Rahden

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Rahden
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rahden
Rahden
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rahden hervorgehoben
52.4327777777788.613333333333339
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Minden-LĂŒbbecke
Höhe: 39 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 137,35 kmÂČ
Einwohner:

15.636 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl: 32369
Vorwahl: 05771
Kfz-Kennzeichen: MI
GemeindeschlĂŒssel: 05 7 70 040
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lange Straße 9
32369 Rahden
WebprÀsenz: www.rahden.de
BĂŒrgermeister: Bernd Hachmann (CDU)
Lage der Stadt Rahden im Kreis Minden-LĂŒbbecke
Minden HĂŒllhorst Espelkamp Bad Oeynhausen LĂŒbbecke Rahden Petershagen Preußisch Oldendorf Porta Westfalica Hille Stemwede Nordrhein-Westfalen Niedersachsen Niedersachsen Kreis Herford Kreis Lippe Niedersachsen NiedersachsenKarte
Über dieses Bild

Rahden Zum Anhören bitte klicken! [ˈʀadn] (niederdeutsch: Roh’n) ist eine Stadt im Ă€ußersten Norden von Nordrhein-Westfalen zwischen Bielefeld und Bremen sowie zwischen Hannover und OsnabrĂŒck. Rahden gehört zum Kreis Minden-LĂŒbbecke in Ostwestfalen-Lippe (Regierungsbezirk Detmold).

Rahden wurde erstmals 1033 erwÀhnt und war von 1816 bis 1831 Kreisstadt des Kreises Rahden.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Rahden liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens und im Norden des Kreises Minden-LĂŒbbecke. Im Norden des Stadtgebiets liegt der NRW-Nordpunkt - der nördlichste Punkt des Landes. NaturrĂ€umlich liegt das Stadtgebiet in der Norddeutschen Tiefebene bzw. in der DĂŒmmer-Geestniederung. Markante Erhebungen gibt es kaum. Der höchste „Berg“ ist das Hohe Feld in der Kernstadt mit rund 59,1 m ĂŒ. NN. Das Stadtgebiet liegt mehrheitlich zwischen minimal 37 m ĂŒ. NN und 45 m ĂŒ. NN. NaturrĂ€umlich liegt das Gebiet ferner zum Teil in der Rahden-Diepenauer Geest und im Norden bereits in einem Teilraum der Diepholzer Moorniederung. Hier reicht Rahden bis fast an das Oppenweher Moor. KulturrĂ€umlich gehört das Stadtgebiet zum Mindener Land.

Bei den GewĂ€ssern im Gemeindegebiet zĂ€hlen die meisten zu den EntwĂ€sserungskanĂ€len, die das Gebiet in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden entwĂ€ssern. Sie wurden kĂŒnstlich angelegt und bilden oftmals kein klassisches Flusssystem aus Neben- und HauptflĂŒssen, das sich aus der Fließrichtung ergibt. Einer dieser GrĂ€ben ist der Tielger Bruchgraben, der von Oppenweher Moor kommend in die von SĂŒden kommende Große Aue entwĂ€ssert. Der Wesernebenfluss Große Aue durchfließt das Stadtgebiet von SĂŒden kommend Richtung Nordosten. Von Westen her kommend vereinigt sich der Große Dieckfluss auf dem Stadtgebiet mit der Großen Aue. Die östliche Stadtgrenze zu Niedersachsen bilden der Weberbach und in VerlĂ€ngerung der Große Aue-Nebenfluss Wickriede.

Die nĂ€chstgelegenen GroßstĂ€dte sind Bielefeld (40 Kilometer sĂŒdwestlich gelegen), OsnabrĂŒck (45 Kilometer westlich), Bremen (71 Kilometer nordöstlich) und Hannover (75 Kilometer sĂŒdöstlich).

Siehe auch: NaturrÀume in OWL, GewÀsser in OWL

Geologie

Geothermische Karte von Rahden
Großer Stein

Das Gebiet ist geologisch relativ einheitlich aufgebaut. Die meisten Teile bestehen aus Gesteinen aus dem QuartĂ€r. Einzelne HĂŒgel sind aus Schichten der obersten Kreide aufgebaut. Teilweise wurden in der Eiszeit Findlinge in das Gebiet eingetragen, so zum Beispiel der „Große Stein“ von Tonnenheide. Die Böden bestehen ganz ĂŒberwiegend aus Geestböden. Diese sind sandig und nur wenig fruchtbar. In den Moorniederungen im Norden ist das Gebiet meist nur extensiv nutzbar.

Rahden eignet sich weitgehend gut bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen WÀrmequellen mittels ErdwÀrmesonde und WÀrmegewinnung durch WÀrmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte)[2].

Großer Stein in der Tonnenheide

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets

Der niedrigste Punkt des rund 137 Quadratkilometern großen Stadtgebiets liegt bei rund 37 m ĂŒ. NN im Nordwesten der Gemeinde. In der Kernstadt erreicht das GelĂ€nde eine Höhe von 59,1 m ĂŒ. NN. Die maximale NordsĂŒdausdehnung betrĂ€gt rund 16 km. Die maximale Distanz von der West- zur Ostgrenze betrĂ€gt rund 11 km.

Rahden ist eine im Kreis- und Landesvergleich Ă€ußerst waldarme, dĂŒnn besiedelte und relativ stark von landschaftlicher Nutzung geprĂ€gte Gemeinde. Einziges grĂ¶ĂŸeres Waldgebiet ist der Osterwald bei Tonnenheide, ehemals Teil des TruppenĂŒbungsplatzes Wickriede im SĂŒdwesten. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick ĂŒber die genauen FlĂ€chenanteile der Nutzungsarten:

FlÀche
nach Nutzungsart
Landwirt-
schaftsflÀche
Wald-
flÀche
Siedlungs-
und VerkehrsflÀche
Wasser-
flÀche
sonstige
Nutzung
FlÀche in ha 10.857 733 1.706 426 13
Anteil an GesamtflĂ€che 79 % 5,3 % 12,4 % 3,1 % 0,1 %

Quelle: LDS[3]

Nachbargemeinden

Die Nachbarkommunen von Rahden sind im Uhrzeigersinn: Stadt Espelkamp im SĂŒden und die Gemeinde Stemwede im Westen (beide Kreis Minden-LĂŒbbecke). Im Norden grenzt Rahden an die niedersĂ€chsische Gemeinde Wagenfeld. Im Osten grenzt Rahden an den niedersĂ€chsischen Flecken Diepenau in der Samtgemeinde Uchte.

Stadtgliederung

Seit der Gebietsreform 1973 gehören gemĂ€ĂŸ §3 der Hauptsatzung[4]folgende Ortschaften zur Stadt:

Ortschaft Einwohner1 Stadtgliederung
Rahden administrativ.svg
Rahden 4.689
Kleinendorf 4.242
Varl 1.676
Sielhorst 791
Preußisch Ströhen 2.075
Wehe 1.730
Tonnenheide 1.784

1Stand: 31. Dezember 2006[5]

Klima

Klimadiagramm von Rahden-Varl

Das Klima in Rahden wird durch die Lage im ozeanisch-kontinentalen Übergangsbereich Mitteleuropas und durch seine Lage in der Norddeutschen Tiefebene bestimmt. Das Gebiet liegt ĂŒberwiegend im Bereich des subatlantischen Seeklimas, weist aber temporĂ€re kontinentale EinflĂŒsse auf. Die Winter sind unter atlantischem Einfluss meist mild, die Sommer mĂ€ĂŸig-warm, die NiederschlĂ€ge relativ gleichmĂ€ĂŸig verteilt. Es ĂŒberwiegen westliche und sĂŒdwestliche Winde, die NiederschlĂ€ge mit sich fĂŒhren. Die Jahresniederschlagsmenge liegt im langjĂ€hrigen Mittel bei 688 mm. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei rund 9,3 Â°C. Damit gehört Stadt zu den trockensten und wĂ€rmsten Gebieten Ostwestfalens. [6][7] Am 20. August 2009, dem wĂ€rmsten Tag dieses Jahres in Deutschland, wurde an der Wetterstation in Rahden-Varl mit 37,8 Â°C die höchste Temperatur Deutschland des Jahres 2009 erreicht.[8]

Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe

Geschichte

Geschichte

FrĂŒhgeschichte

Bodenfunde zeigen, dass das heutige Stadtgebiet bereits vor 10.000 - 12.000 Jahren in der mittleren Steinzeit auf der Rahdener Geest besiedelt war. Die Geest lag als erhöhte Bodenschwelle inmitten sumpfiger Niederungen und feuchter Gebiete und bot sich damit als Siedlungsort an. Reste von GroßsteingrĂ€bern in Varl („Hohe Steine“) und das HĂŒnengrab im SteinkĂ€mper Feld bezeugen diese frĂŒheste Besiedlung des heutigen Stadtgebiets. Weiterhin deuten HĂŒgelgrĂ€ber in Wehe (erhalten) und Tonnenheide (Bodendenkmal) mit umfangreichen Grabbeigaben wie Ascheurnen, Bronzeschmuck und ein Schwert auf eine Besiedlung in der Bronzezeit hin.

Unter bischöflicher Herrschaft

Die erste ErwĂ€hnung Rahdens datiert aus dem Jahr 1033. In einer Urkunde Kaiser Konrads II. bestĂ€tigt der Kaiser eine Hufe in Rodun als Besitz des Stifts St. Martini in Minden. Der Name Rodun leitet sich wohl von den Rodungen der WĂ€lder ab. Schon frĂŒh steht das Gebiet um Rahden damit wie das gesamte Mindener Land unter dem Einfluss des Bistums Minden bzw. dessen sĂ€kularer Herrschaft FĂŒrstbistum Minden.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts entstand in Kleinendorf durch die Bischöfe von Minden eine Burg. An dieser strategisch wichtigen Furt ĂŒber die Aue sicherte die Burg Rahden mehrere hier sich kreuzende Handelswege. Die Wasserburg war zunĂ€chst der bischöflichen Drosten und spĂ€ter der brandenburgisch-preußischen AmtmĂ€nner und Beamten der königlichen DomĂ€nenverwaltung.

1353 stiftet Bischof und gleichzeitig Graf von Schaumburg Gerhard I. die St. Johannis-Kirche Rahden. Diese Kirche wird Ausgangspunkt der Siedlung und heutigen Ortsteils Rahden. Diese Kirche auf dem Sandbrink ist jedoch ein Nachfolger einer alten Klus, die im Bereich des heutigen Westerfelds gestanden haben muss. 1572 wird der Markt von Rahden erstmals erwĂ€hnt. Ebenfalls 1572 werden die Orte Kleinendorf, Varl, Sielhorst, Preußisch Ströhen, Wehe und Tonnenheide erstmals genannt.

Das preußische Rahden

1648 fĂ€llt das Hochstift Minden nach dem WestfĂ€lischen Frieden als sĂ€kularisiertes FĂŒrstentum Minden an Brandenburg-Preußen. Die Burg Rahden bleibt Sitz eines Amtmannes. Das Amt Rahden umfasste den nordwestlichen Teil des FĂŒrstentums. Dies entspricht in etwa den heutigen Kommunen Stemwede und Rahden. 1719 werden die FĂŒrstentĂŒmer Minden und die Grafschaft Ravensberg unter formaler Beibehaltung ihrer IntegritĂ€t zum Verwaltungsgebiet Minden-Ravensberg zusammengefasst.

Ab 1772 trĂ€gt u. a. der Bau des Neuen Kanals - einem Seitenkanal der Großen Aue - dazu bei, dass die ĂŒberwiegend sumpfig-nassen und ĂŒberwiegend sandigen Böden landwirtschaftlich in grĂ¶ĂŸerem Umfang nutzbar werden. Der Bau der EntwĂ€sserungsanlagen entlang der Aue, dem Großen Dieckfluss und der Wickriede dauerte rund 100 Jahre. Mit Beginn dieser Maßnahmen werden durch die preußischen Landreformen im Rahdener Gebiet die gemeinen Marken geteilt.

Im Winter 1878/79 brannte die Burg (das sogenannte „Schloss“) letztmalig ab. Ein Teil der verbliebenen Außenmauern bilden die heutige Ruine.

Die napoleonische Zeit

1806 fĂ€llt das Gebiet um Rahden an Napoleon und wird 1807 Teil des französischen Vasallenstaates Königreich Westphalen. Rahden ist zunĂ€chst Kantonsort im Departement der Weser (Distrikt Minden). Zwischen 1811 und 1813 wird das Gebiet Teil unmittelbarer Teil des Kaiserreichs Frankreich. Rahden bleibt aber Kantonsort im Distrikt Minden, der fast vollstĂ€ndig zum neu errichteten DĂ©partement de l’Ems-SupĂ©rieur geschlagen wurde. Nach der RĂŒckeroberung durch Preußen gehörte Rahden ab 1813 bis zur GrĂŒndung der preußischen Provinz Westfalen provisorisch zum Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein.

Die Industrialisierung

Die Preußen förderten in Minden-Ravensberg die Flachsverarbeitung und so erblĂŒhte auch in Rahden im 18. Jahrhundert die Textilverarbeitung in proto-industrialistischerer Arbeitsteilung. Im Rahdener Gebiet standen ĂŒber 1000 WebstĂŒhle, die den Löwendleinen verarbeiteten. Durch die Rahdener Legge liefen zeitweise 500.000 Ellen-Leinen. Dennoch setzte die Industrialisierung in Rahden zunĂ€chst nicht durchdringend ein, so dass die Ă€rmerere bĂ€uerliche Bevölkerung als „Rahdener Kiepenkerle“ im Winter in ganz Minden-Ravensberg ihre handgemachte Waren wie Holzschnitzereien anboten. Im 19. Jahrhundert wurden diese Formen bĂ€uerlicher Hausarbeit jedoch durch die zunehmend aufkommenden Industrieprodukte verdrĂ€ngt. Auch die nun weitgehend vollstĂ€ndig industriell organisierte Textilproduktion fand zunehmend in den industriellen Zentren Minden-Ravensbergs statt und litt unter erheblicher Konkurrenz durch die stĂ€rker technologisierten auslĂ€ndischen Spinnereien und Webereien. In der Mitte des 19. Jahrhunderts sind viele Rahdener dadurch gezwungen beispielsweise nach Amerika auszuwandern oder sich als HollandgĂ€nger zu verdingen. Erst mit dem Bau der Ravensberger Bahn 1899 von BĂŒnde nach Bassum wird Rahden an die Hauptstrecken der Köln-Mindener Eisenbahn angebunden, 1910 folgt die Strecke nach Uchte. In Rahden wurde dadurch eine Grundlage fĂŒr eine weitere industrielle Entwicklung geschaffen. Rahden entwickelt sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer „Eisenbahnerstadt“.

Nach der Franzosenzeit

Bereits 1816 hatte der Staat Preußen nach RĂŒckeroberung seiner Westgebiete seine Verwaltungsstrukturen grundlegend modernisiert. Rahden wurde 1816 Kreisstadt des neuen Kreises Rahden, der im Wesentlichen den westlichen Teil des nicht mehr rekonstruierten FĂŒrstentum Mindens entsprach. Außerdem bestand weiterhin das Amt Rahden, das aus den Gemeinden Großendorf (mit Flecken Rahden), Kleinendorf, Sielhorst, Ströhen, Tonnenheide, Varl und Wehe bestand. Bereits 1832 wurde der leicht vergrĂ¶ĂŸerte Kreis Rahden zum Kreis LĂŒbbecke, und der Kreissitz wanderte ins ohnehin weitaus grĂ¶ĂŸere LĂŒbbecke. In der MĂ€rzrevolution 1848 kam es zu "Tumulten" in Rahden und Levern, so dass der Landrat MilitĂ€r anforderte, das aber mangels Truppen dort nicht zum Einsatz kam.[9] Am 1. April 1910 wurde dann Espelkamp durch Ausgliederung aus Großendorf gebildet.[10] Im gleichen Jahr wurde die Gemeinde Großendorf in Rahden umbenannt.

In der Bundesrepublik

Nach der britischen Besatzung, der Auflösung Preußens und der GrĂŒndung des Landes Nordrhein-Westfalens hatte Rahden eine Besonderheit zu bieten: Der heutige Ortsteil Preußisch Ströhen war die nördlichste Gemeinde des Landes.

Durch die große Gebietsreform zum 1. Januar 1973 wird der Kreis LĂŒbbecke mit dem Kreis Minden vereinigt und die kommunalen Grenzen deutlich verĂ€ndert. Rahden erhĂ€lt seinen heutigen territorialen Zuschnitt indem zum 1. Januar 1973 die heutigen Ortsteile und damaligen selbststĂ€ndigen Gemeinden des Amtes Rahden zusammengefasst werden. Der sĂŒdliche Teil von Tonnenheide fĂ€llt dabei als Ortsteil Schmalge an Espelkamp. Ein kleiner Teil des jetzt zur Gemeinde Stemwede gehörenden Ortsteils und der damaligen selbststĂ€ndigen Gemeinde Oppenwehe fĂ€llt dabei an die neue Kommune Rahden. Mit der Kommunalreform erhĂ€lt Rahden die Stadtrechte.

Seit 1994 ist Rahden Endpunkt der Ravensberger Bahn, da die Teilstrecke nach Norden stillgelegt wurde. Die Strecke nach Uchte wurde bereits 1968 als Kursbuchstrecke deaktiviert.

Religionen

Kirche in Pr. Ströhen

Die Bevölkerung ist ganz ĂŒberwiegend evangelisch-lutherisch, nachdem das FĂŒrstbistum Minden die evangelische Lehre annahm und spĂ€testens seitdem es 1648 sĂ€kularisiert wurde und als FĂŒrstentum Minden dem protestantischen Preußen zugeschlagen wurde. Kleinere Verschiebungen in der Konfessionslandschaften waren die Folge der allgemeinen Binnemmigration und SĂ€kularisierung, dem Zuzug von osteuropĂ€ischen SpĂ€taussiedlern und dem Zuzug von sĂŒdeuropĂ€ischen Gastarbeitern nach dem Zweiten Weltkrieg. Den verschiedenen Konfessionen stehen im Zentrum von Rahden die jeweiligen Kirchen zur VerfĂŒgung. In der Ortsmitte die evangelische St.-Johannis-Kirche und eine Neuapostolische Kirche sowie im Ortsteil Kleinendorf die katholische Michaels-Kirche und ein mennonitisches Bethaus.

Ein Indiz fĂŒr die Verteilung kann die Angabe der konfessionellen Zugehörigkeit der Rahdener SchĂŒler sein. Demnach sind rund 79 % der SchĂŒler evangelisch, 6 % katholisch, 3 % islamisch. 6 % geben an, einer sonstigen Konfession anzugehören, und 6 % rechnen sich keiner Konfession zu.[11]

Eine jĂŒdische Gemeinde mit einer Synagoge gab es in Rahden bis 1938. Die Synagoge stand auf dem heutigen Parkplatz des Rathauses an der Langen Straße. WĂ€hrend der Novemberpogrome 1938 brannte die Rahdener Synagoge vollstĂ€ndig ab. Ein Gedenkstein auf dem Rathausparkplatz erinnert heute an die ehemalige jĂŒdische Gemeinde Rahden.

Eingemeindungen

Die heutige Stadt Rahden entstand in einer Gebietsreform nach dem Bielefeld-Gesetz vom 24. Oktober 1972 zum 1. Januar 1973. Dazu wurden die sechs rechtlich selbststĂ€ndigen Gemeinden des Amtes Rahden im Kreis LĂŒbbecke zusammengefasst.[12] Diese ehemaligen Gemeinden bilden die heutigen Ortsteile von Rahden. Gleichzeitig wurde Rahden Teil des neugebildeten Kreises Minden-LĂŒbbecke. Neben kleineren, unwesentlichen Flurbereinigungen zu diesem Stichtag wurden außerdem ein kleiner Teil im Osten der Gemeinde Oppenwehe (Amt Dielingen-Wehdem) nach Rahden umgegliedert sowie der sĂŒdliche Teil der Gemeinde Tonnenheide als Ortsteil Schmalge an das zum 1. Januar 1973 ebenfalls neu zugeschnittenen Espelkamp abgegeben. Nach dem 1. Januar 1973 gab es keine weiteren Umgliederungen bzw. Eingemeindungen in das Stadtgebiet.

Einwohnerentwicklung

Folgende Tabelle zeigt die Einwohnerentwicklung seit 1977:

Jahr Einwohner
1977 (31. Dezember) 13.462
1982 (31. Dezember) 13.003
1987 (31. Dezember) 13.438
1992 (31. Dezember) 14.535
Jahr Einwohner
1997 (25. Mai) Âč 15.150
2002 (31. Dezember) 15.974
2007 (31. Dezember) 16.019

Quelle: LDS[3]

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat von Rahden hat derzeit 36 Sitze. Hinzu kommt der BĂŒrgermeister als Ratsvorsitzender. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

[13][14] 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  %
CDU 17 48,60 19 58,06 21 64,35 18 52,71 19 53,47 19 54,76 19 57,60 21 61,14
SPD 9 24,14 8 23,59 8 26,02 11 34,00 11 33,35 11 32,68 12 36,35 10 31,93
FWG1 5 14,15 2 7,54 − − − − − − − − − − − −
FDP 3 8,09 2 6,45 2 6,06 2 6,19 2 7,98 2 6,82 2 6,06 2 6,93
GrĂŒne 2 5,01 1 4,36 1 3,57 2 7,10 1 5,20 1 5,73 − − − −
Gesamt2 36 100 32 100 32 100 33 100 33 100 33 100 33 100 33 100
Wahlbeteiligung 55,04 55,30 57,27 78,69 68,88 70,44 72,20 84,64

1Freie WĂ€hlergemeinschaft
2ohne BerĂŒcksichtigung von Rundungsdifferenzen

BĂŒrgermeister

Rathaus der Stadt Rahden

BĂŒrgermeister ist zurzeit Bernd Hachmann (CDU). Er wurde am 12. September 1999 im ersten Wahlgang mit 75,7 Prozent der gĂŒltigen Stimmen zum ersten hauptamtlichen BĂŒrgermeister gewĂ€hlt.[15] Das Amt des Stadtdirektors wurde mit der EinfĂŒhrung eines hauptamtlichen BĂŒrgermeisters abgeschafft. Das Amt des Stadtdirektors wurde bis zur Kommunalwahl am 12. September 1999 von Bernd Hachmann ausgefĂŒllt. Seitdem ĂŒbernimmt der BĂŒrgermeister auch die Aufgaben als Verwaltungschef. Bei der Wahl am 26. September 2004 wurde Hachmann mit 83,7 Prozent der gĂŒltigen Stimmen, 2009 mit 63,33 Prozent wiedergewĂ€hlt.[16]

Folgende Tabellen zeigt die Amtszeiten der BĂŒrgermeister und Stadtdirektoren seit 1973:

Amtszeit BĂŒrgermeister
1973–1985 Reinhold Spönemann (CDU)
1985–1999 Wilhelm Möhring (CDU)
1999–heute Bernd Hachmann (CDU)
Amtszeit Stadtdirektor
1973–1982 Alfred Suderow
1982–1988 GĂŒnter Kozlowski
1988–1999 Bernd Hachmann

Wappen, Flagge und Siegel

Rahden.svg

Der Stadt wurde durch Urkunde des RegierungsprĂ€sidenten vom 19. April 1973 das Recht zur FĂŒhrung eines Wappens, einer Flagge und eines Banners verliehen. Das Wappen zeigt laut § 2 der Hauptsatzung:

Unter einem silbernen (weißen) Schildhaupt mit 3 blauen fĂŒnfblĂ€ttrigen Rosen in Rot 2 kreuzweise gestellte silberne (weiße) Haken mit Griff.

Die Flagge ist von Rot und Weiß lĂ€ngsgestreift mit dem von der Mitte zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt, wobei das Schildhaupt im roten Flaggenstreifen, der ĂŒbrige Schild im weißen Flaggenstreifen steht.

Entworfen wurden Wappen und Siegel der Stadt vom damaligen Realschullehrer und Heimatforscher Heinrich Bretthauer. Die drei blauen in der Hauptsatzung und Blasonierung als Rosen bezeichneten BlĂŒten symbolisieren FlachsblĂŒten (vgl. auch das Wappen des Kreises Bielefeld), die rund um die Rahdener Legge einst zu Leinen verarbeitet wurden, und die beiden schrĂ€ggekreuzten Schafhaken symbolisieren das landwirtschaftlich geprĂ€gte Rahdener Land in frĂŒheren Zeiten.

StÀdtepartnerschaften

Rahden hat zwei StÀdtepartnerschaften:

  • Flag of Germany.svg Glindow, Ortsteil der Stadt Werder in Brandenburg, seit 1990
  • Flag of Hungary.svg GalgahĂ©vĂ­z (Ungarn), seit 1995

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

Das Theater im Pavillon (TIP) der frĂŒheren Hauptschule im Ortsteil Wehe zeigt in TrĂ€gerschaft der Volkshochschule Altkreis LĂŒbbecke Schauspiele, Musiktheater, Kindertheater, Jugendtheater und KleinkunstauffĂŒhrungen im rund 100 PlĂ€tze zĂ€hlenden Theater.

Museen

  • In der Stadt befindet sich der Museumshof Rahden mit historischen landwirtschaftlichen GebĂ€uden, einer MĂŒhle und GerĂ€ten aus der Umgebung. Zum Ensemble gehört auch ein Steinbackofen aus dem 16. Jahrhundert. An den Mahl- und Backtagen wird hier auch heute noch Brot und Kuchen gebacken.
  • In Rahden ist der Verein Museums-Eisenbahn Rahden-Uchte e.V. beheimatet. Gezeigt werden Ausstellungen zur örtlichen Eisenbahngeschichte. Außerdem fĂŒhrt der Verein in den Sommermonaten Fahrten auf der Strecken Rahden-Uchte durch (siehe auch Verkehr).
  • Der NRW-Nordpunkt bezeichnet den nördlichsten Punkt Nordrhein-Westfalens. Vor Ort gibt es Veranstaltungen, Kunst und teils Gastronomie. Der Nordpunkt ist vielfach Treffpunkt/Ziel von Motorradfahrern/-routen.

Musik

Zu den Kapellen und Orchestern in Rahden zĂ€hlen die SpielmannszĂŒge der örtlichen SchĂŒtzenvereine, der Spielmannszug Kleinendorf, die Heimatkapelle Rahden und Posaunenchöre in Preußisch Ströhen und Rahden. Daneben gibt es zahlreiche Gesangsvereine: die Cantulianer, Frischauf Sielhorst, Frohsinn Kleinendorf, Liedertafel Rahden, Gesangverein Sangeslust Tonnenheide, Kantorei und Kinderchor Rahden sowie der Singkreis Preußisch Ströhen. Weiterhin unterhalten die weiterfĂŒhrenden Schulen in Rahden, die Freiherr-von-Stein-Realschule und das Gymnasium in Rahden, eigene Schulbands.

Bauwerke

Die Ruine der Burg Rahden
MarktschÀnke am Alten Markt
BockwindmĂŒhle in Wehe
WindmĂŒhle Tonnenheide
  • Burgruine in Rahden-Kleinendorf: Die Burg wird zwischen 1310 und 1320 errichtet und diente lange Jahre als Sitz verschiedener Amtspersonen. Im Winter 1878/79 brannte die Burg letztmalig ab und steht seitdem nur noch als Burgruine.
  • Burg Stelle: Die Burg in Stelle ist nur noch als Bodendenkmal erhalten. Urkundliche erwĂ€hnt wird die Burg erstmals im 13. Jahrhundert. Die Burg Stelle scheint aber nur kurze Zeit bedeutend gewesen zu sein, denn die nur wenige Kilometer entfernte Burg Rahden wurde im 14. Jahrhundert dauerhaft in Ziegelbauweise ausgebaut.[17]
  • St. Johannis Kirche: Der Westturm der Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, das Langhaus ursprĂŒnglich aus dem Jahr 1353. Letzteres wurde 1789 umgebaut und dabei völlig neu gestaltet. Die GrĂŒndung der Kirche geht der Überlieferung nach auf den Mindener Bischof Gerhard I. im Jahre 1353 zurĂŒck. Die Kirche hat ein klassizistisches Langhaus mit erhaltener gotischer SĂŒd- und Ostwand.
  • Bahnhof Rahden von 1899 mit Lokschuppen und Drehscheibe. Der Lokschuppen verfĂŒgte bis 1969 noch ĂŒber einen Wasserturm, der jedoch zum Jahresende 1969 gesprengt wurde. Seit dem Jahr 2007 wurde das BahnhofsgebĂ€ude umfassend saniert. Nach der Sanierung des Bahnhofes hat der örtliche Kulturverein "Kul-TĂŒr" im alten GĂŒterschuppen ein neues Zuhause gefunden. Hier sind AuffĂŒhrungen fĂŒr bis zu 160 GĂ€ste möglich. Im HauptgebĂ€ude hat neben dem Stadtarchiv auch die Chronikgruppe der Museumseisenbahn ein neues Domizil gefunden. Weiterhin sind RĂ€umlichkeiten fĂŒr das DRK geschaffen worden. Im alten BĂŒro des Bahnhofsvorstehers hat die Stadt Rahden ein "Trauzimmer" eingerichtet, eine Dependance zum Standesamt im Rathaus.
  • MarktschĂ€nke, Alter Markt 1. In diesem Fachwerk-Dielenhaus aus der Zeit um 1680 befindet sich heute die MarktschĂ€nke. Es ist das Geburtsthaus von Prof. Carl Langhorst, dem EhrenbĂŒrger der Stadt Rahden. Außerdem befand sich hier frĂŒher das alte Rahdener Kino. Im Jahr 1985/86 wurde es umfassend restauriert.
  • Schloss Rahden von 1883. Das "Schloss Rahden" wurde 1883 vom Gutsbesitzer Bock im heutigen Ortsteil Kleinendorf errichtet. Es ist landlĂ€ufig auch als "Gut Bock" bekannt. Heute befindet sich in dem GebĂ€ude der Verwaltungstrakt des umfangreichen Seniorenheims "Schloss Rahden". Das Schloss befindet sich in unmittelbarer NĂ€he zur Burgruine Rahden.

Außerdem sind folgende Rahdener MĂŒhlen Teil der WestfĂ€lischen MĂŒhlenstraße:

  • BockwindmĂŒhle in Rahden-Wehe: Diese MĂŒhle ist nach bisherigen Erkenntnissen die Ă€lteste im Kreis Minden-LĂŒbbecke an einem Standort stehende WindmĂŒhle. Seit ungefĂ€hr 1370 stand hier eine MĂŒhle. Als Bischofs-MĂŒhle wurde sie in einem Urkundenbuch von 1370 erwĂ€hnt. 1982 wurde die MĂŒhle restauriert.
  • HochzeitsmĂŒhle in Tonnenheide: Der auffĂ€llige Galerie-HollĂ€nder wurde 1878 in Steinbauweise erbaut und beherbergt ein Standesamt. Sie wird daher „HochzeitsmĂŒhle“ genannt.
  • RossmĂŒhle Rahden: Diese GöpelmĂŒhle ist eine von zwei erhaltenen RossmĂŒhlen im Kreis und steht im Museumshof in Rahden-Kleinendorf. Die um 1860 erbaute RossmĂŒhle stand ursprĂŒnglich in Tonnenheide-Hahnenkamp.

FĂŒr weitere Bauwerke siehe → Liste der BaudenkmĂ€ler in Rahden

Parks

Rahden ist arm an parkĂ€hnlichen Anlagen. Die einzige parkĂ€hnliche GrĂŒnflĂ€che in der Innenstadt ist die "Wehme" in unmittelbarer NĂ€he zum evangelischen Gemeindehaus. Einen parkĂ€hnlichen Charakter hat ebenfalls die GrĂŒnflĂ€che am "Alten Markt" mit Kriegerdenkmal, SpielgerĂ€ten und RuhebĂ€nken. Im Ortsteil Kleinendorf beschreibt der "Heimatpark" die GrĂŒnflĂ€che mit See rund um das Ensemble aus Museumshof, Burgruine und dem SchĂŒtzenhaus.

NaturdenkmÀler

Großer Stein
  • Findling „Großer Stein von Tonnenheide“: Der Große Stein ist 10 m lang, 7 m breit und 3 m hoch. Sein Gewicht betrĂ€gt etwa 350 Tonnen. Er ist der grĂ¶ĂŸte zurzeit bekannte und hinreichend genau vermessene landliegende Findling in Norddeutschland (seeliegend evtl. ĂŒbertroffen vom Buskam). Am 30. August 1981 wurde er gehoben und an seinen heutigen Platz transportiert.
  • Der Schnakenpohl im Ortsteil Varl sĂŒdwestlich von Rahden ist ein Heideweiher mit besonderer Flora, der bereits 1936 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde und damit das Ă€lteste Naturschutzgebiet Westfalens darstellt. Das natĂŒrlich nĂ€hrstoffarme StillgewĂ€sser wurde in das europĂ€ische Schutzgebietssystem Natura 2000 aufgenommen.
  • Weißes Moor: Das rund 46 Hektar große Gebiet in Tonneheide ist ein Hoch- und Niedermoor, das sich durch die moortypische Fauna und Flora auszeichnet.

In der Stadt sind außerdem noch vier weitere Naturschutzgebiete ausgewiesen: das Filger Bruch, das Karlsmoor, der Weher Fledder und Zuschlag. Im Nordwesten reicht das Stadtgebiet bis an den Naturpark DĂŒmmer.

In Rahden bestehen 9 ausgewiesene SolitÀrbÀume oder Baumgruppen als NaturdenkmÀler. Am bekanntesten ist davon die aus fast 60 Linden gebildete Bocks Allee in Kleinendorf.[18]

Sport

Der mit Abstand grĂ¶ĂŸte Sportverein der Stadt ist der TuSpo 09 Rahden e.V. mit 1326 Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2006). Dies macht ihn auch gleichzeitig zu einem der grĂ¶ĂŸten Sportvereine des Altkreises LĂŒbbecke. Es wird u.a. Badminton, Basketball, Fitness, Fußball, Leichtathletik, Taekwon-Do (Selbstverteidigung), Tischtennis , Turnen, Volleyball, Walking bzw. Nordic Walking und WirbelsĂ€ulengymnastik angeboten. Seit Januar 2007 wird der Verein vom Rahdener Rechtsanwalt und Notar Walter Gelbe als 1. Vorsitzender gefĂŒhrt. Als weitere Sportvereine in der Stadt sind zu nennen der TuS "Schwarz-Weiß" Wehe, die Union Varl, Eintracht Tonnenheide, der Verbandsliga-Tischtennisclub RTTC und die "Baskets 96", ein Rollstuhl-Basketball-Verein der 1. Bundesliga.

In und um Rahden liegen ca. 90 km gut ausgebaute Inline-Skate-Strecken mit ausgeschilderter Gastronomie und SehenswĂŒrdigkeiten. Alle Start- und Endpunkte der verschiedenen Strecken sind mit der Regionalbahn Eurobahn zu erreichen. Die Landschaft rund um Rahden lĂ€sst sich auch sehr gut mit dem Fahrrad erkunden. In den letzten Jahren wurden hierzu u.a. viele neue Fahrradwege gebaut, bzw. eine Ausschilderung interessanter Routen vorgenommen.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

In jedem Jahr locken Veranstaltungen wie das Rahdener Stadtfest (i.d.R. zweites Juni-Wochenende) und der Rahdener Trödelmarkt (meistens Mitte September) sowie die Automesse im FrĂŒhjahr viele tausende von Besucher in die Innenstadt. Im Ortsteil Pr. Ströhen findet jĂ€hrlich Ende September der Preußisch Ströher Markt statt. Alle Veranstaltungen werden von der Rahdener Werbegemeinschaft organisiert. Am ersten Adventswochenende eines Jahres finden regelmĂ€ĂŸig die "DezembertrĂ€ume" der Rahdener Werbegemeinschaft statt. Diese Art von Weihnachtsmarkt spielt sich im Schatten der St.-Johannis-Kirche zu Rahden ab.

Kulinarische SpezialitÀten

Seit einigen Jahren hat sich im Oktober die Veranstaltung "Rahden kocht ĂŒber" etabliert. An diesem Wochenende prĂ€sentiert sich die Rahdener Gastronomie mit ihren SpezialitĂ€ten. Dazu greift jedes Restaurant meist ein bestimmtes Motto auf.
Außerdem kann man in der dortigen Gastronomie das HeißgetrĂ€nk teilweise noch Cappuccino in der Variante "Kaffee mit SprĂŒhsahne" antreffen.

Ein typisches GetrĂ€nk im Rahdener Land ist der "Ströher Schwarten", den man, so sagt der Volksmund, immer dann trinken kann, solange die Tannen grĂŒn sind. Der "Schwarten" besteht zu je einem Drittel aus Bohnenkaffee, Weizenkorn und heißem Wasser. Dieser wird dann nach belieben mit Zucker gesĂŒĂŸt. Der Name stammt aus dem Plattdeutschem und heißt ĂŒbersetzt "schwarzer Grog".

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Rahden ist ĂŒber die Bundesstraße 239 an das Fernstraßennetz angebunden. Die nĂ€chsten Anschlussstellen an das deutsche Autobahnnetz sind die AS Kirchlengern zur A30 (ca. 30 km), die AS Bad Eilsen zur A2 (ca. 45 km), die AS OsnabrĂŒck-Schinkel zur A33 (ca. 45 km) und die AS Bremen-Brinkum an die A1 (ca. 75 km). Eine Anschlussstelle Rahden/Diepenau war in den siebziger Jahren fĂŒr den Bereich der A5 zwischen Bremen und Gießen geplant, allerdings wurde dieser Autobahnabschnitt nie gebaut.

Schienen- und Busverkehr

Bahnhof Rahden
Fahrzeuge der Museumseisenbahn Rahden-Uchte auf dem GelÀnde des Bahnbetriebswerks Rahden

Der Rahdener Bahnhof liegt an der ehemals durchgehenden Bahnstrecke Bassum–Herford (auch „Ravensberger Bahn“ genannt), auf der im Stundentakt (sonntags alle zwei Stunden) die nach ihr benannte Regionalbahn RB 71 der Eurobahn nach BĂŒnde, Herford, Bielefeld und weiter bis Lemgo verkehrt.

Die Bahnstrecke fĂŒhrte frĂŒher ĂŒber Rahden hinaus ĂŒber Sulingen nach Bassum, wo Anschluss nach Bremen bestand. Eine angedachte Reaktivierung dieser kĂŒrzesten Verbindung zwischen Ostwestfalen-Lippe und Bremen kam aber nicht zustande. Seit Ostern 2009 bietet die Auenland-Draisinen GmbH auf dem stillgelegten Streckenabschnitt von Rahden nach Wagenfeld Draisinenfahrten an.

Auf der ehemaligen Bahnstrecke nach Uchte fĂ€hrt eine Museumseisenbahn, die in den Sommermonaten planmĂ€ĂŸig verkehrt.

Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Regiobusse nach Espelkamp, LĂŒbbecke, Stemwede, Minden, Sulingen, Diepenau und Uchte. Rahden gehört zum Tarifverbund „Der Sechser“ (OWL Verkehr GmbH). Die Buslinie nach Uchte wird zum Tarif der Verkehrsgesellschaft Landkreis Nienburg bedient.

Luftverkehr

Der nĂ€chste internationale Flughafen ist der Flughafen Bremen (ca. 80 km nördlich). Weitere FlughĂ€fen befinden sich in Greven (ca. 85 km sĂŒd-westlich), Hannover (ca. 100 km östlich) und Paderborn/Lippstadt (ca. 100 km sĂŒdwestlich). In Porta Westfalica-Vennebeck (ca. 35 km sĂŒdöstlich) befindet sich ein Verkehrslandeplatz, der hauptsĂ€chlich von GeschĂ€ftsreisenden, Hobbypiloten und Segelfliegern genutzt wird.

Fahrradverkehr

Rahden verfĂŒgt ĂŒber ein sehr gut ausgebautes Netz an Radwegen. Fast alle Ortschaften sind ĂŒber Radwege an die Innenstadt angeschlossen. Dazu kommen viele verkehrsarme Nebenstraßen, auf denen man per Fahrrad die Landschaft erkunden kann. Rahden liegt zudem an der ausgeschilderten Bahn-Rad-Route "Weser-Lippe" und an der MĂŒhlenroute des MĂŒhlenkreises. Insgesamt 4 Strecken Beginnen oder Enden in Rahden am Museumshof.

Medien

Zu den in Rahden erscheinenden Printmedien zÀhlen die drei örtlichen Zeitungen mit ihren Lokalteilen und ein lokales Anzeigenblatt des örtlichen Gewerbebundes.

  • Die Rahdener Zeitung des Westfalen-Blattes (Bielefeld)
  • Die Neue WestfĂ€lische mit der Lokalausgabe fĂŒr Rahden & Espelkamp (Bielefeld)
  • Die Diepholzer Kreiszeitung mit dem Lokalteil fĂŒr Rahden & Stemwede (Syke)

Zweimal im Monat am Donnerstag erscheint in Rahden "Die Kiepe". Dieses kostenlose Blatt mit einer Auflage von ĂŒber 28.000 erscheint seit 1951 in Rahden und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Es wird vom Gewerbebund Rahden herausgegeben und informiert ĂŒber die vielfĂ€ltigsten AnlĂ€sse in Rahden und Umgebung.

Die Radiowerkstatt Wehe in TrĂ€gerschaft der VHS Rahden ergĂ€nzt das regionale Angebot von Radio Westfalica im Rahmen des BĂŒrgerfunks.

Telekommunikation

Im SĂŒdwesten von Rahden befindet sich bei 52°25'42" nördlicher Breite und 8°37'21" östlicher LĂ€nge ein 120 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG. Er verfĂŒgt im Unterschied zu den meisten anderen FernmeldetĂŒrmen vergleichbarer Höhe nicht ĂŒber einen Betriebsraum und dient neben dem Richtfunk auch zur Verbreitung des Programms von Radio Westfalica mit 80 Watt Sendeleistung im UKW-Bereich.

Öffentliche Einrichtungen

Krankenhaus

Mit dem Krankenhaus Rahden ist die Stadt einer der vier Standorte der MĂŒhlenkreiskliniken. Das Krankenhaus ist ein Haus der Grundversorgung mit den Fachrichtungen "Innere Medizin" und "Chirurgie" sowie einer orthopĂ€dischen Belegstation. Im Dezember 2006 fasste der Kreistag den Grundsatzbeschluss zur Planung eines Neubaus in Rahden. Der Rat der Stadt Rahden fasste zur gleichen Zeit den Beschluss, den Neubau mit einer Million Euro zu unterstĂŒtzen. Um die gesundheitliche Versorgung im nördlichen Bereich des MĂŒhlenkreises sicherzustellen, ist geplant, in der NĂ€he des jetzigen Standortes eine neue Portalklinik in TrĂ€gerschaft der MĂŒhlenkreiskliniken zu bauen. Eine Rettungswache in TrĂ€gerschaft des Kreises Minden-LĂŒbbecke ist in unmittelbarer NĂ€he zum Krankenhaus angesiedelt.

In der StadtbĂŒcherei Rahden, in den ehemaligen RĂ€umen der privaten Handelsschule Dr. Kohlhase können derzeit etwa 16.000 BĂŒcher aus den unterschiedlichsten Bereichen entliehen werden. Weiterhin stehen Zeitschriften und HörbĂŒcher zur VerfĂŒgung. Ebenfalls befindet sich das Stadtarchiv in den RĂ€umen der BĂŒcherei gegenĂŒber der Grundschule.

Eine Freiwillige Feuerwehr mit einer Löschgruppe/-zug je Ortschaft stellt den Brandschutz der Stadt sicher. FĂŒr den Nachwuchs sorgt die Jugendfeuerwehr in der Kernstadt.

Im Ortsteil Kleinendorf befindet sich ein Hallen- und Freibad, welches gerade in den Sommermonaten auch viele Besucher aus den umliegenden Orten anzieht.

Rahden gehört zum Amtsgerichtsbezirk Rahden sowie zum Arbeitsamt und Finanzamt LĂŒbbecke.

Bildung

In der Stadt Rahden stehen in nahezu allen Ortschaften KindergĂ€rten und KindertagesstĂ€tten zur VerfĂŒgung. Diese sind teils in stĂ€dtischer, öffentlich-rechtlicher oder kirchlicher TrĂ€gerschaft. ZusĂ€tzlich gibt es einen Kindergarten, dessen TrĂ€ger eine Elterninitiative ist. Weiterhin verfĂŒgt die Stadt Rahden mit vier Grundschulen, je einer Haupt- und Realschule sowie dem Gymnasium ĂŒber alle klassischen Schulformen am Ort. Bis in die 1980 Jahre gab es in Rahden noch eine Hauswirtschaftschule. Eine private Handelsschule wurde 1992 geschlossen.

Grundschule

Die Stadt Rahden verfĂŒgt ĂŒber insgesamt vier Grundschulen in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Varl, Tonnenheide und Pr. Ströhen. Die Grundschule in Rahden ist die grĂ¶ĂŸte im Kreis Minden-LĂŒbbecke und befindet sich im SchulgebĂ€ude der alten Grund- und Hauptschule in der Innenstadt nahe der Kirche.

Schulzentrum

Mensa

Seit Anfang 2008 wurde im Schulzentrum eine neue Mensa fĂŒr die weiterfĂŒhrenden Schulen gebaut, die am Dienstag, den 10. Februar 2009 mit knapp zwei Monaten VerspĂ€tung eröffnet wurde. Die Mensa grenzt direkt an die Realschule und bietet mit 150 PlĂ€tzen den SchĂŒlern der drei Schulen mittags eine warme Mahlzeit. Bezahlt wird in der Mensa bargeldlos mit einer von der Stadtsparkasse Rahden finanzierten Chipkarte ("Mensakarte"), auf die die Eltern Geld ĂŒberweisen können. Mit diesem Bezahlverfahren soll der Betrieb innerhalb der Mensa beschleunigt werden. GefĂŒhrt wird die Mensa von den LĂŒbbecker WerkstĂ€tten.

In der Mensa findet auch das Rahdener "JugendcafĂ©" eine neue und endgĂŒltige Heimat. Mit der Neueröffnung erhĂ€lt die offene Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Rahden nun neue und grĂ¶ĂŸere RĂ€ume und damit verbunden auch mehr und bessere Möglichkeiten um Jugendlichen Raum fĂŒr eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Das JugendcafĂ© bietet reichlich Möglichkeiten zur Gestaltung der Freizeit. Neben einem großen Billardtisch und einem Kicker stehen zahlreiche Spiele zur VerfĂŒgung. Außerdem ist das JugendcafĂ© mit drei Computern mit Internetanschluss ausgerĂŒstet, die kostenlos genutzt werden können.

Hauptschule

Die Hauptschule Rahden befindet sich seit 1994 in dem Neubau im Schulzentrum Rahden. Bis zum Jahr 1990 gab es in Rahden zwei Hauptschulen. Die HS I in der Innenstadt, sowie die HS II im Ortsteil Wehe. Aufgrund mangelnder SchĂŒlerzahlen wurde die Hauptschule Wehe 1990 geschlossen und mit der HS I zur Hauptschule Rahden verbunden. Bis zur Fertigstellung des Neubaus im Schulzentrum 1994 befand sich die Hauptschule in einem gemeinsamen GebĂ€ude mit der Grundschule in der Innenstadt an der Schulstraße.

Realschule

Die Freiherr-vom-Stein-Realschule in Rahden wurde 1954 im heutigen Schulzentrum "Freiherr-vom-Stein-Straße" neu erbaut. Etwa 500 SchĂŒler besuchen heute diese Schule. In unmittelbarer NĂ€he zur Realschule befindet sich auch die Stadtsporthalle Rahden, die allen SchĂŒlern des Schulzentrums zur VerfĂŒgung steht.

Gymnasium

Das Gymnasium Rahden ist die jĂŒngste Schulform der weiterfĂŒhrenden Schulen in Rahden. Im Jahr 1995 wurde erstmals in Rahden ein Gymnasium errichtet. Anfangs noch in den RĂ€umen der ehemaligen privaten Handelsschule "Dr. Kohlhase" im Stadtkern, befindet sich das Gymnasium heute im Schulzentrum Freiherr-vom-Stein-Straße, wo 1996 der 1. Bauabschnitt fĂŒr das neue Gymnasium errichtet wurde.

Neben den hier aufgefĂŒhrten Schulformen gehört Rahden zum Verbund der Volkshochschule LĂŒbbecke sowie zum Musikschulverbund "Espelkamp-Rahden-Stemwede". Bis Anfang der 1990 Jahre gab es in Rahden die private Handelsschule Dr. Kohlhase sowie eine landwirtschaftliche Berufsschule im Ortsteil Kleinendorf. Das Bildungsangebot wird komplettiert durch insgesamt 8 KindergĂ€rten- und TagesstĂ€tten, die nahezu flĂ€chendeckend in fast allen Ortschaften vorhanden sind.

AnsÀssige Unternehmen

Die Wirtschaftsstruktur ist ĂŒberwiegend mittelstĂ€ndisch geprĂ€gt. In der Stadt stehen rund 4600 sozialversicherungspflichtige ArbeitsplĂ€tze zur VerfĂŒgung (Stand: 2. Quartal 2007). In 2007 betrug die Arbeitslosenquote etwa 4,6 Prozent. Der Schwerpunkt der lokalen Wirtschaft liegt im Bereich Maschinen- und Metallbau sowie Metallguss. Der Dienstleistungs- und Gesundheitssektor ist ebenfalls stark vertreten.

GrĂ¶ĂŸtes Unternehmen ist der Maschinenbaukonzern Kolbus GmbH & Co. KG, der mit ĂŒber 1000 BeschĂ€ftigten an seinem Hauptstandort in Rahden Buchbindereimaschinen sowie komplette Inlineproduktionssysteme fĂŒr die druckweiterverarbeitende Industrie entwickelt und herstellt. ZweitgrĂ¶ĂŸtes Unternehmen mit rund 250 BeschĂ€ftigten ist die Heinrich Meier Eisengießerei GmbH & Co. KG, die Produkte fĂŒr HausentwĂ€sserung, HofentwĂ€sserung und StraßenentwĂ€sserung herstellt.

Eine weitere Aufwertung als Gewerbestandort erhÀlt die Stadt Rahden durch die Ansiedlung der Harting Technologiegruppe, die einen Teil Ihrer Verwaltungs- und ProduktionstÀtigkeit aus der Nachbarstadt Espelkamp nach Rahden verlegt und das ehemalige Windhorst-Center weiter nutzt. In Rahden befindet sich der Verlag Marie Leidorf (VML), der auf archÀologische Publikationen spezialisiert ist.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Einziger EhrenbĂŒrger der Stadt Rahden ist der 1867 in Großendorf geborene PortrĂ€tmaler, Dichter und Komponist des "Neuen Westfalenmarsches" Professor Carl Langhorst (gest. 1950 in Rahden). Nach ihm wurde auch eine Straße in der Innenstadt benannt.

Söhne und Töchter der Stadt

Die hier aufgefĂŒhrten Persönlichkeiten kommen aus der Stadt Rahden und haben sowohl regionale, nationale oder sogar internationale Bedeutung. Dabei ist die AufzĂ€hlung nicht abschließend.

(So weit wie möglich ist statt der pauschalen Angabe Rahden die Ursprungsgemeinde oder spÀter der jeweilige Stadtteil vermerkt. Durch die Sortierbarkeit jeder Spalte kann nicht nur der Nachname alphabetisch sortiert, sondern es können auch schnell JubilÀumsjahreszahlen gefunden werden.)

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Literatur

  • R. Spönemann, & W. Kirchhof (Hrsg.): Das alte Amt Rahden in Bildern und Ansichten. Bildband von 1987.
  • Torsten Kuhlmann (Hrsg.): Die Geschichte der SPD Rahden: Organisation, Geschichte und Personen im Überblick. Pro Business. 1. Auflage. 2006. ISBN 3-939533-35-1.
  • Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Rahden (Hrsg.): Von der Mitte zum Leben. 650 Jahre St. Johannis-Kirche zu Rahden. Historische und zeitgenössische BeitrĂ€ge. VML Vlg Marie Leidorf. 1. Auflage. 2003. ISBN 3-89646-904-5.
  • NN: Festschrift zum 50jĂ€hrigen Bestehen der Eisenbahnlinie Sulingen - Rahden. Plenge. 1950. ASIN B0000BI012.
  • NN: Chronik zum 100jĂ€hrigen JubilĂ€um der Freiwilligen Feuerwehr Rahden. Meier, Wolfgang. 1985.
  • Werner Kirchhoff (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Rahden 1818-1888: Mit einem Beitrag und einem Register. VML Vlg Marie Leidorf. 1995. ISBN 3-924734-83-6.
  • Stadt Rahden (Hrsg.): Rahden im Wandel der Zeit. 2008 (Bildband zur 975-Jahr-Feier).

Einzelnachweise

  1. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ↑ Geologischer Dienst NRW: ErdwĂ€rme nutzen – Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage
  3. ↑ a b Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik NRW: Kommunalprofil Rahden, Stadt
  4. ↑ Hauptsatzung der Stadt Rahden 28. Oktober 1999
  5. ↑ Website der Stadt Rahden. Stadtinfo. Statistik
  6. ↑ Stadt Detmold: Klimakarten
  7. ↑ Klimadigramme.de: Das Klima in Rahden-Varl
  8. ↑ http://de.news.yahoo.com/2/20090820/tts-deutschland-schwitzt-sich-durch-den-c1b2fc3.html
  9. ↑ Reinhold Spönemann: Tumulte in Rahden und Levern wĂ€hrend der MĂ€rztage 1848. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 48 (1976), S. 91-93.
  10. ↑ Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, MĂŒnster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
  11. ↑ Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik: SchĂŒler an allgemein bildenden Schulen in NRW nach der Religionszugehörigkeit
  12. ↑ Martin BĂŒnermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  13. ↑ Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05770040
  14. ↑ Landesbetrieb Information und Technik NRW: Kommunalwahlen
  15. ↑ Landeswahlleiterin NRW: Das Innenministerium informiert: EndgĂŒltiges Ergebnis fĂŒr Rahden 1999
  16. ↑ Landeswahlleiterin NRW: Das Innenministerium informiert: EndgĂŒltiges Ergebnis fĂŒr Rahden 2004
  17. ↑ Pressemitteilung des LWL: Neue Burg in Ostwestfalen entdeckt: LWL-ArchĂ€ologen untersuchen Burg Stelle
  18. ↑ Kreis Minden-LĂŒbbecke: Ordnungsbehördliche Verordnung VII-10 des Kreises Minden-LĂŒbbecke zur Sicherung von NaturdenkmĂ€lern im Kreis Minden-LĂŒbbecke

Weblinks


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  • Rahden — Rahden 
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  • Rahden [1] — Rahden, Marktflecken im Kreise LĂŒbbecke des Regierungsbezirks Minden der preußischen Provinz Westfalen, zwischen der Aue u. dem neuen Kanal; Schloß; Leinweberei; 2000 Ew 
   Pierer's Universal-Lexikon

  • Rahden [2] — Rahden, Wilhelm Baron von R., geb. 10. Aug. 1793 auf seinem vĂ€terlichen Gute bei Breslau, trat 1809 in preußischen MilitĂ€rdienst u. nahm als Lieutenant an den FeldzĂŒgen 1813–15 Theil. Nach dem Frieden wurde er 3 Jahre im Topographischen Bureau in 
   Pierer's Universal-Lexikon

  • Rahden — Rahden, Flecken im preuß. Regbez. Minden, Kreis LĂŒbbecke, zur Gemeinde Großendorf (s. d.) gehörig. an der Staatsbahnlinie BĂŒnde Bassum, hat eine evang. Kirche, Synagoge, Burgruine, Amtsgericht, Zigarrenfabrikation, Lohgerberei, eine… 
   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Rahden — Rahden, Flecken im preuß. Reg. Bez. Minden, (1900) 700 E., Amtsgericht 
   Kleines Konversations-Lexikon

  • Rahden — Rahden, Wilhelm, Baron von, geb. 1793 bei Breslau, machte als preuß. Offizier die FeldzĂŒge von 1813–15 mit, diente den Karlisten in Spanien, 1849 unter der preuß. Fahne in Schleswig und Baden, privatisirt seitdem als Gesellschafter des Herzogs… 
   Herders Conversations-Lexikon

  • Rahden — Rahden,   Stadt im Kreis Minden LĂŒbbecke, Nordrhein Westfalen, 45 m ĂŒber dem Meeresspiegel, 15 800 Einwohner; Museumshof (u. a. vollstĂ€ndig eingerichtetes Bauerngehöft); Bau von Buchbindemaschinen und Fahrzeugen, Draht und Kunststoffverarbeitung 
   Universal-Lexikon

  • Rahden — Infobox German Location Name = Rahden Art = Stadt image photo = imagesize = image caption = Wappen = Wappen rahden.gif lat deg = 52 |lat min = 25 lon deg = 8 |lon min = 37 Lageplan = Bundesland = NRW Regierungsbezirk = Detmold Kreis = Minden… 
   Wikipedia

  • Rahden — Original name in latin Rahden Name in other language Raden, Rahden, Rakhden, raden, radn, Đ Đ°ĐŽĐ”Đœ, Đ Đ°Ń…ĐŽĐ”Đœ State code DE Continent/City Europe/Berlin longitude 52.43367 latitude 8.61263 altitude 48 Population 16140 Date 2012 08 04 
   Cities with a population over 1000 database

  • Rahden (Ortschaft) — Rahden Stadt Rahden Koordinaten 
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