Paul Bausch


Paul Bausch

Paul Bausch (* 27. Mai 1895 in Korntal; † 1. September 1981 ebenda) war ein deutscher Politiker (CSVD, später CDU).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Bausch war Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Anschließend absolvierte er die Staatsprüfung für den gehobenen Verwaltungsdienst und trat als Beamter in den württembergischen Staatsdienst ein. Er arbeitete seit 1932 als Rechnungsrat in Korntal und war von 1933 bis 1945 Oberrechnungsrat im württembergischen Wirtschaftsministerium. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Oberregierungsrat im Land Württemberg. 1951 gründete er gemeinsam mit Karl Georg Pfleiderer, Gerhard Lütkens und Josef-Ernst Fürst Fugger von Glött die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft.

Partei

Bausch war 1924 Mitbegründer des protestantisch-konservativen „Christlichen Volksdienstes“, der 1929 im Christlich-Sozialen Volksdienst aufging, dessen Reichsvorsitzender er 1932/33 war. 1945 gehörte Bausch zu den Mitbegründern der CDU in Württemberg-Baden und wurde Mitglied des dortigen CDU-Landesvorstandes. Er gehörte zu den Befürwortern einer interkonfessionellen Parteigründung, die die politische Spaltung von Protestanten und Katholiken aufheben wollte.

Abgeordneter

Bausch war von 1928 bis 1932 Landtagsabgeordneter in Württemberg und saß von 1930 bis 1933 im Deutschen Reichstag.

Von 1946 bis 1950 war Bausch Landtagsabgeordneter in Württemberg-Baden. 1947 bis 1949 war er Mitglied des Länderrates der amerikanischen Zone. Dem Deutschen Bundestag gehörte er seit der ersten Bundestagswahl 1949 bis 1965 an, er vertrat den Wahlkreis Böblingen im Parlament. 1953 bis 1957 war er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films. 1951 setzte Bausch gemeinsam mit Willi Steinhörster (SPD) die institutionelle Förderung des „Bundes für Vogelschutz“ (heute NABU) aus dem Bundeshaushalt durch.

Literatur

  • Paul Bausch: Lebenserinnerungen und Erkenntnisse eines schwäbischen Abgeordneten. Korntal 1969
  • Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 36. 

Weblinks


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