Olympische Fackel

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Olympische Fackel
Ein Läufer mit der Olympischen Fackel; Cincinnati, Ohio 2002

Der Olympische Fackellauf ist eine Er√∂ffnungszeremonie der Olympischen Spiele in der Neuzeit, die seit den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin ausgef√ľhrt wird. Die Tradition des Olympischen Feuers reicht jedoch bis in die griechische Antike zur√ľck und wurde zu Ehren der G√∂ttin Hestia entz√ľndet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Urspr√ľnge in der Griechischen Antike

Fackellauf auf einer attisch-rotfigurigen Oinochoe der Fat-Boy-Gruppe mit der Darstellung eines Fackellaufes (Lampadedromia), gegen Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr.

W√§hrend der Olympischen Spiele der Antike wurden keine Fackell√§ufe durchgef√ľhrt. Aber um den anderen griechischen St√§dten die Wettk√§mpfe und deren genauen Zeitpunkt anzuk√ľndigen, brachen √∂lzweiggekr√∂nte L√§ufer von Elis auf. Sie riefen den Olympischen Frieden (Ekecheiria) aus, denn w√§hrend der Olympischen Spiele der Antike sollten alle kriegerischen Auseinandersetzungen ruhen, damit Athleten und Publikum ohne Gefahr nach Olympia reisen konnten. Urspr√ľnglich waren Fackell√§ufe (griechisch lampadedromia) ein besonders in Athen beliebter n√§chtlicher Wettlauf mit Fackeln, der sp√§ter auch zu Pferd durchgef√ľhrt wurde. Der Wettkampf bestand darin, m√∂glichst schnell ans Ziel zu gelangen, ohne die Fackel verl√∂schen zu lassen. Diese L√§ufe wurden insbesondere an den Festen f√ľr Pan, Artemis und an den Panathen√§en und Prometheen zu Ehren der olympischen Feuerg√∂tter abgehalten. Sp√§ter waren in der Griechische Antike ‚ÄěL√§ufer‚Äú Boten, die Nachrichten an verschiedene Personen, St√§dte (Polis), deren Statthalter und an B√ľrger, die weit entfernt waren, √ľberbrachten. Diese meist jungen M√§nner √ľberbrachten Friedens-, Kriegs- und weitere Nachrichten. Der Legende nach hat sich hieraus der Marathonlauf entwickelt.

Erster Olympischer Fackellauf im Nationalsozialismus

Gedenkstein an die Olympische Fackel 1936 am Grenz√ľbergang Bahratal
Olympische Fackelläufer 1936
Fackel, Urkunde, Trikot und Foto eines Teilnehmers

Bei den Olympischen Spielen der Neuzeit wurde das erste Mal bei den Olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam ein Olympisches Feuer entz√ľndet. Es gab jedoch weder einen Fackellauf vor der Er√∂ffnungsfeier, noch wurde die Flamme von einer bekannten Person entz√ľndet.

Nach einer Idee von Carl Diem wurde der erste Fackellauf bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin unter Anweisung Joseph Goebbels‚Äô von den Nationalsozialisten veranstaltet. Die Fackeln wurden vom R√ľstungskonzern Krupp aus Holz und Metall in der Form eines √Ėlbaumblattes produziert. Nachdem die Flamme, das Olympische Feuer, im antiken Olympia durch einen Brennspiegel entz√ľndet worden war, wurde sie √ľber 3187 Kilometer von 3331 L√§ufern, die zusammen die Staffette bildeten, in zw√∂lf Tagen und elf N√§chten von Griechenland nach Berlin getragen. Der Fackellauf wurde von Leni Riefenstahl in dem Film ‚ÄěOlympia‚Äú nachinszeniert.

Proteste gab es in Jugoslawien und der Tschechoslowakei, die von Sicherheitskr√§ften niedergeschlagen wurden. Dennoch gelang es Demonstranten in Prag, die Fackel vor√ľbergehend zu l√∂schen. Bereits die Jugendorganisation der Kommunistischen Partei Griechenlands OKNE plante, allerdings ohne Erfolg, ein Durchkommen der olympischen Fackel nach Deutschland zu verhindern: ‚ÄěAlle Organisationen, durch deren Einflussgebiete die Flamme getragen werden sollte, wurden aufgerufen, sie auf griechischem Boden auszul√∂schen, und es wurde verk√ľndet, dass die Organisation, der es gel√§nge, die Flamme auszul√∂schen, einen Preis erhalte.‚Äú (Zitiert nach: OKNE 1922-1943, Verlag Synchroni Epochi - Odigitis, Athen 1989) [1].

F√ľr die Olympischen Winterspiele wurde das Feuer zum ersten Mal zu den Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen entz√ľndet.

Olympischer Fackellauf in der Nachkriegszeit

Die Zeremonien des Fackellaufes und der Entz√ľndung des Olympischen Feuers als Teil jeder Er√∂ffnung von Olympischen Sommerspielen wurden weitgehend unkritisch √ľbernommen. 1952 fand vor der Austragung in Oslo der erste Fackellauf bei Olympischen Winterspielen statt. Weil das norwegische Morgedal als Wiege des Skisports galt, begann er dort und nicht wie √ľblich in Olympia. Das Feuer wurde nicht durch einen Hohlspiegel, sondern am Herd in der H√ľtte von Sondre Norheim, einem bekannten norwegischen Skisportler, entz√ľndet. Vor den Winterspielen in Lillehammer 1994 wurde die Flamme in K√∂ln von protestierenden Studenten gel√∂scht.

Seit den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney werden die Stationen weltweit und seit 2004 auf jedem Kontinent ausgew√§hlt. Lediglich bei den Winterspielen ist die Route k√ľrzer. [2] Weltweit bekannte Unternehmen sponsern seit den 1990er Jahren den olympischen Fackellauf. So investierten Coca-Cola und Samsung 2004 etwa 18 Millionen Euro in den Fackellauf.

‚ÄěReise der Harmonie‚Äú vor den Sommerspielen in Peking 2008

Route des Olympischen Fackellaufes 2008

Zu heftigen Protesten kam es bei dem Fackellauf unter dem offiziellen Motto ‚ÄěReise der Harmonie‚Äú im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking vor allem in Europa und den Vereinigten Staaten. Bereits w√§hrend der traditionellen Entz√ľndung der Flamme in Olympia unterbrachen drei Demonstranten der Organisation Reporter ohne Grenzen, darunter ein Tibeter, die Zeremonie und entrollten ein Spruchband, auf dem zu lesen war: ‚ÄěBoykottiert das Land, das die Menschenrechte mit F√ľ√üen tritt.‚Äú[3] Nach dem Willen Chinas soll die Fackel auch durch die von Unruhen ersch√ľtterte Provinz Tibet getragen werden.

Der Fackellauf 2008 fand in Paris unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt

In der Folgezeit war der olympische Fackellauf immer wieder von Protesten begleitet. Die Fackel wurde dabei w√§hrend der gesamten Strecke st√§ndig von einer speziell zu diesem Zweck geschulten, chinesischen Einheit besch√ľtzt.

  • In London durchbrachen Dutzende von Menschen im April 2008 die Absperrungen entlang der Stra√üen und warfen sich den L√§ufern in den Weg. Mehr als tausend B√ľrgerrechtler demonstrierten gegen die Tibet-Politik der Volksrepublik China.[4]
  • Am 7. April 2008 wurde der Fackellauf in Paris trotz eines Aufgebotes von rund 3.000 Polizisten aufgrund von Protestaktionen abgebrochen, in deren Folge die Flamme mehrfach erlosch. Laut Angaben der franz√∂sischen Polizei sei die Ursache f√ľr das Erl√∂schen der Flamme auf ‚Äětechnische Probleme‚Äú zur√ľckzuf√ľhren. Die Fackel wurde unter Polizeischutz in einem gesicherten Bus weitertransportiert und vor√ľbergehend an einen geheimen Ort gebracht.[5]
  • Auch in San Francisco kam es zu Zwischenf√§llen. Am 8. April kletterten drei protibetische Demonstranten an der Golden Gate Bridge hoch und befestigten daran zwei Banner, die ‚ÄěOne world one dream‚Äú und ‚ÄěFree Tibet‚Äú verk√ľndeten. Als die Demonstranten von der Br√ľcke heruntergeklettert waren, wurden sie festgenommen.[6] Am 9. April wurde die Fackel dann streng bewacht durch San Francisco getragen, teilweise durch leere Stra√üen, weil die Route aus Angst vor Demonstrationen kurzfristig ge√§ndert und verk√ľrzt wurde.[7] Der erste L√§ufer musste sogar mit einem Bus vom Hafen in die Innenstadt bef√∂rdert werden. Der IOC-Pr√§sident Jacques Rogge versicherte aber, dass der Fackellauf trotz einer momentanen Krise nicht abgebrochen w√ľrde.[8]
  • Am 17. April wurde die Fackel in Neu-Delhi, der indischen Hauptstadt, unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit entgegengenommen. Der (verk√ľrzte) Lauf durch die Innenstadt verlief verh√§ltnism√§√üig ruhig. 15.000 Polizisten waren im Einsatz. Am Vortag demonstrierten hunderte Tibeter vor der chinesischen Botschaft in Delhi. [9]
  • Australien drohte mit der Festnahme der chinesischen Fackelw√§chter, sollten diese am 24.¬†April in den Fackellauf in Canberra eingreifen. Die australische Regierung betonte, die Sicherheit der Fackel werde alleine durch die australische Polizei gew√§hrleistet. Die Fackelw√§chter sind bereits in anderen St√§dten unangenehm aufgefallen.[10]
  • Zur Sicherung des Fackellaufs in Tibet wurden Besteigungen des Mount Everest sowohl von chinesischen wie auch von nepalesischen Beh√∂rden zeitweilig untersagt. Auf der chinesischen Seite wurde der Fackellauf in Tibet milit√§risch gesichert. Die Automarke Audi blieb exklusiver Sponsor dieses Abschnitts, verzichtete jedoch auf eine geplante Werbeaktion vor dem Potala-Palast in Lhasa. [11]

Als Reaktion auf die Proteste beschloss das IOC am 27. M√§rz 2009, bei zuk√ľnftigen Olympischen Spielen den Fackellauf nur noch auf das jeweilige Gastgeberland zu beschr√§nken. Die Regelung soll ab den Olympischen Sommerspielen 2016 verbindlich gelten, die Veranstalter der Spiele 2010 und 2012 hatten bereits angek√ľndigt, auf einen weltumspannenden Fackellauf zu verzichten.[12]

Organisation und Reglement

Die Er√∂ffnungszeremonie wird vom Nationalen Olympischen Komitee Griechenlands organisiert. Die olympische Flamme wird im griechischen Olympia einige Monate vor der Er√∂ffnung der Olympischen Spiele von Schauspielern in der Rolle von Priesterinnen vor den Ruinen des Heratempels entz√ľndet. Dabei sind Choreografie und Kost√ľme der Antike nachempfunden. Das Feuer wird mithilfe eines Parabolspiegels durch B√ľndelung des Sonnenlichts entfacht und anschlie√üend in einem Tongef√§√ü in das alte Stadion getragen. Dort wird die Flamme durch die ‚ÄěHohepriesterin‚Äú dem ersten L√§ufer mithilfe einer Fackel √ľbergeben. Erste Station ist das Panathinaikon-Stadion in Athen, in dem die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 stattfanden. Der weitere Verlauf wird durch das Organisationskomitee der jeweiligen Olympischen Spiele organisiert.

Die Fackel wird normalerweise von Staffell√§ufern zu Fu√ü getragen, bei den Spielen in Berlin 1936 und Moskau 1980 wurde sie ausschlie√ülich zu Fu√ü getragen, √ľber l√§ngere Distanzen ist aber eine Bef√∂rderung mit anderen Transportmitteln wie per Pferd, Auto, Fahrrad, Flugzeug oder Schiff m√∂glich. Um einen sicheren Transport zu gew√§hrleisten, kann die Flamme in eine Grubenlampe verbracht werden. Ungew√∂hnliche Transportmittel waren 1976 die virtuelle √úbertragung per Satellit,[13] 1992 der Transport mit der Concorde, 1994 die √úbergabe w√§hrend eines Fallschirmsprungs und 2000 durch Taucher unter Wasser vor der australischen K√ľste.

Die L√§ufer sind nicht nur Prominente, auch unbekannte Personen k√∂nnen am Fackellauf teilnehmen. Der H√∂hepunkt der Reise des Olympischen Feuers ist die Er√∂ffnung der Olympischen Spiele. Der Schlussl√§ufer, meist ein Sportler oder Prominenter, entz√ľndet im Stadion das Olympische Feuer. Solange das Olympische Feuer brennt, sollen die V√∂lker ihre Streitigkeiten ruhen lassen und gemeinsam diese sportlichen Wettk√§mpfe bestreiten. Das Olympische Feuer wird w√§hrend der Abschlussfeier gel√∂scht.

Fackeln wurden fr√ľher durch Pech oder Petroleum versorgt, moderne Fackeln werden mit Gaskartuschen betrieben. W√§hrend des ganzen Fackellaufes darf die Olympische Flamme nicht erl√∂schen und m√ľsste laut dem Zeremoniell in Olympia neu entfacht werden. Aus diesem Grund wird die Mutterflamme in Sicherungslaternen mitgef√ľhrt, von der die Flamme wieder √ľbernommen werden kann.[14] Umstritten ist, dass der Fackellauf seit 2004 von Sicherheitskr√§ften des Gastgeberlandes begleitet wird.[15]

Liste der Olympischen Fackelläufe

Fackelläufe der Olympischen Sommerspiele

Fackelläufe der Sommerspiele
Gastgeber Tage Gesamtdistanz Anzahl der Läufer Strecke Schlussläufer
Berlin 1936 8 3.187 km 3.331 Olympia (GRE) - Athen - Thessaloniki (GRE) - Sofia (BUL) - Belgrad (YUG) - Budapest (HUN) - Wien (AUT) - Prag (TCH) - Dresden (GER) - Berlin (GER) Fritz Schilgen, Symbol des deutschen Jugendsports
London 1948 13 3.160 km 1.416 Olympia (GRE) - Korfu (GRE) - Bari (ITA) - Bologna - Mailand (ITA) - Lausanne (SUI) - Genf (SUI) - Besan√ßon (FRA) - Metz (FRA) - Luxemburg (LUX) - Br√ľssel (BEL) - Lille (FRA) - Calais (FRA) - Dover (GBR) - London (GBR) John Mark, Symbol des englischen Jugendsports
Helsinki 1952 20 7.870 km 3.372 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Aalborg (DEN) - Odense - Kopenhagen (DEN) - Malm√∂ (SWE) - G√∂teborg - Stockholm - Skellefte√• (SWE) - Tornio (FIN) - Oulu - Tampere - Helsinki (FIN). Eine zweite Flamme wurde in Pallastunturi (Lappland) an der Mitternachtssonne entz√ľndet und sp√§ter mit der Olympischen Flamme in Tornio vereinigt. Paavo Nurmi, mehrfacher Leichtathletik-Olympiasieger
Melbourne 1956 21 ca. 20.470 km 3.118 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Kalkutta (IND) - Bangkok (THA) - Singapur (SIN) - Jakarta (INA) - Darwin (AUS) - Cairns - Brisbane - Sydney - Canberra - Melbourne (AUS). Die Flamme wurde von Griechenland nach Australien per Flugzeug von Etappe zu Etappe transportiert. Ron Clarke, Junioren-Weltmeister √ľber 1 Meile
Stockholm 1956 9 ca. 1.000 km 490 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Kopenhagen (DEN) - Malmö (SWE) - Stockholm (SWE). Es handelte sich um eine Reiterstaffel. Hans Wikne, schwedischer Nachwuchsdressurreiter, der 1964 an den Olympischen Spielen teilnahm
Rom 1960 14 ca. 2.750 km 1.529 Olympia (GRE) - Athen - Paleo Faliro (GRE) - Syrakus (ITA) - Catania - Messina - Tarent - Neapel - Rom (ITA). Der Fackellauf folgte den Spuren der griechischen Siedler der Antike in Italien. Ein zweiter Fackellauf fand zur Erinnerung der Etruskischen Spiele zwischen Tarquinia und Rom statt, wo vor dem Kapitol die beiden Flammen vereinigt worden sind. Giancarlo Peris, Sch√ľlermeister im Mittelstreckenlauf
Tokio 1964 51 26.065 km 101.866 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Istanbul (TUR) - Beirut (LIB) - Teheran (IRN) - Lahore (PAK) - Neu-Delhi (IND) - Rangun (BIR) - Bangkok (THA) - Kuala Lumpur (MAS) - Manila (PHI) - Hongkong (HKG) - Taipeh (TAI) - Okinawa (JPN) - 1. Strecke: Kagoshima - Nagasaki - Fukuoka - Yamaguchi - Hiroshima - Nagano - Tokio 2. Strecke: Kagoshima - Miyazaki - Kochi - Kobe - Kyoto - Nagoya - Yokohama - Tokio 3. Strecke: Kagoshima - Miyazaki - Sapporo - Aomori - Morioka - Fukushima - Tokio 4. Strecke: Kagoshima - Miyazaki - Sapporo - Aomori - Akita - Niigata - Tokio (JPN). Die Flamme wurde von Griechenland nach Japan per Flugzeug von Etappe zu Etappe transportiert. Yoshinori Sakai, wurde am Tag des Atombombenabwurfs in Hiroshima geboren
Mexiko-Stadt 1968 51 ca. 13.620 km 2.778 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Genua (ITA) - Barcelona (ESP) - Madrid - Sevilla - Palos de la Frontera - Las Palmas de Gran Canaria (ESP) - San Salvador (BAH) - Veracruz (MEX) - Mexiko-Stadt (MEX). Der Fackellauf fand zu Ehren von Christoph Kolumbus auf dessen Spuren statt. Die Flamme wurde von Spanien √ľber die Karibik nach Mexiko per Schiff transportiert. Enriqueta Basilio, mex. Landesmeisterin √ľber 400 m und 80 m H√ľrden
M√ľnchen 1972 30 5.532 km ca. 6.000 Olympia (GRE) - Athen - Thessaloniki (GRE) - Istanbul (TUR) - Warna (BUL) - Bukarest (ROM) - TimiŇüoara (ROM) - Belgrad (YUG) - Budapest (HUN) - Wien (AUT) - Linz - Salzburg - Innsbruck (AUT) - Garmisch-Partenkirchen (GER) - M√ľnchen (GER) G√ľnter Zahn, deutscher Juniorenmeister √ľber 1500 m
Montr√©al 1976 5 775 km ca. 1.214 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Ottawa (CAN) - Montreal (CAN). Die Flamme wurde per elektronischen Impuls von Griechenland nach Kanada √ľber Satellit transportiert. Sandra Henderson (engl.) und St√©phane Pr√©fontaine (frz.), verk√∂rpern die kanadische Jugend und die zwei Haupt-Volksgruppen Kanadas
Moskau 1980 31 4.915 km ca. 5.000 Olympia (GRE) - Athen - Thessaloniki (GRE) - Sofia (BUL) - Bukarest (ROM) - ChiŇüinńÉu (URS) - Kiew - Moskau (URS) Sergei Below, sowjet. Basketball-Olympiasieger in M√ľnchen 1972
Los Angeles 1984 83 15.000 km 3.636 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - New York (USA) - Boston - Philadelphia - Washington - Detroit - Chicago - Indianapolis - Atlanta - St. Louis - Dallas - Denver - Salt Lake City - Seattle - San Francisco - Los Angeles (USA). Die Flamme wurde von Griechenland in die Vereinigten Staaten per Flugzeug transportiert. Rafer Johnson, Leichtathletik-Olympiasieger in Rom 1960
Seoul 1988 26 15.250 km 20.899 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Jeju-do (KOR) - Busan - Seoul (KOR). Die Flamme wurde von Griechenland nach S√ľdkorea per Flugzeug transportiert. Sohn Kee-chung, Marathon-Olympiasieger von Berlin 1936
Barcelona 1992 51 6.307 km 10.448 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Emp√ļries (ESP) - Bilbao - La Coru√Īa - Madrid - Sevilla - Las Palmas de Gran Canaria - M√°laga - Valencia - Palma ‚Äď Barcelona (ESP). Die Route folgte den griechischen Siedlern der Antike in Spanien. Die Flamme wurde von Griechenland nach Spanien per Schiff transportiert. Antonio Rebollo, paralympischer Bogensch√ľtze und Leichtathlet
Atlanta 1996 112 27.890 km ca. 13.270 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Los Angeles (USA) - Las Vegas - San Francisco - Seattle - Salt Lake City - Denver - Dallas - St. Louis - Minneapolis - Chicago - Detroit - Boston - New York - Philadelphia - Washington - Miami - Atlanta (USA). Die Flamme wurde von Griechenland in die Vereinigten Staaten per Flugzeug transportiert. Muhammad Ali, Olympiasieger im Boxen in Rom 1960
Sydney 2000 127 27.000 km 13.300 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Guam (GUM) - Palau (PLW) - Palikir (FSM) - Yaren (NRU) - Honiara (SOL) - Port Moresby (PNG) - Port Vila (VAN - Apia (SAM) - Pago Pago (ASA) - Avarua (COK) - Nuku'alofa (TGA) - Suva (FIJ) - Christchurch (NZL) - Wellington - Auckland (NZL) - UluŠĻüu (AUS) - Brisbane - Darwin - Perth - Adelaide - Melbourne - Canberra - Sydney (AUS). Die Flamme wurde von Griechenland nach Australien in einem Flugzeug von Etappe zu Etappe transportiert. Cathy Freeman, von den Ureinwohnern abstammende Leichtathletin
Athen 2004 142 86.000 km 11.360 Olympia (GRE) - Marathon - Athen (GRE) - Sydney (AUS) - Melbourne (AUS) - Tokio (JPN) - Seoul (KOR) - Peking (CHN) - Neu-Delhi (IND) - Kairo (EGY) - Kapstadt (RSA) - Rio de Janeiro (BRA) - Mexiko-Stadt (MEX) - Los Angeles (USA) - St. Louis - Atlanta - New York (USA) - Montreal (CAN) - Antwerpen (BEL) - Br√ľssel (BEL) - Amsterdam (NED) - Lausanne (SUI) - Genf (SUI) - Paris (FRA) - London (GBR) - Madrid (ESP) - Barcelona (ESP) - Rom (ITA) - M√ľnchen (GER) - Berlin (GER) - Stockholm (SWE) - Helsinki (FIN) - Moskau (RUS) - Kiew (UKR) - Istanbul (TUR) - Sofia (BUL) - Nikosia (CYP) - Iraklio (GRE) - Thessaloniki - Patras - Athen (GRE). Der Fackellauf f√ľhrte per Flugzeug "um die Welt" - dabei wurden alle ehemaligen Gastgeberst√§dte besucht. Nikolaos Kaklamanakis, Olympiasieger im Windsurfen Atlanta 1996
Peking 2008 130 137.000 km 21.800 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Peking (CHN) - Almaty (KAZ) - Istanbul (TUR) - Sankt Petersburg (RUS) - London (GBR) - Paris (FRA) - San Francisco (USA) - Buenos Aires (ARG) - Daressalam (TAN) - Maskat (OMA) - Islamabad (PAK) - Neu-Delhi (IND) - Bangkok (THA) - Kuala Lumpur (MAS) - Jakarta (INA) - Canberra (AUS) - Nagano (JPN) - Seoul (KOR) - Py√∂ngjang (PRK) - Ho-Chi-Minh-Stadt (VIE) - Hongkong (HKG) - Macao (MAC) - Sanya (CHN) - Haikou - Guangzhou - Shenzhen - Fuzhou - Nanchang - Hangzhou - Shanghai - Suzhou - Nanjing - Hefei - Wuhan - Changsha - Guilin - Nanning - Kunming - Guiyang - Chongqing - √úr√ľmqi - Kaschgar - Lhasa - Xining - Taiyuan - Yinchuan - Xi'an - Lanzhou - Hohhot - Harbin - Changchun - Shenyang - Qingdao - Jinan - Luoyang - Shijiazhuang - Tianjin - Chengdu - Peking (CHN). Auf dem internationalen Teil der Strecke wurde die Flamme per Flugzeug von Etappe zu Etappe transportiert. Am 8. Mai 2008 erreichte eine Bergsteigergruppe mit der olympischen Fackel den Gipfel des Mount Everest. Li Ning, dreifacher Olympiasieger im Turnen in Los Angeles 1984

Fackelläufe der Olympischen Winterspiele

Fackelläufe der Winterspiele
Gastgeber Tage Gesamtdistanz Anzahl der Läufer Strecke Schlussläufer
Oslo 1952 2 225 km 94 Morgedal (NOR) - Oslo (NOR). Die Fackel wurde am Herd des Geburtshauses des Skipioniers Sondre Norheim in der norwegischen Region Telemark entz√ľndet. Eigil Nansen, Enkel des norwegischen Entdeckers Fridtjof Nansen
Cortina d'Ampezzo 1956 5 Rom (ITA) - Venedig - Cortina d'Ampezzo (ITA). Die Fackel wurde im Jupitertempel des Forum Romanum entz√ľndet. Guido Caroli, italienischer Eisschnelll√§ufer, der an den Olympischen Winterspielen von 1948, 1952 und 1956 teilnahm.
Squaw Valley 1960 19 960 km 700 Morgedal (NOR) - Oslo (NOR) - Los Angeles (USA) - Fresno - Squaw Valley (USA). Olympia weigert sich die Entz√ľndung vorzunehmen, da sich die Organisatoren zu sp√§t daf√ľr entschieden haben. Somit wird die Fackel wieder in Morgedal entz√ľndet. Die Flamme wurde von Norwegen in die Vereinigten Staaten per Flugzeug transportiert. Kenneth Henry, amerikanischer Olympiasieger im Eisschnelllauf
Innsbruck 1964 8 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Wien (AUT) - Innsbruck (AUT) Joseph Rieder, österreichischer Skifahrer, der 1956 and den Olympischen Winterspielen teilgenommen hatte
Grenoble 1968 50 7.222 km 5.000 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Paris (FRA) - Straßburg - Lyon - Bordeaux - Toulouse - Marseille - Nizza - Chamonix - Grenoble (FRA) Alain Calmat, französischer Silbermedaillengewinner im Eiskunstlauf
Sapporo 1972 38 18.741 km 16.300 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Okinawa (JPN) - Tokio - Nirasaki 1. Strecke nach Hokkaido: Nagano - Nigata - Yamagata - Aomori, 2. Strecke nach Hokkaido: Nikko - Fukushima - Morioka - Aomori 1. Strecke durch Hokkaido: Hakodate - Sapporo, 2. Strecke durch Hokkaido: Wakkanai - Sapporo, 3. Strecke durch Hokkaido: Nemuro - Sapporo (JPN). Die Flamme wurde von Griechenland nach Japan per Flugzeug transportiert. Hideki Takada, japanischer Student und Eisschnellläufer
Innsbruck 1976 6 1.618 km Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Wien (AUT) - 1. Strecke: Linz - Salzburg - Innsbruck, 2. Strecke: Graz - Klagenfurt - Innsbruck (AUT). In Wien wurde die Flamme zweigeteilt: in eine Erinnerungsflamme 1964 und die Olympische Flamme 1976. Christl Haas (Erinnerungsflamme), österreichische Olympiasiegerin in der Abfahrt von 1964, und Josef Feistmantl (Olympische Flamme), österreichischer Olympiasieger in Doppelsitzer Rodeln von 1964
Lake Placid 1980 15 12.824 km 52 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Shannon (IRL) - Hampton (USA) - Washington - Baltimore - Philadelphia - New York - Albany - Lake Placid (USA). Die Flamme wurde von Griechenland in die Vereinigten Staaten per Flugzeug transportiert. Charles Morgan Kerr
Sarajevo 1984 11 5.289 km 1.600 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Dubrovnik (YUG) - 1. Strecke: Split - Ljubljana - Zagreb - Sarajevo, 2. Strecke: Skopje - Novi Sad - Belgrad - Sarajevo (YUG). Erster vollständig gesponserter Fackellauf Sandra Dubravic, jugoslawische Eiskunstläuferin, die an den Olympischen Winterspiele von 1980 und 1984 teilnahm.
Calgary 1988 95 18.000 km 6.250 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - St. John¬īs (CAN) - Qu√©bec - Montreal - Ottawa - Toronto - Winnipeg - Inuvik - Vancouver - Edmonton - Calgary (CAN). Die Flamme wurde von Griechenland nach Kanada per Flugzeug transportiert. Robyn Perry, 12 j√§hrige kanadische Sch√ľlerin und Eiskunstl√§uferin
Albertville 1992 85 5.500 km 5.597 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Paris (FRA) - Nantes - Le Havre - Lille - Straßburg - Limoges - Bordeaux - Toulouse - Ajaccio - Nizza - Marseille - Lyon - Grenoble - Albertville (FRA) Michel Platini, mehrfacher "Europäischer Fussballer des Jahres" aus Frankreich und Europameister zusammen mit dem 8 jährigen Nachwuchsspieler François-Cyril Grange
Lillehammer 1994 82 12.000 km Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Frankfurt am Main (GER) - Stuttgart - Karlsruhe - D√ľsseldorf - K√∂ln - Hamburg (GER) - Kopenhagen (DEN) - Stockholm (SWE) - Oslo (NOR) - Lillehammer. Parallel dazu fand ein zweiter Fackellauf statt: Morgedal (NOR) - Bergen - Trondheim - Troms√ł - Svalbard - Oslo Diese zweite Flamme erlosch in Oslo Haakon, Kronprinz von Norwegen
Nagano 1998 51 3.486 km 6.901 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Tokio (JPN) - 1. Strecke: Sapporo - Aomori - Akita - Fukushima - Chiba - Tokio - Nagano,2. Strecke: Okinawa - Nagasaki - Hiroshima - Kyoto - Nagano, 3. Strecke: Kagoshima - Miyazaki - Osaka - Shizuoka - Nagano (JPN). Die Flamme wurde von Griechenland nach Japan per Flugzeug transportiert. Midori Ito, japanische Silbermedaillengewinnerin in Eiskunstlaufen
Salt Lake City 2002 85 21.275 km 12.012 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Atlanta (USA) - Miami - Houston - Dallas - Memphis - Pittsburgh - Cumberland - Washington - Baltimore - Philadelphia - New York - Boston ‚Äď Lake Placid - Cleveland - Chicago - Detroit - Indianapolis - Lexington - St. Louis - Omaha - Oklahoma City - Amarillo - Albuquerque - Phoenix - Los Angeles - San Francisco - Squaw Valley - Reno - Portland - Seattle - Juneau - Boise - Bozeman - Cheyenne - Denver - Salt Lake City (USA). Die Flamme wurde von Griechenland in die Vereinigten Staaten per Flugzeug transportiert. Mike Eruzione mit der ganzen US-Eishockeymannschaft von 1980, das unerwartet Gold gewonnen hatte
Turin 2006 75 11.300 km 10.000 Olympia (GRE) - Athen (GRE) - Rom (ITA) - Florenz - Genua - Cagliari - Palermo - Neapel - Bari - Ancona (ITA) - San Marino (RSM) - Bologna (ITA) - Venedig - Triest (ITA) - Ljubljana (SLO) - Klagenfurt (AUT) - Trient (ITA) - Cortina d'Ampezzo - Mailand (ITA) - Lugano (SUI) - Bardonecchia (ITA) - Grenoble (FRA) - Albertville (FRA) - Aosta (ITA) - Turin (ITA) Stefania Belmondo, italienische Goldmedaillengewinnerin in Skilanglauf

Weblinks

Fackelgalerie im Olympischen Museum

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Telepolis: ‚ÄěL√∂scht die Flamme‚Äú, die gescheiterten Versuche, 1936 die Ankunft der Olympischen Flamme in Nazideutschland zu verhindern
  2. ‚ÜĎ Sueddeutsche Zeitung: IOC will Fackellauf k√ľnftig einschr√§nken
  3. ‚ÜĎ Olympisches Feuer entz√ľndet - Zeremonie gest√∂rt Basler Zeitung, 24. M√§rz 2008
  4. ‚ÜĎ Brown empf√§ngt Fackeltr√§ger - chaotische Szenen in London Der Spiegel, 6. April 2008
  5. ‚ÜĎ Sueddeutsche Zeitung: Olympischer Fackellauf abgebrochen
  6. ‚ÜĎ Tibet-Protest an der Golden Gate Bridge Blick, 8. April 2008
  7. ‚ÜĎ http://www.zombietime.com/olympic_torch_relay/part_3/
  8. ‚ÜĎ Glanzloser olympischer Fackellauf in San Francisco Salzburger Nachrichten, 9. April 2008
  9. ‚ÜĎ Olympischer Fackellauf in Delhi ohne Zuschauer NZZ Online, 17. April 2008
  10. ‚ÜĎ Australien droht Chinas Spezialtruppe Tagesschau.de, 16. April 2008
  11. ‚ÜĎ Pakistan verlegt Fackellauf ins Stadion fr-online.de, 16. April 2008
  12. ‚ÜĎ S√ľddeutsche Zeitung: Ohne gro√ües Gefackel vom 27. M√§rz 2009.
  13. ‚ÜĎ olympic.org: Montreal Torch (englisch)
  14. ‚ÜĎ Hintergrundinformationen des olympischen Fackellaufs auf beijing2008.cn (englisch)
  15. ‚ÜĎ Chinas omin√∂se Fackelw√§chter, Spiegel-Online, 8. April 2008

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