Proschko

Franz Isidor Proschko (* 2. April 1816 in Hohenfurth, Böhmen; † 6. Februar 1891 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller und Jurist.

Leben

Ab 1828 besuchte er das Gymnasium in Budweis und studierte anschließend an der Universität in Prag Zivil- und Strafrecht. Nachdem er sein Studium an der Universität Wien mit einer juristischen Dissertation beendet hatte, nahm er eine Stelle als Praktikant im Polizeipräsidium in Linz an. Als solcher heiratete er auch und dort kam auch Ende Juli 1851 seine Tochter Hermine Camilla, später ebenfalls schriftstellerisch tätig, zur Welt.

Proschko wurde Polizeibeamter und nach einer Zwischenstation in Graz wurde er 1867 nach Wien versetzt. 1878 wurde ihm der Titel eines Polizeirats verliehen, 1883 ging er in Pension. Im Alter von 75 Jahren starb Franz Isidor Proschko am 6. Februar 1891 in Wien. Seine letzte Ruhestätte fand er in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 37) zwischen den Komponisten Josef Mayseder und Johannes Baptist Moser.

In Wien und Vyšší Brod (Hohenfurth) erinnern noch heute Gedenktafeln an ihn.

Werke (Auswahl)

Insgesamt verfasste Proschko um die 75 Werke - vor allem Gedichte, Novellen und Romane. Für sein literarisches Schaffen wurde Proschko mehrfach geehrt. Von Kaiser Franz Joseph I. wurde er mit der Großen Goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet und Papst Pius IX. verlieh ihm den Georgsorden.

  • Die Höllenmaschine. Historischer Roman aus der französischen Consular- und Kaiserzeit. Prag 1854.
  • Der Jesuit. Geschichtlicher Roman aus der Zet des 30jährigen Kriegs. Sartorius, Wien 1857.
  • Ein böhmischer Student (1861)
  • Der Letzte der Rosenberger. Historischer Roman aus dem 17. Jahrhundert. Wien 1861.
  • Ein Hexenprozess. Hartleben, Wien 1866.
  • Die Nadel. Historischer Roman aus der französischen Geschichte. Hübner, Leipzig 1858 (2 Bde.)
  • Leuchtkäferchen. Eine Sammlung von Fabeln und Parabeln. Manz, Regensburg 1857.
  • Der schwarze Mann (1863)
  • Deutschland und Ungarb. Günther, Leipzig 1867 (3 Bde.)
  • Geschichte und Sage aus Mähren. Manz, Wien 1878.
  • Maria Theresia. Manz, Wien 1876.
  • Erasmus Tattenbach. Historischer Roman aus dem 17. Jahrhundert.

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Proschko, Franz Isidor — • Austrian author (1816 1891) Catholic Encyclopedia. Kevin Knight. 2006. Proschko, Franz Isidor     Franz Isidor Proschko     † …   Catholic encyclopedia

  • Franz Isidor Proschko — Franz Isidor Proschko, Pseudonym: Franz von Hohenfurth, (* 2. April 1816 in Hohenfurth, Böhmen; † 6. Februar 1891 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller und Jurist. Leben Ab 1828 besuchte er das Gymnasium in Budweis und studierte… …   Deutsch Wikipedia

  • Hohenfurth — Vyšší Brod …   Deutsch Wikipedia

  • Jean-Baptiste Kleber — Jean Baptiste Kléber (* 9. März 1753 in Straßburg, Frankreich; † 14. Juni 1800 in Kairo, Ägypten) war ein französischer General. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1.1 Bis zur Revolution …   Deutsch Wikipedia

  • Jean Baptiste Kleber — Jean Baptiste Kléber (* 9. März 1753 in Straßburg, Frankreich; † 14. Juni 1800 in Kairo, Ägypten) war ein französischer General. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1.1 Bis zur Revolution …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Pr — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Straßennamen von Wien/Mariahilf — Straßen in Wien I. Innere Stadt | II. Leopoldstadt | III. Landstraße | IV. Wieden | V. Margareten | VI. Mariahilf | VII.  …   Deutsch Wikipedia

  • 2. April — Der 2. April ist der 92. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 93. in Schaltjahren), somit bleiben 273 Tage bis zum Jahresende. Historische Jahrestage März · April · Mai 1 2 …   Deutsch Wikipedia

  • Franziska von Fritsch — (geb. Franziska Ruf; * 10. März 1828 in Markt Bibart; † 18. März 1904 in Riedenburg) war eine deutsche Schriftstellerin. Leben Franziska von Fritsch kam 1828 als Franziska Ruf in Mark …   Deutsch Wikipedia

  • Jean-Baptiste Kléber — Porträt des Generals Kléber von Jean Baptiste Paulin Guérin …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.