Preist


Preist
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Preist
Preist
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Preist hervorgehoben
49.9068277777786.6300083333333320
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Speicher
Höhe: 320 m ü. NN
Fläche: 6,42 km²
Einwohner:

678 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54664
Vorwahl: 06562
Kfz-Kennzeichen: BIT
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 107
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 36
54662 Speicher
Webpräsenz: www.vg-speicher.de
Ortsbürgermeister: Peter Schilling (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Preist im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Burscheid Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Modell einer Murus Gallicus (Bauprinzip wie bei der Burgmauer in Preist)

Preist ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Speicher an.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Zwischen Auw an der Kyll und Preist befinden sich die Überreste einer wallartigen Befestigung (manchmal auch als „Keltenring“ bezeichnet), die darauf schließen lassen, dass schon um 200 n. Chr. Menschen im Bereich des heutigen Preist lebten. Die Bauart dieser Wallkonstruktion hat in der Literatur unter dem Begriff "Pfostenschlitzmauer Typus »Altkönig-Preist«" Einzug gehalten. Erstmals genannt wird der Ort unter dem Namen „Bristiche“ in einer Verkaufsurkunde, nach der die Trierer Abtei St. Irminen 1283 einen Anteil am Zehnten erwarb. Obwohl auch das Trierer Domkapitel im heutigen Preist Besitzungen hatte, gehörte der Ort zum Irminer Hochgericht Orenhofen und wurde bis 1794 durch dessen Vögte, die jeweiligen Inhaber der Herrschaft Scharfbillig, verwaltet. 1473 zählte Preist 10 Feuerstätten, 1636 waren es 15 Häuser. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte sich anhaltendes Bevölkerungswachstum ein. 1840 bestehen 82 Häuser mit 467 Einwohnern.[2]. Die Bevölkerungszahl liegt heute bei ca. 700. Im Zuge der letzten Flurbereinigungsmaßnahme wurde beginnenden Zersiedlungserscheinungen unter anderem damit begegnet, dass durch die Anlage eines Ringweges um die Gemeinde eine äußere Eingrenzung der Bebauungsflächen markiert wurde.

Am 15. August 1944 wurde ein unbekannter amerikanischer Pilot in der Eifelgemeinde Preist durch Zivilisten ermordet.[3][4][5] Nach mündlicher Überlieferung sollen die (drei) Täter kurze Zeit später durch ein militärgerichtliches Schnellverfahren zum Tode durch den Strang verurteilt und hingerichtet worden sein.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

  • 1815 – 288
  • 1835 – 479
  • 1871 – 524
  • 1905 – 519
  • 1939 – 663
  • 1950 – 703
  • 1961 – 729
  • 1970 – 797
  • 1987 – 666
  • 2005 – 712

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Preist besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[7]

  CDU FWG Gesamt
2004 5 7 12 Sitze
2009 7 5 12 Sitze

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Silber über Blau schräglinks geteilt; vorne eine blaue Kornblume; hinten innerhalb eines goldenen Ringes ein ebenfalls goldenes Albkreuz“.

Erläuterung: Die Farben Silber und Blau weisen auf die ehemals luxemburgische Landeshoheit hin. Die Kornblume symbolisiert die landwirtschaftliche Wirtschaftsstruktur Preists. Das golden geringte, goldene Albkreuz steht für die alte Sankt-Cäcilia-Kapelle auf dem Kirchhof und die Patronin des Ortes. Es befindet sich auf dem Türsturz zum Turm der ehemaligen Kapelle, dem Wahrzeichen von Preist.

Kulturdenkmäler

In Preist befinden sich eine Anzahl unter Denkmalschutz stehender Kulturdenkmäler.[8]

Ortskern
  • Die Katholische Filialkirche St. Cäcilia, ein romanisierender Saalbau mit vorgelegter Westfassade, errichtet 1867/68 von Kreisbaumeister Wolff aus Bitburg.
  • Die Denkmalzone „Friedhof mit Alter Kirche“, der nördliche Teil des Friedhofs mit erhaltenen Teilen der Alten Kirche, Untergeschosse des gotischen Westturms mit spätgotischem Portalgewände; Kapellenanbau als Kriegergedenkstätte 1939/45, in der Nordwand der Kapelle eine spätgotische Sakramentsnische; Auf dem Friedhof ein barockes Kirchhofskreuz von 1750 und Grabkreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert (Friedhofstraße).
  • Das ehemalige Schulhaus mit Lehrerwohnungen, ein Krüppelwalmdachbau mit Rotsandstein- und Putzflächen, errichtet 1909/10 (Schulstraße).
  • Mehrere Quereinhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
  • Wegekreuze aus dem 17. Jahrhundert.
Gemarkung
  • Die Heinzkyller Mühle, ein stattlicher Mansarddachbau, der kurz vor 1800 erntstanden ist, dabei eine Stallscheune aus dem 19. Jahrhundert.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Preist

Quellen

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Becker, Karl E. (1980): Speicher - Raum und Zeit
  3. Kölnischer Kurier vom 9. Juni 1945 (Nr. 11, S. 2) und vom 10. Juli 1945 (Nr. 16, S. 4)
  4. Lüttgens, Karl J.: Kriegsjahre, Kriegsende und erste Neuanfänge im Kreis Schleiden 1939–1946, Gemünd 1997, S. 168
  5. Nosbüsch, Johannes: Bis zum bitteren Ende: Der Zweite Weltkrieg im Kreis Bitburg-Prüm, Trier 1978, S. 85
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
  7. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  8. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Eifelkreis Bitburg-Pruem, Seite 57 (PDF)

Weblinks

 Commons: Preist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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