Purmamarca

Purmamarca
Purmamarca 02.JPG
Basisdaten
Lage 23° 44′ S, 65° 29′ W-23.733333333333-65.4833333333332206Koordinaten: 23° 44′ S, 65° 29′ W
Höhe ü. d. M.: 2.206 m
Einwohnerzahl (2001): 2.089
  (Argentinien)
 
 
Verwaltung
Provinz: Jujuy
Departamento: Tumbaya
Bürgermeister: David Miguel Barrionuevo
Sonstiges
Postleitzahl: Y4618

Purmamarca gilt als Tor zur Quebrada de Humahuaca. Das kleine, indianisch geprägte Dorf zählt 2089 Einwohner (2001, INDEC), gehört verwaltungsmäßig zum Departamento Tumbaya in der Provinz Jujuy im Nordwesten von Argentinien und liegt auf einer Höhe von 2206 Metern über dem Meeresspiegel. Am nördlichen Ortsrand fließt der Río Purmamarca vorbei und im Süden erblickt man das Panorama farbiger Bergformationen, für das Purmamarca bekannt geworden ist.

Purmamarca ist ein Verkehrsknotenpunkt an der Ruta Provincial 16, die nach Westen über Susques zum Paso de Jama nach Chile führt. Diese Straße ist bis zur Grenze asphaltiert. Während der Woche dominiert der Warenaustausch mit dem Nachbarland den Verkehr, am Wochenende der Tourismus. Der höchste Punkt dieser Strecke sind die Altos del Morado mit 4.170 m. Drei Kilometer östlich von Purmamarca führt die Ruta Nacional 9 von Süden nach Norden. Sie verbindet die 65 Kilometer entfernt liegende Provinzhauptstadt San Salvador de Jujuy mit La Quiaca, der Grenzstadt zu Bolivien und führt dabei an Maimará, Tilcara und Humahuaca vorbei durch die Quebrada de Humahuaca.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Purmamarca war bereits ein alter Rastplatz auf dem Camino del Inca, längst bevor die Spanier kamen. Die spanische Ortsgründung erfolgte im 17. Jahrhundert. Sie registrierten ihn unter dem Namen, wie sie ihn von den Maisbauern der Gegend überliefert bekamen. Auf Quechua bedeutet der Name Pumamarca „Dorf des Puma“, auf Aymara „Dorf der unberührten Erde“. Es gibt aber auch Stimmen, die ihn mit seiner Funktion als Tor zur Puna in Verbindung bringen. Seit 1975 steht Purmamarca als „Lugar Histórico“ unter Denkmalschutz.

Tourismus

Purmamarca ist beliebt bei argentinischen und ausländischen Touristen wegen seiner malerischen Lage in der vom Río Purmamarca durchflossenen Quebrada de Purmamarca am Rande der Puna und am Eingang zur Quebrada de Humahuaca. Das Ortsbild ist geprägt von kolonialer Bausubstanz, ergänzt durch moderne Hotels, Hostales und Restaurants in der traditionellen Adobebauweise. Der lebendige und preiswerte Kunsthandwerksmarkt vermittelt bei Tage eine Betriebsamkeit, die bei Nacht in eine beeindruckende Stille übergeht. Nicht ganz von ungefähr nimmt eines der besten Hotels am Platze Bezug darauf und nennt sich Quelle der Stille.

Sehenswert

  • Cerro de los Siete Colores. Das touristische Highlight gehört zur Cordillera Oriental und liegt westlich von Purmacarca. Den spektakulärsten Ausblick auf den siebenfarbigen Berg hat man von der Ruta Provincial 16, etwa 400 Meter hoch, bevor man in den Ort hineinfährt. Der Cerro de los Siete Colores ist Produkt komplexer geologischer Prozesse, die sich gute 600 Millionen Jahre hinzogen. Die verschiedenen Farbschichten sind Ergebnis von Meeres-, See- und Flusssedimenten, die durch zusätzliche tektonische Bewegungen der Erde zu ihrer heutigen Attraktivität gelangten.
  • Paseo de los Colorados. Der 3 km lange Rundweg erlaubt den Blick auf von der Natur „geschnitzten“ Skulpturen an den Berghängen im Rücken Purmamarcas.
  • Iglesia de Santa Rosa de Lima. Die im klassischen Stil der Quebrada erbaute weiß getünchte Adobe-Kirche aus dem Jahre 1648 wurde 1941 zum Nationaldenkmal erklärt. Im Inneren der Kirche finden vor allem die Holzarbeiten aus Cardón, dem Holz des Kandelaber-Kaktus, ihre Bewunderer. An den Wänden der einschiffigen Kirche hängen Ölgemälde anonymer Maler des 18. Jahrhunderts aus der Malschule des alten Cuzco, darunter die Virgen de Cocharcas, La Piedad und die Inmaculada Concepción, neben der Schutzheiligen der Kirche, Santa Rosa de Lima.
  • Algarrobo Histórico. Der historisch benannte Johannisbrotbaum neben der Kirche soll Zeuge eines großen Teiles der Geschichte von Jujuy gewesen sein. Seit Alter wird auf rund 1000 Jahre geschätzt. Ebenso zahlreich scheinen die Geschichten zu sein, die man sich im Ort über ihn erzählt. Unter seiner weiten Krone soll der oberste Kazike der Region den ersten spanischen Christianisierungsbeauftragten mit einem Becher Chicha Willkommen geheißen haben und hier sollen die Truppen des General Belgrano zwischen den Schlachten zur Unabhängigkeit ausgeruht haben (1810–1816), bevor sie den Spaniern den endgültigen Abschied boten.
  • Cementerio. Der Totenkult hat in der Bevölkerung nichts von seiner Bedeutung in vorkolonialen Zeiten verloren. Daher ist ein Besuch des örtlichen Friedhofs neben der Iglesia de Santa Rosa de Lima eine Begegnung mit der Vergangenheit, die zusätzlich durch den Anblick interessanter Grabmale zu Ehren der Toten belohnt wird.
  • Feria Artesanal. Der farbenfrohe Kunsthandwerksmarkt ist ganzjährig rund um den Hauptplatz des Ortes geöffnet.

Feste

  • Januar. Unter dem Algarrobo Histórico versammeln sich die Copleros, um im Schatten des Baumes die Verse ihrer Vorfahren zu singen.
  • März. Der Karnevall, am ersten Märzwochenende. Er Beginnt am Samstag mit dem vertreiben des Karnevallsteufels und endet am Mittwoch. Der Karnevall ist nicht mit dem von Brasilien zu vergleichen und hat seine ganz eigene Art und Weise.
  • August. Das Patronatsfest zu Ehren von Santa Rosa de Lima findet alljährlich am 30. August statt.

Weblinks


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