Pützchen-Bechlinghoven

Pützchen-Bechlinghoven
Stadt Bonn
Koordinaten: 50° 45′ N, 7° 9′ O50.7498444444447.1515416666667Koordinaten: 50° 44′ 59″ N, 7° 9′ 6″ O
Einwohner: 5.123
Eingemeindung: 1. Aug. 1969
Postleitzahl: 53229
Vorwahl: 0228
Karte

Lage von Pützchen-Bechlinghoven in Bonn

Pützchen und Bechlinghoven sind Teile des Bonner Stadtbezirks Beuel, die am Fuße des Ennerts liegen. Sie haben zusammen 5.123 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2008) [1].

Inhaltsverzeichnis

Sehenswürdigkeiten

Pützchen verfügt sowohl über eine alte katholische Kirche (erbaut 1724) als auch über eine neue evangelische Kirche.

Namensherkunft

Der Name Pützchen bedeutet im Rheinländischen Dialekt "Brünnchen" (oder "Quelle"). Er ist abgeleitet von lateinisch "Puteus" oder französisch "Puits", im Rheinischen "Pütz") und bezieht sich auf das Adelheitsbrünnchen, das zu Ehren der heiligen Adelheid erbaut wurde. Der Sage vom Quellwunder von Pützchen nach kniete die Äbtissin des benachbarten Stiftes Vilich, Adelheid (960–1015), als eine große Dürrezeit im Rheinland herrschte während einer Bittprozession zwischen 999 und 1005 n. Chr.[2] auf freiem Felde nieder und bat, gestützt auf ihren Äbtissinnenstab um göttliche Hilfe, worauf an jener Stelle, wo ihr Stab im Erdboden versunken war, besagte Quelle entsprang[3]. Da dem alaunhaltigen Wasser des Brunnens besondere Heilkraft zugeschrieben wurde und von zahlreichen Wunderheilungen berichtet wurde, entwickelte sich der Ort bald zu einem beliebten Ziel für Wallfahrten, in deren Zusammenhang der jährliche Pützchens Markt seine Ursprünge hat.

Einwohnerentwicklung[4]

Jahr Einwohner
1816 260
1843 337
1871 522
1905 957
1961 2.195[5]

Freizeit

Pützchens Markt im Sommer 2006

Die auf Ursprünge im Jahr 1367 zurückgehende 5-Tage-Kirmes Pützchens Markt ist die größte der Region und ein großer Publikumsmagnet für den Ortsteil. Im Sommer ist das Freibad Ennertbad eine sehr beliebte Anlaufstelle.

Bildungseinrichtungen

Brunnen in Pützchen. Im Hintergrund ist die katholische Kirche zu sehen.

Es gibt in Pützchen drei Schulen: Die Marktschule (Grundschule), die Integrierte Gesamtschule Bonn-Beuel (beherbergt zusätzlich noch eine Bibliothek) und das Erzbischöfliche Sankt-Adelheid-Gymnasium, eine Mädchenschule, die auf dem Gelände des früheren Karmelitenklosters Pützchen steht und bis 1985 von Schwestern des Sacré-Cœur-Ordens geführt wurde. Dort befindet sich auch der Adelheidis-Brunnen.

Ein interessantes Projekt ist die „Jugendfarm“. Dies ist ein Gelände, auf dem Jugendliche unter Aufsicht von erwachsenen Betreuern leben. Es gibt Werkstätten, eine Reitmöglichkeit, die Möglichkeit, eine kleine Hütte zu bauen und vieles weitere.

Einzelnachweise

  1. Stadt Bonn - Zahlen, Daten, Fakten
  2. [1]
  3. [2]
  4. Gemeindelexikon Preußen, 1871 und 1905; Übersicht ... des Regierungs-Bezirks Köln, 1816 und 1843.
  5. Beiträge zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen, Sonderreihe Volkszählung 1961. Heft 2 b, Düsseldorf 1963, S. 59.

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