Nusse

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nusse
Nusse
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nusse hervorgehoben
53.65805555555610.57888888888931
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Sandesneben-Nusse
Höhe: 31 m ü. NN
Fläche: 6,22 km²
Einwohner:

1.037 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23896
Vorwahl: 04543
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 096
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 75
23898 Sandesneben
Webpräsenz: www.nusse.de
Bürgermeisterin: Jutta Siebcke-Kley
Lage der Gemeinde Nusse im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Über dieses Bild

Nusse ist eine amtsangehörige Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein (Deutschland) ca. 40 km östlich von Hamburg. Die Gemeinde gehört zum Amt Sandesneben-Nusse. Im Ort gibt es zwei Kindergärten und eine Grund- und Hauptschule, die im Zuge der schleswig-holsteinischen Schulreform als Grundschule erhalten bleibt. Dazu gibt es diverse Einkaufsmöglichkeiten (Bäcker, Schlachter, Pizza-Service, Lebensmittelladen u. ä.), zwei Tankstellen, ein Autohaus (Autohaus Päpcke), Restaurants und Kneipen (Siemers Gasthof, Am Bach u.ä.) und eine öffentliche Verkehrsanbindung z. B. nach Mölln und Ratzeburg.

In Nusse steht eine evangelisch-lutherische Kirche und es gibt mit dem Turn- und Sportverein (TSV Nusse von 1946 e.V.) einen großen Sportverein, der in mehreren Sparten unterschiedliche Sportarten anbietet (z. B. Fußball, Tennis, Tischtennis, Handball, Reiten, Schützensport etc.). Überregional bekannt sind die TSV-Rollstuhlbasketballer der „Nusse Rams“, deren erste Mannschaft zurzeit in der Zweiten Bundesliga spielt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Im Gemeindegebiet liegen der Ritzerauer See (mit Badestelle) und der Hofsee (zum Ritzerauer Hof) sowie das hügelige Endmoränental der Steinau. Auch liegt dort ein alter germanischer Friedhof; teilweise schon in den 60er Jahren entdeckt, aber es werden dort immer noch Ausgrabungsarbeiten verrichtet.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1194. Von 1370 bis 1937 gehörte das Kirchdorf Nusse als Exklave zur Freien und Hansestadt Lübeck. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert durch den Lübecker Baumeister Johann Adam Soherr mit einem Westturm versehen. Ein Großfeuer beschädigte 1821 die alte Kirche aus dem 12. Jahrhundert und 51 Häuser des Dorfes. Die Kirche stürzte in der Folge ein und wurde dann 1836 gesprengt. Der Neubau aus den Jahren 1836/37 in Backstein, entworfen vom Lübecker Stadtbaumeister Johann Anton Spetzler, erhielt zunächst nur einen Dachreiter. Der neue Turm entstand erst aus Anlass einer Sanierung 1914 nach einem Entwurf des Lübecker Baurates Carl Mühlenpfordt. Die Kirche hat einen klassizistischen Kanzelaltar und verfügt über mehrere Lübecker Pastorenbilder. Aufgrund des Groß-Hamburg-Gesetzes wurde Nusse 1937 lauenburgisch. Das Amt Nusse wurde 1948 gegründet. 1969 gründeten die Ämter Nusse und Breitenfelde eine Verwaltungsgemeinschaft. Nach deren Auflösung war Nusse seit 1997 wieder Sitz des Amtes, das im Jahr 2008 im Amt Sandesneben-Nusse mit Amtssitz in Sandesneben aufging.

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Grün unter einem silbernen Wellenbalken ein zweiblättriger goldener Haselzweig mit drei Nüssen. Im linken Obereck ein von Silber und Rot geteiltes Schildchen, dessen unteres Feld den Wellenbalken teilweise überdeckt.“[2]

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Nusse stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Söhne und Töchter

Literatur

  • Werner Neugebauer: Schönes Holstein. Lübeck 1957, S. 424.

Quellen

  1. Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks

 Commons: Nusse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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