Ravenna

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Ravenna
Ravenna
Wappen
Ravenna (Italien)
Ravenna
Staat: Italien
Region: Emilia-Romagna
Provinz: Ravenna (RA)
Lokale Bezeichnung: Ravêna
Koordinaten: 44¬į 25‚Ä≤ N, 12¬į 12‚Ä≤ O44.41666666666712.24Koordinaten: 44¬į 25‚Ä≤ 0‚Ä≥ N, 12¬į 12‚Ä≤ 0‚Ä≥ O
H√∂he: m s.l.m.
Fläche: 652 km²
Einwohner: 158.739 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 243 Einw./km²
Postleitzahl: 48100
Vorwahl: 0544
ISTAT-Nummer: 039014
Demonym: Ravennati oder Ravegnani
Schutzpatron: Sant'Apollinare
Website: www.comune.ravenna.it
Das Zentrum Ravennas ist die Piazza del Popolo, hier ihre Westseite mit dem Venezianischen Palast, der Teil des Rathauses ist.
Piazza del Popolo, Ostseite.
Eine der vier Säulen am Venezianischen Palast (Rathaus, Piazza del Popolo), die am oberen Rand ihres Kapitells das Monogramm Theoderichs zeigen.

Ravenna (veraltet deutsch: Raben) ist eine Stadt in Italien mit 158.739 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010). Ravenna ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Emilia-Romagna. Die Stadt lag urspr√ľnglich unmittelbar an der Adria. Infolge von Verlandung betr√§gt die Entfernung des Stadtkerns von der K√ľste heute etwa neun Kilometer. Der Hafen ist durch den Canale Candiano mit der K√ľste und dem Seebad Marina di Ravenna verbunden.

Ravenna ist Erzbischofssitz. Von 402 bis 476 war die Stadt Hauptresidenz der westr√∂mischen Kaiser. In den folgenden Jahrzehnten residierten hier auch Odoaker, Theoderich der Gro√üe und dessen Nachfolger; nach der R√ľckeroberung Italiens durch ostr√∂mische Truppen war die Stadt bis zur Einnahme durch die Langobarden im Jahre 751 Zentrum eines kaiserlichen Exarchats.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Historiker vermuten, dass die Siedlung w√§hrend der gallischen Invasionen seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. allm√§hlich entstanden war. Versprengte Angeh√∂rige der besiegten St√§mme pflegten damals auf den zahlreichen kleinen Laguneninseln am S√ľdrand des Po-M√ľndungsdeltas Zuflucht zu suchen.

Römische Kaiserzeit

In der fr√ľhen und hohen Kaiserzeit war Ravenna eine von Wasser umschlossene Lagunenstadt mit zeitweilig bis zu 50.000 Einwohnern. 88 v. Chr. erhielt die Stadt r√∂misches B√ľrgerrecht. 49 v. Chr. zog Caesar von hier zur √úberschreitung des Rubikons aus, womit er einen B√ľrgerkrieg begann. Sein Gro√üneffe, Kaiser Augustus, machte den Porto di Classe vor der Stadt zum zweitgr√∂√üten Flottenst√ľtzpunkt des R√∂mischen Reichs (der gr√∂√üte Kriegshafen war Misenum). Der gest√ľrzte markomannische K√∂nig Marbod wurde hier im Jahre 19 n. Chr. bis zu seinem Tode im Jahre 37 interniert. Hier lebten auch die von Germanicus gefangengenommenen Cherusker Thusnelda und Thumelicus.

Spätantike und Völkerwanderung

Die große Zeit der Stadt waren das 5. und 6. Jahrhundert: Im Jahr 401 verlegte der weströmische Kaiser Honorius seinen Hof von Mailand nach Ravenna, da die Stadt sehr gut zu verteidigen war. Die Westgoten unter Alarich I. belagerten 408 vergeblich Ravenna. Im selben Jahr wurde der Feldherr Stilicho Opfer einer Intrige am Kaiserhof. Des Paktierens mit Alarich und damit des Hochverrats beschuldigt, wurde er in Ravenna hingerichtet.

Nach dem Tod des (Mit-)Kaisers Constantius III. 421 in Ravenna und dem Tod des Honorius regierte dessen Halbschwester Galla Placidia zun√§chst f√ľr ihren minderj√§hrigen Sohn Valentinian III. Sie lie√ü die Stadt pr√§chtig ausbauen. Eine sp√§tere Legende besagt, dass sich im Jahre 410 der Neffe des Hunnenk√∂nigs Rugila, Attila, am Hofe als Geisel befand.

Obwohl einige sp√§tere Kaiser zeitweilig in Rom residierten, blieb Ravenna fortan der eindeutig bevorzugte Regierungssitz in Italien. Nach der Absetzung des letzten westr√∂mischen Kaisers Romulus Augustus herrschte in der Stadt ab 476 der germanische rex Odoaker, der 493 von dem Ostgotenherrscher Theoderich nach der Niederlage in der ‚ÄěRabenschlacht‚Äú eigenh√§ndig get√∂tet wurde. Die Ostgoten unter Theoderich errichteten in Italien ein Reich, das bis zur endg√ľltigen Niederlage gegen Ostrom (552) Bestand hatte. Sie herrschten nominell als Stellvertreter des Kaisers in Konstantinopel. Die Hauptstadt Ravenna erlebte unter ihnen bis etwa 535 erneut eine kulturelle und wirtschaftliche Bl√ľtezeit.

Gegen seinen Protest wurde der gebrechliche Papst Johannes I. 525 von dem arianischen Theoderich nach Konstantinopel geschickt, um dort mit Kaiser Justin I. √ľber sein Dekret gegen die Arianer zu verhandeln. Theoderich drohte dem Papst angeblich mit Repressalien gegen die Katholiken. Als Johannes unverrichteter Dinge zur√ľckkehrte, lie√ü Theoderich den Papst unter der Anschuldigung verhaften, er habe sich mit dem Kaiser verschworen. Er wurde in Ravenna festgehalten und starb dort aufgrund der schlechten Behandlung 526. Theoderich starb kurz darauf am 30. August in Ravenna. Sein dortiges Grabmal ist heute leer; ob ein Sarkophag mit den sterblichen √úberresten Theoderichs dort je gestanden hatte, ist umstritten.

535 begannen die ostr√∂mischen Truppen mit der R√ľckeroberung Italiens. Im Mai 540 fiel das von dem Heermeister Belisar im Auftrag des Kaisers Justinian I. belagerte Ravenna; wahrscheinlich hatten ostgotische Adlige dem Heermeister die Kaiserw√ľrde des Westens angeboten. Belisar ging zun√§chst darauf ein und eroberte so ohne Blutvergie√üen die Stadt. Ob Belisar die Kaiserw√ľrde nur zum Schein annahm, ist unklar; in jedem Fall lie√ü er sich nach der Einnahme Ravennas nicht zum Augustus ausrufen. Dennoch erweckte dieser Vorgang den Argwohn Justinians, der seinen Gener√§len ohnehin nie recht traute. 541/42 brach der Krieg in Italien erneut aus, 549 wurde Belisar abberufen und durch seinen Konkurrenten Narses ersetzt. Zeitweilig konnten die Ostr√∂mer nur Ravenna behaupten, w√§hrend die Goten unter K√∂nig Totila wieder fast ganz Italien kontrollierten; erst 552 unterlagen sie Narses. Nun erlangte Ravenna als Vorposten des Ostr√∂mischen Reiches in Italien erneut Bedeutung, die Stadt wurde bald nach dem Einfall der Langobarden (568) Hauptstadt des Exarchats von Ravenna.

Aus dieser Zeit des Umbruchs von der Antike zum Mittelalter (siehe vor allem Spätantike) findet man in Ravenna heute noch zahlreiche bedeutende Bauwerke, die oft noch den originalen Mosaikenschmuck des 5. bis 7. Jahrhunderts zeigen und die inzwischen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Sie sind vor allem deshalb einzigartig, weil im Kerngebiet des Oströmischen Reiches fast alle derartigen Mosaiken später dem Bilderstreit zum Opfer fielen.

Kaiser Justinian I., Mosaikdetail aus der Basilika San Vitale (6. Jahrhundert).

Mittelalter

751 eroberte der Langobardenk√∂nig Aistulf die Stadt, womit das Exarchat von Ravenna endete. Im Vertrag von Quierzy (754) versprach Pippin der J√ľngere, das ehemals byzantinische Exarchat von Ravenna dem Papst zu √ľbergeben (Pippinische Schenkung); im Gegenzug legitimierte Papst Stephan II. die Karolinger als neues K√∂nigsgeschlecht des Frankenreichs. Schon 755 ereilte den fr√§nkischen K√∂nig die Bitte, dem Vertrag durch Taten zur Erf√ľllung zu verhelfen. Bis zu seinem Tode f√ľhrte Pippin zwei erfolgreiche Feldz√ľge gegen die Langobarden und schenkte dem Papst die eroberten Gebiete. Er gilt so als Begr√ľnder des Kirchenstaates, zu dem auch Ravenna geh√∂rte. Damit gelangte auch der Bischofssitz von Ravenna endg√ľltig unter die p√§pstliche Oberhoheit. Denn zur Zeit des Papstes Vitalian entzog 666 der ostr√∂mische Kaiser Konstans II. die Kirche von Ravenna der Oberhoheit von Rom und machte sie zu einer in sich selbst√§ndigen Kirche. Das daraus folgende Schisma wurde unter Papst Donus und seinem Nachfolger Agatho wieder beseitigt, aber in der Folge hatten sich die ravennatischen Bisch√∂fe als Patriarchen einer Hauptstadt immer wieder als weitgehend gleichberechtigt gesehen.

Um das Jahr 951 wurde in Ravenna der heilige Gr√ľnder der Kamaldulenser Romuald geboren, der sp√§ter gro√üen Einfluss auf Kaiser Otto III. gewinnen sollte.

967 hielt in Ravenna Kaiser Otto I. einen Reichstag ab. Auf Vorschlag des Kaisers genehmigte der gleichzeitig eine Synode versammelnde Papst Johannes XIII. die Errichtung der drei fortan zum Metropolitanverband des Erzbistums Magdeburg geh√∂renden Bist√ľmer Mei√üen, Merseburg und Zeitz (sp√§ter Naumburg (Saale)). 1231 hielt Kaiser Friedrich II. in Ravenna einen Reichstag ab, auf dem er die bereits von Friedrich I. vorgenommene Belehnung der brandenburgischen Askanier mit Pommern einschlie√ülich Pommerellens erneuerte.

Sp√§ter f√ľhrte Ravenna den zu einer autonomen Republik wachsenden St√§dtebund, zu dem Ancona, Fano, Pesaro, Senigallia und Rimini geh√∂rten und war bereits im 11. Jahrhundert Sitz einer bedeutenden Rechtsschule. Seit 1275 herrschte die Familie Pollenta in Ravenna.

Dante Alighieri vollendete in Ravenna die 1307 begonnene Göttliche Komödie, die wie kaum ein anderes Werk die europäische Literatur beeinflusste, und starb kurz darauf am 14. September 1321. Nachdem vor einiger Zeit seine Gebeine wiedergefunden worden sind, errichtete man ihm in Ravenna ein neues Grabmal.

Eingang zum Grabmal Dantes
Stadtplan von Ravenna um 1907. Das Planquadrat H1 zeigt die Lage des Mausoleums Theoderichs, das seinerzeit als Kapelle S. Maria Rotonda genutzt wurde. Nach dem Ende der Monarchie wurde der Piazzo Vitt. Emanuele (D4) in Piazza del Popolo umbenannt. Der Corso Giuseppe Garibaldi (E3, F6) hei√üt heute Via di Roma. Die Stra√üenbahn, die fr√ľher auf dieser Stra√üe fuhr, ist ganz abgeschafft. Das Hippodrom (G6) ist einer √∂ffentlichen Parkanlage gewichen. Der sogenannte ‚ÄöPalast des Theoderich‚Äė (F5) wird auch als Palazzo di Calchi bezeichnet und stammt aus dem 7. bis 8. Jahrhundert, also aus einer sp√§teren Zeit. Das Areal, auf dem sich die Residenz Theoderichs befand, lag dahinter (G4, G5), ist heute jedoch bebaut.
Die Ruine der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts von den Venezianern erbauten Zitadelle Brancaleone beherbergt heute ein Freilicht-Theater und eine Parkanlage.

Neuzeit

1441 bis 1509 war Ravenna in der Hand Venedigs, wonach es durch die Liga von Cambrai in die H√§nde des Papstes gelangte. Die Venezianer erbauten in der Stadt die Festungsanlage Brancaleone, deren Ruine heute eine ger√§umige Parkanlage und ein Freilicht-Theater beherbergt. Durch den Frieden von Tolentino 1797 kam Ravenna vor√ľbergehend unter franz√∂sische Herrschaft. Durch den Wiener Kongress 1815 kam es wieder zum Kirchenstaat, zu dem es dann bis 1860 geh√∂rte. Seit 1861 geh√∂rt Ravenna zu Italien. 1951 erhielt die Stadt die Medaglia d'oro al valor militare f√ľr ihre Verdienste im Zweiten Weltkrieg. Ravenna ist heute durch Grundwasserversalzung und die √úberflutung von Landfl√§chen durch Meerwasser gef√§hrdet.

Stadtteile

  • Ammonite
  • Borgo Masotti
  • Borgo Montone
  • Borgo Faina
  • Camerlona
  • Campiano
  • Carraie
  • Primaro
  • Casemurate
  • Castiglione di Ravenna
  • Classe
  • Coccolia
  • Conventello
  • Filetto
  • Fornace Zarattini
  • Fosso Ghiaia
  • Gambellara
  • Ghibullo
  • Grattacoppa
  • Lido di Magnavacca
  • Lido Adriano
  • Lido di Classe
  • Lido di Dante
  • Lido di Savio
  • Longana
  • Madonna dell'Albero
  • Mandriole
  • Marina di Ravenna
  • Marina Romea
  • Mezzano
  • Mirabilandia
  • Osteria
  • Pialassa Baiona
  • Pialassa Piombone
  • Piangipane
  • Pilastro
  • Pineta San Vitale
  • Ponte nuovo
  • Porto Corsini
  • Porto Fuori
  • Punta Marina Terme
  • Ragone
  • Roncalceci
  • San Michele
  • San Pietro in Campiano
  • San Pietro in Trento
  • San Pietro in Vincoli
  • San Romualdo
  • Sant'Alberto
  • Sant'Antonio
  • Santerno
  • San Bartolo
  • San Zaccaria
  • Santo Stefano
  • Savarna
  • Savio
  • Torri

Partnerstädte

Wirtschaft und Infrastruktur

Blick durch die geöffnete Innenpforte der städtischen Markthalle, von der Vorhalle aus
Via Cavour, eine beliebte Einkaufsstraße im historischen Zentrum

Fremdenverkehr ist ein bedeutender Erwerbszweig. Die am Meer liegenden Badeorte Lido di Ravenna, Marina di Ravenna, Lido di Classe usw. verf√ľgen √ľber zahlreiche Campingpl√§tze, Ferienh√§user und Hotels, aber auch weitl√§ufige Naturschutzgebiete. Am Lido di Dante gibt es auch einen ausgedehnten FKK-Strand.

Bei Ravenna befindet sich aber auch eine Erdölraffinerie und ein bedeutendes Industriegebiet der Chemie- und Energiebranche. Weitere wichtige Industriezweige sind die Schuh-, Bekleidungs- und Nahrungsmittelindustrie.

Kunsthandwerk

Mosaik-Erzeugnisse sind das Aush√§ngeschild des heimischen Kunsthandwerks. Byzantinische Meister brachten die Ausdruckskraft der schillernden Mosaiken zur k√ľnstlerischen Vollendung. Die Tradition des Mosaiklegens lebt in der Stadt weiter und wird in zahlreichen Mosaik-Werkst√§tten gepflegt und in Ausbildungskursen an Schulen gelehrt. Im Sommer k√∂nnen Interessenten an Mosaik-Kursen im nahegelegenen Adriastrandbad Lido Adriano teilnehmen.

Eine weiter k√ľnstlerische T√§tigkeit, die in Ravenna verbreitet ist, ist die byzantinische Stickerei (oder byzantinische Verzierung). Sie ist orientalischen Ursprungs und diente urspr√ľnglich ausschlie√ülich der Verzierung von Messgew√§ndern. Die Muster der Stickereien werden den klassischen Mosaik-Ornamenten, den Basreliefs und den klassischen Marmor-Ornamenten entnommen. Es wird Stickereigarn verwendet, dessen Farbt√∂ne den Mosaiken angepasst sind.

Sehensw√ľrdigkeiten

Kirche San Vitale (6. Jh.), vom Mausoleum der Galla Placidia aus gesehen
Grundriss von San Vitale
Das Grabmal Theoderichs im Theoderich-Park (Parco di Teodorico).

Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung sind Ravennas fr√ľhchristliche Kirchen, Taufkapellen, Mausoleen und Mosaiken. Acht Geb√§ude aus dem 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. wurden 1996 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Von der UNESCO als Weltkulturerbe eingetragene Bauwerke

  • San Vitale (6. Jahrhundert)
  • Mausoleum der Galla Placidia (5. Jahrhundert); ein innen mit Mosaiken verziertes Mausoleum, das die Kaiserin Galla Placidia 425 n. Chr. f√ľr sich hatte erbauen lassen, das ihren Leichnam jedoch wohl nie beherbergte, da sie 450 in Rom verstarb und dort wahrscheinlich auch beerdigt wurde.
  • Sant‚ÄôApollinare Nuovo (6. Jahrhundert); die ehemalige arianische Hofkirche Theoderichs, die von ihm erbaut worden war und die sich unmittelbar neben seinem Palast befand.
  • Mausoleum des Theoderich, mit einem Natursteindach von rund elf Metern Durchmesser und einem Meter Dicke, das aus einem einzigen, aus Istrien stammenden Monolithen herausgemei√üelt wurde.
  • Baptisterium der Arianer (6. Jahrhundert)
  • Baptisterium der Orthodoxen (5. Jahrhundert), n√∂rdlich des Doms, auch Neonische Taufkapelle genannt, gilt unter den achteckigen antiken Bauwerken Ravennas als das √§lteste.
  • Bischofskapelle (Ravenna) (6. Jahrhundert), auch Oratorium des hl. Andreas genannt, s√ľdlich des Doms im Erzbisch√∂flichen Palast gelegen und √ľber das Erzbisch√∂fliche Museum erreichbar.
  • Sant‚ÄôApollinare in Classe

Kirchen

  • S. Croce
  • S. Maria Maggiore (5. Jahrhundert)
  • S. Eufemia (1742-1747), der Innenraum ist mit Malereien aus den 18. Jahrhundert verziert.
  • S. Giovanni Battista
  • Spirito Santo (5. bis 6. und 16. Jahrhundert), war unter dem (griechisch-byzantinischen) Namen Hagia Anastasis (deutsch Auferstehungskirche) zur Zeit Theoderichs des Gro√üen die Hauptkirche der Arianer in Ravenna.
  • S. Maria del Suffragio
  • Dom (Duomo) (1734); im Dom befinden sich die Kanzel des Bischofs Agnellus (6. Jahrhundert), Sarkophage aus dem 5. Jahrhundert und eine Krypta aus dem 10. Jahrhundert.
  • S. Francesco (5., 9. und 12. Jahrhundert)
  • S. Agata Maggiore (5. Jahrhundert)
  • S. Giovanni Evangelista (5. Jahrhundert)
  • S. Maria in Porto (1553-1606)
  • Sant‚ÄôApollinare Nuovo

Museen

  • St√§dtisches Kunstmuseum und Gemeinde-Pinakothek (MAR - Museo d'Arte della citt√† e Pinacoteca Comunale, Homepage (ital.) hier online); Lombardische Loggia (1508).
  • Nationalmuseum (Museo Nazionale, Via Fiandrini, Sammlungen der r√∂mischen, fr√ľhchristlichen, byzantinischen und mittelalterlichen Epochen, Homepage (ital.) hier online).
  • Erzbisch√∂fliches Museum , Piazza Arcivescovado; unter den Exponaten der Bischofsstuhl des Bischofs Maximianus (546-552), ein Meisterwerk der fr√ľhbyzantinischen Elfenbeinschnitzerei aus dem 6. Jahrhundert, das Kaiser Otto III. von dem venezianischen Dogen Orseolo II. geschenkt erhalten und das er im Jahr 1001 nach Ravenna mitgebracht und der Kirche gestiftet hatte.
  • Sogenannter Palast Theoderichs, Geb√§ude des 8. Jahrhunderts mit einem Ausstellungsraum im Obergeschoss, in dem Fragmente von Fu√übodenmosaiken gezeigt werden, die im Palastgel√§nde freigelegt wurden. Eintritt frei (2009).
  • Domus dei Tappeti di Pietra (Via Barbiani, Zugang durch die Kapelle S. Eufemia)
  • Dante-Museum und Grabmal Dantes (Museo Dantesco e Tomba di Dante, wegen Restaurationsarbeiten ist das Museum derzeit bis 2011 geschlossen)
  • Geb√§udekomplex S. Nicol√≤ (Complesso di San Nicol√≤, Via Rondinelli 6); die einschiffige ger√§umige ehemalige Kirche S. Nicol√≤, die in der Vergangenheit zuletzt als milit√§rische Reithalle (Cavallarizza) genutzt wurde, dient heute als Ausstellungshalle.
  • Historische Bibliothek von Classe (Museo del Risorgimento presso la Biblioteca Classense, 16. Jh., Homepage (ital.) hier online.)
  • St√§dtisches naturwissenschaftliches Museum ‚ÄöA. Brandolini‚Äė (NatuRa - Museo Ravennate di Scienze Naturali ‚ÄôA. Brandolini‚Äė. Homepage (ital.) hier online.)
  • S. Maria delle Croci, Via Guaccimanni

Sonstige Sehensw√ľrdigkeiten

Ravennas schiefer Stadtturm Torre comunale e Sala d'Attorre (12. Jh.)
  • Piazza del Popolo, der zentrale Platz im Zentrum - mit S√§ulen am mit dem Rathaus verbundenen Palazzetto Veneziano (Venezianischer Palast, 15. Jh.), dessen Kapitelle das Monogramm Theoderichs zeigen und die von der, von den Venezianern abgerissenen, arianischen Andreaskirche stammen k√∂nnten, die die Goten in ihrer Vorstadt erbaut hatten.
  • Alghieri-Theater (Teatro Alghieri)
  • Oriani-Bibliothek (Biblioteca Orioani)
  • Haus der Marionetten (Casa delle Marionette, Vicolo Padenna 4/a)
  • Provinzpalast (Palazzo della Provincia)
  • Stadtzentrum S. Domenico (Urban Center San Domenico, Via Cavour), als Ausstellungshalle genutzte ehemalige Kirche im Stadtzentrum
  • Palast der K√ľnste und des Sports "De Andr√®" (Palazzo delle Arti e dello Sport ‚ÄěDe Andr√®‚Äú)
  • Haus der Kriegsversehrten und Mosaiken-Saal (Casa del Mutilato, Piazza J. F. Kennedy).
  • Almagi√†, Via Magazzini Posteriori
  • Markthalle (Mercato Coperto, in Stadtmitte)
  • Rasi-Theater (Teatro Rasi)
  • Puppenmuseum (Picolo Museo delle Bambole, Via M. Fantuzzi 4)
  • Stadtturm (Torre comunale e Sala d'Attorre, 12. Jh., Via P. Costa). Er steht schief und steckt in einem Baustahl-Korsett, das seine Statik verbessert
  • Stadttore
    • Porto Serrata
    • Porto Adriana
    • Porto Gaza
    • Porto S. Mam
    • Porto Sisi
    • Portonaccio
    • Porto Nuova
  • Palazzo Rasponi delle Teste (17. - 18. Jh., Au√üenstelle der Universit√§t Bologna)
  • Palazzo Rasponi Murat (15. - 16. Jh., seit dem 16. Jahrhundert im Privatbesitz der Familie Spalletti)
  • Planetarium, in der √Ėffentlichen Parkanlage s√ľdlich des Bahnhofsvorplatzes
  • Theoderich-Park (Parco di Teodorico)
  • Zitadelle Brancaleone (Rocca Brancaleone, 15. Jahrhundert), n√∂rdlich des Bahnhofsvorplatzes.
  • Friedenspark (Parco delle Pace), Ausstellung moderner Mosaiken zeitgen√∂ssischer K√ľnstler
  • Springbrunnen Adrea Purpurea (Fontana Anrea Purpurea, Piazza della Resistanza), eine elegante Kreation moderner Gestaltungskunst.

Weitere Sehensw√ľrdigkeiten in der n√§heren Umgebung

  • Arch√§ologische Zone von Classe (Parco Archeologico di Classe), unweit der Kirche Sant‚ÄôApollinare in Classe
  • Museum f√ľr mechanische Musikinstrumente, 10 Kilometer s√ľdlich an der Stra√üe in Richtung Cesena
  • Museum f√ľr moderne Inneneinrichtung, 9 Kilometer westlich, entlang Via Maggiore und Via Faentina an der Stra√üe in Richtung Bologna
  • Franzosens√§ule, 5 Kilometer s√ľdlich an der Stra√üe in Richtung Forli; erinnert an die Schlacht zwischen Spaniern und Franzosen im Jahr 1512, errichtet im Jahr 1557 im Ort Madonna dell'Abero
  • Garibaldi-H√ľtte (Capanno Garibaldi, 1810), 8 Kilometer nord√∂stlich an der Stra√üe in Richtung Marina Romea und Porto Corsini; eine Fischerh√ľtte von historischer Bedeutung, in der der italienische Staatsgr√ľnder Giuseppe Garibaldi Unterschlupf gefunden hatte
  • R√∂mische Villa in Russi (Villa romana di Russi), Via Fiumazzo - Russi (Ra.), ca. 16 km in Richtung Bologna

Verkehr

Der Bahnhof von Ravenna liegt unweit des Hafens. An der Bahnstation von Ravenna treffen sich die Eisenbahnlinien Ferrara-Rimini und die Nebenbahn von Castel Bolognese. Zwischen 1883 und 1929 gab es eine direkte Verbindung mit einer Dampfstraßenbahn nach Forli.

Der Flughafen von Forl√¨ ist 27 Kilometer entfernt. Dar√ľber hinaus besitzt Ravenna einen kleinen Lokalflughafen.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Deichmann: Ravenna: Hauptstadt des sp√§tantiken Abendlandes. Bd. 1: Geschichte und Monumente (1969). Bd. 2: Kommentar, Teil 1 (1974). Teil 2 (1976). Teil 3: Geschichte, Topographie, Kunst und Kultur, Indices zum Gesamtwerk (1989). Plananhang (1976). Bd. 3: Fr√ľhchristliche Bauten und Mosaiken von Ravenna (1958) [Tafelband]
  • Deborah Mauskopf Deliyannis: Ravenna in Late Antiquity. Cambridge 2010.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Ravenna ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen
 Commons: Ravenna ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Statistiche demografiche ISTAT. Bev√∂lkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.

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  • Ravenna ‚ÄĒ ‚ÄĘ Archdiocese based in the capital of a province in Romagna, central Italy Catholic Encyclopedia. Kevin Knight. 2006. Ravenna ¬†¬†¬†¬†Ravenna ¬†¬†¬†¬†‚Ć ‚Ķ   Catholic encyclopedia

  • RAVENNA ‚ÄĒ RAVENNA, city in Emilia Romagna, N. central Italy. There is evidence that a Jewish settlement existed in Ravenna in the third and fourth centuries, probably the earliest Jewish community in the region. A piece of an amphora with the word Shalom… ‚Ķ   Encyclopedia of Judaism

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  • Ravenna [2] ‚ÄĒ Ravenna, Hauptstadt der gleichnamigen ital. Provinz (s. oben), liegt 7 km vom Adriatischen Meer in teilweise versumpfter Ebene am Kanal Corsini, an den Eisenbahnlinien Ferrara R. Rimini und Castel Bolognese R. und der Dampfstra√üenbahn nach Forlt ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

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  • Ravenna, NE ‚ÄĒ U.S. city in Nebraska Population (2000): 1341 Housing Units (2000): 600 Land area (2000): 0.752541 sq. miles (1.949072 sq. km) Water area (2000): 0.004123 sq. miles (0.010678 sq. km) Total area (2000): 0.756664 sq. miles (1.959750 sq. km) FIPS… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Ravenna, OH ‚ÄĒ U.S. city in Ohio Population (2000): 11771 Housing Units (2000): 5313 Land area (2000): 5.352359 sq. miles (13.862545 sq. km) Water area (2000): 0.011788 sq. miles (0.030532 sq. km) Total area (2000): 5.364147 sq. miles (13.893077 sq. km) FIPS… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Ravenna, TX ‚ÄĒ U.S. city in Texas Population (2000): 215 Housing Units (2000): 94 Land area (2000): 1.210901 sq. miles (3.136218 sq. km) Water area (2000): 0.000000 sq. miles (0.000000 sq. km) Total area (2000): 1.210901 sq. miles (3.136218 sq. km) FIPS code:… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Ravenna ‚ÄĒ (L√∂ffingen,–ď–Ķ—Ä–ľ–į–Ĺ–ł—Ź) –ö–į—ā–Ķ–≥–ĺ—Ä–ł—Ź –ĺ—ā–Ķ–Ľ—Ź: –ź–ī—Ä–Ķ—Ā: 79843 L√∂ffingen, –ď–Ķ—Ä–ľ–į–Ĺ–ł—Ź –ě–Ņ ‚Ķ   –ö–į—ā–į–Ľ–ĺ–≥ –ĺ—ā–Ķ–Ľ–Ķ–Ļ


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