Paulinchen-Bahn

ÔĽŅ
Paulinchen-Bahn
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Salzuflen
Bad Salzuflen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Salzuflen hervorgehoben
52.08758.750555555555672Koordinaten: 52¬į¬†5‚Ä≤¬†N, 8¬į¬†45‚Ä≤¬†O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Lippe
H√∂he: 72¬†m √ľ.¬†NN
Fläche: 100,06 km²
Einwohner: 54.300 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 543 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 32105, 32107, 32108
Vorwahl: 05222
Kfz-Kennzeichen: LIP
Gemeindeschl√ľssel: 05 7 66 008
Stadtgliederung: 11 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rudolph-Brandes-Allee 19
32105 Bad Salzuflen
Webpräsenz:
B√ľrgermeister: Dr. Wolfgang Honsdorf (SPD)
Lage der Stadt Bad Salzuflen im Kreis Lippe
Nordrhein-Westfalen Niedersachsen Kreis H√∂xter Kreis Paderborn Kreis G√ľtersloh Bielefeld Kreis Minden-L√ľbbecke Kreis Herford Detmold Barntrup Blomberg D√∂rentrup Schlangen Lemgo Lage Augustdorf Bad Salzuflen Extertal Leopoldsh√∂he Horn-Bad Meinberg L√ľgde Schieder-Schwalenberg Oerlinghausen KalletalKarte
√úber dieses Bild

Bad Salzuflen ist eine Stadt und Thermal-Heilbad im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Bad Salzuflen liegt am √∂stlichen Rand der Ravensberger Mulde, am Zusammenfluss von Salze und Bega mit der Werre. Bad Salzuflen ist im Vergleich zu anderen nordlippischen Gemeinden dicht besiedelt. Im Umland des Stadtzentrums sind die d√∂rflich gepr√§gten Ortsteile von ackergepr√§gten Kulturlandschaften umgeben. Nord√∂stlich von Werre und Bega durchzieht ein gro√üteils bewaldeter H√ľgelstrang des Lipper Berglands mit Erhebungen bis zu 250 Metern das Stadtgebiet. Tiefster Punkt liegt bei der Werre an der Grenze zu Herford auf etwa 70 Metern. Seit 2008 geh√∂rt das Stadtgebiet zum Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge.

Geologie

Das Stadtgebiet ist durchzogen von den Flussauen der Werre, Bega und Salze. Es herrschen Podsol- und Pseudogley-Braunerden als Bodentypen vor. Die Podsolb√∂den befinden sich √ľberwiegend auf Unterlagen aus dem Terti√§r, die von Bruchfalten aus dem Mesozoikum durchzogen sind.

Paulinenquelle auf dem Salzhof
Geothermische Karte von Bad Salzuflen

Charakteristisch f√ľr Bad Salzuflen sind die an diesen Falten austretenden salzhaltigen Quellen, denen die Region den Namen ‚ÄěHeilgarten Deutschlands‚Äú verdankt.

Charakteristische Daten der Mineralquellen in Bad Salzuflen

Name erbohrt Tiefe [m] Temperatur [¬į C] Verwendung
Paulinenquelle 1802 63 12,2 Inhalation
Gradierung
Loosebrunnen 1889/91 400 14,25 Trinkkur
Leopold-
Thermalsprudel
1904/6 534 21,7 Bäder
Neubrunnen 1913 54 12,2 Bäder
Gustav-Horstmann-
Thermalsprudel
1919/27 1018 38,0 Bäder
Inselbrunnen 1936 52,4 12,6 Trinkkur
Sophienbrunnen 1953 12,5 11,7 Trinkkur
Thermalsprudel III 1956/60 412,75 21,4 Bäder
Sophienquellen
(a und b)
1962 49,6
9,0
13,05
13,55
Gradierung
Bäder

Bad Salzuflen eignet sich gut bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets

Die als ‚Äěgro√üe Mittelstadt‚Äú klassifizierte Stadt Bad Salzuflen erstreckt sich √ľber eine Fl√§che von 100,06¬†km¬≤. Das Stadtgebiet weist eine in etwa ovale Form auf mit einer maximalen Ausdehnung in Ost-West Richtung von etwa 13¬†km und in Nord-S√ľd Richtung von 11¬†km.

Fläche
nach Nutzungsart[2]
Landwirt-
schafts-
fläche
Wald-
fläche
Gebäude-,
Frei- und
Betriebsfläche
Verkehrs-
fläche
Wasser-
fläche
Sport- und
Gr√ľnfl√§che
sonstige
Nutzung
Summe
Fläche in km² 57,51 15,01 17,20 6,30 1,22 2,42 0,40 100,06
Anteil an Gesamtfläche 57,47 % 15,00 % 17,19 % 6,30 % 1,22 % 2,42 % 0,40 % 100,00 %

Nachbargemeinden

Bad Salzuflen grenzt im Osten an die Stadt Lemgo, im S√ľden an Lage und im S√ľdwesten an Leopoldsh√∂he. Alle drei Gemeinden geh√∂ren zum Kreis Lippe.

Im Westen liegt die kreisfreie Stadt Bielefeld und im Nordwesten die Stadt Herford. Im Norden grenzt Bad Salzuflen an Vlotho im Kreis Herford. Zusammen mit Herford gehört Bad Salzuflen zur Agglomeration Bielefeld.

Stadtgliederung

Ortsteile Bad Salzuflens

Die Stadt gliedert sich in die zw√∂lf Ortsteile Bad Salzuflen, Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-H√∂lsen (mit H√∂lserheide), Holzhausen (mit Sylbach), Lockhausen, Papenhausen (mit Volkhausen), Retzen, Sch√∂tmar, Werl-Aspe (mit Knetterheide), W√ľlfer-Bexten und den fl√§chenm√§√üig gr√∂√üten Ortsteil W√ľsten (mit Frettholz, Glimke, Hellerhausen, Hollenstein, Pehlen, Pillenbruch, Vo√ühagen und der Waldemeine). Die bev√∂lkerungsreichsten Ortsteile sind Bad Salzuflen mit etwa 19.700 Einwohnern, Sch√∂tmar mit etwa 8.900, Werl-Aspe mit etwa 7.500 und W√ľsten mit etwa 4.000 Einwohnern (Stand: 31. Dez. 2006).[3] Zusammen machen diese vier Ortsteile gut 70¬†% der Bad Salzufler Bev√∂lkerung aus. Die Ortsteile Bad Salzuflen, Sch√∂tmar, Werl-Aspe, Holzhausen und Ehrsen-Breden bilden eine durchg√§ngige Siedlungsfl√§che.

Klima

Bad Salzuflen zeigt das f√ľr Mitteleuropa typische gem√§√üigte vollhumide Klima mit seinem Niederschlagsmaximum im Sommer. Die Jahresmitteltemperatur von 9,3¬į C entspricht der Breiten- und der H√∂henlage, jedoch liegt die Jahressumme der Niederschl√§ge mit 743 mm einerseits etwas h√∂her als der norddeutsche (640 mm) bzw. der deutsche Durchschnittswert (690 mm), andererseits aber aufgrund der Lage im Regenschatten des Teutoburger Waldes etwas niedriger als der lippische Durchschnittswert (877 mm).

Niederschlagsmenge
Monatsmittelwerte Bad Salzuflen 1961-90
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (¬įC) 1,3 1,9 4,7 8,3 12,8 15,8 17,2 17,0 13,9 10,2 5,4 2,5 √ė 9,3
Niederschlag (mm) 68,1 57,3 62,2 58,4 72,3 82,8 72,9 67,8 63,7 53,4 66,1 78,3 ő£ 803,3
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,6 3,3 5,0 5,2 6,3 5,9 6,0 4,4 3,6 1,7 1,2 √ė 3,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
68,1 57,3 62,2 58,4 72,3 82,8 72,9 67,8 63,7 53,4 66,1 78,3


Quelle: DWD Klimadaten Deutschland[4]

‚Üí Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe

Geschichte

Der Katzenturm
Verlauf der Stadtmauer

Mitte des 11. Jh. werden die Siedlung ‚ÄěUflon‚Äú und eine dort befindliche Salzst√§tte erstmals erw√§hnt.

Die Nutzung der salzhaltigen Paulinenquelle f√ľhrte im Mittelalter zur Errichtung der ersten Saline. Diese Salzwerkst√§tten befanden sich an einem Ort, der noch heute ‚ÄěSalzhof‚Äú genannt wird und dessen Brunnen im Wappen der Stadt dargestellt wird.

Dank des eintr√§glichen Salzhandels und der F√∂rderung durch den Grafen von Sternberg entwickelte sich die Siedlung bald zur Stadt und erhielt im 15. Jh. eine Ringmauer mit vier Toren ‚Äď Schliepsteiner Tor nach Norden (Exter), He√ükamper Tor nach Nordosten (W√ľsten), Ostertor noch S√ľdosten (Sch√∂tmar), Herforder Tor nach Westen (Herford) ‚Äď und drei Wehrt√ľrmen, u. a. der Katzenturm, der noch heute erhalten ist. Bis zum 30-j√§hrigen Krieg florierte der Handel mit dem wei√üen Gold und brachte gro√üen Reichtum in die Stadt. Prachtvolle B√ľrgerh√§user und das alte 1545/47 erbaute Rathaus sind Zeugen dieser Bl√ľtezeit. Das √§lteste noch heute erhaltene Geb√§ude der Stadt ist ein dreigeschossiger Traufenbau von 1520.

Bekannt geworden ist Bad Salzuflen durch den Kurbetrieb. Mit seinen drei Trink-, drei Thermal- und drei Solequellen hatte es den Status eines lippischen Staatsbades. Obwohl die Gr√ľndung des f√ľrstlichen Solebads ann√§hernd 100 Jahre zuvor erfolgt war, erhielt Salzuflen den Namenszusatz ‚ÄěBad‚Äú erst am 14. April 1914.

Bad Salzuflen war aufgrund seiner Salzproduktion, seiner topographischen Lage und durch seine florierende Handelsentwicklung eine der wenigen St√§dte des Mittelalters, die nicht an Geldnot litten. Davon zeugen noch jetzt viele sch√∂ne H√§user mit ihrem f√ľr die damalige Zeit typischen Baustil. Die hohe Heilkraft des Wassers f√ľhrte dazu, dass neue Badeh√§user entstanden und weitere Quellen erbohrt wurden, so zum Beispiel der Leopoldsprudel, dessen Brunnentempel sich inmitten des heutigen Kurparks befindet. Die Entwicklung zum Kurort f√ľhrte zu bedeutenden Ver√§nderungen im Stadtbild. Die Saline auf dem Salzhof stellte die Produktion des Salzes ein und bildet heute den ‚ÄěStadtplatz‚Äú, auf dem Wochenmarkt und Stadtfeste stattfinden. Die Gradierwerke entwickelten sich zu einem Ort, an den sich Menschen mit Atemwegserkrankungen zur√ľckzogen. Im Laufe der Zeit verschwanden die alteingesessenen Industriesparten und wurden durch den Handel und das Kurwesen ersetzt, von dem auch die zahlreichen Pensionen der Stadt profitierten.

Der wirtschaftliche Aufschwung im 19. Jahrhundert fand auch eng mit der 1850 gegr√ľndeten[5] Hoffmann‚Äôs St√§rkefabriken statt, die sp√§ter zum gr√∂√üten europ√§ischen St√§rkeproduzenten aufstieg.

Die strategisch eher unbedeutende Lage bewahrte Bad Salzuflen w√§hrend des Zweiten Weltkrieges weitgehend vor Bombenangriffen der Alliierten, so dass die Stadt den Krieg relativ unbeschadet √ľberstand und nach Kriegsende zum Sitz vieler Milit√§rmissionen wurde.

Religionen

In Bad Salzuflen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Religionsgemeinschaften. Da Bad Salzuflen im heute protestantisch gepr√§gten Kreis Lippe liegt, √ľberwiegt die Anzahl evangelischer Christen. Die evangelisch-reformierten Gemeinden geh√∂ren zur Klasse Bad Salzuflen der reformierten Lippischen Landeskirche, die evangelisch-lutherischen Gemeinden zur einzigen lutherischen Klasse in Lippe.

  • Evangelisch-reformierte Gemeinden
    • Die evangelisch-reformierte Gemeinde in Bad Salzuflen mit der Stadtkirche auf dem Hallenbrink und zwei Gemeindezentren (Gemeindehaus auf dem Hallenbrink und dem Calvin-Haus am Gr√∂chteweg). Die evangelisch-reformierte Gemeinde hat drei Pfarrbezirke.
    • Die evangelisch-reformierte Kilians-Kirchengemeinde in Sch√∂tmar hat drei Pfarrbezirke (Sch√∂tmar-Mitte,Sch√∂tmar-West und Werl, Sch√∂tmar-Ost und Ehrsen-Breden).
    • Die evangelisch-reformierte Gemeinde in Retzen liegt am Kirchweg und hat einen Pfarrbezirk.
    • Die evangelisch-reformierte Gemeinde Sylbach liegt mit ihrer Kirche in Sylbach an der Sylbacher Stra√üe mit einem Pfarrbezirk.
    • Die evangelisch-reformierte Gemeinde in W√ľlfer-Knetterheide umfasst einen einem Pfarrbezirk.
    • Die evangelisch-reformierte Gemeinde in W√ľsten mit ihrer Kirche und dem Gemeindehaus besteht aus zwei Pfarrbezirken.
  • Evangelisch-lutherische Gemeinden
    • Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Bergkirchen mit Kirche und Gemeindehaus hat einen Pfarrbezirk. Sie ist die Mutterkirche der lutherischen Gemeinde Bad Salzuflen.
    • Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Bad Salzuflen mit zwei Pfarrbezirken, zwei Kirchen mit Gemeindezentren (Erl√∂serkirche mit dem Martin-Luther-Haus an der Martin-Luther-Stra√üe und der Auferstehungskirche mit dem Zentrum an der Auferstehungskirche am Gr√∂chteweg, das auch von der reformierten Gemeinde zu Gottesdiensten benutzt wird).
    • Die evangelisch-lutherische Gemeinde Sch√∂tmar hat zwei Pfarrbezirke. Zum Pfarrbezirk I geh√∂rt die Trinitatiskirche in der Eduard-Wolf-Stra√üe in Sch√∂tmar, zum Pfarrbezirk II die Vers√∂hnungskirche Knetterheide in der Schelpstra√üe in Knetterheide.
    • Die evangelische Kirchengemeinde Lockhausen-Ahmsen mit Kirche und Gemeindehaus geh√∂rt zur lutherischen Klasse.

Die römisch-katholischen Gemeinden gehören zum Erzbistum Paderborn.

    • Die r√∂misch-katholische Liebfrauen-Gemeinde in Bad Salzuflen mit der Liebfrauenkirche und Gemeindehaus an der Grabenstra√üe.
    • Die r√∂misch-katholische Gemeinde St. Kilian in Sch√∂tmar ist Teil des Pastoralverbundes katholischer Kirchengemeinden Bad Salzuflen-Sch√∂tmar. Zu ihr geh√∂ren auch die Ortsteile Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-H√∂lsen, Holzhausen, Lockhausen, Papenhausen, Retzen und W√ľlfer-Bexten.
  • Neuapostolische Gemeinden
    • Die neuapostolische Gemeinde mit einem Kirchengeb√§ude an der Beet-/Ecke Asenburgstra√üe in Bad Salzuflen und einem Kirchengeb√§ude im Gerberweg im Ortsteil Sch√∂tmar.
  • Islamische Gemeinde
    • Die islamische Gemeinde (DITIB) mit einer Moschee in der Weinbergstra√üe.


Es gibt in Bad Salzuflen keine j√ľdische Gemeinde mehr. Die n√§chstgelegene Synagoge steht in Herford, sie geh√∂rt zur J√ľdischen Gemeinde Herford - Detmold.

Ein Hinweis f√ľr die Verteilung der Religionen kann die konfessionelle Zugeh√∂rigkeit der Sch√ľler an allgemein bildenden Schulen sein. Demnach sind rund 60¬†% der Sch√ľler evangelisch, 10¬†% katholisch, 10¬†% islamisch. 9¬†% geben an, einer sonstigen Konfession anzugeh√∂ren, 11¬†% rechnen sich keiner Konfession zu.[6]

Verwaltungsgeschichte

Seit der Gliederung des Freistaats Lippe in Kreise im Jahr 1932 gehörte Bad Salzuflen zum Kreis Lemgo.

Im Rahmen der nordrhein-westf√§lischen Gebietsreform wurden die beiden St√§dte Bad Salzuflen und Sch√∂tmar sowie die zehn Gemeinden Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-H√∂lsen, Holzhausen, Lockhausen, Papenhausen, Retzen, Werl-Aspe, W√ľlfer-Bexten und W√ľsten zum 1. Januar 1969 im Zuge der Umsetzung des ‚ÄěGesetzes zur Neugliederung des Landkreises Lemgo‚Äú zur neuen Stadt Bad Salzuflen zusammengeschlossen. Au√üerdem wurden kleine Teile der Gemeinden Krentrup, Nienhagen und Welstorf eingemeindet.

Im Zuge der Umsetzung des Bielefeld-Gesetzes wurden die Kreise Lemgo und Detmold zum 1. Januar 1973 zum neuen Kreis Lippe zusammengelegt, zu dem Bad Salzuflen seitdem gehört.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung bis Ende 1968, nur Salzuflen, * = Ergebnisse der Volkszählungen:

Jahr 1636 (nach Pestepidemie) 1885* (1. Dezember) 1892* (7. Dezember) 1912 1960 (21. Juli) 1968 (31. Dezember)
Einwohner von 2.000 auf 865 3.992 4.300 7.400 17.273 16.690

Mit der Gr√ľndung der neuen Stadt Bad Salzuflen am 1. Januar 1969 (Bad Salzuflen und Sch√∂tmar mit den zehn Ortsteilen) z√§hlte man 47.901 Einwohner, das entsprach einer Bev√∂lkerungsdichte von 479 Einwohnern je Quadratkilometer (aktuell 543 Einwohner/km¬≤)[7].

Einwohner in den Ortsteilen der Stadt Bad Salzuflen am 1. Januar 1969:

Ortsteil Einwohner Fläche (km²) Einwohner/km²
Bad Salzuflen 16.690 13,76 1.213
Schötmar 9.132 4,89 1.867
Biemsen-Ahmsen 1.493 5,90 253
Ehrsen-Breden 2.498 7,00 357
Grastrup-Hölsen 1.019 7,90 129
Holzhausen 2.865 8,36 343
Lockhausen 2.706 9,32 290
Papenhausen 115 3,12 37
Retzen 1.436 7,14 201
Werl-Aspe 5.083 6,31 806
W√ľlfer-Bexten 1.683 7,74 217
W√ľsten 3.181 18,62 171
gesamt 47.901 100,06 479

Entwicklung der Einwohnerzahl ab 1. Januar 1969; alle Angaben f√ľr die Stadt Bad Salzuflen in den Grenzen seit 1969; Stand jeweils 31. Dezember des Vorjahres[8]:

Jahr 1969 2000 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Einwohner 47.901 55.028 55.145 44.020 54.772 54.673 54.413 54.273

Politik

Stadtrat

Das Rathaus, an der ehemaligen Stadtgrenze zwischen Bad Salzuflen und Schötmar errichtet

Die 48 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:

  • Stimmberechtigter Vorsitzender des Stadtrates ist B√ľrgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf (SPD).

(Stand: Januar 2008)

Der f√ľr die PDS in den Stadtrat eingezogene Ratsherr hat sich von der Partei distanziert. Damit sind zwischenzeitig neben den f√ľnf Fraktionen zwei fraktionslose Mitglieder im Bad Salzufler Stadtrat vertreten.

B√ľrgermeister

Dr. Wolfgang Honsdorf ist seit 2004 der hauptamtliche B√ľrgermeister der Stadt, Vorg√§nger war Gerhard Kleemann, CDU, der dieses Amt sechs Jahre bekleidete.

Wappen

Wappen von Bad Salzuflen

Das Bad Salzufler Stadtwappen zeigt in Blau einen sechseckigen roten Brunnenschacht mit zwei silbernen (wei√üen) Galgenb√§umen, an denen vorn ein steigender, hinten ein sinkender goldener (gelber) Eimer h√§ngt, dar√ľber ein goldener (gelber) achtstrahliger Stern. Der Stern weist auf die ehemalige Zugeh√∂rigkeit zur Grafschaft Sternberg hin.

Siehe auch: Liste der Wappen in Bad Salzuflen

Städtepartnerschaften

Die Stadt unterhält zwei Arbeitskreise, die gelegentlich Reisen in die beiden Partnerstädte in Frankreich und England organisieren.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Theater

Das Kur- und Stadttheater mit 498 Plätzen ist ein Theater ohne ein eigenes Ensemble. Es wird regelmäßig vom Landestheater Detmold und wechselnden Ensembles bespielt.

Museen

Das Stadt- und B√§dermuseum im 1618 erbauten Haus des j√ľdischen Kaufmanns Obermeier bietet eine reichhaltige Sammlung zur Salzufler Stadt- und B√§dergeschichte. Das Museum bietet anhand von Modellen und Originalen einen sehr guten Einblick in die Geschichte der Saline Salzuflen. Neben der Dauerausstellung werden Sonderausstellungen, oft in Zusammenarbeit mit anderen Salz- oder B√§dermuseen, pr√§sentiert.

Die Ausstellung zur Deutschen B√§dergeschichte ist einmalig in Deutschland. Es werden die sch√∂nsten Souvenirs aller deutschen Kurorte pr√§sentiert. Sehenswert ist die Sammlung von √ľber 300 farbenpr√§chtigen Bade- und Brunnengl√§sern des 19. Jahrhunderts.

Im Haus befindet sich ein Museumscafé.

Bauwerke

Kirchen

  • Am Standort der heutigen evangelisch-reformierten Kilianskirche (neugotisch) am Kirchplatz in Sch√∂tmar entstand um das Jahr 800 n. Chr. die erste christliche Kirche der Region. Sie ist Urpfarrei f√ľr viele Ortschaften des Umlandes.
  • Die evangelisch-reformierte Stadtkirche liegt auf dem so genannten Hallenbrink, der h√∂chsten Erhebung innerhalb der Altstadt. Der im Kern sp√§tmittelalterliche Saalbau wurde 1762 nach einem Brand wiederaufgebaut. 1892 kam es zu einer umfassenden Erneuerung und Erweiterung des Geb√§udes. Der dem Schiff vorgelagerte Turm ist sp√§tgotisch. Seine welsche Haube stammt von 1782. Wichtigstes Ausstattungsst√ľck ist die 1765 von Heinrich Kampmeyer gefertigte Kanzel. Das Gemeindehaus nahe der Stadtkirche ist ein Putzbau mit Stufengiebel, der 1928 in expressionistischen Formen erbaut wurde.
  • Die evangelisch-lutherische Erl√∂serkirche in der Martin-Luther-Stra√üe ist eine neuromanische Kirchenbau des Historismus 1891‚Äď1892 nach einem Entwurf des Architekten Hermann Held (Bethel) unter Bauleitung durch Karl Siebold (Schildesche) ausgef√ľhrt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 12. Juli 1891, die Einweihung fand am 8. Mai 1892, dem Sonntag Jubilate, statt. 1908‚Äď1909 wurde die Kirche durch Karl Siebold um den Westteil mit Turm erweitert, eine erneute Erweiterung(?) erfolgte 1939 durch Gerhard Balke (Bethel).
  • Katholische Liebfrauenkirche, Ecke Graben-/Woldemarstra√üe. Mit dem ersten Spatenstich am 23. September 1956 begann der Bau der Kirche nach einem Entwurf des Paderborner Architekten Josef Lucas; die Grundsteinlegung war am 8. Dezember 1956. Die Konsekration erfolgte am 8. M√§rz 1959 unter dem Titel: ‚ÄěMaria, unsere liebe Frau, K√∂nigin des Friedens‚Äú.
  • Die evangelisch-lutherische Auferstehungskirche an der Ecke Gr√∂chteweg/Volkhausenstra√üe wurde 1964‚Äď1966 nach Pl√§nen des Architekten Loos (Bad Salzuflen) erbaut. An der k√ľnstlerischen Gestaltung hat das K√ľnstlerehepaar Hans-Helmuth von Rath und Margarete von Rath (Bad Salzuflen) wesentlich mitgewirkt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 13. Juli 1964; am 1. Mai 1966, dem Sonntag Jubilate, wurde die Kirche eingeweiht. Die Auferstehungskirche wird von der lutherischen und der reformierten Kirchengemeinde benutzt.

Fachwerkhäuser

Die Innenstadt weist noch immer eine größere Anzahl zumeist giebelständiger Fachwerk-Dielenhäuser des 16. und 17. Jahrhunderts auf, die nicht selten reich beschnitzt sind. Im Bereich des Marktes entstanden auch mehrere Massivbauten.

  • Fachwerkgiebelh√§user
    • Fu√üg√§ngerzone Lange Stra√üe. Die H√§user sind gut erhalten, im Erdgeschoss aber meist durch Umbau zu Ladengesch√§ften mit Schaufenstern ver√§ndert.
      • Lange Str. 1, bezeichnet 1625.
      • Lange Str. 3, Giebelhaus, bezeichnet 1590.
      • Lange Str 5, Zweigeschossiges Fachwerkgiebelhaus, bezeichnet 1650
      • Lange Str. 33, mit 1612 bezeichnetes Fachwerkgiebelhaus mit reichem Schnitzwerk und Utlucht. Das r√ľckw√§rtige Steinwerk stammt wohl noch aus dem 16. Jahrhundert.
      • Lange Str. 37, Fachwerkgiebelhaus mit Utlucht, bezeichnet 1623.
      • Lange Str. 41, Haus Obermeier, erbaut 1618. Die reich geschnitzte Fassade wurde im 19. Jahrhundert ver√§ndert. In der ehemaligen Diele befindet sich ein fragmentarisch erhaltener Renaissance-Kamin. Im Haus ist das ‚ÄěStadt- und B√§dermuseum‚Äú untergebracht.
    • Am Markt 17. Dreigeschossiger Bau mit geschnitzten F√ľllh√∂lzern, 1658 bezeichnet.
    • Brunnengassse 5, von 1653.
    • Obere M√ľhlenstra√üe 1, das ehemalige "Haus Backs" ist das pr√§chtigste Fachwerkhaus der Stadt.
    • Osterstr. 40, das 1571 bezeichnete Giebelhaus wurde 1747 erneuert.
    • Ritterstr. 6, (heute Hotel Arminius). Fachwerkbau des sp√§ten 16. Jahrhundert.
    • Wenkenstr. 8, Dreigeschossiges Giebelhaus √ľber spitzwinkeligem Grundriss, bezeichnet 1631
  • Steinbauten
    • Am Markt 5 (Altes B√ľrgermeisterhaus). Der 1564 errichtete Bau wurde um 1580 mit einem neuen Ziergiebel versehen.
    • Am Markt 23 ist im Kern ein Massivbau des fr√ľhen 16. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert wurde der Steingiebel wegen Bauf√§lligkeit durch eine Fachwerkkonstruktion ersetzt. Erhalten blieb auch das Hinterhaus mit Saal.
    • Am Markt 36. Die Fassade des um 1600 entstandenen Steinhauses wurde um 1860/70 √ľberarbeitet und mit einem Balkon versehen.
    • Steege 2-4, Doppeltraufenhaus, erbaut 1604. Lediglich das Erdgeschoss ist massiv, die Obergeschosse sind hingegen in Fachwerk aufgef√ľhrt, das mit reichem Schnitzwerk versehen ist.
    • Ritterstr. 8, (jetzt Teil des Hotels Arminius). Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Geb√§ude wurden um 1900 durch Umbau stark entstellt.
    • Wenkenstr. 10 a, Traufenst√§ndiges Haus von 1520 mit massivem Untergeschoss; mit Backsteinen ausgef√ľllten Gefache im Zierverband.

Weitere Bauten

Bad Salzuflen - historisches Rathaus
  • Historisches Rathaus, Am Markt. Das zu Ostern 1530 schon in Benutzung (neuere Untersuchungen nennen 1545-1547) befindliche Rathaus wurde sowohl f√ľr die Bed√ľrfnisse der Verwaltung als auch zur Repr√§sentation gebaut. Trinkstube, Hochzeits-, Tanz- und Zunfthaus, Gerichtszimmer, Parteienstube und Aktenkammer, Feuerwehr-Ger√§teraum und Munitionszimmer f√ľr die Sch√ľtzen, Lagerr√§ume f√ľr Leinen und Zehntkorn: Alles unter einem Dach vereint. √úber die Baumeister des im Renaissancestil erbauten Hauses mit schmaler Giebelfront und √ľberh√∂htem Blendgiebel liegen keine Angaben vor. Die drei Wappensteine an der Fassade (Stadtwappen, Rose und Stern) wurden erst sp√§ter dort eingef√ľgt. Ebenso der Treppenaufgang an der Vorderseite, der 1853 nach Pl√§nen des Salinendirektors G√∂decke dort angebaut wurde.
  • Alte Schule, Brunnengasse 7. Eingeschossiger Fachwerkbau des 19. Jhdts.
  • Reste der Stadtmauer mit dem Katzenturm sind sowohl in der Mauer- und Turmstra√üe als auch am Verbindungsweg zwischen dem Haus Osterstra√üe 46 und der Otto-K√ľnne-Promeade heute noch erhalten. Im Ortsteil W√ľsten befindet sich an der Alten Vlothoer Stra√üe der Stumpfe Turm. 1470 wurde hier in Sichtweite der Stadt ein Wacht- und Meldeturm an einem Teilst√ľck auf dem wichtigen Frankfurt-Bremer Weg errichtet. Vermutlich h√§ngt der Bau mit einer heute nicht mehr nachweisbaren Burg Gestingen (eine von mehreren Schreibweisen) zusammen.
  • Villa Roseneck, Obernbergstra√üe 2. 1912‚Äď1914 f√ľr den Bielefelder Fabrikanten Nikolaus D√ľrkopp in neobarocken Formen errichtet.
  • Schloss Stietencron, im Ortsteil Sch√∂tmar Mitte des 18. Jahrhundert gebaut, ehemaliger Adelssitz, heute Musikschule der Stadt Bad Salzuflen, gelegen am Schlosspark
  • Bismarckturm, quadratischer, etwa 20 Meter hoher Turm auf dem Vierenberg nahe Hollenstein im Ortsteil Sch√∂tmar. Der Turm wurde im Jahre 1900 eingeweiht, 1999 und 2004 saniert.
  • Das Umweltzentrum Heerser M√ľhle ist jetzt eine Einrichtung f√ľr Umweltbildung und -erziehung, Freigel√§nde, Erlebnispfad, Werkstatt, ca. 37 Hektar Arbeits- und Anschauungsbiotope. Das Gel√§nde ist frei zug√§nglich.

Kureinrichtungen

Gradierwerk
Konzerthalle
  • Ein √úberbleibsel der Salzgewinnung sind die Gradierwerke mit einer L√§nge von fr√ľher insgesamt 424 m, heute ca. 300 m. Von den urspr√ľnglich vier vorhandenen Gradierwerken sind nur noch zwei vollst√§ndig erhalten. Ein drittes, dessen Urspr√ľnge auf das 17. Jh. zur√ľckgehen, musste wegen Bauf√§lligkeit abgebrochen werden. Es wurde nach einem Ratsbeschluss als Erlebnisgradierwerk wieder aufgebaut und am 28. Juli 2007 festlich eingeweiht. Die Gradierwerke werden heute nur noch zu Kurzwecken betrieben: Durch die herabrieselnde Sole wird die Luft in der N√§he des Gradierwerks mit Salz angereichert, die Wassertr√∂pfchen binden Partikel in der Luft. Das Einatmen salzhaltiger Luft befeuchtet die Atemwege und beeinflusst die Wandungen der Atemorgane positiv. Des Weiteren besitzen die feinen Salzkristalle eine sekretl√∂sende Wirkung, die die Atemwege intensiv von Bakterien reinigen und die Schleimh√§ute abschwellen lassen.
  • Kur- und Stadttheater im Kurhaus, Parkstra√üe
  • Wandelhalle (1960‚Äď61) und Konzerthalle (1962‚Äď63) im Kurpark sind hervorragende Beispiele der B√§derarchitektur der 1960er Jahre.
  • Kurgastzentrum (1980-83) entworfen vom Architekturb√ľro Behnisch & Partner. 1985 ausgezeichnet vom Bund Deutscher Architekten, Nordrhein-Westfalen.
  • Kurheime und Kurhotels an der Parkstra√üe sind Beispiele typischer B√§derarchitektur. Sie sind teilweise zu Seniorenresidenzen umgebaut.
  • Das Rehavital bietet moderne Therapieformen zur Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge an.
  • Die Vitasol Therme beherbergt unter einem Dach ein SoleBad mit bis zu 35 Grad warmem Thermalwasser aus 1.018 m Tiefe, einen weitl√§ufig in die Landschaft integrierten SaunaPark, einen FitnessClub, Beauty- und WellnessCenter, ein VitalRestaurant, Sport- und Bewegungstherapie, KinderClub.
  • Die ehemaligen Badeh√§user sind zum Teil noch erhalten, sie werden aber zu anderen Zwecken benutzt. Das fr√ľhere "Badehaus I" ist die Privatklinik SalinenPark, das ehemalige "Leopoldbad" ein Restaurant und das "Inhalatorium" ein √Ąrzteforum.

Mahnmale

  • Mahnmal "Alte Synagoge" in der Mauerstra√üe
    • In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Salzufler Synagoge in der Mauerstra√üe, die 83 Jahre lang das Gotteshaus der j√ľdischen Gemeinde gewesen war, gesch√§ndet und die Scheiben der Fenster zerst√∂rt. Die Synagoge wurde durch Brandstiftung nicht v√∂llig zerst√∂rt. Die Polizei stellte Schriften und sakrale Gegenst√§nde vor einer Zerst√∂rung sicher. Die Reste der Synagoge wurden am 12. November 1938 durch die Technische Nothilfe Ortsgruppe Bad Salzuflen abgebrochen und das Grundst√ľck aufger√§umt und ges√§ubert.[9] Am 9. November 1982 wurde an einer Mauer neben dem Standort der Synagoge auf Vorschlag der DKP Ortsgruppe Bad Salzuflen eine Gedenktafel angebracht. Der Text lautete "Hier stand die Synagoge / der israelitischen / Gemeinde Bad Salzuflen / die am 9. November 1938 / durch die Nationalsozialisten / zerst√∂rt wurde / Exodus 3.5". 1998 wurde auf dem Grundriss der Synagoge das jetzige Mahnmal errichtet.
  • Mahnmal "J√ľdischer Friedhof" in der Werler Stra√üe
    • Der heute geschlossene j√ľdische Friedhof ist mit gro√üer Wahrscheinlichkeit zwischen 1543 und 1603 entstanden. Er wurde in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft zerst√∂rt. Die verbliebenen Grabsteine wurden nach dem Krieg auf einer Teilfl√§che wieder aufgestellt. 1988 hat die Stadt die verbliebene Restfl√§che aus privatem Besitz erworben, die Geb√§ude abgerissen und den Friedhof neu gestaltet. Auf dem Denkmal in Form eines siebenarmigen Leuchters (Menora) ist der folgende Text graviert:
      ZUR ERINNERUNG / AN DIE J√úDISCHEN B√úRGER / AUS BAD SALZUFLEN / UND SCH√ĖTMAR DIE OPFER / DER NATIONALSOZIALISTISCHEN / DIKTATUR IN DEN JAHREN / VON 1933 BIS 1945 WURDEN
      DAS IHNEN ZUGEF√úGTE LEID / UND UNRECHT DARF NICHT / VERGESSEN WERDEN
      .◊™. ◊†. ◊¶. ◊Ď. ◊Ē (T.N.Z.W.H.)
      Te’hi Nischmató zrurá Bi’zrór Ha’Chajim (Möge seine Seele eingebunden sein im Bunde des (ewigen) Lebens)
  • Kriegerdenkmale
    • Auf verschiedenen Friedh√∂fen sind Gedenkst√§tten f√ľr die Opfer der Kriege vorhanden. Auf dem Sportplatz in Ehrsen-Breden steht ein Gedenkstein; auf dem Friedhof in Biemsen-Ahmsen, in W√ľsten, Retzen, W√ľlfer-Bexten und im Schlosspark in Sch√∂tmar stehen Ehrenmale. Das Kriegerdenkmal in Bad Salzuflen steht oberhalb des Obernbergfriedhofs im Wald. An all diesen Stellen finden j√§hrlich zum Volkstrauertag Gedenkveranstaltungen statt.

Denkmäler

  • Denkmal Salzsieder
    • Das Denkmal am Salzhof stellt einen Salzsieder um 800 v. Chr. dar. Es wurde entworfen und ausgef√ľhrt von der Herforder Bildhauerin Marianne Bleek - Ehret und im Mai 1988 aufgestellt.
  • Salzufler Lebensbaum
    • Die Plastik aus Bronze und Granit steht vor dem neuen Rathaus an der Rudolph-Brandes-Allee. Sie wurde geschaffen von Prof. Axel Seyler (FH Detmold) und am 8. September 1984 aufgestellt. Die Wurzeln des Lebensbaumes symbolisieren:
      1. Das L√§ndliche durch den Portraitkopf des Ackerb√ľrgers und Salzufler Originals Schmiedemeister Peter,
      2. den Kurbetrieb durch den Kopf des Medizinalrates Heinrich Hasse, den Begr√ľnder des Bades und
      3. das Städtische durch den Kopf des Apothekers Rudolph Brandes.
  • Rudolph-Brandes-Obelisk
    • Der Obelisk zu Ehren des Apothekers Simon Rudolph Brandes (1795-1842) steht seit 1979 auf einer kleinen Rasenfl√§che an der Einm√ľndung der Riestestra√üe in die Rudolph-Brandes-Allee.
  • Denkmal Eduard Hoffmann
    • Eduard Hoffmann, Sohn des Gr√ľnders von Hoffmann‚Äôs St√§rkefabriken, 1900 anl√§sslich des 50-j√§hrigen Bestehens der Fabrik von der Belegschaft gewidmet. Das Denkmal steht an der Hoffmannstra√üe, zwischen Friedhof und dem ehemaligen Feuerwehrhaus. Gegen√ľber auf der anderen Stra√üenseite war fr√ľher die Haupteinfahrt zur Fabrik.
  • Denkmal zum Galgenstreit
    • Das Denkmal steht zwischen Salzuflen und Sch√∂tmar an der ehemaligen Stadtgrenze auf Salzufler Seite an der Kreuzung Rudolph-Brandes-Allee / Walhallastra√üe. Der Rat aus Sch√∂tmar hatte den Salzufler Rat gebeten, deren Galgen benutzen zu d√ľrfen. Diese Bitte und die Reaktion ist auf dem Relief im lippischen Platt aufgeschrieben.
      An¬īn Jufler Galgen wollen mol de Sch√∂tmersken hangen `n S√ľnner
      De Galgen - reup de Jufler Rot De es för us un iuse Kinner
      Leuwe Jufler - Den Galgen lotet wui jui gern - jedoch dat Lachen √∂bber J√ľbben wuisen Rot Dat is F√∂r us un iuse Kinner

      Auf der linken Seite sind zwei Ratsherren und das Wappen abgebildet, rechts die Kilianskirche und lachende Kinder, in der Mitte der S√ľnder unter dem Galgen. - Der Galgenstreit ist auch das Motiv des 50-Pfennig Notgeldscheines (siehe oben).

Parks

Leopoldsprudel im Kurpark

Am Kurgastzentrum ist der Eingang zum Kurpark mit dem anschlie√üenden Landschaftspark. 120 Hektar stehen f√ľr ausgedehnte Spazierg√§nge zur Verf√ľgung und z√§hlen zu einer der gr√∂√üten Parklandschaften in Deutschland.

Der Kurpark von 1907 erstreckt sich entlang der Salze mit weiten Wiesen, einem Bl√ľtenparadies in unvergesslich sch√∂nen Farben und altem Baumbestand. Beim gro√üen Kurparksee mit Font√§ne und Bootsvermietung geht der Park unmerklich in den Landschaftsgarten √ľber und m√ľndet in den Stadtwald mit herrlichen Rad- und Wanderwegen bis hinauf zum Salzufler Bismarckturm auf dem Vierenberg, der Loose und dem Herforder Bismarckturm.

Mitten im Kurpark liegt das Wahrzeichen Bad Salzuflens: Der Brunnentempel √ľber dem Leopold-Thermalsprudel. Mit der Erschlie√üung dieser Therme (1906, in 534 m Tiefe) wurde Salzuflen zum Thermalbad.

Sport

Überregional erfolgreiche Vereine sind die SG Knetterheide/Schötmar, die in der Handball Regionalliga der Frauen spielt und im Tischtennis die Vereine TuS Bexterhagen und SC Bad Salzuflen, die beide auf Landesliganiveau antreten. Erwähnenswert ist der HC 93 Bad Salzuflen, der in der Vergangenheit in der 2. Handball-Bundesliga spielte, sich dann aber aufgelöst hat.

Musik

Neben den Kantoreien, Kirchen-, Jugend-, Gospel- und Posaunench√∂ren in den Kirchengemeinden existiert eine gro√üe Anzahl weiterer Ch√∂re (M√§nnerch√∂re, Frauench√∂re, gemischte Ch√∂re). In den Schulen haben sich Schulch√∂re gebildet, die (meistens einmal im Jahr) mit einem gr√∂√üeren Konzert an die √Ėffentlichkeit treten. Im Schulzentrum Aspe gibt es einen Eltern-Lehrer-Chor (ELCH). √úbergemeindlich ist der Gospelchor Get Up.

"musica 2000" ist eine Initiative, die sich die Förderung und Stärkung des Musiklebens sowie der musikalischen Kultur in der Stadt Bad Salzuflen zum Ziel gesetzt hat.

Jugendkulturelle Bedeutung bekam Bad Salzuflen Mitte der 1980er durch das Label Fast Weltweit, aus dem in Verbindung mit der Hamburger Schule Bands wie Blumfeld und Die Sterne hervorgegangen sind. Auch andere Musiker und Bands wie Bernd Begemann, Bernadette La Hengst und Silversurfer, stammen aus Bad Salzuflen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wochenmarkt auf dem Salzhof
  • Wochenm√§rkte in Sch√∂tmar auf dem Marktplatz mittwochs und samstags, sowie auf dem Salzhof; w√∂chentlich dienstags, donnerstags und samstags am Vormittag. In den Wintermonaten entf√§llt ab Anfang November der Donnerstagstermin.
  • √Ėkumenischer Gottesdienst zum Salzwerkbettag an Christi Himmelfahrt auf dem Salzhof (erstmalig 1515)
  • Der Bad-Salzuflen-Marathon findet seit 1993 j√§hrlich am letzten Samstag im Februar statt. Er wird vom LC 92 Bad Salzuflen organisiert.
  • Salzsiederfest: J√§hrliches Stadtfest im Mai
  • Sch√ľtzenfeste in Sch√∂tmar und Bad Salzuflen
  • Weinfest: Auf dem Salzhof (2. Wochenende im August)
  • Kiliansfest: J√§hrliches Volksfest in Sch√∂tmar zu Ehren des Heiligen Kilian im Oktober
  • Weihnachtstraum: J√§hrlicher Weihnachtsmarkt auf dem Salzhof und in der gesamten Innenstadt (von Ende November bis Weihnachten)

Kulinarische Spezialitäten

Kulinarische Spezialit√§ten speziell f√ľr Bad Salzuflen gibt es nicht; mit Ausnahme der lippischen Gerichte Pickert und Himmel und Erde. Saisonal beliebt ist auch das Gr√ľnkohlessen. Dazu geh√∂rt als Abschluss ein Wacholderschnaps.

Weitere touristische Attraktionen

Neben der Eigenschaft als Kurort und den oben bereits erw√§hnten m√∂glichen Aktivit√§ten bietet die Stadt auch noch weitere attraktive Freizeitgestaltungsm√∂glichkeiten. Ausz√ľge aus dem Angebot:

  • VitaSol Bewegungszentrum mit Sauna- und Wellnessangeboten und Fitnessstudio
  • Erlebnispark Hortus Vitalis - Der gr√∂√üte Irrgarten Kontinentaleuropas aus Thuja-Hecken
  • Kanutouren auf den Fl√ľssen Bega und Werre mit einem lokal vertretenen, regional agierenden Veranstalter.
  • Golfplatz des Golf- und Landclub Bad Salzuflen v. 1956 e.V. am Schwaghof.
  • Minigolf an der Landgastst√§tte Loose

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straße

Bad Salzuflen liegt an der Bundesstra√üe 239. Die A 2 ber√ľhrt das Stadtgebiet und gew√§hrleistet eine schnelle Erreichbarkeit aus Ost und West √ľber die Auf- und Abfahrten (28) Ostwestfalen/Lippe und (29) Herford/Bad Salzuflen. Die heutige Lockhauser Stra√üe verbindet den Ost- sowie den Westteil der Stadt. Die zwei bisher vorhandenen Stra√üen √ľber Bega und Werre waren nicht in der Lage den Verkehr im Stadtgebiet aufzunehmen. Daher wurde anfang der 80er Jahre in der Stadt der Bau dieser vierspurigen Hochstra√üe n√∂tig.

S√ľdlich der Innenstadt f√ľhrt die Ostwestfalenstra√üe von der A 2 nach Lemgo und Bielefeld.

Schienenverkehr

Der Bad Salzufler Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Herford‚ÄďAltenbeken (KBS 405). Er wird im Stundentakt von der RB¬†72 ‚ÄěOstwestfalenbahn‚Äú Herford‚ÄďLage‚ÄďDetmold‚ÄďAltenbeken‚ÄďPaderborn bedient. Durchgef√ľhrt wird der Schienenpersonennahverkehr von der Westfalenbahn, sowie der NordWestBahn die einzelne Z√ľge der Linie RB73 f√§hrt. Weitere Haltepunkte gibt es in den Ortsteilen Sch√∂tmar und Holzhausen (Haltepunkt Sylbach).

Empfangsgebäude des Bahnhofs Bad Salzuflen

In der Stadt verkehrten zwischen 1909 und 1924 die Bahnen der Bad Salzufler und Sch√∂tmarschen Stra√üenbahn GmbH. Von 1903 bis 1963 fuhr die Herforder Kleinbahn von Wallenbr√ľck √ľber Bad Salzuflen bis zum Vlothoer Weserhafen.

Busverkehr

Das Stadtgebiet wird seit 1984 von einem Stadtbussystem erschlossen. Die Busse der Linien 940 - 943 und 947 treffen sich werktags im 60-Minuten-Takt am Rendezvous-Punkt "Am Markt". Betreiber der Linien ist die Stadtverkehrsgesellschaft Bad Salzuflen mbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Bad Salzuflen.

Derzeit fahren folgende Stadtbuslinien (Stand: März 2008):

  • Linie 940: Walhalla - Sch√∂tmar - Am Markt - Sch√∂tmar - Gr√ľner Sand (nur Anruf-Linienfahrten)
  • Linie 941: Elkenbrede - Am Markt - Akazienstra√üe und zur√ľck (alle 30 Minuten)
  • Linie 942: H√∂lserheide - Sylbach - Holzhausen - Sch√∂tmar - Am Markt - Bewegungszentrum und zur√ľck (alle 60 Minuten)
  • Linie 943: W√ľsten - Am Markt - Ziegelstra√üe und zur√ľck (alle 60 Minuten)
  • Linie 947: Knetterheide - Bad Salzuflen - ZOB - W√ľsten und zur√ľck (alle 60 Minuten)

Mit Regionalbussen ab ZOB sind Bielefeld, Herford, Lemgo, Detmold und Oerlinghausen sowie werktags Vlotho erreichbar. Bad Salzuflen gehört dem Verkehrsverbund OstWestfalenLippe (Der Sechser) an.

Im Kurgebiet verkehrt auf einem Rundkurs die touristische Paulinchen-Bahn. Startpunkt ist der Haupteingang des Kurparks, am Gradierwerk.

Fahrrad

Die Radfernwege Wellness-Radroute und BahnRadRoute Weser-Lippe durchqueren Bad Salzuflen. Au√üerdem gibt es lokale Radwege, u.a. den Soleradweg. Im Landschaftskurpark entlang der Salze wurde ein Radweg markiert, alle anderen Wege im Kurpark sind f√ľr Radfahrer gesperrt. Ein stark genutzter Rad- und Fu√üweg f√ľhrt direkt an der Werre entlang nach Herford.

Fußverkehr

In der Innenstadt bis zu den Gradierwerken und Kureinrichtungen gibt es eine Fußgängerzone. Auf der ehemaligen Trasse der Herforder Kleinbahn verläuft heute ein Wanderweg (u. a. Rat-Hasse-Promenade).

Ansässige Unternehmen

  • Alba Moda, Versandhandelsunternehmen f√ľr Damenoberbekleidung und -bademoden
  • Essmann, Herstellung und Vertrieb Dachbelichtung, -entl√ľftung und -entw√§sserung, Rauch- und W√§rmeableitung, Rauch- und Brandschutz
  • Dorma Glas, Produzent von Beschl√§gen f√ľr Glast√ľren
  • Maritim Hotelgesellschaft, ist spezialisiert auf Tagungen und Kongresse, als zweitgr√∂√üte Hotelkette in Deutschland
  • Median Kliniken, betreiben die Burggrabenkliniken und die Klinik Flachsheide
  • Sollich KG, Weltmarktf√ľhrer von Spezialmaschinen f√ľr die S√ľ√üwarenindustrie
  • Linpac Allibert GmbH, Hersteller von Kunststoffbeh√§ltern f√ľr Transport und Lagertechnik, Automobil-, Lebensmittel- und Getr√§nkeindustrie

Ehemalige Unternehmen

Hoffmann’s Stärkefabriken
Ansicht von 1890
Hoffmann’s Katze
vor dem Stadt- und Bädermuseum

Hoffmann‚Äôs St√§rkefabriken war das √§lteste Industrieunternehmen in Bad Salzuflen. Die Fabrik wurde am 29. September 1850 von Heinrich Salomon Hoffmann an der heutigen Hoffmannstra√üe gegr√ľndet. Unter der Leitung von Eduard Hoffmann, seinem vierten Sohn, entwickelte sich die St√§rkefabrik innerhalb weniger Jahre zu einem weltweit t√§tigen Konzern. Am 1. Juli 1869 schlossen sich Eduard Hoffmann, sein Bruder Lebrecht F√ľrchtegott und der Schwager Pokrantz aus Bremen zu einer Handelsgesellschaft zusammen, die E. Hoffman & Co hie√ü. Der Reis verdr√§ngte ab dem 1. Oktober 1870 Kartoffeln, Mais und Weizen. Die Firma nannte sich ‚ÄěReisst√§rkefabrik‚Äú. Im Jahr 1876 wurde die Katze als Schutzmarke eingetragen und 1887 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Die zum gr√∂√üten europ√§ischen St√§rkeproduzenten aufgestiegene Firma besch√§ftigte um die Jahrhundertwende ca. 1.200 Mitarbeiter und war damit nicht nur das leistungsst√§rkste Wirtschaftsunternehmen in Salzuflen, sondern dar√ľber hinaus auch in Lippe. Die Ciba-Geigy AG aus Basel √ľbernahm 1981 die Aktienmehrheit, 1985 erfolgte die √úbernahme durch die englische Firma Reckitt & Colman PLC, die die Produktion am Salzufler Standort 1990 einstellte. Der Vertrieb der Hoffmann‚Äôs-Produkte erfolgt heute durch ein weltweit f√ľhrendes Unternehmen in Reinigungsprodukten und Haushaltswaren, die Firma Reckitt Benckiser aus dem englischen Slough in der N√§he von London.

→ Hauptartikel: Hoffmann’s Stärkefabriken

Medien

  • Die einzige Lokalzeitung im Kreis Lippe ist die Lippische Landes-Zeitung, weil Ende 2003 die Lippische Rundschau eingestellt wurde.
  • ‚ÄěBad Salzuflen im ‚Ķ‚Äú als Monatsjournal mit Veranstaltungskalender erscheint monatlich ganzj√§hrig im Verlag Dr√∂ge Sch√∂tmar GmbH in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Salzuflen und dem Staatsbad Salzuflen.
  • ‚ÄěLippe aktuell‚Äú ist eine kostenlose Zeitung, die zweimal pro Woche (mittwochs und samstags) verteilt wird.
  • ‚ÄěLippische Neueste Nachrichten‚Äú aus dem Verlag der Lippischen Landes-Zeitung wird kostenlos abgegeben.
  • ‚ÄěLippischer Anzeiger‚Äú ist ein kostenloser Stadtanzeiger
  • ‚ÄěDer Stadt-Anzeiger Bad Salzuflen-Sch√∂tmar-Ortsteile‚Äú ist ein kostenloser Stadtanzeiger und erscheint am 1. Donnerstag jeden Monats
  • Bad Salzuflen geh√∂rt zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR und von Radio Lippe, die beide die lokale Berichterstattung abdecken.


Bildung

Die Stadt bietet mit Ausnahme einer Gesamtschule alle Schulformen an und unterh√§lt neun ortsnahe Grundschulen, drei Schulkinderg√§rten und zwei gleichwertige Schulzentren Lohfeld und Aspe mit jeweils Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Es liegt ein Antrag des Stadtrates vor, zum Schuljahr 2010/11 im Schulzentrum Aspe eine Gesamtschule zu errichten. Die dortige Realschule bliebe den Pl√§nen nach erhalten; die Hauptschule w√ľrde aufgel√∂st und das Gymnasium mit dem Gymnasium Lohfeld fusionieren. Die Bezirksregierung hat den Antrag auf Errichtung der Gesamtschule noch nicht genehmigt, nachdem ein B√ľrgerentscheid f√ľr den Erhalt des bestehenden Schulsystems im Fr√ľhjahr 2009 gescheitert ist. Dar√ľber hinaus gibt es mit der Erich K√§stner-Schule eine Schule f√ľr Lernbehinderte. Im Jahr 2007 wurden an den Schulen der Stadt mit 372 Lehrkr√§ften insgesamt 5.614 Sch√ľler unterrichtet, davon 36,5¬†% an den Grundschulen, 13,3¬†% an den Hauptschulen und 21¬†% an den Realschulen, 25,3¬†% an den Gymnasien, sowie 3,9¬†% an der F√∂rderschule[2].

22 Kinderg√§rten bieten insgesamt 1.550 Pl√§tze zur vorschulischen F√∂rderung der Kinder an. Dar√ľber hinaus werden f√ľr die Tagesbetreuung von Schulkindern 50 Pl√§tze in Kinderhorten angeboten. Die Stadt Eine Musikschule und eine Volkshochschule erg√§nzen das Bildungsangebot. Das MBK - Evangelisches Jugend- und Missionswerk e.V. hat seinen Sitz, und ein Tagungshaus in der Stadt (Stand 10/2006).

Statistik

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

  • Eduard Hoffmann (1832‚Äď1894), Fabrikant. Verliehen am 5. Juni 1888. Er brachte die von seinem Vater gegr√ľndeten und f√ľr die Entwicklung der Stadt bedeutsamen Hoffmann‚Äôs St√§rkefabriken zu Weltruhm.
  • Otto von Bismarck. Zum 80. Geburtstag im Jahr 1895 verliehen, gemeinschaftlich mit den √ľbrigen St√§dten des Landes Lippe.
  • Dr. med. Reinhold Meyer (*13. Februar 1833 in B√ľckeburg, ‚Ć 2. April 1910 in Bad Salzuflen), Geheimer Sanit√§tsrat. Verliehen im Februar 1909. Er hat sich als Arzt hohe Verdienste um die Stadt erworben. [10]
  • Paul von Hindenburg. Am 28. April 1933 verliehen ‚Äěals dem Schirmherrn des neuen Deutschlands‚Äú.

Wie in vielen anderen deutschen St√§dten wurden auch in Bad Salzuflen Adolf Hitler (28. April 1933); Otto Dietrich (14. Februar 1934); Heinrich Hoffmann (15. Januar 1936) und Joseph Goebbels (September 1936) das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen. Im Zuge der Beseitigung von Spuren des Nationalsozialismus hat der Gemeinderat von Salzuflen unter Aufsicht der Briten am 12. Juni 1945 ihnen die zuerkannten Ehrenb√ľrgerrechte aberkannt.

Weitere Ehrenb√ľrgerrechte wurden seitdem nicht mehr verliehen.

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten sind in Bad Salzuflen geboren:

Weitere Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten stammen nicht aus Bad Salzuflen, haben aber hier gewirkt:

  • Agnes Miegel, Schriftstellerin und Dichterin
  • Jochen Distelmeyer, Kopf der Band Blumfeld
  • Heinrich Salomon Hoffmann, geb. in F√ľrth, Gr√ľnder der ‚ÄěHoffmann‚Äôs St√§rkefabrik‚Äú
  • Artur Schweriner, Lehrer der j√ľdischen Gemeinde (1904-1907), Schriftsteller und Journalist
  • Kurt L√ľtgen, deutscher Schriftsteller.
  • Walter Baade, Astronom und Astrophysiker, w√§hlte Bad Salzuflen zu seinem Ruhesitz. Im Jahr 2005 wurde die Sternwarte im Schulzentrum Lohfeld nach ihm benannt.
  • Heinz Krekeler, Physikochemiker, geb. 20.¬†Juni 1906, gest. 5.¬†August 2003, war erster Botschafter der BRD in den USA und deutscher Vertreter in der Euratom Kommission.
  • Thomas Helmer, Fu√üballspieler
  • Kurt Student, Gr√ľnder der Fallschirmtruppe im 2.Weltkrieg

Literatur

  • Gerhard Bachler: Salzuflen Anno dazumal. Verlag F. L. Wagener, Lemgo 1977, ISBN 3-921428-20-3.¬†
  • Franz Meyer (Hrsg.): Bad Salzuflen Epochen einer Stadtgeschichte. Verlag f√ľr Regionalgeschichte, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-89534-606-4.¬†
  • Karl M√ľller: Die geologischen W√§nde im Badestadtmuseum von Salzuflen. T√∂lle & Co., Detmold.¬†
  • Karl Heinz Paetzold: Aus Salzuflens vergangenen Tagen. MPS Verlag, Bad Salzuflen 2008, ISBN 978-3-00-025945-6.¬†
  • Bad Salzuflen. Daten und Strukturen einer mittelzentralen Stadt. Regionalgeschichte Verlag, 1996.¬†
  • Schnell & Steiner: Stadt- und B√§dermuseum Bad Salzuflen. 1988.¬†
  • Die Auferstehungskirche der Ev.-luth. Kirchengemeinde im Staatsbad Salzuflen. Schnell & Steiner GmbH, M√ľnchen und Z√ľrich 1988.¬†
  • Heinz Stoob ‚Ć und Wilfried Ehbrecht / Herbert St√∂wer: ''Westf√§lischer St√§dteatlas, Band II, 2 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission f√ľr Westfalen und mit Unterst√ľtzung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe / Stadtmappe Bad Salzuflen, Dortmund-Altenbeken 1981, ISBN 3-89115-345-7.¬†

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bev√∂lkerungszahlen
  2. ‚ÜĎ a b Landesamt f√ľr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Kommunalprofil Bad Salzuflen
  3. ‚ÜĎ Website der Stadt Bad Salzuflen: Bev√∂lkerung
  4. ‚ÜĎ http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&_windowLabel=T3200039671164966383319&_state=maximized&_pageLabel=dwdwww_start
  5. ‚ÜĎ http://www.archive.nrw.de/archive/script/bestand/haupt2.asp?nr=4&B_Id=212
  6. ‚ÜĎ Landesamt f√ľr Datenverarbeitung und Statistik: Sch√ľler an allgemein bildenden Schulen in NRW nach der Religionszugeh√∂rigkeit
  7. ‚ÜĎ Franz Meyer (Hrsg.): Bad Salzuflen Epochen einer Stadtgeschichte. Verlag f√ľr Regionalgeschichte, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-89534-606-4.¬† Seite 429
  8. ‚ÜĎ Amt f√ľr Datenverarbeitung und Statistik NRW
  9. ‚ÜĎ Stadtarchiv Bad Salzuflen; Stadt Salzuflen, Akte C 21
  10. ‚ÜĎ Inschrift auf seinem Grabstein auf dem Friedhof Gr√∂chteweg in Bad Salzuflen

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Wegebahn ‚ÄĒ Minitren (Minizug) n√∂rdlich von Cala Millor auf Mallorca Eine Wegebahn (manchmal auch Bimmelbahn, in √Ėsterreich auch offiziell Bummelzug genannt) ist eine Zugmaschine mit Anh√§ngern zur Personenbef√∂rderung. Es handelt sich um ein Kraftfahrzeug mit ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Bad Salzuflen ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ehrsen ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Knetterheide ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Salzuflen ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Russische Literatur ‚ÄĒ Russische Literatur. Wie in der politischen Geschichte der Russen, so bildet auch in der Geschichte ihrer Literatur den Hauptwendepunkt die Regierungszeit Peters d. Gr. Danach zerf√§llt die Geschichte der russischen Literatur in die zwei gro√üen… ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.