Nobelpreisträger für Medizin

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin wird seit 1901 jährlich vergeben und ist mit 10 Mio. Schwedischen Kronen dotiert, was etwa 1,1 Mio. Euro entspricht. Erhalten in einem Jahr mehrere Wissenschaftler die Auszeichnung, wird die Prämie zu gleichen Teilen an die Preisträger verteilt. Die Auswahl der Laureaten unterliegt dem Karolinska Institutet. Der Stifter des Preises, Alfred Nobel, verfügte in seinem Testament vom 27. November 1895, in der die Vergabe der Auszeichnung geregelt wurde, der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin solle demjenigen zuerkannt werden, „der die wichtigste Entdeckung in der Domäne der Physiologie oder Medizin gemacht hat“. Der Nobelpreis wird jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, vom schwedischen König überreicht.

Seit der ersten Nobelpreis-Verleihung wurden insgesamt 192 Personen ausgezeichnet, darunter befanden sich 184 Männer (95,8 %) und acht Frauen (4,2 %). Eine Übersicht über die Verteilung auf einzelne Nationen bietet der Abschnitt Verteilung nach Nationalitäten.

Liste der Preisträger

Diese Liste enthält eine chronologische Übersicht der Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin mit der Begründung der Nobelkomitees. Eine alphabetische Übersicht bietet die Kategorie Nobelpreisträger für Medizin.


1901 bis 1910 · 1911 bis 1920 · 1921 bis 1930 · 1931 bis 1940 · 1941 bis 1950 · 1951 bis 1960
1961 bis 1970 · 1971 bis 1980 · 1981 bis 1990 · 1991 bis 2000 · 2001 bis 2010


1901–1910

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1901 Emil Adolf von Behring
(1854–1917)
Deutsches Reich Deutsches Reich „für seine Arbeiten über Serumtherapie und besonders für deren Anwendung gegen Diphtherie, mit denen er der medizinischen Wissenschaft neue Wege erschloss und dem Arzt eine erfolgreiche Waffe im Kampf gegen Krankheit und Tod gegeben hat“ Emil Adolf von Behring
1902 Ronald Ross
(1857–1932)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für seine Arbeiten über Malaria, durch die er nachwies, wie die Krankheit in den Organismus gelangt, und damit den Grundstein legte für eine erfolgreiche Erforschung dieser Krankheit und ihrer Behandlungsmethoden“ Ronald Ross
1903 Niels Ryberg Finsen
(1860–1904)
Dänemark Dänemark „in Anerkennung seines Beitrags zur Behandlung von Krankheiten, insbesondere von Lupus vulgaris, mittels konzentrierter Lichtstrahlen, durch die er der medizinischen Wissenschaft einen neuen Weg erschloss“ Niels Ryberg Finsen
1904 Iwan Petrowitsch Pawlow
(1849–1936)
Russland Russland „in Anerkennung seiner Arbeit über die Physiologie der Verdauung, die das Wissen über wesentliche Aspekte dieses Bereichs verbessert und erweitert hat“ Iwan Petrowitsch Pawlow
1905 Robert Koch
(1843–1910)
Deutsches Reich Deutsches Reich „für seine Untersuchungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Tuberkulose
1906 Camillo Golgi
(1843 oder 1844–1926)
Italien „in Anerkennung ihrer Arbeiten über die Struktur des Nervensystems Camillo Golgi
Santiago Ramón y Cajal
(1852–1934)
Spanien Santiago Ramón y Cajal
1907 Alphonse Laveran
(1845–1922)
Frankreich Frankreich „in Anerkennung seiner Arbeiten über die Bedeutung der Protozoen als Krankheitserreger“
1908 Ilja Iljitsch Metschnikow
(1845–1916)
Russland Russland „als Anerkennung ihrer Arbeiten über die Immunität“
Paul Ehrlich
(1854–1915)
Deutsches Reich Deutsches Reich
1909 Emil Theodor Kocher
(1841–1917)
Schweiz Schweiz „für seine Arbeiten über Physiologie, Pathologie und Chirurgie der Schilddrüse Emil Theodor Kocher
1910 Albrecht Kossel
(1853–1927)
Deutsches Reich Deutsches Reich „in Anerkennung des Beitrages, den seine Arbeiten über Eiweißstoffe einschließlich der Nukleine für unsere Kenntnis der Chemie der Zelle geleistet haben“

1911–1920

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1911 Allvar Gullstrand
(1862–1930)
Schweden Schweden „für seine Arbeiten über die Dioptrik des Auges Allvar Gullstrand
1912 Alexis Carrel
(1873–1944)
Frankreich Frankreich „als Anerkennung seiner Arbeiten über die Gefäßnaht sowie über Gefäß- und Organtransplantationen
1913 Charles R. Richet
(1850–1935)
Frankreich Frankreich „für seine Arbeiten über Anaphylaxie Charles Robert Richet
1914 Róbert Bárány
(1876–1936)
Österreich-Ungarn „für seine Arbeiten über Physiologie und Pathologie des Vestibularapparates Róbert Bárány
1915 nicht verliehen
1916 nicht verliehen
1917 nicht verliehen
1918 nicht verliehen
1919 Jules Bordet
(1870–1961)
(verliehen 1920)
Belgien Belgien „für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Immunität“ Jules Bordet
1920 Schack August Steenberg Krogh
(1874–1949)
Dänemark Dänemark „für die Entdeckung des kapillarmotorischen Regulationsmechanismus“

1921–1930

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1921 nicht verliehen
1922 Archibald Vivian Hill
(1886–1977)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Wärmeerzeugung der Muskeln
Otto Fritz Meyerhof
(1884–1951)
Deutsches Reich „für seine Entdeckung des Verhältnisses zwischen Sauerstoffverbrauch und Milchsäureproduktion im Muskel“
1923 Frederick Banting
(1891–1941)
Kanada „für die Entdeckung des Insulins Fredrick Banting
John James Richard Macleod
(1876–1935)
Kanada
1924 Willem Einthoven
(1860–1927)
Niederlande Niederlande „für seine Entdeckung des Mechanismus des Elektrokardiogramms Willem Einthoven
1925 nicht verliehen
1926 Johannes Fibiger
(1867–1928)
(verliehen 1927)
Dänemark Dänemark „für seine Entdeckung des Spiropterakarzinoms“ Johannes Fibiger
1927 Julius Wagner-Jauregg
(1857–1940)
 OesterreichÖsterreich Österreich „für die Entdeckung der therapeutischen Bedeutung der Malaria-Impfung bei der Behandlung der Progressiven Paralyse
1928 Charles Nicolle
(1866–1936)
Frankreich Frankreich „für seine Arbeiten über Flecktyphus Charles Nicolle
1929 Christiaan Eijkman
(1858–1930)
Niederlande Niederlande „für seine Entdeckung des antineuritischen Vitamins Christiaan Eijkman
Frederick Gowland Hopkins
(1861–1947)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für die Entdeckung der wachstumfördernden Vitamine Frederick Gowland Hopkins
1930 Karl Landsteiner
(1868–1943)
 OesterreichÖsterreich Österreich „für die Entdeckung der Blutgruppen des Menschen“ Karl Landsteiner

1931–1940

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1931 Otto Heinrich Warburg
(1883–1970)
Deutsches Reich „für die Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments“ Otto Heinrich Warburg
1932 Charles Scott Sherrington
(1857–1952)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Funktionen der Neuronen
Edgar Douglas Adrian
(1889–1977)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
1933 Thomas Hunt Morgan
(1866–1945)
Vereinigte Staaten „für seine Entdeckungen über die Bedeutung der Chromosomen als Träger der Vererbung“ Thomas Hunt Morgan
1934 George Hoyt Whipple
(1878–1976)
Vereinigte Staaten „für ihre Lebertherapie gegen Anämie
George Richards Minot
(1885–1950)
Vereinigte Staaten
William Parry Murphy
(1892–1987)
Vereinigte Staaten
1935 Hans Spemann
(1869–1941)
Deutsches Reich „für die Entdeckung des Organisator-Effekts im embryonalen Entwicklungsstadium“
1936 Henry Hallett Dale
(1875–1968)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für ihre Entdeckungen bei der chemischen Übertragung der Nervenimpulse“ (Dalesches Prinzip)
Otto Loewi
(1873–1961)
 OesterreichÖsterreich Österreich
1937 Albert von Szent-Györgyi Nagyrápolt
(1893–1986)
Ungarn Ungarn „für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der biologischen Verbrennungsprozesse, besonders in Beziehung auf das Vitamin C und die Katalyse der Fumarsäure Albert von Szent-Györgyi Nagyrápolt
1938 Corneille Heymans
(1892–1968)
(verliehen 1939)
Belgien Belgien „für die Entdeckung der Rolle des Sinus- und Aortenmechanismus bei der Atemregulierung“
1939 Gerhard Domagk
(1895–1964)
Deutsches Reich „für die Entdeckung der antibakteriellen Wirkung des Prontosil
1940 nicht verliehen

1941–1950

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1941 nicht verliehen
1942 nicht verliehen
1943 Henrik Dam
(1895–1976)
(verliehen 1944)
Dänemark Dänemark „für die Entdeckung des Vitamins K
Edward Adelbert Doisy
(1893–1986)
(verliehen 1944)
Vereinigte Staaten „für seine Entdeckung der chemischen Natur des Vitamins K“
1944 Joseph Erlanger
(1874–1965)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen über die hochdifferenzierten Funktionen der einzelnen Nervenfasern
Herbert Spencer Gasser
(1888–1963)
Vereinigte Staaten
1945 Alexander Fleming
(1881–1955)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für die Entdeckung des Penizillins und seiner Heilwirkung bei verschiedenen Infektionskrankheiten Alexander Fleming
Ernst Boris Chain
(1906–1979)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Ernst Boris Chain
Howard W. Florey
(1898–1968)
Australien Australien
1946 Hermann Joseph Muller
(1890–1967)
Vereinigte Staaten „für die Entdeckung, dass Mutationen mit Hilfe von Röntgenstrahlen hervorgerufen werden können“
1947 Carl F. Cori
(1896–1984)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung des Verlaufs des katalytischen Glykogen-Stoffwechsels“ Carl Ferdinand Cori
Gerty Cori
(1896–1957)
Vereinigte Staaten Gerty Theresa Cori
Bernardo Alberto Houssay
(1887–1971)
Argentinien Argentinien „für seine Entdeckung der Bedeutung der Hormone des Hypophysenvorderlappens für den Zuckerstoffwechsel“ Bernardo Alberto Houssay
1948 Paul Hermann Müller
(1899–1965)
Schweiz Schweiz „für die Entdeckung der starken Wirkung von DDT als Kontaktgift gegen mehrere Arthropode
1949 Walter Rudolf Hess
(1881–1973)
Schweiz Schweiz „für die Entdeckung der funktionalen Organisation des Zwischenhirns für die Koordination der Tätigkeit von inneren Organen“
Egas Moniz
(1874–1955)
Portugal Portugal „für die Entdeckung des therapeutischen Wertes der präfrontalen Leukotomie bei gewissen Psychosen“
1950 Edward Calvin Kendall
(1886–1972)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen bei den Hormonen der Nebennierenrinde, ihrer Struktur und ihrer biologischen Wirkungen“
Tadeusz Reichstein
(1897–1996)
Schweiz Schweiz
Philip Showalter Hench
(1896–1965)
Vereinigte Staaten

1951–1960

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1951 Max Theiler
(1899–1972)
Südafrika „für die Erforschung des Gelbfiebers und seiner Bekämpfung“
1952 Selman A. Waksman
(1888–1973)
Vereinigte Staaten „für die Entdeckung des Streptomycins, des ersten Antibiotikums gegen die Tuberkulose Selman Waksman
1953 Hans A. Krebs
(1900–1981)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für seine Entdeckung des Zitronensäurezyklus
Fritz A. Lipmann
(1899–1986)
Vereinigte Staaten „für seine Entdeckung des Coenzyms A und dessen Bedeutung für den Zwischenstoffwechsel“
1954 John F. Enders
(1897–1985)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung der Fähigkeit des Poliovirus, in Kulturen verschiedener Gewebstypen zu wachsen“
Thomas H. Weller
(1915–2008)
Vereinigte Staaten
Frederick C. Robbins
(1916–2003)
Vereinigte Staaten
1955 Hugo Theorell
(1903–1982)
Schweden Schweden „für seine Entdeckungen über Natur und Wirkungsweise der Oxydationsenzyme
1956 André F. Cournand
(1895–1988)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen zur Herzkatheterisierung und zu den pathologischen Veränderungen im Kreislaufsystem
Werner Forßmann
(1904–1979)
Deutschland Deutschland Werner Forßmann
Dickinson W. Richards
(1895–1973)
Vereinigte Staaten
1957 Daniel Bovet
(1907–1992)
Italien Italien „für seine Entdeckungen über synthetische Verbindungen, die gewisse Substanzen im Körper wirksam werden lassen und besonders deren Wirkung auf das Gefäßsystem und die Skelettmuskulatur
1958 George W. Beadle
(1903–1989)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung, dass die Gene wirksam werden, indem sie bestimmte chemische Vorgänge regulieren“ George W. Beadle
Edward L. Tatum
(1909–1975)
Vereinigte Staaten Edward Lawrie Tatum
Joshua Lederberg
(1925–2008)
Vereinigte Staaten „für seine Entdeckungen über genetische Neukombinationen und Organisation des genetischen Materials bei Bakterien“
1959 Severo Ochoa
(1905–1993)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung des Mechanismus in der biologischen Synthese der Ribonukleinsäure und der Desoxyribonukleinsäure Severo Ochoa
Arthur Kornberg
(1918–2007)
Vereinigte Staaten Arthur Kornberg
1960 Frank M. Burnet
(1899–1985)
Australien Australien „für ihre Entdeckung der erworbenen immunologischen Toleranz“ Frank Macfarlane Burnet
Peter B. Medawar
(1915–1987)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

1961–1970

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1961 Georg von Békésy
(1899–1972)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für seine Entdeckungen im physikalischen Mechanismus der Erregungen in der Schnecke des Ohres“
1962 Francis Crick
(1916–2004)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für ihre Entdeckungen über die Molekularstruktur der Nukleinsäuren und ihre Bedeutung für die Informationsübertragung in lebender Substanz“ Francis Crick
James D. Watson
(* 1928)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten James Watson
Maurice H. F. Wilkins
(1916–2004)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich/Neuseeland Neuseeland Maurice Wilkins
1963 John C. Eccles
(1903–1997)
Australien Australien „für ihre Entdeckungen über den Ionen-Mechanismus, der sich bei der Erregung und Hemmung in den peripheren und zentralen Bereichen der Nervenzellenmembran abspielt“
Alan L. Hodgkin
(1914–1998)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Alan L. Hodgkin
Andrew F. Huxley
(* 1917)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Andrew Fielding Huxley
1964 Konrad Bloch
(1912–2000)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen über den Mechanismus und Regulation des Stoffwechsels von Cholesterin und Fettsäuren Konrad Bloch
Feodor Lynen
(1911–1979)
Deutschland Deutschland
1965 François Jacob
(* 1920)
Frankreich Frankreich „für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der genetischen Kontrolle der Synthese von Enzymen und Viren
André Lwoff
(1902–1994)
Frankreich Frankreich
Jacques Lucien Monod
(1910–1976)
Frankreich Frankreich
1966 Peyton Rous
(1879–1970)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der tumorerzeugenden Viren“
Charles B. Huggins
(1901–1997)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für seine Entdeckungen zur Hormonbehandlung von Prostatakrebs
1967 Ragnar Granit
(1900–1991)
Schweden Schweden „für ihre Entdeckung auf dem Gebiet der primären physiologischen und chemischen Sehvorgänge im Auge“
Haldan K. Hartline
(1903–1983)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
George Wald
(1906–1997)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1968 Robert W. Holley
(1922–1993)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Interpretation des genetischen Codes und dessen Funktion bei Protein-Synthesen Robert W. Holley
Har Gobind Khorana
(* 1922)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Har Gobind Khorana
Marshall W. Nirenberg
(* 1927)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Marshall Warren Nirenberg
1969 Max Delbrück
(1906–1981)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen des Vermehrungsmechanismus und der genetischen Struktur von Viren“ Max Delbrück
Alfred D. Hershey
(1908–1997)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Alfred Day Hershey
Salvador E. Luria
(1912–1991)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1970 Bernard Katz
(1911–2003)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für ihre Entdeckungen der Signalsubstanzen in den Kontaktorganen der Nervenzellen und der Mechanismen für ihre Lagerung, Freisetzung und Inaktivierung“
Ulf von Euler
(1905–1983)
Schweden Schweden Ulf von Euler
Julius Axelrod
(1912–2004)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Julius Axelrod

1971–1980

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1971 Earl W. Sutherland, Jr.
(1915–1974)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für seine Entdeckungen über die Wirkungsmechanismen von Hormonen
1972 Gerald M. Edelman
(* 1929)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen betreffend der chemischen Struktur der Antikörper
Rodney R. Porter
(1917–1985)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
1973 Karl von Frisch
(1886–1982)
Deutschland Deutschland „für ihre Entdeckungen zur Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern
Konrad Lorenz
(1903–1989)
 OesterreichÖsterreich Österreich Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen
Nikolaas Tinbergen
(1907–1988)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Nikolaas Tinbergen und Konrad Lorenz
1974 Albert Claude
(1899–1983)
Belgien Belgien „für ihre Entdeckungen zur strukturellen und funktionellen Organisation der Zelle“
Christian de Duve
(* 1917)
Belgien Belgien
George E. Palade
(1912–2008)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1975 David Baltimore
(* 1938)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Wechselwirkungen zwischen Tumorviren und dem genetischen Material der Zelle“ David Baltimore
Renato Dulbecco
(* 1914)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Renato Dulbecco
Howard M. Temin
(1934–1994)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Howard M. Temin
1976 Baruch S. Blumberg
(* 1925)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen von neuen Mechanismen bei der Entstehung und Verbreitung von Infektionskrankheiten
D. Carleton Gajdusek
(1923-2008)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1977 Roger Guillemin
(* 1924)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen über die Produktion von Peptidhormonen im Gehirn“
Andrew V. Schally
(* 1926)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Rosalyn Yalow
(* 1921)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für die Entwicklung radioimmunologischer Methoden der Bestimmung von Peptidhormonen
1978 Werner Arber
(* 1929)
Schweiz Schweiz „für ihre Entdeckung der Restriktionsenzyme und der Anwendung dieser Enzyme in der Molekulargenetik Werner Arber
Daniel Nathans
(1928–1999)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hamilton O. Smith
(* 1931)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Hamilton Othanel Smith
1979 Allan M. Cormack
(1924–1998)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entwicklung der Computertomographie
Godfrey N. Hounsfield
(1919–2004)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
1980 Baruj Benacerraf
(* 1920)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen genetisch bestimmter zellulärer Oberflächenstrukturen, von denen immunologische Reaktionen gesteuert werden“ Baruj Benacerraf
Jean Dausset
(* 1916)
Frankreich Frankreich
George D. Snell
(1903–1996)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten

1981–1990

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1981 Roger Sperry
(1913–1994)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für seine Entdeckungen über die funktionelle Spezialisierung der Gehirnhemisphären
David H. Hubel
(* 1926)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen über Informationsbearbeitung im Sehwahrnehmungssystem“
Torsten N. Wiesel
(* 1924)
Schweden Schweden
1982 Sune K. Bergström
(1916–2004)
Schweden Schweden „für ihre bahnbrechenden Arbeiten über Prostaglandine und nahe verwandter biologisch aktiver Substanzen“
Bengt I. Samuelsson
(* 1934)
Schweden Schweden
John R. Vane
(1927–2004)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
1983 Barbara McClintock
(1902–1992)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung der beweglichen Strukturen in der Erbmasse“ Barbara McClintock
1984 Niels K. Jerne
(1911–1994)
Dänemark Dänemark „für Theorien über den spezifischen Aufbau und die Steuerung des Immunsystems und für die Entdeckung des Prinzips der Produktion von monoklonalen Antikörpern
Georges J. F. Köhler
(1946–1995)
Deutschland Deutschland
César Milstein
(1927–2002)
Argentinien Argentinien/Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
1985 Michael S. Brown
(* 1941)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung betreffend die Bestimmung des Cholesterinumsatzes Michael Stuart Brown
Joseph L. Goldstein
(* 1940)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Joseph Leonard Goldstein
1986 Stanley Cohen
(* 1922)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung des Nervenwachstumsfaktors“ Stanley Cohen
Rita Levi-Montalcini
(* 1909)
Italien Italien/Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Rita Levi-Montalcini
1987 Susumu Tonegawa
(* 1939)
Japan Japan „für seine Entdeckung der genetischen Grundlage für das Entstehen des Variationsreichtums der Antikörper
1988 James W. Black
(* 1924)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für ihre wegweisenden Entdeckungen wichtiger biochemischer Prinzipien der Arzneimitteltherapie
Gertrude B. Elion
(1918–1999)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
George H. Hitchings
(1905–1998)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1989 J. Michael Bishop
(* 1936)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung des zellularen Ursprungs der potentiell krebserzeugenden sog. Retroviren
Harold E. Varmus
(* 1939)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Harold Elliot Varmus
1990 Joseph E. Murray
(* 1919)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Einführung der Methode der Übertragung von Gewebe und Organen als klinische Behandlungspraxis in die Humanmedizin
E. Donnall Thomas
(* 1920)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten

1991–2000

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1991 Erwin Neher
(* 1944)
Deutschland Deutschland „für ihre Entwicklung einer Methode zum direkten Nachweis von Ionenkanälen in Zellmembranen zur Erforschung der Signalübertragung innerhalb der Zelle und zwischen den Zellen“ Erwin Neher
Bert Sakmann
(* 1942)
Deutschland Deutschland
1992 Edmond H. Fischer
(* 1920)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten/Schweiz Schweiz „für ihre Entdeckung der Mechanismen, welche die Stoffwechselvorgänge in Organismen steuern“
Edwin G. Krebs
(* 1918)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1993 Richard John Roberts
(* 1943)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für ihre Identifizierung des diskontinuierlichen Aufbaus einiger Erbanlagen von Zellorganismen“ Richard John Roberts
Phillip A. Sharp
(* 1944)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Phillip A. Sharp (links)
1994 Alfred G. Gilman
(* 1941)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für die Entdeckung der Zellkommunikation und im speziellen der Entdeckung der G-Proteine
Martin Rodbell
(1925–1998)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Martin Rodbell
1995 Edward B. Lewis
(1918–2004)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre grundlegenden Erkenntnisse über die genetische Kontrolle der frühen Embryoentwicklung
Christiane Nüsslein-Volhard
(* 1942)
Deutschland Deutschland Christiane Nüsslein-Volhard
Eric F. Wieschaus
(* 1947)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Eric F. Wieschaus
1996 Peter C. Doherty
(* 1940)
Australien Australien „für ihre Entdeckung, wie das Immunsystem virusinfizierte Zellen erkennt“
Rolf Zinkernagel
(* 1944)
Schweiz Schweiz
1997 Stanley B. Prusiner
(* 1942)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für seine Entdeckung der Prionen, einem neuen biologischen Prinzip der Infektion Stanley B. Prusiner
1998 Robert F. Furchgott
(* 1916)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Arbeiten über die Rolle von Stickstoffmonoxid als Botenstoff im Herz-Kreislaufsystem
Louis J. Ignarro
(* 1941)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Louis J. Ignarro
Ferid Murad
(* 1936)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Ferid Murad
1999 Günter Blobel
(* 1936)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für die Entdeckung der in Proteinen eingebauten Signale, die ihren Transport und die Lokalisierung in der Zelle steuern“ Günter Blobel
2000 Arvid Carlsson
(* 1923)
Schweden Schweden „für ihre Entdeckungen betreffend der Signalübertragung im Nervensystem
Paul Greengard
(* 1925)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Eric R. Kandel
(* 1929)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Eric Kandel

2001–2010

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2001 Leland H. Hartwell
(* 1939)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen betreffend der Kontrolle des Zellzyklus
Tim Hunt
(* 1943)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Tim Hunt
Paul M. Nurse
(* 1949)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Paul Nurse
2002 Sydney Brenner
(* 1927)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich „für ihre Entdeckungen betreffend der genetischen Regulierung der Organentwicklung und programmiertem Zellsterben Sydney Brenner (zweiter von rechts)
H. Robert Horvitz
(* 1947)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
John E. Sulston
(* 1942)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich John E. Sulston
2003 Paul C. Lauterbur
(1929–2007)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckungen in Bezug auf die Abbildung mit Magnetresonanz Paul Christian Lauterbur
Peter Mansfield
(* 1933)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Peter Mansfield
2004 Richard Axel
(* 1946)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für die Erforschung der Riechrezeptoren und der Organisation des olfaktorischen Systems Linda B. Buck (ganz links) und Richard Axel (ganz rechts)
Linda B. Buck
(* 1947)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
2005 Barry Marshall
(* 1951)
Australien Australien „für die Entdeckung des Magenbakteriums Helicobacter pylori und dessen Bedeutung bei Gastritis und Magengeschwüren
J. Robin Warren
(* 1937)
Australien Australien
2006 Andrew Z. Fire
(* 1959)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung der RNA-Interferenz Andrew Z. Fire (ganz links)
Craig Mello
(* 1960)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Craig Mello
2007 Mario Capecchi
(* 1937)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für bahnbrechende Entdeckungen im Bereich embryonaler Stammzellen und der DNA-Rekombination bei Säugetieren“ Mario Capecchi
Martin Evans
(* 1941)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Martin Evans
Oliver Smithies
(* 1925)
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Oliver Smithies (zweiter von links)
2008 Harald zur Hausen
(* 1936)
Deutschland Deutschland „für seine Entdeckung der Auslösung von Gebärmutterhalskrebs durch humane Papillomviren Harald zur Hausen
Françoise Barré-Sinoussi
(* 1947)
Frankreich Frankreich „für die Entdeckung des HI-Virus Françoise Barré-Sinoussi
Luc Montagnier
(* 1932)
Frankreich Frankreich Luc Montagnier

Verteilung nach Nationalitäten

Die Aufteilung des Preises auf mehrere Personen resultiert pro Jahr und Nation maximal in einer Zählung.

Nation Anzahl der Verleihungen
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 52
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 22
Deutschland Deutschland 15
Frankreich Frankreich 7
Schweden Schweden 7
Schweiz Schweiz 7
Australien Australien 5
Dänemark Dänemark 5
 OesterreichÖsterreich Österreich 5
Belgien Belgien 3
Italien Italien 3
Argentinien Argentinien 2
Niederlande Niederlande 2
Russland Russland 2
Ungarn Ungarn 2
Japan Japan 1
Kanada Kanada 1
Neuseeland Neuseeland 1
Portugal Portugal 1
Spanien Spanien 1

Weblinks

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