Darm [1]


Darm [1]

Darm (Tubus s. Tractus s. Canalis intestinalis, Anat.), 1) in weiterem Sinne der lange, vielfach gewundene, bald engere, bald weitere, von der Mundhöhle bis zum After ununterbrochen sich fortsetzende Schlauch; 2) gewöhnlicher aber nur der als Därme von dem Magen aus bis zu dem After sich erstreckende Theil desselben. Ihre Länge kann man ohngefähr auf 5–6mal so viel als die Länge des ganzen Körpers schätzen. Sie füllen den größern Theil der mittlern u. untern Gegend der Bauchhöhle, werden durch das Gekröse ihrer ganzen Länge nach, hinterwärts in ihrer Lage erhalten, u. bilden durch diese eigene Befestigungsart Windungen (Gyri), wodurch ihnen eine, ihrer Bestimmung entsprechende Beweglichkeit verstattet ist. Ter in der Unterleibshöhle liegende Theil des D-s wird aus drei Häuten gebildet: a) die äußere (Tunica externa, Tun. serosa), kommt vom Bauchfell, welches sich über die Därme hinlegt, dieselben größtentheils dicht einschließt, zum Theil auch an der hintern Seite, indem es sich zu benachbarten Theilen hinzieht, od. sich als zwei Platten zusammenlegt, einen kleineren od. größeren Theil unbedeckt läßt, welcher mit Zellgewebe überzogen ist; sie verhält sich ganz wie das Bauchfell als eine seröse Haut. Unter dieser liegt b) die Muskelhaut (Tunica fibrosa, Tun. carnea), die dünn ist, blaßröthlich, aus zwei Schichten Muskelfasern besteht, von denen die äußern der Länge nach, die innern kreisförmig um den D. liegen u. die eigenthümliche Bewegung desselben vermitteln. c) Die dritte innerste, ist eine Schleimhaut, in der die Mündungen der Blutgefäße u. Saugadern, als zarte Flocken (Darmzotten, Villi), hervortreten, u. ihr ein sammtartiges Ansehen geben; die Gefäße verbreiten sich als höchst seine Netze um den D. herum; die Enden der Flocken zeigen unter dem Mikroskop eine zellige Erweiterung (Ampulla chylifera, Amp. Lieberkühniana). Zwischen den Flocken finden sich Öffnungen der Schleimdrüsen. Manche nehmen vier Darmhäute an u. betrachten das, die Schleimhaut mit der Muskelhaut verbindende Zellgewebe als die eigene (Tunica propria), jene als die innere od. flockige Haut (Tun. intima s. villosa) des D-s. Die Schleimhaut ist bedeutend länger als die Muskelhaut u. bildet fast in dem ganzen D. halbmondförmige Falten (Kerkringsche Falten od. Klappen, Valvulae conniventes, Valv. Kerkringianae), durch welche den einsaugenden u. aushauchenden Gefäßen ein größerer Raum zur Ausbreitung verschafft u. die Bewegung der Nahrungsstoffe verlangsamt wird. Der D. wird im Allgemeinen in den dünnen od. engen u. in den dicken od. weiten D. unterschieden. A) Der Dünndarm beginnt beim untern Magenmund, reicht bis zur Grimmdarmklappe u. wird eingetheilt:

a) in den Zwölffingerdarm (Duodenum), meist 12 quere Finger des Körpers, zu dem er gehört, lang, liegt mit dem Magen über dem Gekröse des Quergrimmdarms, dessen Fortsetzungen ihn zum Theil mit einer serösen Haut überziehen, während er übrigens mit lockerem Zellgewebe umgeben, u. an die Fortsetzung des Bauchfells befestigt ist. Der Zwölffingerdarm geht vom Pförtner aus, zuerst in horizontaler Richtung nach hinten gegen den ersten Lendenwirbel u. rechts bis zum Hals u. die linke Seite der Gallenblase, wo er einen Theil des rechten Leberlappens über sich, den Anfang des Quergrimmdarms vor sich, die Aorta, die sympathischen Nerven u. die Nerven, welche das Lebergeflecht u. das Geflecht für den Zwölffingerdarm u. das Pankreas bilden, hinter sich hat; dann fast senkrecht abwärts u. endlich wieder horizontal nach links. In dem hierdurch gebildeten Bogen liegt das Pankreas, das durch Zellgewebe verbunden, dem D. anstatt eines Gekröses zur Befestigung dient, der außerdem durch Falten des Bauchfells, deren eine (Ligamentum duodeni hepaticum) vom oberen Theil des mittleren Stückes desselben zur unteren Fläche der Leber, eine andere (Ligam. duodeni renale) vom oberen u. mittleren Stücke zur vorderen Fläche der Niere geht u. an der hinteren Fläche durch Zellgewebe angeheftet wird. Die sehr nerven- u. gefäßreiche Muskelhaut des Duodenum ist stärker, als die der andern dünnen Därme, die Schleimhaut von Galle gefärbt, enthält in der Gegend des Pförtners viele Schleimdrüsen (Folliculi mucosi, Brunnersche Drüsen, Glandulae Brunneri). Da wo der mittlere Theil des D-s in den unteren übergeht, öffnen sich der Ausführungsgang des Pankreas u. der gemeinschaftliche Gallengang in einer Mündung od. in zwei dicht neben einander liegenden, unter einer kleinen Falte: Diverticulum Vateri. Die Arterien des Duodenum entspringen aus der Leberarterie (s. Baucharterie) u. der Gekrösarterie. Die Venen vereinigen sich in der Gastroduodenalvene; die Nerven kommen aus dem Sonnengeflecht, dem Lebergeflecht, auch aus den Magengeflechten u. vom Vagus. b) Von dem übrigen Theile des dünnen D-s heißt der obere Theil von da an, wo der Zwölffingerdarm durch das Gekröse des Quergrimmdarms hindurchtritt, ungefähr 2/5 des Ganzen, Leerdarm (Jeiunum), die übrigen 3/5 gewundener od. Krummdarm (Intestinum ileum, Hüftdarm). Ersterer unterscheidet sich von Letzterem nur durch größeren Reichthum an Blutgefäßen (daher röthere Farbe), an Saugadern (daher größere Aufnahme von Nahrungsstoffen) u. an Kerkringschen Falten. Beide füllen mit vielfachen Windungen, unterhalb des Quergrimmdarmgekröses, die Bauchhöhle nach vorn u. unten bis ins Becken zum größten Theil aus, sind vorn vom großen Netz bedeckt, rings herum von den dicken Därmen umgeben, u. mit ihrer hinteren Fläche an das Gekröse befestigt. An der Schleimhaut, bes. da wo außen das Gekröse ansitzt, finden sich, zum Theil in Häuschen beisammen, Schleimdrüsen: Peyersche Drüsen (Follliculi mucosi, Glandulae Peyerianae). Die Arterien kommen von der oberen Gekrösarterie, die Venen gehen zur Gekrösvene, die Nervenentspringen aus dem oberen Gekrösgeflecht. Die Saugadern (Millchgefäße) sind im Duodenum u. Jejunum am[747] häufigsten, nehmen allmälig gegen das Ende des dünnen D-s an Menge ab u. sammeln sich in Gekrösdrüsen. B) Der Dickdarm (Intestinum crossum) unterscheidet sich in Bau u. Lage sehr von dem vorigen. Man unterscheidet drei Theile: a) der Blinddarm (Intestinum coecum) füllt die rechte Hüftbeingegend fast ganz aus, ist nach unten u. vorn als ein verschlossener Sack ausgedehnt u. geht nach aufwärts in den Grimmdarm über. Da wo der Krummdarm in seine Höhle hineintritt, wobei die Häute beider unmittelbar in einander übergehen, bildet sich durch Verlängerung der Schleimhaut u. bisweilen einige Fasern der Muskelhaut die Grimmdarm- od. Blinddarmklappe (Valvula coli, Valv. Bauhini), die eine längliche Spalte darstellt, deren Enden, Frenula Morgagni, etwas wulstig sind, u. welche durch Zusammenlegung der unteren Theile der inneren Fläche der sie bildenden, schräg von innen nach außen, von oben nach unten in den D. hineinragenden Falten geschlossen werden kann. An der linken u. hinteren Fläche des Blinddarms befindet sich der wurmförmige Fortsatz (Prorocessus vermiformis), eine dünne, an der Spitze geschlossene, hin u. her gekrümmte, durch eine kleine viereckige Falte des Bauchfells an den Blinddarm befestigte, im Innern mit vielen Schleimdrüsen versehene, nahe bei der Klappe in den D. sich öffnende Röhre. b) Der Grimmdarm (Intestinum colon) steigt vom Blinddarm u. der rechten Hüftbeingegend aus, vor der rechten Niere bis zur Leber in die Höhe (Int. colon ascendens), krümmt sich nach links (Flexura coli dextra), geht als Quergrimmdarm (Colon transversum) neben dem concaven Rand des Magens weg in das linke Hypochondrium, biegt sich in der Gegend der Milz (Flexura coli sinistra) nach abwärts u. geht (Int. colon descendens) über die innere Fläche des Darmveins, über dessen unteren Theil eine starke Krümmung (Flexura iliaca s. S romanum) machend, im kleinen Becken in den Mastdarm über. Die den Grimmdarm überziehende seröse Haut läßt größere, nur mit Zellgewebe bedeckte Flächen frei als bei dem dünnen D. Er wird durch ein Gekröse (Mesocolon) u. außerdem durch Falten des Bauchfells, Bänder, an die benachbarten Theile befestigt. Solche sind: Ligamentum coli hepaticum, welches ihn mit der Leber, Ligament colilienale, welches ihn mit der Milz verbindet u. m. a., weshalb seine Beweglichkeit geringer ist, als die des dünnen D-s. An der äußeren Fläche des D-s befinden sich viele längliche, mit halb flüssigem Fett gefüllte, aus Verdoppelungen der serösen Haut gebildete Anhängsel, Fettanhänge (Appendices epiploicae s. adiposae). An dem Quergrimmdarm ist das große Netz zum Theil befestigt. Die Längsfasern der muskulösen Haut sind zu drei, schmalen Bändern gleichenden Strängen vereinigt (Ligamenta coli) u. kürzer als die übrigen Häute, weshalb der D. in wulstförmige Hervorragungen nach außen, u. diesen entsprechende Vertiefungen im Innern (Cellulae, Loculamenta) zusammengezogen wird. Die innere Fläche enthält weniger Flocken u. weiter aus einander liegende Kerkringsche Falten. Das Colon ist ohngefähr 11/2 mal dicker als die dünnen Gedärme. Die zu denselben gehörigen Arterien kommen aus den Gekrösarterien, die Venen gehen zur Gekrösvene, die Nerven kommen aus den oberen u. unteren Gekrösgeflechten. c) Der Mastdarm (Afterdarm, Intestinum rectum), fängt von der S förmigen Krümmung des Grimmdarms (s. oben) an der vordern Fläche des letzten Lendenwirbels an, geht an der inneren Fläche des Kreuzbeines hinab bis zur Spitze des Steißbeines u. endigt sich hier mit dem After. Er ist fast cylindrisch, nach unten etwas weiter, außen glatt u. eben, nur auf der vordern Fläche, bis in die Gegend des 2.–3. falschen Kreuzbeinwirbels mit seröser, vom Bauchfell ausgehenden Haut bedeckt, daselbst durch, von dem, die hintere Seite der Blase, od. beim Weibe die der Gebärmutter überziehenden Theil des Bauchfells gebildete, vertiefte Falten (Plicae seminulares Douglasii) u. weiter oben durch ein kleines, mit dem Mesocolon zusammenhängendes Gekröse, übrigens durch Zellgewebe befestigt. Die Fasern der Muskelhaut sind stärker als in den übrigen Därmen, bes. nach unten hin. Die Schleimhaut ist stärker, nach dem After zu röther, ohne Kerkringsche Falten. Nur gegen den Ausgang hin findet sich eine od. auch mehrere ringförmige Falten (Plica annularis), auch hier und da kleine halbmondförmige Falten, unter denen in kleinen Höhlen Öffnungen von Schleimdrüsen sich befanden, welche letztere unter der Schleimhaut zahlreich im Zellgewebe liegen. Außerdem zeigen sich von oben nach unten, der Länge nach herabgehende, nach dem After zu mehr hervorragende u. dichter an einander liegende Falten (Columnae intestini recti). Die zu dem Mastdarm gehenden Arterien kommen theils von der untern Gekrösarterie, theils von den Beckenarterien; die Venen gehen zur linken Grimmdarms- u. zur Beckenvene; die Saugadern vereinigen sich mit dem Beckengeflecht; die Nerven entspringen aus dem Beckengeflecht u. zum Theil von den Kreuzbeinnerven. Die Hauptbestimmung des D-s ist: die im Magen angefangene Verdauung zu vollenden, aus dem Chymus die, zur Aufnahme in den Organismus geeigneten Stoffe mittelst der Flocken der innern Haut auszuscheiden u. aufzunehmen, damit sie als Chylus in dem Saugadersystem weiter befördert werden können; die unbrauchbaren Reste der Nahrungsmittel, verbunden mit Auswurfsstoffen des Körpers selbst, zu entfernen. Letztere sind nicht blos die zur fernern Zersetzung des Chymus nicht mehr nöthigen Theile der Galle u. des Bauchspeichels, sondern die in den Darmzotten ausmündenden feinsten Arterienzweige setzen nicht allein im gefunden Zustande flüssige Stoffe (Darmsaft, Darmflüssigkeit, Succus entericus), welche der Organismus auf diesem Wege, nachdem sie zur Assimilation der Nahrungsstoffe mitgewirkt haben, zu eliminiren beabsichtigt in den D. ab, sondern auch ganz bes. bei pathologischen Zuständen, wo die Darmausleerungen bald als mehr od. minder bedenkliche Krankheitserscheinungen, bald als sogenannte Krisen auftreten, werden bisweilen enorme Quantitäten verschiedentlich von der normalen Beschaffenheit abweichender Excretionsstoffe entleert. Die Einsaugung, so wie die Absonderung geht hauptsächlich in den dünnen Därmen vor sich, während die dicken, vermöge ihres geringen Antheils an Darmzotten u. an Kerkringschen Falten mehr auf das Geschäft beschränkt sind, die Fäces fortzuschafsen,[748] die nach Überschreitung der Grimmdarmsklappe nicht mehr in den dünnen D. zurückgelangen können. Durch die abwechselnde Thätigkeit ihrer Längs- u. ringförmigen Muskelfasern gewinnen die Därme eine eigenthümliche, von oben nach unten gerichtete wurmförmige Bewegung (Motus peristalticus), durch welche ihr Inhalt allmälig nach dem Ausgang des Darmkanals hingetrieben wird. Am Darmkanal finden sich bisweilen 1 bis mehrere Zoll lange, in der Höhle des D-s offene, nach außen geschlossene, also blind sich endigende, hohle Anhängsel (Diverticula s. Appendices intestinorum), welche zwar als abnorme Bildungen zu betrachten sind, aber kein pathologisches Verhältniß begründen. Der von den Schleimdrüsen abgesonderte Darmschleim u. der durch die Darmarterie absondernde Darmschleim dient dazu, die innere Fläche der Därme schlüpfrig zu erhalten u. derselben einen Überzug zu gewähren, welcher dieselbe gegen die etwaige Schärfe der durchgehenden Stoffe schützt. Zu reichliche Absonderung beider ist die nächste Krankheitsursache der Diarrhöe. Die in den Darmen jederzeit u. nothwendig enthaltene Luft, welche sich großentheils bei der Zersetzung der Nahrungsstoffe entwickelt, hält die Wandungen derselben von einander entfernt u. befördert nebenbei das Fortrücken des Darminhalts. Im Embryo liegen die Därme beim Anfang ihrer Bildung in der gegen den Unterleib hin trichterförmig erweiterten Nabelschnur u. sind mit dem Nabelbläschen verbunden, welches wohl bedeutend zur Entstehung der ersten Andeutungen desselben beigetragen u. dem sich der entstehende D. entgegen gebildet haben mag. Sie sind Anfangs sehr kurz, ganz gerade, so wie auch der Magen senkrecht liegt. Gegen die 7. Woche bemerkt man einige Darmwindungen im Nabelstrang, die sich bald vergrößern. Zu Anfang des 3. Monats ist das Nabelbläschen verschwunden. Die Bauchdecke entwickelt sich mehr u. mehr, u. in der 2. Hälfte des 3. Monats ist der Darmkanal meist schon in die Bauchhöhle zurückgezogen. Vom 4. Monate an nähert sich der D. mehr der Gestalt, welche er im neugeborenen Kinde hat. Indessen ist auch beim reisen Kinde derselbe sehr eng, die Häute dünn, die Falten wenig ausgebildet, der After geschlossen. Die Därme enthalten Kindspech, u. zwar bis zum 4. Monat blos die dünnen, später auch die dicken. Nachdem die Nahrungsstoffe vielfache Veränderung, im Magen durch den Chymisicationsproceß, in den dünnen Därmen durch den Chylificationsproceß erhalten, gelangt der Rest derselben in die dicken Därme, als Darmkoth (Faecus alvi), wo er, in Verbindung mit Galle u. Darmschleim u. bereits theilweise chemisch zersetzt, eine mehr od. minder homogene Masse bildet, deren Consistenz, Farbe u. anderweitige Beschaffenheit zunächst von der Art der Nahrungsmittel, aber vorzüglich von der größeren od. geringeren Beimischung der Galle abhängt. Der widrige Geruch desselben ist eine Folge der, unter bereits angehobenem Fäulnißprocesse entwickelten Gasarten, worunter das geschwefelte Wasserstoffgas das Übergewicht hat. Bei Thieren weicht die Beschaffenheit des D-s nach deren besonderer Natur, der Darmbildung u. anderen Eigenheiten in Farbe, Form, Geruch etc. ab. Vgl. Mist. Der Geruch verliert hier seine Widerwärtigkeit bei den meisten um sehr viel, ja wohl ganz, wie der nach Bisam riechende des Marders u. der als Leckerbissen bekannte Koth der Schnepfen. 3) Eine Strecke dieses Kanals, die sich durch besondere Eigenheiten auszeichnet, vgl. Därme; 4) ein Stück des Darmkanals aus dem thierischen Körper genommen, zu technologischen Zwecken, auch zur Bereitung von Würsten dienend; 5) (Pferdew.), wenig D. haben, so v.w. Bauchenges Pferd; dagegen viel D. haben, dickbäuchig.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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