Mittelfranken


Mittelfranken

Mittelfranken, Regierungsbezirk des Königreichs Bayern (s. Karte »Bayern, nördlicher Teil«), wird begrenzt im N. von Oberfranken, im O. von der Oberpfalz, im S. von Oberbayern und Schwaben, im W. von Württemberg und Unterfranken, besteht aus Teilen der Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth, aus mehreren ehemaligen Reichsstädten (Nürnberg etc.), dem Bistum Eichstätt etc., umfaßt 7583 qkm (137,72 QM.) und hat (1900) 815,895 Einw., darunter 592,198 Evangelische, 206,193 Katholiken und 13,111 Juden. Den Westen durchziehen die Frankenhöhe und der Steigerwald, den Süden und Osten der Fränkische Jura. Die wichtigsten Flüsse sind die zum Main gehende Regnitz mit der Pegnitz und die zur Donau fließende Altmühl. Der beide Flüsse begleitende und verbindende Ludwigs- oder Donau-Mainkanal berührt den Regierungsbezirk nur im nordöstlichsten Teil. M. gehört zu den fruchtbarsten Gegenden Bayerns; die Viehzucht ist vortrefflich, der Ackerbau steht auf einer hohen Stufe, besonders in der Umgegend von Nürnberg; außer Getreide wird auch viel Tabak, Gemüse und Hopfen gebaut. Die Ausbeute an Mineralien beschränkt sich auf die Gewinnung lithographischer Steine im Jura. Die Industrie steht in den Städten, namentlich in Nürnberg und Fürth, in hoher Blüte, daher auch diese den Mittelpunkt des lebhaften Verkehrs und den Knotenpunkt der den Regierungsbezirk durchschneidenden zahlreichen Eisenbahnen bilden. Den Handel unterstützt eine Handels- und Gewerbekammer (Nürnberg) mit acht Bezirksgremien. In administrativer Hinsicht wird M. in neun unmittelbare Städte (Ansbach, Dinkelsbühl, Eichstätt, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Rothenburg a. T., Schwabach und Weißenburg) und 16 Bezirksämter geteilt und hat Ansbach zur Hauptstadt. Die Bezirksämter sind:

Tabelle

Über die sechs Reichstagswahlkreise des Regierungsbezirks M. s. Karte »Reichstagswahlen«.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Mittelfranken — Wappen …   Deutsch Wikipedia

  • Mittelfranken — Mittelfranken, Kreis im Königreich Baiern, 1838 gebildet aus dem größten Theil des früheren Rezatkreises, doch ohne die Landgerichte Herzog Aurach, Hiltpoltstein, Monheim, Nördlingen, Wemding, Bissingen, Harburg, Mönchsroth, Öttingen Wallerstein… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Mittelfranken — Mittelfranken, Reg. Bez. in Bayern (7583 qkm, 1900: 815.895, 1905: 868.072 E., 9 unmittelbare Städte, 16 Bezirksämter), fruchtbare, von der Regnitz und Altmühl bewässerte Landschaft; im N. der Steigerwald, im W. die Frankenhöhe, im S. und O. der… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Mittelfranken — Mittelfranken, bayer. Kreis zwischen Ober und Unterfranken, Oberpfalz, Oberbayern, Schwaben und Württemberg, 138 QM. groß mit 534000 E. Hauptstadt ist Nürnberg …   Herders Conversations-Lexikon

  • Mittelfranken — District de Moyenne Franconie District de Moyenne Franconie Regierungsbezirk Mittelfranken Données générales Toponyme officiel ? …   Wikipédia en Français

  • Mittelfranken — Sp Vidurinė Frankònija Ap Mittelfranken L PR Vokietijos regionas …   Pasaulio vietovardžiai. Internetinė duomenų bazė

  • Mittelfranken — Mịttelfranken,   Regierungsbezirk in Bayern, 7 245 km2, 1,68 Mio. Einwohner; umfasst die kreisfreien Städte Ansbach, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Schwabach und die Landkreise Ansbach, Erlangen Höchstadt, Fürth, Neustadt an der Aisch Bad Windsheim …   Universal-Lexikon

  • Mittelfranken — Mịt|tel|fran|ken …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Mittelfranken Cup — Disbanded 2009 Nation  Germany State …   Wikipedia

  • Bezirk Mittelfranken — Mittelfranken Wappen Flagge …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.