Paul Gesche

Paul Gesche (* 12. Juni 1907 in Berlin; † 21. August 1944 in Brandenburg-Görden) war ein deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach Beendigung seiner Ausbildung zum Bühnentischler schloss sich Gesche 1924 der SAJ an. Anschließend durchwanderte er zwei Jahre lang Deutschland. 1931 trat er in die KPD an. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten beteiligte er sich am Widerstand, wurde verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach seiner Freilassung gehörte er zu den engsten Mitarbeiter Robert Uhrigs und war vor allem im Berliner Norden tätig.

Gesche folgte der Weisung der Partei, Vereinen beizutreten und in ihnen unter den Mitgliedern politisch zu wirken. Er trat dem Segelklub „Wiking“ bei. Dank seines Engagements wurde er 1941 zum Vorsitzenden des Klubs gewählt. Er nutzte seine Position, um auf dem Abziehapparat des Sportvereins mehrere Nummern der illegalen Flugschrift Informationsdienst herzustellen.

Im Februar 1942 wurde Gesche von der Gestapo verhaftet und im Juli 1944 als Mitglied der Leitung der Berliner KPD-Organisation „wegen Vorbereitung zum Hochverratzum Tode verurteilt. Er wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

Ehrungen

Seit 1976 ist in Berlin-Lichtenberg eine Straße nach ihm benannt.[1] Bis Anfang der 1990er Jahre trug die Kinder- und Jugendsportschule in Berlin-Köpenick (die heutige Flatow-Oberschule) seinen Namen.

Literatur

  • Luise Kraushaar (Hrsg.): Deutsche Widerstandskämpfer 1933–1945. Biographien und Briefe. Band 1. Dietz, Berlin 1970, S. 309–311.
  • Piero Malvezzi, Giovanni Pirelli (Hrsg.): Lettere di condannati a morte della Resistenza europea. Einaudi, Turin 1966, S. 397.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Paul-Gesche-Straße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)

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