Hippodamía


Hippodamía

HIPPODAMÍA, æ, Gr. Ἱπποδάμεια, ας, ( Tab. XII.) des Oenomaus und der Eurythoë Tochter nach einigen. Tzetz. ad Iycophr. 156. Nach andern hieß ihre Mutter Asterope. Sie war ein Frauenzimmer von gar besonderer Schönheit. Weil aber dem Oenomaus war prophezeyet worden, daß ihn sein Schwiegersohn ums Leben bringen würde, so wollte er sie keinem Freyer geben, er habe ihn denn im Wettrennen mit dem Wagen überwunden. Dagegen aber mußten diejenigen, die gegen ihn verspieleten, hinwiederum mit dem Leben bezahlens welches denn um so viel leichter geschah, weil er Pferde hatte, die schneller waren, als der Nordwind selbst. Hygin. Fab. 84. Er hatte ihrer schon dreyzehn umgebracht, als endlich Pelops sie erhielt, nachdem er des Oenomaus Stallmeister, Myrtilus, auf seine Seite gebracht. Pind. Olymp. Od. I. 127. Er zeugete mit ihr den Hippalkus, Atreus und Thyestes. Hygin. l. c. Einige wollen, es habe Oenomaus selbst seine geilen Augen auf sie gerichtet gehabt, und daher sie niemanden geben wollen. Schol. Pindar. & Lucian. ap. Muncker. ad Hygin. l. c. Man will auch, daß er allerdings ungeziemend mit ihr gelebet. Hygin. Fab. 253. Indessen büßeten doch auf siebenzehen Freyer auf besagte Art ihr Leben ein, nämlich Marmax, Alkathous, Euryalus, Eurymachus, Krotalus, Akrias, Kapetus, Lykurgus, Lasius, Chalkodon, Trikolonus, Aristomachus, Prias, Pelagon, Aeolius, Kronius und Erythrus. Pausan. El. post. c. 21. p. 386. Andere wissen nur ihre dreyzehn. Pindar. ap. Munck. l. c. Allein, ungeachtet ihre Herrlichkeit mit dem Pelops anfangs so groß war, daß sie auch der Juno deshalber besondere Spiele anstellete, die alle fünf Jahre gefeyret wurden; Id. Eiac. prior. c. 61. p. 318. so lief es doch endlich schlechtab. Denn, als sie den Chrysippus, welchen Pelops mit der Danais, einer Beyschläferinn, erzeuget, hinrichten ließ, Id. El. post. c. 20. p. 381. oder vielmehr selbst hinrichtete, Dositheus ap. Plutarch. Parall. minor. n. 33. p. 313. T. II. Opp. so mußte sie dafür ins Elend gehen, worinnen sie auch zu Midea, im Argivischen, starb, Pausan. l. c. oder sich vielmehr selbst hinrichtete. Hygin. Fab. 243. Pelops aber mußte von da wenigstens ihre Gebeine, auf des Orakels Befehl, wieder zurück bringen lassen. Pausan. l. c.


http://www.zeno.org/Hederich-1770.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Hippodamia — Hippodamia …   Wikipédia en Français

  • Hippodamia — (also Hippodamea), was a daughter of King Oenomaus and wife of Pelops with whom her offspring were Thyestes, Atreus, and Pittheus, Alcathous. Pelops wanted to marry Hippodamia. Oenamaus had pursued thirteen suitors of Hippodamia and killed them… …   Wikipedia

  • Hippodamia — bezeichnet (692) Hippodamia, einen Asteroiden Hippodamia (Gattung), eine Gattung der Marienkäfer Hippodamia (Trilogie), ein Melodram von Zdeněk Fibich Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wo …   Deutsch Wikipedia

  • HIPPODAMIA — Pirithoi uxor, quam cum ipso nuptiarum die Centauri ei eripere conarentur, ab Hercule et Theseo ingenti clade profligati sunt. Ovid. Met. l. 12. v. 218. Idem in Ep. 16. Heroid. v. 247. Helena Paridi. An fera Centauris indicere bella coegit… …   Hofmann J. Lexicon universale

  • Hippodamia — HIPPODAMIA, æ, eine von dems Geschlechte derer Lapithen, und Gemahlinn des Pirithous, dem sie aber der Centaur, Eurytus, auf der angestellten Hochzeit mit Gewalt zu rauben, und zu seinem Willen zu zwingen suchte. Er schleppete sie bereits bey den …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Hippodamīa — Hippodamīa, 1) Tochter des Önomaos u. Gemahlin des Pelops, s.u. Önomaos. 2) (Ischomache), Gemahlin des Pirithoos (s.d.) …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Hippodamia — Hippodamia, myth. Tochter des elischen Königs Oenomaus, von Pelops durch seinen Sieg im Wagenrennen gewonnen, wobei Oenomaus umkam, wurde Mutter des Atreus u. Thyestes (s. d.) …   Herders Conversations-Lexikon

  • Hippodamía [1] — HIPPODAMÍA, æ, des Brises, Königs der Lelegen, Tochter. Dict. Cret. l. II. c. 17. Von diesem ihrem Vater heißt sie denn insgemein Briseis. Fabra ad eumd. l. c. Sie wurde von dem Achilles bey Eroberung der Stadt Lyrnessus mit gefangen, und wegen… …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Hippodamía [2] — HIPPODAMÍA, æ, Amyntors Gemahlinn und des Phönix Mutter, welche aus Eifersucht ihrem Sohne anlag, daß er sich in seines Vaters Kebsweib verlieben möchte, wodurch sie ihm großes Unheil zuzog. Hom. Il. I. 448. & Schol. ad il …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Hippodamía [3] — HIPPODAMÍA, æ, des Anchises Tochter und Aeneas Schwester, ein sehr schönes und tugendhaftes Frauenzimmer, welches Alkathous zur Gemahlinn bekam. Hom. Il. Ν. 429 …   Gründliches mythologisches Lexikon


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.