Niederstedem


Niederstedem
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederstedem
Niederstedem
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederstedem hervorgehoben
49.9302777777786.4975259
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburg-Land
Höhe: 259 m ü. NN
Fläche: 5,46 km²
Einwohner:

241 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54634
Vorwahl: 06568
Kfz-Kennzeichen: BIT
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 091
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburg-land.de
Ortsbürgermeister: Willi Niederprüm
Lage der Ortsgemeinde Niederstedem im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Niederstedem ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburg-Land an.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Ortschaft liegt in der Südwesteifel, etwa 5 km südlich des Zentrums der Kreisstadt Bitburg. Das Gemeindegebiet umfasst einen Teil des sogenannten „Bitburger Gutlandes“ und wird von der Bundesstraße 257 durchquert. Mit 71,5 % wird ein vergleichsweise hoher Anteil der 5,46 km² großen Gemarkung landwirtschaftlich genutzt, nur 9,8 % sind bewaldet. Innerhalb der Ortsgemeinde schwankt die Höhenlage zwischen 260 m ü. NN und 290 m ü. NN.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 893 im Prümer Urbar. Auf den Fluren „Alshöhe“ und „Im Grasmärchen“ zeugen Reste römischer Siedlungen und auf dem Flur „Auf der Zahl“ fränkische Grabfunde von einer sehr frühen, sesshaften Besiedelung des Gemeindegebietes. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes fand 893 statt, damals noch als „Stedeheym“. Eine begriffliche Trennung zwischen den heute nicht mehr zusammengehörenden Gemeinden Ober- und Niederstedem wurde ab 1528 vorgenommen. Die beiden Orte – in den Urkunden „Over et Nyederstedem“ – gehörten beide zur Propstei Bitburg im Herzogtum Luxemburg.

1848 wurden in Niederstedem 218 Einwohner in 22 Wohnhäusern verzeichnet, womit die Ortschaft auf dieselbe Größe wie sein Pfarr- und Verwaltungsort Messerich angewachsen war. Die unter preußischer Verwaltung im Jahre 1816 geschaffene Bürgermeisterei Messerich ging später an das Amt Wolfeld, das mit vier weiteren Ämtern im Zuge der rheinland-pfälzischen Kommunalreform 1970 zur Verbandsgemeinde Bitburg-Land zusammengeschlossen wurde.

Bei der Tanklagerexplosion bei Niederstedem am 23. September 1954 kamen durch die Explosion eines mit Flugzeugtreibstoff gefüllten Großtanks 29 Menschen ums Leben.[2]

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Niederstedem besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die sechs Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf drei Wählergruppen mit jeweils zwei Sitzen.

Sehenswürdigkeiten

Die alte Bebauung des Ortes prägt das Ortsbild. Wahrzeichen ist die Filialkirche St. Jakobus, die sich bis in das Jahr 1140 zurückverfolgen lässt. Der Friedhof der Kirche ist mit Grabsteinen aus den Jahren 1880–1910 belegt. Aufgestellt ist dort ein Kriegerdenkmal, das den Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmet ist. Sehenswert sind auch drei über das Gemeindegebiet verteilte spätbarocke Wegekreuze. Als Naturdenkmäler ausgewiesen sind eine 150-jährige Kastanie, verschiedene alte Eichen und mehrere Weiden.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niederstedem

Wirtschaft

Wie viele andere Gemeinden der Eifel ist Niederstedem landwirtschaftlich geprägt, so gibt es nach wie vor noch mehrere Haupterwerbslandwirte. Zwar pendeln die meisten Erwerbstätigen in die sehr nahe gelegene Kreisstadt Bitburg, in den Raum Trier oder nach Luxemburg, allerdings weist auch Niederstadem selber mit einigen Gewerbebetriebe eine geringe Anzahl von Arbeitsplätzen auf. Dazu gehören zwei Gasthäuser, eine Reparaturwerkstatt und eine RWE-Umspannanlage.

Weblinks

 Commons: Niederstedem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Der 27. September 1954. Trauerfeier für die Explosionsopfer in Niederstedem. in: Landeshauptarchiv Koblenz

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