Mythologie

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Mythologie

Mythologie. Die Lehre und Kenntni√ü der G√∂ttersagen, ein wichtiger Zweig in der Kulturgeschichte aller V√∂lker, die Wurzel, aus welcher der Baum der V√∂lkergeschichte aufw√§chst. In mythisches Dunkel h√ľllt sich der Zeiten Beginn, Erde und Himmel flie√üen ineinander, und aus ihrer Umarmung treten hohe und hehre Gestalten, urkr√§ftige Naturen, deren Wirken eine schw√§chere Nachwelt anstaunte und √ľbernat√ľrlichen Wesen, G√∂ttern, zuschrieb. Nur eine gedr√§ngte Uebersicht der Mythologien aller V√∂lker sei hier gegeben, nur das Wichtigste und Wissenswertheste sei daraus hervorgehoben, um zu zeigen, wie wunderbar und verschieden sich in den V√∂lkern die Farbenstrahlen der in der Menschenseele so tiefbegr√ľndeten Gottesahnung brachen und theilten, und alle doch Strahlen einer Glaubenssonne waren, die dem einen Volke aber im Demantlichte h√∂chster Reinheit und Liebe, einem andern mit blutiger Nordscheingluth grausamer Menschenopfer flammte. ‚Äď Indien. Fr√ľhzeitig offenbarte sich in diesem Wunderlande der sch√∂pferische Gottesgeist den Menschen durch die Natur. Das Schaffende und Werdende, das Erhaltende und Seiende, das Zerst√∂rende und das Gestorbene bildeten die Idee einer G√∂tterdreiheit aus, jener gro√üen Trinurti von Brahma, Wischnu und Schiwa, dem Sch√∂pfer, Erhalter und Gestalter und dem flammenden Vernichter, die sich gegenseitig durchdringen und wieder eins sind mit den Elementen Erde, Wasser und Feuer. Gott ist die Natur, und die Natur ist Gott. Die ewige Auferstehung neuen Lebens aus dem Dahingestorbenen, die Verj√ľngung der Natur, ihr zeugendes Sein, die Aehnlichkeit der jungen Pflanze mit der, aus deren Samen sie aufspro√üte, die Gleichheit derselben Thiergeschlechter, die Aehnlichkeit der Kinder mit den Eltern und Vorfahren leiteten die sinnigen Weisen Indiens zu der erhabenen Idee der Seelenwanderung (Metempsychose), einer L√§uterungsbahn durch verschiedene niedriger als der Mensch organisirte Naturk√∂rper und Gesch√∂pfe, in welchen Zust√§nden b√∂se Handlungen abgeb√ľ√üt, S√ľnden der V√§ter von den Kindern ges√ľhnt, und die gefallenen Seelen und Geister allm√§hlig durch strenge Bu√üe wieder zum Licht empor gehoben werden. Vor der Sch√∂pfung ruhte tief in sein Selbst versunken Parabrahma, oder Brahmatma (der Athem der Weltseele), und das ewige Schweigen rings um ihn unterbrach zum ersten Male sein Sch√∂pferwort, Die Welt entstand schwimmend auf der Fluth des Meeres, Brahma, Wischnu und Schiwa gingen hervor aus Parabrahma's Willen, Schiwa befruchtete die Welt, und Maja entstand, die Liebe, die sich mit Gott verm√§hlte, aus Maja's unbeflecktem Schoo√üe wird Buddha, die Tugend, das reine Wohlwollen, geboren. Wischnu, der himmlische Erhalter, steigt zur Erde nieder zu den Riesen und Menschengeschlechtern, um die Welt zu erl√∂sen. Er bek√§mpft das B√∂se, erleidet den Tod, jede seiner Verwandlungen und Seelenwanderungen hebt ihn h√∂her, bis er als Gottmensch Krischna die Prophezeihungen erf√ľllt, die seinem Erscheinen vorangingen, als glorreicher Sieger der H√∂lle und des Todes auftritt, und das Haupt der b√∂sen Schlange, der S√ľnde, zertritt. N√§chst den h√∂chsten G√∂ttern der indischen Mythologie: Parabrahma, Brahma, Wischnu, Schiwa, Buddha und deren Gemahlinnen, gibt es noch unz√§hlige. Alle Sterne haben G√∂tternamen, alles ist von Genien belebt und beseelt. Die guten hei√üen Dives, Dewet√§s, die b√∂sen Asuren, √ľber Letztere herrschen Moisasur (der Erzb√∂se), und Rhabun. Man sagt, da√ü Indien 333 Millionen G√∂tter kenne und nenne. Es ist nat√ľrlich, da√ü in einem Lande von so ungeheurer Ausdehnung bewohnt von Menschen mit der gl√ľhendsten Phantasie des Orients, eine Glaubenseinheit nicht stattfinden konnte, daher zerfiel auch im Laufe der Zeit der Urmythus, und theilte sich in gigantische Aeste, und streckte dichtbelaubte Zweige voll G√∂ttergestalten √ľber Asien aus. Zuerst war der Brahmaismus herrschend; eine reine Lehre, Gottesoffenbarung durch die Natur; Brahm war, als sein liebendes Verlangen, Wesen au√üer sich zu sehen, durch Maja's Erscheinung in Erf√ľllung gegangen, eins mit Brahma, Wischnu und Schiwa. Brahma's Gattin ist Sareswadi, die G√∂ttin der Weisheit und Wissenschaft, der Ordnung und Harmonie, sie ist sein Gesch√∂pf. Nach den Veda's ist die Welt ein gro√ües Ei, es zerf√§llt in zwei H√§lften, die Himmel und Erde sind. Im allbelebenden Strahle der Sonne entwickelte sich alles Vorhandene. Eine andere Verehrung des g√∂ttlichen Wesens that sich im Schiwaismus kund. Die Anh√§nger des Schiwa setzten denselben √ľber Brahma; sie vertauschten den reinen Naturdienst mit einem Sinnendienste, ihre Feste waren rauschend, ihre Opfer blutig, ihre Verehrung lasterhaft. Bald verbreitete sich dieser Kult nach Westen, wurde von andern Nationen theils angenommen, theils mit schon vorhandenem G√∂tterkult verschmolzen, der Wischnuismus zeigte einen gel√§uterten Schiwakult und trat an die Stelle des reinen Brahmaismus. Buddha trat auf, oder vielmehr Wischnu selbst, aber die Braminen nahmen nicht durchg√§ngig seine Lehre an, der Buddhaismus wurde aus Vorderindien verdr√§ngt, und breitete sich in Tibet und China aus, wo er mit dem sp√§tern Lamaismus und der Lehre des Fo verschmolzen wurde. Der reine Buddhadienst z√§hlt gegen 25 Mill. Bekenner, w√§hrend Schiwaismus und Wischnuismus im √ľbrigen Indien an 130 Mill. Anh√§nger hat. Das vielfach verzweigte System der Priesterkaste, der Braminen, so wie der fanatischen B√ľ√üer, die Tempel- und Opfergebr√§uche, die Feste mit ihrem Freudentaumel und religi√∂sen Rasereien, die Selbstt√∂dtungen der Witwen, die Pilgerfahrten nach den Gangesquellen, das Waschen und Baden, ja das freiwillige Ertr√§nken in diesem heiligen Strome, alles dieses, eng verkn√ľpft mit dem Indischen Mythus, kann hier nur angedeutet, nicht ausf√ľhrlich er√∂rtert werden. ‚Äď China. Das Dunkel seiner auf niedriger Stufe stehenden G√∂tterverehrung lichtete zuerst der gro√üe Konfutse (Confucius) durch seine reine, auf Sittenveredlung und Liebe basirte Lehre. Volksreligion wurde die mit Priestertrug und Gaukeleien ausgestattete Lehre des Laotsee, und der Buddhaismus unter dem Namen der Lehre des Fo brach sich gl√§nzende Bahn unter den Vornehmen des Reiches, ja selbst am Kaiserhofe. Es findet sich in den uraltheiligen Schriften der Chinesen sehr Vieles, was an die christliche Lehre von der Dreieinigkeit erinnert. Ebenso kannten die Chinesen die gro√üe Weltsage, da√ü eine Jungfrau einen Sohn geb√§ren w√ľrde, dessen G√∂ttlichkeit sich in sterblicher H√ľlle offenbaren werde. Jenen lang ersehnten Heiland aber glaubten sie im Fo gefunden zu haben. In dem gro√üen tibetanischen Reiche, der Mongolei, hat sich aus derselben indischen Quelle der Buddhaismus zum Lamaismus ausgebildet (s. Dalai Lama), und auch in ihm ist in der Person des gro√üen Gottpriesters die Weltidee eines Mittlers zwischen der Menschheit und dem h√∂chsten unsichtbaren Wesen ausgesprochen. Die √ľbrigen V√∂lkerschaften des √∂stlichen und n√∂rdlichen Asiens, die sich nicht zum Muhammedismus bekennen, und nicht zu den strengen Buddhaverehrern geh√∂ren, huldigen meist einer Vielg√∂tterei ohne System, mit Ausnahme der Schamanen, die den gr√∂√üten Theil Sibiriens und der chines. Tartarei bewohnen, und eine ausgebildetere Idee von dem h√∂chsten Wesen, aber verbunden mit Polytheismus, haben. Der Schamaismus soll die √§lteste asiatische Religion gewesen sein, aus welcher sich allm√§hlig die sp√§teren Formen der Gottesverehrung und des religi√∂sen Kultes entwickelten. Die h√∂chste Gottheit der Cingalesen auf Ceylon und den √ľbrigen ostindischen Inseln hei√üt Ossa Pulla Maups, auch betet man die Gestirne an; Japan ist in Sekten zerspalten. ‚Äď Persien. Die Urreligion der alten Parsen war reiner Feuerdienst, Sonnenanbetung, bis die Kunde von ihrem gro√üen Religionslehrer Zerduscht, den die Griechen Zoroaster nannten, Geltung gewann. Sonne, Mond und Gestirne waren die Gegenst√§nde der Verehrung, Thiere wurden zum Opfer gebracht. Der Gegensatz von Licht und Dunkel, Tag und Nacht, Leben und Tod, wie der von einem sch√∂nen gesegneten Lande, Iran, und einem rauhen, voll W√ľsten, Turan, reichte auch in die intellectuelle Welt hin√ľber, und erzeugte jenen Dualismus von Ormuzd und Ahriman, dem Licht- und Nachtgott, dem Gegensatz von gut und b√∂se; Ahrimans Sch√∂pfung entsprangen die lebendigen Gegens√§tze zu der des Ormuzd. Er schuf mit Inbegriff seiner Wesenheit sieben Erzdews, und unz√§hlige niedere Dews, die stets gegen die guten Wesen des Ormuzd ank√§mpfen, bis zu ihrer endlichen Ueberwindung. Nach Ormuzd g√∂ttlichem Walten entstand die Welt. Fort und fort ert√∂nt sein Sch√∂pferwort. Thronend im unbeweglichen Himmel, Sakhter, schuf er Peiraman, den umkreisenden Himmel; inmitten seiner Wohnung steht die Sonne, Mond und Fixsternhimmel umwandeln sie. Einst wird das ewige Leben, Ormuzd, den zeitlichen Tod, Ahriman, besiegen, eine allgemeine Auferstehung wird erfolgen, Ahriman st√ľrzt in ewige Finsterni√ü und dauernd herrscht in seinem verj√ľngten Lichtreich Ormuzd fort. Die Parsen hatten keine G√∂tterbilder, wohl aber Symbole in Thiergestalten, und die Magier waren die Priester des Feuerdienstes. Aus jener Thiersymbolik ist vieles in das griechische und r√∂mische Alterthum, und selbst in die sp√§tere christliche Zeit √ľbergegangen. Das Einhorn galt als Symbol der reinen Thierwelt, und die mystischfromme Nachwelt erhob es zum Sinnbilde der unbefleckten Jungfr√§ulichkeit. Ahrimans Sinnbild war der Schlangendrache, der als Teufelsfratze bis auf unsere Zeiten kam. Die Cherubim, die Salomon in seinem Tempelbau anbrachte, waren ihrer Gestaltung nach dem Bilde des Ormuzdfeuers nachgeahmt, und der Stier war das Sinnbild des Mithras. Mit Mithras tritt die hohe Weltidee des Mittlers, vorhin schon angedeutet, auch in der persischen Mythe auf. Zerduscht (Zoroaster), der gro√üe Religionslehrer des persischen Reiches, lebt selbst als mythische Person in der Erinnerung. Seine Ideen gr√ľnden sich auf ein zuk√ľnftiges Reich des Friedens, der Gl√ľckseligkeit, voll Liebe und Milde, Wahrheit und Gerechtigkeit; alles deutet auf die Sage von einem Mittler. Daher zogen die Magier, Priesterf√ľrsten, die Weisen des Morgenlandes (Persien), dem Sterne nach, den neugebornen Heiland in Jud√§a zu suchen, denn vom Sterne und vom Heilande hatte schon lange die Sage wunderbar den Osten durcht√∂nt und durchklungen. ‚Äď In Arabien herrschte vor dem Auftreten Muhammeds der Sabaismus, derselbe Sterndienst, der auch in Persiens Fr√ľhzeit allein √ľblich war. Die verschiedenen V√∂lkerschaften dieses gro√üen Reiches nahmen allm√§hlig auch andern Kult an. Die Sternenanbetung f√ľhrte zur Sternendeutung, namentlich bei den Chald√§ern. Letztere waren ein Priesterstamm, √§hnlich den Magiern, und hatten ihren Sitz in Babylon. Nach ihnen hatte die G√∂ttin Homorka das Chaos geschaffen und Baal (Bel) Licht und Finsterni√ü getheilt. Weithin √ľber Kleinasien, Syrien und Ph√∂nicien reichte der Dienst dieses Gottes. Baal und Baaltis waren Sonne und Mond, als Gottheiten gedacht, und n√§chst ihnen nennen die Mythen noch den Baal-Pegor, den Moloch (jedenfalls auch ein Sonnengott, dem man n√§chst Kindern auch Stiere, wie dem Mithras opferte) die Astarte, Astaroth (analog der Venus), den Melkarth, einen tyrischen Zeit- und Schutzgott, der an den griechischen Herakles erinnert, den Fischmenschen Oannes (s. d.), die Kabiren (s. d.), punische wie √§gyptische Gottheiten mit vielverbreiteter Verehrung. In Karthago waren besonders blutige Menschenopfer √ľblich, die √ľber das Weltmeer hin√ľber nach einer fabelhaften Atlantis weisen, welche die Wogen verschlangen, wenn nicht das amerikanische Festland diese Atlantis der Tradition selbst war, wie denn in Mexico die gro√üe, mit den zahllosesten und grausamsten Opferungen verehrte G√∂ttermenge auf nordafrikanischen Ursprung zu deuten scheint. Im √ľbrigen Afrika, Aegypten ausgenommen, herrschte vor dem Auftreten des Christenthums in Abessinien und des Muhammedismus in den n√∂rdlichen, wie in vielen Negerstaaten, allgemein, wenn auch variirt, der Fetischmus (s. d.). Die Ew. von Guinea, Senegambia, und andern L√§ndern sind Fetischanbeter. ‚Äď Aegypten. Dieses merkw√ľrdige Land hatte in fr√ľher Zeit Religionsgebr√§uche, die unverkennbar auf indischen Ursprung deuten. Der V√∂lkerstrom, der sich vom Himalayagebirge herab √ľber die Erde w√§lzte, fand am Nil eines seiner gesichertsten Ziele. Aegypten hatte Kasten, wie Indien, und in den hochkultivirten Staaten Mexico's fanden sich dieselben in aller Starrheit wieder, als Amerika entdeckt worden war. Das Land bildete einen gro√üen Priesterstaat, und in Theben, Memphis, Heliopolis und Sais wurde ein G√∂tterkult gepflegt, der f√ľr Griechenlands und Latiums sp√§tere Religionen vom gr√∂√üten Einflusse war. Die Priesterkaste war im Besitz aller Weisheit und Kenntni√ü. Sie stand in ihrer geistigen Ausbildung sehr hoch, und die Natur sprach zu ihrem offenen Sinne in bedeutungsvollen Symbolen. Der fr√ľhere, rohe Fetischmus der Ureinwohner, als Thieranbetung vorherrschend, wurde als Symbolik beibehalten. Eine Urgottheit, Amun, die Allg√ľte, offenbarte sich zuerst durch sein Wort, als Weltkraft: Kneph und Athor, Urlicht und Urfinsterni√ü, Urgeist und Urmaterie. Aus Knephs Munde ging das Weltei, und aus Athor gebar sich Phtha, Feuer und befruchtendes Leben. Da schieden sich Tho, die Erde, und Potiris, der Himmel. Phtha aber theilte sich in eine m√§nnliche und weibliche Gottheit, Mendes und Neith, Sonne und Mond. Diese wirkten schaffend weiter, und stiegen als die segnenden Gottheiten Osiris und Isis zur Erde herab. Unter dem Einflusse von Sonne und Mond walten die Kabiren, Planeteng√∂tter. Diese waren als m√§nnlich gedacht, und hatten weibliche Weltkr√§fte, als Mond, Aether, Feuer, Luft, Wasser, Erde zur Seite. Die Erde, Rhea, tr√§gt Osiris und Isis in ihrem Scho√üe, und in diesem wird aus der Umarmung jener beiden Arueris geboren. Hermes ist Ursache, da√ü Osiris und Isis zur Erde niedersteigen; Osiris wird von seinem b√∂sen Bruder Typhon get√∂dtet, von Isis gesucht, von Horus ger√§cht, und als Gott im heiligen Stiere Apis verehrt. Das ganze G√∂ttersystem scheint auf astronomischen, tief durchdachten Ideen zu beruhen. Ueber Hermes, der auch Thot und Anubis hei√üt, s. Merkur. Nach diesen gro√üen Hauptgottheiten Aegyptens, Hermes, Isis und Osiris, treten noch andere auf: Harpokrates, Serapis, Ammon, Nephthis, Bubastis, Kanopus, Buto, Som-Herakles, Ant√§us und Busiris, alle beziehungsreich auf die periodische Nil√ľberschwemmung des Landes und die astronomische Wissenschaft seiner Priester. Glaube an die Seelenwanderung und die Verehrung des symbolischen Lotos zeigen wieder deutlich nach Indien hin. Die Israeliten nahmen in Aegypten viel von der Landesreligion an, daher ertro√üten sie in der W√ľste von Aaron das goldene Apisbild, daher gr√ľndeten auch Moses und sein Bruder eine Priesterkaste, und einen ceremonienvollen Dienst, der sogenannten Stiftsh√ľtte, jedenfalls nach √§gyptischen Vorbildern. ‚Äď Griechenland und Italien Auswandernde St√§mme verpflanzten Glauben und Kult in fr√ľher Zeit aus Aegypten nach Hellas; aber auch aus andern Nachbarl√§ndern kamen Ueberlieferungen dorthin, und daher wurde die griechische Mythologie so reich und mannichfaltig. Eine Menge dunkler G√∂ttergestalten treten in den √§ltesten verworrenen Sagenkreisen auf; wie die Kabiren, die Kureten, Dactylen etc., und in diesen Kreisen stehen schon Bakchos, Herakles, Orpheus etc. Die Kenntni√ü des sp√§tern G√∂ttersystems der Griechen danken wir zun√§chst den Werken Hesiods und Homers. Aus dem Chaos gebiert sich die G√§a (Erde), der Tartarus (Unterwelt) und der √§ltere Eros, die allschaffende, lebendigmachende Liebe, der Erebos und die Nacht, die den Aether und das Licht erzeugen. Kinder der Nacht sind noch Schlaf, Tod, Tr√§ume, Schicksal, Vergeltung etc. G√§a erzeugt den Uranos, das Himmelsgew√∂lbe, und mit diesem das Meer. Kronos und Rheia bringen das bekannte sp√§tere G√∂ttergeschlecht hervor. Im alten Italien waren die Etrurischen Staaten am m√§chtigsten, ausgebildetsten, und hatten eine zahlreiche Priesterschaft. Diese lehrte von der Weltsch√∂pfung und dem Kreise der Zeit: Der Demiurg schuf in 6000 Jahren die Welt, Himmel und Erde, Firmament und Meer, Sonne und Mond, Thier- und Menschenseelen. Andere sechstausend Jahre lang dauert das Menschengeschlecht; nach Ende des zw√∂lftausendj√§hrigen Weltjahres beginnt eine neue Sch√∂pfung. Gott hie√ü Aesar (an die Asen der scandinavischen Mythe erinnernd), Tina war die Weltseele, Natur, Sch√∂pferhauch. Die Lehre von den Penaten, Laren, Larven, Lemuren, als Genien und Schutz, wie Schreckgeistern, wurde fr√ľh gepflegt. Janus war Gott der Zeit, Natur- und Sonnengott, Seelenf√ľhrer, Mittler, seine Gattin oder Schwester, Camise oder Carmenta, die hervorbringende weibliche Kraft der Natur. Mantus war der Gott der Unterwelt, auch Februus genannt, von dem der Monat Februar den Namen tr√§gt, wie der Januar von Janus. Etrurische Untergottheiten sind noch: Tages, der Lehrer des Ackerbaues, wie der Weissagung, √ľberhaupt aller Wissenschaft, Voltumna, Nortia, Vertumnus, u. a. Das Augurienwesen nahmen die R√∂mer von den Etruskern an, wie die Verehrung mehrerer Gottheiten. Die Sabiner verehrten ihren Stammgott Sabus oder Sabinus, den Weinpflanzer, Sonne und Mond, den Todesgott Soranus, den Summanus, Gott der n√§chtlichen Blitze, und die G√∂ttinnen Vakuna, Feronia, Larunda etc. Die Lateiner hatten, ehe sie die griechischen G√∂tter annahmen, schon Saturn, Neptun, Jupiter, Ops, Silvanus, Faunus und Fauna oder Fatua, Egeria und Flora, nebst einer gro√üen Menge Schutzgottheiten des Lebens, wie der Natur und der Gewerbe. Zuletzt erhob Rom noch die Unzahl von Tugenden, Lastern und andern moralischen Begriffen zur allegorischen G√∂tterpersonification, wie Concordia, Fama, Justitia, Juventa etc. ‚Äď Gallien und Britannien. Bei dem Volksstamme der Celten (s. d.) finden sich Ankl√§nge asiatisch mythischer Religionssagen, mit einer gel√§uterten Weltanschauung; sie hatten Kunde von einer Sch√∂pfungsmythe, von religi√∂ser und astronomischer Zeitbestimmung, von einer Seelenwanderung und einer Vernichtung der Erde und des Himmels durch den einstigen gro√üen Weltbrand, der durch den indischen, wie durch den scandinavisch-nordischen Mythos zieht. Barden und Druiden waren die Priester und Lehrer jener V√∂lker, waren Propheten und Zauberer, waren Pfleger und Tr√§ger der Religionssage und der heiligen Gebr√§uche. Die R√∂mer verglichen die vorgefundenen Idole mit ihren G√∂ttern, daher wurde der gallische Teutat, der germanische Teut, Thiusko, ihnen zum Merkur, Belin (Balldur) zum Apoll, Hes (Hesus, der s√§chs. Wodan), zum Mars, und Taran, Taran-uhn, vielleicht der germanische Thor, zum Jupiter. Der Hauptsitz der Druiden war auf der Insel Man, und ihre Mythe von der gro√üen Welt√ľberschwemmung ist folgende: Der See von Clion brach aus, die Welt √ľberschwemmend; alles Lebende fand den Tod, nur zwei Menschen, Dwyvan und Dwyvach, retteten sich in einem Rachen; von ihnen stammen die Einwohner Britanniens ab. Hu ist in der Druidenlehre der Herrscher √ľber Meer und Land, der Allvater; sein Weib ist Ceridwen (s. d.), das schaffende Urweib, die geb√§hrende Naturkraft; sie ist der Mond, wie Hu die Sonne ist. Nach Deutschland weisen uns schon einige der gallischen G√∂tter hin. Sicher war unsere mythische Fr√ľhzeit der gallischen n√§her befreundet, als der scandinavischen. Im deutschen G√∂tterglauben fand sich kein System; nach Tacitus machten sich die Germanen von den G√∂ttern keine menschlichen Bilder; heilige Haine waren ihre Tempel; Priester und Priesterinnen, weise Frauen, Alrunen, brachten Opfer und weissagten aus Baumzweigen. Die R√∂mer erz√§hlen vom Merkur, Sol, Luna, Jupiter und Vulkan, ja von der Isis u. a. Unzweifelhaft tritt die Gottheit Wodan (s. d.) in der germanischen Mythe hervor, ebenso Donar, der Donnergott, analog dem scandin. Thor. Von G√∂ttinnen vor allen die Hertha, Danfana, Nehallennia, Hulda und Perachta (Perhia), Ostara etc. Die christliche Sage nennt uns ferner einige Idole, die Bonifacius, der eifrige G√∂tterfeind, sammt ihren Tempeln und Heiligth√ľmern zertr√ľmmerte, so Hesus, Biel, Stuffo, Lara etc. Germanien scheint √ľbrigens mehr Heldensage als G√∂ttermythe gehabt zu haben, daf√ľr aber lebte still und tief im Volke der Glaube an eine wunderbare Welt von Geistern, Elfen, Zwergen, Kobolden, Nixen, Riesen etc. (Vergl. d. Art. Kobolde, Elfen, Nixen, Zwerge.) ‚Äď In der sich weit in die L√§ndergebiete deutscher Zunge hineinerstreckenden wendischen, sorbischen und slavischen Heidenwelt zeigt sich wieder ein ausgebildeteres G√∂ttersystem mit einer F√ľlle von Bildern. Ein schroffer Gegensatz zwischen Licht und Dunkel, zwischen Licht- und Schwarzg√∂ttern war fest begr√ľndet, und konnte an Persien und Medien erinnern. Dieses System erstreckte sich auch auf die L√§nder farmatischer St√§mme. In vielen St√§dten genossen die G√∂tter besondere Verehrung, wie in Rhetra, Romow, Arkona (auf der Insel R√ľgen), Krakau, Posen, Thorn in Polen, Kiew und Nowgorod in Ru√üland; in diesen St√§dten waren die Pand√§monia der slavischen, sarmatischen und finnischen Mythe aufgestellt, und hatten zahlreiche Priester. Einen Gott der G√∂tter, einen Allvater, einen Bilgott (guten Gott) ahneten auch die Wenden, Obotriten und Sarmaten. Sonnen- und folglich Lichtg√∂tter waren Swantewit, Radegast, Prowe, Siwa, Sweixlix, Podaga, Rugiwit etc. Schwarzg√∂tter, Nachtg√∂tter aber Czernobog oder Pya, Perkun, Flins, Zirnitra, Marowit etc. Dazwischen ist, wie nat√ľrlich, manches aus dem scandinavischen Mythus eingedrungen, ja im gro√üen Pantheon zu Rhetra fand man neben den nationalen slavischen Gottheiten auch griechische Idole. Das G√∂ttersystem der Zweiheit war auch bei den finnischen Volksst√§mmen ausgebildet, indem Licht- und Schwarzg√∂tter angenommen wurden. Hoch oben im Norden wohnte der finnische Volksstamm der Lappen, die nun gr√∂√ütentheils den christlichen Glauben angenommen haben, doch aber in den entferntesten Gegenden noch Heiden sind, oder mindestens Heidenthum und Christenthum vermischen. Die Lappl√§nder kennen einen Gott Tiermes, den Thor der Skandinavier, Donar der Germanen, nennen ihn auch Aijeke, Gro√üvater, Aeltervater, und halten ihn f√ľr den wohlth√§tigen Geber des Lebens, den Erhalter der Gesundheit, den ergiebige Jagd und reichen Fischfang Verleihenden. Ein zweiter Gott ist ihnen Storjunkare, der Statthalter des Tiermes, auch ein Jagdgott, der zum Fang der wilden Thiere Beistand leistet; die dritte Gottheit ist Baiwe, die Sonne. Sie machten sich Bilder von ihren G√∂tzen, oft sehr roh, aus blo√üen Holzkl√∂tzen, diese hei√üen Seitas. Die Lappen hielten, wie die Finnen, viel auf Zauberwerke, Opfer, glaubten an eine Fortdauer der Seelen nach dem Tode, und dachten sich dieselben als das gespenstige Juhlvolk oder Juhlheer, welches ungemein viele Aehnlichkeit mit dem wilden oder w√ľthenden Heere der deutschen Volkssagen hat. Die Finnen selbst nannten die Gottheit Kawe, hervorgegangen aus dem Schoo√üe Kundtarris, der Natur. Kawe zeugte 12 S√∂hne, die sich, in Folge des vorherrschenden Dualismus, in zwei Reihen sonderten. Die erste f√ľhrt W√§in√§m√∂inen, das gute Princip, die zweite Hiisi, das b√∂se. Es ist wichtig, wie bedeutsam die Zahl zw√∂lf in den verschiedenen Mythen erscheint. Hellas hatte 12 gro√üe G√∂tter, der Norden 12 gro√üe Asen, √§hnliche Zahlenbedeutsamkeit auch bei den altpreu√üischen G√∂ttersagen, wie bei den wendisch-slavischen √ľberhaupt. ‚Äď Scandinavien. Unter diesem Namen werden die L√§nder und Inseln Schweden, D√§nemark, Norwegen, die F√§r√∂er und Island verstanden, und die G√∂tter- und Heldengeschichte ihrer Fr√ľhzeit ist es, was unter dem Gesammtnamen der nordischen Mythologie vorzugsweise begriffen wird. Die Hauptquelle dieser Mythologie voll erhabener Bilder ist die Edda (s. d.). Alfadur (s. d.) waltete hoch √ľber allen G√∂ttern, ehe noch die Asen (s. d.) kamen. Aus der chaotischen Urtiefe, Ginungagap, sonderte sich die Feuerwelt und die Eiswelt ab, Muspelheim und Niflheim; aus Feuerfunken und Eiszacken entstand der Riese Ymer, ihn n√§hrte die Kuh Audumla, er zeugte die Eisriesen, und die Kuh leckte aus salzigem Gesteine einen Gott, Buri, dessen Sohn, B√∂r, Vater dreier Br√ľder, des Odin, Wile und We, wurde, die Ymir t√∂dteten und aus seinem Leichname die Welt bildeten, Sonne und Gestirne aus Flammen der Feuerwelt schufen, Zwerge hervor brachten und die Asenburg, Asgard, bauten. Aus Esche und Erle bildeten die G√∂tterbr√ľder Mann und Weib. Odin wird der herrschende Gott, sein Geschlecht, wie seine Macht, vgl. Odin und Asen. Auch das nordische G√∂ttergeschlecht hat gleich den G√∂ttern der indischen, persischen, √§gyptischen und griechischen Mythe mit feindseligen Wesen, Riesen u. dergl. K√§mpfe zu bestehen; auch sie gesellen sich oft pr√ľfend, freundlich und hilfreich zu den Sterblichen, und steigen auf der farbigen Himmelsbr√ľcke, dem Regenbogen, zur Erde herab. Unter der Weltesche Ygdrasil sitzen sie t√§glich 3 Mal zu Gericht. Alte Weissagungen k√ľnden ihren einstigen Untergang in gro√üer Schlacht mit dem Feuerriesen Surtur. Gegenseitiger Vertilgungskampf im Lohen des Weltbrandes, das ist Ragnarokur, die gro√üe G√∂tterd√§mmerung. Wenige dauern fort in der neuen Welt, und ruhen aus vom Sturme und Kampfe in einem neuen Himmel, in Allfadurs Frieden. ‚Äď Nach Island fl√ľchtete und rettete sich zuletzt aus √ľbrigen scandinavischen L√§ndern Kult und Sage, und in feiernden Ges√§ngen priesen die Skalden, S√§nger und wohl auch Priester lange nach Christi Geburt, jene alten G√∂tter; ihnen danken wir die meiste Kunde, und wahrscheinlich auch die in der Edda aufbewahrten Lieder und Weissagungen. Die nordischen Heldenlieder (Sagas) enthalten eine F√ľlle sch√∂ner mythisch-poetischer Stoffe. Es ist merkw√ľrdig, da√ü sich in dem Island so nahen Gr√∂nland kein Anklang der scandinavischen Mythe findet. Doch herrscht auch in diesen ausgedehnten L√§nderstrichen vielfacher Geisterglaube, mehr Volkswahn, als G√∂tterkult, mehr Zauberwesen, als Priesterschaft, auf Sternenbetrachtung und Naturerscheinungen basirt. Es gibt Luft-, Feuer-, Eis- und Meergeister, Kriegsg√∂tter, Erd- und Berggeister, und G√∂tter der Speisen und Getr√§nke. Auch die Gr√∂nl√§nder haben eine Fluthsage; aus dem Daumen des ersten Mannes, Kollak, entstand das erste Weib; selbst Spuren eines Seelenwanderungsglaubens finden sich dort vor. Aehnlicher Glaube und Aberglaube herrscht bei den Esquimaux. Die √ľbrigen Bewohner Nordamerika's-, so weit die Civilisation und die christlichen Sekten nicht eindrangen, huldigten in ihrem unbewu√üten Drange einer einfachen Naturreligion, und nannten das h√∂chste Wesen, das sie gl√§ubig ahneten, den gro√üen Geist. Die Virginier glaubten an Fortdauer nach dem Tode; ihre Hauptgottheit nannten sie Oke, und huldigten au√üerdem dem Fetischmus. Die Floridaner hatten Gestirndienst, Sonnen- und Mond-Anbetung, desgleichen die Caraiben auf den Antillen; dort hie√üen die Sonnenpriester Jacuas; auch dort eine Fluthsage, in der bei der allgemeinen Ueberschwemmung nur ein Sonnentempel auf hohem Bergesgipfel stehen blieb, in den sich ein Menschenpaar und die Thiere der Erde retteten. Die Opfer sind unblutig, rein; doch ist der Sonnendienst mit dem Glauben an zahlreiche Geister gemischt. Auch bei den Brasilianern findet sich Glaube an Unsterblichkeit, Sonnen- und Mondverehrung. In Peru ausgebildeter Sonnenkult, Blutopfer, selbst eigene Kinder, die G√∂tter Luzco, Viracocca, Manta, die Inkas als k√∂nigliche Priester. Fast √ľberall, wo es der Priesterschlauheit nicht gelang, sich zum sichtbaren Gott, oder leiblichen Statthalter der Gottheit auf Erden zu erheben, strebten sie wenigstens nach der Herrscherw√ľrde, und die√ü gelang ihnen sehr oft und in allen Regionen. Die Einwohner Chile's nannten die Gottheit Pillan. ‚Äď Aller phantastische, wilde und grausame G√∂tzendienst concentrirte sich aber in dem hochkultivirten Mexico. Sonnenkult und h√∂chste Verehrung eines Nationalkriegsgottes bildeten die Grundelemente der Religion, in der sich au√üerdem au√üerordentlich vieles findet, das als Sage und Glaube, als Symbol und Gottheit eine Verbindung dieses Landes mit den L√§ndern der √∂stlichen Halbkugel, sei es durch Auswanderung, durch Schiffahrt, oder was sonst, unzweifelhaft l√§√üt. Riesentr√ľmmer von Tempelst√§dten, wie sie sich in Indien, in Persien und der Lybischen W√ľste finden, deuten auf ein starkes Geschlecht, dem zur Ausf√ľhrung solcher Bauten Kr√§fte zu Gebote stehen mu√üten, die wir nicht begreifen. Auch dort die Annahme von vier gro√üen Zeitepochen, Weltalter, mit deren Ende jedesmal der Untergang des Menschengeschlechtes verkn√ľpft ist, von denen drei vergangen sind, und das vierte, nach welchem die Welt durch Feuer zerst√∂rt wird, noch zu erwarten ist. Ebenso findet sich dort die gro√üe Weltsage von der S√ľndfluth. Coxcox hie√ü der Mann, und Rokiquetzal seine Frau, die auf einem Fahrzeuge sich retteten, das sich auf dem Berge Colhueahean niederlie√ü, wo ihre Kinder von wei√üen V√∂geln so verschiedene Sprachen lernten, da√ü sie einander nicht mehr verstanden. Hier sind indische, ph√∂nizische, hebr√§ische und griechische Ankl√§nge vereint. Das Menschengeschlecht hat eine Schutzg√∂ttin, Omecihuatl (s. d.), die in einer Sonnenstadt des Himmels wohnt. Das h√∂chste Wesen, nur dunkel geahnet, nannten sie Teotl, ihm entgegengesetzt war eine d√§monische Gottheit, Tlanatewlolotl, die vern√ľnftige Eule. Uebergro√ü war die Zahl der verg√∂tterten Helden. Sp√§ter opferten sich die Helden alle, und zur Erinnerung wurden die gr√§√ülichen Menschenopfer eingesetzt. Der meist verehrte Gott war Huitzilopochtli (s. d.); au√üer ihm gab es auch noch mehrere Kriegsg√∂tter, Schutzg√∂tter, G√∂tter der Elemente, und viele andere, deren abenteuerliche, zum Theil schreckliche Bilder als Ausgeburten einer seltsamen und ausschweifenden Phantasie zu betrachten sind. Die ungemein zahlreichen bildlichen Darstellungen, eine Art hieroglyphischer Bilderschrift und vieles andere erinnert sehr lebhaft an Aegypten, nicht minder die gro√üe Gewalt des priesterlichen Ansehens. ‚Äď Aus diesen in der That nur fl√ľchtigen Umrissen und Andeutungen m√∂ge der gro√üe Baum des Mythus, der gleich der nordischen Esche Ygdrasil seine Zweige √ľber die ganze Welt erstreckt, nur einigerma√üen erkannt werden, denn der Stoff ist un√ľbersehbar, unerme√ülich.

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http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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