Piper PA-18

Piper PA-18
Piper Super Cub 1 1998-07-07.jpg
PA-18-150 „Super Cub” vor Bathurst Inlet
Typ: Schulflugzeug
Entwurfsland: Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller: Piper Aircraft Corporation
Erstflug: 1949
Indienststellung: 1949
Produktionszeit:
  • 1949 bis 1983
  • 1988 bis 1994
Stückzahl: mehr als 9.000
Piper PA-18 „Super Cub”
Eine Piper PA-18 schleppt eine Schleicher K 8
Eine Piper PA-18 mit einem Flugzeugschleppseil im Landeanflug

Die Piper PA-18 Super Cub ist ein ursprünglich militärisches Schul- und Aufklärungsflugzeug, welches ab dem Jahr 1949 in Serie hergestellt wurde. Sie ist der Nachfolger der Piper J-3, ist wie diese ein Spornradflugzeug und sieht dieser auch recht ähnlich, obwohl die Konstruktion doch stark von dem Vorgänger abweicht.

Nach der Schließung des Werks in Lock Haven im Jahre 1984 wurde die PA-18 ab 1987 wieder in Vero Beach gebaut. Um den lohnintensiven Zusammenbau zu vermeiden, wurde die PA-18 zuletzt nur noch als Bausatz gefertigt.

Mit über 40.000 gebauten Flugzeugen sind die Piper-Cub-Modelle in ihrer Klasse die meist gebauten Flugzeuge weltweit.

Inhaltsverzeichnis

Konstruktion

Der Rumpf einer Piper Pa 18 während einer Grundüberholung ohne Bespannung.

Die Tragflügel bestehen einschließlich der Spanten aus Aluprofilen. Der Rumpf wurde gegenüber der J-3 verstärkt und so den höheren Belastungen angepasst.

Das zweisitzige Flugzeug wurde in verschiedenen Motorisierungen ausgeliefert, ursprünglich mit dem Continental C-90 als „PA-18-95 Cub“. Später entstanden auch Varianten mit Lycoming-Motoren von 105-150 PS. Die Modelle mit über 125 PS verfügten über Landeklappen und ein vergrößertes Leitwerk.

Die ursprüngliche PA-18 besaß noch keine eigene Stromversorgung. Lediglich über einen kleinen, von einem Propeller am Fahrwerk angetriebenen Generator konnte der nötige Strom für das Funkgerät gewonnen werden. Später wurden oft Generatoren und Batterien nachgerüstet, wodurch die PA-18 mit einem elektrischen Starter in Gang gesetzt werden konnte.

Nutzung

Großer Beliebtheit erfreute sich das Flugzeug beim europäischen Militär; es war ein kostengünstiges Flugzeug zur Pilotenausbildung. Zahlreiche Flugzeuge wurden nach Europa, hauptsächlich Benelux und Deutschland, verschifft. Die PA-18-Schulflugzeuge der Bundeswehr waren mit Kupplungen für den Segelflugzeugschlepp ausgestattet. Die L-18C (PA-18) wurden von 1956 bis 1978 / März 1980 bei der Bundeswehr eingesetzt. Die Luftwaffe erhielt 39 Maschinen plus 1 beschädigte aus USAF-Beständen.

Bei der US Army trug die „Super Cub“ in dem von 1942 bis 1962 gültigen System die Bezeichnungen L-18 und L-21. Die von der Bundeswehr verwendeten Maschinen erhielten die Bezeichnung L-18C.

Die PA-18 erfreut sich noch heute großer Beliebtheit. So trifft man auf vielen kleineren Flugplätzen in Europa Cubs und Super Cubs an. Weit verbreitet sind hier die Varianten PA-18-95 und PA-18-150 (150 PS). Bekannt geworden ist die PA-18 in Deutschland auch durch die Flugzeuge der Burda-Staffel in den 1960er-Jahren.

Seit Februar 2011 ist auch der Anbau von RF8001 elektrohydraulischen Ski an die Super Cub vom Luftfahrtbundesamt unter der EMZ SA1449 zugelassen. Damit ist die Super Cub eines der besten Gletscherflugzeuge. Mit eingezogenen Ski hat sie so immer noch eine sehr gute Bodenfreiheit, um von Grasplätzen zu operieren.

Technische Daten

  PA-18-95 PA-18-125 PA-18-150
Hersteller: Piper Aircraft Corporation Lock Haven USA
Typ: Hochdecker Piper PA-18 "Super Cub"
Motor: Continental C-90 mit 90 PS Lycoming O-290 mit 125 PS Lycoming O-320-A2A mit 152 PS
Max. Flughöhe: 4572m/15000ft 5944m/19500ft 5791m/19000ft
Leergewicht: 381 kg 383 kg
Startgewicht: 590 kg 680 kg
Reisegeschwindigkeit: 161km/h (87kt) 176km/h (95kt) 185km/h (100kt)
Steuerung: Steuerknüppel

Siehe auch

Literatur

  • Volker K. Thomalla: Piper Cub, Super Cub. Die Geschichte der klassischen Piper-Flugzeuge. Aviatic-Verlag, Planegg 1991, ISBN 3-925505-17-2, S. 53–95.

Weblinks

 Commons: Piper PA-18 – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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