Oberhausen

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Oberhausen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oberhausen
Oberhausen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oberhausen hervorgehoben
51.4702777777786.864166666666742
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: D√ľsseldorf
Verwaltungsverband: Regionalverband Ruhr, Landschaftsverband Rheinland
H√∂he: 42 m √ľ. NN
Fl√§che: 77,11 km¬≤
Einwohner:

212.945 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 2762 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 46001‚Äď46149
Vorwahl: 0208
Kfz-Kennzeichen: OB
Gemeindeschl√ľssel: 05 1 19 000
Stadtgliederung: 3 Stadtbezirke und 26 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schwartzstr. 72
46045 Oberhausen
Webpräsenz: www.oberhausen.de
Oberb√ľrgermeister: Klaus Wehling (SPD)
Lage der Stadt Oberhausen in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen M√ľlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann D√ľsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg M√∂nchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis D√ľren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna M√§rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen K√∂ln St√§dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis St√§dteregion Aachen Kreis Euskirchen M√ľnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis G√ľtersloh Kreis H√∂xter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-L√ľbbecke BielefeldKarte
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Die Stadt Oberhausen ist eine kreisfreie Stadt im westlichen Ruhrgebiet im Regierungsbezirk D√ľsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Sie ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland, im Regionalverband Ruhr, in der Planungsgemeinschaft St√§dteregion Ruhr 2030 und in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche St√§dte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Räumliche Lage und landesplanerische Ausweisung

Oberhausen liegt geografisch in der Niederrheinischen Tiefebene an den von Ost nach West in den Rhein m√ľndenden Fl√ľssen Ruhr und Emscher. In der Landesplanung ist Oberhausen als Mittelzentrum und als Teil der europ√§ischen Metropolregion Rhein-Ruhr ausgewiesen. Oberhausen liegt mitten im zentralen Wirtschaftsraum Europas, der mit dem Begriff Blaue Banane umschrieben wird.

Stadtgebiet

Altes Rathaus im Bezirk Sterkrade

Das Stadtgebiet Oberhausen hat eine Fl√§che von 77 km¬≤ und dehnt sich in Nord-S√ľd-Richtung 14,6 km und in West-Ost-Richtung 10,7 km aus. Die L√§nge der Stadtgrenze betr√§gt 53 km, die mittlere H√∂henlage 50 m √ľber NN. Der Ortsmittelpunkt, die geographische Stadtmitte im Stadtteil Sterkrade liegt an der Christinestr. 23 [2] und hat die Koordinaten: 51¬į 31‚Ä≤ n.B. und 6¬į 51‚Ä≤ √∂.L.

Mit etwas √ľber 100 Meter √ľber NN bildet die Knappenhalde den h√∂chsten Punkt im Stadtgebiet. Sie ist eine spitzkegelf√∂rmig angelegte Abraumhalde der ehemaligen Zeche Oberhausen. Von dort hat man einen weiten Ausblick √ľber das Stadtgebiet. In √∂stlicher Richtung kann man bis weit in die Nachbarstadt Essen blicken.

Christinestr. 23 (das dunkelbraune Haus)

Seit 1975 ist das Stadtgebiet in die drei Stadtbezirke Alt-Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade gegliedert. Sie haben jeweils eine Bezirksvertretung mit einem Bezirksb√ľrgermeister. Die Bezirksvertretung hat je nach Gr√∂√üe des Stadtbezirks zwischen 15 und 19 Mitglieder und wird alle f√ľnf Jahre bei jeder Kommunalwahl von der Bev√∂lkerung des Stadtbezirks gew√§hlt.

F√ľr statistische Zwecke werden die Stadtbezirke in mehrere Stadtteile unterteilt, die nach den ehemaligen Gemeinden bzw. Gemarkungen oder neu entstandenen Wohngebieten benannt wurden:

Nachbarstädte

Dinslaken
(Kreis Wesel)
Bottrop
Compass card (de).svg Essen
Duisburg M√ľlheim an der Ruhr

Geschichte

Landesherrschaften und Gebietsreformen

Das Gebiet der heutigen Stadt Oberhausen im Jahr 1805

Der Bereich des heutigen Stadtgebiets Oberhausen geh√∂rte bis Ende des 18. Jahrhunderts zu unterschiedlichen Herrschaften. W√§hrend Lippern (Lipperheide) und Lirich zum Reichsstift Essen (Essen-Borbeck) geh√∂rten, Styrum zur reichsfreien Herrschaft Styrum, Alstaden und D√ľmpten zur Herrschaft Broich, lagen die B√ľrgermeisterei Holten mit Buschhausen und Sterkrade im Kreis Wesel im preu√üischen Herzogtum Kleve und Osterfeld im kurk√∂lnischen Vest Recklinghausen. Nach vor√ľbergehender Zugeh√∂rigkeit ab 1806 zum Gro√üherzogtum Berg (Alt-Oberhausen, Sterkrade) bzw. ab 1803 zum Herzogtum Arenberg-Meppen (Osterfeld) kommt das gesamte heutige Stadtgebiet 1815 zu Preu√üen. Im Zuge der Verwaltungsgliederung des Preu√üischen Staates werden die Ortschaften den am 23. April 1816 neu gebildeten Landkreisen Recklinghausen im Regierungsbezirk M√ľnster (Provinz Westfalen), Dinslaken im Regierungsbezirk Kleve bzw. Essen im Regierungsbezirk D√ľsseldorf zugeteilt. Die beiden letztgenannten Landkreise werden bereits am 27. September 1823 zum neuen Landkreis Duisburg im 1821 mit dem Klever Bezirk vereinigten Regierungsbezirk D√ľsseldorf (Rheinprovinz) zusammengeschlossen.

Die Besiedlung nahm, bedingt durch den Abbau von Kohle, anfänglich auch Eisenerz, stark zu. Wie andere Orte im Ruhrgebiet wuchs auch Oberhausen vom ländlichen Raum zum Industriestandort mit Zechen, Stahlwerken und chemischer Industrie heran.

Die Anf√§nge der Eisenverh√ľttung gehen sogar noch weiter zur√ľck. Die Antonieh√ľtte (auch St.-Antony-H√ľtte) liegt im (heutigen) Stadtgebiet Oberhausen. Sie wird als die Wiege der Ruhrindustrie (1758) bezeichnet.

Die B√ľrgermeisterei Oberhausen wird am 1. Februar 1862 auf emsiges Betreiben eines Duisburger Landrats aus Teilen von sechs anderen Gemeinden gebildet. Die Urzelle und den gr√∂√üten Gebietsanteil (zwei Drittel) lieferte die Gemeinde Borbeck mit den Ortsteilen Lippern und Lirich, die bisher zum Reichsstift Essen geh√∂rten. Dazu kamen Teile von Alstaden, D√ľmpten und Styrum und der B√ľrgermeisterei M√ľlheim-Land. Hinzu kamen auch noch kleinere Teile von Meiderich und Buschhausen. Den Namen Oberhausen erh√§lt die junge Gemeinde vom 1847 neuangelegten gleichnamigen Bahnhof (seinerzeit erster Bahnhof der Gemeinde Borbeck) an der C√∂ln-Mindener Eisenbahn, der wiederum seinen Namen von dem an der Emscher gelegenen Schloss des Grafen Westerholt erhalten hatte. Bereits zw√∂lf Jahre danach am 10. September 1874 erh√§lt die Gemeinde Oberhausen durch Einf√ľhrung der St√§dteordnung die Stadtrechte. Sie wurde damit kreisangeh√∂rige Stadt des Landkreises M√ľlheim an der Ruhr, der kurz zuvor am 8. Dezember 1873 aus dem Landkreis Duisburg (nach Ausscheiden von Duisburg als Stadtkreis am 27. Juni 1873) hervorgegangen war. Am 1. April 1901 scheidet auch Oberhausen aus ihm aus, nachdem es gem√§√ü der Rheinischen Provinzialordnung die Marke von 40.000 Einwohnern erreicht hatte und damit ebenfalls Stadtkreis wurde.

Es folgen weitere Gebietszuwächse:

  • 1. April 1909: Eingemeindung des s√ľdlichen Teils von Buschhausen (Grafenbusch mit Schloss Oberhausen)
  • 1. April 1910: Eingemeindung von Alstaden und der n√∂rdlichen Teile von D√ľmpten und Styrum
  • 1915: Eingemeindung von Teilen Borbecks, Dellwigs und Frintrops

Osterfeld geh√∂rt ab 1811 zur B√ľrgermeisterei Bottrop im Landkreis Recklinghausen, l√∂st sich am 1. Juli 1891 im Zuge der Industrialisierung von der damaligen Gemeinde Bottrop und erh√§lt am 17. Juni 1921 Stadtrechte. Nachdem es die Marke von 30.000 Einwohnern √ľberschritten hatte, scheidet Osterfeld gem√§√ü der Westf√§lischen Provinzialordnung am 1. Januar 1922 auch aus dem Landkreis Recklinghausen aus und wird selbst√§ndiger Stadtkreis.

Sterkrade geh√∂rte zur B√ľrgermeisterei Holten im Landkreis Dinslaken bzw. ab 27. September 1823 zum Landkreis Duisburg und ab 8. Dezember 1873 zum Landkreis M√ľlheim an der Ruhr. Am 1. April 1886 wird die B√ľrgermeisterei Holten in die B√ľrgermeistereien Beeck und Sterkrade (mit der Gemeinde Sterkrade, der Stadt Holten, dem Amt Holten und Buschhausen) geteilt, die am 20. April 1887 zum Landkreis Ruhrort und am 1. April 1909 zum Landkreis Dinslaken kommen. Zum gleichen Zeitpunkt wird Buschhausen geteilt. Der gr√∂√üte Teil wird nach Sterkrade eingemeindet. Ein kleineres Gebiet im S√ľden kommt zu Oberhausen, der Grafenbusch mit dem Schloss Oberhausen. Am 1. April 1913 erh√§lt Sterkrade Stadtrechte, die B√ľrgermeisterei Sterkrade wird in die Stadt Sterkrade und die B√ľrgermeisterei Holten geteilt. Bereits am 1. Juli 1917 werden die B√ľrgermeisterei Holten und ein gro√üer Teil der B√ľrgermeisterei Hiesfeld, die Orte Barmingholten, Schmachtendorf und Walsumermark, in die Stadt Sterkrade eingegliedert. Dadurch √ľberschreitet Sterkrade die Marke von 40.000 Einwohnern, um gem√§√ü der Rheinischen Provinzialordnung aus dem Landkreis Dinslaken auszuscheiden und selbst√§ndiger Stadtkreis zu werden.

Im Zuge der Kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet werden am 29. Juli 1929 die Stadtkreise Oberhausen an der Ruhr, Osterfeld und Sterkrade zum neuen Stadtkreis Oberhausen (Rheinland) mit Korrekturen an den Grenzen zu den Nachbarst√§dten Duisburg und M√ľlheim an der Ruhr vereinigt. Seit dem Zusammenschluss tr√§gt die Stadt den Namenszusatz (Rheinland) oder (Rhld.). Dieser Zusatz ist bis heute nach Angaben des Presseamtes (1. August 2006) noch g√ľltig. Die Einwohnerzahl von Alt-Oberhausen hatte bereits um das Jahr 1914 die 100.000-Grenze √ľberschritten und damit Oberhausen zur Gro√üstadt gemacht. Heute hat Oberhausen etwa 220.000 Einwohner.

Die Gebietsreform von 1929 f√ľhrte dazu, dass die heutige kreisfreie Stadt Oberhausen drei gewachsene Zentren hat. Die erst Anfang der 1990er Jahren geplante ‚ÄěNeue Mitte‚Äú kann heute als viertes Zentrum der Stadt gewertet werden.

Einwohnerentwicklung

Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Oberhausen

1905 hatte Alt-Oberhausen mehr als 50.000 Einwohner. Bereits 1914 √ľberschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch es zur Gro√üstadt wurde. Einen Zuwachs um mehr als 80.000 Personen auf rund 190.000 Einwohner brachte am 1. August 1929 die Eingemeindung von Sterkrade (50.661 Einwohner 1925) und Osterfeld (32.655 Einwohner 1925). Im Jahre 1963 erreichte die Bev√∂lkerungszahl der Stadt mit √ľber 260.000 ihren historischen H√∂chststand. Am 31. Dezember 2009 betrug die ‚ÄěAmtliche Einwohnerzahl‚Äú f√ľr Oberhausen nach Fortschreibung des Landesamtes f√ľr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 214.024 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landes√§mtern).

Die Arbeitslosenquote lag im Februar 2009 bei 10,7 Prozent, die Zahl der gemeldeten offenen Stellen betrug 2.741.[3] Der Ausländeranteil lag bei 12,4 Prozent. Die Altersstruktur stellte sich wie folgt dar:

  • 0‚Äď17 Jahre: 18,2 %
  • 18‚Äď64 Jahre: 62,9 %
  • ab 65 Jahre: 18,9 %

Religionen

Christentum

2004 lebten in Oberhausen 42 % Katholiken und 28 % Protestanten. Im Vergleich zu 1994 ist der Anteil der Protestanten um 12,3 % und bei den Katholiken um 12,9 % gesunken. Von den Elternpaaren Neugeborener waren 2004 noch 47,2 % beide Christen, ein R√ľckgang um 8,3 % gegen√ľber 1994. Die Taufqoute liegt im Bistum Essen mit 89 % noch relativ hoch.

Im s√ľdlichen Stadtgebiet Oberhausens geh√∂rten urspr√ľnglich die Ortschaften Lirich und Lippern (Lipperheide) zum Reichsstift Essen (Borbeck) und damit zum Erzbistum K√∂ln; denn die F√ľrst√§btissin von Essen lie√ü ihre Orte durch einen vom K√∂lner Erzbischof investierten Offizial verwalten. Pfarramtlich wurden sie von der Petrikirche in M√ľlheim an der Ruhr aus versorgt. Ab 1821 geh√∂rten alle katholischen Pfarreien s√ľdlich der Emscher zum Erzbistum K√∂ln. 1857 entstand die erste katholische Kirche im Gebiet der sp√§teren Stadt Oberhausen, die St.-Marien-Kirche, die 1888 zur Pfarrkirche innerhalb des Erzbistums K√∂ln erhoben wurde. Die Kirchengemeinden n√∂rdlich der Emscher geh√∂rten zum Bistum M√ľnster und ab 1904 zum Dekanat Ruhrort. 1910 wurde Sterkrade Sitz eines eigenen Dekanats, dort war bereits 1240 ein Kloster entstanden. Osterfeld hatte bereits um 1000 eine Kirche.

1958 wurden alle katholischen Pfarrgemeinden Oberhausens dem neuen Ruhr-Bistum Essen zugeordnet. 1960 fasste der erste Bischof von Essen alle Oberhausener Kirchengemeinden zum Stadtdekanat Oberhausen zusammen, zunächst mit den drei Dekanaten Alt-Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld. Mit der Zusammenlegung der Dekanate Sterkrade und Osterfeld zum Dekanat Oberhausen-Sterkrade-Osterfeld existieren seit 2003 nurmehr zwei Dekanate.

St.-Clemens-Kirche in Oberhausen-Sterkrade

In Oberhausen gibt es folgende katholische Kirchen:

  • Dekanat Oberhausen: St. Marien, St. Michael, Hl. Geist, St. Johannes Evangelist, Unsere Liebe Frau, St. Katharina, Hl. Familie, St. Peter Alstaden, St. Antonius, St. Hildegard, Herz Jesu und St. Joseph
  • Dekanat Sterkrade-Osterfeld: Propstei St. Clemens, St. Bernardus, Propstei St. Pankratius, St. Judas Thadd√§us, St. Marien, St. Franziskus mit Filialkirchen St. Jakobus und St. Josef, Herz Jesu mit Filialkirche St. Pius, Liebfrauen, St. Barbara, St. Josef mit Filialkirche Christ K√∂nig (auch Tabgha ‚Äď Jugendkirche Oberhausen), St. Theresia vom Kinde Jesu, St. Johann.

Ab Mitte 2007 wird die Strukturreform im Bistum Essen die Zahl der Pfarreien auf die vier Gro√üpfarreien St. Marien und Herz Jesu in Alt-Oberhausen, St. Pankratius in Osterfeld und St. Clemens in Sterkrade reduzieren. Die √ľbrigen werden zu Filialkirchen (Zweigstellen) herabgestuft oder aufgegeben. Die bisherigen Dekanate werden in einem Stadtdekanat zusammengefasst.

Nach Gr√ľndung der Stadt Oberhausen 1862 wuchs die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder im s√ľdlichen Bereich der heutigen Stadt Oberhausen (Alstaden, D√ľmpten und Styrum beziehungsweise Lippern und Lirich) schnell. 1864 entstand die Evangelische Kirchengemeinde Oberhausen I mit der Christuskirche und 1893 die Evangelische Kirchengemeinde Oberhausen II mit der Lutherkirche als Mittelpunkt. In Sterkrade waren auf der K√∂nigshardt bereits seit 1774 die ersten Protestanten ans√§ssig, doch konnte erst 1846 die Kirchengemeinde Sterkrade gegr√ľndet werden. In Osterfeld entstand erst 1896 eine eigene Kirchengemeinde, die zur Westf√§lischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preu√üen bzw. zur Evangelischen Kirche von Westfalen geh√∂rte. Alle √ľbrigen evangelischen Kirchengemeinden Oberhausens geh√∂rten zur Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preu√üen bzw. zur Evangelischen Kirche im Rheinland.

Lutherkirche in Alt-Oberhausen

1954 wurde Oberhausen Sitz eines eigenen Kirchenkreises innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland, dem derzeit acht Kirchengemeinden angehören:

  • die Christus-Kirchengemeinde
  • die Emmaus-Kirchengemeinde (gegr√ľndet 2007 durch Zusammenschluss der Paulus-Kirchengemeinde (fr√ľher Oberhausen I) sowie der Kirchengemeinden Alstaden und Buschhausen)
  • die Luther-Kirchengemeinde (fr√ľher Oberhausen II)
  • die Markus-Kirchengemeinde
  • die Apostel-Kirchengemeinde
  • die Auferstehungs-Kirchengemeinde (fr√ľher Osterfeld)
  • die Kirchengemeinde Holten-Sterkrade (gegr√ľndet 2010 durch Zusammenschluss der Kirchengemeinden Holten und Sterkrade)
  • die Kirchengemeinde K√∂nigshardt-Schmachtendorf (gegr√ľndet 2007 durch Zusammenschluss der Kirchengemeinden K√∂nigshardt und Schmachtendorf).

Daneben gibt es in Oberhausen auch die Altkatholische Kirche und Gemeinden, die zu Freikirchen gehören: eine Gemeinde der Apostolischen Gemeinschaft, eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Freie evangelische Gemeinde (FeG) und eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten (STA).

Ferner sind in Oberhausen auch sechs Gemeinden der Neuapostolischen Kirche vertreten.

Judentum

Im Jahr 1933 gab es etwa 600 Juden in Oberhausen. Bis zur Reichspogromnacht im November 1938 gab es eine Synagoge in der Friedenstr. 24 (erbaut 1898), die in der Nacht vom 9. auf den 10. November unter der Aufsicht der Oberhausener Feuerwehr niedergebrannt wurde. Die 1858 errichtete Holtener Synagoge in der Mechthildisstraße wurde bereits 1927 wieder aufgegeben, 1936 verkauft und seitdem als Wohnhaus genutzt.[4]

Im Jahre 1968 haben sich die j√ľdischen Gemeinden in Oberhausen, M√ľlheim an der Ruhr und Duisburg zu einer gemeinsamen Kultusgemeinde ‚Äď der J√ľdischen Gemeinde Duisburg-M√ľlheim/Ruhr-Oberhausen ‚Äď zusammengeschlossen. Als in den 1990er Jahren die Zahl der Gemeindemitglieder ‚Äď durch die Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion ‚Äď auf √ľber 2.800 anstieg, wurde der Neubau einer Synagoge und eines Gemeindezentrums erforderlich.

Gemeinsam einigten sich die J√ľdische Gemeinde und die drei St√§dte Oberhausen, M√ľlheim/Ruhr und Duisburg auf einen Neubau im Duisburger Innenhafen. Seit Einweihung des neuen Gemeindezentrums der J√ľdischen Gemeinde Duisburg-M√ľlheim/Ruhr-Oberhausen in Duisburg im Jahre 1999 ist dieser Ort mit Leben gef√ľllt.

Seit 2005 gibt es in Oberhausen auch eine liberale j√ľdische Gemeinde, die durch die Union Progressiver Juden Anerkennung gefunden hat und deren Mitgliederzahl stetig steigt. Die R√§umlichkeiten der Gemeinde befinden sich an der Havensteinstra√üe, nur unweit der 1938 zerst√∂rten Synagoge an der Friedensstra√üe.

Islam

Bedingt durch die gro√üe Zahl t√ľrkischst√§mmiger B√ľrger Oberhausens, insbesondere in den Stadtteilen Tackenberg, Knappenviertel und Lirich gibt es im Stadtgebiet mittlerweile auch eine Vielzahl Moscheen unterschiedlicher Tr√§ger.

Politik

Stadtrat

Mit der Bildung der Gemeinde Oberhausen 1862 wurde die B√ľrgermeisterverfassung mit Gemeinderat und B√ľrgermeister eingef√ľhrt. Daneben gab es zwei Beigeordnete. Nach Erhalt der Stadtrechte 1874 gab es Stadtverordnete und B√ľrgermeister, die nach Erlangung der Kreisfreiheit 1901 den Titel Oberb√ľrgermeister trugen. Auch Osterfeld und Sterkrade hatten je einen Gemeinderat und einen B√ľrgermeister bzw. Oberb√ľrgermeister an der Spitze. Im Zuge der Kommunalen Neugliederung 1929 verloren diese jedoch ihre √Ąmter.

W√§hrend der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberb√ľrgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Milit√§rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberb√ľrgermeister ein und 1946 f√ľhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von den B√ľrgern gew√§hlten ‚ÄěRat der Stadt‚Äú, dessen Mitglieder als ‚ÄěStadtverordnete‚Äú bezeichnet wurden. Der Oberb√ľrgermeister, der ehrenamtlich t√§tig war, wurde als Vorsitzender und Repr√§sentant der Stadt vom Rat aus seiner Mitte gew√§hlt. Ebenfalls vom Rat gew√§hlt wurde der hauptamtliche Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze bei Stadt Oberhausen aufgrund der ge√§nderten Gemeindeordnung NRW aufgehoben. Seitdem gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberb√ľrgermeister, der Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repr√§sentant der Stadt ist. 1999 wurde er zum ersten Mal direkt gew√§hlt.

Der Gemeinderat der Stadt Oberhausen hatte seit der Kommunalwahl 1999 bis zum Wahljahr 2009 insgesamt 58 Mitglieder. Seit den Kommunalwahlen 2009 sind es 62 Mitglieder, die sich wie folgt auf die einzelnen Parteien verteilen:

‚Üí Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Oberhausen

Stadtoberhäupter

B√ľrgermeister

  • 1862‚Äď1889: Friedrich August Schwartz
  • 1889‚Äď1894: Friedrich Haumann
  • 1894‚Äď1906: Otto Wippermann (ab 1901 Oberb√ľrgermeister)

Oberb√ľrgermeister

Oberb√ľrgermeister von Osterfeld

  • 1922‚Äď1929: Johann Kellinghaus

Oberb√ľrgermeister von Sterkrade

  • 1916‚Äď1920: Otto Most, DVP
  • 1922‚Äď1930: Wilhelm Heuser

Oberstadtdirektoren

  • 1946‚Äď1953: Georg Kaessler
  • 1953‚Äď1960: Anton Schmitz
  • 1960‚Äď1972: Werner Peterssen
  • 1972‚Äď1979: Raimund Schwarz
  • 1979‚Äď1991: Dietrich Uecker
  • 1991‚Äď1997: Burkhard Drescher, SPD

Wappen

Stadtwappen der kreisfreien Stadt Oberhausen

Das Wappen der Stadt Oberhausen zeigt in einem durch eine silberne Spitze von Blau und Rot gespaltenen Schild, darin schr√§g gekreuzt ein schwarzer Schl√§gel und ein schwarzes Eisen (die Symbole des Bergbaus), vorne einen von zwei silbernen Schlangen umwundenen silbernen Merkurstab, hinten gekreuzt eine silberne Zange und einen silbernen Hammer, √ľberdeckt mit einem silbernen Zahnrad. Im Oberwappen ist eine Mauerkrone mit f√ľnf T√ľrmen dargestellt.

Die Stadtflagge ist Blau/Weiß, bis 1996 Schwarz/Weiß/Rot.

Das Wappen wurde der Stadt bereits 1888 von K√∂nig Wilhelm I. von Preu√üen verliehen. Allerdings war das vordere Feld zun√§chst schwarz statt blau. Am 21. Oktober 1952 verlieh das Innenministerium Nordrhein-Westfalen das Wappen neu in seinen heutigen Farben. Es vereint die Symbole der allgemeinen Industrie (Zange und Hammer), der H√ľttenwerke (Zahnrad) und des Bergbaus (Schl√§gel und Eisen) mit dem Symbol f√ľr Handel und Verkehr (Merkurstab).

Städtepartnerschaften

Die Stadt Oberhausen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

mit der Stadt

unterhält die Stadt Oberhausen freundschaftliche Beziehungen.

Verschuldung

Oberhausen ist mit fast 8000 Euro pro Kopf die am h√∂chsten verschuldete Stadt Deutschlands.[5] Im Jahr 2010 hat Oberhausen neue Schulden in H√∂he von 193 Mio. Euro aufgenommen. Die Schuldenlast steigt damit auf 1,8 Milliarden Euro. Sie √ľbersteigt mittlerweile das Verm√∂gen, das den kompletten Besitz der Kommune wie etwa Stra√üen, Geb√§ude und B√ľroausstattung umfasst.[6] Aufgrund der dramatischen Haushaltslage musste die Stadt beispielsweise vier von sieben B√§dern schlie√üen. Der B√ľcherbus wurde eingestellt und mehr als 1000 √∂ffentliche Stellen gestrichen. Die Beitr√§ge der Stadt in den ‚ÄěFonds Deutsche Einheit‚Äú in H√∂he von 235 Mio. Euro wurden komplett √ľber neue Kredite finanziert. Seit 1992 war es aufgrund des tiefgreifenden Strukturwandels in der Stadt nicht mehr m√∂glich, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Die Sozialleistungen √ľbersteigen seit Anfang der 1990er Jahre die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt.[7] Als sogenannte Nothaushaltskommune darf die Stadt Oberhausen aufgrund ¬ß 82 der Gemeindeordnung f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen nur noch Ausgaben t√§tigen, die unabweisbar notwendig sind oder zu denen sie rechtlich verpflichtet ist. Hierbei unterliegt die Stadt der Kommunal- und Haushaltsaufsicht der Bezirksregierung D√ľsseldorf. Diese Situation wurde in einem Artikel im Online-Portal ZEIT ONLINE als De-facto-Protektorat charakterisiert.[8]

Regionaler Flächennutzungsplan

Die Stadt Oberhausen kooperiert zwecks Regionaler Fl√§chennutzungsplanung in einer Planungsgemeinschaft mit den St√§dten Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne und M√ľlheim an der Ruhr (Planungsgemeinschaft der St√§dteregion Ruhr 2030). Der von den sechs St√§dten aufgestellte Plan wurde 2009 vom Ministerium f√ľr Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen mit bestimmten Auflagen genehmigt. Nach den Beitrittsbeschl√ľssen der R√§te zu den Auflagen und nach Bekanntmachung des Plans trat der erste Regionale Fl√§chennutzungsplan der Geschichte am 3. Mai 2010 in Kraft. Bis auf Weiteres kann der erste und einzige geltende Regionale Fl√§chennutzungsplan von den sechs St√§dten im Benehmen mit dem Regionalverband Ruhr ge√§ndert und erg√§nzt werden.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Theater und Museen

Siehe Hauptartikel: Theater Oberhausen

Neben dem Stadttheater gibt es noch das Metronom-Theater am Centro, welches sich auf die Inszenierung von Musicals konzentriert und die Kleinst√§dter B√ľhne Sterkrade e. V.(eine Laienspielgruppe).

An Museen gibt es im Schloss Oberhausen die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, eine Institution der Peter und Irene Ludwig-Stiftung mit wechselnden Ausstellungen.

Auf der Westseite des Oberhausener Hauptbahnhofs gelegen zeigt das LVR-Industriemuseum, Rheinisches Landesmuseum f√ľr Industrie- und Sozialgeschichte, eine Dauerausstellung zu 150 Jahren Eisen- und Stahlgeschichte an Rhein und Ruhr sowie wechselnde Themenausstellungen. Im Jahr 2008 wurde als neue Zweigstelle das Museum ‚ÄěSt.Antony.H√ľtte‚Äú er√∂ffnet, das an die vor √ľber 250 Jahren errichtete erste Eisenh√ľtte des Ruhrgebietes erinnert. Zum LVR-Industriemuseum geh√∂ren in Oberhausen auch das Museum in der Siedlung Eisenheim, das zentrale Museumsdepot im Peter-Behrens-Bau, dem fr√ľheren Hauptlagerhaus der Gutehoffnungsh√ľtte, und der Museumsbahnsteig im Hauptbahnhof.

Seit August 2008 zeigt die ‚ÄěModellbahnwelt Oberhausen‚Äú im Ma√üstab 1:87, wie das Ruhrgebiet von 1965 bis 1970 ausgesehen hat. Auf etwa 420 m¬≤ wird ein Teil von Oberhausen und beispielsweise die Zeche und Kokerei Zollverein modellhaft zu dem Zeitpunkt pr√§sentiert, als Zeche und Kokerei noch in Betrieb waren.

Veranstaltungsorte

Eine gro√üe Mehrzweckhalle f√ľr Konzerte, Musicals, Shows aber auch Sportveranstaltungen ist die K√∂nig-Pilsener-Arena in der Neuen Mitte. Sie hat 12.500 Pl√§tze.

Ebertbad

Das Ebertbad, ein ehemaliges Schwimmbad, hat sich zu einem der herausragendsten Veranstaltungsorte f√ľr Kleinkunst entwickelt. Es war au√üerdem die Heimspielst√§tte der Missfits, einem der bekanntesten Kabarett-Duos in Deutschland.

Das Kongresszentrum Oberhausen (Luise-Albertz-Halle/Stadthalle) ist ein multifunktionales Tagungs- und Veranstaltungszentrum, geeignet sowohl f√ľr Traditions- und Unterhaltungsveranstaltungen als auch f√ľr B√∂rsen, Ausstellungen, Tagungen, Kongresse und Seminare. Angegliedert an das Kongresszentrum sind ein Hotel sowie Gastronomie und ein eigenes Parkhaus.

Zu erw√§hnen sind auch die Schilda-Halle (inzwischen auch als Chill-da-Halle bekannt), das Zentrum Altenberg, die Fabrik K-14, die Turbinenhalle (eine Diskothek mit mehreren Arealen zu unterschiedlichen Musikstilen), das Drucklufthaus, eine Hochkulturst√§tte f√ľr die Alternative Szene, oder das j√ľngst er√∂ffnete ‚ÄěTheater an der Niebu(h)rg‚Äú. In allen sechs F√§llen handelt es sich um ehemalige Industriebauten, die zu Veranstaltungsorten umfunktioniert wurden.

Bauwerke

Schloss Oberhausen ‚Äď Ehrenhof mit Kleinem Schloss

Ein bedeutendes Bauwerk und ein Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Oberhausen, ein ehemaliger Herrensitz an der Emscher. Das Schloss gab zunächst einem Bahnhof an der Köln-Mindener Eisenbahnstrecke und dann der am Bahnhof entstandenen Siedlung den Namen. Heute beherbergt das Gebäude, das nach Kriegszerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde, die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen.

Auf dem Altmarkt, dem zentralen Platz der auf einem rechtwinkligen st√§dtebaulichen Raster entstandenen Innenstadt, steht das Wahrzeichen von Alt-Oberhausen, eine klassizistische S√§ule mit einer vergoldeten Siegesg√∂ttin Nike √ľber dem Kapitell.

Sehenswert ist auch das Rathaus der Stadt, das 1930 in den Formen des Backsteinexpressionismus nach Pl√§nen der Baumeister Freitag und J√ľngerich erbaut wurde.

Ein architektonisch besonders interessanter Platz in der City ist der Friedensplatz mit dem Amtsgericht Oberhausen aus dem Jahr 1907, dem Europa-Haus (Architekt: Hans Schwippert) und den expressionistischen Backsteingebäuden an den Längsseiten, die dem Platz zusammen mit den Wasser- und Baumachsen eine strenge Symmetrie verleihen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einem ehemaligen Industriegelände angelegt ist der Friedensplatz ein wichtiges Bindeglied zwischen Altmarkt, Hauptbahnhof und Rathaus. In der gleichen Umgebung befindet sich das zunächst privatwirtschaftliche genutzte, seit 1978 jedoch in städtischem Besitz befindliche Bert-Brecht-Haus (anfangs: Ruhrwachthaus), das derzeit die Volkshochschule und die Zentrale der Stadtbibliothek beherbergt.

Weitere bedeutende Bauwerke in Oberhausen sind die Burg Vondern in Osterfeld, das Kastell in Holten und die Baumeister-M√ľhle von 1848 in Buschhausen.

Blick vom Gasometer auf das CentrO mit dem Zentrum Essens am Horizont
Gasometer

Von besonderem architektonischen und städtebaulichen Interesse sind die zahlreichen Arbeitersiedlungen des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter die Siedlung Eisenheim in Osterfeld, die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets.

Zu den bemerkenswerten historischen b√ľrgerlichen Wohnquartieren z√§hlen das Rathausviertel und das Marienviertel in Alt-Oberhausen sowie die von der GHH f√ľr ihre F√ľhrungskr√§fte angelegte Siedlung Grafenbusch gegen√ľber dem Schloss.

Ein zukunftsweisender städtebaulicher Ansatz wird mit der Solarsiedlung in Holten realisiert. Hier entsteht seit 2007 im Rahmen des von der Landesregierung ausgerufenen Projektes 50 Solarsiedlungen in Nordrhein-Westfalen eine vom European Energy Award ausgezeichnete Siedlung, die mit einer Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpentechnik nahezu CO²-neutral und ohne externe Energiezufuhr beheizt und mit Warmwasser versorgt wird.

Ein weiteres bedeutendes Baudenkmal stellt das von dem Architekten Peter Behrens entworfene Hauptlagerhaus der Gutehoffnungsh√ľtte dar, das in gleichzeitig monumentaler und sachlicher Formgebung die Essener Stra√üe beherrscht und gemeinsam mit Gasometer und Werksgasthaus an die einstige Gutehoffnungsh√ľtte erinnert. Heute dient das Backsteingeb√§ude aus den 1920er Jahren als Depot des Rheinischen Industriemuseums.

In den 1990er Jahren entstand auf dem ehemaligen Industriegel√§nde der Gutehoffnungsh√ľtte, sp√§ter Thyssen, als weiteres Stadtzentrum die ‚ÄěNeue Mitte Oberhausen‚Äú (CentrO). Durch st√§dtebauliche Ma√ünahmen, die Ansiedlung von modernen Dienstleistungs- und Industrieunternehmen und durch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur wurde ein Strukturwandel vom Industriestandort zum Dienstleistungs- und Tourismusstandort vollzogen. Dadurch verlor die Stadtmitte von Oberhausen mit ihrer Haupt-Einkaufsstra√üe, der Marktstra√üe, jedoch nicht wesentlich an Bedeutung und ist f√ľr die Einwohner Oberhausens immer noch das gewachsene und bevorzugte Zentrum.

Das Einkaufszentrum CentrO (Shopping Mall) bildet den Kern des Projektes. Weitere wichtige Bestandteile der ‚ÄěNeuen Mitte‚Äú sind die Multifunktionshalle K√∂nig-Pilsener-ARENA, der Freizeit- und Vergn√ľgungspark CentrO.PARK, ein Multiplex-Kino, ein Erlebnis-Aquarium (Sea Life), die Heinz-Schleu√üer-Marina am Rhein-Herne-Kanal und eine Musicalhalle (Metronom Theater). Die ‚ÄěNeue Mitte‚Äú hat sich inzwischen zum Publikumsmagnet der Stadt entwickelt. Zuletzt entstand ein Schwimmbad (Aquapark) in der N√§he der Marina.

Auf den Brachflächen des ehemaligen Elektrostahlwerks an der Osterfelder Straße sollte sich die Entwicklung der Neuen Mitte grundsätzlich noch fortsetzen. Allerdings haben sich die unter dem Namen O.Vision zu Beginn des Jahrtausends präsentierten Projekte bislang bestenfalls in Ansätzen verwirklichen lassen.

Am Rande der ‚ÄěNeuen Mitte‚Äú befindet sich ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, der ehemalige Gasometer der Gutehoffnungsh√ľtte. Im Rahmen der IBA Emscher Park wurde er zu einem Veranstaltungsort umgebaut. Das Dach des 117,5 m hohen Gasometers ist seitdem als Beobachtungsplattform zu Fu√ü oder per Aufzug zu erreichen und bietet eine eindrucksvolle Sicht auf die facettenreiche Kulturlandschaft des Ruhrgebietes. Durch wechselnde Ausstellungen und Installationen, unter anderem von Christo, Bill Viola oder Christina Kubisch hat der Gasometer als Ort kultureller Veranstaltungen √ľberregionale Bedeutung erlangt.

Sport

Logo des Fußballvereins Rot-Weiß Oberhausen

Mit mehr als 250 Vereinen bietet Oberhausen ein reiches Angebot an Sportm√∂glichkeiten. Hier finden sich neben allen Standardsportarten auch so ausgefallene Angebote wie Square Dance, Cheerleader-Dance oder Paintball. Der bekannteste Fu√üballverein Oberhausens ist Rot-Wei√ü Oberhausen, der 1904 gegr√ľndet wurde. Von 1969 bis 1973 spielte RWO in der Fu√üball-Bundesliga, konnte seitdem jedoch nicht mehr in die h√∂chste Spielklasse zur√ľckkehren. In der Saison 2007/08 traten die ‚ÄěKleebl√§tter‚Äú als Aufsteiger in der Regionalliga Nord an und konnten sich am Ende als Tabellenzweiter f√ľr die 2. Fu√üball-Bundesliga qualifizieren. In den folgenden beiden Spielzeiten gelang jeweils der Klassenerhalt, so dass RWO in der Spielzeit 2010/11 seine nunmehr dritte Saison in Folge in der 2. Bundesliga bestreitet. Erfolgreich ist im Basketball derzeit die Damenmannschaft von NBO92, die in der ersten Bundesliga spielt, in der Spielzeit 2004/05 Deutscher Vizemeister wurde und best√§ndig zur nationalen Spitze z√§hlt. Nach Tabellenplatz vier in der Saison 2008/09 endete die Saison 2009/10 f√ľr die New Baskets mit Rang sechs. Die Tennisspieler des OTHC (Oberhausener Tennis- und Hockeyclub) spielten zeitweise in der 1. Tennis-Bundesliga; die Revierl√∂wen Oberhausen geh√∂rten zeitweise der DEL an, der Verein ist jedoch inzwischen insolvent und aufgel√∂st. In der Saison 2007/08 gelang den Billardspielern des BC Oberhausen der Aufstieg in die Bundesliga. Der Oberhausener Schachverein 1887 spielt zurzeit (2009/10) mit acht Mannschaften und zwei Jugendmannschaften in der Verbandsliga des Schachverband Ruhrgebiet. Am Spitzenbrett spielt seit 2001 Gro√ümeister Vlastimil Hort, der 1977 Platz 7 der Weltrangliste einnahm. Mit 107 Mitgliedern ist der OSV auf Platz 35 der mitgliederst√§rksten Schachvereine Deutschlands. Weiterhin vertreten unter anderem die Fireballs Sterkrade und die Piranhas Oberhausen die Stadt im Inlineskaterhockey. In Oberhausen aktiv ist ferner Cha Yong-kil, der den neunten und damit h√∂chsten Dan besitzt, den man in Taekwondo haben kann. Er ist Taekwondo-Meister, Pr√§sident des Jidokwan Taekwondo Europe Verbands und Pr√§sident des Welt-Kampfkunst-Bundes. Die drei mitgliederst√§rksten Vereine der Stadt hei√üen Turnerbund Osterfeld, TV Jahn K√∂nigshardt und Turnclub Sterkrade 1869.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die 1954 gegr√ľndeten, allj√§hrlich stattfindenden Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sind ein H√∂hepunkt des Oberhausener Kulturlebens.

Erwachsen aus Kontakten, die seit 1952 bestehen, veranstaltet die Stadt Oberhausen eine multilaterale Jugendbegegnung, die sogenannte MULTI. Jedes zweite Jahr besuchen G√§ste aus anderen L√§ndern ‚Äď 2010 aus England (Middlesbrough), Estland (Tallinn), Israel (Jerusalem), Polen (Danzig), T√ľrkei (Mersin), Ukraine (Saporischschja), Sardinien (Carbonia und Iglesias), Russische F√∂deration (Megion, Baschkortostan: Ufa), Rum√§nien (Bacau), China, Frankreich ‚Äď die Stadt und ihre Umgebung. F√ľr die Zeit Ihres Aufenthalts in Oberhausen sind sie in Gastfamilien untergebracht und nehmen ‚Äď zusammen mit Jugendlichen aus Oberhausen und Umgebung ‚Äď an einem vielf√§ltigen Programm teil. Die gastgebenden bzw. teilnehmenden Jugendlichen aus Oberhausen und Umgebung haben dann in dem darauf folgenden Jahr die Chance, f√ľr einen Gegenbesuch in diese L√§nder zu fahren. Aufgrund der Situation dort, fand der Austausch mit Jerusalem (Israel) in den letzten Jahren nur in Oberhausen statt. Die Multi 2010 wird Teil des Projekts TWINS des offiziellen Programms der Europ√§ischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010 sein. Schirmherr ist der Musiker Peter Maffay.[9]

Grundidee der MULTI ist der interkulturelle Austausch, bei dem die Jugendlichen Kompetenzen in den Alltag mitnehmen sollen, das Leben in einer multikulturellen globalen Gesellschaft f√ľhren zu k√∂nnen.

Die Sterkrader Fronleichnamskirmes ist die größte Straßenkirmes in Europa.

Traditionell findet am Tag vor Rosenmontag ein Straßenkarneval in der Innenstadt statt.

Des Weiteren findet nun seit mehreren Jahren die Ruhr in Love im Oberhausener OLGA Park statt. Sie ist eine Openair-Technoveranstaltung, bei der √ľber 300 Dj's auf 35 Floors auflegen. Die j√§hrlich im Sommer stattfindende Veranstaltung besuchten im Jahr 2009 √ľber 41.000 Freunde der Elektronischen Tanzmusik.

Infrastruktur und Wirtschaft

Zeche Sterkrade 1913
Blick auf die ehemalige Zeche Concordia 1959

Die Stadt Oberhausen verdankt ihre Entstehung dem Vorkommen von Erz und Kohle. Spielt das Erz schon wegen seiner mangelhaften Qualit√§t nur eine kurze Rolle in der Stadtgeschichte, sind die Jahre von 1853 (F√∂rderbeginn der Zeche Concordia) bis 1992 (Stilllegung der letzten Zeche) vom Bergbau und ‚Äď damit verbunden ‚Äď von der stahlerzeugenden und stahlverarbeitenden Industrie gepr√§gt. Den Gr√ľnderjahren des Bergbaus in Oberhausen ‚Äď neben der erw√§hnten Zeche Concordia, Zeche Roland (1855), Zeche Oberhausen (1858), Zeche Alstaden (1859) folgten als ‚ÄěGro√üzechen‚Äú die Bergwerke Osterfeld (1879), sp√§ter im Verbund mit der Zeche Sterkrade (F√∂rderbeginn 1903) und das Bergwerk Jacobi mit einer Kokerei (1913), daneben als kleinere Schachtanlagen die Zechen Vondern und Hugo Haniel, beide schon 1932 w√§hrend der gro√üen Depression stillgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Bergbau in Oberhausen wie √ľberall im Ruhrgebiet noch einmal eine kurze Hochkonjunktur, die von 1958 bis zum Beginn der Bergbaukrise mit Absatzschwierigkeiten der Hausbrandzechen dauerte. Danach war der Bergbau eine Krisenbranche, deren N√∂te auch an Oberhausen nicht vorbei gingen. Die Stilllegung der Zeche Concordia (1968) erzielte noch ein bundesweites Echo, w√§hrend die Stilllegungen der Zechen Alstaden (1972), Jacobi (1974, Kokerei 1986) und Osterfeld (1992) fast ohne publizistische Beachtung blieben.

Der zweite Schauplatz des industriellen Niedergangs der Stadt, die Stahlindustrie, hier vor allem Stahlerzeugung, ging spektakul√§rer vor sich. Nach der √úbernahme der H√ľttenwerke Oberhausen AG, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem GHH-Konzern zwangsweise ausgegliedert wurde, durch den Thyssen-Konzern wurden bis auf ein noch bis 1997 laufendes Elektrostahlwerk (Sprengung der Geb√§ude: 2006) alle Produktionsst√§tten stillgelegt, so dass auch hier √ľber 13.000 Arbeitspl√§tze verloren gingen. Lediglich die Stahlverarbeitung ‚Äď extrem spezialisiert auf exportg√§ngige Produkte ‚Äď hat sich in Oberhausen-Sterkrade bei der nunmehr zum MAN-Konzern geh√∂renden ‚ÄěRest-GHH‚Äú gehalten und bietet dort noch rund 1.500 Arbeitnehmer/innen einen Arbeitsplatz.

Die Arbeitsplatzverluste bei Kohle, Stahl und verarbeitendem Gewerbe allgemein ‚Äď meist als per saldo Zahl mit 40.000 angegeben ‚Äď liegen in der Realit√§t weit h√∂her. Wird etwa das Jahr 1960 als Vergleichszeitpunkt genommen, so differieren die Arbeitsplatzzahlen um 53.000.

Der Versuch, Oberhausen mit dem Konzept Neue Mitte Oberhausen als Freizeit- und Einkaufszentrum zu etablieren sowie als Gewerbe- und Tourismusstandort neu zu positionieren, kann noch nicht abschlie√üend beurteilt werden. Die Arbeitsplatzgewinne durch diese Strategie belaufen sich nach Studien des Amts f√ľr Statistik und Wahlen auf etwa 10.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitspl√§tze in diesem Bereich. Der Imagegewinn f√ľr die Stadt durch diese Strategie ist allerdings hoch.

Im Liricher Industriegebiet Zum Eisenhammer haben sich im Laufe der Jahre Unternehmen aus dem Bereich der Logistik, der Textilindustrie, der Haushaltswaren sowie der Freizeitbranche etabliert.

Bildung und Forschung

Oberhausen ist Deutschlands bev√∂lkerungsreichste Stadt ohne Universit√§t oder Fachhochschule. Einige Studieng√§nge und Weiterbildungsm√∂glichkeiten in den F√§chern Soziale Arbeit, Sozialp√§dagogik, Medizin, Psychologie, Pflegemanagement und Gesundheitswissenschaft bietet das gemeinn√ľtzige Bildungsunternehmen Medikon GmbH an. Vor Ort vertreten ist auch die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Oberhausen-M√ľlheim.

Die Stadt verf√ľgt √ľber das komplette Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen:

  • f√ľnf Gymnasien:
    • Bertha-von-Suttner-Gymnasium
    • Elsa-Br√§ndstr√∂m-Gymnasium
    • Sophie-Scholl-Gymnasium
    • Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
    • Heinrich-Heine-Gymnasium
  • vier Gesamtschulen
  • drei Berufskollegs

Ferner gibt es in Oberhausen eine Volkshochschule, eine Mal- und Musikschule sowie ein Studienseminar f√ľr Lehr√§mter an Schulen.

Oberhausen ist Sitz der Deutschen H√∂rfunkakademie. Ebenfalls in Oberhausen angesiedelt ist das Fraunhofer-Institut f√ľr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT).

Medien

Der Regionalsender Antenne Ruhr versorgte die beiden St√§dte Oberhausen und M√ľlheim an der Ruhr seit dem 1. September 1990 mit Unterhaltung und regionalen Neuigkeiten. Am 5. August 2007 wurde der Sender aufgeteilt und strahlt jetzt als Radio Oberhausen und als Radio M√ľlheim aus.

Verkehr

Luftverkehr

An den nationalen und internationalen Luftverkehr ist Oberhausen √ľber den Flughafen D√ľsseldorf International, den Flughafen K√∂ln/Bonn, den Flughafen M√ľnster/Osnabr√ľck, den Flughafen Dortmund und den Flughafen Weeze angeschlossen. Au√üerdem gibt es in der N√§he als Regionalflugh√§fen noch die Flugh√§fen Essen/M√ľlheim und Dinslaken Schwarze Heide.

Schienen- und Busverkehr

Hauptbahnhof von 1934 im Stil der klassischen Moderne
Das Relief der Drei Lebensalter im Hauptbahnhof Oberhausen

Bereits 1847 wurde Oberhausen durch die C√∂ln-Mindener Eisenbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im Schienenpersonenfernverkehr verkehren der ICE International Amsterdam Centraal ‚Äď Utrecht Centraal ‚Äď K√∂ln Hbf ‚Äď Frankfurt (Main) Hbf / Basel SBB (Kursbuch-Tabelle 41), der IC Norddeich Mole‚ÄďM√ľnster (Westfalen)‚ÄďK√∂ln‚ÄďKoblenz‚ÄďLuxemburg (Kursbuch-Tabelle 30) sowie die CityNightLine-Z√ľge ‚ÄěPegasus‚Äú Amsterdam Centraal ‚Äď Karlsruhe Hbf ‚Äď Z√ľrich HB (Kursbuch-Tabelle N 6) und ‚ÄěPollux‚Äú Amsterdam Centraal ‚Äď M√ľnchen Hbf (Kursbuch-Tabelle N 7). Von Dezember 2006 bis Dezember 2007 bzw. ab Dezember 2010 verkehrt/e zus√§tzlich der ICE von Oberhausen Hbf ‚Äď D√ľsseldorf Hbf ‚Äď K√∂ln Hbf ‚Äď Frankfurt Flughfn. Fernbf. ‚Äď W√ľrzburg ‚Äď N√ľrnberg ‚Äď Ingolstadt nach M√ľnchen Hbf, seinerzeit als Ersatz f√ľr die aufgrund einer Baustelle aufgehobene Verbindung ab Essen Hbf. Im G√ľterverkehrsbereich existieren in Oberhausen der gro√üe Rangierbahnhof Oberhausen-Osterfeld S√ľd und der Verschiebebahnhof Oberhausen West.

Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) verkehren der Rhein-Emscher-Express (RE 3) und der Rhein-Express (RE 5) sowie die Regionalbahn-Linien 33, 35, 36 und 44 sowie die S-Bahn-Linien 2 und 3. Au√üer dem Hauptbahnhof gibt es drei weitere Bahnh√∂fe bzw. Haltepunkte; dies sind: Sterkrade Bf., Holten Bf. und Osterfeld S√ľd Bf. Durchgef√ľhrt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der DB Regio NRW und der NordWestBahn GmbH.

Den restlichen √Ėffentlicher Personennahverkehr (√ĖPNV) in Oberhausen bedienen neben der STOAG als √∂rtlichem Betrieb f√ľnf weitere Nahverkehrsbetriebe, die DVG, die EVAG, die MVG, die NIAG und die Vestischen Stra√üenbahnen GmbH. Als innovativ gilt die √ĖPNV-Trasse Oberhausen, die im Zuge des Neubaus des CentrO in der Neuen Mitte gebaut wurde. Auf ihr verkehrt neben einer Reihe von Buslinien wieder die Stra√üenbahn von M√ľlheim an der Ruhr √ľber den Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Sterkrade. Ende Oktober 2004 wurde diese Strecke um einen 800 m langen Abschnitt bis zum Sterkrader Neumarkt verl√§ngert, der in Richtung Bahnhof von Linienbussen mitbenutzt werden kann. F√ľr den gesamten √ĖPNV gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraum√ľberschreitend der NRW-Tarif.

Straße

Oberhausen ist √ľber die nachfolgend aufgef√ľhrten Bundesautobahnen und Anschlussstellen (AS) an das Fernstra√üennetz angebunden.

A 2 (E 34) Oberhausen ‚Äď Dortmund ‚Äď Hannover ‚Äď Magdeburg ‚Äď Berliner Ring
AS 2 Oberhausen-K√∂nigshardt
A 3 (E 35) Den Haag/Amsterdam/Arnheim (A 12) ‚Äď Oberhausen ‚Äď K√∂ln ‚Äď Frankfurt a. Main ‚Äď W√ľrzburg ‚Äď N√ľrnberg ‚Äď Regensburg ‚Äď Passau
AS 9 Dinslaken-S√ľd, AS 11 Oberhausen-Holten, AS 13 Oberhausen-Lirich
A 40 Eindhoven/Venlo (A 67) ‚Äď Duisburg ‚Äď Essen ‚Äď Dortmund/Kassel (A 44)
AS 15 M√ľlheim, AS 16 M√ľlheim-Styrum, AS 17 M√ľlheim-D√ľmpten
A 42 Kamp-Lintfort (A 57) ‚Äď Duisburg ‚Äď Oberhausen ‚Äď Gelsenkirchen ‚Äď Castrop-Rauxel (A 45)
AS 9 Oberhausen-Buschhausen, AS 10 Oberhausen-Zentrum, AS 11 Oberhausen-Neue Mitte
A 59 Bonn/K√∂ln/Leverkusen/D√ľsseldorf ‚Äď Duisburg ‚Äď Dinslaken/Wesel (B 8)
AS 3 Duisburg-Walsum/Oberhausen-Holten
A 516 Abzweig Oberhausen (AK Oberhausen ‚Äď Oberhausen-Eisenheim)
AS 2 Oberhausen-Sterkrade, AS 3 Oberhausen-Eisenheim

Durch das Stadtgebiet von Oberhausen f√ľhren die Bundesstra√üen B 8, B 223 und B 231. Seit August 2008 wurde die L 21 zwischen der A 3 AS Dinslaken-S√ľd/OB-Schmachtendorf und der A 59 AS Dinslaken-Hiesfeld zur B 8 hochgestuft, so dass der Oberhausener Norden nunmehr auch an das Bundesstra√üennetz angeschlossen ist.

Radverkehr

Oberhausen ‚Äď seit 2001 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche St√§dte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ‚Äď bietet optimale Bedingungen f√ľr nichtmotorisierte, individuelle Mobilit√§t im r√§umlichen Nahbereich, vorzugsweise mit dem Fahrrad, zu Fu√ü, aber auch mit anderen Verkehrsmitteln (zum Beispiel Inlinern, Kickboards, Skateboards unter anderem).
Oberhausen erzielte zweimal den dritten Platz beim Fahrradklimatest des ADFC. Wie auch an anderer Stelle im Ruhrgebiet wurden in Oberhausen mehrere Trassen ehemaliger Zechenbahnen in Rad- und Wanderwege umgewandelt. Diese ermöglichen fast kreuzungsfreie Radtouren von der Emscherzone im Kern der Stadt bis hinaus in die Wälder der Kirchheller Heide nördlich von Oberhausen.

Wasser

Rhein-Herne-Kanal, auf der rechten Seite der CentrO-Park

Der Rhein-Herne-Kanal verl√§uft von Ost nach West gr√∂√ütenteils parallel zur Emscher. Im Bereich der Neuen Mitte Oberhausen liegt am Rhein-Herne-Kanal mit der Marina Oberhausen ein neuer Freizeit- und Sportboothafen. Am Rhein-Herne-Kanal gibt es zudem weitere H√§fen und Anlegestellen f√ľr die Binnenschifffahrt.

Die Emscher, die zur Zeit noch Abw√§sser f√ľhrt, soll in naher Zukunft renaturiert werden. Kanal und Emscher teilen das Stadtgebiet in einen n√∂rdlichen und s√ľdlichen Teil. Im Ortsteil Alstaden begrenzt die Ruhr das Stadtgebiet. Einen Teil der n√∂rdlichen Stadtgrenze bildet der Rotbach.

Ansässige Unternehmen

Ein gro√üer Arbeitgeber mit etwa 1500 Mitarbeitern am Standort Oberhausen ist die MAN Diesel & Turbo SE, ein Teil der MAN Gruppe, hervorgegangen aus der ehemaligen Gutehoffnungsh√ľtte in Sterkrade. Die ebenfalls aus der Gutehoffnungsh√ľtte hervorgegangene GHH Valdunes Gruppe ist ebenfalls hier ans√§ssig.

Ein anderer Arbeitgeber war das Oberhausener Unternehmen Babcock Borsig, welches im Jahre 2004 Insolvenz anmeldete.

Seit 1970 in Oberhausen ans√§ssig ist der Asso Verlag, der heute vorrangig Belletristik, Anthologien, Biografien und Sachb√ľcher aus der Region ver√∂ffentlicht. Das bei Asso erschienene politische Volksliederbuch -Lieder gegen den Tritt- war lange Zeit Kult in linken Studentenkreisen.

1984‚Äď2005 war hier die Elektrikfirma BEKA ans√§ssig, nach Insolvenz und Neugr√ľndung 2005 jetzt eltec.

Die Firma Lenord+Bauer fertigt hier Sensoren, Servomotoren und elektronische Steuerungselemente f√ľr eine Vielzahl von Industriezweigen.

KODi, der größte Haushaltswaren-Discounter Deutschlands, ist seit 1981 in Oberhausen ansässig.

Ebenso heimisch in Oberhausen ist Deutschlands gr√∂√üte inhabergef√ľhrte Agentur f√ľr Neue Medien: Bassier, Bergmann & Kindler, Digital Sales and Brand Specialists GmbH. Weitere Niederlassungen existieren in M√ľnchen und Ludwigsburg.

Das Landesamt f√ľr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen unterh√§lt in Oberhausen eine Au√üenstelle mit rund 150 Besch√§ftigten, deren Aufgabenschwerpunkt die Aufbereitung amtlicher Statistiken ist.

Die Stadtverwaltung beschäftigte (2007) 1343 Mitarbeiter.

Bei OXEA Chemicals in Oberhausen-Holten sind rund 1300 Mitarbeiter in sieben Standortgesellschaften beschäftigt.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Oberhausen hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Verleihungsdatum.[10]

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Literatur

Monografien

  • Abenteuer Industriestadt Oberhausen 1874‚Äď1999. Beitr√§ge zur Stadtgeschichte, hrsg. von der Stadt Oberhausen. Laufen, Oberhausen 2001, ISBN 3-87468-172-6.
  • Walter Brune, Holger Pump-Uhlmann: Centro Oberhausen ‚Äď Die verschobene Stadtmitte. Ein Beispiel verfehlter Stadtplanung. IZ, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-940219-09-1.
  • Vera B√ľcker: Niedergang der Volkskirchen ‚Äď was kommt danach? Kirchlichkeit und Image der Kirchen in einer Ruhrgebietsstadt. LIT-Verlag, M√ľnster 2005, ISBN 3-8258-8986-6.
  • G√ľnter Hegermann: Steinkohlenbergbau in Oberhausen 1847‚Äď1992. Laufen, Oberhausen 1995. ISBN 3-87468-128-9.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches St√§dtebuch. (Deutsches St√§dtebuch ‚Äď Handbuch st√§dtischer Geschichte, Bd. III,3) Kohlhammer, Stuttgart 1956, S. 328‚Äď336.
  • Werner Kr√∂tz: Die Industriestadt Oberhausen. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, Beiheft IV/5) Rheinland-Verlag, K√∂ln 1985. ISBN 3-7927-0876-0.
  • Bernhard Mensch und Peter Pachnicke (Hrsg.): Park-Stadt Oberhausen. Wiedergeburt eines historischen Stadtzentrums moderner Architektur. Fotografien von Thomas Wolf. Ludwiggalerie Schloss Oberhausen 2004. ISBN 3-932236-14-9.
  • Tim Michalak: Zwischen Gasometer und CentrO. Entdeckertouren. Bachem, K√∂ln 2007. ISBN 3-7616-2141-8.
  • Fritz Mogs: Die sozialgeschichtliche Entwicklung der Stadt Oberhausen zwischen 1850 und 1933. Universit√§t K√∂ln 1956 (Dissertation)
  • Thomas Pawlowski-Gr√ľtz: Auswahlbibliographie zur Oberhausener Stadtgeschichte. Laufen, Oberhausen 1999. ISBN 3-87468-152-1.
  • Heinz Reif: Die versp√§tete Stadt. Industrialisierung, st√§dtischer Raum und Politik in Oberhausen 1846‚Äď1929. 2 Bde. Rheinland-Verlag, K√∂ln 1992/1993. ISBN 3-7927-1316-0.
  • Holger Schmenk: Von der Altlast zur Industriekultur. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet am Beispiel der Zinkfabrik Altenberg, Henselowsky Boschmann, Bottrop 2009. ISBN 978-3-922750-97-0.
  • Jeanette Schmitz und Wolfgang Volz (Hrsg.): Gasometer Oberhausen, Klartext-Verlag, Essen 2004. ISBN 3-89861-341-0.
  • Wilhelm Seipp: Oberhausener Heimatbuch, hrsg. v. d. Stadt Oberhausen 1964.

Periodika

  • Beitr√§ge zur Geschichte der Stadt Oberhausen. 1963 - ISSN 0522-6538
  • Schichtwechsel ‚Äď Journal f√ľr die Geschichte Oberhausens. Hrsg. von der Geschichtswerkstatt Oberhausen e.V. 1.2006, April - [2]
  • Urspr√ľnge und Entwicklungen der Stadt Oberhausen. Hrsg. von der Historischen Gesellschaft Oberhausen e.V. Bd. 1.1991 -

Weiteres

Filme

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Tobias F√ľlbeck:Reise zum Mittelpunkt der Stadt in Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 13. April 2011
  3. ‚ÜĎ http://statistik.arbeitsagentur.de/statistik/index.php?id=371&dbtyp=4&typ=LAA
  4. ‚ÜĎ Sebastian Mohr: J√ľdisches Leben in Holten, in: Schichtwechsel 2/07, S. 6-9.
  5. ‚ÜĎ http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/oberpleite-oberhausen/
  6. ‚ÜĎ http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/902701/
  7. ‚ÜĎ http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/oeffentliche_finanzen/kommunen/rekordverschuldung/index.jhtml
  8. ‚ÜĎ ZEIT ONLINE am 29. Dezember 2010 [1], abgerufen am 9. Januar 2011
  9. ‚ÜĎ http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/aktuell/detailseite/article/-a3a3af62af.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=631
  10. ‚ÜĎ osterfeld-westfalen.de Oberhausener Ehrenb√ľrger; siehe auch Karlheinz Spielmann: Ehrenb√ľrger und Ehrungen in Geschichte und Gegenwart, Seite 682, Dortmund 1967 im Selbstverlag.

Weblinks

 Commons: Oberhausen ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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  • Oberhausen. ‚ÄĒ Oberhausen. 1) O. in Bayern, Marktflecken im bayr. Reg. Bez. Schwaben, an der Wertach, (1905) 8096 E.; Wollwarenfabrikation. ‚Äď 2) O. im Rheinland, Stadtkreis im preu√ü. Reg. Bez. D√ľsseldorf, a. d. Ruhr, (1900) 42.148 (1905: 52.096) E., Amtsgericht ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Oberhausen ‚ÄĒ es una ciudad de Renania del Norte Westfalia, es la s√©ptima m√°s grande de Alemania est√° situada en la regi√≥n del Ruhr. * * * ‚Ėļ C. del O de Alemania, en el estado de Renania Septentrional Westfalia; 223 840 h ‚Ķ   Enciclopedia Universal

  • Oberhausen ‚ÄĒ [Ňć‚Ä≤b…ôr houőĄz…ôn] city in WC Germany, in the state of North Rhine Westphalia: pop. 226,000 ‚Ķ   English World dictionary

  • Oberhausen ‚ÄĒ For other places with the same name, see Oberhausen (disambiguation). Oberhausen CentrO Park in Oberhausen ‚Ķ   Wikipedia

  • Oberhausen ‚ÄĒ Datos b√°sicos ‚Ķ   Wikipedia Espa√Īol

  • Oberhausen ‚ÄĒ Cette page d‚Äôhomonymie r√©pertorie les diff√©rents sujets et articles partageant un m√™me nom. Oberhausen est le nom : De la ville d Oberhausen en Rh√©nanie du Nord Westphalie De la commune d Oberhausen pr√®s de Neubourg sur le Danube De la… ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • Oberhausen ‚ÄĒ Ober|hau|sen: Stadt im Ruhrgebiet. * * * Oberhausen, ¬† kreisfreie Stadt in Nordrhein Westfalen, 30 m √ľber dem Meeresspiegel, im westlichen Ruhrgebiet, n√∂rdlich der Ruhr und beiderseits von Emscher und Rhein Herne Kanal, 222 300 ‚Ķ   Universal-Lexikon


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