Adelheid, Gräfin von Salisbury


Adelheid, Gräfin von Salisbury

Adelheid, Gräfin von Salisbury, lebte in England zu den Zeiten König Eduard's des Dritten, dessen Herz ihre Reize eroberten. Auch sie war ihm mit zarter Neigung zugethan, und gern schien sie die Huldigungen anzunehmen, die er ihr brachte. Einst, auf einem Balle, als eben der König mit ihr tanzte, entfiel ihr ein Strumpfband. Der König hob es auf, aber als er es ihr überreichte, bemerkte er, wie sie in holder Schamröthe erglühte, und wie rings umher die lauschende Menge, theils Spott, theils Verwunderung in den neugierig gespannten Zügen, auf ihr Benehmen Acht gab, das dadurch nur noch mehr an Unbefangenheit verlor. »Honny soit, qui mal y pense« (Trotz dem, der Arges denkt) sprach der König, das Strumpfband um sein eigenes Knie schlingend. – So entstand der bekannte englische Ritterorden des Hosenbandes, wiewohl einige Schriftsteller, jedoch nicht mit hinreichendem Grund, die Veranlassung zur Stiftung dieses Ordens einer andern Dame, nämlich der Gräfin Katharina von Salisbury zuschreiben.

A.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.


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