Odenwald

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Odenwald
Odenwald
√úbersichtskarte Odenwald

√úbersichtskarte Odenwald

Blick von Hochheim am Main nach S√ľdosten √ľber die Oberrheinische Tiefebene bis zum Odenwald. Die markanteste Erhebung der Odenwald-Silhouette ist im rechten Bilddrittel der Melibokus an der Bergstra√üe in 38 km Entfernung. Rechts vom Melibokus setzt sich die Bergstra√üe nach S√ľden weiter fort.

Blick von Hochheim am Main nach S√ľdosten √ľber die Oberrheinische Tiefebene bis zum Odenwald. Die markanteste Erhebung der Odenwald-Silhouette ist im rechten Bilddrittel der Melibokus an der Bergstra√üe in 38 km Entfernung. Rechts vom Melibokus setzt sich die Bergstra√üe nach S√ľden weiter fort.

H√∂chster Gipfel Katzenbuckel (626 m √ľ. NN)
Lage Hessen, Bayern, Baden-W√ľrttemberg
Teil des S√ľdwestdeutschen Schichtstufenlandes
Koordinaten 49¬į 35‚Ä≤ N, 9¬į 1‚Ä≤ O49.5833333333339.0166666666667626Koordinaten: 49¬į 35‚Ä≤ N, 9¬į 1‚Ä≤ O
Typ Mittelgebirge
Gestein Buntsandstein, Gneis, Granit, Vulkanite
Fl√§che 2.500 km¬≤
Lage des Odenwaldes in Deutschland

Der Odenwald ist ein Mittelgebirge in Hessen, Bayern und Baden-W√ľrttemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Westgrenze des Odenwalds an der Bergstra√üe hebt sich eindrucksvoll von der Umgebung ab durch die sehr geradlinige Abbruchkante des Berglandes zur Oberrheinischen Tiefebene. Auf einer L√§nge von etwa 65 Kilometer zwischen Darmstadt und Wiesloch erheben sich n√§mlich aus einem brettebenen Flachland unvermittelt steile Bergflanken, die mehrere hundert Meter hoch aufsteigen. Die Nordgrenze des Gebirges zeichnet sich weniger klar ab und verl√§uft auch nicht geradlinig. Die Grenze des Naturraumes h√§lt sich hier meist an den Nordsaum des Waldlandes, auch wenn n√∂rdlich anschlie√üend im Reinheimer H√ľgelland noch Berge von betr√§chtlicher H√∂he und markantem Profil wie der Otzberg √ľber die hier anschlie√üende Untermainebene aufragen. Im Osten zieht das Maintal auf 33 Kilometer L√§nge von Gro√üwallstadt bis B√ľrgstadt eine klare Grenzlinie zum Spessart. Daran anschlie√üend l√§uft die Grenzlinie, der Erfa folgend, in s√ľd√∂stlicher Richtung weiter bis Hardheim, der √∂stlichsten Ortschaft des Odenwaldes. Von hier an trennt die √ľber Walld√ľrn und Buchen bis hin zu Mosbach in s√ľdwestlicher Richtung verlaufende Bundesstra√üe 27 grob den Odenwald vom benachbarten Bauland. Auf Mosbacher Gebiet beginnt das Odenw√§lder Durchbruchstal des Neckars mit seinem n√∂rdlichen Wendepunkt bei Eberbach, der eindrucksvollen doppelten Neckarschleife bei Hirschhorn und dem Austritt in die Oberrheinebene bei Heidelberg; die s√ľdliche Odenwaldgrenze folgt allerdings nicht dieser nat√ľrlichen Linie, denn s√ľdlich des Neckars wird noch der sogenannte Kleine Odenwald zum Mittelgebirge gez√§hlt, der von Mosbach bis Wiesloch im Westen an den Kraichgau st√∂√üt. Auch diese Grenze wird, wie die zum Bauland oder zur Untermainebene, verschieden gezogen. Die beiden Naturparke Bergstra√üe-Odenwald und Neckartal-Odenwald ragen deshalb weiter nach S√ľden als der Naturraum.

Den Odenwald untergliedern die grob in Nord-S√ľd-Richtung verlaufenden Tallandschaften des Weschnitz- und Gersprenztals im Vorderen Odenwald und des M√ľmlingtales im Hinteren Odenwald. Die Haupt-Wasserscheide des Gebirges trennt die Einzugsgebiete von Neckar und Main.

Der Norden und der Westen des Odenwaldes geh√∂ren zum s√ľdlichen Hessen, im Nordosten liegt ein kleiner Teil im bayerischen Unterfranken, im S√ľden erstreckt er sich nach Baden hinein.

Politische Gliederung

In der Mitte des Odenwaldes liegt der Odenwaldkreis mit Sitz in Erbach. Als einziger Landkreis liegt er vollst√§ndig in diesem Mittelgebirge. Andere Kreise umfassen daneben auch einen mehr oder weniger gro√üen Anteil der den Odenwald umgebenden Landschaften. Im Westen des Odenwaldes liegt der Kreis Bergstra√üe mit Sitz in Heppenheim, im Norden der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit Sitz in Dieburg und Darmstadt-Kranichstein. Im Nordwesten reicht ein Odenwald-H√∂henzug bis in das Stadtgebiet von Darmstadt und im Nordosten erreicht der n√∂rdlichste Ausl√§ufer des Gebirges das Stadtgebiet von Gro√üostheim im Landkreis Aschaffenburg. Den Osten nimmt der Landkreis Miltenberg mit Sitz in Miltenberg ein, den S√ľdosten der Neckar-Odenwald-Kreis mit Sitz in Mosbach und den S√ľden und S√ľdwesten schlie√ülich der Rhein-Neckar-Kreis mit Verwaltungssitz in Heidelberg. Auch der Stadtkreis Heidelberg geh√∂rt teilweise zum Odenwald. Einen besonderen Status hat im fernen Osten der Main-Tauber-Kreis mit Sitz in Tauberbischofsheim. Die dort im Dreieck Wertheim‚ÄďFreudenberg‚ÄďK√ľlsheim liegende Wertheimer Hochfl√§che wird zwar naturr√§umlich als Teil des Spessart definiert, jedoch landl√§ufig dem Odenwald zugerechnet, da sie links und s√ľdlich des Mains liegt. Nur in dieser landl√§ufigen Auffassung hat der Main-Tauber-Kreis Anteil am Odenwald.

Naturräumliche Gliederung

Die Margarethenschlucht liegt im Sandstein-Odenwald

Der Odenwald geh√∂rt naturr√§umlich zur Haupteinheitengruppe D55 (Bundesamt f√ľr Naturschutz) bzw. 14 (Meynen) Odenwald, Spessart und S√ľdrh√∂n (‚ÄěHessisch-Fr√§nkisches Bergland‚Äú). Er teilt sich in erster Linie auf in Buntsandstein-Odenwald und den Vorderen Odenwald (‚ÄěKristalliner Odenwald‚Äú):[1]

  • (zu 14) Odenwald
    • 144 Sandstein-Odenwald
      • 144.3 Odenwald-Neckartal
      • 144.6 Zentraler Sandsteinodenwald (Hinterer Odenwald)
        • 144.60 S√ľdlicher zertalter Sandsteinodenwald (Neckarseitent√§ler)
        • 144.61 √Ėstlicher zertalter Sandsteinodenwald (Mainseitent√§ler)
        • 144.62 Beerfelder Platte
        • 144.63 W√ľrzberger Platte
        • 144.64 Sellplatte
        • 144.65 Wegscheidekamm
        • 144.66 Mossausenke
        • 144.67 Eichelsberge
        • 144.68 Breuberg-Odenwald
        • 144.69 M√ľmlingtal
    • 145 Kristalliner Odenwald (Vorderer Odenwald; 591,6 km¬≤)
      • 145.0 Melibokus-Odenwald
        • 145.00 Melibokusmassiv
        • 145.01 Frankensteinmassiv
        • 145.02 Hochst√§dter Senke
        • 145.03 Felsbergmassiv
        • 145.04 Neutscher R√ľcken
        • 145.05 Lautertal
        • 145.06 Oberes Modautal
        • 145.07 Unteres Modautal (M√ľhltal)
        • 145.08 Trautheimer Wald
        • 145.09 Darmstadt-Bessunger R√ľcken
      • 145.1 Eichelberg-Odenwald
      • 145.2 Juh√∂he-Odenwald
      • 145.3 Weschnitztal
      • 145.4 Tromm-Odenwald
      • 145.5 Krehberg-Odenwald
      • 145.6 Neunkircher-H√∂h-Odenwald
      • 145.7 Lichtenberger H√∂hen
      • 145.8 Gersprenztal
      • 145.9 B√∂llstein-Odenwald

Sandstein-Odenwald

Der Sandstein-Odenwald tr√§gt √ľber dem variskischen Grundgebirge noch die sediment√§re Bedeckung aus der Buntsandstein-Zeit. Dieser Teil des Gebirges ist sehr stark zertalt, die h√§ufigen l√§nglichen H√∂henr√ľcken zeigen die ‚ÄěSargdeckel-Form‚Äú. Der Odenw√§lder Sandstein wird in Steinbr√ľchen bei Beerfelden abgebaut.

Kristalliner Odenwald

In diesem Teil hat die Abtragung den kristallinen Grundgebirgsstock bereits freigelegt, verursacht durch tektonische Höherstellung. Hier tritt eine große Vielfalt an Gesteinen auf; metamorpher Gneis ist genauso vertreten wie plutonischer Gabbro oder vulkanischer Rhyolith (Quarzporphyr) und Basalt.

Berge

Der Katzenbuckel
Neunkircher H√∂he von S√ľdwesten
Waldskopf im Gorxheimertal
Melibokus bei Zwingenberg
Daumberg im Gorxheimertal

√úber 600 m:

√úber 500 m:

√úber 400 m:

  • Emichskopf (500 m), Boxbrunn, Landkreis Miltenberg, Bayern
  • Langenberg (430 m), mit Burg Frankenstein auf dem Schlossberg (370 m), M√ľhltal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Rimdidim (499,50 m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Eselskopf (497 m), Unter-Mossau, Mossautal, Odenwaldkreis, Hessen
  • Kl. Kn√∂schen (497 m), Olfen, Odenwaldkreis, Hessen
  • Welchel (492 m), Rothenberg, Odenwaldkreis, Hessen
  • Wannenberg (482 m), Kreis Miltenberg, Bayern
  • Dachsberg (Mossautal) (482 m), Hiltersklingen, Mossautal, Odenwaldkreis, Hessen
  • Ellenberg (481 m), Aschbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Schindbuckel (473 m), Beerfelden, Odenwaldkreis, Hessen
  • Daumberg (462 m), Gorxheimertal - Tr√∂sel, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Steinkopf (458 m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Heiligenberg (445 m), Stadt Heidelberg, Baden-W√ľrttemberg
  • Hahlkopf (416 m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Knorz (404 m; bei Lautern (Odenwald)), Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Neutscher H√∂he (400 m), Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen

√úber 300 m:

  • Schreckskopf (394 m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Spitzer Stein (380,30 m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Altscheuer (376,20 m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Otzberg (367 m; mit Veste Otzberg), Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Auerberg (339,70 m; mit Schloss Auerbach), Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Goldkopf (324 m), Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Breuberg (306 m; mit Burg Breuberg), Odenwaldkreis, Hessen

Gewässer

Fließgewässer

Im Odenwald entspringen zahlreiche Fließgewässer, davon sind die längsten:

Der Eutersee bei Hesseneck
  • Weschnitz (60 km), ein Zufluss des Rheins
  • M√ľmling (50 km), ein Zufluss des Mains
  • Gersprenz (47 km), ein Zufluss des Mains
  • Lauter (43 km), ein Zufluss des Rheins
  • Modau (42 km), ein Zufluss des Rheins
  • Erf (40 km), ein Zufluss des Mains
  • Elz (Elzbach) (34 km), ein Zufluss des Neckars
  • Mud (24 km), ein Zufluss des Mains
  • Steinach (22 km), ein Zufluss des Neckars
  • Itterbach (21,2 km), ein Zufluss des Neckars, der in Eberbach m√ľndet und zum Gro√üteil aus dem Eutersee gespeist wird
  • Finkenbach (20,5 km), Zusammenfluss in Hirschhorn mit dem Ulfenbach zum Laxbach, einem kurzen Zufluss des Neckars
  • Ulfenbach (19,1 km), Zusammenfluss in Hirschhorn mit dem Finkenbach zum Laxbach, einem kurzen Zufluss des Neckars
  • Gammelsbach (15 km), flie√üt von Beerfelden durch Gammelsbach nach Eberbach (Zufluss des Neckars)
  • Welzbach, (14,2 km), flie√üt von Radheim (Quelle) und m√ľndet bei Leider in den Main
  • Grundelbach, (die) (10 km), flie√üt von Tr√∂sel nach Weinheim

Stillgewässer

Im Odenwald gibt es auch einige Stillgewässer, dazu gehören:

  • Marbach-Stausee mit 49 bis 22 ha Wasserfl√§che (je nach Staustand)
  • Der ‚ÄěGro√üe See‚Äú und der ‚ÄěKleine See‚Äú im Kurpark in Bad K√∂nig mit 3,3 bzw. 1,1 ha Wasserfl√§che
  • Eutersee mit 0,9 ha Wasserfl√§che

Geologie

Klettersteig im Steinbruch Breuberg-Hainstadt
Charakteristische Sandsteinformation bei Eberbach

Der Odenwald wird mineralogisch in einen westlichen kristallinen und einen √∂stlichen Teil gegliedert, der aus Ablagerungsgesteinen, v.a. Buntsandstein besteht.[2] Zusammensetzung sowie Genese des kristallinen Gebirges sind recht kompliziert und die geologische Karte √§hnelt einem Flickenteppich. Als Teil der Mitteldeutschen Kristallinen Zone (MDKZ), die sich in einem Bogen bis zum Th√ľringer-Wald erstreckt, sind im Erdaltertum (Pal√§ozoikum) die Granitoide entstanden, bzw. aus Altbest√§nden umgeformt worden. Die Gr√∂√üe und Verteilung der Kontinente war zur damaligen Zeit ganz anders als heute [3]: ‚ÄěMitteleuropa‚Äú lag in einem Ozean-Gebiet s√ľdlich des √Ąquators und bestand aus kleinen Kontinenten. Durch die Kontinentalverschiebung driftete ein S√ľdkontinent auf einen Nordkontinent zu. Als Folge kollidierten die dazwischen liegenden ‚Äěmitteleurop√§ischen‚Äú Zwerg-Kontinente und in der Devon- und Karbon-Zeit (vor etwa 380-320 Mio. Jahren) erhob sich auf und zwischen ihnen das variszische Gebirge, zu dem der Odenwald z√§hlt.[4]. In Verbindung mit der Kontinentaldrift ‚Äď als Ursache der Gebirgsbildung - wird in der Forschung f√ľr die MDKZ ein Inselbogen-Szenarium [5] mit einer Subduktionszone diskutiert, vergleichbar mit der ostasiatischen Pazifikk√ľstenregion: In Folge der Zusammenschiebungen wurden einmal die alten Gesteine tief in die Erdkruste versenkt (Subduktion) und in dem oberen Erdmantel in ca. 15 Kilometer Tiefe aufgeschmolzen, zum Zweiten ‚Äď zusammen mit Magmagesteinen - langsam wieder in die Erdkruste hochgedr√ľckt, wo sie im Laufe von 60 Mio. Jahren allm√§hlich abk√ľhlten und auskristallisierten. Die aktuelle Forschung [6] unterteilt den kristallinen Odenwald aufgrund der tektonisch-metamorphen Geschichte in drei - durch St√∂rungszonen (‚Äěstrike-slip‚Äú Zonen) voneinander getrennte - Einheiten: 1) B√∂llstein Odenwald, 2) Frankenstein-Komplex und 3) Bergstr√§√üer Odenwald haben eine gemeinsame Sedimentation und wurden im Devon vor ca. 400-375 Mio. Jahren unter √§hnlichen Temperatur/Druck-Bedingungen metamorph √ľberpr√§gt. Tektonische Prozesse (Dehnungen) trennten jedoch diese ‚Äúunits‚ÄĚ, so dass sie sich bez√ľglich Magmatismus und Metamorphosen unabh√§ngig weiterentwickelten.

  • Der B√∂llsteiner Gneis ist aus Granitoiden hervorgegangen, die vor etwa 410 Mio. Jahren als Gesteinsschmelzen von unten in √§ltere Sedimente eingedrungen sind. Diese wurden gemeinsam ‚Äď in Folge der Zusammenschiebungen - in tiefere Bereiche der Erdkruste versenkt und dort bei hohem Temperatur-Druck zu Schiefern und Gneisen umgewandelt.
  • Der Frankenstein-Komplex ist das √§lteste magmatische Gestein im westlichen Odenwald. Die Gabbros und Diorite intrudierten im Oberdevon vor etwa 362 Mio. Jahren.[7][8]
  • Im Vergleich zum Frankenstein-Gabbro sind im Bergstr√§√üer Odenwald, der sich bis Heidelberg erstreckt, die kristallinen Verb√§nde j√ľnger und r√§umlich einheitlicher: 1) Granodiorit des Weschnitz- Plutons (Unterkarbon, vor etwa 333 bis 329 Mio. Jahren), 2) der vor ca. 320 Mio. Jahren nachdringende √∂stlich anschlie√üende Tromm-Biotitgranit sowie 3) seine mit ihm verwandten Heidelberger Variationen im s√ľdlichen Odenwald. Diese Komplexe stecken zwischen metamorphisierten Altbest√§nden z.B. den Schiefern/Gneisen in der ‚ÄěFlasergranitoidzone‚Äú[9] (von Heppenheim/Bensheim erzgebirgisch in Richtung NE bis zur Otzberg-St√∂rung). E. Stein [10] u.a. interpretieren die Prozesse in diesen Mischgebieten als dynamische Kontaktmetamorphose. D.h. durch Scherbewegungen der Gesteinsformationen kommt es zu Aufschmelzungen, wechselseitigen Infiltrationen und √úberformungen benachbarter Partien, die dann √§hnliche kristallin/metamorphe Strukturen haben. Auch zwischen Weinheim und Wald-Michelbach haben sich solche Zonen entwickelt. Ein Sonderfall ist der Auerbacher Marmorzug, der durch Aufheizung und chemische Reaktion zwischen aneinandergrenzenden Kalk- und Silikatgesteinen entstand. Bei den tektonischen Vorg√§ngen rissen immer wieder in den Gesteinsmassen Spalten auf, in welche u.a. erzhaltige Schmelzen eindrangen und dort zu Ganggesteinen auskristallisierten. Beispiele sind Quarz- bzw. Baryt-G√§nge bei Reichenbach und Balzenbach. J√ľngere aplitartige Granite zertr√ľmmerten √§ltere Granodiorit- oder Biotitgranitbest√§nde. Im weiteren Verlauf der Plattenbewegungen wurden die durch eine alte St√∂rungszone ‚Äď die Otzbergspalte - getrennten B√∂llsteiner Gneise und die Bergstr√§√üer Komplexe zusammengeschoben und durch den Trommgranit verschwei√üt.
Von der Rheinebene aus weit sichtbar sind die Porphyr(Rhyolith)-Steinbr√ľche zwischen Schriesheim (links oben am Bildrand) und Dossenheim. Als geologische Fenster geben sie einen Blick frei zur√ľck in die Zeit des Vulkanismus im Rotliegenden
  • Gro√üe Ersch√ľtterungen der Erdkruste durchr√ľttelten den Odenwald in der Zeit des Ober-Rotliegenden vor etwa 260 Mio. Jahren. Vulkane[11] drangen v.a. im Gebiet um Weinheim (Wachenberg, Daumberg), Schriesheim/ Dossenheim (vor 290-270 Mio. Jahren) und Heidelberg an alten St√∂rungszonen aus der Erde, schleuderten Tuffe aus ihren Kratern und gossen Lava auf die Erdoberfl√§che - das Granit-Gneis-Gebirge war inzwischen bereits bis zum Sockel abgetragen. Im Rhyolith-Steinbruch Weinheim wird die erstarrte Schlotf√ľllung des Wachenberg-Vulkans zu Schotter verarbeitet. In Schriesheim/Dossenheim dagegen ist der Abbau der auf dem Granitgebirgsrumpf aufliegenden Quarzporphyrdecken inzwischen eingestellt. Die Ausbruchsstelle dieses Vulkans lag vermutlich im Gebiet des heutigen Rheingrabens und versank mit allen Materialien bei dessen Einbruch. Reste des Rotliegenden sind etwa bei Schriesheim und im Sprendlinger Horst erhalten geblieben.
  • Im Erdzeitalter des j√ľngeren Perm √ľberflutete das Zechsteinmeer die Region und √ľberdeckte sie mit Ablagerungen, die f√ľr den Erzbergbau bedeutsam sind: Dolomite, in die sp√§ter eisen- und manganhaltige Quarzl√∂sungen eindrangen. Die Sedimentationsgeschichte setzt sich im Mesozoikum (Erdmittelalter) zwischen 250 und 65 Mio. Jahren mit der Ablagerung ‚Äď bis zu 600 m -m√§chtiger Buntsandstein-, Muschelkalk- Keuper- und Jura-Schichten [12] fort.
Auf den Resten der Kraterf√ľllung eines terti√§ten Basalt-Vulkans wurde die Veste Otzberg errichtet.
  • Lange Zeit sp√§ter kam es in Mitteleuropa wieder zu starken Bewegungen in der Erdkruste: In Verbindung mit einer Rift-Zone vom Mittelmeer bis an die Nordsee brach ‚Äď im Terti√§r vor ca. 45 Mio. Jahren - der Oberrheingraben stellenweise bis zu 3,5 km (Ende des Terti√§rs: bis 4 km) tief ein und wurde durch Nachrutschen der damaligen Oberfl√§che sogleich aufgef√ľllt. Diese Senkung dauert bis in die Gegenwart an. Bei Darmstadt sind es ca. 0,2-0,4 mm pro Jahr. Als Ausgleich hoben sich die angrenzenden Berge bis zu 2,5 km an, allerdings setzte mit der Hebung bereits die Abtragung ein. In der Folge zerlegten viele Kreuz und Querkl√ľfte das Gebiet des heutigen Odenwaldes in Gebirgsbl√∂cke und Gr√§ben. Magmamassen drangen an die Oberfl√§che vor und bildeten Basalt- Vulkane: Neben dem bereits in der Kreidezeit entstandenen Katzenbuckel (vor 68 Mio. Jahren und erneuter Ausbruch vor ca. 40 Mio. Jahren) [13] sind dies im mittleren und n√∂rdlichen Odw. z. B. der Ro√überg (vor 52 Mio. Jahren) und der Otzberg (vor ca. 35-20 Mio. Jahren).
Das Felsenmeer bei Reichenbach entstand durch die unterschiedlichen Verwitterungsprozesse in Tetiär- und Eiszeit
  • Durch ein - die Verwitterung und Abtragung beg√ľnstigendes - warmfeuchtes Terti√§r-Klima schnitten sich die B√§che tief ins Gel√§nde ein, zers√§gten die Bergmassive und r√§umten den Hangschutt aus. Dabei entwickelte sich eine Schichtstufenlandschaft und die m√§chtigen Keuper-, Muschelkalk- und Zechstein-Formationen wurden sukzessiv nach SE zur√ľckverlegt. Reste von Muschelkalk mit Karstph√§nomen wie der Erdbachversickerung findet man im M√ľmlinggraben bei Michelstadt. Landschaftsbildbestimmend sind im √∂stlichen Odenwald allerdings nur noch die Buntsandsteinablagerungen, an deren Stufenrand die darunter liegende Zechsteinschicht mit den Eisen- und Manganerzen f√ľr den Bergbau zug√§nglich wurde, z. B. im Revier √∂stlich von Reichelsheim und in Wald-Michelbach.[14] Wie die Muschelkalk-, Keuper- und Jura-Sedimente sind auch die vulkanischen Decken abgetragen worden. √úbrig geblieben sind beispielsweise am Otzberg die Basalts√§ulen am Burgberg - als Reste der Kraterf√ľllung. Die erodierenden Kr√§fte legten den kristallinen Gebirgsrumpf wieder frei, Fl√ľsse und B√§che verlegten ihren Lauf in Orientierung an alte St√∂rungszonen (Gersprenztal, oberes Ulfenbachtal) bzw. r√§umten im beckenartig verwitterten Weschnitztal den Schutt (Vergrusungen bis 30 m) aus. Berge und H√§nge zerteilten sich durch Risse in Bl√∂cke, die anschlie√üend durch Chemische Verwitterung zu kugelartigen Gebilden geformt wurden (Wollsackverwitterung).
  • In der nachfolgenden Eiszeit herrschte im Odenwald ein Permafrost-Klima. D.h. der Boden war st√§ndig tief gefroren. Bei Erw√§rmung (Ende der Eiszeit) taute die obere Schicht auf, die vom Schutt befreiten Felsen rutschen hangabw√§rts und sammelten sich im Talgrund zu einem Felsenmeer (bei Reichenbach oder am Krehberg, aber auch im Buntsandstein-Odenwald in der Katzenbuckel-Region). So entstand das heutige typische Mittelgebirgslandschaftsbild des Odenwaldes.

Bergbau

Die geologischen Prozesse haben zahlreiche Minerale und Erze entstehen lassen. Bis in die Neuzeit hinein wurden Marmor (Auerbacher Marmor) und Porphyr (Dossenheim) abgebaut. Im s√ľdwestlichen Odenwald f√∂rderte man seit dem Mittelalter Silber-, Blei- und Kupfererze, w√§hrend im √∂stlichen Teil des Buntsandsteinodenwaldes der Bergbau auf die Eisen- und Manganerze dominierte. Die meisten Betriebe wurden mit dem Aufkommen der Hoch√∂fen unrentabel, weil diese gro√üe Mengen an Steinkohle brauchten, die √∂rtlich nicht vorkommen. Geringer Ertrag und geringe Reinheit der Erze sowie die bis zum Bau der Odenwaldbahn ung√ľnstigen Transportverbindungen waren ebenfalls nachteilig.[15]

Geschichte

Vorgeschichtliche Funde von der Hoffl√§che der Villa rustica Haselburg: Hinten links Becher vom Ende der Jungsteinzeit (3. Jahrtausend v. Chr., Grabbeigabe zum Hockergrab). Das Gef√§√ü rechts und die Schmuckgegenst√§nde geh√∂ren zu Gr√§bern aus fr√ľhkeltischer Zeit (4./3. Jahrhundert v. Chr.).
Kastellbad des Kastell W√ľrzberg.
Römische Villa Haselburg bei Höchst i. Odw.

Urgeschichte

Die fr√ľheste Besiedlung des Odenwaldes ist durch arch√§ologische Funde fassbar im Endneolithikum.[16] √Ąltere Funde der Bandkeramik gibt es nur in den n√∂rdlichen (Gersprenz) und s√ľdlichen (Neckartal) Randbereichen des Odenwaldes. Zu den √§ltesten Funden z√§hlt ein Hockergrab, das unter der Hofmauer der sp√§teren r√∂mischen Villa Haselburg bei Hummetroth gefunden wurde.[17] Zahlreiche Werkzeugfunde in der Gegend des Kinzigtals belegen eine Besiedlung in dieser Zeit. Sie wurden privat gesammelt und befinden sich heute als Sammlung Schwarz im Breubergmuseum auf der Burg Breuberg. Auch aus der Bronzezeit fehlen Siedlungsfunde. Doch sind entlang der Flusst√§ler zahlreiche Grabh√ľgel erhalten, besonders im mittleren M√ľmlingtal. Sie lagen charakteristisch auf den Anh√∂hen oberhalb der Talkessel.

In der Hallstatt- und Fr√ľh-La-T√®ne-Zeit wurden diese Grabh√ľgel f√ľr Nachbestattungen erneut aufgesucht und auch neue angelegt. Eine solche Grabanlage ist wiederum bekannt von der Hoffl√§che der r√∂mischen Villa Haselburg. Der Grabh√ľgel enthielt zwei Bestattungen der fr√ľhkeltischen Zeit (4./ 3. Jahrhundert v. Chr.) mit Trachtbestandteilen aus Eisen und Bronze, darunter ein Scheibenhalsring mit Koralleneinlagen. Es gibt aber keine Hinweise darauf, ob der H√ľgel zur R√∂merzeit noch sichtbar war.[18] Ein weiterer bedeutender Fund dieser Zeit ist das sogenannte Raibacher Bild, eine anthropomorphe Sandstein-Stele, die 1919 am Obersberg bei Breuberg-Rai-Breitenbach gefunden wurde.[19] Sie befindet sich heute im Hessischen Landesmuseum Darmstadt, eine Kopie ist im Breubergmuseum ausgestellt.

Funde aus der keltisch gepr√§gten Sp√§t-La-T√®ne-Zeit fehlen im Odenwald fast v√∂llig.[20] M√∂glicherweise waren die Kelten zur Zeit der Ankunft der R√∂mer bereits durch Germanen verdr√§ngt worden. S√ľdwestlich des Odenwaldes siedelten sich um Ladenburg im 1. Jahrhundert n. Chr. die Neckarsueben an. F√ľr den Odenwald muss nach derzeitigem Kenntnisstand davon ausgegangen werden, dass die R√∂mer ein relativ unbesiedeltes Land vorfanden.

Römische Kaiserzeit

Mit der Eroberung des rechtsrheinischen Decumatlandes in den Chattenkriegen Kaiser Domitians gelangte das Gebiet unter r√∂mische Kontrolle. Im Gegensatz zu anderen Bauten des Obergermanisch-Raetischen Limes wie der Taunusstrecke wurde die √§ltere Odenwaldlinie des Neckar-Odenwald-Limes erst um das Jahr 100 unter Kaiser Trajan (98-117) errichtet. Dieser Limesabschnitt verl√§uft vom Kastell W√∂rth am Main zun√§chst nach S√ľdwesten √ľber das Kastell Seckmauern zum Kastell L√ľtzelbach. Von dort verl√§uft er auf dem gro√üen Sandsteinr√ľcken √∂stlich der M√ľmling nach S√ľden √ľber das Kleinkastell Windl√ľcke, Kastell Hainhaus, Kastell Eulbach, Kastell W√ľrzberg zum Kastell Hesselbach, wo er das heutige Dreil√§ndereck Hessen/ Bayern/ Baden-W√ľrttemberg passiert. Auf baden-w√ľrttembergischer Seite folgen zun√§chst die Kleinkastelle Zwing und Seitzenbuche, Kastell Schlo√üau, Kastell Oberscheidental, die Kleinkastelle Robern und Trienz, die Kastelle von Neckarburken, Uferkastell Duttenberg, Kleinkastell Kochendorf bis er schlie√ülich beim Kastell Wimpfen im Tal den Neckar erreicht.[21]

Die besonders gebirgigen Strecken des Limes wurden zwischen W√∂rth und Oberscheidental durchg√§ngig von kleineren Einheiten, sogenannten numeri bewacht. Aus zahlreichen Inschriften geht hervor, dass es sich dabei um numeri brittonum handelt, also Hilfstruppeneinheiten, die urspr√ľnglich in Brittannien ausgehoben wurden.[22]

Gro√üe Teile des Odenwaldes lagen nun im r√∂misch beherrschten Obergermanien. Um 159 wurde der Limes um ungef√§hr 30 km nach Osten auf die Linie Miltenberg‚ÄďWalld√ľrn‚ÄďBuchen-Osterburken vorverlegt. Die Odenwaldstrecke erreichte deshalb nicht den letzten Ausbauzustand des Limes mit Wall und Graben, sondern es bestand zu den Wacht√ľrmen und dem Postenweg nur die Palisade. Im Hinterland etablierte sich eine zivile Verwaltung, Deren Hauptorte lagen am Rande des Odenwaldes in Dieburg (Hauptort der Civitas Auderiensium), Ladenburg (Civitas Ulpia Sueborum Nicretum) sowie Bad Wimpfen (Civitas Alisinensium). Im Odenwald entstanden zivile Siedlungen in Form von zahlreichen kleineren Villae rusticae, die sich schwerpunktm√§√üig an den Fl√ľssen befanden. Neben den zahlreichen kleineren Wirtschaftseinheiten gab es auch wenige gr√∂√üere Villen. Die bedeutendste Fundstelle dieser Art ist die Haselburg bei H√∂chst i. Odw., die freigelegt und als Freilichtmuseum konserviert wurde.[23]

V√∂lkerwanderung und Fr√ľhmittelalter

  • 260: Zerfall der r√∂mischen Macht. Die Alemannen dr√§ngen auch in den Odenwald und besiedeln das Land zwischen Main und Neckar, danach kommen die Franken.
  • 5. Jahrhundert: Die Franken unter Chlodwig I. teilen das Land in Gaue ein.
  • 7./8. Jahrhundert: Es erfolgt die Christianisierung durch iro-schottische M√∂nche (Pirminius, Bonifatius). Auf den f√ľr die Landwirtschaft g√ľnstigen Muschelkalkb√∂den des heutigen Baulandes entsteht ein weitmaschiges Siedlungsnetz. Der Hintere Odenwald mit seinen kargen Buntsandsteinb√∂den bleibt im Gegensatz dazu noch siedlungsfrei. Vier Benediktinerkl√∂stern war von der fr√§nkischen Zentralgewalt (Karolinger) die Aufgabe zugewiesen, das unbesiedelte Waldgebiet Odenwald zu erschlie√üen. Das Kloster Lorsch von Westen her, das Kloster Fulda von Norden, das Kloster Amorbach von Osten und das Kloster Mosbach von S√ľden. Das Kloster Amorbach hatte die gr√∂√üte Bedeutung f√ľr die kirchliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im √∂stlichen Odenwald.
  • 9. Jahrhundert: Im s√ľd√∂stlichen Odenwald nahe dem inzwischen dichter besiedelten Bauland werden Siedlungen angelegt, vielfach nach der Art eines Waldhufendorfes, die Gesteinsgrenze vom Muschelkalk zum Buntsandstein wird √ľberschritten.

Neuzeit

Etliche namhafte Territorialherrschaften teilten sich das Gebiet des Odenwaldes. Zu nennen w√§ren etwa: Kurpfalz, Kurmainz, Grafschaft Katzenelnbogen, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Grafschaft Erbach, Herrschaft Breuberg, Herrschaft Frankenstein, Herrschaft Steinach, Herrschaft Hirschhorn, F√ľrstentum Leiningen. Diese alle wurden abgel√∂st vom Gro√üherzogtum Hessen (sp√§ter Volksstaat Hessen), dem Gro√üherzogtum Baden (sp√§ter Republik Baden) und dem K√∂nigreich Bayern (jetzt Freistaat Bayern).

Name

Die Herkunft des Namens Odenwald ist offen und wird weiterhin kontrovers diskutiert:

  • Der Name wird von Ode (Mehrzahl: Oden) abgeleitet, was soviel wie Sage bedeutet. D.h. Odenwald bedeutet der Wald der Sagen (Nibelungensage).
  • Eine weitere Namensdeutung sieht einen Zusammenhang zwischen dem Odenwald und der Bezeichnung der ehemaligen r√∂mischen Verwaltungseinheit Civitas Auderiensium, die unter anderem den Norden des Gebirges umfasste und nach einem Volksstamm der Auderienser benannt sein k√∂nnte.
  • Postuliert wird ein Zusammenhang mit dem Namen des ‚ÄěEuterbaches‚Äú, also etwa Waldgebirge des Euterbaches. Diese Erkl√§rung wirft allerdings unmittelbar die Frage nach der Herkunft des Wortes ‚ÄěEuterbach‚Äú auf.
  • Es soll eine Verwandtschaft mit dem Wort √∂de bestehen ‚Äď nicht im heutigen Sinne einer W√ľstenlandschaft, sondern mit der Bedeutung ‚Äěd√ľnn besiedelt‚Äú.
  • Die Herkunft von Odem (f√ľr Atem) soll auf Winde hindeuten, die irgendwelchen G√∂ttern als Atem zugeordnet waren. Dies l√§sst indessen die Frage offen, wie im allgemeinen Sprachgebrauch zwar Odem zu Atem, Odemwald jedoch zu Odenwald wird.

Legende und Mythologie

Im Nibelungenlied (siehe auch Nibelungensage) wird der Drachent√∂ter Siegfried bei einem Jagdzug (anstelle eines ausgefallenen Feldzugs), der von der Burgundenstadt Worms in den Odenwald f√ľhrt, von Hagen von Tronje ermordet. Da kein genauer Ort √ľberliefert ist, streiten sich zahlreiche Gemeinden vor allem des hessischen Odenwaldes um das Recht, sich Mordst√§tte Siegfrieds nennen zu d√ľrfen. Auch Odenheim, eine Gemeinde s√ľdlich des Odenwalds, beansprucht dieses Recht, und rechnet sich so schon dem Odenwald zu.

Verkehr und Tourismus

Straßen

Der geplante Weiterbau der Odenwaldautobahn (A 45) wurde nie verwirklicht. Durch den Odenwald laufen mehrere Bundesstraßen:

Au√üerdem f√ľhren durch den Odenwald die Nibelungen- und die Siegfriedstra√üe, die teils entlang der vorgenannten Stra√üen verlaufen.

Eisenbahnen

Sehensw√ľrdigkeiten

Im Odenwald liegt eine große Zahl von historischen Burgen und Schlössern.


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