Rafer Johnson

Rafer Lewis Johnson (* 18. August 1935 in Hillsboro, Texas) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Leichtathlet. Seine Spezialdisziplin war der Zehnkampf.

Leben

Johnsons Familie zog nach Kingsburg, Kalifornien, als er neun Jahre alt war. Er spielte zunächst in verschiedenen Schulmannschaften American Football, Baseball und Basketball und entschloss sich, Zehnkämpfer zu werden, nachdem er den Doppel-Olympiasieger Bob Mathias im Fernsehen gesehen hatte.

1954 bestritt Johnson seinen ersten Zehnkampf während seines ersten Studienjahrs an der UCLA. Schon in seinem vierten Wettkampf stellte er einen neuen Weltrekord auf. 1954 gewann er auch den Titel bei den Panamerikanischen Spielen. Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne wurde er Zweiter im Zehnkampf. Er hatte sich auch für den Weitsprung qualifiziert, zog sich dann jedoch eine kleine Verletzung zu und konnte deshalb nicht starten.

Wegen diverser Verletzungen (darunter ein Autounfall) verpasste Johnson die Saisons 1957 und 1959. Doch 1958 und 1960 verbesserte er den Weltrekord je ein Mal. Die Krönung seiner Karriere erfolgte bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom, wo er Olympiasieger wurde. Zweiter wurde sein Freund, Trainings- und Studienkollege, der Taiwaner Yang Chuan-Kwang.

Nach dem Olympiasieg beendete Johnson seine Karriere. Er hatte kleinere Rollen in mehreren Filmen und arbeitete als TV-Sportkommentator. 1968 arbeitete er im Team des Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy, der im gleichen Jahr erschossen wurde. 1984 entzündete er bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die olympische Fackel, nachdem er als Mitglied des Exekutivkomitees des Los Angeles Olympic Organizing Committee bereits an der Organisation der Spiele beteiligt gewesen war.

Johnsons Bruder Jimmy war ein sehr erfolgreicher American Football-Spieler, seine Tochter Jennifer spielte Beachvolleyball bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney.

Filmdokumentation

  • The Rafer Johnson Story. TV-Dokumentation von Mel Stuart (Regie) und Malvin Wald (Drehbuch), USA 1961, Farbe, 60 Minuten

Weblinks


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