Joachim Tschirner


Joachim Tschirner
Tschirner spricht bei der Berliner Alexanderplatz-Demonstration am 4. November 1989

Joachim Tschirner (* 1. März 1948 in Wittenberge) ist ein Dokumentarfilmregisseur und Akzidenz-Schriftsetzer. Laut einem Bericht der Welt war er seit dem 8. Dezember 1973 (Datum der handschriftlichen Verpflichtungserklärung) bis Oktober 1989 in der DDR unter dem Decknamen „Hans Matusch“ als IM für die Stasi tätig.[1]

Seit 1980 arbeitet er als Regisseur. 1991 gründete er die Autorenvereinigung und Filmproduktion „UM WELT FILM“. Er war zudem Vorsitzender der Hilfsorganisation Wasser für die Kinder des Aralsees e. V., die er 1996 gründete. Tschirner ist Vater von fünf Kindern, darunter der Schauspielerin und Moderatorin Nora Tschirner.

Filmographie

  • Canto General – Der große Gesang von Pablo Neruda und Mikis Theodorakis (1983)
  • Katrins Hütte (Langzeitdokumentation 1985–1991)
  • Abstich (Langzeitdokumentation 1988–1991)
  • Ein schmales Stück Deutschland (1989–1990)
  • Kein Abschied - Nur fort (1989–1990)
  • Vridolin (1991)
  • Fernseher aus – Sternschnuppen an (1992)
  • Am siebten Tag über den Syr Darja (1993)
  • Sieben Tage – Da unten am Indian River (1995)
  • Trinkwassernot am Aralsee (1997)
  • Der Aralsee – Wo das Wasser endet, endet die Erde (1998)
  • Giftige Schiffe – Die Geschichte einer farblosen Substanz (2001)
  • Fordlândia – Die vergessene Stadt im Regenwald (2002)
  • Die verschwundenen Dörfer der Wismut (2006)
  • terra incognita - DIE WISMUT (2007)
  • Yellow Cake – Die Lüge von der sauberen Energie. Eine Langzeitdokumentation (2004–2010)

Einzelnachweise

  1. Linda Wurster: Vollbärtiger Revolutionär mit Stasi-Vergangenheit. In: Die Welt, 4. November 2011, abgerufen: 4. November 2011.

Weblinks

 Commons: Joachim Tschirner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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