Orchideen

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Orchideen
Orchideen
Phalaenopsis hieroglyphica (links oben) Wespen-Ragwurz (Ophrys tenthredinifera) (rechts oben)Paphiopedilum concolor (links unten)Maxillaria tenuifolia (rechts unten)

Phalaenopsis hieroglyphica (links oben)
Wespen-Ragwurz (Ophrys tenthredinifera) (rechts oben)
Paphiopedilum concolor (links unten)
Maxillaria tenuifolia (rechts unten)

Systematik
Abteilung: GefĂ€ĂŸpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Orchideen
Wissenschaftlicher Name
Orchidaceae
Juss.

Die Orchideen oder OrchideengewĂ€chse (Orchidaceae) sind eine weltweit verbreitete Pflanzenfamilie. Die zwei hodenförmigen Wurzelknollen der KnabenkrĂ€uter (v. griech. ᜄρχÎčς orchis ‚Hoden‘) haben der gesamten Pflanzenfamilie ihren Namen gegeben. Nach den KorbblĂŒtlern (Asteraceae) stellen die Orchideen die zweitgrĂ¶ĂŸte Familie unter den bedecktsamigen BlĂŒtenpflanzen dar. Sie werden als besonders schön angesehen, und vielen gilt die Orchidee als Königin der Blumen. Sie gehören innerhalb der Klasse der Bedecktsamer zu den EinkeimblĂ€ttrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Etwa 1000 Gattungen mit 15.000 bis 30.000 Arten werden von den Botanikern anerkannt.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Allgemeines

Cattleya warscewiczii

Die Pflanzentaxa der Familie Orchideen unterscheiden sich nur durch einige wenige eindeutige Merkmale von anderen verwandten Pflanzenfamilien der EinkeimblÀttrigen Pflanzen. Dabei gibt es trotz der vielfachen Merkmale, die bei den meisten Orchideenarten zu finden sind, nur sehr wenige, die bei allen vorkommen.
Die Orchideen weisen folgende spezifische Merkmale auf:

  • Orchideen besitzen in der Regel eine SĂ€ule (Gynostemium). Durch das teilweise oder vollstĂ€ndige Zusammenwachsen des einzigen fruchtbaren Staubblattes (Stamen) und des Stempels entsteht ein einziges BlĂŒtenorgan
    (Pflanzen der Unterfamilie Cypripedioideae mit zwei Stamina und Apostasioideae mit zwei oder drei Stamina)
  • die Pollenkörner sind zu den sogenannten Pollinien zusammengeballt
  • Orchideen bilden zahlreiche sehr kleine Samen aus, die in der Regel nicht ohne Symbiosepilze keimfĂ€hig sind
  • das in der Symmetrieachse gelegene BlĂŒtenhĂŒllblatt des inneren HĂŒllblattkreises (drittes Kronblatt = Petalum) unterscheidet sich meist deutlich von den anderen und wird Lippe oder Labellum genannt. Es steht dem fruchtbaren Staubblatt (Teil der SĂ€ule) gegenĂŒber
  • die BlĂŒten sind in der Regel zygomorph (monosymmetrisch, bilateral-symmetrisch, dorsiventral). Ausnahmen finden sich beispielsweise in den Gattungen Mormodes, Ludisia und Macodes. Die BlĂŒten der meisten Orchideenarten zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich von der Knospenbildung bis zur BlĂŒtenentfaltung um 180° drehen. Dies wird als Resupination bezeichnet. Es gibt auch Arten, bei denen sich der BlĂŒtenstiel um 360° dreht (hyper-resupiniert).
Nahaufnahme einer PhalaenopsisblĂŒte

Orchideen sind in der Regel ausdauernde Pflanzen, könnten theoretisch je nach Wuchsform unbegrenzt lange weiterwachsen (jedes Jahr ein oder mehrere Neutriebe oder permanentes Weiterwachsen eines Sprosses). TatsĂ€chlich ist aber nur sehr wenig darĂŒber bekannt, welches Alter Orchideen erreichen können.

Wuchsformen

Orchideen können auf verschiedene Art und Weise wachsen. Man unterscheidet dabei folgende Formen:

  • epiphytisch, auf anderen Pflanzen wachsend (nicht als Schmarotzer)
  • terrestrisch, auf der Erde wachsend
  • lithophytisch, auf Felsen oder Steinen wachsend

Mehr als die HĂ€lfte aller tropischen Arten wachsen als Epiphyten auf BĂ€umen. Sie besitzen spezielle morphologische (Velamen radicum, Pseudobulben) und physiologische (CAM-Mechanismus) Besonderheiten, um mit den teilweise widrigen Bedingungen wie Trockenheit und NĂ€hrstoffmangel im Kronenraum zurechtzukommen.

Monopodial:
Vanilla planifolia
Sympodial:
Lycaste xytriophora mit Pseudobulben.

Habitus

Man unterscheidet monopodial wachsende Orchideen, die eine an der Spitze weiterwachsende einheitliche Sprossachse besitzen (teilweise auch mit Verzweigungen) und sympodial wachsende Orchideen, die durch Verzweigung nacheinanderfolgende Sprossglieder mit begrenztem Spitzenwachstum ausbilden. Bei den monopodial wachsenden Orchideen dienen BlĂ€tter und/oder Wurzeln als Speicherorgane, wĂ€hrend die sympodial wachsenden Orchideen dazu mehr oder weniger dicke ein- oder mehrgliedrige Pseudobulben ausbilden. Einige Orchideengattungen bilden auch unterirdische Speicherorgane (Kormus). Neben den beiden angefĂŒhrten Wachstumsformen gibt es aber auch seltene Abwandlungen, die nicht dem normalen Schema monopodialen vs. sympodialen Wachstums entsprechen. So bilden etwa viele Arten der Pleurothallidinae (Bsp. Pleurothallis, Lepanthes) trotz sympodialen Wuchses keine Pseudobulben aus, sondern haben stattdessen fleischige BlĂ€tter.

Wurzeln

Orchideen bilden keine PrimĂ€rwurzel (Pfahlwurzel) aus, sondern nur sekundĂ€re Wurzeln, die dem Spross entspringen. In ihrer Dicke unterscheiden sie sich teilweise ziemlich deutlich. Beim ĂŒberwiegenden Teil der Orchideen weisen die Wurzel ein Velamen auf. Neben ihrer Funktion als Aufnahmeorgan fĂŒr Wasser und NĂ€hrstoffe dienen sie oft auch als Haft- und Halteorgan. Dies ist besonders bei epiphytisch wachsenden Arten von Bedeutung. Die Form der Wurzeln hĂ€ngt im Wesentlichen davon ab, wo sie wachsen. WĂ€hrend die frei in der Luft hĂ€ngenden Wurzeln der Epiphyten bzw. die Wurzeln, die völlig in den Boden wachsen, meist zylindrisch sind, weisen die Haft- und Haltewurzeln, die auf den OberflĂ€chen wachsen, eine eher abgeflachte Form auf. Bei einigen Arten sind die Wurzeln chlorophylltragend, um auch wĂ€hrend klimatisch bedingtem Blattabwurf weiterhin NĂ€hrstoffe verarbeiten zu können. Die Wurzeln der Orchideen verzweigen eher selten. Sie haben eine Lebensdauer, die von verschiedenen Umweltfaktoren abhĂ€ngt und kĂŒrzer ist als die des Sprosses. Die Neubildung von Wurzeln erfolgt in der Regel mit dem Wachstum des neuen Sprosses zum Ende der Vegetationsperioden oder auch wĂ€hrend der Wachstumsphase. Bei vielen terrestrischen Orchideenarten bilden sich an den Wurzeln Speicherorgane oder knollenĂ€hnliche Gebilde.
Bei einigen Gattungen ist es möglich, dass sich an den Wurzeln Adventivknospen bilden, aus denen neue Sprosse entstehen.

Neben der Mykorrhiza, die fĂŒr die embryonale Entwicklung aus einem Samen notwendig ist, gibt es auch in den Wurzeln Mykorrhiza. Dabei wachsen die PilzfĂ€den in die Ă€ußeren oder unteren Zellschichten der Wurzeln oder Rhizomen. Die Orchideen nehmen auch in diesem Fall durch Verdauung von Pilzteilen oder -ausscheidungen NĂ€hrstoffe auf. Da der Pilz, der das Protokorm (Keimknöllchen) befĂ€llt, in der Regel nicht mit den neuen Wurzeln nach außen wĂ€chst, muss die Mykorrhiza jedes Jahr von neuem (mit der Bildung neuer Wurzeln) ausgebildet werden. Bei ausreichendem Angebot von Licht und NĂ€hrstoffen sind Orchideen in der Regel nicht auf diese Mykorrhiza angewiesen. Ausnahmen sind die myko-heterotroph lebenden Orchideen.

BlÀtter

Der ĂŒberwiegende Teil der Orchideen besitzt parallelnervige BlĂ€tter mit kaum sichtbaren Querverbindungen. Sie sitzen in der Regel zweireihig, abwechselnd an den entgegengesetzten Seiten des Sprosses. Viele Orchideen bilden nur ein einziges richtiges Blatt aus, die Anlagen der BlĂ€tter sind jedoch ebenfalls zweireihig. Die Form der BlĂ€tter und Blattspitzen, die Festigkeit, die FĂ€rbung und der Blattaufbau variieren sehr stark.

Blattformen verschiedener Orchideen
  • Blattformen (Auswahl): kreisrund, elliptisch, eiförmig, verkehrt-eiförmig, nierenförmig, spatelig, spießförmig, lĂ€nglich, borstenförmig
  • Form der Blattspitzen (Auswahl): abgerundet, stumpf, spitz, dreispitzig, eingekerbt, eingeschnitten, ungleich scharf gezĂ€hnt
  • BlattrĂ€nder: in der Regel glatt, teilweise leicht gewellt, nur selten deutlich gekrĂ€uselt (Lepanthes calidictyon)
  • Blattaufbau: mit und ohne Blattstiel
  • Festigkeit der BlĂ€tter: variiert von dĂŒnn und weich ĂŒber fleischig fest bis hin zu sukkulenten BlĂ€ttern
  • Blattfarbe: in der Regel grĂŒn in den unterschiedlichsten Abstufungen (von hell- bis tiefem dunkelgrĂŒn), aber auch vollstĂ€ndig bzw. zum Teil (Unterseiten) rötlich bis rotbraun, oder chlorophyllarm oder -frei vollstĂ€ndig oder zum Teil hell bis weiß

Viele Arten verlieren klimatisch bedingt ihre BlĂ€tter, um sie zu Beginn des nĂ€chsten Vegetationszyklus neu auszubilden. WĂ€hrend bei dem ĂŒberwiegenden Teil dieser Arten die BlĂ€tter tatsĂ€chlich nur einjĂ€hrig sind, gibt es ebenso Arten, die ihre BlĂ€tter nur unter widrigen Standortbedingungen abwerfen bzw. unter gĂŒnstigen Bedingungen behalten. Es gibt aber auch Arten, die völlig blattlos wachsen (Dendrophylax lindenii). DafĂŒr besitzen sie chlorophylltragende Wurzeln.

BlĂŒtenstand

Ausschnitt aus einem verzweigten BlĂŒtenstand von Oncidium flexuosum.

Die BlĂŒtenstĂ€nde der Orchideen sind in der Regel traubenförmig, an denen sich je nach Art bis zu hundert und mehr BlĂŒten ausbilden können. Wachsen verzweigte BlĂŒtenstĂ€nde (rispenförmig), so ist die Traubenform jeweils an den Ă€ußersten Zweigen zu finden. Neben den trauben- oder rispenförmigen BlĂŒtentrieben gibt es aber auch eine Vielzahl von Orchideen, die nur einblĂŒtig sind. Bei einigen Arten bilden sich nacheinander mehrere BlĂŒten an demselben BlĂŒtentrieb, wobei jedoch nie mehr als eine BlĂŒte geöffnet ist (z.B. Psychopsis papilio). Die BlĂŒtenstĂ€nde können an jeder Stelle des Sprosses der Orchidee entspringen. Dabei wird zwischen endstĂ€ndigen (terminal (an der Triebspitze), apikal (zentral am Triebansatz)) und seitenstĂ€ndigen (lateral) BlĂŒtenstĂ€nden unterschieden. Meist entspringen die BlĂŒtentriebe einer Blattachsel. Aufgrund der Wuchsrichtung sind die BlĂŒtenstĂ€nde der monopodialen Orchideen immer seitenstĂ€ndig. Die einzelnen BlĂŒten werden stets von einer Braktee (Tragblatt) gestĂŒtzt, welche meist unauffĂ€llig ist.

BlĂŒte

P: Petalen
S: Sepalen
L: Labellum
Vanilla planifolia BlĂŒtenanalyse
BlĂŒtendiagramm von Orchis

Keine andere Pflanzenfamilie hat ein solches Spektrum, was Formen und Farben der BlĂŒten anbelangt, wie die Familie der Orchideen. Die GrĂ¶ĂŸe der BlĂŒten variiert von einigen Millimetern (Bsp. Lepanthes calodictyon) bis zu 20 Zentimetern und mehr pro BlĂŒte (Bsp. Paphiopedilum hangianum). Das Farbspektrum reicht dabei von zartem Weiß ĂŒber GrĂŒn- und Blautöne bis zu krĂ€ftigen Rot- und Gelbtönen. Viele der OrchideenblĂŒten sind mehrfarbig.

Außer bei einigen Gattungen (z.B. Catasetum) sind die dreizĂ€hligen BlĂŒten der Orchideen zwittrig. Die BlĂŒtenhĂŒlle (Perianth) besteht aus zwei Kreisen. Es gibt einen Ă€ußeren HĂŒllblattkreis, der aus drei KelchblĂ€ttern (Sepalen) besteht und einen inneren HĂŒllblattkreis, der aus drei KronblĂ€ttern (Petalen) besteht. Die BlĂŒtenblĂ€tter können frei oder zu einem gewissen Grad miteinander verwachsen sein. Bei einigen Orchideengattungen, so etwa in der Unterfamilie Cypripedioideae oder bei Acriopsis, sind die unteren beiden Sepalen komplett verwachsen. Das in der Symmetrieachse gelegene BlĂŒtenhĂŒllblatt des inneren HĂŒllkreises ist in der Regel deutlich abweichend was GrĂ¶ĂŸe, Farbe und Form betrifft. Es bildet die Lippe (Labellum) der OrchideenblĂŒte. Bei vielen Orchideen ist die Lippe auf der RĂŒckseite zu einem schlauchigen bis sackigen Gebilde verlĂ€ngert, dem so genannten Sporn (Bsp. Aeranthes, Aerangis). In ihm befindet sich entweder Nektar oder er ist leer. Andere Arten bilden aus der Lippe einen „Schuh“ (Bsp. die Gattungen der Unterfamilien Cypripedioideae). Außerdem sind SĂ€ule (Gynostemium) und der Fruchtknoten wesentliche Bestandteile der BlĂŒten. Im Grundaufbau unterscheidet man monandrische (ein fertiles Staubblatt, Bsp. Cattleya, Phalaenopsis) und diandrische (zwei fertile StaubblĂ€tter, Bsp. Paphiopedilum, Cypripedium) Orchideen. Der Fruchtknoten ist bei Orchideen unterstĂ€ndig. Die anderen BlĂŒtenteile (Sepalen und Petalen, SĂ€ule, Lippe) sind mit diesem vollstĂ€ndig verwachsen und stehen ĂŒber ihm. In der Regel ist der Fruchtknoten nur sehr schmal und schwillt erst nach der BestĂ€ubung an (Ausbildung der Samenkapsel). Die BlĂŒten der Orchideen sind mit Ausnahme einiger Gattungen (Bsp. Cycnoches, Mormodes) bilateral-symmetrisch (zygomorph). Das heißt, dass man durch die Mitte der BlĂŒte eine Spiegelachse legen kann, und zwar nur eine einzige (monosymmetrisch).

Eine zentrale Rolle in der Fortpflanzung von Orchideen spielen die besonderen PollenanhĂ€ufungen. Die von den StaubblĂ€ttern gebildeten Pollen sind zu zwei lockeren oder festen BĂŒndeln verklebt (Pollinien). Diese beiden Klumpen hĂ€ngen auf einem mehr oder weniger langen Schaft mit einer Klebscheibe (Viscidium), sie haftet an dem BestĂ€uber durch eine FlĂŒssigkeit aus der KlebdrĂŒse (Rostellum).

FrĂŒchte

Kapselquerschnitte

Fast alle OrchideenfrĂŒchte sind Kapseln. Sie unterscheiden sich in GrĂ¶ĂŸe, Form und Farbe deutlich. Epiphyten besitzen eher dickere FrĂŒchte mit fleischigen WĂ€nden, terrestrische Arten oft dĂŒnnwandige trockene FrĂŒchte. Es gibt dreieckige, rundliche mit einer mehr (bis 9) oder weniger (bis 3) großen Anzahl von Rippen oder auch geschnĂ€belte FrĂŒchte. Manche sind behaart oder stachelig oder besitzen eine warzige OberflĂ€che. Die FrĂŒchte entwickeln sich aus dem bereits im Knospenstadium am Boden der BlĂŒte vorgebildeten Fruchtknoten, welcher aus drei FruchtblĂ€ttern besteht. Bei eintretender Reife platzen die meisten OrchideenfrĂŒchte der LĂ€nge nach auf, ohne sich an der Spitze vollstĂ€ndig zu trennen. Dabei bilden sich in der Regel drei oder sechs LĂ€ngsspalten, bei manchen auch nur eine oder zwei. Fast immer werden die Samen dabei trocken verstreut.

Vermehrung

Paphiopedilum godefroyae

Orchideen können auf unterschiedliche Weise vermehrt werden. Es gibt die Vermehrung durch Samen als auch die vegetative Vermehrung. Unter kĂŒnstlichen Bedingungen ist auch die Vermehrung durch Meristeme möglich.

Samen

Fast alle Orchideen besitzen winzige Samen. Jede Pflanze produziert Hunderttausende bis Millionen von Samen in einer Samenkapsel. Durch ihre geringe GrĂ¶ĂŸe sind die Samen von Orchideen nur noch auf eine HĂŒlle und den in ihr liegenden Embryo reduziert. Im Gegensatz zu anderen Samen fehlt ihnen das NĂ€hrgewebe oder Endosperm, das fĂŒr eine erfolgreiche Keimung nötig ist. Nur bei wenigen Gattungen ist dieses noch vorhanden (z. B. Bletilla). Orchideen sind deshalb auf eine Symbiose mit Pilzen angewiesen. Bei diesem als Mykorrhiza bezeichneten Vorgang wird der mit der Keimung beginnende Embryo durch das Eindringen von PilzfĂ€den in den Samen infiziert. Der Embryo bezieht ĂŒber diese Verbindung NĂ€hrstoffe, indem er Teile des Pilzkörpers oder Ausscheidungen des Pilzes verdaut. Sobald der SĂ€mling zur Photosynthese fĂ€hig ist, ĂŒbernimmt diese die Versorgung der Pflanze mit NĂ€hrstoffen und die Mykorrhiza ist zur weiteren Entwicklung nicht mehr notwendig. Es gibt aber einige Orchideenarten, die aufgrund des fehlenden oder nur in unzureichenden Mengen vorhandenen Chlorophylls zeitlebens auf die Mykorrhiza angewiesen sind (Bsp. Korallenwurz). Dies betrifft alle vollkommen myko-heterotroph lebenden Arten.

WĂ€hrend der ĂŒberwiegende Teil der Orchideen trockene Samen verstreuen, gibt es einige Gattungen (Bsp. Vanilla) bei denen die Samen von einer feuchten Masse umgeben sind.

BestÀubung

Diuris drummondii
Dendrobium bigibbum

Die BestÀubung der Orchideen erfolgt in der Natur hauptsÀchlich durch Insekten (z. B. Ameisen, KÀfer, Fliegen, Bienen, Schmetterlinge), aber auch durch Vögel (z. B. Kolibris), FledermÀuse oder Frösche. Dabei haben sich teilweise Art-Art-Bindungen (z. B. Drakea glyptodon und Zapilothynus trilobatus oder die einheimische Orchis papilionacea und Eucera tuberculata) oder Gattungs-Gattungs-Bindungen (z. B. wird die Orchideengattung Chloraea von Bienen der Gattung Colletes bestÀubt) herausgebildet. Diese Spezialisierung ist in der Regel nur einseitig, da keine Insektenart auf die BestÀubung einer einzigen Orchideenart beschrÀnkt ist. Innerhalb der Familie gibt es aber auch einige Gattungen, bei denen sich einige oder alle Arten auf asexuellem Weg durch SelbstbestÀubung fortpflanzen. Dazu zÀhlen unter anderem die Gattungen Apostasia, Wullschlaegelia, Epipogium und Aphyllorchis. Von der Art Microtis parviflora ist bekannt, dass sie sich ebenfalls selbstbestÀuben kann, wenn die BestÀubung durch Ameisen ausbleibt. Die BestÀuber sind bei einer Vielzahl von Orchideengattungen jedoch unbekannt oder nur wenig erforscht.

Orchideen sind in der Regel nicht selbststeril.

In der Natur entstehen teilweise durch die BestĂ€uber Hybriden zwischen zwei verwandten Arten (seltener ĂŒber Gattungsgrenzen hinweg), diese werden Naturhybriden genannt.

BestÀubungsmechanismen

SchwertblÀttriges Waldvöglein (Cephalanthera longifolia)

Im Vergleich zu anderen BlĂŒtenpflanzen fĂ€llt auf, dass beispielsweise nicht-tropische Orchideen hĂ€ufig keine Belohnung in Form von Nahrung anbieten, sondern ihr Ziel durch Mimikry oder TĂ€uschung erreichen. Werden Belohnungen angeboten, bestehen diese oft nicht aus Nahrung, sondern aus Duftstoffen (zum Beispiel Sexuallockstoffe fĂŒr Insekten wie es bei manchen Wespenarten der Fall ist) oder Wachs.

Durch die evolutionĂ€re Entwicklung verschiedener BlĂŒtenformen ergab sich eine zunehmende Spezialisierung auf bestimmte BestĂ€ubergruppen und somit auch auf die Art und Weise, wie die BlĂŒten bestĂ€ubt werden. Im folgenden werden einige BestĂ€ubungssysteme und -mechanismen erlĂ€utert.

  • „RöhrenblĂŒten“: Der Aufbau der BlĂŒte ist so gestaltet, dass der BestĂ€uber eine „Röhre“ unterhalb der SĂ€ule betreten muss und so der Pollen meist auf den RĂŒcken der Insekten geheftet wird. Manchmal auch an den Kopf oder an die Unterseite. (Bsp. Cattleya)
  • „SchlĂŒssellochblĂŒten“: Die BlĂŒte ist so gebaut, dass der BestĂ€uber in oder auf der BlĂŒte eine ganz bestimmte Stellung einnehmen muss, bei der der Pollen meist am Kopf oder manchmal sogar direkt am Schnabel oder RĂŒssel des BestĂ€ubers angeheftet wird. (Bsp. Epidendrum)
  • „FallenblĂŒten“: In dieser Kategorie unterscheidet man in Klapp- oder Kippfallen (Bsp. Porroglossum, Bulbophyllum) und Kesselfallen (Gattungen der Unterfamilie Cypripedioideae). Allen diesen Fallen ist gemein, dass sie die BestĂ€uber zwingen, durch einen bestimmten Ausgang zu kriechen, bei dem sie meist zuerst die Narbe streifen und danach die Pollinien, die ihnen angeheftet werden. Somit wird eine SelbstbestĂ€ubung beim ersten Durchgang verhindert.
  • „Pseudokopulation“: Die Form der BlĂŒte Ă€hnelt einem weiblichen Insekt und strömt ggf. auch Pheromone aus. Dadurch werden paarungswillige mĂ€nnliche Insekten angelockt und eine BestĂ€ubung findet wĂ€hrend des vermeintlichen Versuchs der Kopulation statt. Pseudokopulation ist eine Variante der Mimese und bekannt bei der heimischen Gattung Ophrys.
Pollinien einer Phalaenopsis

Die Pollen sind bei Orchideen zu Pollinien mit angehefteten Viscidien (Viscidium = Klebscheibe, Klebkörper) zusammengeballt (eine Ausnahme bilden dabei beispielsweise die Cypripedioideae). Dies ermöglicht es, die Pollenpakete exakt zu positionieren, so dass es möglich ist, dass an einem BestĂ€uber die Pollinien verschiedener Arten befestigt werden können, ohne dass es zu falschen BestĂ€ubungen kommt. An verschiedenen Bienenarten (Euglossinae) konnten bis zu 13 Anheftungsstellen festgestellt werden. Im Gegensatz zu anderen BlĂŒtenpflanzen dient der Orchideenpollen nicht als Nahrung.

Eine ungewöhnliche BestĂ€ubungstechnik wendet die epiphytisch lebende chinesische Orchideenart Holcoglossum amesianum an: die Antherenkappe öffnet sich und die mĂ€nnlichen Staubfaden drehen sich aktiv und ohne jedes Hilfsmittel um fast 360 Grad in Richtung der weiblichen Narbe. Die an dem biegsamen Staubfaden befestigten Pollenkörner werden anschließend bei BerĂŒhrung der Narbe freigegeben, so dass eine Selbstbefruchtung erfolgen kann. Es wird vermutet, dass es sich bei dieser Technik um eine Anpassung der Orchidee an ihren trockenen und insektenarmen Lebensraum handelt, die womöglich bei Pflanzen vergleichbarer Biotope gar nicht so selten ist (Quelle). Die bereits bekannte SelbstbestĂ€ubung der Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) folgt einem Ă€hnlichen Schema.

Orchideen und Prachtbienen: Die bestuntersuchten BlumendĂŒfte sind die von Stanhopea und Catasetum, die durchdringend nach Ananas, Vanille, Zimt, KĂŒmmel oder Menthol riechen und PrachtbienenmĂ€nnchen anziehen, wobei diese die BlĂŒten weder bestĂ€uben noch angreifen, sondern lediglich das von der Pflanze produzierte Öl einsammeln und fĂŒr ihre Balz benutzen wollen. Es gibt sowohl unzĂ€hlige Prachtbienen- als auch jeweils dazugehörige Orchideen-Arten.

Vegetative Vermehrung

Kindelbildung bei Dendrobium spec.

Verschiedene Arten haben die Möglichkeit, sich durch die Bildung von Stolonen (Bsp. Mexipedium xerophyticum), Knollen (Bsp. Pleionen) oder Kindeln (Adventiv-Pflanzen; Bsp. Phalaenopsis lueddemanniana) auf vegetativem Weg fortzupflanzen. Die entstehenden Pflanzen sind genetisch identisch.

Meristeme

Die Vermehrung ĂŒber Meristeme erfolgt vor allem im Erwerbsgartenbau zur Erzeugung großer Mengen von Orchideen fĂŒr den Schnitt als auch zum Verkauf als Topfpflanze, welche man hĂ€ufig in Pflanzencentern oder BaumĂ€rkten erwerben kann. Große Produzenten findet man vor allem in den Niederlande oder in Thailand. Außerdem ist es die einzige Möglichkeit, von bestimmten Klonen, beispielsweise prĂ€mierten Pflanzen, identische Nachkommen zu erzeugen, die auch den gleichen Kultivarnamen tragen dĂŒrfen. Im Erwerbsgartenbau geht man bei der Massenvermehrung aber immer mehr dazu ĂŒber, mittels in-vitro Aussaat von Orchideensamen und Clusterbildung durch Hormongaben den Bedarf zu decken.

Verbreitung

Disa cardinalis

Orchideen wachsen mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent. Aufgrund ihrer enormen Vielfalt gibt es Orchideen fast in jeder Ökozone (nicht in WĂŒsten). Selbst oberhalb des nördlichen Polarkreises oder in Patagonien und den dem ewigen Eis des SĂŒdpols vorgelagerten Inseln, z. B. Macquarie Island gibt es Orchideen. Der Großteil der Arten wĂ€chst allerdings in den Tropen und Subtropen, hauptsĂ€chlich in SĂŒdamerika und Asien. In Europa gibt es etwa 250 Arten.

Einen groben Überblick ĂŒber die HĂ€ufigkeit auf den einzelnen Kontinenten bietet die folgende Auflistung:

  • Eurasien - etwa 40 bis 60 Gattungen
  • Nordamerika - etwa 20 bis 30 Gattungen
  • Neotropis (Mittel- und SĂŒdamerika und Karibische Inseln) - etwa 300 bis 350 Gattungen
  • Tropisches Afrika - etwa 125 bis 150 Gattungen
  • Tropisches Asien - etwa 250 bis 300 Gattungen
  • Ozeanien - etwa 50 bis 70 Gattungen

Systematik

In den AnfĂ€ngen der botanischen Systematik finden sich bei LinnĂ© 1753 acht Gattungen, die zu den Orchideen gehören. Jussieu fasste sie 1789 erstmals als Familie Orchidaceae zusammen. In der Folge wurden rasch sehr viele tropische Arten bekannt; so unterschied Swartz im Jahr 1800 schon 25 Gattungen, von denen er selbst zehn neu aufstellte. Swartz publizierte im selben Jahr eine Monographie der Familie und gilt als einer der ersten Spezialisten fĂŒr die Systematik der Orchideen.[1]

Bulbophyllum putidum

Im 19. Jahrhundert erschienen, bedingt durch die Kenntnis immer neuer tropischer Orchideen, weitere wichtige Arbeiten. Lindley veröffentlichte von 1830 bis 1840 „The Genera and Species of Orchidaceaous Plants“ mit fast 2000 Arten und einer wegweisenden Einteilung in Unterfamilien und Triben. In England erschien 1881 Benthams Systematik, die auch in seinem zusammen mit Hooker herausgegebenem Werk „Genera Plantarum“ verwendet wurde. Am Heidelberger botanischen Garten entstand 1887 Pfitzers „Entwurf einer natĂŒrlichen Anordnung der Orchideen“. 1926 erschien posthum Schlechters Arbeit „Das System der Orchidaceen“ mit 610 Gattungen; es wurde fĂŒr die nĂ€chsten Jahrzehnte das Standardwerk.[1]

Im 20. Jahrhundert waren die Publikationen Dresslers einflussreich, vor allem „The Orchids. Natural History and Classification“ von 1981. Die weitere Entwicklung verlĂ€uft ĂŒber die kladistische Analyse Ă€ußerer Merkmale zur Auswertung genetischer Untersuchungen, die zahlreich etwa von Mark W. Chase publiziert wurden.[1]

Aus phylogenetischer Sicht existieren die fĂŒnf primĂ€ren monophyletische Linien Apostasioideae, Cypripedioideae, Vanilloideae, Orchidoideae und Epidendroideae, deren VerwandtschaftsverhĂ€ltnisse in einem Kladogramm wie folgt dargestellt werden können:
Kladogramm der Familie Orchidaceae

Danach gibt es keine genetischen Anhaltspunkte fĂŒr die Existenz der Unterfamilien Vandoideae oder Spiranthoideae. Die Unterfamilie Vandoideae ist nach diesen Untersuchungen ein Bestandteil innerhalb der Epidendroideae, die Spiranthoideae ein Bestandteil der Orchidoideae. Die separate Unterfamilie Vanilloideae war „klassisch“ Bestandteil der Epidendroideae.[2]

Innerhalb der einkeimblĂ€ttrigen Pflanzen werden die Orchideen in die Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) gestellt. Auf Basis Ă€ußerer Merkmale ließ sich die Frage nach den nĂ€chsten Verwandten der Orchideen nur unsicher beantworten, Alstroemeriaceae, Philesiaceae oder Convallariaceae wurden vermutet, auch eine Einordnung in die Ordnung der Lilienartigen (Liliales) schien möglich.[3] Genetische Untersuchungen bestĂ€tigten die Zuordnung zu den Spargelartigen und sehen die Orchideen als Schwestergruppe zu allen anderen Spargelartigen, das heißt sie haben sich schon frĂŒh von den anderen Pflanzen dieser Ordnung entfernt.[4]

Evolution

Bletilla striata

Die Orchideen wurden hĂ€ufig als besonders junge Familie angesehen. Anhand eines fossilen Polliniums von Meliorchis caribea wurde das Mindestalter des letzten gemeinsamen Vorfahren aller Orchideen auf 76 bis 84 Millionen Jahre bestimmt. Bis zum Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren spalteten sich schon die fĂŒnf Unterfamilien auf. Im TertiĂ€r fand eine große Zunahme der Artenvielfalt der Orchideen statt.[5] Nach der Methode der „molekularen Uhr“ datiert der Ursprung der Orchideen noch frĂŒher, vor mindestens 100, wenn nicht sogar 122 Millionen Jahren.[6] Es wird angenommen, dass sie sich in einem tropischen Gebiet als erstes entwickelten. Die Verbreitung verschiedener primitiver Orchideen (Bsp. Vanilla, Corymborkis) und das Vorkommen der primitiven Gattungen (Bsp. Cypripedium, Epistephium) in nahezu allen tropischen Gebieten ist ein Indiz dafĂŒr, dass die Entwicklung der Orchideen in einer Zeit begonnen haben muss, in der Afrika und SĂŒdamerika enger beieinanderlagen (Kontinentaldrift). Der Hauptteil der Evolution der Orchideen hat allerdings erst begonnen, als sich die wichtigsten tropischen Regionen schon weiter voneinander entfernt hatten.

Die epiphytische Lebensweise vieler Orchideen, vor allem der tropisch und subtropischen Arten, ist das Resultat einer evolutionĂ€ren Anpassung an verschiedene Bedingungen. Periodisch trockenes Klima oder gut entwĂ€sserte Standorte, die bereits zur Entstehung der Orchideen vorhandene Neigung zur InsektenbestĂ€ubung sowie der zumindest kurzzeitige Zyklus einer myko-heterotrophen Lebensweise und der damit einhergehenden Entwicklung von kleinen Samen scheinen wesentliche Faktoren gewesen zu sein, dass Orchideen BĂ€ume besiedelten. Andererseits scheint auch die Ausbildung von fleischigen Wurzeln mit Velamen oder von fleischigen BlĂ€ttern als Anpassung an die periodisch trockenen Standortbedingungen eine Voraussetzung oder eine Möglichkeit gewesen zu sein, von Felsen oder anderen gut entwĂ€sserten Standorten auf BĂ€ume ĂŒberzusiedeln. Ob dabei der Weg ĂŒber Humusepiphyten und anschließende Besiedlung der ökologischen Nischen in den Baumkronen oder die direkte Besiedlung der BĂ€ume erfolgte, konnte bis heute nicht geklĂ€rt werden.

Bei der Wuchsform der Orchideen geht man davon aus, dass sich die Vielfalt der heutigen Orchideen aus einer sehr primitiven Form entwickelt hat, die man noch ansatzweise in fast allen Unterfamilien findet. So werden die ersten Orchideen einen sympodialen Wuchs mit schmalen Rhizomen, fleischigen Wurzeln (keine Speicherorgane), gefaltete BlĂ€tter und endstĂ€ndige BlĂŒtenstĂ€nde besessen haben. Aufgrund der fehlenden Fossilien lĂ€sst sich nur schwer ableiten, auf welchem Weg sich die verschiedenen Wuchsformen herausgebildet haben und welches die Hauptrichtungen der Wuchsevolution sind. Ähnlich verhĂ€lt es sich bei der evolutionĂ€ren Entwicklung der verschiedenen BlĂŒtenformen. Es wird davon ausgegangen, dass die Entwicklung und Anpassung der BlĂŒten vor allem mit den bestĂ€ubenden Insekten in Verbindung zu bringen ist. Am Anfang stand sicherlich eine lilienĂ€hnliche BlĂŒte, die nach und nach ihre ventralen Staubbeutel verloren hat. Dies hĂ€ngt wahrscheinlich mit der Art zusammen, wie die BestĂ€uber in die röhrenförmige BlĂŒte eingedrungen sind. Dabei konnten wohl nur die dorsalen Staubbeutel ihre Pollen an eine fĂŒr die BestĂ€ubung sinnvolle Position heften. Die Ausbildung der Lippe resultierte ziemlich wahrscheinlich daraus, dass die Insekten immer wieder auf die gleiche Art und Weise auf den BlĂŒten „gelandet“ sind und sich entsprechend das untere Petalum (medianes BlĂŒtenhĂŒllblatt des inneren BlĂŒtenhĂŒllblattkreises) zur Lippe umgebildet hat, um die jeweiligen BestĂ€uber zu unterstĂŒtzen.

Gattungen und Arten

Siehe auch: Liste der Orchideengattungen

Haraella odorata

Die SchĂ€tzungen ĂŒber die Artenzahl der Orchideen reichen von 15.000 bis 35.000. Govaerts, der fĂŒr die Kew Gardens eine Checkliste fĂŒhrt, stellte 2005 einen Stand von 25.158 Arten in 859 Gattungen fest. Im Zeitraum von 1990 bis 2000 wurden pro Jahr 200 bis 500 neue Arten beschrieben. Die artenreichsten Gattungen besitzen eine hauptsĂ€chlich tropische Verbreitung, dies sind: [7]

In der gemĂ€ĂŸigten Zone ist die Artenvielfalt geringer, je etwa 250 Arten sind in Europa, Ostasien und Nordamerika verbreitet. Gattungen der gemĂ€ĂŸigten Zone sind unter anderen:

GefÀhrdung der Habitate und Artenschutz

Paphiopedilum victoria-regina

Nur fĂŒr die wenigsten Gattungen liegen gesicherte Informationen ĂŒber die StĂ€rke der Populationen vor. Trotzdem muss davon ausgegangen werden, dass die BestĂ€nde vieler Arten in der Natur stark gefĂ€hrdet sind. Dies gilt fĂŒr die Habitate in allen Regionen der Welt. Vor allem die Abholzung der RegenwĂ€lder oder die landwirtschaftliche Nutzung von Gebieten mit Orchideenhabitaten reduzieren die BestĂ€nde stetig. ZusĂ€tzlich werden sie durch das unkontrollierte Sammeln gefĂ€hrdet.

Zum Schutz der Pflanzen wurden Vorschriften erlassen, die den Handel und den Umgang mit ihnen regeln. Alle Orchideenarten stehen mindestens im Anhang II des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens (WA). Folgende Gattungen und Arten stehen aufgrund besonders umfangreicher Aufsammlungen in der Vergangenheit und/oder der Gegenwart auf dem Anhang I und unterliegen somit noch strengeren Auflagen:

Aerangis ellisii, Dendrobium cruentum, Laelia jongheana, Laelia lobata, Peristeria elata, Renanthera imschootiana
alle Arten der Gattungen Paphiopedilum und Phragmipedium

Der RĂŒckgang vieler europĂ€ischer Arten ist auch auf eine verĂ€nderte lĂ€ndliche Bewirtschaftung zurĂŒckzufĂŒhren. Durch den enormen RĂŒckgang der Beweidung (Schafe, usw.), vor allem in Mitteleuropa, gehen die durch menschlichen Eingriff entstandenen Habitate (Trockenrasen) in ihren ursprĂŒnglichen, wĂ€ldlichen Zustand zurĂŒck. Orchideenarten, die auf Trockenrasen wachsen, treten in diesen WĂ€ldern kaum noch auf. Es gibt Anlass zur Hoffnung, dass mit steigendem Naturschutz-Bewusstsein auch seltenen Orchideen neue Chancen eingerĂ€umt werden. Im Bereich des Lechs wird aktuell versucht Restheiden mit neuen Heiden aus zweiter Hand zu verbinden. So bieten die Lechtalheiden mit ihren speziellen Böden ein wachsendes RĂŒckzugsgebiet fĂŒr unsere heimischen Orchideenarten.

Kulturgeschichte

„Orchideen“ aus Haeckels Kunstformen der Natur, 1904

Orchideen faszinieren und beschĂ€ftigen die Menschen schon mehr als 2500 Jahre. Sie wurden als Heilmittel, Dekoration und Aphrodisiakum verwendet oder sie spielten im Aberglauben eine große Rolle. Die Ă€ltesten Überlieferungen ĂŒber Orchideen stammen aus dem Kaiserreich China und beziehen sich auf die Kultur von Orchideen aus der Zeit um 500 v. Chr. (Tsui Tsze Kang: Orchideenkultur im Kum Cheong (erschienen in der Song-Dynastie 1128-1283)). Der chinesische Philosoph Konfuzius (551-478 v.Chr.) berichtete ĂŒber ihren Duft und verwendete sie als Schriftzeichen Â»lĂĄn« (chinesisch è˜­), was so viel wie Anmut, Liebe, Reinheit, Eleganz und Schönheit bedeutet. Allgemein gilt die Orchidee in der chinesischen Gartenkunst als Symbol fĂŒr Liebe und Schönheit oder auch fĂŒr ein junges MĂ€dchen. Orchideen in der Vase stehen dort fĂŒr Eintracht.

Die Ă€ltesten europĂ€ischen Überlieferungen stammen aus der griechischen SpĂ€tklassik von Theophrastus von Lesbos (etwa 372-289 v. Chr.). In seinem Werk Historia plantarum, Band 9 beschreibt er eine Pflanze mit zwei unterirdischen Knollen und bezeichnet sie als orchis, was dem griechischen Wort ᜄρχÎčς „Hoden“ entspricht. Vermutlich handelte es sich dabei um die Art Orchis morio. Die Ă€ltesten erhalten gebliebenen Schriften ĂŒber Orchideen stammen von Pedanios Dioscurides (1. Jhd. n. Chr.) und von Apulieus (um 150 n. Chr.).

Die ersten monographischen Abhandlungen ĂŒber Orchideen entstanden in China bereits wĂ€hrend der Song-Dynastie (Tsui Tsze Kang: Orchideenkultur im Kum Cheong, Wong Kwei Kok Die Orchideenkultur des Herrn Wong). Anhand der Schilderungen in diesen Werken kann man ablesen, dass sich die Orchideenkultur in China damals bereits auf einer hohen Stufe befand. Auch in Amerika (Mexiko) werden Orchideen schon lange kultiviert. Noch bevor die Spanier das Land eroberten, wurden vor allem die FrĂŒchte von „Tlilxochitl“ (Vanilla planifolia) als GewĂŒrz geschĂ€tzt. Die Azteken verehrten Â»Coatzontecomaxochitl« (Stanhopea-Arten) als heilige Blumen und kultivierten diese in den GĂ€rten ihrer HeiligtĂŒmer. Mitte des 16. Jhd. setzte man sich auch in Europa stĂ€rker mit den Orchideen auseinander. So erschienen nacheinander verschiedene Werke (Leonhart Fuchs Histora Stirpium (1542), Hieronymus Bock (New) Kreuter Buch 2. Ausgabe (1546), Jacques DalĂ©champs Historia generalis plantarum (1586)), die die bisher bekannten Pflanzen ordneten, indem sie verwandte Arten zusammenstellten, Wuchsformen, BlĂŒten und Wurzelknollen beschrieben.

Cattleya labiata

Mit dem Erscheinen von Species plantarum von Carl von LinnĂ© (1753) erhielten auch verschiedene Orchideenarten erstmals Namen nach der binĂ€ren Nomenklatur. Antoine Laurent de Jussieu begrĂŒndete 1789 mit der Herausgabe des Werkes Genera Plantarum die Grundlagen der botanischen Klassifikation und somit auch die Schaffung der Orchidaceae als Pflanzenfamilie. Der schwedische Botaniker O. Swartz gliederte 1800 als erster die Orchideenfamilie in zwei verschiedene Gruppen (ein oder zwei fruchtbare StaubblĂ€tter). Mit seinem Werk The Genera and Species of Orchidaceous Plants (London, 1830 bis 1840) und unzĂ€hligen Einzelbearbeitungen wurde J. Lindley zum eigentlichen BegrĂŒnder der Orchideenkunde. Sein Hauptwerk lag in der Gliederung und Beschreibung von Arten. Seine Arbeiten wurden spĂ€ter durch H. G . Reichenbach (Rchb. f.), J. D. Hooker, R. Schlechter und andere ergĂ€nzt, erweitert und zum Teil wesentlich ĂŒberarbeitet.

Brassavola nodosa

Bevor man in Europa begann, aus Übersee tropische Orchideen einzufĂŒhren, kultivierte man schon lange Zeit heimische Orchideen in den GĂ€rten. Die erste tropische Orchidee in Europa erblĂŒhte 1615 in Holland (Brassavola nodosa). 1688 wurde Disa uniflora aus SĂŒdafrika nach Europa eingefĂŒhrt. Vor allem durch seine weltweite Vormachtstellung als Kolonialmacht und die daraus resultierenden Verbindungen gelangten viele Arten nach England, wo im 19. Jhd. zahlreiche Sammlungen entstanden. Vor allem C. Loddiges war ausgesprochen erfolgreicher Kultivateur. Als 1818 bei W. Cattley die erste Cattleya labiata (spĂ€ter als Cattleya labiata var. autumnalis bezeichnet) erblĂŒhte, war die große lavendelblaue BlĂŒte eine Sensation in Europa und fĂŒhrte zu einem immer stĂ€rkeren Bedarf an weiteren tropischen Orchideen. Es wurden immer mehr Sammler und Forschungsreisende (z. Bsp. John Gibson, William und Thomas Lobb, D. Burke, J. H. Veitch) in alle Welt geschickt, um neue unbekannte Arten zu finden und diese Pflanzen in die Sammlungen der zahlenden GĂ€rtnereien (z. Bsp. C. Loddiges, J. Linden, F. Sander, L. van Houtte, Veitch and Sons) und Privatpersonen (z. Bsp. W. Cattley, AL. Keferstein, Senator Jenisch) einzugliedern[8]. Die Anzahl der Importe verringerte sich erst wieder, als die OrchideenzĂŒchtung immer mehr an Bedeutung gewann (Anfang 20. Jhd.). Mit dem Beginn der stĂ€rkeren wissenschaftlichen Untersuchung der Familie Orchidaceae zur KlĂ€rung von z. Bsp. offener VerwandtschaftsverhĂ€ltnisse und dem wachsenden Interesse von Amateuren stieg der Bedarf und das Interesse an den Naturformen wieder. Auch heute noch sind GĂ€rtnereien in aller Welt daran interessiert, Wildformen in ihre BestĂ€nde einzugliedern, um durch Einkreuzungen vorhandenes Pflanzenmaterial aufzufrischen. Auch heute werden bisher unbekannte Arten neu entdeckt.
In den letzten Jahrzehnten wurde die Orchideenkultur immer populĂ€rer, das Angebot und die VerfĂŒgbarkeit von Kulturhybriden wurde grĂ¶ĂŸer und so versuchten sich immer mehr Amateure daran, in den heimischen Zimmern, Vitrinen und GewĂ€chshĂ€usern Orchideen zu kultivieren. Heute ist die Kultur dieser bezaubernden Pflanzen nichts Ungewöhnliches mehr. Vor allem der Massenproduktion von Orchideen in Taiwan, Thailand und den Niederlanden ist es zu verdanken, dass die Preise der Pflanzen so gesunken sind, dass eine blĂŒhende Orchidee im Topf (z. Bsp. in Deutschland) zum Teil preiswerter ist als ein durchschnittlicher Blumenstrauß. Diese PopularitĂ€t hat aber auch dazu gefĂŒhrt, dass die Jagd nach dem Besonderen, dem Einzigartigen, dem Besitz besonders hochwertiger Pflanzen wieder aktueller denn je ist. Die Folge ist zum einen, dass fĂŒr besonders rare Exemplare oder prĂ€mierte Pflanzen exorbitante Preise in Japan oder den USA gezahlt werden, und zum anderen, dass aus Geldgier besonders bei neuentdeckten Arten hĂ€ufig die natĂŒrlichen BestĂ€nde geplĂŒndert werden, nur um die Nachfrage sogenannter „Sammler“ zu befriedigen. So fĂŒhrte die Entdeckung von Phragmipedium kovachii neben einem Streit um die Erstbeschreibung auch dazu, dass die bekanntgewordenen Habitate in Peru stark dezimiert wurden.

Orchideen als Nutzpflanzen

VanillefrĂŒchte

Trotz ihrer großen Vielfalt werden nur wenige Orchideenarten als kultivierte Nutzpflanze verwendet. Dazu zĂ€hlt die GewĂŒrzvanille (Vanilla planifolia) zur GewĂŒrzproduktion. Einige Arten werden auch zur Aromatisierung/Bereitung von Tee (Bsp. Jumellea fragrans) oder auch als ParfĂŒmierungsmittel fĂŒr ParfĂŒm und Tabak (Bsp. Vanilla pompona) genutzt. Wo nationale Naturschutzgesetze dies nicht unterbinden, werden verschiedene Arten der Gattungen Orchis und Ophrys (Bsp. Orchis morio) durch Naturentnahmen zur Gewinnung von Gallerte aus „Salep“ genutzt. Die ausgegrabenen Wurzelknollen werden in der TĂŒrkei zur Aromatisierung von Speiseeis verwendet.

Große wirtschaftliche Bedeutung erlangen die Orchideen als Zierpflanzen oder Schnittblumen. Viele können in weitem Umfang, auch ĂŒber Gattungsgrenzen hinweg, zur Kreuzung verwendet werden. So entstanden im Lauf der letzten etwa 150 Jahre ungefĂ€hr 100.000 Hybriden. Von diesen werden wiederum einige Tausende als Zierpflanzen kommerziell vermehrt und verkauft. Den grĂ¶ĂŸten Anteil daran haben im Zierpflanzenbereich die ZĂŒchtungen von Hybriden der Gattungen Phalaenopsis, Cattleya, Dendrobium, Paphiopedilum und Cymbidium. Außer als getopfte Pflanzen werden die BlĂŒtentriebe der Gattungen Phalaenopsis, Dendrobium und Cymbidium hĂ€ufig auch als Schnittblumen vermarktet.

Im sĂŒdostasiatischen Raum erwirtschaftet Thailand mit dem Export von Orchideen jĂ€hrlich ca. 2 Milliarden Baht (etwa 40 Mio. Euro), wobei die HauptmĂ€rkte in den USA, Japan, Europa, Hongkong, Taiwan und SĂŒdkorea liegen. Dies sorgte 2002 fĂŒr den Export von ĂŒber 3,1 Mio. Orchideenpflanzen. Da laut thailĂ€ndischer Landwirtschaftsbehörde ein Trend mit großem Umsatzpotenzial erkannt wurde, wird versucht, die QualitĂ€t und AttraktivitĂ€t der thailĂ€ndischen Orchideen mit Zertifikaten weiter zu steigern. In Europa werden große Mengen von Orchideenhybriden vor allem in den Niederlanden fĂŒr den Massenmarkt (BaumĂ€rkte, Pflanzen- und Blumencenter) produziert. So gab es 2003 dort etwa 216 ha ĂŒberglaste AnbauflĂ€che alleine fĂŒr die Produktion von Orchideen fĂŒr den Schnittblumenverkauf. In den USA betrug der Umsatz durch getopfte Orchideen etwa 121 Millionen US$ (2003).
Der Massenmarkt wird vorwiegend durch in-vitro erzeugte Pflanzen bedient. Die Bedeutung dieses GeschĂ€ftszweiges lĂ€sst sich anhand der Entwicklung der Produktionsmengen belegen. Innerhalb von 10 Jahren (1991-2000) hat sich die Menge der in Deutschland in-vitro produzierten Orchideen fast verfĂŒnffacht (1991: ca. 2,5 Millionen Pflanzen, 2000: ĂŒber 12 Millionen Pflanzen). Den grĂ¶ĂŸten Anteil hatten daran Pflanzen (grĂ¶ĂŸtenteils Hybriden) der Gattungen Phalaenopsis (2000: ĂŒber 9 Millionen Pflanzen).

Sonstiges

Oncidium Hybride

Darwins Entdeckungen Schon Charles Darwin war fasziniert von einer madagassischen Orchideen-BlĂŒte Angraecum sesquipedale mit einem bis zu 35 cm langen Sporn. Auch diese BlĂŒte muss irgendwie bestĂ€ubt werden, und irgendein Tier muss in diesen Sporn hineinkommen. TatsĂ€chlich fand man 1903 das zu der Pflanze passende Insekt, den SchwĂ€rmer Xanthopan morgani praedicta.

Orchideen als psychoaktive Pflanze Die Trichocentrum cebolleta ist eine Orchideenart mit gelb-braun getupften BlĂŒten, die im tropisch-subtropischen Amerika und in der Karibik wĂ€chst. In Europa wird sie schon seit langem als Zierpflanze kultiviert. Die BlĂ€tter enthalten als wirksame Inhaltsstoffe verschiedene Phenanthrene. Diese wirken halluzinogen und werden von den Tarahumara (einem mexikanischen Indianerstamm) als Ersatz fĂŒr den Peyotekaktus Lophophora williamsii gebraucht (Hauptwirkstoff Meskalin).

Orchidee als Metapher in der Sprache Die besondere Stellung der Orchidee unter den Blumen macht das Wort Orchidee zu einer beliebten Metapher in der Sprache. Die Orchidee gilt als ausnehmend schön und als selten zu finden. Daher steht einerseits „Orchidee“ oft fĂŒr etwas besonders Schönes. In Verbindung mit der sexuellen Konnotation wird daher oft eine Ă€ußerst hĂŒbsche Frau als Orchidee bezeichnet, so im Film Wilde Orchidee. Andererseits steht „Orchidee“ fĂŒr etwas besonders Seltenes. Diese zweite Metapher kann auch spöttisch sein; so wird eine Studienrichtung, mit der man nur selten einen Beruf finden wird, als Orchideenfach bezeichnet.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Finn N. Rasmussen: The Development of Orchid Classification. In: Alec M. Pridgeon, Phillip Cribb, Mark W. Chase, Finn N. Rasmussen (Hrsg.): Genera Orchidacearum. 2. Auflage. Bd 1, Oxford University Press, New York/Oxford 2003, ISBN 0-19-850513-2, S. 3–12.
  2. ↑ Mark W. Chase, Kenneth M. Cameron, Russell L. Barrett, John V. Freudenstein: DNA data and Orchidaceae systematics, a new phylogenetic classification. In: K. W. Dixon, S. P. Kell, R. L. Barrett, P. J. Cribb (Hrsg.): Orchid conservation. Natural History Publications, Kota Kinabalu Borneo 2003, ISBN 983-812-078-2, S. 69–89.
  3. ↑ Robert L. Dressler: Phylogeny and Classification of the Orchid Family. Cambridge University Press, 1993, ISBN 0-521-45058-6, S. 59–61.
  4. ↑ Mark W. Chase u.a.: Multigene analysis of monocot relationships - a summary. In: Aliso. Bd 22, Claremont 2006, S. 63–75. ISSN 0065-6275
  5. ↑ Santiago R. RamĂ­rez, Barbara Gravendeel, Rodrigo B. Singer, Charles R. Marshall & Naomi E. Pierce: Dating the origin of the Orchidaceae from a fossil orchid with its pollinator. In: Nature. 448, London 2007, S. 1042–1042. doi:10.1038/nature06039 ISSN 0028-0836
  6. ↑ Thomas Janssen, KĂ„re Bremer: The age of major monocot groups inferred from 800+ rbcL sequences. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Bd 146, Nr. 4, Oxford 2004, S. 385–398. doi:10.1111/j.1095-8339.2004.00345.xISSN 0024-4074
  7. ↑ P. Cribb, R. Govaerts: Just how many Orchids are there?. In: Proceedings of the 18th World Orchid Conference. 2005, ISBN 2-909717-47-X, S. 161–172.
  8. ↑ M. Schmucker: Orchideen – Exotik auf der Fensterbank. Abgerufen am 24. Juli 2009.

Literatur

  • Helmut Baumann: Die Orchideen Deutschlands. Hrsg. v. Arbeitskreis heimischer Orchideen. AHO ThĂŒringen, UhlstĂ€dt-Kirchhasel 2005, ISBN 3-00-014853-1.
  • R. Schlechter: Die Orchideen. 4 Bd.& Regist. Überarb. K. Senghas. Blackwell, Berlin/Wien 2003 (3. Aufl.). ISBN 3-8263-3410-8 (Das Standardwerk zum Thema Orchideen)
  • Robert L. Dressler: Die Orchideen. BechtermĂŒnz, Augsburg 1997. ISBN 3-86047-413-8
  • G. Fast (Hrsg.): Orchideenkultur. Eugen Ulmer, Stuttgart 1995. ISBN 3-8001-6451-5
  • H. Bechtel, Ph. Cribb, E. Launert: Orchideenatlas. Ulmer, Stuttgart 1993 (3.Aufl.). ISBN 3-8001-6199-0 (umfangreiches, gut bebildertes Nachschlagewerk)

Weblinks

 Commons: Orchideen â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Orchidee â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Die Blumen des Paradieses â€“ Quellen und Volltexte

Allgemein

Vereine und Gesellschaften

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