National Hockey League

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National Hockey League
National Hockey League
Logo der NHL
Aktuelle Saison NHL 2011/12
Sportart Eishockey
AbkĂŒrzung NHL
LigagrĂŒndung 1917
Mannschaften 30
Land (LĂ€nder) KanadaKanada Kanada
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
TiteltrÀger Boston Bruins
Rekordmeister Canadiens de Montréal (23)
TV-Partner NBC, Versus, CBC, TSN/TSN2, RDS, RIS, NHL Network Canada
Website www.nhl.com

Die National Hockey League (NHL) (im französischsprachigen Teil Kanadas auch «Ligue nationale de hockey» (LNH)) ist eine seit 1917 bestehende Eishockey-Profiliga in Nordamerika.

Von den insgesamt 30 Teams sind sieben in Kanada und 23 in den USA beheimatet. Die SiegertrophĂ€e fĂŒr den Saisongewinner, der nach der regulĂ€ren Saison in den Playoffs nach dem Modus Best of seven ermittelt wird, ist der Stanley Cup. TiteltrĂ€ger der Saison 2010/11 ist das Team der Boston Bruins. Gestiftet wurde der Stanley Cup 1892 vom damaligen Generalgouverneur von Kanada, Lord Stanley. Die Namen aller teilnehmenden Spieler, Trainer und Manager der Siegermannschaft der Finalspiele werden auf den Pokal graviert. Außerdem darf jeder Spieler des Siegerteams den Pokal fĂŒr einen Tag behalten. UrsprĂŒnglich war der Stanley Cup ein Wanderpokal, der zwischen den Siegern mehrerer Ligen ausgespielt wurde. Seit 1927 wird er ausschließlich dem Sieger der NHL verliehen.

Die NHL ist eng mit der American Hockey League und der ECHL verzahnt, so sind die Teams der NHL mit Mannschaften dieser Ligen verbunden, als sogenannte Farmteams. Viele Spieler, die im NHL Entry Draft von den NHL-Franchises ausgewĂ€hlt werden, spielen zuerst oft in der AHL, um so Spielpraxis und Erfahrung zu sammeln. Der Entry Draft ist die in der NHL ĂŒbliche Veranstaltung, bei der sich die Clubs die Rechte an Nachwuchsspielern sichern können. Dieser Mechanismus soll dazu dienen, junge Talente möglichst gleichmĂ€ĂŸig auf die Teams zu verteilen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der NHL

Entwicklung der NHL

Die frĂŒhen Jahre (1917–1942)

Ausgangslage und GrĂŒndung

Im Jahr 1917 war das nordamerikanische Eishockey noch in regionale Gruppen unterteilt. Durch die Eishockey-Hochburgen Montreal und Toronto war die höchste Liga im Osten Kanadas, die National Hockey Association, die stĂ€rkste Liga Nordamerikas. Seit 1883 waren es nur drei Teams, die nicht aus dieser Region kamen, gelungen, den Stanley Cup zu gewinnen. Doch in der NHA gab es Unstimmigkeiten, da man den Besitzer der Toronto Blueshirts, Edward J. Livingstone, ausschließen wollte. So schlossen sich am 22. November 1917 die Verantwortlichen der MontrĂ©al Canadiens, Montreal Wanderers, Ottawa Senators und QuĂ©bec Bulldogs zusammen und grĂŒndeten die National Hockey League. Geleitet wurden die GesprĂ€che vom GeschĂ€ftsfĂŒhrer der NHA, Frank Calder. Er wurde von den Teams zum ersten PrĂ€sidenten der NHL ernannt.[1] Im Anschluss an die LigengrĂŒndung bemĂŒhte sich Calder sofort, auch ein Team aus Toronto fĂŒr die Liga zu gewinnen. Er hatte Erfolg, und so schlossen sich die Toronto Arenas, die sich spĂ€ter in Toronto Maple Leafs umbenannten, als fĂŒnftes Team der neuen Liga an.

Der 1893 von Frederick Arthur Stanley gestiftete Stanley Cup

Das Eishockey der damaligen Zeit ist nur schwer mit dem heutigen zu vergleichen. Außer in Toronto wurde noch ĂŒberall auf Natureis gespielt. Die Spieler und auch die TorhĂŒter trugen keine Helme. Es durften nur RĂŒckpĂ€sse gespielt werden. Jeder offensive Pass war verboten.[2] Ein Team hatte meist nur um die zehn Spieler im Kader, so dass die Stars oft fast die gesamten 60 Minuten auf dem Eis waren. Mit GrĂŒndung der NHL wurde den TorhĂŒtern erstmals erlaubt, sich zur Abwehr auf die Knie fallen zu lassen, und den Puck mit der Hand zu fassen. In anderen Ligen wurde zu dieser Zeit teilweise noch mit dem sechsten Feldspieler, dem sogenannten Rover, gespielt.

Die ersten Jahre

Zur ersten Saison entschied sich QuĂ©bec vorerst gegen eine Teilnahme am Spielbetrieb und so wurden die Spieler der Bulldogs auf die anderen Teams aufgeteilt. Am 19. Dezember 1917 wurde der erste Spieltag angesetzt. Geplant war eine Spielzeit in zwei HĂ€lften. In jeder HĂ€lfte sollten alle Teams je zwei Heim- und zwei AuswĂ€rtsspiele gegen jedes andere Team bestreiten. Das beste Team der ersten und der zweiten HĂ€lfte sollten dann gegeneinander den NHL-Meister und Teilnehmer an den Stanley-Cup-Finalspielen ausspielen. Nachdem die Halle der Montreal Wanderers bereits nach sechs Spielen abbrannte, zog sich das Team aus dem Spielbetrieb zurĂŒck.[3] Die Saison wurde mit drei Teams zu Ende gespielt. Die Toronto Arenas setzten sich in den Playoffs, die in zwei Spielen ausgetragen wurden, aufgrund des besseren TorverhĂ€ltnisses durch und gewannen als Vertreter des NHL auch den Stanley Cup.

In der zweiten Spielzeit wurden die Playoffs erstmals nach dem Modus „Best of Seven“ ausgespielt. WĂ€hrend der Finalserie erkrankten fĂŒnf Spieler der MontrĂ©al Canadiens an der Spanischen Grippe. Die Serie wurde nach fĂŒnf Spielen, mit jeweils zwei Siegen und einem Unentschieden, am 1. April abgebrochen, fĂŒnf Tage spĂ€ter starb MontrĂ©als Verteidiger „Bad“ Joe Hall im Seattle Columbus Sanatorium an den Folgen der Erkrankung.[4] Zur dritten Saison nahmen die QuĂ©bec Bulldogs erstmals am Spielbetrieb teil. Die Arenas wurden in Toronto St. Patricks umbenannt. Da Ottawa beide HĂ€lften fĂŒr sich entschied, wurde auf eine Finalserie verzichtet. In der Saison 1920/21 wurde erstmals ein Team verkauft. Aus den QuĂ©bec Bulldogs wurden die Hamilton Tigers. Ab der Saison 1921/22 wurde eine zusammenhĂ€ngende regulĂ€re Saison gespielt. Zu Anfang war der Tabellenerste automatisch fĂŒr das Stanley-Cup-Finale qualifiziert, ab der Saison 1923/24 wurde die Finalserie der Liga zwischen den beiden ersten Teams ausgetragen. Frank Nighbor war der erste Gewinner der Hart Trophy, die als erste individuelle TrophĂ€e in der NHL eingefĂŒhrt wurde.[5] In dieser Zeit kam es auch zu den ersten Übertragungen von Eishockeyspielen im Radio.[6]

Joe Hall verstarb am 6. April 1919 an den Folgen der Spanischen Grippe

Das erste US-amerikanische Team in der NHL

Zur Saison 1924/25 entschied sich die NHL fĂŒr eine Ligaerweiterung von vier auf acht Teams. Neben den Montreal Maroons nahm mit den Boston Bruins erstmals auch ein Team aus den Vereinigten Staaten am Spielbetrieb teil. FĂŒr die darauffolgende Saison wurde auch New York und Pittsburgh ein Franchise gebilligt.[7] Bevor die weiteren Mannschaften der Liga beitraten, kam es zu einem Eklat. Die Liga hatte durch die beiden neuen Teams den Spielplan von 24 auf 30 Spiele erweitert, wodurch die Spieler der Hamilton Tigers eine Gehaltsanpassung von 200 US-Dollar forderten, die ihnen jedoch nicht bezahlt wurde. Daher verweigerte das Team die Teilnahme am Stanley-Cup-Finale.[7] Stellvertretend wurde die NHL durch die Canadiens vertreten, die den Titel gegen die Victoria Cougars aber nicht gewannen. Es war die einzige Saison seit Bestehen der NHL, in welcher man den Stanley-Cup-Sieger nicht stellte. Hamilton wurde dafĂŒr aus der NHL ausgeschlossen. Ein Großteil der Tigers-Spieler wechselte zur Saison 1925/26 zu den New York Americans, die gemeinsam mit den Pittsburgh Pirates nun in der Liga spielten. Die steigende PopularitĂ€t der Liga zeigte sich jedoch nicht nur in der steigenden Anzahl an Teams, auch die GehĂ€lter zogen an. Die Topverdiener erhielten Gagen in Höhe von bis zu 7.500 US-Dollar. Daher wurde erstmals eine Gehaltsobergrenze fĂŒr Teams eingefĂŒhrt. Pro Team, das damals um die zehn Spieler unterhielt, durften nicht mehr als 35.000 Dollar gezahlt werden.[8]

Stanley Cup findet in der NHL seine Heimat

Grundlegende Änderungen brachte die Saison 1926/27. Nach der Auflösung der Ligen im Westen Kanadas wurde entschieden, dass der Stanley Cup nur noch in der NHL ausgespielt werden sollte. Mit drei weiteren Teams aus den Vereinigten Staaten, den New York Rangers, Chicago Blackhawks und Detroit Cougars kamen nur noch vier der zehn Teams aus Kanada. Auch das Team aus Toronto hĂ€tte in die Vereinigten Staaten nach Philadelphia verkauft werden sollen, aber eine Gruppe um Conn Smythe ĂŒbernahm das Team und benannte es in Maple Leafs um.[9] Erstmals wurde in zwei Gruppen, sogenannten Divisions, gespielt. In der Canadian Division spielten die vier kanadischen Teams und die New York Americans. Die weiteren fĂŒnf Teams spielten in der American Division. In der Saison 1927/28 waren die Rangers das erste US-amerikanische NHL-Team, das den Stanley Cup gewann. Die folgende Spielzeit 1928/29 stand im Zeichen der TorhĂŒter. In den 220 Spielen kam es zu 120 Shutouts. Es fielen durchschnittlich nur 2,9 Tore pro Spiel.[10] Die NHL griff mit einer RegelĂ€nderung ein. Ab der Saison 1929/30 waren PĂ€sse nach vorne, jedoch nicht ĂŒber eine der beiden blauen Linien erlaubt.[2] Der Toreschnitt stieg auf 5,6 an und es gab nur noch 26 Begegnungen ohne Torerfolg. Im selben Jahr spielte Clint Benedict als erster Torwart mit Maske.[11] Der regelmĂ€ĂŸige Spielerwechsel fand auch in den Regeln BerĂŒcksichtigung. Statt zwölf durften nun 15 Spieler im Kader stehen.

Mannschaftsfoto der Montréal Canadiens aus dem Oktober 1942

Krisenjahre

WĂ€hrend die NHL in den vergangenen Jahren stets gewachsen war, traten mit dem Umzug der Pittsburgh Pirates, die zum Spieljahr 1930/31 als Philadelphia Quakers spielten, die ersten Probleme auf. Nur den Namen tauschte das Team in Detroit. Aus den Cougars wurden die Falcons. Zur folgenden Saison trat das Team aus Philadelphia nicht mehr an und auch die Ottawa Senators nahmen fĂŒr ein Jahr eine Auszeit. Trotz der Krise wurde in Toronto der Maple Leaf Gardens, der damals 13.233 Zuschauern Platz bot, neu eröffnet.[12] Der Verkauf der Detroit Falcons vor der Saison 1932/33 zog keinen Umzug nach sich. Hier wurde das Team in Detroit Red Wings umbenannt. In allen Stadien musste eine gut sichtbare Uhr angebracht werden, auf der die Spielzeit abzulesen war. In diesem Jahr wĂ€hlte man erstmals den „Rookie of the Year“, der mit der Calder Memorial Trophy ausgezeichnet wurde. Ein Foul von Eddie Shore an Ace Bailey, das diesen lebensgefĂ€hrlich verletzte, war Auslöser fĂŒr das erste NHL All-Star Game, das am 14. Februar 1934 in Toronto ausgetragen wurde. Bailey erhielt die Erlöse aus diesem Spiel.[13] Ottawa hatte sich von seinen finanziellen Schwierigkeiten nicht erholen können, spielte in der Saison 1934/35 als St. Louis Eagles und gab ein Jahr spĂ€ter auf. Auch die MontrĂ©al Canadiens waren in der Saison 1935/36 schon auf dem Weg nach Cleveland, doch drei GeschĂ€ftsleute aus Montreal kauften das Team und beließen es in der Stadt.[14] Nach vielen Jahren der Diskussion wurde die Icing-Regel eingefĂŒhrt.[15] Nur noch sieben Teams traten zur Spielzeit 1938/39 an. Die Montreal Maroons hatten die Spielbetrieb aus finanziellen GrĂŒnden eingestellt, wodurch wieder in einer gemeinsamen Gruppe gespielt wurde. Ab 1940 wurde festgelegt, dass in den Drittelpausen das Spielfeld mit Wasser abzuziehen ist.[15]

Als auch noch die New York/Brooklyn Americans wegen Streitigkeiten um Eiszeit im Madison Square Garden nach der Saison 1941/42 den Spielbetrieb aufgaben, begann die Ära der Original Six mit sechs Franchises, die auch heute noch existieren und der National Hockey League angehören.

Bekannte Spieler der frĂŒhen Jahre[16]

(aktive Zeit und Position in Klammern)

Die Saison 1928/29 hatte nur 44 Spiele, doch die Marke von 22 Shutouts erreichte kein TorhĂŒter nach ihm auch nur annĂ€hernd.
In seiner Zeit war er einer der wenigen Verteidiger, die als FĂŒhrungsspieler agieren konnten.
Mit fast 0,5 Toren pro Spiel war er in der Mitte der 1930er Jahre der Spieler mit den meisten NHL-Punkten.
Zwischen 1937 und 1954 hatte er den Rekord fĂŒr die meisten Tore in der NHL inne.
Als der Star-Goalie der frĂŒhen Jahre mit 38 Jahren 1926 verstarb, gab es noch keine TrophĂ€en fĂŒr TorhĂŒter. Die Vezina Trophy trĂ€gt heute seinen Namen.
Ein Topspieler seiner Zeit war der Verteidiger mit zehn Nominierungen als All-Star.
Siebenfacher Gewinner der Lady Byng Trophy. Er durfte die TrophĂ€e anschließend behalten.
Spielmacher und Vorlagengeber neben dem jeder FlĂŒgelstĂŒrmer gut aussehen konnte.
Der erste Star-Verteidiger der NHL brachte es auf sieben Berufungen in das NHL All-Star Team.
Topscorer der ersten Saison, hÀlt mit 2,2 Toren pro Spiel in einer Saison einen wohl unerreichbaren Rekord.
  • Kanada 1921Kanada Syl Apps Logo Toronto Maple Leafs.svg
    (1936–1947, C)
Durch seine spektakulĂ€re Spielweise wurde er der erste Superstar der RadioĂŒbertragungen.
  • Kanada 1921Kanada Bill Cook New York Rangers Logo.svg
    (1926–1937, RW)
Der erste Power Forward, der sich mit hartem körperlichen Einsatz Respekt verschaffte.
Als einer der ersten offensiven Verteidiger war er zu seiner Zeit einer der Topstars in der NHL.
Als einer der frĂŒhen Stars der NHL war er in den frĂŒhen Jahren der Liga zweimal Topscorer.
FĂŒnffacher TorschĂŒtzenkönig und zweimal Topscorer der NHL.
Im Schnitt drei Tore in vier Spielen, bis heute waren nur zwei Spieler treffsicherer. Vorlagen waren hingegen nicht seine Sache.

Die Jahre der Original Six (1943–1966)

Nachdem in den ersten Jahren zwischen drei und zehn Teams in der NHL spielten, hatte man mit den Boston Bruins, Chicago Black Hawks, Detroit Red Wings, New York Rangers, MontrĂ©al Canadiens und Toronto Maple Leafs fĂŒr 25 Jahre eine unverĂ€nderte Besetzung. Auch der Modus fĂŒr die Playoffs blieb unverĂ€ndert. Der Erste nach der regulĂ€ren Saison spielte gegen den Dritten und der Zweite traf auf den Vierten. Die beiden Sieger der Serien spielten den Gewinner des Stanley Cup aus.[17]

Die Spuren des Zweiten Weltkriegs

Der Zweite Weltkrieg ging auch an der NHL nicht spurlos vorbei. So verließ die beste Sturmreihe der Boston Bruins, die Kraut Line, das Team um fĂŒr ihr Vaterland zu kĂ€mpfen.[18] Besonders hart wurden die New York Rangers getroffen, denen zu Beginn der Saison 1943/44 nur sechs Spieler des Vorjahreskaders zur VerfĂŒgung standen, sodass ihr Trainer Frank Boucher seine Schlittschuhe wieder anzog.[19] Auch sein Einsatz verhinderte nicht, dass die Rangers nur sechs Spiele in der Saison gewannen. Insgesamt waren es 80 Spieler, die in den Krieg gezogen waren.[20]

Eine neue Regel wurde mit Beginn dieser Ära eingefĂŒhrt, die man heute als die Moderne Ära bezeichnet. In der Mitte des Spielfelds wurde eine rote Mittellinie eingefĂŒhrt.[15] Bis dahin war es den Spielern nicht erlaubt, den Puck aus der eigenen Verteidigungszone zu passen. Der Puck musste immer von einem Spieler ĂŒber diese Linie gefĂŒhrt werden. Hieran versuchten die Gegner das verteidigende Team zu hindern. Mit EinfĂŒhrung der Mittellinie waren PĂ€sse aus der Defensivzone erlaubt, wenn diese vor der Mittellinie angenommen wurden. Diese RegelĂ€nderung hatte einen massiven Einfluss auf das gesamte Spiel. Auch der Schnitt an Toren, die wĂ€hrend eines Spiels erzielt wurden, erhöhte sich von 7,1 auf 8,1.

Der Kanadier Maurice Richard erzielte als erster Spieler 50 Tore in 50 Spielen innerhalb einer Saison

Man hatte mit Beginn der Original-Six-Jahre den Spielplan auf 50 Spiele pro Team angepasst und in der zweiten Saison dieser Zeit 1944/45 gelang es Maurice Richard als erstem Spieler in der NHL 50 Tore in 50 Spielen zu erzielen. Mit dem Ende des Krieges bekam die NHL zum Spieljahr 1945/46 einen qualitativen Schub, da eine Reihe von Stars nun wieder in die Liga zurĂŒckkehrten. Die NHL eröffnete die Hockey Hall of Fame und nahm ihre ersten zwölf Mitglieder auf.[21] Zur Saison 1946/47 passte man den Spielplan nun auf 60 Spiele pro Team an.

Ein Wettskandal erschĂŒtterte die NHL in der Spielzeit 1947/48. Je ein Spieler der Bruins und der Rangers sollen hierbei Kontakte zu einem zwielichtigen Buchmacher gehabt haben. Es konnte jedoch nicht festgestellt werden, dass ein bestimmtes Spiel verschoben wurde.[22] Die NHL absolvierte auch ihr erstes regulĂ€res NHL All-Star Game. Bisher wurden diese Spiele immer nur als Benefiz-Spiele veranstaltet. Die Toronto Maple Leafs dominierten das Ende der 40er Jahre und gewannen dreimal in Folge den Stanley Cup.

Dominierende Canadiens

Am Anfang der fĂŒnfziger Jahre waren die Detroit Red Wings das Top-Team der Liga. Wie schon in den vergangenen Jahren so blieb es auch in den 50ern, dass man meist die Chicago Black Hawks und die New York Rangers am Ende der Tabelle finden konnte. In den 15 Jahren vom Beginn der Original-Six-Ära bis 1957 belegte immer eines der beiden Teams den letzten Platz. Acht Mal bildeten beide gemeinsam das Ende der Liga.

Zur Saison 1949/50 wurde neuerlich der Spielplan erweitert. 70 Spiele war nun die neue Marke fĂŒr eine Saison. Erstmal wurde in allen Stadien das Kunsteis, das bis dahin seine natĂŒrliche Farbe innehatte, weiß angestrichen. Auch die Trikotwahl wurde in dieser Zeit einheitlich geregelt. Ab der Saison 1951/52 spielte das Heimteam immer in Trikots mit einer weißen Grundfarbe.[15] Am Ende des Jahres 1952 setzte sich die NHL auch im kanadischen Fernsehen durch. Anfangs waren noch starke RĂŒckgĂ€nge bei den Zuschauerzahlen befĂŒrchtet worden.[23] Mit Bostons Art Ross und Torontos Conn Smythe traten 1954 zwei der großen FunktionĂ€re von ihren Ämtern zurĂŒck und setzten sich zur Ruhe. Doch nicht nur neue Köpfe, sondern auch neue Technik verĂ€nderte die NHL nachhaltig. In Toronto wurde erstmals eine von Frank J. Zamboni erfundene Eismaschine eingesetzt, um in den Drittelpausen das Eis aufzubereiten.[24]

Der Stanley-Cup-Gewinn der MontrĂ©al Canadiens in der Saison 1955/56 war der Beginn einer unvergleichlichen Erfolgsserie des Teams. Die Habs, so der Spitzname der Canadiens, dominierten die Liga und vor allem im Überzahlspiel schien es kein Mittel gegen die Mannschaft aus Montreal zu geben. Nachdem sie wĂ€hrend einer 2-Minuten-Strafe oft mehrere Tore erzielte, wurde die Strafzeitregelung angepasst, dass ein Spieler nach einem Gegentor von der Strafbank zurĂŒckkommen durfte.[15] Montreal war trotzdem nicht zu stoppen und gewann den Stanley Cup fĂŒnf Mal in Folge.

Ted Lindsay, einer der Starspieler der Red Wings, sorgte in dieser Zeit abseits des Spielfelds fĂŒr Aufregung. Er versammelte einige Spieler hinter sich und trieb die GrĂŒndung einer Spielergewerkschaft voran. Daraufhin trennte man sich in Detroit von Lindsay.[25] In der Saison 1957/58 gab mit Willie O’Ree der erste farbige Spieler sein NHL-DebĂŒt.[26] Etwa 30 Jahre nach dem ersten Torwart der mit Maske ein Spiel bestritt, wurde der Torwart der Canadiens, Jacques Plante, durch eine Gesichtsverletzung zum Tragen einer Maske gezwungen.[27] Dieses Mal setzte sich der Gesichtsschutz fĂŒr TorhĂŒter endgĂŒltig durch.

Die Liga vor dem großen Wandel

Um Glenn Hall, Bobby Hull und Stan Mikita hatte sich ein Team gebildet, das nach 23 Jahren den Cup wieder nach Chicago bringen konnte. Über 11.000 Zuschauer besuchten zu dieser Zeit im Schnitt die Spiele der regulĂ€ren Saison, in den Playoffs kamen ĂŒber 14.000.[2]

Nach den erfolglosen 1950er Jahren gewannen die Maple Leafs 1962 wieder den Stanley Cup. In Detroit setzte sich General Manager Jack Adams nach 35 Jahren zur Ruhe. In der Saison 1964/65 kam mit Ulf Sterner der erste Spieler, der in Europa das Eishockeyspielen gelernt hatte, in die NHL.[28]

Schon einige Zeit hatte sich die NHL mit dem Gedanken getragen, die Liga zu erweitern. Noch immer war man nur entlang der östlichen Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada vertreten. Am 9. Februar 1966 wurde die Aufnahme von sechs weiteren Teams ab der Saison 1967/68 beschlossen. Die drei US-StĂ€dte, die bereits vor der Zeit der Original Six NHL-Teams beheimateten, St. Louis, Pittsburgh und Philadelphia, sollten das Kernland nach SĂŒden erweitern, mit Minnesota dehnte man sich nach Westen aus und mit Los Angeles und Oakland wollte man auch an der WestkĂŒste den neuen Markt erschließen. WĂ€hrend sich die meisten StĂ€dte um die Aufnahme beworben hatten, kam St. Louis auf DrĂ€ngen der Besitzer der Chicago Blackhawks, denen auch die St. Louis Arena gehörte, in die Liga. In Vancouver und Buffalo, die auch auf eine BerĂŒcksichtigung gehofft hatten, war die EnttĂ€uschung jedoch sehr groß.[29]

Die letzte Saison der Ära, 1966/67, brachte mit den Toronto Maple Leafs den Ă€ltesten Stanley-Cup-Sieger aller Zeiten. Im Schnitt waren die Spieler 31,4 Jahre alt.[30] Den Chicago Blackhawks gelang es in diesem Jahr erstmals in ihrer Geschichte die regulĂ€re Saison als TabellenfĂŒhrer zu beenden.

Bekannte Spieler der Original-Six-Jahre[16]

(aktive Zeit und Position in Klammern)

103 Shutouts und hinter Martin Brodeur sowie Patrick Roy die meisten Siege eines Torwarts sind noch heute außerordentliche Statistiken.
Als herausragender Verteidiger seiner Zeit wurde er sieben Mal mit der James Norris Memorial Trophy ausgezeichnet.
„Mr. Hockey“ brachte es in seiner langen und erfolgreichen Karriere auf 21 Berufungen in das NHL All-Star Team.
Startete mit großen Erwartungen, schaffte es jedoch trotz guter Leistungen nicht in die Herzen der Maple-Leaf-Fans.
Der zweimalige Topscorer der Liga verdiente sich durch seine TorgefĂ€hrlichkeit den Spitznamen „Boom-Boom“.
Mit den MontrĂ©al Canadiens holte er fĂŒnfmal in Folge den Stanley Cup und war dabei der RĂŒckhalt des Teams.
Topverteidiger in den starken Jahren der Red Wings, ĂŒberzeugte sowohl offensiv wie defensiv. Bekam seinen Spitznamen „Red“ wegen seiner rötlichen Haarfarbe.
Wegen seiner Schnelligkeit nannte man ihn „Rocket“. Als erster Spieler schaffte er 50 Tore in 50 Spielen.
Spielmacher der legendĂ€ren Kraut Line, unterbrach seine Karriere fĂŒr einige Jahre und zog in den Zweiten Weltkrieg.
Wandelte sich vom Rauhbein zum Topscorer. Bester Scorer in der Geschichte der Bruins.
War der große RĂŒckhalt der Black Hawks bei deren Stanley-Cup-Sieg 1961. Sein Butterfly-Stil bescherte ihm elf Nominierungen ins NHL All-Star Team.
Turm in der Schlacht und GrĂŒnder einer Restaurant-Kette, verstarb bei einem Autounfall nach einem Spiel.
Herausragender SchlittschuhlĂ€ufer und FĂŒhrungspersönlichkeit auf und neben dem Eis.
„Pocket Rocket“ nannte man den kleinen Bruder von Maurice Richard. Kein anderer Spieler ĂŒbertrifft seine elf Stanley Cups.
Technisch sehr versierter Center, mit dem hÀufig der junge Wayne Gretzky verglichen wurde.
Erst mit 28 Jahren kam er in die NHL und spielte auch nur sieben in dieser. In sechs Spielzeiten wÀhlte man den Torwart, der mit zwei Fanghandschuhen spielte, zum besten Torwart der Liga.
Begann erst spÀt mit dem Eishockey, wurde aber zum dominierenden Mann an der blauen Linie der Black Hawks.
Vier Stanley-Cup-Siege an der Seite von Gordie Howe als bester Linksaußen seiner Zeit, grĂŒndete die erste Spielergewerkschaft.
Einer der besten Mannschaftsspieler im großen Team der Canadiens. Er wurde wĂ€hrend seiner gesamten Karriere von zahlreichen Verletzungen geplagt.
LangjÀhriger KapitÀn der Maple Leafs und ein Ass beim Bully.

Die große Expansion (1967–1979)

Neue Teams und alte Hackordnung

In die Saison 1967/68 startete die NHL mit sechs neuen Teams. WĂ€hrend die „Original Six“-Teams in der Eastern Division spielten, kamen in der Western Division die Los Angeles Kings, Minnesota North Stars, California Seals, Philadelphia Flyers, Pittsburgh Penguins und St. Louis Blues hinzu. Bereits im November 1967 wurden die California Seals in Oakland Seals umbenannt. Auf tragische Weise waren die Seals auch an einem anderen Ereignis beteiligt. Bei einem Spiel gegen die North Stars am 13. Januar 1968 fiel Minnesotas Center Bill Masterton nach einem Check auf den Hinterkopf und erlag zwei Tage spĂ€ter seinen Verletzungen. Bis heute ist es der einzige Todesfall in der NHL, der direkt auf eine Verletzung in einem Spiel zurĂŒckzufĂŒhren ist.[31] Als Folge entschieden sich zahlreiche Spieler einen Helm zu tragen, was bis dahin eher als unĂŒblich galt. Nachdem im Stanley Cup immer die Sieger von Eastern und Western Division aufeinandertrafen, schafften es die St. Louis Blues in den ersten drei Jahren in die Finalserie einzuziehen. Der RĂŒckhalt des Teams war der erfahrene Torwart Glenn Hall, der ab der zweiten Saison mit Jacques Plante noch hervorragende UnterstĂŒtzung erhielt. Eine Chance gegen die alten Teams hatten die neuen jedoch noch nicht. FĂŒr Aufsehen sorgte ein junger Verteidiger bei den Boston Bruins. Bobby Orr revolutionierte mit seiner Spielweise die Rolle des offensiven Verteidigers. Als erster Verteidiger erreichte er ĂŒber 100 Punkte in einer Saison und wurde Topscorer der gesamten Liga.[32]

Zur Saison 1970/71 kamen die Buffalo Sabres und die Vancouver Canucks dazu. Beide Teams wurden in die Eastern Division mit den ehemaligen „Original Six“-Teams eingruppiert und taten sich anfangs gegen die Konkurrenz schwer. Um zwei gleich große Divisions zu erhalten, wechselten die Chicago Blackhawks in die Western Division. Nachdem sie bereits die Vorsaison als bestes Team der regulĂ€ren Saison abschließen konnten, dominierten sie auch die kommenden drei Jahre im Westen. In den ersten beiden Spielzeiten fĂŒhrten sie ihre Division mit 20 Punkten Vorsprung an. Die Oakland Seals benannten sich im Sommer 1970 in California Golden Seals um.

Gordie Howe, der mit seinem 700. Tor im Jahr 1968 einen Meilenstein setzte, beendete als unangefochtener Rekordscorer nach der Saison 1971/72 genau wie Jean BĂ©liveau seine Karriere.[33]

Aufstieg der Expansion-Teams und Konkurrenz durch die WHA

Zum Anfang des Jahres 1971 starteten BemĂŒhungen mit der World Hockey Association eine Konkurrenz zur NHL aus der Taufe zu heben. Anfangs wurde die Liga von der NHL nur belĂ€chelt,[34] aber mit den neuen Teams, den Islanders, dem zweiten Team in New York, die zur Saison 1972/73 in der Eastern Division starteten und den Atlanta Flames, die zur selben Spielzeit als erstes NHL-Team im SĂŒdosten der USA in der Western Division antraten, versuchte man der WHA den Markt streitig zu machen. Die WHA versuchte zum einen in StĂ€dten ohne NHL-Franchise wie QuĂ©bec, Ottawa, Winnipeg und Edmonton in Kanada und Houston und Phoenix im SĂŒdwesten der USA Fuß zu fassen, zum anderen wollte man der NHL auch in renommierten StĂ€dten wie Chicago, Boston und Philadelphia die Stirn bieten. SpĂ€testens mit der Verpflichtung einiger NHL-Stars wie Bobby Hull, Gerry Cheevers, Bernie Parent und Derek Sanderson wurde die WHA wirklich als Konkurrent ernst genommen. Als weiterer Schlag fĂŒr die NHL feierte Gordie Howe sein Comeback in der WHA, wo er gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Mark und Marty spielte.[35]

In der Saison 1973/74 gewann mit den Philadelphia Flyers zum ersten Mal einer der neuen NHL-Klubs den Stanley Cup,[35] die in der folgenden Spielzeit den Titel sogar verteidigen konnten. Da in diesem Jahr zwei neue Teams in die NHL hinzugekommen waren, wurde auch die Liga-Struktur angepasst. Die Prince of Wales Conference wurde in die nach dem GrĂŒnder der Boston Bruins benannte Adams Division mit den Boston Bruins, Buffalo Sabres, California Golden Seals und Toronto Maple Leafs, sowie die nach dem ehemaligen Besitzer der Detroit Red Wings benannte Norris Division mit den Detroit Red Wings, Los Angeles Kings, MontrĂ©al Canadiens, Pittsburgh Penguins und den neuen Washington Capitals aufgeteilt. Die nach dem damaligen NHL-PrĂ€sidenten Clarence Campbell benannte Campbell Conference war in die nach Lester Patrick, einem der GrĂŒndungsvĂ€ter der New York Rangers, benannte Patrick Division mit den Atlanta Flames, New York Islanders, New York Rangers und Philadelphia Flyers, sowie die nach Conn Smythe, dem GrĂŒnder der Toronto Maple Leafs, benannte Smythe Division mit den Chicago Black Hawks, Minnesota North Stars, St. Louis Blues, Vancouver Canucks und den ebenfalls neuen Kansas City Scouts unterteilt.[36]

In der WHA bekamen immer wieder Teams finanzielle Schwierigkeiten, doch auch in der NHL brachte die Saison 1976/77 zwei UmzĂŒge mit sich. Bereits zwei Jahre nach Ihrer GrĂŒndung zog das Team aus Kansas City nach Denver und spielte dort als Colorado Rockies. Der andere Umzug war von kĂŒrzerer Dauer. Aus den California Golden Seals wurden fĂŒr zwei Jahre die Cleveland Barons. Nach der Saison 1977/78 wurde das Team mit den Minnesota North Stars zusammengelegt.

Die Fusion mit der WHA

Die Probleme in der WHA wurden grĂ¶ĂŸer und schon im Juni 1977 verhandelte man mit der NHL ĂŒber einen Zusammenschluss. Sechs der acht WHA-Franchises wollten in die NHL ĂŒbertreten, doch die Verhandlungen scheiterten noch, ehe man 1978 erneut verhandelte. Mit inzwischen 17 NHL-Franchises wollte man drei zusĂ€tzliche aufnehmen. UrsprĂŒnglich sollten die New England Whalers und die Edmonton Oilers schon zur Saison 1978/79 der NHL beitreten, wĂ€hrend die Winnipeg Jets noch ein Jahr warten sollten, bis ihre Halle an die damaligen NHL-Vorschriften und -Richtlinien angepasst war. Unklar war die Zukunft der QuĂ©bec Nordiques, wĂ€hrend man seitens der NHL definitiv kein Interesse an der Aufnahme der vier anderen WHA-Teams hatte. Doch eine Einigung konnte wiederum nicht erzielt werden. Die WHA verkĂŒndete, dass man sich auch eine Ausdehnung der Liga nach Europa vorstellen könnte, und so stand auch die NHL unter einem gewissen Druck, wobei einige Teams trotzdem meinten, man könnte den Kollaps der WHA abwarten. Die WHA-Teams hatten sich inzwischen mit zahlreichen hoffnungsvollen Junioren verstĂ€rkt. Unter ihnen stach vor allem der 17-jĂ€hrige Wayne Gretzky heraus. Ihn wollte man um jeden Preis in die NHL holen. Eine Abstimmung am 8. MĂ€rz 1978 entschieden sich noch fĂŒnf Teams gegen eine Aufnahme der neuen Teams. Darunter waren auch die MontrĂ©al Canadiens, denen man dies in Kanada besonders ĂŒbel nahm, sollten doch drei weitere kanadische Teams aus der WHA in die NHL wechseln.[37] Nach einem immensen Druck der Öffentlichkeit stimmten am 22. MĂ€rz nur noch drei Teams gegen die Aufnahme von vier WHA-Teams. Somit stand einer Aufnahme in der NHL und einer damit verbundenen Erweiterung auf 21 Teams nichts mehr im Wege.

Bekannte Spieler der Expansion-Jahre [16]

(aktive Zeit und Position in Klammern)

Nur sieben volle Spielzeiten war er aktiv. Dabei gewann er als bester Torwart fĂŒnfmal die Vezina Trophy und vier Stanley Cups.
Der beste Verteidiger aller Zeiten pulverisierte bestehende Verteidigerrekorde und Ànderte das Spiel nachhaltig.
Er fĂŒhrte die einst schwachen Blackhawks an die Spitze der NHL. Nach seinem Wechsel in die WHA wurde er in Winnipeg zum „Golden Jet“.
Von ihm angefĂŒhrt, gelang es den Flyers als erstes Expansion-Team den Stanley Cup zu gewinnen.
Schon in jungen Jahren ein Star. Nach seiner RĂŒckkehr aus der WHA hatte er großen Anteil an den zwei Stanley Cups der Flyers.
Bei den Canadiens gehörte er zu den Big Three in der Verteidigung. Sechs Mal holte der robuste Spieler den Stanley Cup.
Einer der besten Rechtsaußen der NHL-Geschichte, wurde von 1975 sechs Mal in Folge ins All-Star Team gewĂ€hlt.
In seiner Zeit bei den Kings fĂŒhrte er die Triple Crown Line an und konnte in Gretzkys erster Saison den Titel des Topscorers gewinnen.
In seiner Rookie-Saison blieb er in 15 Spielen ohne Gegentor. So viele Shutouts schaffte kein anderer NHL-Torwart in der modernen Zeit des Eishockeys.
Er war der erste EuropÀer, den man in der NHL als Star bezeichnen konnte.
Der aus der Slowakei stammende Spieler war mit Bobby Hull fĂŒr den Aufstieg der Blackhawks verantwortlich und brillierte durch seine Fairness.
Als Mitglied der French Connection war er der dominierende Spieler in Reihen der Buffalo Sabres.
Nach der Zeit von Bobby Orr war er der Star unter den NHL-Verteidigern. In den 80ern war er die StĂŒtze fĂŒr vier Stanley Cups der Islanders in Folge.
Im Schatten vieler Stars in Montreal war er bei sieben Stanley Cup Siegen eine feste GrĂ¶ĂŸe in der Verteidigung der Canadiens.
Als erster schaffte er 100 Punkte in einer Saison. In der Glanzzeit der Bruins war Esposito der Topscorer der Liga.
In einer schwachen Phase Torontos schaffte er es zum punktbesten Spieler im Trikot der Maple Leafs.

Wayne Gretzky und die 80er Jahre (1980–1989)

Vier neue Teams aus der WHA und Dominanz der Islanders

Mit den Edmonton Oilers, Hartford Whalers, QuĂ©bec Nordiques und Winnipeg Jets hatte die NHL nun vier neue Teams zu integrieren, die sich in ihrer ersten Saison noch schwer taten. WĂ€hrenddessen die Teams noch in den hinteren Tabellen Regionen rangierten, waren einzelne Spieler wie Mike Rogers und Blaine Stoughton von den Hartford Whalers unter den acht Spielern, die in dieser Spielzeit auf 100 Scorerpunkte oder mehr kamen. Ganz oben in der Scorerliste schaffte es Marcel Dionne sich aufgrund der mehr erzielten Tore noch vor Wayne Gretzky zu platzieren, der ebenfalls 137 Punkte erreichte. Im selben Jahr wurde in der NHL auch die Helmpflicht eingefĂŒhrt. Alle neuen Spieler mussten einen Helm tragen, wĂ€hrend den Spielern, die schon in der Vergangenheit ohne Kopfschutz spielten, dies auch weiterhin gestattet wurde.

In den kommenden Jahren dominierte Gretzky die Scorerliste beinahe nach Belieben und knackte die 200-Punkte-Marke als erster und bis heute einziger Spieler. Den Stanley Cup gewann in diesen Jahren jedoch ein anderes Team. Die New York Islanders schlossen in den Jahren von 1980 bis 1983 vier Mal in Folge die Playoffs erfolgreich ab. In ihren Reihen standen mit Anders Kallur und Stefan Persson zwei Schweden, die dabei auch zu den ersten europÀischen Stanley-Cup-Siegern wurden.

In der Saison 1980/81 zog das sĂŒdöstlichste Team der NHL, die Atlanta Flames, nach Calgary um. Hier fand das Franchise in der Nachbarschaft von Winnipeg, Edmonton und Vancouver eine bessere Ausgangslage. Durch die bevorstehenden Olympischen Winterspiele in Calgary im Jahr 1988 war auch der Bau einer angemessenen Halle absehbar. Im franko-kanadischen QuĂ©bec sorgten unterdessen die beiden tschechoslowakischen BrĂŒder Anton und Peter Ć Ć„astnĂœ fĂŒr Aufsehen, nachdem sie sich bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid vom Nationalmannschaftskader abgesetzt hatten.[38] Peter, der Ă€ltere der beiden, brachte es in seiner Rookie-Saison auf 109 Scorerpunkte. Die Colorado Rockies zogen zur Saison 1981/82 in den Großraum New York und spielten jenseits des Hudson River als New Jersey Devils. In finanziellen Schwierigkeiten steckten die St. Louis Blues vor der Saison 1982/83. Das Team wurde nach Saskatoon in der Provinz Saskatchewan in die kanadische PrĂ€rie verkauft, aber die Besitzer der anderen Teams intervenierten. Die NHL ĂŒbernahm das Team und verkaufte es fĂŒr drei Millionen US-Dollar weiter. Die Blues nahmen in dieser Saison nicht am NHL Entry Draft teil.[39]

Edmonton und die Gretzky-Show

Wayne Gretzky im Trikot der New York Rangers

In der Saison 1983/84 wurde in der regulĂ€ren Saison wieder eine fĂŒnfminĂŒtige Overtime bei Spielen, die nach den regulĂ€ren 60 Minuten unentschieden standen, eingefĂŒhrt.[15] In diesem Jahr gelang es Gretzky erstmalig die Edmonton Oilers zum Stanley-Cup-Sieg zu fĂŒhren, doch ebenso großen Anteil am Erfolg hatten auch seine Mannschaftskollegen. Mit Grant Fuhr im Tor, dem offensivstarken Verteidiger Paul Coffey und Angreifern wie Mark Messier, Jari Kurri und Glenn Anderson, um nur einige zu nennen, war das gesamte Team erstklassig besetzt. Doch Gretzky war der Star und dominierte die Bestenlisten beinahe nach Belieben. Nur Mario Lemieux, der 1984 sein DebĂŒt in der NHL gegeben hatte, gelang es zwei Mal mehr Punkte zu sammeln als Gretzky.

Mit seinen Oilers gewann Gretzky von 1984 bis 1988 insgesamt vier Stanley Cups, obwohl 1985 erfolglos versucht worden war, die Dominanz der Oilers einzudĂ€mmen. HĂ€ufig versuchte Edmonton Spielsituationen zu forcieren, bei denen bei beiden Teams jeweils ein Spieler auf die Strafbank musste. Dadurch nutzten die spielerisch starken Oilers um Gretzky den zusĂ€tzlichen Platz auf dem Eis bei den sogenannten Vier-gegen-Vier-Situationen zu Toren aus. Die NHL Ă€nderte die Regeln dahingehend, dass ab 1985 bei einer solchen Situation mit unverĂ€nderter MannschaftsstĂ€rke weitergespielt wurde.[15] Diese RegelĂ€nderung wurde als „Lex Gretzky“ bezeichnet.

FĂŒr großes Aufsehen sorgte am 9. August 1988 die Nachricht, dass Gretzky die Oilers verließ und fĂŒr die Los Angeles Kings auf Punktejagd gehen wĂŒrde.[40] Edmonton gewann in der Saison 1988/89 nicht den Stanley Cup, den sich die Calgary Flames sicherten und Mario Lemieux fehlte nur ein Punkt, um neben Gretzky ebenfalls 200 Punkte in einer Saison zu erreichen. Die Buffalo Sabres verhalfen Alexander Mogilny zur Flucht aus der Sowjetunion nach Nordamerika und sicherten sich so einen der talentiertesten russischen Spieler der damaligen Zeit.[40] Dies sorgte in der Sowjetunion fĂŒr großen Ärger, aber dennoch wurde entschieden zur Spielzeit 1989/90 einigen verdienten Spielern die TĂŒren in die NHL zu öffnen. Darunter waren unter anderem Wjatscheslaw Fetissow, Sergei Makarow und Igor Larionow.[41] Wayne Gretzky schaffte in dieser, seiner elften Saison, den Sprung zum punktbesten Spieler aller Zeiten, als er in einem Spiel gegen seinen Ex-Club Gordie Howes bisherige Bestmarke von 1.850 Punkten ĂŒbertraf. Besonders ĂŒberraschten die Edmonton Oilers, denen es ohne Gretzky 1990 noch einmal gelang, den Stanley Cup zu gewinnen.

Bekannte Spieler der 1980er Jahre [16]

(aktive Zeit und Position in Klammern)

Als RĂŒckhalt der Oilers stand er bei vier Stanley-Cup-Siegen im Tor.
Nach vielen Jahren als dominierender Verteidiger der Bruins wechselte er in seinem letzten Jahr nach Colorado um dort endlich den Stanley Cup zu gewinnen. Er hĂ€lt immer noch diverse Rekorde fĂŒr Verteidiger, wie die meisten Punkte, Tore und Vorlagen. Zudem nahm er an jedem All-Star Game wĂ€hrend seiner Karriere teil.
„The Great One“ nennt man den besten Spieler aller Zeiten. Er setzte zahlreiche Rekorde fĂŒr die Ewigkeit, hatte mehrere Spielzeiten mit ĂŒber 200 Punkten und fĂŒhrt die ewigen Bestenlisten der NHL mit einem sehr großem Vorsprung an.
Die perfekte ErgĂ€nzung an der Seite von Wayne Gretzky. Stand oft in seinem Schatten und hatte doch großen Anteil an den Erfolgen von Gretzky.
Der körperlich robuste Neely war der Prototyp des heutigen Power Forward. Er leitete einen Trend ein, der viele Ă€hnliche Spielertypen folgen ließ.
Als er vom Ersatzmann zum Stammtorwart avancierte, holten die Islanders vier Stanley Cups in Folge.
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Howe HartfordWhalers79.svg Logo Philadelphia Flyers.svg Logo Detroit Red Wings.svg
    (1979–1995, D)
Immer stand er im Schatten seines Vaters, in den 80er Jahren zÀhlte er aber selbst zu den besten Verteidiger in der NHL.
In der Zeit nach Gretzky fĂŒhrte er die Oilers noch einmal zu einem Stanley-Cup-Sieg. Als er den Cup vier Jahre spĂ€ter mit den Rangers holte, wurde er zum ersten Spieler, der als KapitĂ€n mit zwei Mannschaften den Cup holen konnte.
In 15 aufeinanderfolgenden Jahren konnte Gartner mehr als 30 Tore erzielen. Seine TorgefÀhrlichkeit stellte er auch mit vier Treffern in einem All-Star-Spiel unter Beweis.
Gainey entwickelte sich zu einem der stĂ€rksten Defensiv-StĂŒrmer der NHL-Geschichte und ebnete den Weg fĂŒr weitere StĂŒrmer deren QualitĂ€ten im Defensivspiel lagen.
Barrasso war nicht nur der beste Rookie seines Jahrgangs, sondern konnte auch gleich in seinem ersten Jahr als bester Torwart der Liga die Vezina Trophy gewinnen.
Nach einem Stanley Cup mit Montreal zÀhlte er zu den Eckpfeilern bei den Washington Capitals. Dort holte er zweimal die Norris Trophy
Als TopstĂŒrmer fĂŒhrte er die Islanders zu vier Stanley Cups. In nur 656 Spielern erreichte er die 1.000-Punkte-Marke. Nur zwei Spieler benötigten weniger Spiele.
Nach seiner Flucht bei den Olympischen Winterspielen 1980 wurde er der erste NHL-Star aus dem Ostblock. Mit acht Punkten in einem Spiel steht er bis heute in den RekordbĂŒchern der NHL.
Als defensiver Angreifer hatte er großen Anteil an zwei Stanley-Cup-Siegen mit den Canadiens und einem mit den Stars. Er selbst gewann dreimal die Frank J. Selke Trophy
Wandelte auf den Spuren von Bobby Orr und brach mit 48 Toren in einer Saison als Verteidiger auch einen seiner Rekorde. Er half den Oilers mit seiner offensiven Ausrichtung bei drei Stanley Cups und holte den Cup noch einmal mit den Penguins.
Er machte sich in den achtziger Jahren einen Namen, als einer der Top-Verteidiger der Liga und holte als einziger Spieler in den 90ern vier mal den Stanley Cup.
Schon als Rookie machte er mit 95 Punkten auf sich aufmerksam. Von 1980 bis 1982 machte er in 27 aufeinanderfolgenden Playoff-Spielen mindestens einen Punkt.
Einer der gefĂ€hrlichsten TorjĂ€ger der NHL. Er schaffte in sieben Spielzeiten ĂŒber 40 Tore und scheiterte nur in seinem letzten Jahr an der 20-Tore-Marke.
Als hervorragender Spielmacher fĂŒhrte er die Whalers schon mit 22 Jahren als KapitĂ€n. Mit 1.249 Vorlagen wird er in der NHL nur von Wayne Gretzky ĂŒbertroffen.

Die NHL wĂ€chst von 21 auf 28 Teams (1990–1999)

Weitere Expansion und Streiks

Den ersten Teil der 90er-Jahre dominierte Mario Lemieux mit seinen Pittsburgh Penguins. Neben ihm standen weitere Stars wie JaromĂ­r JĂĄgr, Paul Coffey und Ron Francis in den Reihen des Teams, das sowohl in der Saison 1990/91 als auch im darauffolgenden Jahr den Stanley Cup gewinnen konnte. Bereits im Mai 1990 hatte man das Team der Minnesota North Stars an einen neuen Besitzer verkauft. Hierbei erhielten diese den Zuschlag, ihr Franchise, das 1978 mit den Cleveland Barons zusammengelegt worden war, wieder aufzuspalten und ein zusĂ€tzliches Team in Kalifornien zu grĂŒnden. So kam zur Saison 1991/92 mit den San Jose Sharks ein 22. Team in die NHL, nachdem die Spieler der North Stars im Dispersal Draft zwischen beiden Teams aufgeteilt worden waren. In diesem Jahr bereitete der NHL erstmals die Diskussion ĂŒber eine Gehaltsobergrenze Schwierigkeiten. Vom 1. April 1992 an traten die Spieler aller Teams fĂŒr zehn Tage in Streik und schafften es die sogenannte „Salary Cap“ abzuwenden.[42]

Auch ein HoffnungstrĂ€ger der NHL weigerte sich zu spielen. Beim NHL Entry Draft 1991 hatten die QuĂ©bec Nordiques mit Eric Lindros mit dem ersten Draftrecht einen Spieler ausgewĂ€hlt, der schon als Nachfolger von Gretzky und Lemieux gehandelt wurde, doch Lindros, aus dem englischsprachigen Teil Kanadas stammend, wollte nicht ins franko-kanadische QuĂ©bec. Nach langem Tauziehen wechselte er zu den Philadelphia Flyers, die im Gegenzug mit 15 Millionen US-Dollar, fĂŒnf Spielern, darunter Peter Forsberg, und zwei Draftrechten fĂŒr den kommenden Aufschwung der Nordiques sorgten.[42]

Mario Lemieux gewann zu Beginn der 90er Jahre mit den Pittsburgh Penguins zwei Stanley Cups

Wayne Gretzky war in der Saison 1992/93 auf dem besten Wege die Los Angeles Kings zum Titel zu fĂŒhren, doch in den Finalspielen unterlagen sie den MontrĂ©al Canadiens, die in diesem Jahr nur Spieler aus Nordamerika im Kader hatten und somit keinen einzigen EuropĂ€er. Seit den Islanders in der Saison 1979/80 war immer mindestens ein EuropĂ€er im Kader des Stanley-Cup-Siegers und auch danach wuchs die Zahl der Spieler aus Europa immer stĂ€rker an.

Erneut hatte die NHL eine grĂ¶ĂŸere Erweiterung vor sich. Im Jahr 1992 bekam die kanadische Hauptstadt Ottawa wieder ein NHL-Team. Wie 58 Jahre zuvor wurde das Franchise Ottawa Senators getauft. Damit spielten in der Liga acht kanadische Teams, die grĂ¶ĂŸte Anzahl, die je in der einst rein kanadischen Liga spielte. Mit den Tampa Bay Lightning bekam zudem Florida sein erstes NHL-Team und ein Jahr spĂ€ter erhielten sie in Miami UnterstĂŒtzung von den Florida Panthers. ZusĂ€tzlich grĂŒndete die Walt Disney Company mit den Mighty Ducks of Anaheim ein zweites Team in der Region von Los Angeles. Neben den neuen Teams, die vermehrt ihren Standort in den sĂŒdlichen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten hatten, zog auch der Klub aus Minnesota um und spielte ab der Saison 1993/94 als Dallas Stars im US-Bundesstaat Texas. Den Stanley Cup holten in dieser Saison die New York Rangers, denen dies zuletzt 54 Jahre zuvor, in der Saison 1939/40, gelungen war.[43]

Der Start in die Saison 1994/95 wurde von einer Auseinandersetzung der Spielergewerkschaft National Hockey League Players’ Association NHLPA und der Liga ĂŒberschattet. Wie schon im April 1992 konnte man sich nicht ĂŒber die EinfĂŒhrung einer Gehaltsobergrenze pro Team einigen. Die Spieler traten in einen Streik und verbrachten die Saison zum Teil bei europĂ€ischen Klubs, wo sie sich fit hielten. Erst mit einer VerspĂ€tung von 103 Tagen begann die Saison am 11. Januar 1995. Man spielte nach einem verkĂŒrzten Spielplan und ließ das All-Star Game ausfallen.[44]

Starke Red Wings und der Umzug der ehemaligen WHA-Teams

Waren in der ersten HĂ€lfte der 90er Jahre noch die Teams aus dem Osten dominierend, so verschob sich das KrĂ€fteverhĂ€ltnis mit der Saison 1995/96 ganz klar in den Westen. Die Detroit Red Wings, die nach den Jahren der Original Six eine Durststrecke zu durchleben hatten, unterlagen 1995 in den Stanley-Cup-Finals noch einmal den New Jersey Devils. Sie dominierten auch die kommende Saison, doch im Finale der Western Conference beendete ein neues Team ihre Titelhoffnung erneut. Die einst aus der WHA gekommenen QuĂ©bec Nordiques waren vor dieser Saison umgezogen und konnten bereits in ihrer ersten Saison als Colorado Avalanche den Stanley Cup gewinnen und nach Denver holen. Im letzten Finalspiel gegen die Florida Panthers, dem ersten der neuen Expansion-Team, das es in die Finalserie schaffte, konnte Uwe Krupp in der dritten Overtime das entscheidende Tor erzielen. Krupp war damit der erste Deutsche, der den Stanley Cup gewinnen konnte. In den Spielzeiten 1997 und 1998 waren dann aber die Red Wings am Zug und konnten den Stanley Cup zweimal in Folge gewinnen. Großen Anteil an den Erfolgen hatten hierbei die sogenannten Russian Five.

Logo der NHL bis zum Lockout im Jahr 2005

Auch der Verkauf der ehemaligen WHA-Teams ging weiter. Zur Saison 1996/97 zog das ehemalige Team der Winnipeg Jets ins sonnige Arizona und spielte dort als Phoenix Coyotes und auch die Hartford Whalers konnten sich in ihrer Heimat nicht halten und spielten ab der Saison 1997/98 als Carolina Hurricanes in Greensboro im US-Bundesstaat North Carolina. Die Edmonton Oilers waren damit das einzige Franchise, das von den einst vier WHA-Teams ĂŒbergeblieben war.

Mit den Nashville Predators bekam die NHL 1998 ihr 27. Franchise, wodurch die Liga umstrukturiert wurde. Ab der Saison 1998/99 spielte man in sechs regionalen Divisions mit spĂ€ter jeweils fĂŒnf Teams. 1999 ehrte die Liga mit Wayne Gretzky ihren grĂ¶ĂŸten Spieler, in dem Gretzkys RĂŒckennummer 99 gesperrt wurde. Die Nummer 99 wird seither an keinen Spieler mehr vergeben.[45]

Fast 20 Jahre nach dem Umzug der Atlanta Flames kehrte die NHL in die Stadt zurĂŒck. Nachdem die Stadt eine neues Stadion gebaut hatte, nahmen die Atlanta Thrashers ab der Millennium-Saison ihre GeschĂ€fte auf.

Bekannte Spieler der 1990er Jahre

(aktive Zeit und Position in Klammern)[16]

Der dreimalige Sieger der Vezina Trophy verließ bei 551 Spielen das Eis als Sieger. Diese Marke war lange Rekord in der NHL bis Martin Brodeur sie brach.
In seiner Zeit bei den Blackhawks war der dreimalige Gewinner der James Norris Trophy das AushÀngeschild seines Teams.
Zwei Stanley Cups holte er mit seinen Penguins. Kein anderer Spieler kam Wayne Gretzky so nahe wie „Super Mario“. Mit 199 Punkten in der Saison 1988/89 scheiterte der dreifache Gewinner der Hart Memorial Trophy nur knapp an der 200-Punkte-Marke.
Ein Leben fĂŒr die Red Wings, bei denen er 20 Jahre, so lange wie kein anderer, KapitĂ€n war. Dreimal konnte er dabei den Stanley Cup in HĂ€nden halten.
Als Nachfolger von Gretzky und Lemieux gehandelt, verweigerte er einen Vertrag in QuĂ©bec. FĂŒhrte die Flyers 1997 in die Finalserie, wurde in seiner Karriere aber durch mehrere GehirnerschĂŒtterungen gehandicapt.
Einer der erfolgreichsten Rechtsaußen aller Zeiten, nur zwei rechte FlĂŒgelstĂŒrmer haben in ihrer Karriere mehr Tore vorgelegt als er.
Nachdem er sich in Chicago nicht durchsetzen konnte, wechselte er zu den Sabres und wurde zum Star, gewann sechs Mal die Vezina Trophy und zweimal die Hart Memorial Trophy.
Zwölf Mal wurde er in eines der All-Star Teams gewÀhlt. In fast allen Scorer-Kategorien liegt er auf Platz drei unter den Verteidigern.
Seine Karriere begann er an der Seite von Mario Lemieux und entwickelte sich zu einem der konstant besten Scorer der NHL. Viermal gewann er als bester Scorer die Art Ross Trophy.
Als Spielmacher fĂŒhrte er die Maple Leafs Anfang der 90er an. Seine beiden Stanley Cups gewann er aber mit den Flames und den Devils.
Nur der Umzug von QuĂ©bec nach Denver ließ ihn das Team wechseln. Von 1991 bis 2007 wurde er nur einmal nicht fĂŒr das All-Star Game berufen. Er gewann in dieser Zeit alle wichtigen TrophĂ€en.
Bekannt als Rauhbein war er beim Stanley-Cup-Sieg der Devils 1995 einer der SchlĂŒssel zum Erfolg. Er wechselte nach Denver und holte dort erneut den Cup.
Setzte sich in Chicago gegen Dominik HaĆĄek durch. Startete 1991 als Top-Rookie und war danach meist beim NHL All-Star Spiel dabei.
Bei seinem Karriereende war er mit 1.495 Spielen der US-Amerikaner mit den meisten EinsĂ€tzen, inzwischen aber von Chris Chelios ĂŒberholt.
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brett Hull Logo Calgary Flames.svg Logo St Louis Blues.svg Logo Dallas Stars.svg Logo Detroit Red Wings.svg Logo Phoenix Coyotes.svg
    (1986–2005, RW)
Der Sohn des legendÀren Bobby Hull erzielte in seiner Karriere 741 Tore. Nur Wayne Gretzky und Gordie Howe waren erfolgreicher.
Mit beinahe unglaublichen 132 Punkten in seiner ersten NHL-Saison hĂ€lt er noch heute den Rekord fĂŒr Rookies. 2007 konnte er erstmals den Stanley Cup gewinnen.
1988 war er der Top-Pick beim Draft. War das AushĂ€ngeschild des Teams in Minnesota und nach dem Umzug in Dallas. Dort fĂŒhrt er auch mit weitem Abstand die Liste der besten Scorer des Teams an.
Als Spielmacher stand er immer im Schatten anderer Stars, doch am Ende seiner Karriere blickte er auf 1.079 Vorlagen zurĂŒck und schaffte es in dieser Kategorie unter die ewigen Top 10.
Viele Jahre war er der Chef an der blauen Linie der New York Rangers. Als sein Team1994 den Stanley Cup holte, wurde er mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet.
Der beinharte Verteidiger wurde bei den Devils zum Star der 90er Jahre. Er fĂŒhrte sein Team zu drei Stanley-Cup-Siegen. Er stand in 1.635 NHL-Spielen auf dem Eis.
Erreichte in seiner Karriere nur zweimal weniger als 50 Punkte in einer Saison. Den Stanley Cup gewann er erst nach seinem Wechsel zu den Red Wings.
Der beste TorschĂŒtze der Los Angeles Kings ist der erfolgreichste Linksaußen der NHL. Mit 668 Toren und 1394 Punkten fĂŒhrt er die Bestenlisten an.
Im Paket fĂŒr Eric Lindros nach QuĂ©bec getauscht, avancierte er zum GlĂŒcksgriff fĂŒr das Franchise. Nach dem Umzug des Teams war er der Star der Avalanche und holte mit dem Team den Stanley Cup zweimal.
Verdiente sich wegen seiner Schnelligkeit den Namen „Russian Rocket“, fĂŒhrte die Canucks 1994 in die Stanley-Cup-Finals. In seinen Jahren in Florida holte er zweimal die Maurice Richard Trophy.

Das neue Jahrtausend (seit 2000)

Der SĂŒden macht auf sich aufmerksam

Im Jahr 2000 erreichte die Liga mit der Aufnahme der Minnesota Wild aus Saint Paul im Bundesstaat Minnesota und den Columbus Blue Jackets aus Columbus im Bundesstaat Ohio ihre derzeitige StĂ€rke von 30 Mannschaften.[46] Die Wild sind das erste Team aus dem Bundesstaat Minnesota, nachdem die Minnesota North Stars 1993 nach Texas umgesiedelt worden waren. Damals hatte die Liga den Fans versprochen, auch in Zukunft wieder ein Franchise in Minnesota niederlassen zu wollen. Im Jahr 2003 fand in Edmonton das erste regulĂ€re NHL-Spiel unter freiem Himmel statt. Die Begegnung der Edmonton Oilers und MontrĂ©al Canadiens wurde als Heritage Classic am 22. November im Commonwealth Stadium bei Temperaturen von −18 Â°C Celsius und vor 57.167 Zuschauern ausgetragen.[47]

Die Saison 2004/05 fiel komplett einem Spielerstreik zum Opfer, nachdem sich Spielergewerkschaft und Liga nicht auf die VerlĂ€ngerung des Collective Bargaining Agreement hatten einigen können. Die Klubbesitzer forderten aufgrund von im Vergleich zu den Einnahmen ĂŒberproportional gewachsenen SpielergehĂ€ltern die EinfĂŒhrung eines Salary Cap, einer Gehaltsobergrenze fĂŒr Spieler, welche von der National Hockey League Players’ Association allerdings strikt abgelehnt wurde.[48] Nachdem der Saisonstart zunĂ€chst auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, kĂŒndigte Commissioner Gary Bettman am 16. Februar 2005 die Absage der kompletten Spielzeit an.[49][50] Dies war in der Geschichte des US-Sports die erste Absage einer vollstĂ€ndigen Saison in einer Profiliga. Erst im Juli einigten sich beide Seiten auf ein neues Collective Bargaining Agreement, welches auch eine Gehaltsobergrenze fĂŒr Spieler enthielt.[49][51]

In der ersten Saison nach dem Lockout kam es zu verschiedenen RegelĂ€nderungen, wie der Abschaffung von Unentschieden und einer Null-Toleranz-Regel bei der Bestrafung von Behinderungen[52], welche die Sportart nach der einjĂ€hrigen Pause schneller und offener gestalten und technisch versierte Spieler bevorzugen sollten.[53] Die zum Teil kontrovers diskutierten Änderungen[54][55] fĂŒhrten zu einer höheren Torquote pro Spiel. So erzielten die Mannschaften in der Saison 2005/06 im Schnitt 6,1 Tore pro Spiel, was mehr als ein Tor ĂŒber dem Wert der Spielzeit 2003/04 lag und den höchsten Anstieg seit 1930 bedeutete.[52] Allerdings nahmen die Trefferzahlen pro Spiel in den folgenden Jahren wieder deutlich ab[56] und der bei vielen Teams geringe Spielraum im GehaltsgefĂŒge ließ nur wenige Transfers zu.

NHL Winter Classic 2008 im Ralph Wilson Stadium

In der Saison 2005/06 begannen zudem die Karrieren von Sidney Crosby und Alexander Owetschkin, die beide noch wĂ€hrend ihrer ersten drei Spielzeiten in der Liga sowohl die Art Ross Trophy fĂŒr den Topscorer als auch die Hart Memorial Trophy fĂŒr den Most Valuable Player der regulĂ€ren Saison gewinnen konnten.[57][58] Der Erfolg des Heritage Classic fĂŒhrte zudem dazu, dass in den folgenden Jahren weitere NHL-Spiele unter freiem Himmel ausgetragen wurden. Die Buffalo Sabres waren am Neujahrstag 2008 Gastgeber des NHL Winter Classic 2008, welches sie vor 71.217 im Ralph Wilson Stadium nach Penaltyschießen gegen die Pittsburgh Penguins verloren.[59] Das zweite Winter Classic wurde am 1. Januar 2009 zwischen den Chicago Blackhawks und den Detroit Red Wings auf dem Wrigley Field ausgetragen[60], das NHL Winter Classic 2010 fand am 1. Januar 2010 im Fenway Park in Boston zwischen den Boston Bruins und Philadelphia Flyers statt.

Nachdem es im neuen Jahrtausend zunĂ€chst verstĂ€rkt zu sinkendem Zuschauerinteresse im US-amerikanischen Fernsehen kam, stiegen die Einschaltquoten, ebenso wie die Besucherzahlen, nach dem Lockout in der Saison 2004/05 wieder an.[61] Um die Liga weltweit besser vermarkten zu können, finden seit 2007 die Eröffnungsspiele auf anderen Kontinenten statt. Nachdem die San Jose Sharks und die Calgary Flames bereits im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 1998 eine Partie in Tokio ausgetragen hatten, kam es 2007 zum Aufeinandertreffen der Los Angeles Kings und Anaheim Ducks in der O₂ Arena in London, ein Jahr spĂ€ter trugen vier Teams Spiele in Stockholm und Prag aus.[62]

Seit der EinfĂŒhrung der Salary Cap zur Saison 2005/06, die damals eine Gehaltsobergrenze von 39 Millionen US-Dollar festsetzte[63], stieg die Höchstgrenze der zu bezahlenden GehĂ€lter jĂ€hrlich stets um mehrere Millionen US-Dollar. Nachdem die Gehaltsgrenze bis zur Saison 2010/11 auf 59,4 Millionen angehoben wurde[64], stieg diese fĂŒr die Spielzeit 2011/12 auf rund 64 Millionen.[65][63] Die Salary Floor, eine Gehaltsuntergrenze, wurde mit der Einrichtung der Gehaltsobergrenze 2005 ebenfalls festgelegt. Diese betrug zunĂ€chst etwa 22 Millionen US-Dollar[66] und wurde bis zur Saison 2010/11 auf 43,4 Millionen hochgeschraubt.[64] Zur Spielzeit 2011/12 wurde die Gehaltsuntergrenze weiter erhöht und auf etwa 48 Millionen angehoben.[65][63] Schlussendlich wurde im Verlauf des Juni 2011 verkĂŒndet, dass die endgĂŒltige Salary Cap fĂŒr die Saison 2011/12 im Vergleich zur Prognose noch um weitere 300.000 US-Dollar angehoben wurde und diese auf 64,3 Millionen festgesetzt wurde.[67] Dies bedeutete eine Erhöhung von beinahe fĂŒnf Millionen gegenĂŒber der vorhergehenden Spielzeit.

Mit den Tampa Bay Lightning im Jahr 2004, den Carolina Hurricanes 2006 und Anaheim Ducks 2007 gewannen dreimal in Folge Mannschaften aus dem sĂŒdlichen Teil der Vereinigten Staaten den Stanley Cup. Zuvor hatte mit den Dallas Stars im Jahr 1999 erst einmal eine Mannschaft der SĂŒdexpansion die TrophĂ€e gewonnen.

Bekannte Spieler der 2000er Jahre

(aktive Zeit und Position in Klammern)

Brodeur steht seit 1992 im Tor der New Jersey Devils, mit denen er dreimal den Stanley Cup gewann. Außerdem erreichte der mehrfach mit der Vezina Trophy ausgezeichnete TorhĂŒter mit dem Team Canada bei den Winterspielen 2002 die Goldmedaille.
Der Finne gewann 2006 sowohl die William M. Jennings Trophy fĂŒr die wenigsten Gegentore als auch die Vezina Trophy als bester TorhĂŒter. Kiprusoff stellte 2005 mit 1,69 Gegentoren pro Spiel einen neuen NHL-Rekord auf und stand außerdem im NHL All-Star Game 2007.
Der TorhĂŒter nahm an den NHL All-Star Games 2005 und 2007 teil. Der Weltmeister von 2004 und Olympiasieger von 2010 wurde außerdem zweimal ins NHL Second All-Star Team gewĂ€hlt.
Der Russe wurde bereits in seiner NHL-Premierensaison 2000/01 ins NHL All-Star Game sowie ins NHL All-Rookie Team gewĂ€hlt. Außerdem erhielt er die Calder Memorial Trophy als Rookie des Jahres. 2008 nahm er erneut am All-Star Game teil.
Blake gewann mit der Colorado Avalanche 2001 den Stanley Cup. Bislang nahm er siebenmal an einem NHL All-Star game teil, 1998 erhielt er die James Norris Memorial Trophy als wertvollster Verteidiger. Mit Kanada gewann er außerdem 2002 Olympia-Gold.
Der Schwede gewann mit den Detroit Red Wings bislang viermal den Stanley Cup, außerdem kann er zehn All-Star-Game-Teilnahmen sowie sechs James Norris Memorial Trophys als bester Verteidiger vorweisen. Mit Schweden gewann er 2006 Gold bei Olympia.
Niedermayer gewann vier Mal den Stanley Cup. Außerdem nahm der Olympiasieger von 2002 und 2010 an vier All-Star-Spielen teil und gewann 2004 die James Norris Memorial Trophy als bester Abwehrspieler sowie 2007 die Conn Smythe Trophy als MVP der Play-offs.
Trotz mehr als 1000 Ligaspielen, fĂŒnf All-Star-Game-Teilnahmen sowie vier individuellen Auszeichnungen der Liga, gewann der Abwehrspieler erst 2007 mit den Anaheim Ducks den Stanley Cup. Mit Kanada gewann Pronger die WM 1997 und Olympia-Gold 2002 und 2010 .
Subow war 1994 zusammen mit drei LandsmĂ€nnern der erste Russe, der den Stanley Cup gewinnen konnte. 1999 wiederholte der Olympiasieger von 1994 den Erfolg mit den Dallas Stars. Außerdem nahm er an drei All-Star-Spielen teil.
Obwohl er fĂŒnfmal in ein NHL All-Star Game berufen wurde und knapp 1300 NHL-Spiele absolvierte, konnte der US-Amerikaner mit keinem seiner Teams den Stanley Cup gewinnen. Mit dem Team USA gewann den World Cup 1996 sowie Olympia-Silber 2002.
Der First Pick von 2005 konnte insgesamt sechs Meilensteine und Auszeichnungen als bislang jĂŒngster Spieler der NHL-Geschichte erreichen. 2007 wurde er jĂŒngster MannschaftskapitĂ€n der NHL-Geschichte. 2009 gewann Crosby mit Pittsburgh den Stanley Cup und 2010 wurde er Olympiasieger mit Team Canada.
Fjodorow war der erste Russe, der 1000 NHL-Punkte erreichen konnte. WĂ€hrend seiner Karriere gewann er dreimal den Stanley Cup, vier Liga-Auszeichnungen und bestritt sechs All-Star Games. Mit Russland gewann er Olympia-Silber und -Bronze sowie drei WM-Titel.
Der Schwede gewann mit der Colorado Avalanche zwei Stanley Cups, außerdem bestritt er fĂŒnf All-Star Games und gewann 1995 die Calder Memorial Trophy als bester Rookie, die Hart Memorial Trophy als MVP der Saison 2001/02 sowie den Plus/Minus Award 2003.
Der Rookie des Jahres 2002 nahm bislang an drei All-Star Games teil und wechselte 2009 zu den San Jose Sharks, um seinen ersten Stanley Cup zu gewinnen. Mit der kanadischen Nationalmannschaft gewann Heatley die Weltmeisterschaften 2003 und 2004.
Der Kanadier gewann bislang sieben individuelle Auszeichnungen, davon drei in seiner bislang besten Saison, der Spielzeit 2001/02. Mit dem Team Canada gewann Iginla Gold bei der WM 1997, dem World Cup 2004 sowie den Olympischen Spielen 2002 und 2010.
Kariya nahm an sieben All-Star-Spielen teil, davon zwischen 1999 und 2003 fĂŒnfmal in Folge. Als Spieler mit hohem sportlichen Standard und vorbildlichem Benehmen gewann er 1996 und 1997 die Lady Byng Memorial Trophy.
Der Finne wechselte 1992 in die NHl, wo er als Rookie der Saison ausgezeichnet wurde. Der-Stanley-Cup-Gewinner von 2007 nahm an insgesamt zehn All-Star Games teil und gewann 1999 die Maurice Richard Trophy sowie 2006 die Bill Masterton Memorial Trophy.
Der StĂŒrmer spielte vor seinem Wechsel zu den Anaheim Ducks 13 Spielzeiten lang fĂŒr die Montreal Canadiens und gewann in dieser Zeit die Bill Masterton Memorial Trophy sowie King Clancy Memorial Trophy. Koivu wurde zudem zweimal fĂŒr das All-Star Game nominiert.
Der zweifache Weltmeister wechselte nach einem erfolgreichen Karrierestart in seiner Heimat 2001 zu den Atlanta Thrashers. Kowaltschuk nahm bislang an zwei All-Star Games teil und gewann 2004 die Maurice Richard Trophy als bester TorjÀger der regulÀren Saison.
Der Angreifer absolvierte in seiner Karriere ĂŒber 1000 NHL-Spiele, ohne den Stanley Cup gewinnen zu können. NĂ€slund nahm an fĂŒnf All-Star-Spielen teil und wurde 2003 von der NHLPA mit dem Lester B. Pearson Award als MVP der regulĂ€ren Saison ausgezeichnet.
Der Gewinner der Calder Memorial Trophy 2006 wurde bereits in seinem ersten NHL-Jahr ins NHL First All-Star Team, absolvierte seit 2007 jedes All-Star Game und stand ebenfalls jedes Jahr im First All-Star Team. 2008 erhielt er gleich vier, 2009 drei individuelle Auszeichnungen der Liga. Er ist der LW mit den meisten Toren in einer Saison (65 Tore 2007/08).
Sundin erreichte 2003 als erster Schwede die 1000-Punkte-Marke. Trotz knapp 1500 NHL-Partien und sieben All-Star-Game-Teilnahmen konnte der dreimalige Weltmeister und Olympiasieger von 2006 nicht den Stanley Cup gewinnen.
Der Kanadier spielte bislang sechs All-Star Games und wurde 2006 als Topscorer mit der Art Ross Trophy sowie der Hart Memorial Trophy als wertvollster Spieler er regulÀren Saison ausgezeichnet. Mit Kanada gewann er den World Cup of Hockey 2004.
Der First Pick von 1998 nahm bisher an vier All-Star Games teil und gewann 2007 die Maurice Richard Trophy als bester TorschĂŒtze. 2004 gewann er als MVP den World Cup of Hockey 2004 mit dem Team Kanada.

Regionale Entwicklung

Als die NHL im Jahr 1917 gegrĂŒndet wurde, war es eine regionale Liga fĂŒr die kanadischen Provinzen Ontario und QuĂ©bec. Seit dieser Zeit war nur aus den StĂ€dten Montreal und Toronto durchgehend ein Team in der Liga. In der Mitte der 1920er Jahre kamen die ersten US-amerikanischen Teams hinzu. Zwei Standorte, Boston und New York City, lagen direkt an der OstkĂŒste, die anderen beiden, Chicago und Detroit, an den Großen Seen in der NĂ€he der kanadischen Grenze. Weitere Standorte, die vor der Zeit der Original Six meist kurzfristig ein NHL-Team beheimateten, lagen in den Vereinigten Staaten etwas sĂŒdlicher in Philadelphia und Pittsburgh. Der Versuch in St. Louis ein Team weiter im SĂŒdwesten zu stationieren, bereitete nicht zuletzt wegen der aufwendigen Reisen zu AuswĂ€rtsspielen grĂ¶ĂŸere Probleme und scheiterte nach kurzer Zeit.

Der nĂ€chste Vorstoß wurde Ende der 1960er Jahre unternommen. Neben der RĂŒckkehr in die drei ehemaligen StĂ€dte Philadelphia, Pittsburgh und St. Louis und einer Erweiterung im Norden entlang der kanadischen Grenze nach Minnesota, wurden erstmals zwei Teams an der WestkĂŒste in Oakland und Los Angeles platziert. In den kommenden Jahren folgten Teams an der WestkĂŒste Kanadas in Vancouver, im Landesinneren der Vereinigten Staaten in Kansas City und im SĂŒdosten in Atlanta. In derselben Zeit wurde auch das ehemalige Kernland mit Teams in Buffalo, Washington, D.C. und einem zweiten Team in New York gestĂ€rkt. Die meisten Standorte konnten sich behaupten, doch andere wurden auch wieder verlassen. Aus Oakland zog ein Franchise ins Kernland nach Cleveland, wo es auch keine dauerhafte Heimat fand, aus Kansas City zog das Team fĂŒr drei Jahre nach Denver, bevor es in New Jersey ein drittes Team im Großraum New York beheimatete. Mit der Übernahme von vier Teams aus der World Hockey Association wurde vor allem Kanada gestĂ€rkt. Nach QuĂ©bec kehrte die NHL nach etwa 50-jĂ€hriger Abwesenheit zurĂŒck. In Winnipeg hatte die Liga nun ein Team im Landesinneren Kanadas und der kanadische Westen bekam in Edmonton sein zweites Standbein. Dazu kam mit Hartford eine Stadt zwischen Boston und New York. Der Umzug von Atlanta nach Calgary 1980 fĂŒhrte zu einer entsprechenden Dichte im Westen Kanadas, wĂ€hrend der SĂŒdosten vorerst wieder ohne NHL-Team zurĂŒckgelassen wurde.

Die 1990er Jahre stehen fĂŒr die Eroberung von Marktanteilen in den sĂŒdlichen Regionen der USA, dem sogenannten Sun Belt. In San JosĂ© wurde die LĂŒcke geschlossen, die knapp 20 Jahre zuvor Oakland hinterlassen hatte, und mit Anaheim bekam Los Angeles einen engen Nachbarn. Florida erhielt in Tampa und Miami zwei Teams, und Kanada bekam nach 60 Jahren in der Hauptstadt Ottawa wieder ein Franchise. ZusĂ€tzlich gab es eine Reihe von Umsiedlungen. Den Beginn machte der Umzug von Minnesota nach Dallas, QuĂ©bec wurde wieder verlassen und das Franchise kehrte nach Denver zurĂŒck, aus Winnipeg zog ein Team nach Phoenix und die Hartford Whalers zogen nach North Carolina um.

Eine weitere Ausbreitung im SĂŒdosten erreichte die NHL mit neuen Teams ins Nashville und Atlanta, wohin die Liga nach 20 Jahren zurĂŒckkehrte. Etwas nördlicher orientierte sich die NHL bei den beiden Standorten fĂŒr zwei Teams, die seit 2000 in der Liga spielen. Mit Columbus in Ohio und St. Paul in Minnesota kamen die bisher letzten Standorte in die NHL. Wenn man dies als Trendwende Richtung Norden verstehen möchte, kann man auch die Überlegungen, das Team aus Nashville ins kanadische Hamilton umzuziehen, so einordnen. In der Saison 2011/12 hat Winnipeg wieder ein Team in der NHL.

Entwicklung und Ansiedlung der NHL-Franchises

Gruppenaufteilung

Mit den anfĂ€nglich vier Teams in der NHL war eine Unterteilung in Gruppen noch nicht erforderlich. Erst mit der stetigen Erweiterung wurde die Liga 1926 in die American Division und Canadian Division aufgeteilt. Die Teams waren somit regional nach LĂ€ndern getrennt, nur die New York Americans spielten mit den kanadischen Teams. Schon damals war es in der NHL ĂŒblich, dass vermehrt gegen die Teams aus der eigenen Division gespielt wurde, aber auch Spiele gegen alle Teams der anderen Division wurden ausgetragen. Durch zahlreiche Auflösungen von Teams wurde die Liga 1939 wieder in eine Gruppe zusammengefasst.

Erst 1967, als die Liga von sechs auf zwölf Teams erweitert wurde, fand erneut eine Teilung in zwei Divisions statt. Es fand eine Teilung der Liga in die Eastern Division und die Western Division statt. Hier wurde jedoch nicht nach einer geografischen Aufteilung vorgegangen, wie es die Namen vermuten lassen. In der Eastern Division spielten die ehemaligen Original Six-Franchises, in der Western Division die neuen Teams. Die Liga wuchs weiter und dem wurde 1974 Rechnung getragen, indem die NHL zwei Conferences mit je zwei Divisions einfĂŒhrte. In der Campbell Conference, benannt nach Clarence S. Campbell, dem damaligen NHL-PrĂ€sidenten, war die Smythe Division mit den westlichen Teams angeordnet. Bis 1981 war die Patrick Division mit den Teams aus der Umgebung von New York die zweite Division. Danach gehörte die Norris Division in die Campbell Conference. Hier spielten ĂŒberwiegend Teams aus der Mitte der Vereinigten Staaten. Die anderen Teams spielten in der Prince of Wales Conference, der die Adams Division mit den Teams aus dem Nordosten zugeordnet war. Hierzu gehörte bis 1981 die Norris Division, die durch die Patrick Division ersetzt wurde.

Seit 1993 ist die Liga in eine Eastern und eine Western Conference aufgeteilt. Dort wurde bis 1998 zunĂ€chst in den alten Divisions weitergespielt und diese mit den neu gegrĂŒndeten Franchises aufgefĂŒllt. Als die Nashville Predators zur Saison 1998/99 als 27. Franchise hinzukamen, wurde die Anzahl der Divisions von vier auf sechs erhöht. Diese erreichten mit der Aufnahme der Minnesota Wild und den Columbus Blue Jackets zur Saison 2000/01 eine StĂ€rke von jeweils fĂŒnf Klubs und unterteilen sich wie folgt.

Eastern Conference

Name Standort NHL-Mitglied seit Stadion KapazitÀt Eröffnung
Atlantic Division
New Jersey Devils Newark, New Jersey 1982/83 Prudential Center 17.615 2007
New York Islanders Uniondale, New York 1972/73 Nassau Veterans Memorial Coliseum 16.234 1972
New York Rangers New York City, New York 1926/27 Madison Square Garden 18.200 1968
Philadelphia Flyers Philadelphia, Pennsylvania 1967/68 Wells Fargo Center 19.519 1996
Pittsburgh Penguins Pittsburgh, Pennsylvania 1967/68 Consol Energy Center 18.087 2010
Northeast Division
Boston Bruins Boston, Massachusetts 1924/25 TD Garden 17.565 1995
Buffalo Sabres Buffalo, New York 1970/71 HSBC Arena 18.690 1996
Montréal Canadiens Montreal, Québec 1917/18 Centre Bell 21.273 1996
Ottawa Senators Ottawa, Ontario 1992/93 Scotiabank Place 19.153 1996
Toronto Maple Leafs Toronto, Ontario 1917/18 Air Canada Centre 18.819 1999
Southeast Division
Winnipeg Jets Winnipeg, Manitoba 2011/12 MTS Centre 15.015 2004
Carolina Hurricanes Raleigh, North Carolina 1997/98 RBC Center 18.730 1999
Florida Panthers Sunrise, Florida 1993/94 BankAtlantic Center 19.250 1998
Tampa Bay Lightning Tampa, Florida 1992/93 St. Pete Times Forum 19.758 1996
Washington Capitals Washington D.C. 1974/75 Verizon Center 18.277 1997

Western Conference

Name Standort NHL-Mitglied seit Stadion KapazitÀt Eröffnung
Central Division
Chicago Blackhawks Chicago, Illinois 1926/27 United Center 20.500 1994
Columbus Blue Jackets Columbus, Ohio 2000/01 Nationwide Arena 18.136 2000
Detroit Red Wings Detroit, Michigan 1926/27 Joe Louis Arena 20.066 1979
Nashville Predators Nashville, Tennessee 1998/99 Bridgestone Arena 17.113 1996
St. Louis Blues St. Louis, Missouri 1967/68 Scottrade Center 19.022 1994
Northwest Division
Calgary Flames Calgary, Alberta 1980/81 Scotiabank Saddledome 19.289 1983
Colorado Avalanche Denver, Colorado 1995/96 Pepsi Center 18.007 1999
Edmonton Oilers Edmonton, Alberta 1979/80 Rexall Place 16.839 1974
Minnesota Wild St. Paul, Minnesota 2000/01 Xcel Energy Center 18.064 2000
Vancouver Canucks Vancouver, British Columbia 1970/71 Rogers Arena 18.630 1995
Pacific Division
Anaheim Ducks Anaheim, Kalifornien 1993/94 Honda Center 17.174 1993
Dallas Stars Dallas, Texas 1993/94 American Airlines Center 18.532 2001
Los Angeles Kings Los Angeles, Kalifornien 1967/68 Staples Center 18.118 1999
Phoenix Coyotes Glendale, Arizona 1996/97 Jobing.com Arena 17.799 2003
San Jose Sharks San José, Kalifornien 1991/92 HP Pavilion 17.562 1993

Stadien und Zuschauer

Stadien

Bereits nach sechs Spielen in der ersten NHL-Saison spielte das Stadion in Montreal eine große Rolle. Es brannte ab und die Montreal Wanderers mussten den Spielbetrieb einstellen. Auch im weiteren Verlauf der NHL-Geschichte waren Stadien ausschlaggebend fĂŒr die Standortwahl, Umsiedlungen und Auflösungen von Teams. So zogen die Pittsburgh Pirates 1930 wegen des zu kleinen Stadions von Pittsburgh nach Philadelphia, um in einem Neubau spielen zu können. Es vergingen 37 Jahre, bis die NHL wieder ein Franchise in Pittsburgh ansiedelte. 1931 war Toronto die letzte der spĂ€teren „Original-Six“-StĂ€dte, die mit dem Maple Leaf Gardens ein neues Stadion baute. Es fasste etwa 15.000 Zuschauer und entsprach zum damaligen Zeitpunkt dem, was man von einem zeitgemĂ€ĂŸen Stadion erwartete. Auch die New York Americans waren bis 1942 auf der Suche nach einer alternativen SpielstĂ€tte zum Madison Square Garden. Zu Kriegszeiten ein unlösbares Unterfangen, sodass sie die Liga mit sechs Teams zurĂŒckließen.

Bei der Auswahl der sechs StĂ€dte, die mit der großen Erweiterung 1967 ein NHL-Team bekommen sollten, war St. Louis wegen seines großen Stadions, das den Besitzern der Chicago Black Hawks gehörte, auf die Liste gekommen. In der San Francisco Bay Area spekulierte die Ligaleitung hingegen auf den Neubau einer Halle in San Francisco und platzierte das Team einstweilen in Oakland. Der Bau kam nicht zustande und so verließ das Team nach neun Jahren Kalifornien. Anders stellte sich die Situation in Calgary dar. Als die Flames aus Atlanta kamen, musste das Team in einer Halle spielen, die 8.000 Zuschauern Platz bot. Die bevorstehenden Olympischen Winterspiele stellten den kurzfristigen Bau einer angemessenen Halle sicher.

Auch bei der Erweiterung der NHL in den 1990er Jahren ging die Liga oft in Vorleistung. In San Jose spielte die Mannschaft zwei Jahre in einer Halle mit knapp ĂŒber 10.000 PlĂ€tzen, bevor das neue Stadion fertig gestellt wurde. Dieselbe Situation bot sich in Ottawa und Tampa. Das Team aus Florida half sich jedoch anderweitig, indem es nach einem Jahr in den Thunderdome zog, ein fĂŒr American Football-Spiele ausgelegtes Stadion, das fĂŒr Eishockeyspiele extra umgebaut wurde. Hier stellte das Team auch mit 27.227 Zuschauern einen neuen NHL-Rekord auf. In den 1990er Jahren wurden in den meisten der NHL-StĂ€dte neue Stadien gebaut. Viele der alten Stadien standen zentral in den InnenstĂ€dten und die vorhandene Infrastruktur wurde genutzt, indem das neue Stadion nah am alten Standort gebaut wurde, so zum Beispiel in Boston und Buffalo. In Vancouver folgten die Planer vielen anderen Vorbildern und bauten das neue Stadion in zentraler Lage, wĂ€hrend die Arena in Chicago ein wenig aus dem Zentrum herausgezogen wurde und in Florida die SpielstĂ€tte aus Miami in einen Vorort von Fort Lauderdale verlegte. Eine geplante Verlegung hatten auch die Carolina Hurricanes vor sich. Da das Stadion in Raleigh noch nicht fertig gestellt war, spielte das Team in den ersten beiden Jahren in Greensboro. Dass in den Neubauten auch ein Risiko steckt, erlebten die Buffalo Sabres, als sich der VideowĂŒrfel ĂŒber Nacht löste und auf die EisflĂ€che stĂŒrzte. Der neue und derzeit aktuelle Zuschauerrekord wurde am 1. Januar 2008 in Orchard Park beim NHL Winter Classic 2008 aufgestellt, als die Buffalo Sabres gegen die Pittsburgh Penguins das zweite Mal in der NHL-Geschichte unter freiem Himmel im Ralph Wilson Stadium vor 71.217 Zuschauern spielten.[68]

Saison Zuschauerschnitt Zuschauer
insgesamt
Durchschnittliche
StadionkapazitÀt
2008/09 17.460 21.475.223
2007/08 17.265 21.236.255
2006/07 16.486 20.277.780 18.493
2005/06 16.995 20.854.169 18.431
2003/04 16.550 20.356.199 18.357
2002/03 16.591 20.408.704 18.349
2001/02 16.760 20.614.613 18.355
1995/96 15.987 17.041.614 17.495
1990/91 14.695 12.343.897 16.808
1986/87 14.114 11.855.880 16.653
1982/83 13.120 11.020.610 16.073
1978/79 11.409 7.758.053 16.345
1974/75 13.224 9.521.536 16.108
1968/69 12.172 5.550.613 15.509
1966/67 14.689 3.084.759 15.650

Heute spielen 25 der 30 Teams in Stadien, die 1993 und spĂ€ter erbaut wurden. Das Ă€lteste Stadion, der Madison Square Garden, steht in New York. Das im August 2010 eröffnete Consol Energy Center in Pittsburgh ersetzte die 1961 erbaute Mellon Arena, welche zuvor die Ă€lteste SpielstĂ€tte der NHL war. Die Stadien in Montreal (21.273) und Chicago (20.500) sind die grĂ¶ĂŸten, wĂ€hrend man nur bei den Islanders (16.234) und in Edmonton (16.839) weniger als 17.000 PlĂ€tze zur VerfĂŒgung hat.

Namensrechte

Bis auf den Madison Square Garden und das Nassau Veterans Memorial Coliseum in der New Yorker Metropole sowie die Joe Louis Arena in Detroit, tragen alle Stadien der NHL einen WerbetrĂ€ger in ihrem Namen. Am teuersten ließ der EigentĂŒmer sich diesen Namen in Atlanta bezahlen. FĂŒr die Namensrechte der Philips Arena wurde bereits 1999 ein Betrag von 180 Millionen US-Dollar bezahlt, was neun Millionen pro Jahr entspricht. DafĂŒr wird das Stadion bis 2019 diesen Namen tragen. Den höchsten Preis zahlte der Interessent in Dallas. FĂŒr 195 Millionen Dollar wurden die Namensrechte fĂŒr 30 Jahre – 6,5 Millionen pro Jahr â€“ verkauft. Bis 2015 lĂ€uft der derzeit gĂŒnstigste Vertrag. FĂŒr nur 18,5 Millionen Dollar, dementsprechend 925.000 Dollar pro Jahr, sicherte sich der Automobilkonzern General Motors in Vancouver die Rechte am General Motors Place.

Die mit weitem Abstand meisten Namen hatte das Stadion in Boston. Kurz vor der Eröffnung der Halle war der ursprĂŒngliche Inhaber der Namensrechte, die Shawmut Bank von der Fleet Bank ĂŒbernommen worden. So wurde das Stadion als Fleet Center eröffnet. Nachdem auch die Fleet Bank ĂŒbernommen worden war, kaufte man sich aus den VertrĂ€gen heraus. In der Zeit bis ein neuer Namensgeber gefunden worden war, konnten Interessenten an 30 Tagen ĂŒber das Auktionshaus eBay die Namensrechte fĂŒr einen Tag kaufen. Der 32. Name ist auch heute noch aktuell. Bis 2025 soll es TD Banknorth Garden heißen.

Zuschauer

Offiziell veröffentlicht die NHL Zuschauerzahlen seit der Saison 1960/61. In diesem Jahr verkauften die Teams ĂŒber 2,3 Millionen Eintrittskarten in den 210 Spielen. Das ergab einen Schnitt von gut 11.000 Zuschauern pro Spiel. Bis zum Ende der Ära der „Original Six“ stieg die Zuschauerzahl kontinuierlich auf ĂŒber drei Millionen Zuschauer bei einem Schnitt von knapp 14.700. Mit sechs neuen Teams gab es zur Saison 1967/68 444 Spiele. Noch scheiterte die Liga knapp an fĂŒnf Millionen Zuschauern, die im folgenden Jahr erreicht wurden. Der Schnitt pro Spiel fiel jedoch wieder auf 11.122. Bevor die World Hockey Association ihren Spielbetrieb aufnahm, hatte die NHL in der Saison 1971/72 ĂŒber 7,6 Millionen Zuschauer erreicht und blieb knapp unter 14.000 im Schnitt. Als die Teams zur Saison 1974/75 720 Spiele auf dem Spielplan hatten, wurde mit 9,5 Millionen ein neuer Zuschauerrekord erreicht, doch bis zur letzten Saison der WHA 1978/79 fielen die Zuschauerzahlen kontinuierlich bis auf 7,7 Millionen und einen Schnitt von 11.400 ab.

Vier Teams mehr, keine Konkurrenz und Wayne Gretzky in der Liga, steigerten die Nachfrage wieder. In der Saison 1979/80 wurden erstmals mehr als 10 Millionen Zuschauer verbucht und der Zuschauerschnitt, der in diesem Jahr bei 12.540 lag, stieg in den nÀchsten zehn Jahren auf knapp 15.000.

Neue Teams mit kleinen Stadien brachten mehr Spiele und steigerten die absolute Zuschauerzahl, drĂŒckten aber auch den Schnitt. 1992/93 absolvierten die Mannschaften erstmals ĂŒber 1.000 Spiele und lockten ĂŒber 14 Millionen Zuschauer an, der Schnitt war jedoch auf gut 14.000 gesunken. Neue Stadien in vielen StĂ€dten halfen hier zu einer weiteren Steigerung. 1995/96 wurde bei den Zuschauern die 17 Millionen-Grenze ĂŒbertroffen. Im Schnitt waren das 15.983 Zuschauer und seit der darauffolgenden Saison wurden die 16.000 auch nie mehr unterschritten.

In der Saison 2009/10 besuchten durchschnittlich 17.070 Zuschauer die Spiele der NHL in der regulÀren Saison. Den besten Zuschauerschnitt hatten dabei wie im Vorjahr die Chicago Blackhawks mit 21.356 Besuchern, Schlusslicht waren die Phoenix Coyotes mit 11.989 Besuchern pro Heimspiel.[69] Die Gesamtzuschauerzahl lag bei den mehr als 1.200 Spielen der regulÀren Saison bei knapp 21 Millionen.

Saison Durchschnittlicher
Eintrittspreis
GĂŒnstigstes
Stadion
Teuerstes
Stadion
2009/10 $ 51,27 $ 35,66 Logo Dallas Stars.svg $ 114,10 Logo Toronto Maple Leafs.svg
2008/09 $ 49,66 $ 29,94 Logo St Louis Blues2.svg $ 76,15 Logo Toronto Maple Leafs.svg
2007/08 $ 48,72 $ 25,48 Logo St Louis Blues2.svg $ 88,32 Logo Toronto Maple Leafs.svg
2006/07 $ 43,13 $ 25,41 Logo Phoenix Coyotes.svg $ 58,96 Logo Vancouver Canucks.svg
2005/06 $ 41,19 $ 26,15 Carolina Hurricanes Logo.svg $ 54,81 Logo Philadelphia Flyers.svg
2004/05 – – –
2003/04 $ 43,57 $ 29,76 Logo Florida Panthers.svg $ 57,11 Logo Detroit Red Wings.svg
2002/03 $ 41,56 $ 29,36 Logo Edmonton Oilers.svg $ 57,06 Logo Philadelphia Flyers.svg
2001/02 $ 41,02 $ 27,72 Logo Edmonton Oilers.svg $ 54,71 Logo Philadelphia Flyers.svg
2000/01 $ 47,70 $ 32,86 Logo Calgary Flames.svg $ 67,01 Logo Toronto Maple Leafs.svg
1999/00 $ 46,38 $ 27,85 Logo Calgary Flames.svg $ 69,92 Logo Toronto Maple Leafs.svg
1998/99 $ 42,78 $ 26,04 Logo Calgary Flames.svg $ 58,83 New York Rangers Logo.svg
1997/98 $ 42,15 $ 21,90 Logo Calgary Flames.svg $ 58,83 New York Rangers Logo.svg
1996/97 $ 38,04 $ 23,42 Logo Edmonton Oilers.svg $ 52,58 Boston Bruins.svg
1995/96 $ 34,72 $ 20,68 Logo Edmonton Oilers.svg $ 52,58 Boston Bruins.svg
1994/95 $ 33,49 $ 19,84 Logo Tampa Bay Lightning.svg $ 42,21 Logo St Louis Blues.svg

Eintrittspreise

Lange Zeit waren die Eintrittspreise beim Eishockey sehr gĂŒnstig. Ein Blick zurĂŒck in die erste Saison der Toronto Maple Leafs im Maple Leaf Gardens 1931 zeigt Eintrittspreise beginnend bei einem und bis zu drei Dollar auf den teuersten PlĂ€tzen. Die Preisspanne ging in den folgenden Jahren etwas auseinander. Zeitweise konnte man die gĂŒnstigsten Eintrittskarten schon um 60 Cent erwerben und um 1950 lagen die Eintrittspreise zwischen 0,90 und 3,50 Dollar. Auch am Anfang der 60er Jahr konnte man ab einem Dollar schon ins Stadion. 7,70 Dollar zahlte man 1971 fĂŒr den teuersten Platz. Zwischen fĂŒnf und 15 Dollar verlangten die Maple Leafs Anfang der 80er Jahre.

Zur Saison 1991/92 gab es keine Karten mehr fĂŒr weniger als zehn Dollar. FĂŒr StehplĂ€tze oder Sitze in den obersten Reihen verlangte man 16 Dollar. Wer nahe der EisflĂ€che sitzen wollte, der musste bis zu 40 Dollar bezahlen. Der Preissprung war in der Saison 1994/95 im vollen Gange. Die durchschnittliche Eintrittskarte in der NHL kostete 33,49 Dollar. In den kommenden Jahren wurde die Preisschraube angezogen und bis zur Saison 2000/01 hatte man die Preise um 42,5 % angehoben. Nun kostete die Karte im Schnitt 47,70 Dollar. Betrachtet man diesen Preissprung etwas genauer, so fallen einige Besonderheiten auf. Neue Stadien wie in Toronto (+ 87,8 %), aber auch UmzĂŒge vom einst gĂŒnstigen QuĂ©bec ins nun teure Denver (+ 99 %) waren hier die maßgeblichen GrĂŒnde. Das Franchise in Tampa spielte 1994 in einem 28.000 Zuschauer fassenden, jedoch nicht auf allen PlĂ€tzen fĂŒr Eishockey geeigneten Stadion. Dadurch ergab sich mit unter 20 Dollar der gĂŒnstigste Durchschnittspreis der Liga. Dass der Preis in einem neuen Stadion mit besserer Sicht und gutem Komfort auf knapp ĂŒber 40 Dollar angepasst wurde, lag auf der Hand. Doch es gab auch in dieser Zeit positive Beispiele. In St. Louis hatte man gemerkt, dass man in der Vergangenheit zu teuer gewesen war und so erhöhte man die Preise in dieser Zeit nur um 6 % und nach einer Preiserhöhung von nur 8 % bei den Islanders hatte man sich von einem Mittelfeldplatz bei den Eintrittspreisen zum zweitgĂŒnstigsten entwickelt. Nur in Calgary war man mit 32,86 Dollar noch gĂŒnstiger. Ein Jahr spĂ€ter brachen die Preise ein, was man vor allem in Toronto merkte, wo die Ticketpreise im Schnitt um fast 23 Dollar zurĂŒckgingen. Seitdem stieg der ligaweite Durchschnittspreis von 41 auf ĂŒber 54 Dollar.

Im Durchschnitt kostete in der Saison 2007/08 eine Eintrittskarte 48,72 Dollar. Besonders gĂŒnstig waren die Karten in St. Louis, wo der durchschnittliche Eintrittspreis bei 25,48 Dollar lag, sehr teuer war es in Toronto, Montreal, Vancouver, New Jersey, Calgary und Edmonton, wo die Karte jeweils mehr als 60 Dollar im Durchschnitt kostete.[70]

Insgesamt erwirtschaftete die NHL durch den Verkauf von Eintrittskarten rund 1,1 Milliarden Dollar. Der Krösus waren die Toronto Maple Leafs, die pro Heimspiel 1,9 Millionen Dollar an Eintrittsgeldern einnahmen, Schlusslicht die Phoenix Coyotes mit 450.000 Dollar pro Heimspiel.[71]

In den folgenden Jahren stieg der Durchschnittspreis weiterhin deutlich an, wobei die Eintrittspreise in der Saison 2010/11 besonders in Toronto und Montreal deutlich teurer sind als anderswo. Besonders gĂŒnstig sind Karten in Dallas, Phoenix und Buffalo zu erwerben.[72]

Auszeichnungen und TrophÀen

Insgesamt vergibt die NHL im Saisonverlauf zurzeit 24 TrophĂ€en fĂŒr Mannschaften, Spieler, Trainer und General Manager. Die wohl bekannteste ist der Stanley Cup, der an den Sieger der Playoffs vergeben wird und bereits seit 1893 existiert. Die Ă€lteste individuelle SpielertrophĂ€e ist die Hart Memorial Trophy, die seit 1924 an den wertvollsten Spieler der regulĂ€ren Saison verliehen wird. Im Laufe der Jahre fĂŒhrte die Liga weitere TrophĂ€en ein, um die verschiedenen Spielertypen entsprechend wĂŒrdigen zu können. Eine besondere Ehrung wird den Spielern, FunktionĂ€ren und Offiziellen zuteil, die jĂ€hrlich Hockey Hall of Fame aufgenommen werden. JĂ€hrlich werden maximal vier Spieler, zwei FunktionĂ€re und/oder ein Schiedsrichter oder Linienrichter in diese Ruhmeshalle aufgenommen.[73]

MannschaftstrophÀen
Name Verleihungsgrund Foto Namensgeber Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
Stanley Cup
  • Gewinner der Stanley-Cup-Playoffs
StanleyCup.jpg Frederick Arthur Stanley, Baron Stanley of Preston seit 1893
Clarence S. Campbell Bowl Hhof campbell.jpg Clarence S. Campbell seit 1968
Prince of Wales Trophy Prince of Wales Trophy.jpg Eduard VIII., Prince of Wales seit 1924
Presidents' Trophy
  • Punktbeste Mannschaft der regulĂ€ren Saison
President's-Trophy.jpg seit 1986
Nicht mehr vergebene MannschaftstrophÀen
Name Verleihungsgrund Foto Namensgeber Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
O’Brien Trophy
  • Unterlegener Stanley-Cup-Finalist
O Brien Trophy.jpg Ambrose O’Brien 1910–1923
1928–1950
Spieler-, General Manager- und TrainertrophÀen
Name Verleihungsgrund Foto Namensgeber Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
Art Ross Trophy
  • Bester Scorer der regulĂ€ren Saison
Artross.gif Art Ross seit 1948
Bill Masterton Memorial Trophy
  • Ausdauer, Hingabe und Fairness im und fĂŒr das Eishockey
Hhof masterton.jpg Bill Masterton seit 1968
  • Jeder Klub kann einen Spieler nominieren
  • TrophĂ€e kann maximal einmal in der Karriere gewonnen werden
Calder Memorial Trophy
  • Bester Rookie der regulĂ€ren Saison
Calder.gif Frank Calder seit 1933
  • TrophĂ€e kann maximal einmal in der Karriere gewonnen werden
  • Maximales Alter fĂŒr Nominierung seit 1990 26 Jahre
Conn Smythe Trophy Connsmythe.gif Conn Smythe seit 1965
  • Patrick Roy (3)
  • FĂŒnfmal gewann ein Spieler des im Finale unterlegenen Teams die TrophĂ€e
Frank J. Selke Trophy
  • Bester defensiv ausgerichteter StĂŒrmer der regulĂ€ren Saison
Selke.gif Frank J. Selke seit 1978
Hart Memorial Trophy Hart.gif David Hart, Vater von Cecil Hart seit 1924
Jack Adams Award
  • Bester Trainer der Saison
Hhof jack adams.jpg Jack Adams seit 1974
James Norris Memorial Trophy
  • Bester Verteidiger der regulĂ€ren Saison
Norris.gif James E. Norris seit 1954
King Clancy Memorial Trophy
  • FĂŒhrungsqualitĂ€ten und soziales Engagement auf dem und abseits des Eis
Hhof clancy.jpg King Clancy seit 1988
  • Jeder Klub kann einen Spieler nominieren
  • TrophĂ€e kann maximal einmal in der Karriere gewonnen werden
Lady Byng Memorial Trophy
  • Hoher sportlicher Standard und vorbildliches Verhalten
Ladybyng.gif Lady Byng, Ehefrau von Julian H. G. Byng seit 1925
Lester Patrick Trophy
  • Besondere Verdienste rund um den Eishockeysport in den USA und in der NHL
Lester Patrick Trophy.jpg Lester Patrick seit 1966
  • mehrere Gewinner pro Jahr möglich
  • in Zusammenarbeit mit USA Hockey
Mark Messier Leadership Award
  • Bester FĂŒhrungsspieler
Mark Messier seit 2007
Maurice 'Rocket' Richard Trophy
  • Bester TorschĂŒtze der regulĂ€ren Saison
Maurice richard.gif Maurice Richard seit 1999
NHL Lifetime Achievement Award
  • Besondere Verdienste um die Liga wĂ€hrend der Karriere
seit 2008
NHL Foundation Player Award
  • Besonderes Engagement fĂŒr wohltĂ€tige Zwecke in der Gesellschaft
NHL Foundation seit 1998
NHL General Manager of the Year Award
  • General Manager des Jahres
seit 2010
NHL Plus/Minus Award seit 1983
  • Wayne Gretzky (3) + (1; vor 1983)
  • Plus/Minus seit 1968 offizielle Statistik
  • Rekordgewinner vor 1983: Bobby Orr (6)
Roger Crozier Saving Grace Award
  • Beste Fangquote in der regulĂ€ren Saison
Roger Crozier seit 2000
Ted Lindsay Award
  • Bester Spieler der regulĂ€ren Saison gewĂ€hlt von der NHLPA
Hhof lester pearson.jpg Ted Lindsay seit 1971
Vezina Trophy
  • Bester TorhĂŒter der regulĂ€ren Saison
Vezina2.gif Georges VĂ©zina seit 1927
William M. Jennings Trophy
  • Wenigste Gegentreffer in der regulĂ€ren Saison
Hhof jennings.jpg William M. Jennings seit 1982
  • Patrick Roy (5)
  • Bis 1982 wurde diese Leistung mit der Vezina Trophy ausgezeichnet
Nicht mehr vergebene Spieler- und TrainertrophÀen
Name Verleihungsgrund Foto Namensgeber Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
Bud Man of the Year
  • WohltĂ€tiges Engagement und sportliches Verhalten
Budweiser (als Sponsor) 1988–1992
Dodge Performance of the Year
  • Beste Leistung der regulĂ€ren Saison
Dodge (als Sponsor) 1988–1989
  • insgesamt nur zweimal verliehen
  • konnte sowohl an einzelne Spieler als auch an Mannschaften vergeben werden
Dodge Ram Tough Award
  • Meiste Überzahl-, Unterzahl-, siegbringende und unentschiedenbringende Tore in der regulĂ€ren Saison
Dodge Ram (als Sponsor) 1988–1991
NHL/Sheraton Road Performer Award
  • Meiste AuswĂ€rtspunkte
Sheraton (als Sponsor) 2004
  • Einziger Gewinner: Joe Sakic
  • wurde auch monatlich verliehen
NHL-Spieler des Jahres
  • Bester Spieler des Jahres
Dodge
(als Sponsor; 1985–90)
Pro Set
(als Sponsor; 1991–92)
1985–1992

PrÀsidenten und Commissioner der NHL

Bisher arbeiteten fĂŒnf PrĂ€sidenten und ein Commissioner an der Spitze der LigafĂŒhrung. Als erster PrĂ€sident im GrĂŒndungsjahr ĂŒbernahm der Brite Frank Calder diese Position und blieb bis zu seinem Tod 1943 insgesamt 26 Jahre im Amt. Calder hatte maßgeblichen Anteil an der GrĂŒndung und der Expansion der Liga. Nach seinem Tod wurde die TrophĂ€e fĂŒr den besten Neuling des Jahres ihm zu Ehren als Calder Memorial Trophy weitergefĂŒhrt. Mervyn „Red“ Dutton ĂŒbernahm die Aufgaben des LigaprĂ€sidenten und fĂŒhrte die Liga durch den Zweiten Weltkrieg, ehe sein Assistent Clarence S. Campbell 1946 zum PrĂ€sidenten aufstieg. Im Laufe der folgenden Jahre fĂŒhrte er eine regelmĂ€ĂŸige Austragung des NHL All-Star Game und einen dichteren Spielplan ein. Unter seiner FĂŒhrung wurde die Expansion der Liga fortgefĂŒhrt. Campbell fĂŒhrte einen sogenannten "Inter-League Draft" ein, der schwĂ€cher besetzte Teams bevorzugte und fĂŒr mehr Ausgeglichenheit innerhalb der Liga sorgte.

Nach 31 Jahren Amtszeit ĂŒbernahm mit John A. Ziegler Jr. der erste US-Amerikaner die PrĂ€sidenten-Position und fĂŒllte sie fĂŒr 15 Jahre aus. Unter seiner FĂŒhrung wurden vier Franchises der World Hockey Association in die NHL aufgenommen. 1992 folgte die einjĂ€hrige Amtszeit von Gilbert Stein, dem jedoch am 1. Februar 1993 mit Gary Bettman ein sogenannter Commissioner an die Seite gesetzt wurde. Nachdem Stein am 30. Juni 1993 nach nur einem Jahr als PrĂ€sident ausstieg, ĂŒbernahm der Commissioner als ranghöchster NHL-Offizieller die LigafĂŒhrung. Unter Bettmans FĂŒhrung wuchs die NHL auf die heutige Anzahl von 30 Franchises heran.

PrĂ€sidenten (1917–1993)
Name Amtszeit Wichtigste Handlungen
Frank Calder Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 1917–1943
Mervyn „Red“ Dutton Kanada 1921Kanada 1943–1946
Clarence S. Campbell KanadaKanada 1946–1977
  • EinfĂŒhrung der All-Star-Spiele als feste Einrichtung
  • EinfĂŒhrung eines Pensionsplans fĂŒr ehemalige Spieler
  • Expansion der Liga zum Ende der 1960er Jahre von sechs auf zwölf Teams
  • Etablierung der landesweiten FĂŒhrungsposition gegenĂŒber der Konkurrenz durch die 1972 gegrĂŒndete World Hockey Association
  • Aufteilung der Liga in zwei Conferences
John A. Ziegler Jr. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 1977–1992
Gilbert Stein Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 1992–1993
Commissioner (seit 1993)
Name Amtszeit Wichtigste Handlungen
Gary Bettman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten seit 1993
  • Überwindung von zwei Lockouts in den Spielzeiten 1994/95 und 2004/05
  • Expansion der Liga zum Ende der 1990er Jahre
  • Teilnahme von NHL-Spielern an den Olympischen Winterspielen seit 1998
  • Weitgreifende RegelĂ€nderungen zur AttraktivitĂ€tssteigerung der Sportart

Saisonablauf

Modus

Eine Spielzeit in der NHL ist in die sogenannte Regular Season und die Play-offs unterteilt. In der Regular Season absolviert jedes Team 82 Spiele. Dabei spielt ein Team sechsmal gegen jedes Team aus der gleichen Division, viermal gegen jede weitere Mannschaft aus derselben Conference, sowie jeweils einmal zu Hause oder auswĂ€rts gegen zwölf Teams aus der anderen Conference und jeweils einmal zu Hause und auswĂ€rts gegen die drei verbliebenen Mannschaften der anderen Conference. Dieser Modus wurde zum ersten Mal in der Saison 2008/09 eingefĂŒhrt und löste den Modus mit acht Partien gegen die Teams aus derselben Division und insgesamt nur zehn Partien gegen Mannschaften der anderen Conference ab, der zwischen den Spielzeiten 2005/06 bis 2007/08 gespielt wurde. Damit wurde auf hĂ€ufigere Derbys mit Rivalen verzichtet und eine Minimierung der Reisekosten verworfen, da die Fans Mannschaften der anderen Conference nur alle drei Jahre zu Gesicht bekamen.

Eine weitere Änderung, die die AttraktivitĂ€t des Spiels steigern sollte und ab der Saison 2005/06 in Kraft trat, war die EinfĂŒhrung des „Shootouts“. Endet ein Spiel der regulĂ€ren Saison unentschieden, so folgt wie bereits in den vorangegangen Spielzeiten eine 5-minĂŒtige VerlĂ€ngerung, die Overtime. Gespielt wird hierbei 4 gegen 4 und nach dem Modus Sudden Death, das erste Tor entscheidet also das Spiel. Ist das Spiel auch nach Ablauf der Overtime noch nicht entschieden, folgt ein Penaltyschießen, der Shootout. Jede Mannschaft hat dabei zunĂ€chst drei SchĂŒtzen. Sollte es nach ihren Versuchen immer noch unentschieden stehen, erfolgt eine Entscheidung im K.O.-System (Ă€hnlich dem des Elfmeterschießens beim Fußball). Jedes Spiel hat somit einen Sieger und einen Verlierer. Das siegreiche Team erhĂ€lt immer zwei Punkte. Das unterlegene Team erhĂ€lt bei einer Niederlage nach 60 Minuten keinen Punkt, wird jedoch bei einer Niederlage nach Overtime bzw. Shootout mit einem Punkt entlohnt.

Wenn alle Teams ihre Spiele bestritten haben, werden die Tabellen der beiden Conferences, also der Eastern Conference und der Western Conference, getrennt berechnet. Die drei jeweiligen Divisionsieger werden auf die ersten drei PlĂ€tze der Tabelle gesetzt und auf den PlĂ€tzen vier bis acht folgen die jeweils punktbesten Teams der jeweiligen Conference. Nach diesen beiden Tabellen werden die Begegnungen der Playoffs festgelegt. Die Spiele lauten allgemein: Platz eins gegen Platz acht, Platz zwei gegen Platz sieben, Platz drei gegen Platz sechs und Platz vier gegen Platz fĂŒnf, wobei immer das Team, das in der regulĂ€ren Saison die bessere Platzierung aufweisen konnte, zuerst Heimrecht hat. Gespielt wird im Modus Best-of-Seven. Nach den sogenannten Conference Quarterfinals (dt. Conference Viertelfinale) folgen die Conference Semifinals (dt. Conference Halbfinale), in denen die auf der Setzliste am höchsten befindliche Mannschaft immer auf die niedrigst gesetzte trifft. Die Sieger aus diesen Spielen bestreiten das Conference Final (dt. Conference Finale) im Westen und Osten, deren Sieger wiederum im Finale um den Stanley Cup stehen. Dort hat das Team Heimrecht, welches in der regulĂ€ren Saison mehr Punkte gewonnen hat.

Wichtige Ereignisse

Bevor zumeist im Oktober der Spielbetrieb fĂŒr eine neue NHL-Saison aufgenommen wird, beginnt am 1. Juli die sogenannte Free-Agent-Phase, die es den Team erstmals erlaubt mit freien Spielern zu verhandeln.[74] Diese vertragslosen Spieler sind in mehreren Gruppen unterteilt, wobei "unrestricted Free Agents" ohne jegliche EinschrĂ€nkungen verhandeln dĂŒrfen. FĂŒr sogenannte "restricted Free Agents", dessen Rechte weiterhin bei ihrem Team liegen, gilt eine Frist bis zum 1. Dezember desselben Jahres, bis zu denen sie einen Vertrag abschließen dĂŒrfen, ansonsten erhalten diese bis zum Saisonende keine Spielerlaubnis. Etwa Mitte September starten die Trainingslager der NHL-Teams. Zu diesen werden auch oftmals die Spieler, die beim NHL Entry Draft ausgewĂ€hlt wurden und diejenigen, die zuletzt im Farmteam gespielt hatten, aufgeboten. In den folgenden Wochen bis kurz vor Beginn des Spielbetriebs im Oktober werden mehrere Kaderreduktionen vollzogen und die meisten Jugendspieler zurĂŒck in die Juniorenliga geschickt und die Reservespieler an die Farmteams abgegeben. Mitte Dezember folgt ein sogenanntes "roster freeze", dass den Teams wĂ€hrend dieser Zeit fĂŒr rund eine Woche jegliche Transfers verbietet.[75] Rund einen Monat spĂ€ter wird fĂŒr gewöhnlich das NHL All-Star Game ausgetragen, bei dem die besten und beliebtesten Spieler der Liga teilnehmen. Gegen Ende Februar folgt eine Trade Deadline, ein sogenannter Stichtag, der das Ende der Transferperiode markiert. Im Juni findet jĂ€hrlich der NHL Entry Draft statt, bei dem die Teams sich die Rechte an verfĂŒgbaren Juniorenspielern sichern können.

Rekorde

Henri Richard ist mit elf Stanley-Cup-Siegen, die er alle im Trikot der MontrĂ©al Canadiens gewann, der erfolgreichste Spieler der Historie. Seine damaligen Mannschaftskameraden Jean BĂ©liveau und Yvan Cournoyer waren mit zehn Stanley-Cup-Siegen erfolgreich. Ebenfalls relativ erfolgreich waren Claude Provost mit neun Stanley Cups sowie Red Kelly, Maurice Richard, Jacques Lemaire und Serge Savard mit acht Erfolgen. Red Kelly ist mit acht Stanley Cups der erfolgreichste Spieler der Historie, der nie fĂŒr die MontrĂ©al Canadiens gespielt hat.[76]

Der erfolgreichste TorschĂŒtze und Scorer ist Wayne Gretzky mit 894 Toren und 2857 Punkten in der regulĂ€ren Saison. Er gewann neun Mal die Hart Memorial Trophy als wertvollster Spieler der regulĂ€ren Saison und zehn Mal die Art Ross Trophy als bester Scorer. Gretzky benötigte lediglich 575 NHL-Spiele, um die Marke von 500 Toren zu erreichen.[77] Gretzky hĂ€lt auch den besten Punkteschnitt eines Spielers ĂŒber die gesamte Karriere mit durchschnittlich 1,921 Punkten pro Spiel, vor Mario Lemieux mit 1,883 Punkten.[78] Gordie Howe hĂ€lt den Rekord fĂŒr die meisten absolvierten NHL-Spiele in der regulĂ€ren Saison mit 1767 Begegnungen. Howe ist der Ă€lteste Spieler, der jemals in der NHL gespielt hat. Im April 1980 beendete er im Trikot der Hartford Whalers seine Karriere und war 52-jĂ€hrig, als er seine letzte Begegnung absolvierte.[79] Außerdem ist er neben Gretzky der zweite Spieler mit ĂŒber 800 Torerfolgen in der Regular Season.

Steve Yzerman war von 1986 bis 2006 MannschaftskapitÀn der Detroit Red Wings, so lange wie kein anderer Spieler in der Historie.[80]

Martin Brodeur erreichte als einziger Torwart ĂŒber 600 Siege und löste Patrick Roy, der wĂ€hrend seiner Karriere 551 NHL-Spiele in der regulĂ€ren Saison als Sieger beendet hatte, als FĂŒhrenden ab. Brodeur hĂ€lt auch den Rekord fĂŒr die meisten Shutouts eines Torwarts, nachdem er Terry Sawchuks Rekord im Dezember 2009 mit seinem 104. Spiel ohne Gegentor ĂŒbertroffen hatte.[81]

Siehe auch

Literatur

  • William Brown: The Montreal Maroons - The Forgotten Stanley Cup Champions Vehicule Press, 1999, ISBN 1-55065-128-5. (engl.)
  • Jim Hendy: Official 1947 National Hockey Guide. A.S. Barnes & Company, 1946.
  • Steve Dryden/The Hockey News: Century of Hockey. McCelland & Steward Ltd., 2001, ISBN 0-7710-4180-2.
  • Steve Dryden/The Hockey News: The Top 100 NHL Players of All Time. McCelland & Steward Ltd., 1999, ISBN 0-7710-4176-4.
  • National Hockey League: Official Guide and Record Book 2008. Triumph Books, Oktober 2007, ISBN 978-1-60078-037-0.
  • Arthur Pincus: The Official Illustrated NHL History. Readers Digest, 2006, ISBN 0-88850-800-X.
  • Scott Adam Surgent: The Complete Historical and Statistical Reference of the World Hockey Association 1972–1979. Xaler Press, 1995, ISBN 0-9644774-0-8.

Weblinks

 Commons: National Hockey League â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Official 1947 National Hockey Guide, 1946, S. 17–18
  2. ↑ a b c Official Guide and Record Book 2008, S. 10
  3. ↑ Century of Hockey 2001, S. 20
  4. ↑ Century of Hockey 2001, S. 21
  5. ↑ Century of Hockey 2001, S. 26
  6. ↑ Century of Hockey 2001, S. 25
  7. ↑ a b Century of Hockey 2001, S. 27
  8. ↑ Century of Hockey 2001, S. 28
  9. ↑ Century of Hockey 2001, S. 29
  10. ↑ Century of Hockey 2001, S. 31
  11. ↑ Century of Hockey 2001, S. 32
  12. ↑ Century of Hockey 2001, S. 34
  13. ↑ Century of Hockey 2001, S. 36
  14. ↑ Century of Hockey 2001, S. 38
  15. ↑ a b c d e f g Official Guide and Record Book 2008, S. 11
  16. ↑ a b c d e The Top 100 NHL Players of All Time, S. 8.
  17. ↑ Official Guide and Record Book 2008, S. 247
  18. ↑ Century of Hockey 2001, S. 44
  19. ↑ Century of Hockey 2001, S. 46
  20. ↑ Century of Hockey 2001, S. 45
  21. ↑ Century of Hockey 2001, S. 48
  22. ↑ Century of Hockey 2001, S. 50
  23. ↑ Century of Hockey 2001, S. 55
  24. ↑ Century of Hockey 2001, S. 57
  25. ↑ Century of Hockey 2001, S. 59
  26. ↑ Century of Hockey 2001, S. 60
  27. ↑ Century of Hockey 2001, S. 62
  28. ↑ Century of Hockey 2001, S. 67
  29. ↑ Century of Hockey 2001, S. 68
  30. ↑ Century of Hockey 2001, S. 69
  31. ↑ Century of Hockey 2001, S. 70
  32. ↑ The Top 100 NHL Players of All Time, S. 20–24
  33. ↑ Century of Hockey 2001, S. 74
  34. ↑ Century of Hockey 2001, S. 75
  35. ↑ a b Century of Hockey 2001, S. 76
  36. ↑ Century of Hockey 2001, S. 77
  37. ↑ The Complete Historical and Statistical Reference of the World Hockey Association, S. 21
  38. ↑ Century of Hockey 2001, S. 80
  39. ↑ Century of Hockey 2001, S. 85
  40. ↑ a b Century of Hockey 2001, S. 91
  41. ↑ Century of Hockey 2001, S. 92
  42. ↑ a b Century of Hockey 2001, S. 94
  43. ↑ Century of Hockey 2001, S. 96
  44. ↑ Century of Hockey 2001, S. 97
  45. ↑ Century of Hockey 2001, S. 101
  46. ↑ Pincus 2006, S. 178
  47. ↑ Fuhr, Ranford shine at Heritage Classic. CBC Sports (23. November 2003). Abgerufen am 4. April 2009.
  48. ↑ Counsel presents league's position. ESPN (12. Februar 2004). Abgerufen am 11. September 2008.
  49. ↑ a b Lockout chronology. Canadian Broadcasting Corporation (13. Juli 2005). Abgerufen am 13. MĂ€rz 2008.
  50. ↑ Wayne Drehs (16. Februar 2005): Bettman: 'You can consider this final'. ESPN. Abgerufen am 11. September 2008.
  51. ↑ Key terms of NHL agreement. ESPN (13. Juli 2005). Abgerufen am 11. September 2008.
  52. ↑ a b Pincus 2006, S. 196–197
  53. ↑ Scott Burnside (25. Juli 2005): Rule changes geared toward entertainment. ESPN. Abgerufen am 14. September 2008.
  54. ↑ Mike Zeisberger (27. April 2008): Diving into whine. Slam Sports. Abgerufen am 14. September 2008.
  55. ↑ Fewer obstruction calls mean fighting up, scoring down. Yahoo! Sports (21. Dezember 2007). Abgerufen am 14. September 2008.
  56. ↑ Jeff Z. Klein (9. Dezember 2007): N.H.L. Scoring: Way, Way Down. New York Times. Abgerufen am 14. September 2008.
  57. ↑ The Crosby File. TSN. Abgerufen am 19. September 2008.
  58. ↑ Alexander Ovechkin. TSN. Abgerufen am 19. September 2008.
  59. ↑ Ira Podell (1. Januar 2008): Crosby lifts Penguins in Winter Classic. Associated Press. Abgerufen am 11. September 2008.
  60. ↑ Andrew Seligman (2. Januar 2009): For 1 day, hockey rules in Wrigleyville. USA Today. Abgerufen am 4. April 2009.
  61. ↑ sportsbusinessjournal.com, NHL’s attendance, TV ratings both showing increases
  62. ↑ Scott Burnside (17. Januar 2009): Source: European openers to go on. ESPN. Abgerufen am 4. MĂ€rz 2009.
  63. ↑ a b c Report: NHL salary cap to rise nearly $5 million. CBS Sports, 20. Juni 2011, abgerufen am 20. Juni 2011 (englisch).
  64. ↑ a b NHL Salary Cap Set At $59.4 Million For 2010-11 Season. TSN, 23. Juni 2010, abgerufen am 20. Juni 2011 (englisch).
  65. ↑ a b NHL salary cap to increase to $64 million in 2011-12 season. TSN, 20. Juni 2011, abgerufen am 20. Juni 2011 (englisch).
  66. ↑ Players: Report of NHL salary cap solution is premature. USA Today, 8. Juni 2005, abgerufen am 20. Juni 2011 (englisch).
  67. ↑ NHL salary cap officially set at $64.3M for 2011-12 season. TSN, 23. Juni 2011, abgerufen am 23. Juni 2011 (englisch).
  68. ↑ nydailynews.com, Sidney Crosby's shot provides frozen moment in time for Penguins
  69. ↑ espn.go.com, NHL Attendance Report - 2009-10
  70. ↑ teammarketing.com, Eintrittspreise NHL 2007/08
  71. ↑ thestar.com, NHL Revenue - Canadian NHL teams mean money
  72. ↑ teammarketing.com, Eintrittspreise NHL 2010/11
  73. ↑ legendsofhockey.net, Summary of Election Procedures
  74. ↑ nytimes.com, N.H.L. Free Agents Are Busy, Too
  75. ↑ nhl.com, NHL roster freeze begins Friday
  76. ↑ nhl.com, Players on Stanley-Cup Winning Teams
  77. ↑ sportsillustrated.cnn.com, Sakic scores 500th NHL goal
  78. ↑ hockey-reference.com, NHL & WHA Career Leaders and Records for Points Per Game
  79. ↑ espn.go.com, This Day In Sports: Gordie Howe Puts His NHL Skates On Ice
  80. ↑ legendsofhockey.net, Steve Yzerman in der Hockey Hall of Fame
  81. ↑ thehockeynews.com, Brodeur earns record 104th career shutout as Devils blank Penguins 4-0

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