den Kampf auf. Das Böse ist in der Regel ein zunächst übermächtiger Feind, der meist im Sinn hat, die Weltherrschaft zu erringen. In einer epischen Geschichte kommen die Protagonisten schließlich zum Endgegner und bis zum alles entscheidenden Endkampf, bei dem nur eine gut trainierte Truppe den Sieg davontragen kann. Das Training besteht Rollenspiel-üblich aus Zufallskämpfen gegen allerlei Monster, humanoiden Widersachern und allerlei anderem Getier.

Ab Teil VI wurden vor allem die Antagonisten vielschichtiger und deren Beweggründe komplexer. So war ihre Vorgehensweise oft durch persönliches Leid oder die Taten Vorheriger begründet. Ein Beispiel ist Sephiroth aus dem siebten Teil der Hauptreihe. Sephiroth ist das Ergebnis eines Experiments des Mega-Konzerns Shinra, in dem Zellen der außerirdischen Lebensform Jenova verwendet wurden. Nachdem Sephiroth dies erfährt, entscheidet er, dass er besser als die Menschen sei und ein Gott werden wolle, um die Erde zu kontrollieren, da dies auch schon Jenovas Ziel war. Dies will er erreichen, indem er sich mit dem "Lebensstrom" des Planeten verbindet. Dazu muss er mit Hilfe eines speziellen Zaubers einen Meteor aus dem Weltraum herbeirufen um den Planeten stark zu beschädigen, da dann der Lebensstrom - welcher den "verwundeten" Planeten heilen soll - für ihn erreichbar wird.

Weiterhin gab es auch im Setting einen Wandel beim Übergang von den früheren Teilen der Nintendo-Ära (I-VI) zu den Playstation-Teilen. So bereiste die Heldentruppe zuvor noch mittelalterliche Welten mit einem gewissen Grad an fortschreitender Industrialisierung, während ab Teil VII der Großteil der Welt schon hochtechnisiert war, ähnlich unserer heutigen Zeit oder auch um Einiges weiter. Der anfängliche Mittelpunkt der elementaren Kristalle, die die Welt im Einklang halten und beschützt werden müssen, wich mit diesem Wandel viel komplexeren Handlungsabläufen, welche so keine übliche Struktur mehr aufwiesen. Lediglich der epische Kampf „Gut gegen Böse“ findet weiterhin klare Anwendung.

Charaktere und Namen

Wie ein roter Faden zieht sich durch alle Teile der Hauptreihe ab Final Fantasy II das Auftauchen des obligatorischen Cid, welcher in jedem Teil als jemand Anderes erscheint und unterschiedlichste Rollen spielt. Dabei handelt es sich nicht um eine bestimmte Person, ähnlich wie die bekannten Biggs und Wedge, deren Namen vermutlich von Star Wars inspiriert sind. Während die beiden Letztgenannten in der Regel nur Nebencharaktere sind, nimmt Cid teils sehr wichtige Rollen im Spiel ein. Im siebten Teil war er sogar einer der spielbaren Hauptcharaktere - Der Mechaniker Cid Highwind. Im zwölften Teil nahm Cid zum ersten Mal die Rolle eines Antagonisten ein.

Ein Mogry-Cosplayer

Seit langem feste Begleiter der Serie sind die beliebten Chocobos und Mogrys. Chocobos sind niedliche, Straußen-ähnliche, gelbe Reitvögel, die den Spieler schneller an sein Ziel bringen und vor Feindkontakten schützen. Mogrys sind kleine weiße Wesen, welche gelegentlich zurückgezogen leben, da sie sehr menschenscheu sind. Oft haben sie für die Streiter jedoch einen guten Tipp parat oder unterstützen sie mit nützlichen Gegenständen.

Auffallend ist die Namensgebung vieler Hauptcharaktere, welche an Naturereignisse erinnern. So bedeutet Terra (Teil VI) soviel wie „Erde“, Cloud (VII) heißt „Wolke“, Aeris bedeutet im Lateinischen „Luft“ oder „Wind“, Squall (VIII) ist der englische Begriff für „Windböe“, Tidus (X) bedeutet in einer alten Sprache der Insel Okinawa so viel wie „Sonne“ und Yuna bedeutet „Nacht“. Lightning (XIII) ist das englische Wort für „Blitz“ und Snow (XIII) das für „Schnee“.

Die Namen der mächtigen Beschwörungswesen, wie auch diejenigen vieler Waffen, Rüstungen, Städte und anderer Orte, Luftschiffe und weiterer Personen oder Monster, stammen aus verschiedenen Mythologien, Sagen und Erzählungen aus allen Teilen der Welt. Vornehmlich bedient man sich dabei der nordischen, wie auch der fernöstlichen Sagenwelt. Waffen und Rüstungen wie Excalibur, Masamune, Genji-Rüstung, oder Scimitar, beruhen auf legendären Waffen oder Schmieden der Menschheitsgeschichte. Wesen wie Leviathan, Shiva, oder Odin haben ihre Namen aus den verschiedensten Mythologien und Religionen der Erde erhalten. Auch normale, in vielen Teilen immer wiederkehrende Monster, wie Adaman Taimai (benannt nach einem fiktiven Supermetall), und Behemoth haben ihren Ursprung in der Mythologie.

Kampfsysteme

Skizze des Kampfsystems Active-Time-Battle (US Patent #5,390,937)

Die meisten Final-Fantasy-Spiele besitzen im Gegensatz zu klassischen westlichen RPGs einen sehr linearen Handlungsablauf und lassen kaum Raum für individuelle Schwerpunktsetzungen. Wie bei Rollenspielen üblich, sind Kämpfe ein zentrales Element der Spiele. Das für Final Fantasy bekannte Kampfsystem ist das so genannte Active-Time-Battle-System (kurz ATB). Hierbei füllt sich innerhalb einer gewissen Zeit ein Balken. Sobald sich dieser vollständig gefüllt hat, kann eine Aktion ausgeführt werden und der Balken füllt sich erneut.

Final Fantasy X ersetzt das „Active Time Battle“ (ATB)-System durch das „Conditional Turn-based Battle“ (CTB)-System. Während das ATB-Konzept Elemente in Echtzeit aufweist, ist das CTB-System rundenbasiert und pausiert den Kampf bei jedem Zug des Spielers. Dadurch hat der Spieler unendlich viel Zeit eine Aktion auszuwählen. Das System orientiert sich am ebenfalls rundenbasierten Kampfsystem der Teile I - III.

Die Art, wie man in Final Fantasy XI, XII und XIV gegen die Monster und Bosse kämpft, unterscheidet sich deutlich von der der Vorgängerspiele, vornehmlich darin, dass es keinen „abgetrennten“ Kampfschauplatz mehr gibt, in dem der Spieler gegen die Gegner antritt, und somit keine Zufallskämpfe mehr. Stattdessen sind die Gegner bereits auf der Landkarte sichtbar und die Kämpfe beginnen umgehend, sobald sich Spieler und Gegner nahe genug sind.Trotzdem ist eine Flucht und damit die Vermeidung eines Kampfes weiterhin möglich. Ein sich auffüllender Balken wird aber auch hier eingesetzt, damit die Kämpfe weiterhin eine strategische Komponente beinhalten. Jede Spielfigur führt seine Aktion aus, sobald der Aktionsbalken aufgeladen ist.

Titel der Serie

Final Fantasy
Der erste Teil der Serie wurde in Japan am 18. Dezember 1987 und in den USA am 12. Juni 1990 für das Nintendo Entertainment System veröffentlicht. In Europa und den USA erschien er mit leicht verändertem Inhalt als Teil der Final Fantasy Origins zusammen mit Final Fantasy II für die PlayStation. Eine Neuauflage zusammen mit Teil 2, ebenfalls mit inhaltlichen Änderungen, gibt es sowohl für den Wonderswan Color (nur in Japan) als auch für den Game Boy Advance. Für die PlayStation Portable veröffentlichte Square Enix im Rahmen der Final Fantasy Anniversary Edition Teil eins und zwei getrennt. 2010 wurde eine Version für das iPhone veröffentlicht.
Final Fantasy II
In Japan am 17. Dezember 1988 für das Nintendo Entertainment System veröffentlicht. In Europa und den USA wurde es mit leicht verändertem Inhalt als Teil der Final Fantasy Origins zusammen mit „Final Fantasy“ für die PlayStation veröffentlicht. Eine Neuauflage zusammen mit Teil 1, ebenfalls mit inhaltlichen Änderungen erschien sowohl für den Wonderswan Color (nur in Japan) als auch für den Game Boy Advance sowie eigenständig für die PlayStation Portable, sowie für das iPhone.
Final Fantasy III
In Japan am 27. April 1990 für das Nintendo Entertainment System veröffentlicht. In den USA wurde unter diesem Namen „Final Fantasy VI“ veröffentlicht. Ein Remake für den Nintendo DS erschien am 24. August 2006 in Japan, 2. November in den USA und am 4. Mai 2007 in Deutschland. Am 24. März 2011 erschien das Spiel für das iPhone und das iPad.
Final Fantasy IV
In Japan am 19. August 1991 für das Super Nintendo Entertainment System veröffentlicht. In den USA in einer inhaltlich reduzierten und stark vereinfachten Form als „Easytype“ Version im November 1991 unter dem Namen Final Fantasy II erschienen. In Europa ist die Ur-Version als Remake als Teil der Europäischen „Final Fantasy Anthology“ auf der PlayStation und außerdem am 16. Dezember 2005 in Japan und am 1. Juni 2006 in Europa für den Game Boy Advance erschienen. Am 20. Dezember 2007 erschien in Japan ein Remake für den Nintendo DS, dass seit dem 5. September 2008 auch in Europa erhältlich ist. Das Spiel wurde komplett überarbeitet und bietet neben 3D-Grafik und neu aufgenommenem Soundtrack auch Sprachausgabe. Im Frühjahr 2011 erschien Final Fantasy IV zusammen mit dem direkten Nachfolger The After Years als Complete Collection für die PSP[3].
Final Fantasy V
In Japan am 6. Dezember 1992 für das Super Nintendo Entertainment System veröffentlicht. Eine Version für die USA war unter dem Namen „Final Fantasy Extreme“ geplant, ist jedoch nie erschienen. Außerhalb Japans erschien es als Teil der FF Anthology für die PlayStation. In Japan erschien im Oktober 2006 ein Remake für den Game Boy Advance, welches auch in Europa und den USA veröffentlicht wurde.
Final Fantasy VI
In Japan am 2. April 1994 für das Super Nintendo Entertainment System veröffentlicht. In den USA im Oktober 1994 erschienen, später auch in Europa als Remake auf der PlayStation. Eine Version für den Game Boy Advance erschien im November 2006 in Japan und verkaufte sich in der ersten Woche 137.810 mal. Auch von diesem Spiel sind Remake-Veröffentlichungen in Europa und den USA erschienen.
Final Fantasy VII
Es ist der erste Teil der Serie, bei dem 3D-Computergrafiken zum Einsatz kamen. Final Fantasy VII ist mit über zehn Millionen verkauften Exemplaren weltweit der meistverkaufte Teil der Final-Fantasy-Reihe. Im Rahmen der Compilation of Final Fantasy VII wurden mehrere Spiele und Animationen auf Basis des Final Fantasy VII-Universums entwickelt.
Before Crisis: Final Fantasy VII spielt zirka 5 bis 6 Jahre vor der ursprünglichen Handlung. Dabei wird die Vorgeschichte aus der entgegengesetzten Perspektive erzählt, d.h. man spielt Charaktere der Turks, einer Spezialeinheit des Shinra-Konzerns, die gegen den Feind Avalanche kämpfen. Während des Spielverlaufs trifft man auch auf die Helden aus Final Fantasy VII.
Crisis Core: Final Fantasy VII ist ebenfalls ein Prequel zu Final Fantasy VII. Spielbarer Protagonist ist der Soldat Zack, auch Aerith und der Antagonist Sephiroth aus Final Fantasy VII treten im Spiel auf, mit Angeal wird ein gänzlich neuer Charakter vorgestellt. Auch bei diesem Titel wurde auf das traditionelle Kampfsystem zugunsten eines actionlastigeren Echtzeit-Kampfsystems verzichtet.
Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII ist ein weiterer Ableger von Final Fantasy VII. Dieses Actionspiel ist chronologisch drei Jahre nach dem Ende von Final Fantasy VII angesiedelt.
Final Fantasy VIII
Final Fantasy VIII erschien 1999 für die PlayStation. Sowohl bei der Grafik als auch beim Kampfsystem hat dieser Teil Änderungen erfahren, welche die komplexe Geschichte unterstützen.
Final Fantasy IX
Der neunte Teil der Serie zieht eine deutliche Zäsur zu seinen beiden unmittelbaren Vorgängern und orientiert sich in Fragen des Designs, des Spielsystems und der Handlung deutlich stärker an den ersten Teilen der Serie, anstatt erneut das im siebten und achten Teil verwendete Science-Fiction-Setting aufzugreifen. Daneben enthält Final Fantasy IX eine Vielzahl von Zitaten, Referenzen und Anspielungen aus früheren Serienteilen. Insbesondere die für die älteren Teile klassischen Kristalle spielen in der Handlung eine wichtige Rolle.
Final Fantasy X
Das Spiel verwendet als erster Teil der Serie eine Sprachausgabe. Seitens der Spielwelt beschreitet es einen völlig eigenen Weg und bietet ein ozeanisch-karibisches Setting an, bei dem das Thema Wasser oft aufgegriffen wird. Weder mittelalterliche Burgen noch übermäßig futuristische Elemente sind zu finden.
Mit Final Fantasy X-2 erschien eine direkte Fortsetzung, welche die Schicksale der Hauptcharaktere ergänzt. Auffällig ist die direkte Veränderung in eine vermeintlich glückliche stabile Gesellschaft, die im Laufe des Spiels stark erschüttert wird. Auch inhaltlich unterscheidet er sich ein wenig von seinem Vorgänger; die Welt wirkt insgesamt viel fröhlicher, und der Soundtrack, der eher in Richtung Pop geht, stammt von einem anderen Komponisten als der des Vorgängers.
Final Fantasy XI
Mit diesem Teil ist erstmals in der Serie ein Online-Spiel für viele Spieler (MMORPG – Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) erschienen.
Final Fantasy XII
Dieser Teil bietet wie Final Fantasy XI ein Echtzeit-Kampfsystem. Der zwölfte Teil bietet eine vergleichsweise politische Handlung im Gegensatz zu den sonstigen Teilen der Serie. Er spielt in Ivalice, einer Spielwelt, die in der Tactics-Subreihe immer wieder aufgegriffen wird. Mit Final Fantasy XII: Revenant Wings erschien ein Nachfolger, welcher sich auf die Abenteuer der Protagonisten Vaan und Penelo ein Jahr nach den Ereignissen des Hauptteils konzentriert.
Final Fantasy XIII
Final Fantasy XIII wurde als Teil der Fabula Nova Crystallis angekündigt, welche wie die Spiele um Final Fantasy VII in einer gemeinsamen Welt stattfinden. Bei den anderen beiden angekündigten Spielen handelt es sich um Final Fantasy Versus XIII, sowie um Final Fantasy Type-0.
Mit Final Fantasy XIII-2 wurde im Januar 2011 eine direkte Fortsetzung angekündigt.[4]
Final Fantasy XIV
Final Fantasy XIV wurde auf der E3 2009 vorgestellt. Wie bereits Final Fantasy XI, wird Final Fantasy XIV ein MMORPG sein. Square Enix plante einen weltweit gleichzeitigen Release im Jahr 2010[5]. Square Enix kündigte Final Fantasy XIV für die PlayStation 3 und PC an, auch eine Xbox 360 Version ist nicht ausgeschlossen, wie die Entwickler in einem Interview auf der E3 2009 verrieten[6]. Producer des Spiels ist Hiromichi Tanaka, der bereits bei der Entwicklung von Final Fantasy XI eine leitende Position einnahm. Für die musikalische Untermalung sorgt Nobuo Uematsu. Die Ähnlichkeit vieler Wesen in Eorzea, so der Name der Welt in Final Fantasy XIV, mit Rassen aus Final Fantasy XI ist laut Hiromichi Tanaka beabsichtigt. Dies soll den Umstieg vieler Onlinespieler von Final Fantasy XI auf Final Fantasy XIV erleichtern. Final Fantasy XIV basiert auf der Crystal Tools Grafikengine, die auch von Final Fantasy XIII benutzt wird. Auf der deutschen Gamescom 2009 wurde Final Fantasy XIV erstmals mit einer spielbaren Version vorgestellt[7]. Final Fantasy XIV erschien am 30. September 2010 für PC. Bereits am 22. September 2010 erschien eine Collectors Edition. Die PlayStation 3 Version wurde ursprünglich für März 2011 angekündigt, im Dezember 2010 gab Yoichi Wada, President und CEO bei Square Enix, bekannt, dass der Releasetermin auf unbestimmte Zeit verschoben wird.[8]

Ableger

Final Fantasy Tactics
Unter dem Oberbegriff Final Fantasy Tactics versteht man Ableger aus dem Final Fantasy Universum, die nicht dem klassischem Rollenspielvorbild folgen, sondern als Strategie-Rollenspiel konzipiert worden sind. Handlungsorte und Charaktere sind teilweise aus anderen Teilen entlehnt, teilweise neu entworfen, der Spielhintergrund ist normalerweise mehr fantasy-orientiert, auch wenn auf Schnittstellen mit modernen Welten hingewiesen wird. Stärkstes Erkennungsmerkmal ist die typische isometrische Ansicht, die wie viele andere Spielelemente aus Tactics Ogre übernommen worden, und die Betonung der Handlung (oftmals in Spielegrafik weitererzählt) neben den taktischen Kämpfen mit Rollenspielcharakter.
Final Fantasy Crystal Chronicles
ist eine speziell auf Mehrspieler ausgerichtete Spin-Off-Serie von Action-Adventure-Rollenspielen, welche inzwischen ein eigenes Franchise bildet. Vom grafischen Stil orientieren sich die Teile eher an älteren Vertretern der Hauptserie. Außerdem spielen wie in frühen Final-Fantasy-Teilen die Kristalle wieder eine größere Rolle.
Dissidia: Final Fantasy
Dissidia: Final Fantasy ist ein Beat'em Up (laut Square Enix ein „Progressive Action Game“), welches anlässlich des 20. Geburtstags der Final Fantasy Reihe veröffentlicht wurde. Im Spiel treten die Bösewichte gegen die Helden der ersten zehn Spiele an, insgesamt gibt es also 20 spielbare Charaktere. Des Weiteren sind zwei Bonuscharaktere aus Final Fantasy XI (Shantotto) und Final Fantasy XII (Gabranth) freischaltbar. Für jeden Protagonisten gibt es eine eigene Story-Kampagne.
Final Fantasy: The 4 Heroes of Light
Final Fantasy: The 4 Heroes of Light wurde Juli 2009 enthüllt und ist ein RPG für den Nintendo DS[9]. Square Enix hat mit The 4 Heroes of Light ein klassisches Rollenspiel mit typischen menü-basierenden Kampfsystem und bekannten Jobs aus der Final Fantasy Serie entwickelt. Seit dem 29. Oktober 2009 ist Final Fantasy: The 4 Heroes of Light in Japan erhältlich[10], in Europa erschien der Titel am 8. Oktober 2010[11].

Vermarktung

Aus Gründen der Vermarktung wurden Spiele mit dem Namen Final Fantasy versehen, ohne bedeutende Gemeinsamkeiten mit den Haupttiteln der Serie zu haben. So wurde unter anderen Mystic Quest Legend in Japan als Final Fantasy USA – Mystic Quest bzw den USA als Final Fantasy Mystic Quest veröffentlicht. In den USA wurde außerdem Mystic Quest (Seiken Densetsu in Japan) als Final Fantasy Adventure veröffentlicht. Ebenso handelt es sich bei Final Fantasy Legend um eine Reihe, die wenige Gemeinsamkeiten mit der Final Fantasy Reihe besitzt.

Des Weiteren existieren einige Spiele, welche Charaktere aus den verschiedenen Final Fantasy-Teilen verwenden. Dazu gehören unter anderem Ehrgeiz: God Bless the Ring mit Charakteren aus Final Fantasy VII, sowie das in Zusammenarbeit mit Disney entwickelte Kingdom Hearts, welches typische (und teils bekannte) Final-Fantasy-Figuren enthält.

Animationsfilme

Als weitere Ableger der Spieleserie entstanden die vollständig computeranimierten Kinofilme Final Fantasy: Die Mächte in dir, sowie der Film Final Fantasy VII: Advent Children dessen Handlung zwei Jahre nach Final Fantasy VII spielt.

Neben den Spielfilmen erschienen außerdem folgende Anime im Final Fantasy Universum: Final Fantasy Unlimited und Final Fantasy: Legend of the Crystals. Sowie als weiterer Teil des Final Fantasy VII Universums das Anime Last Order – Final Fantasy VII welches den Zeitraum von fünf Jahre bis kurz vor den Handlungen von Final Fantasy VII behandelt.

Soundtracks

Neben den eigentlichen Soundtrack-Alben, die Musikstücke der Spiele enthalten, gibt es diverse Alben, die arrangierte Fassungen bestimmter Soundtracks enthalten, meistens in vollorchestrierter Form. Ebenso gibt es auch Compilations zu bestimmten Themen, so zum Beispiel zwei Alben, die speziell für den Zweck der Entspannung zusammengestellt wurden.

Ferner fanden mehrere Konzerte statt, auf denen ausschließlich Musik aus ausgewählten Soundtracks vollorchestriert gespielt wurden. So fand zum Beispiel im Mai 2004 ein Konzert mit den Philharmonikern aus Los Angeles statt, welches von Nobuo Uematsu, dem Komponisten der meisten Soundtracks der Serie, geleitet wurde. Andere Konzerte dieser Art fanden zuvor in Japan und erstmals außerhalb Japans im Jahre 2003 auf dem ersten Spielemusikkonzert im Rahmen der Games Convention ein solches Konzert statt.

Romane

  • Der Blick nach vorn
  • Final-Fantasy-XI-Romane von Miyabi Hasegawa
    • Band 01: Das Lied des Sturms
    • Band 02: Der Sternenschwur
    • Band 03: Der Bund der Ewigkeit
    • Band 04: Das Schwert des Wächters 1
    • Band 05: Das Schwert des Wächters 2
    • Band 06: Das Schwert des Wächters 3
    • Band 07: Die Flügel der Ferne
    • Band 08: Der Stolz der Paladine 1
    • Band 09: Der Stolz der Paladine 2
    • Band 10: Der Stolz der Paladine 3
  • Final-Fantasy-XIII-Romane von Jun Eishima
    • Final Fantasy XIII Episode Null - Versprechen (Prolog)
    • Final Fantasy XIII Episode I (Epilog)

Einzelnachweise

  1. [http://www.gamesindustry.biz/content_page.php?aid=31672 PRESS RELEASE: RELIVE THE BIRTH OF A PHENOMENON WITH FINAL FANTASY & FINAL FANTASY II] (Link nicht abrufbar; Kopie im Inernetarchiv), 19. Dezember 2007
  2. Ed Fear (13. Dezember 2007): Sakaguchi discusses the development of Final Fantasy. Develop. Abgerufen am 16. Oktober 2008.
  3. Final Fantasy IV: The Complete Collection kommt im April nach Europa. Gamona (Februar 2011). Abgerufen am 23. Februar 2011.
  4. Square Enix Opens Teaser Sites for New Games
  5. Final Fantasy XIV: erste konkrete Informationen von der E3 Enthüllung 3. Juni 2009
  6. Final Fantasy XIV: andere Plattformen, darunter Microsoft-Konsolen, sind Option
  7. Final Fantasy XIV: erste spielbare Version auf der GamesCom 2009. Final-fantasy-future.de. Abgerufen am 10. Juni 2010.
  8. Final Fantasy 14: Release der PS3-Version auf unbestimmte Zeit verschoben. videogameszone.de (10. Dezember 2010). Abgerufen am 24. Juli 2011.
  9. Final Fantasy Gaiden: Erste Vorstellung
  10. Final Fantasy Gaiden: Releasetermin in Japan
  11. Final Fantasy: The 4 Heroes of Light - Release in Europa am 8. Oktober 2010

Weblinks

 Commons: Final Fantasy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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