Creon


Creon

CREON, ontis, Gr. Κρέων, οντος, ( Tab. XXII.) des Menöceus Sohn, bemächtigte sich nach des Lajus Tode der Herrschaft über Theben. Weil aber zu seiner Zeit sich das Unthier Sphinx, im Thebanischen auf dem Berge Phiceus einfand, und er auch selbst seinen Sohn, Hämon, durch dasselbe einbüßete, so versprach er dem nicht nur seine Schwester Jocasta, des Lajus hinterlassene Gemahlinn, sondern auch das Reich selbst zu geben, wer das Räthsel des Sphinx errathen, und also Theben von ihm befreyen würde. Oedipus erhielt auch beydes, nachdem er gedachtes Räthsel, welches Sphinx den Leuten vorgab, errathen, und sich dieselbe hernach den Felsen hinab gestürzet hatte. Apollod. lib. III. c. 5. §. 8. Nachdem aber derselbe wieder ins Elend gegangen, sein Sohn Eteokles auch in der Schlacht, mit seinem Bruder Polynice, geblieben war, so übernahm er dessen Sohns, des Laodamas, Vormundschaft, und zugleich wiederum die Herrschaft. Pausan. Bœot. c. 5. p. 551. Er war dabey so grausam, daß er nicht nur die erschlagenen Argiven nicht wollte begraben lassen; sondern auch des Oedipus Tochter, Antigone, welche ihren Bruder, den Polynices, heimlich zu begraben bemühet war, und darüber ertappet wurde, lebendig mit ins Grab werfen ließ, Apollod. l. c. c. 7. §. 1. oder, da sie sein Sohn, Hämon, hinrichten sollte, er aber derselben, als seiner Braut, verschonete, so mußte er hernach zugleich mit ihr das Leben lassen. Hygin. Fab. 72. Er begehrete über dieses, es sollten ihm die Athenienser den zu ihnen geflüchteten Adrastus, König von Argos, ausliefern. Er erhielt aber solches nicht, vielmehr zwang ihn Theseus im Gegentheile, daß er die erschlagenen Fürsten mit ihren Leuten begraben lassen mußte. Pausan. Att. c. 39. p. 72. Apollod. l. c. Seine Tochter Megara, gab er nachher dem Herkules zur Gemahlinn, welcher denn mit ihr den Therimachus und Ophites, Hygin. l. c. & Fab. 31. oder, nach andern, den Therimachus, Kreontias und Deikoon zeugete, seine jüngere Tochter aber gab er dem Iphiklus, Apollod. lib. II. c. 3. §. 11. nachdem sie ihn von dem Tribute des Königs zu Orchomenus befreyet hatten. Hiernächst werden auch die Heniocha und Pyrrha für dessen Töchter angegeben. Pausan. Bœot. c. 10. p. 557. Seine andere Schwester war die Perimede, welche er an den Licymnius verheurathete. Er leistete auch dem Amphitryon seine Hülfe wider die Teleboer, unter dem Bedinge, daß er ihn dargegen von einem besondern Fuchse befreyen sollte, welcher im Thebanischen damals ungemeinen Schaden that. Sieh Alopex.


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