Gesellschaft

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Gesellschaft

Gesellschaft. Als verbindendes Element zwischen Haus und Oeffentlichkeit bildete sich die Gesellschaft; sie ward, wie Ersteres, vorzugsweise der Wirkungskreis f√ľr Frauen. Zu keiner Zeit gen√ľgte dem Menschen der Familienkreis; er suchte ausgebreitetere Beziehungen, und fand sie in gesellschaftlichen Verbindungen. Der Zweck solcher Gesellschaften, denen nicht wissenschaftliche oder staatsb√ľrgerliche Absichten zum Grunde liegen, ist das Vergn√ľgen im Umgang mit Mehreren. An den Gesellschaften barbarischer Nationen nahmen die Frauen keinen, oder nur sehr geringen Theil. Die Griechen, bei denen immer der Anfang unsrer Institutionen zu suchen ist, machten keine Ausnahme hiervon. Die Vorstellung gesellschaftlicher Zusammenk√ľnfte der G√∂tter und G√∂ttinnen glich einer Familienversammlung. Jene vereinigten sich im Saale des Vaters der G√∂tter. So erschienen auch in der √§lteren Zeit, die Frauen und T√∂chter der griechischen F√ľrsten in den Hallen ihrer M√§nner und V√§ter; doch nur als Frauen des Hauses; als Stellvertreterinnen letzterer in Abwesenheit derselben, nicht als eigentliche Theilgenossinnen der Feste. Nur an religi√∂sen Feierlichkeiten nahmen die Frauen Theil. In den sp√§teren Zeiten der griechischen Republiken zogen die Griechen zu ihren Privatgesellschaften, nicht ihre Gattinnen und T√∂chter, sondern Frauen, welche sich √ľber die engen Schranken geistiger Bildung und h√§uslicher Absonderung hinweggesetzt, welche Herkommen und allgemeine Ansicht dem weiblichen Geschlecht in Griechenland vorschrieben. Hypparchia, die Tochter eines reichen B√ľrgers zu Athen, besuchte mit ihrem Manne, dem Philosophen Krates, Privatgastmahle; Frauen, wie Lais und Aspasia, veranstalteten solche in ihren H√§usern. Auch zu den religi√∂sen Vorstellungen der R√∂mer geh√∂rten Zusammenk√ľnfte der G√∂tter. Doch lag der Begriff einer Familienversammlung schon ferner. Sie gaben denselben, bei gewissen Veranlassungen Feste (Lectisternien) in ihren Tempeln; wobei deren Bilds√§ulen und Tafeln mit kostbaren Speisen besetzt, auf Gastmahlsbetten gelagert wurden. In den sp√§teren Zeiten der r√∂mischen Republik, dann unter den Kaisern, findet man bereits ein gesellschaftliches Leben, √§hnlich dem unsrigen. In alle wichtigen Momente jener Epoche sind Gesellschaften verflochten. Bei einer Gesellschaft in seinem Hause verschwor sich Catilina mit seinen Gef√§hrten zum Sturze der Republik. Bei einem gesellschaftlichen Mahle entstand haupts√§chlich die Eifersucht zwischen Germanicus und Pisa, welche beiden t√∂dtlich ward. W√§hrend eines Maskenfestes zur Feier der Weinlese, welches Messalina beging, vollendeten deren Feinde ihren Untergang. Zu einem Mittagsmahle auf seiner Villa Bauli bei Baj√§ lud Nero seine Mutter Agrippina, um sie, bei der R√ľckkehr zur See, durch Auseinanderl√∂sung des Dreiruders, auf dem sie heimschiffte, erschlagen und in's Meer versenken zu lassen, und so ihrem Morde das Ansehen eines Zufalles zu geben. Ein Gl√ľckw√ľnschungsbesuch Thrasea's bei der bevorstehenden Niederkunft Popp√§a's, der Gemahlin Nero's, welcher nicht angenommen wurde, war diesem die Verk√ľndigung des Verderbens. Vitellius verbrachte seine kurze Herrschaft unter Gastmahlen. ‚Äď Man k√∂nnte diese Beispiele in's Unz√§hlige vervielf√§ltigen; sie beweisen, wie viel Zeit die Gesellschaft bei den R√∂mern in Anspruch nahm. Die Frauen hatten an derselben Theil wie bei uns, und Vieles glich in seinen Einzelnheiten der heutigen Zeit. Man gab Einladungen zu Mahlzeiten, auf Landsitze, zur Jagd, man machte Visiten, schickte Billets, vertrieb sich die Zeit mit Conversation, Gesang, Mittheilungen von Gedichten und andern Geisteswerken, hatte Privattheater, Liebschaften, Klatschereien, raffinirte Gastmahle, Intriguen; man begegnete Parvenus etc. Von T√§nzen und Tanzfesten zeigt sich jedoch keine Spur. Die Tafeln waren niedrig; die Genossen lagen um dieselben auf Ruhebetten; mehrerentheils zu Dreien auf einem Bett. Die Unsittlichkeit entsprach zur Zeit Nero's v√∂llig jener des franz√∂sischen Hofes w√§hrend der Regentschaft und Minderj√§hrigkeit Ludwig's XV. von Frankreich; sie war, wo m√∂glich, noch gro√üartiger und raffinirter. Alles dieses galt jedoch nur f√ľr die h√∂heren St√§nde Roms. Ueber das gesellige Leben des Mittelstandes berichten die r√∂mischen Geschichtschreiber Nichts Unter diesen Formen finden wir das gesellschaftliche Leben jener Zeit in allen den L√§ndern, welche Rom's Herrschaft gehorchten. In Britannien hatte die R√∂merherrschaft weniger lange als in Spanien und Gallien gedauert, hatten die r√∂mischen Sitten viel weniger Fu√ü, als in den genannten L√§ndern gefa√üt. Nachdem dieses Land von den R√∂mern aufgegeben ward, zerst√∂rten die Einf√§lle der Schotten, Picten, Sachsen, D√§nen, daselbst nach und nach fast jede Spur r√∂mischer Sitten. Das n√∂rdliche Deutschland nahm noch weniger als Gro√übritannien von r√∂mischen Sitten an. Ein gesellschaftliches Leben, wie das r√∂mische, ward hier weder durch die Abgeschiedenheit des deutschen Adels in seinen Burgen, noch durch den Ursprung der deutschen St√§dte im neunten Jahrhundert, beg√ľnstigt, da diese nur Vesten von gr√∂√üerem Umfange waren, w√§hrend die St√§dte Frankreichs, Italiens, Englands, Belgiens, Spaniens, und selbst die am Rhein gelegenen mehr Handel und Reichthum besa√üen. Karl der Gro√üe hatte gesucht das gesellschaftliche Leben in Deutschland emporzubringen. An seinem Hoflager versammelte er, in gemischter Gesellschaft, M√§nner und Frauen, und f√ľhrte die bunte Reihe ein, nach welcher abwechselnd Mann und Weib in den Gesellschaften neben einander sa√üen. Sein Beispiel √ľbte Einflu√ü in Belgien, am Rheine, nicht im n√∂rdlichen Theile Deutschlands. Erst die R√∂merz√ľge der s√§chsischen, schw√§bischen, fr√§nkischen Kaiser, die daher r√ľhrenden Beziehungen zwischen Deutschland und Italien f√ľhrten dort ein gesellschaftliches Leben, √§hnlich dem italienischen, ein. Zu Ende des 14. und im Laufe des 15. Jahrhunderts erwachte fast √ľberall der Wunsch, sich in geselliger Beziehung n√§her zu treten. Es bildeten sich religi√∂se und politische Gesellschaften, zu den verschiedenartigsten Zwecken und unter verschiedenen Namen. Damals bl√ľhte das Ritterthum, bl√ľheten die Z√ľnfte. Die Flagellanten durchzogen Land und St√§dte. Minne- und Meisters√§nger hatten ihre Verbindungen. In Italien sah man Guelfen, Ghibellinen, Bianchi und Neri; in England die Zeichen der rothen und wei√üen Rose; in Flandern die wei√üen H√ľte; in der Schweiz Sterne und Sittiche. In Frankreich verbanden sich die Ritter vom gr√ľnen Schilde, die Herzogin von Beaufort aufzusuchen, welche der Graf von Perigord geraubt und verborgen hielt. Von England aus durchzog eine unbekannte, abenteuernde, ritterliche Gesellschaft, unter dem Namen des K√∂nigs Artus und seiner Tafelrunde, den Continent. Zwar war Vergn√ľgen und Unterhaltung im Sinne unsrer Gesellschaften nicht ihr Zweck, allein sie waren die Vorl√§ufer derselben. Haupts√§chlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts, mit dem Zuge Karl's VIII. von Frankreich nach Italien, und w√§hrend der Kriege seiner Nachfolger kam ein solches gesellschaftliches Leben, wie es sich dort erhalten, auch im √ľbrigen Europa in Schwung. Fast alle europ√§ische Nationen wurden in jene Kriege verflochten; die Kriege aber f√ľhrte der Adel; und die deutschen, niederl√§ndischen, schweizerischen Edelleute, welche daran Theil nahmen, verpflanzten die gesellschaftliche Sitte und Freude, welche sie dort kennen gelernt, mehr und minder in ihre Heimathen. Frankreich vorzugsweise, w√§hrend der Herrschaft des lebensfrohen, √ľppigen Franz des Ersten, und der Regentschaft seiner Schwiegertochter Katharina aus dem Hause Medicis, wurde der Sitz der Geselligkeit. Hier bildete der gesellschaftliche Verkehr sich auf eigenth√ľmliche Art aus, und ward zum Vorbilde f√ľr das n√∂rdliche Europa; inde√ü Italien bei seinen gesellschaftlichen Gebr√§uchen blieb; welche sich noch gegenw√§rtig von den franz√∂sischen, deutschen und englischen, durch manches Abweichende und Localeigenth√ľmliche unterscheiden. Am l√§ngsten widerstand Deutschland den neuen Formen. Vorschriften und Brauche der gesellschaftlichen H√∂flichkeit waren hier noch im 16. Jahrhundert den h√∂heren Mittelst√§nden so fremd, da√ü in denselben erfahrene M√§nner ein eigenes Amt daraus machten, bei Hochzeitsfeiern und andern Festen √ľber deren Beobachtung zu wachen. Eine Spur dieses Amtes erhielt sich am brandenburgischen Hofe bis nach Gr√ľndung des preu√üischen K√∂nigthums in der W√ľrde des Ceremonienmeisters, welche zuletzt der Dichter von Besser bekleidete, und die ganz verschieden von dem adeligen Ehrenamte, das gegenw√§rtig diesen Titel gibt, war. Mit Ludwig XIV. erlangte das gesellschaftliche Leben in Frankreich eine h√∂here Bedeutsamkeit durch die Vergeistigung der Interessen, durch die zunehmende Intelligenz. Die Gesellschaft in Berlin, als deren Stifterin die geistvolle erste K√∂nigin Preu√üens, Sophia Charlotte von Braunschweig-Hannover zu betrachten ist, entnahm Bild und Charakter von der damaligen franz√∂sischen Gesellschaft, in deren Mitte diese F√ľrstin vor der brandenburgischen Verm√§hlung mit ihrer Mutter eine Zeit gelebt. Auf eine so hohe Stufe wie in Frankreich gelangte die Gesellschaft in keinem andern Lande. Theils, weil dort wie nirgends die Interessen des Nationallebens sich in der Hauptstadt vereinigten, theils weil in keinem Lande die Frauen einen so regen Antheil an den h√∂hern Interessen der Gesellschaft nahmen, als in Frankreich. Die franz√∂sische, gesellige Unterhaltung besch√§ftigte sich mit allen Branchen des menschlichen Wissens und K√∂nnens. In ihr wurden Gesetze, religi√∂se Dogmen, wissenschaftliche Entdeckungen u. Ansichten, Poesie, Kunst etc. beurtheilt; sie war das h√∂chste Forum, dessen Ausspruch sich Alles unterwarf. Der Einflu√ü der franz√∂sischen Gesellschaft erstreckte sich w√§hrend jenes Zeitraumes √ľber ganz Europa, umfa√üte den b√ľrgerlichen, wissenschaftlichen, h√§uslichen Zustand dieses Erdtheils. Wesentlich hat jener Einflu√ü zur allgemeineren Civilisation, zum Gewinne der h√∂chsten G√ľter beigetragen, deren sich gegenw√§rtig die Menschheit erfreut. Ein durchaus wohlth√§tiger war er aber keinesweges. Die sittliche Kultur der franz√∂sischen Gesellschaft kam zur Zeit ihrer h√∂chsten Bl√ľthe, ihrer Geisteskultur nicht gleich. Sp√§ter vernichtete die sittliche Rohheit sogar.in ihr die geistige Verfeinerung. So sehr der Geist der franz√∂sischen Frauen durch die Freiheit gewann, die sie im Umgange genossen, so mangelte ihnen doch eine vern√ľnftige, planm√§√üige Erziehung. Vorurtheile, halbe Ansichten, Lieblosigkeit, waren bei den geistreichsten Frauen der franz√∂sischen Gesellschaft an der Tagesordnung. Alle Uebelst√§nde der franz√∂sischen Gesellschaft theilte mehr und weniger die Gesellschaft im √ľbrigen Europa, ohne ihre Vorz√ľge ganz zu besitzen. Die√ü hat wohl zu dem Verfall beigetragen, worin dieses Institut sich gegenw√§rtig befindet. Aber noch immer ist es von Bedeutsamkeit. Die Jugend, zumal die weibliche der h√∂heren St√§nde, wird noch daf√ľr erzogen; noch wird Werth darauf gelegt, die Formen der Gesellschaft zu kennen, sich darin mit Leichtigkeit zu bewegen. Noch entscheidet die Stimme der Gesellschaft √ľber k√ľnstlerische, theatralische, selbst √ľber wissenschaftliche Leistungen, √ľber Handlungen und Personen. Inzwischen sind gesellschaftliches Benehmen und gesellschaftliche Talente nicht mehr Hauptzweck bei Erziehung der ersten St√§nde; die Empfehlung ¬Ľguten Ton¬ę zu besitzen, ist nicht so wichtig mehr als vordem; das Urtheil der Salons wird von einem tieferen aufgewogen, geleitet, modificirt, von dem man nicht sagen kann, woher es komme. Wie sich das gesellschaftliche Leben entwickelte, trug es in sich den Todeskeim. Gesetze, welche nur gesellschaftliches Benehmen, gesellschaftliche Unterhaltung und gesellschaftliches Vergn√ľgen betreffen, haben nothwendig etwas Unbedeutendes, Triviales. Ein Studium aus denselben machen, ein Gesch√§ft aus ihrer Kenntni√ü, ihrer Aus√ľbung; eine Wichtigkeit auf sie legen, macht unfehlbar den Charakter kleinlich und schwach. Die wichtigsten pers√∂nlichen Interessen sind bei unserem Kulturzustande der Art, da√ü sie der Menge verschwiegen, ja verhehlt bleiben m√ľssen. Wo der Geist noch nicht allgemein kr√§ftig, noch nicht allgemein in bedeutenden Richtungen entwickelt ist, wie die√ü, bei eben jenem Zustande, unter uns, zumal in Bezug auf das weibliche Geschlecht der Fall ist: da k√∂nnen Gegenstande und Aeu√üerungen des gesellschaftlichen Gespr√§ches keine Bedeutsamkeit haben Die Anstrengung, welche f√ľr die schw√§chere, unentwickeltere Geisteskraft, mit bedeutenden Gespr√§chen verkn√ľpft w√§re, w√ľrde f√ľr sie das Vergn√ľgen t√∂dten, welches der Zweck der Geselligkeit ist. Die st√§rkere, auf h√∂here Interessen gerichtete Geisteskraft wird im Gegentheil von einer unbedeutenden leeren Unterhaltung, von schiefen und flachen Ansichten gelangweilt. Die Berichtigung letzterer aber f√ľhrt den Streit in die Gesellschaft ein, verletzt die Selbstliebe, und st√∂rt so wieder die Eintracht. Wir stehen auf einem Punkte, wo dieses Alles allgemeiner gef√ľhlt, noch nicht allgemein klar eingesehen, eingestanden wird. Jeder verbessert und deutet nach seiner Art, so viel an ihm ist; und die√ü verderbt die Geselligkeit noch mehr. Die Einen suchen den Uebelstand in der Nichtigkeit des gesellschaftlichen Formel- und Formenwesens, benehmen sich nachl√§ssig, bequem, ungeb√ľhrlich bis zur Carrikatur, um ihre Verachtung gegen das Triviale derselben zu beweisen; Andere erheben die gesellschaftlichen Formen und Formeln offenbar zu sehr. Einige richten das Gespr√§ch auf h√∂here Interessen; ohne F√§higkeit die unbedeutendsten zu begreifen und zu beurtheilen. Andere sagen im Tone und mit Ausdr√ľcken tiefer Bedeutung die abgeschmacktesten Trivialit√§ten. Einige sondern sich einzeln mit Einzelnen ab; noch Andere sind stumme Zuh√∂rer; noch Andere unberufene Professoren. So kommt es denn, da√ü unsere Salons sehr oft ein Aufenthalt der gr√∂√üten Unlust sind. Und doch ist dieses Institut aus einem wesentlichen Bed√ľrfni√ü der h√∂heren Natur des Menschen hervorgegangen. Es deutet auf das Gef√ľhl der Einheit des Menschengeschlechtes bei dem einzelnen Menschen; es entstand aus diesem Gef√ľhl, aus dem Erhebenden, Belebenden, welches f√ľr den Einzelnen die Gemeinschaft mit Vielen hat. So sehr es nun w√ľnschenswerth ist, in der Gesellschaft selbst die kleinlichen Formen nicht als Wesenheit zu betrachten, so nothwendig ist es doch auf der anderen Seite, die Bed√ľrfnisse, das Vergn√ľgen derselben zu ber√ľcksichtigen. Dieses ist stets dreifacher Art, sinnlich, geistig, sittlich. Das sinnliche Vergn√ľgen ist um so dauernder und genugthuender, je vollst√§ndiger f√ľr alle Sinne, je geistiger, d. h. je seiner es ist. F√ľr Geschmack, Geruch, Auge, Ohr, Bequemlichkeit, mu√ü durch die mannichfaltigsten und feinsten Gen√ľsse, bei den Gesellschaften, gesorgt sein. Speisen, Getr√§nke, Luft, Licht, Schatten, Farben, Formen, Raume, m√ľssen in einem harmonischen Verh√§ltnisse stehen. Das sinnliche Vergn√ľgen wird hierdurch auch zu einem Vergn√ľgen des Geistes. Jeglicher Geist, der Kraft und Lebendigkeit besitzt, ist ohne Anstrengung f√§hig, sich angenehm und belehrend mitzutheilen; und so wird jedes pers√∂nliche bedeutendere Ereigni√ü, jede individuelle, nat√ľrliche, lebendige Auffassung von Interesse f√ľr Viele. Ein solches Vergn√ľgen der Sinne, ein solches Vergn√ľgen des Geistes f√ľhrt endlich zum sittlichen Vergn√ľgen. Dieses bezieht sich unmittelbar auf die pers√∂nliche Erscheinung, auf das pers√∂nliche Benehmen. Wer sich aber freim√ľthig, ungezwungen mit W√ľrde und Bescheidenheit zu benehmen wei√ü, wird in der Gesellschaft stets einen Platz behaupten. Und so vor√ľbergehend und wechselnd auch die Anspr√ľche sind, welche die Mode, selbst auf den Mechanismus der Gesellschaften, aus√ľbt, eine gute Erziehung, ein richtiger Takt werden immer die zuverl√§ssigsten F√ľhrer in diesen Regionen des Glatteises bleiben.

K. v. W.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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