Niederdeutsch

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Niederdeutsch
Dieser Artikel behandelt die umgangssprachlich als Plattdeutsch bezeichnete Sprache; zu anderen Bedeutungen des Begriffs niederdeutsche Sprache siehe Niederdeutsch (BegriffsklÀrung).
Niederdeutsch

Gesprochen in

Deutschland, Niederlande, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Kanada, USA, Mexiko, Belize, Brasilien, Bolivien und Paraguay
Sprecher verstanden von 10 Millionen, 1–3 Millionen Muttersprachler
Linguistische
Klassifikation
Sprachcodes
ISO 639-1:

–

ISO 639-2:

nds

ISO 639-3:

nds

Heutiges niederdeutsches Sprachgebiet mit den niedersÀchsischen und ostniederdeutschen Mundarten

Als Niederdeutsch oder Plattdeutsch (NederdĂŒĂŒtsch, PlattdĂŒĂŒtsch) werden die im Norden Deutschlands verbreiteten Mundarten bezeichnet, die nicht von der zweiten oder hochdeutschen Lautverschiebung erfasst wurden.

Sie gehören – mit den hochdeutschen und niederlĂ€ndischen Mundarten – zum Dialektkontinuum der kontinentalen westgermanischen Mundarten. Weiter weisen die niederdeutschen Dialekte Ähnlichkeiten mit dem Englischen und dem Friesischen auf.

Inhaltsverzeichnis

Name und Status

Sprachbezeichnung

Aus der altniederdeutschen Zeit ist kein einheimischer Name fĂŒr die altniederdeutsche Sprache belegt. In lateinischen Texten findet man den Ausdruck lingua Saxonica (in etwa „sĂ€chsische Sprache“).[1]

In der mittelniederdeutschen Zeit wurde das Niederdeutsche von seinen Sprechern oft dĂŒdesch oder to dĂŒde genannt, besonders als Abgrenzung gegenĂŒber fremden Sprachen und gegenĂŒber dem Lateinischen. So gab es in manchen norddeutschen StĂ€dten im 15. Jahrhundert die dĂŒdeschen schrifscholen im Gegensatz zu den gelehrten Lateinschulen.[1]

Wenn man die eigene Sprache gegenĂŒber dem Hochdeutschen oder dem NiederlĂ€ndischen abgrenzen wollte, konnte man Begriffe wie unse dĂŒdesch, sassesch dĂŒdesch oder moderlike sprake verwenden. Im 15. und 16. Jahrhundert waren Begriffe mit sassesch am gebrĂ€uchlichsten: sassesch oder sassesche sprake, spĂ€ter auch mit Vorsilbe: nedder-sassesch. Seit dem 16. Jahrhundert findet man auch die Begriffe nedderdĂŒdesch und nedderlendesch.[1]

Im 17. Jahrhundert kommt der Begriff Plattdeutsch auf, der sassesch usw. verdrĂ€ngt und zum allgemeinen Namen fĂŒr das Niederdeutsche wird. Dieser neue Name fĂŒr das Niederdeutsche kommt aus dem NiederlĂ€ndischen. Der frĂŒheste Beleg befindet sich in einem Neuen Testament, das 1524 in Delft gedruckt wurde. In Titel und Vorwort heißt es, das Buch sei in goede platten duytsche verfasst, also in guter klarer Volkssprache (im Gegensatz zur weniger gut verstĂ€ndlichen Gelehrtensprache). Das niederlĂ€ndische Adjektiv plat bedeutet nicht „unberĂŒhrt von der hochdeutschen Lautverschiebung“ oder „vom flachen Lande“, sondern „klar, deutlich, jedermann verstĂ€ndlich“.[1]

Die Bezeichnung der eigenen lokalen VarietÀt als Platt ist nicht nur im Niederdeutschen verbreitet, sondern auch im Westmitteldeutschen.[2]

Das NiederlĂ€ndische wurde teils noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts als „Niederdeutsche Sprache“ (Nederduitsche Taal) bezeichnet, die niederlĂ€ndische reformierte Kirche hieß bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch offiziell „Niederdeutsche reformierte Kirche“ (Nederduitsch Hervormde/Gereformeerde Kerk). Eine bedeutende Strömung der protestantischen Kirche in SĂŒdafrika heißt bis auf den heutigen Tag offiziell Nederduitsch Hervormde Kerk (siehe auch NiederlĂ€ndisch (Name)).

Ein deutsches Synonym ist der Begriff Plattdeutsch. Der Unterschied zwischen den beiden Begriffen besteht darin, dass Niederdeutsch eher der Fachausdruck ist, wĂ€hrend Plattdeutsch der volkstĂŒmlichere Begriff ist.[3]

Stellung des Niederdeutschen

Der Status des Niederdeutschen gilt in der Sprachwissenschaft als umstritten; fĂŒr eine Kategorisierung als bloße „Dialekte“ spricht die funktionale BeschrĂ€nktheit, wĂ€hrend das formale Inventar wie auch die SelbsteinschĂ€tzung der Mehrheit der Sprecher als Argumente fĂŒr eine Kategorisierung als eigenstĂ€ndige Sprache dienen. Zudem ist das Niederdeutsche selbst heterogen und teilt sich in viele Dialekte auf. Nicht zuletzt deshalb wurde das Idiom nie kodifiziert, obwohl darin Literatur entstanden ist und weiterhin entsteht (z. B. Fritz Reuter, Klaus Groth und andere). Selbst Thomas Mann verwendet in den Buddenbrooks an charakteristischen Stellen das Niederdeutsch seiner Heimatstadt LĂŒbeck, und zwar nicht nur fĂŒr die sogenannten kleinen Leute. (In diesem Zusammenhang ist interessant, dass das lĂŒbische Niederdeutsch im Mittelalter die lingua franca der Hanse war, siehe unten). An diesem Werk (und ebenfalls an Uwe Johnsons Romantetralogie Jahrestage) kann man die historische Abgrenzung dieser Sprachen bis in die unmittelbare Gegenwart besonders gut veranschaulichen.

Das Niederdeutsche ist im Rahmen der Sprachencharta des Europarats in den Niederlanden (Nedersaksisch) und in Deutschland offiziell anerkannt und geschĂŒtzt. In Deutschland sind die diesbezĂŒglichen Regelungen 1999 in Kraft getreten. In einigen bundesdeutschen LĂ€ndern gibt es gesetzliche Regelungen gegen die Diskriminierung des Niederdeutschen. So sind in Schleswig-Holstein die Behörden verpflichtet, Anfragen und AntrĂ€ge auf Plattdeutsch zu bearbeiten, und berechtigt, auch auf Plattdeutsch zu beantworten. Der Bundesgerichtshof hat festgestellt, dass auch Patentanmeldungen beim Bundespatentamt in MĂŒnchen auf Plattdeutsch eingereicht werden können, diese werden allerdings als „nicht in deutscher Sprache abgefasst“ angesehen, bedĂŒrfen also einer Übersetzung.

In der Wissenschaft hat sich eine niederdeutsche Philologie bereits in den AnfĂ€ngen von der ĂŒbrigen deutschen Philologie verselbstĂ€ndigt. Die Mehrzahl der Sprecher des Niederdeutschen war immer von der Eigensprachlichkeit des Niederdeutschen ĂŒberzeugt. Das Niederdeutsche teilt noch heute beinahe den gesamten Wortschatz mit dem modernen NiederlĂ€ndischen (mit Ausnahme weniger Entlehnungen und Weiterbildungen). Auch die Formenlehre/Grammatik stimmt in beiden Varianten ĂŒberein. Elementare Unterschiede bestehen in der Aussprache (das gilt nicht fĂŒr das NiederfrĂ€nkische am bundesdeutschen Niederrhein, das als Teil des RheinmaaslĂ€ndischen noch eher dem NiederlĂ€ndischen zugerechnet wird).

Sprachgeschichte

Durch die Völkerwanderung breitete sich der Sachsenstamm – und damit auch seine Sprache – nach SĂŒden, SĂŒdwesten und nach England aus. Die auf dem Kontinent verbliebenen Sachsen wurden von Beda Venerabilis als „Altsachsen“ bezeichnet – daher der Name „AltsĂ€chsisch“ fĂŒr die Ă€lteste Stufe der niederdeutschen Sprache. Die altsĂ€chsische Sprache breitete sich ĂŒber ein Gebiet aus, das die heutigen Regionen Holstein (ohne Ostholstein), Stormarn, Niedersachsen, Börde, Harz, Westfalen und die östlichen Niederlande umfasste. Im Wendland (Wenden wurden die Slawen von den Sachsen genannt) gab es noch jahrhundertelang ein slawisch-sĂ€chsisches Mischgebiet.

Die angelsĂ€chsischen Dialekte und das Altenglische weisen starke Übereinstimmungen mit dem Niederdeutschen (AltsĂ€chsischen) auf, da die germanische Bevölkerung Großbritanniens ursprĂŒnglich im heutigen Norddeutschland beheimatet war. Aufgrund des starken Einflusses der von den dĂ€nischen und norwegischen Wikingern eingebrachten altnordischen Sprachelemente sowie der spĂ€teren französischen (normannischen) SprachĂŒberlagerung und der Erosion der englischen Grammatik wĂ€hrend des Mittelalters haben sich diese Gemeinsamkeiten stark verringert, auch wenn die Verwandtschaft noch deutlich sichtbar ist. So hat das Englische seinen westgermanischen Grundcharakter nie verloren.

Mit Beginn der Ostsiedlung (Ostkolonisation) breitete sich die altniederdeutsche, seit etwa 1225 mittelniederdeutsche Sprache, weiter nach Osten aus. Neue große Sprachlandschaften entstanden: Mecklenburgisch, Pommersch, SĂŒdmĂ€rkisch (Brandenburgisch), Niederpreußisch (nicht zu verwechseln mit der baltischen altpreußischen Sprache) und das Niederdeutsche in den StĂ€dten und auf den Gutshöfen im Baltikum und in Skandinavien. Außerdem verzeichnete das Mittelniederdeutsche Gebietsgewinne in Schleswig, wo es das DĂ€nische und Nordfriesische nach Norden drĂ€ngte, und in Ostfriesland, wo es das Ostfriesische verdrĂ€ngte. All diese neuen Sprachgebiete des Niederdeutschen sind sogenannte Kolonisationsschreibsprachen oder Kolonisationsmundarten, die einige Besonderheiten in der Grammatik und im Wortschatz aufweisen. So lautet der Einheitsplural der Verben noch heute in den Dialekten des Altlandes (bereits in altsĂ€chsischer Zeit niederdeutschen Sprachgebiets) lautgesetzmĂ€ĂŸig -(e)t, also anstelle des hochdeutschen wir mach-en, ihr mach-t, sie mach-en im Westniederdeutschen: wi maak-t, ji maak-t, se maak-t. Im Ostniederdeutschen, im Schleswiger Platt und im Ostfriesischen Platt lautet er hingegen -en, also wi mak-en, ji mak-en, se mak-en.

WĂ€hrend das NiederfrĂ€nkische in den Niederlanden und Belgien – bedingt durch die Eigenstaatlichkeit nach dem WestfĂ€lischen Frieden – Schrift- und Kultursprache blieb, sind die niederdeutschen Mundarten (in Deutschland und in den Niederlanden) gegenĂŒber der hochdeutschen bzw. standardniederlĂ€ndischen Sprachform auf dem RĂŒckzug. Allein in lĂ€ndlichen Gegenden werden auch heute noch im tĂ€glichen Umgang der Menschen die niederdeutschen Dialekte gesprochen.

Der fortschreitende Niedergang des Niederdeutschen vollzog sich in zwei Phasen. Um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert musste das Niederdeutsche zunĂ€chst den Schriftsprachenstatus an das Hochdeutsche abtreten. Nach den Kanzleien der FĂŒrsten und StĂ€dte ging auch das gebildete BĂŒrgertum im schriftlichen Sprachgebrauch zum Hochdeutschen ĂŒber. Zwar bediente sich der grĂ¶ĂŸte Teil der norddeutschen Bevölkerung im mĂŒndlichen Umgang weiterhin des Niederdeutschen, doch sein Funktions- und Prestigeverlust wirkte sich so nachhaltig aus, dass im Laufe der Zeit eine gesellschaftliche Schicht nach der anderen das Hochdeutsche annahm. Schließlich war die alte Sprache der Region im Wesentlichen nur noch in der Form der Alltagsmundart „kleiner Leute“, und hier insbesondere der Landbevölkerung, lebendig.

Im Zuge der Entwicklung zur modernen Gesellschaft wurden dann die Entfaltungs- und Überlebenschancen des Niederdeutschen immer stĂ€rker beschnitten. Die sozialen Prozesse des 19. und 20. Jahrhunderts bedrohten seine Existenz selbst als randstĂ€ndige Volkssprache. Industrialisierung und Urbanisierung schrĂ€nkten die Möglichkeit zum Gebrauch des nunmehr mundartlichen Niederdeutschen nicht nur immer weiter ein, sondern fĂŒhrten letzten Endes hĂ€ufig auch zur Auszehrung und Auflösung der örtlichen Sprachgemeinschaft, in der die regionale Volkssprache ihren eigentlichen Lebensraum besaß. Die BĂŒrokratisierung des gesellschaftlichen Lebens sowie die Demokratisierung der Bildung durch das allgemeine Schul- und Bildungswesen förderten und festigten endgĂŒltig den Übergang der Bevölkerungsmehrheit zum Hochdeutschen als Gemeinschaftssprache.

In einem langen Prozess wurde das Niederdeutsche aus Kirche, Schule, Politik, Literatur und Wissenschaft verdrÀngt, ab dem 20. Jahrhundert auch aus den meisten Familien. Aber auch massive Zuwanderungen von Menschen aus anderen DialektrÀumen nach dem Zweiten Weltkrieg haben zur Erosion der Sprache in den vergangenen 50 Jahren beigetragen. Regionale Wiederbelebungsversuche können diesen von den Massenmedien zusÀtzlich beschleunigten Vorgang nicht aufhalten.

Titelblatt von Der Keyserliken Stadt LĂŒbeck Christlike Ordeninge – die Kirchenordnung von LĂŒbeck 1531

Das Niederdeutsche war einst eine bedeutende Schriftsprache. So wurde sie neben Latein auch in Urkunden und Gesetzestexten verwendet. Eine große Bedeutung nehmen auch theologische Schriften ein, so gibt es Ende des 15. Jahrhunderts bereits mehrere BibelĂŒbersetzungen (Kölner Bibel, LĂŒbecker Bibel). Die Bedeutung des Niederdeutschen als Schriftsprache nimmt jedoch im 16. Jahrhundert ab. In der Reformationszeit steigt die Zahl der niederdeutschen Drucke anfangs an: So ist etwa die von Johannes Bugenhagen verfasste LĂŒbecker Kirchenordnung auf Niederdeutsch geschrieben. Von Bugenhagen stammt auch eine niederdeutsche Fassung der Luther-Bibel.[4] Daran wird zweierlei sichtbar: Einerseits die große Bedeutung des Niederdeutschen als Verkehrssprache fĂŒr den gesamten norddeutschen Raum, so dass eine eigene BibelĂŒbersetzung dafĂŒr notwendig erachtet wurde, andererseits zugleich die im Wesentlichen bereits erfolgte Unterordnung des Niederdeutschen unter das Hochdeutsche. Denn das große Vorbild, die luthersche BibelĂŒbersetzung, setzte sich selbst in Norddeutschland gegen die „bugenhagensche Konkurrenz“ durch.

Die von LĂŒbeck dominierte Hanse hatte damals ihre BlĂŒtezeit schon ĂŒberschritten. Das LĂŒbecker Niederdeutsch war ihre Verkehrssprache und lange Zeit die lingua franca des Nord- und Ostseeraumes. Unter Sprachforschern bezeichnet man diese sprachgeschichtliche Entwicklungsperiode als Mittelniederdeutsch (ungefĂ€hr 1200–1600). Unter „Mittelniederdeutsch“ versteht man also nicht nur die Schriftsprache, sondern auch die vielfĂ€ltigen Dialekte der damaligen Zeit (die sich heute jedoch nur schwer rekonstruieren lassen). In der mittelniederdeutschen Schriftsprache hingegen liegen zahllose, bis in die Neuzeit hinein verfasste schriftliche Dokumente, BĂŒcher und Urkunden vor. Sprachzentrum der damaligen Zeit war die Hansemetropole LĂŒbeck; nach dem Zusammenbruch des StĂ€dtebundes wurde das Niederdeutsche auf regionaler Ebene lange weiterverwendet, vorwiegend mĂŒndlich.

Als Schriftsprache wurde es aber in ganz Norddeutschland immer mehr vom Hochdeutschen verdrĂ€ngt und sank auf Dialektniveau. In Hamburg und Bremen gab es bis in die letzten Jahrzehnte eine „vornehme“ plattdeutsche Umgangssprache, die sich von den lĂ€ndlichen Mundarten deutlich abhob. Sie ist das letzte Relikt der gehobenen Schriftsprache frĂŒherer Zeiten.

Grenzen des Niederdeutschen

Allgemeine Abgrenzung

Niederdeutsch im heutigen Sinne umfasst die norddeutschen Dialekte NiedersĂ€chsisch (Westniederdeutsch) und Ostniederdeutsch. Als SĂŒdgrenze zĂ€hlt entweder die Benrather Linie (maken-machen-Isoglosse) oder die ein wenig nördlicher gelegene Uerdinger Linie (ik-ich-Isoglosse). Besonders im Ostniederdeutschen verschieben sich diese Isoglossen bis heute weiter nach Norden. Die letzte umfassende Erhebung von 1984 zum Sprachstand des Niederdeutschen wies fĂŒr die damalige Bundesrepublik Deutschland rund 8 Millionen Sprecher der Regionalsprache aus. FĂŒr das Jahr 2006 ist von maximal 5 bis 8 Millionen Sprechern auszugehen.

Sprachenkarte von Deutschland 1880
Die nieder- und hochdeutschen Dialekte und ihre verschiedenen Einteilungsmöglichkeiten in die drei Hauptgruppen (Animation; fĂŒr Einzelausschnitte einfach anklicken und „Esc“ drĂŒcken)

Die VarietĂ€ten im Nordosten der Niederlande gehören historisch gesehen zum Niederdeutschen. Es gibt jedoch Linguisten, die sie aufgrund des heutigen Dialektstands als niederlĂ€ndische VarietĂ€ten betrachten, nicht als deutsche, da das NiederlĂ€ndische als Dachsprache einen erheblichen Einfluss auf die VarietĂ€ten in den Niederlanden ausĂŒbt, genauso wie umgekehrt das Deutsche auf die niederdeutschen VarietĂ€ten in Deutschland.[5]

Zuordnung des NiederfrÀnkischen

Unterschiedlich beurteilt wird, ob das Niederrheinische zum Niederdeutschen (NiedersĂ€chsischen) oder zum NiederlĂ€ndischen (NiederfrĂ€nkischen) gezĂ€hlt werden soll. Wissenschaftsgeschichtlich wird auch das NiederfrĂ€nkische mit der NiederlĂ€ndischen Sprache zum Niederdeutschen gezĂ€hlt, da auch diese westgermanische Sprachvariante die zweite Lautverschiebung nicht durchfĂŒhrte. In der heutigen Sprachwissenschaft wird diese (traditionelle) Auffassung ĂŒberwiegend nicht mehr vertreten.

Vom Dialektstand her Ă€hneln einige der in Nordwestdeutschland gesprochenen niederfrĂ€nkischen VarietĂ€ten auch den benachbarten mittelfrĂ€nkischen Mundarten. Daher wĂ€re eine Zuordnung zum Niederdeutschen aufgrund von Sprachmerkmalen nicht gerechtfertigt. Historisch gesehen gilt die Ansicht als ĂŒberholt, es habe ein (Ur-)Deutsch gegeben, das sich in Niederdeutsch und Hochdeutsch aufgespalten habe. Siehe hierzu Westgermanische Sprachen.

Zuordnung des Niederrheinischen

Die Zuordnung des Niederrheinischen zum Niederdeutschen ist sehr problematisch. Das Niederrheinische gehört zum NiederfrĂ€nkischen. Sprachtypologisch sind die niederrheinischen Mundarten enger mit den angrenzenden niederlĂ€ndischen Mundarten als mit den benachbarten deutschen verwandt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich die Dialekte auf beiden Seiten der Grenze den jeweiligen Standardsprachen NiederlĂ€ndisch und Deutsch angenĂ€hert, so dass man heute von deutschen Mundarten am Niederrhein spricht. Diese niederrheinischen Mundarten können aber keine hochdeutschen Mundarten sein, weil sie die Hochdeutsche Lautverschiebung nicht mitgemacht haben. Andererseits sind sie immer noch enger mit den frĂ€nkisch-rheinischen Mundarten verwandt als mit den niederdeutschen. Eine Möglichkeit besteht fĂŒr den Sprachforscher darin, das Niederrheinische in der Literatur ĂŒber niederdeutsche Mundarten nicht zu beschreiben. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Niederrheinische als eigenstĂ€ndige Einheit, d. h. als Teil des RheinmaaslĂ€ndischen, irgendwie mit dem Niederdeutschen zu verknĂŒpfen. Ein direktes Einordnen ins Westniederdeutsche verbietet sich aus sprachhistorischen und sprachtypologischen GrĂŒnden.[6]

Historisches Sprachgebiet

Das historische Sprachgebiet des Niederdeutschen erstreckte sich bis Estland. Aufgrund der Vertreibung der deutschen Bevölkerung im und nach dem Zweiten Weltkrieg ist die niederdeutsche Sprache in den heute zu Polen und Russland gehörigen Gebieten nun weitgehend ausgestorben. Das auf westpreußische VarietĂ€ten zurĂŒckgehende Plautdietsch der Russlandmennoniten hat sich hingegen von der Ukraine her in verschiedene Gegenden der Welt verbreitet und wird heute beispielsweise in den USA, in Mexiko, in Brasilien oder in Kasachstan gesprochen.

Gliederung des Niederdeutschen

Dialekte in Deutschland

Die historische Einteilung der niederdeutschen Mundarten im deutschen und im niederlÀndischen Sprachraum

Die niederdeutschen Dialekte werden in der Regel so gegliedert:[7]

Diese Einteilung basiert allerdings in erster Linie auf geographischen (westliche und östliche HĂ€lfte) und historischen (primĂ€res und sekundĂ€res Siedlungsgebiet) Kriterien, aber fast gar nicht auf sprachlichen (Ausnahme: Pluralendung des Verbs im PrĂ€sens). In linguistischer, also in lautlicher und grammatischer Hinsicht, gehören hingegen das westniederdeutsche NordniedersĂ€chsische und das ostniederdeutsche Mecklenburgisch-Vorpommersche eng zusammen, wogegen das westniederdeutsche WestfĂ€lische und das ebenfalls westniederdeutsche Nordniederdeutsche wenig gemeinsam haben. Neben der Ost-West-Gliederung gibt es deshalb auch eine Nord-SĂŒd-Gliederung, die NordniedersĂ€chsisch und Mecklenburgisch-Vorpommersch zu Nordniederdeutsch, WestfĂ€lisch, OstfĂ€lisch und MĂ€rkisch zu SĂŒdniederdeutsch zusammenfasst.

In den grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten in Norddeutschland gibt es neben den Ă€lteren niederdeutschen Stadtdialekten auch hochdeutsche Stadtdialekte, wie das hamburgische Hochdeutsch oder das Ruhrdeutsch, die sich im 19. und frĂŒhen 20. Jahrhundert in der stĂ€dtischen Oberschicht entwickelt und durchgesetzt haben und nicht zum Niederdeutschen zĂ€hlen. Sie haben allenfalls ein niederdeutsches Substrat aufzuweisen, in der Form einiger Merkmale in Sprachlehre, Wortschatz, Satzbau oder Lautung.

Dialekte in den Niederlanden

Die niederfrĂ€nkischen und niedersĂ€chsischen Mundarten der Niederlande wurden bis in die 1980er Jahre ebenfalls zu den niederdeutschen Dialekten gezĂ€hlt. Der niederfrĂ€nkische Sprachzweig gilt heute bei den meisten Forschern als selbstĂ€ndig und wird wegen der eigenstĂ€ndigen niederlĂ€ndischen Sprachtradition in der Regel nicht mehr dem Niederdeutschen zugerechnet. Die niedersĂ€chsischen Idiome auf niederlĂ€ndischem Territorium werden angesichts ihrer NĂ€he zu den norddeutschen Dialekten (Plattdeutsch) gelegentlich zu den niederdeutschen, in der Regel jedoch zu den niederlĂ€ndischen Mundarten gerechnet (siehe NiederlĂ€ndische Dialekte). Die niedersĂ€chsischen Dialekte in den Niederlanden gliedern sich folgendermaßen:

  • Westerkwartiers
    • Kollumerpompsters
    • Kollumerlands
    • Middaglands
    • Midden-Westerkwartiers
    • Zuid-Westerkwartiers
  • Gronings und Noord-Drents
    • Hogelandsters
    • Stadsgronings
    • Westerwolds
    • Veenkoloniaals
    • Oldambtsters
  • Stellingwerfs
  • Midden-Drents
  • Zuid-Drents
  • Twents
  • Twents-Graafschaps
  • Gelders-Overijssels
  • Veluws
    • Oost-Veluws
    • West-Veluws

Weitere LĂ€nder

Im Ausland gibt es folgende niederdeutsche Dialekte:

Mischsprachen aus Hochdeutsch und Plattdeutsch, teilweise auch Sprachelementen weiterer Sprachen sind:

Grammatik

Rechtschreibung

Das Niederdeutsche hat keine einheitliche oder verbindliche Rechtschreibung. Sprachwissenschaftler benutzen in der Regel eine phonetische Transkription, also eine Schreibung, die die Laute so genau wie möglich wiedergibt. Allerdings sind solche Texte fĂŒr ein breites Publikum schwer zu lesen.

Die am hĂ€ufigsten gebrauchte Rechtschreibung fĂŒr niederdeutsche Texte ist die Rechtschreibregelung von Johannes Saß („Kleines plattdeutsches Wörterbuch. Nebst Regeln fĂŒr die plattdeutsche Rechtschreibung“, Hamburg 1972). Sie lehnt sich an die hochdeutsche Rechtschreibung an und macht die Abweichungen besonders kenntlich. Allerdings ist diese Rechtschreibung weder verbindlich noch geographisch umfassend. Sie gilt primĂ€r fĂŒr die nordniedersĂ€chsischen Dialekte.

FĂŒr das WestfĂ€lische mit seinen vielen Diphthongen ist sie weniger gut geeignet.[8]

Historische Phonologie

Die Zweite Lautverschiebung

Die niederdeutsche Sprache hat – wie auch die anderen germanischen Sprachen, beispielsweise das NiederlĂ€ndische, das Englische oder das Schwedische – die zweite oder hochdeutsche Lautverschiebung nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil mitgemacht. Daher Ă€hneln viele Wörter der niederdeutschen Sprache den entsprechenden englischen, dĂ€nischen, schwedischen, norwegischen, islĂ€ndischen und niederlĂ€ndischen Wörtern, z. B.:

  • nd. Water; engl. water; dĂ€n. vand; schwed. vatten; nl. water (Wasser)
  • nd. Vader, Vadder; engl. Father; dĂ€n./schwed. far; nl. vader (Vater)
  • nd. Pann, Panne; engl. pan; dĂ€n. pande; schwed. panna; nl. pan (Pfanne)
  • nd. Salt; engl. salt; dĂ€n./schwed. salt, nl. zout (Salz)
  • nd. Melk; engl. milk; dĂ€n. mĂŠlk; schwed. mjölk, nl. melk (Milch)
  • nd. Köppen; engl. cup; schwed. kopp; nl. kop (Tasse; verwandtes hochdeutsches Wort: Kopf)

In einigen westniederdeutschen Dialekten wird das g gleich wie im NiederlĂ€ndischen (nicht FlĂ€mischen) als stimmloses ch [x] gesprochen (fĂŒr das stimmhafte ch [ÉŁ] wird ǧ geschrieben), im WestfĂ€lischen als stimmhaftes ch.

Niederdeutsche Konsonanten ↔ hochdeutsche Konsonanten

k → ch :

  • nd. ik ↔ ich und koken ↔ hdt. kochen
  • nd. maken und engl.: to make ↔ hdt. machen

d → t :

  • nd. dag und engl. day ↔ hdt. Tag

jedoch d → d : (wenn im Engl. th)

  • nd. dat, Doorn und engl. that, thorn ↔ hdt. das, Dorn

t → s :

  • nd. dat, wat, eten und engl. that, what, eat ↔ hdt. das, was, essen

t → z :

  • nd. Tied, Timmermann ↔ hdt. Zeit, Zimmermann

t → tz :

  • nd. sitten und engl. sit ↔ hdt. sitzen

p → f :

  • nd. slapen oder slopen und engl. sleep ↔ hdt. schlafen
  • nd. Schipp und engl. ship ↔ hdt. Schiff

p → pf :

  • nd. Peper und engl. pepper ↔ hdt. Pfeffer

v, w, f → b :

  • nd. wief, wiewer und engl. wife ↔ hdt. Weib, Weiber
  • nd. leev, leewer ↔ hdt. lieb, lieber

Weitere Unterschiede zum Hochdeutschen

Weitere Unterschiede zwischen dem Hoch- und dem Niederdeutschen, die jedoch nicht aus der 2. Lautverschiebung resultieren:

s → sch:

sm → schm:

  • nd. smeeren, Smeer und schwed smörja ↔ schmieren, Schmiere

sl → schl:

  • nd. slapen und engl. sleep ↔ schlafen

sw → schw:

  • nd. Swien → Schwein

st → scht:

  • nd. steen und engl. stone ↔ schtein („Stein“ geschrieben)

sp → Schp:

  • nd. spitz ↔ schpitz („spitz“ geschrieben)

Morphologie

Niederdeutsch ist keine standardisierte Sprache, sondern eine Regionalsprache mit zum Teil sehr unterschiedlichen Dialekten. Eine umfassende grammatische Beschreibung des Niederdeutschen ist daher schwierig. Die folgende Darstellung basiert teilweise auf einer Kurzgrammatik von Wolfgang Lindow[9] und orientiert sich vermutlich weitgehend an den VerhÀltnissen im NordniedersÀchsischen.

Artikel und Substantiv

Substantive haben (wie im Hochdeutschen) drei Geschlechter: maskulin (m.), feminin (f.) und neutrum (n.):

  • de Mann („der Mann“), Akkusativ: den Mann
  • de Fru („die Frau“), Akkusativ: de Fru
  • dat Kind („das Kind“), Akkusativ: dat Kind

Das Geschlecht der Substantive ist bei manchen Wörtern nicht eindeutig festgelegt, und es stimmt auch nicht unbedingt mit dem Geschlecht des entsprechenden hochdeutschen Wortes ĂŒberein:

  • de/dat Band (Bindfaden): m. oder n.
  • de Distel (Distel): m. oder f.
  • de/dat Schiet (Dreck, Schmutz): m., f. oder n.

In der Flexion ist im Vergleich zum Hochdeutschen eine Vereinfachung des Formeninventars festzustellen. So hat das Niederdeutsche in der Regel nur einen Subjektfall (den Nominativ) und einen Objektfall (den Akkusativ). Der Dativ wird durch den Akkusativ ersetzt und der Genitiv wird durch eine prĂ€positionale Verbindung umschrieben (Beispiel: min Vadder sin Hus – ‘das Haus meines Vaters’).

Den Plural bilden die Substantive auf unterschiedliche Weise:

  • ohne VerĂ€nderung: dat Been – de Been (das Bein – die Beine)
  • Umlautung des Stammvokals: dat Huus – de HĂŒĂŒs (das Haus – die HĂ€user)
  • LĂ€ngung des Stammvokals: de Dag – de Daag(en) (der Tag – die Tage)
  • Endung -(e)n: de Disch – de Dischen (der Tisch – die Tische)
  • Endung -er ohne Umlaut: dat Kleed – de Kleeder (das Kleid – die Kleider)
  • Endung -er mit Umlaut: dat Book – de Bööker (das Buch – die BĂŒcher)
  • Endung -s: de Arm – de Arms (der Arm – die Arme)
  • unregelmĂ€ĂŸig: de Mann – de Manns/de MannslĂŒĂŒd (der Mann – die MĂ€nner)

Adjektive, Artikel und Pronomina die sich auf ein Substantiv beziehen, richten sich in ihrer Form nach dem Geschlecht des Substantivs. Dies bezeichnet man auch als Kongruenz.

Pronomen

Auch bei den Pronomen gibt es in der Regel nur einen Subjektfall (den Nominativ) und einen Objektfall (den Akkusativ).

  • Die Personalpronomen („ich, du, er, sie, es“ etc.) Ă€hneln zum Teil dem Hochdeutschen, allerdings hat die dritte Person Singular maskulin eine andere Wurzel (he statt er).
Numerus Person Genus Nominativ Akkusativ Akkusativ (Ostfriesland) Akkusativ (Ostfalen)
Singular 1.   ik mi mi mik
2.   du di di dik
3. Maskulinum he em/sik hum ö(h)ne
Femininum se ehr/sik höhr/höör se(i)
Neutrum dat dat/sik et
Plural 1.   wi u(n)s uns ĂŒsch
2.   ji ju(uch) jo jehre
3.   se jem/jĂŒm höhr sik
  • Die Possesivpronomen („mein, dein, sein, ihr“ etc.) unterscheiden Singular und Plural, abhĂ€ngig davon, ob das Besessene in der Einzahl oder Mehrzahl vorhanden ist. Dies ist auch im Hochdeutschen so („mein, meine“). Bei den Akkusativformen mit einfachem Besitz stehen die Formen mit der Endung -en fĂŒr das mĂ€nnliche Geschlecht, die Formen ohne -en fĂŒr das weibliche bzw. das sĂ€chliche Geschlecht.
Numerus Person Genus Nominativ (Besitz einfach) Akkusativ (Besitz einfach) Nominativ (Besitz mehrfach) Akkusativ (Besitz mehrfach)
Singular 1.   mien mien(en) mien mien
2.   dien dien(en) dien dien
3. Maskulinum sien sien(en) sien sien
Femininum ehr ehr(en) ehr ehr
Plural 1.   u(n)s u(n)s(en) u(n)s u(n)s
2.   ju(un) ju(un) juun juun
3.   (jem-)ehr (jem-)ehr(en) (jem-)ehr (jem-)ehr
  • Bei den Demonstrativpronomen („dieser, diese, dieses“ etc.) unterscheiden sich maskuline und feminine Formen im Nominativ Singular kaum. Der Plural ist fĂŒr alle Geschlechter gleich.
Numerus Genus Nominativ Akkusativ
Singular Maskulinum de/disse den/dissen
Femininum de/(dĂŒsse) de/(dĂŒssen)
Neutrum dat/dit dat/dit
Plural   de/disse (dĂŒsse) de/disse (dĂŒsse)

Adjektiv

Die Flexion der Adjektive ist im niederdeutschen Sprachgebiet nicht einheitlich. Es treten unterschiedliche Formen auf, die auch nicht eindeutig regional gegliedert werden können. Bei allen drei Geschlechtern kann das Adjektiv ohne Endung gebraucht werden (de lĂŒtt Mann, de lĂŒtt Fru, dat lĂŒtt Kind). Den Gebrauch mit Endungen kann man den folgenden Beispielen entnehmen:

  • mĂ€nnlich (bestimmter Artikel): de starke Mann (Nominativ) – den starken Mann (Akkusativ)
  • mĂ€nnlich (unbest. Art.): een starken Mann (Nom.) – een’n starken Mann (Akk.)
  • weiblich (best. Art.): de smucke Deern (Nom.) – de smucke Deern (Akk.)
  • weiblich (unbest. Art.): een smucke Deern (Nom.) – een smucke Deern (Akk.)
  • sĂ€chlich (best. Art.): dat wiede Land (Nom.) – dat wiede Land (Akk.)
  • sĂ€chlich (unbest. Art.): een wied(es)/wied(et) Land (Nom.) – een wied(es)/wied(et) Land (Akk.)

Die Steigerung der Adjektive erfolgt durch die Endungen -er und -st(e). Der Superlativ mit „am“ („am besten“) wurde frĂŒher ausgedrĂŒckt mit up’t („up’t best“), heute vielfach auch mit an’n.

Zahlwort

  • 1: een / ein
  • 2: twee / twei
  • 3: dree / drei
  • 4: veer
  • 5: fief
  • 6: söss / sess / soss
  • 7: söben / söven
  • 8: acht
  • 9: negen
  • 10: teihn
  • 11: ölben / ölven / olben
  • 12: twölf / twolf / twalm
  • 13: dörteihn / darteihn
  • 14: veerteihn
  • 15: föffteihn /foffteihn
  • 16: sössteihn / sossteihn / sessteihn
  • 17: söbenteihn
  • 18: achteihn
  • 19: negenteihn
  • 20: twintig
  • 30: dörtig / dartig
  • 40: veertig
  • 50: föfftig / fieftig
  • 60: sösstig / sosstig / sesstig
  • 70: söbentig / söventig
  • 80: achtig / tachentig
  • 90: negentig
  • 100: hunnert / hĂŒnnert
  • 1000: dusend
  • 1.: de eerst(e)
  • 2.: de tweet(e)
  • 3.: de drĂŒtt(e), de darde
  • 4.: de veert(e)
  • 5.: de föfft(e), de fiefte

Verb

Das Perfekt und Plusquamperfekt wird – Ă€hnlich wie im Deutschen – mit dem Hilfsverb hebben gebildet.

Das Futur wird zum Teil – anders als im Deutschen und Ă€hnlich wie im Schwedischen – mit dem Hilfsverb sölen/schölen/zullen (verwandt, aber nicht bedeutungsidentisch mit dem Deutschen „sollen“) gebildet.

Ik schall na School gahn kann sowohl „Ich werde zur Schule gehen“ als auch „Ich soll zur Schule gehen“ bedeuten. TatsĂ€chlich bevorzugt das Niederdeutsche aber – wie auch das gesprochene Hochdeutsche, reines PrĂ€sens zur Bezeichnung des Futurs („Ik gah mörgen na School to.“)

Zum Teil wird das Futur wie im Hochdeutschen mit dem Verb waarn (= „werden“) gebildet: Ik waar morgen to School gahn („Ich werde morgen zur Schule gehen“). Beide Möglichkeiten sind gleichwertig verwendbar.

Vorsilbe ge-

Das PrĂ€fix ge- fĂŒr die Charakterisierung des Partizips Perfekt und davon abgeleiteter Substantive ist – Ă€hnlich wie in der hochdeutschen Sprachentwicklung – zunĂ€chst in die Schriftsprache (mittelniederdeutsch) integriert worden, im nordniedersĂ€chsischen und ostniederdeutschen Raum (NordniedersĂ€chsisch und Mecklenburgisch-Vorpommersch) jedoch nicht vollstĂ€ndig. Dort ist dieses Sprachmerkmal in der gesprochenen und spĂ€ter auch der geschriebenen Sprache nicht mehr aufzufinden – vermutlich auch unter Einfluss der schwedischen und dĂ€nischen Regentschaft in Teilen Norddeutschlands sowie der Beziehungen zu Skandinavien. Dementsprechend findet man dieses PrĂ€fix im NiederlĂ€ndischen und Preußischen sowie (reduziert auf e-) im OstfĂ€lischen, aber nicht im Ostfriesischen, NordniedersĂ€chsischen und Mecklenburgischen.

  • nnds. kööpt, ostf. ekofft (vgl. dĂ€n. kĂžbt, ndl. gekocht, dt. gekauft)
  • nnds. slapen, ostf. eslapen (vgl. engl. slept, ndl. geslapen, dt. geschlafen)

Die Ursache dieses Unterschiedes ist nicht eindeutig geklĂ€rt. Es ist unsicher, wie das Partizip in der altsĂ€chsischen Sprache gebildet wurde. So weist der Heliand im Vaterunser die Zeile auf: geuuĂźhid sĂź thĂźn namo uuordo gehuuilico, auf Niederdeutsch heißt es: hilligt warrn schall dien Naam. Vergleiche mit der nahe verwandten angelsĂ€chsischen Sprache legen ebenfalls nahe, dass das Partizip möglicherweise mit PrĂ€fix gebildet wurde. Alte schriftliche Quellen aus der karolingischen Zeit zeigen beide Formen, da sie jedoch von frĂ€nkischen Mönchen geschrieben wurden, sind sie diesbezĂŒglich nicht besonders zuverlĂ€ssig. Mittelniederdeutsche Quellen aus dem 14. und 15. Jahrhundert zeigen beide Formen.

Die regionale Verbreitung liefert eher Hinweise zur Genese dieses PhĂ€nomens: Die grammatische Form des Partizips ohne PrĂ€fix ist typisch fĂŒr das Emsland (Binnenland!) und die KĂŒstenregionen von Ostfriesland ĂŒber den Raum Hamburg/Bremen bis Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Vorpommern. Dagegen wird im ostfĂ€lischen Raum sowie in den im Hoch- und SpĂ€tmittelalter kolonisierten Gebieten im östlichen Westpreußen wie in Ostpreußen das Partizip mit dem PrĂ€fix e- bzw. ge- gebildet. Dieser Umstand lĂ€sst einen Einfluss ĂŒber die Seefahrt und die intensiven Beziehungen zu England und Skandinavien zur Hansezeit und spĂ€ter vermuten.

Gleichzeitig waren die Gebiete, in denen das Partizip nach skandinavischem Muster gebildet wird, in der Neuzeit teilweise ĂŒber lĂ€ngere Zeit skandinavisch verwaltet. So fĂŒhrte der DreißigjĂ€hrige Krieg zu einer schwedischen Besetzung im Gebiet zwischen Hamburg und Bremen (z. B. Stade) und in Pommern. Schleswig und Holstein hatten den dĂ€nischen König als Landesherren und eine teilweise dĂ€nisch geprĂ€gte Verwaltung. Dies könnte ohnehin in der Sprache vorhandene Tendenzen zum prĂ€fixlosen Partizip verstĂ€rkt haben.

Generell ist zu beobachten, dass es im nördlichen Sprachraum eine ĂŒber das Partizip hinaus gehende Abneigung gegen das PrĂ€fix ge- gibt. So wird bereits in Ă€lteren Quellen ein Geschlechterbuch Slechtbook genannt. Mit dem hochdeutschen Verb „gehören“ korrespondiert das niederdeutsche hören / heurn und – prĂ€ziser – tohören / toheurn. He heurt de vun de Geest to = „Er gehört zu denen von der Geest“.

Syntax

Der Satzbau des Niederdeutschen erlaubt Konstruktionen, die im Hochdeutschen als ungrammatisch abgelehnt werden.

Zum Beispiel sind SĂ€tze wie: Ick mach dat nich, gahn rut bi RĂ€gen (hochdt. wörtlich: „Ich mag es nicht, gehen hinaus bei Regen“ – vgl. Englisch: I don't like to go out in the rain) normal. Dieser Gebrauch des Infinitivs ist ein weiterer Unterschied zum Hochdeutschen.

Alternativ könnte man allerdings auch Ick mach dat nich, bi RĂ€gen rut tou gahn sagen. Außerdem kann man den erstgenannten niederdeutschen Satz auch im Hochdeutschen so bilden, wenn man ihn als „Ich mag das nicht, Rausgehen bei Regen“ versteht (also als substantivierten Infinitiv). Wer solcherart „kreativen Sprachgebrauch“ als „ungrammatisch“ ablehnt, mĂŒsste dies konsequenterweise auch fĂŒr das analoge Beispiel im Niederdeutschen tun.

Semantik: Einfluss auf das Hochdeutsche

Das Niederdeutsche nimmt gegenĂŒber dem Hochdeutschen die Stellung einer Substratsprache ein. In Norddeutschland sind unzĂ€hlige niederdeutsche Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch zu finden, manche werden sogar in der hochdeutschen Standardsprache verwendet.

  • aus der Fachsprache der Seefahrt stammen unter anderem:
    • Achterdeck (von achter, niederdeutsch fĂŒr hinter)
    • Bug
    • Heck
    • Kiel
    • Lotse
    • Planke
    • Rah(e)
    • Reling
    • Steven
    • ein-, ausscheren (ursprĂŒnglich von Schiffen gesagt) bzw. einscheren (von einem Tau gesagt)
    • schlingern
    • wriggen (mittels eines Ruders kreisende Bewegungen zum VorwĂ€rtsbewegen des Bootes vollfĂŒhren)
  • in die deutsche Standardsprache eingegangen sind unter anderem:
    • Bernstein
    • Fliese (Kachel)
    • Laken (Leintuch)
    • Lappen (Lumpen)
    • Mettwurst (niederdeutsch Mett = Fleisch, speziell gehacktes Schweinefleisch)
    • Möwe
    • Spuk (Geistererscheinung)
    • Ufer (Gestade)
    • Ware (ursprĂŒnglich nur niederdeutsch, frĂŒher hochdeutsch Kaufmannsgut)
    • knabbern
    • kneifen (jĂŒngere verhochdeutschte Form des niederdeutschen kniepen)
    • schmuggeln
    • verrotten (verfaulen)
    • wringen (ringen)
    • binnen (innerhalb; vgl. binnen ... Minuten; Binnenschifffahrt)
    • echt (ursprĂŒnglich niederdeutsch fĂŒr gesetzmĂ€ĂŸig)
    • sacht (sanft)
  • beschrĂ€nkt auf die norddeutsche Umgangssprache sind unter anderem:
    • Dustern (Dunkelheit)
    • Puschen (Hausschuhe)
    • Schmacht (Entzugserscheinungen bei Rauchern, von smacht, niederdeutsch fĂŒr Hunger)
    • schnacken (reden, bereden)
    • dröge (trocken)
    • Trecker (Traktor)
  • in die allgemeine Umgangssprache eingegangen sind unter anderem:
    • hapern (fehlen, nicht vorangehen)
    • schlabbern (gerĂ€uschvoll auflecken; [sich] schlenkernd bewegen)
    • pinkeln, pissen (urinieren)
    • schrubben (fegen, krĂ€ftig reibend reinigen)
    • klamm (klamme Finger, nasskalt)

Pragmatik: Aspekte der Verwendung

Einstellungen zum Niederdeutschen

Das Niederdeutsche hat den Ruf, eine gemĂŒtlich-heimelige Sprache zu sein. Dieter Stellmacher verweist auf das Beispiel eines Bremer Bundestagsabgeordneten, der zwar nicht fließend Niederdeutsch spricht, aber in Reden und GesprĂ€chen gern niederdeutsche SĂ€tze und Redewendungen einfließen lĂ€sst. Damit wolle der Abgeordnete (nach eigener Aussage) eine bessere Stimmung und eine nĂ€here Verbindung zu seinen Zuhörern und GesprĂ€chspartnern herstellen.

Vereinzelt ist auch in den Landtagen der norddeutschen BundeslĂ€nder niederdeutsch gesprochen worden, besonders bei Themen, die die niederdeutsche Sprache betreffen. Dies fĂŒhrte dann zu einer heiteren und versöhnlichen Stimmung unter den Parlamentariern. Allerdings zeigt dies auch, dass das Niederdeutsche gerne fĂŒr weniger wichtige Themen verwendet wird.

Auch in der niederdeutschen Literatur und Theaterkunst[10] erwartet das Publikum eher heitere und leichte Themen, obwohl es auch „ernste“ Literatur und ProblemstĂŒcke auf Niederdeutsch gibt. Wo die niederdeutsche Literatur und Dramatik nicht nur oberflĂ€chlich unterhaltend ist, sondern „seriöser“ sein möchte, wird sie eher unwillig zur Kenntnis genommen. Dies kann damit begrĂŒndet werden, dass das Niederdeutsche lange Zeit auf private Themen, auf nicht-öffentliche Bereiche und auf die Lebenswelt der „kleinen Leute“ eingeschrĂ€nkt war.[11]

Verwendung in der EDV

Die Desktop-OberflĂ€che KDE fĂŒr Unixsysteme, fĂŒr das Betriebssystem Linux und Derivate gibt es seit einiger Zeit auch Sprachpakete in niederdeutscher Sprache. Eine niederdeutsche GNOME-Variante befindet sich in Planung.

Bedeutende niederdeutsche Dichter und Schriftsteller

Siehe auch

Literatur

  • Gerhard Cordes, Dieter Möhn (Hrsg.): Handbuch zur niederdeutschen Sprach- und Literaturwissenschaft. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1983, ISBN 3-503-01645-7
  • Willy Sanders: Sachsensprache, Hansesprache, Plattdeutsch. Sprachgeschichtliche GrundzĂŒge des Niederdeutschen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982, ISBN 3-525-01213-6
  • Claus Schuppenhauer: Plattdeutsche Klassiker 1850–1950. Wege zur niederdeutschen Literatur. Verlag Schuster, Leer 1982, ISBN 3-7963-0209-2
  • Wolfgang Lindow [u. a.]: Niederdeutsche Grammatik. Verlag Schuster, Leer 1998, ISBN 3-7963-0332-3
  • Johannes Sass: Der neue Sass – Plattdeutsches Wörterbuch – Plattdeutsch – Hochdeutsch, Hochdeutsch – Plattdeutsch. 4. Auflage. Wachholtz-Verlag, NeumĂŒnster 2006, ISBN 3-529-03000-7
  • William Foerste: Geschichte der niederdeutschen Mundarten. In: Deutsche Philologie im Aufriss. hrsg. von Wolfgang Stammler. 2. ĂŒberarb. Aufl. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1957. Bd. I; Sp. 1730–1898
  • Dieter Stellmacher: Niederdeutsche Sprache. 2. ĂŒberarb. Aufl. Weidler, Berlin 2000, ISBN 3-89693-326-4
  • Jan Goossens (Hrsg.): Niederdeutsch, Sprache und Literatur. Eine EinfĂŒhrung. 2. Aufl. Wachholtz Verlag, NeumĂŒnster 1983, ISBN 3-529-04510-1

Weblinks

Wikipedia Wikipedia auf Plattdeutsch (Deutschland)
Wikipedia Wikipedia auf NiedersÀchsisch (Niederlande)

Seiten ĂŒber das Niederdeutsche

Belege

  1. ↑ a b c d Willy Sanders: Sachsensprache, Hansesprache, Plattdeutsch: sprachgeschichtliche GrundzĂŒge des Niederdeutschen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982, ISBN 3-525-01213-6, S. 24–27. 
  2. ↑ Siehe Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA)
  3. ↑ Dieter Stellmacher: Niederdeutsche Sprache. 2. Auflage. Weidler, Berlin 2000, ISBN 3-89693-326-4, S. 11. 
  4. ↑ Johannes Bugenhagen: Biblia: dat ys de gantze Hillige Schrifft, DĂŒdesch: Vpt nye thogerichtet, vnde mit vlite corrigert. Hans Lufft, Wittenberg 1541. 
  5. ↑ Jan Goossens: Niederdeutsche Sprache : Versuch einer Definition. In: Jan Goossens (Hrsg.): Niederdeutsch : Sprache und Literatur. Karl Wachholtz, NeumĂŒnster 1973, S. 9-27, 20f. 
  6. ↑ Willy Sanders: Sachsensprache, Hansesprache, Plattdeutsch: sprachgeschichtliche GrundzĂŒge des Niederdeutschen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982, ISBN 3-525-01213-6, S. 74–75. 
  7. ↑ Dieter Stellmacher: Niederdeutsche Sprache. 2. Auflage. Weidler, Berlin 2000, ISBN 3-89693-326-4, S. 108. 
  8. ↑ Willy Sanders: Sachsensprache, Hansesprache, Plattdeutsch: sprachgeschichtliche GrundzĂŒge des Niederdeutschen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982, ISBN 3-525-01213-6, S. 185–187. 
  9. ↑ Wolfgang Lindow: Plattdeutsches Wörterbuch. Schuster, Leer 1984, ISBN 3-7963-0215-7, S. 253–257. 
  10. ↑ Siehe etwa Ohnsorg-Theater, Hamburg, Niederdeutsches Theater Braunschweig
  11. ↑ Dieter Stellmacher: Niederdeutsch: Formen und Forschungen. Max Niemeyer Verlag, TĂŒbingen 1981, ISBN 3-484-10415-5, S. 22–25, 132–133. 

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Synonyme:

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  • Niederdeutsch — Niederdeutsch, s.u. Deutsche Sprache III. B) 
   Pierer's Universal-Lexikon

  • Niederdeutsch — Niederdeutsch, Plattdeutsch, die Sprache des Norddeutschen Tieflandes, im weitern Sinne auch die niederlĂ€nd. und flĂ€m. Sprache; durch den Mangel der hochdeutschen Lautverschiebung vom Hochdeutschen unterschieden. (S. Deutsche Mundarten.) [Karte:… 
   Kleines Konversations-Lexikon

  • Niederdeutsch — Niederdeutsch, adj. et adv. in dem niedriger gelegenen Theile Deutschlandes einheimisch, darin gegrĂŒndet; im Gegensatze des Oberdeutsch. Ein Niederdeutscher, ein Einwohner dieses Theiles von Deutschland, im Gegensatze eines Oberdeutschen. Die… 
   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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  • Niederdeutsch — ĐĄĐŒ. basso tedesco 
   ĐŸŃŃ‚ĐžŃĐ·Ń‹Ń‡ĐœŃ‹Đč ŃĐ»ĐŸĐČарь Đ»ĐžĐœĐłĐČОстОчДсĐșох Ń‚Đ”Ń€ĐŒĐžĐœĐŸĐČ

  • Niederdeutsch — Platt; Plattdeutsch * * * nie|der|deutsch 〈Adj.âŒȘ zum Sprachraum der niederdeutschen Sprache gehörig, in niederdeutscher Sprache (abgefasst) ● niederdeutsche Sprache die norddt. Mundarten, die von der zweiten (hochdt.) Lautverschiebung nicht… 
   Universal-Lexikon

  • niederdeutsch — nie·der·deutsch Adj; die Dialekte betreffend, die man im Norden Deutschlands spricht und die dem HollĂ€ndischen relativ Ă€hnlich sind ↔ mitteldeutsch, sĂŒddeutsch: die niederdeutschen Mundarten || hierzu Nie·der·deut·sche das; n; nur Sg; nur mit dem 
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  • niederdeutsch — nie|der|deutsch (AbkĂŒrzung nd.); vgl. deutsch 
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  • Niederdeutsch — Nie|der|deutsch, das; [s] (Sprache); vgl. Deutsch 
   Die deutsche Rechtschreibung

  • Niederdeutsch (BegriffsklĂ€rung) — Niederdeutsch steht: in der neueren Sprachwissenschaft als Synonym fĂŒr das umgangssprachliche Wort Plattdeutsch, siehe Niederdeutsche Sprache in der Ă€lteren Sprachwissenschaft fĂŒr die Mundarten des Dialektkontinuums der kontinentalen… 
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