Reims

ÔĽŅ
Reims
Reims
Wappen von Reims
Reims (Frankreich)
Reims
Region Champagne-Ardenne
Département Marne
Arrondissement Reims (Unterpräfektur)
Kanton Chef-lieu von 10 Kantonen
Koordinaten 49¬į 16‚Ä≤ N, 4¬į 2‚Ä≤ O49.2652777777784.028611111111188Koordinaten: 49¬į 16‚Ä≤ N, 4¬į 2‚Ä≤ O
H√∂he 88 m (74‚Äď137 m)
Fl√§che 46,90 km¬≤
Einwohner 181.468 (1. Jan. 2008)
Bev√∂lkerungsdichte 3.869 Einw./km¬≤
Postleitzahl 51100
INSEE-Code
Website www.ville-reims.com
Klimadiagramm von Reims
Kathedrale: hölzerne Kanzel
Basilika St. Remi
H√ītel de Ville (Rathaus)
H√ītel de Ville: Relief Louis XIII.

Reims [ Ä…õŐÉs], fr√ľher auch Rheims, ist eine Stadt im Nordosten Frankreichs, etwa 130 Kilometer von Paris entfernt.

Verwaltungstechnisch ist Reims Unterpr√§fektur des Arrondissements Reims im D√©partement Marne, in der R√©gion Champagne-Ardenne. Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs und besitzt seit 1971 (wieder) eine Universit√§t. Reims ist nicht nur Herstellungszentrum f√ľr Champagner, auch Textilien, Nahrungsmittel sowie Ausr√ľstungsgegenst√§nde f√ľr die Raumfahrt werden dort hergestellt. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Zeit vor der r√∂mischen Herrschaft zur√ľck.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine statistische Angaben

  • Einwohnerzahl der Stadt Reims: 181.468 (Stand 1. Januar 2008)
  • Einwohnerzahl des Gemeindeverbands ‚ÄěReims M√©tropole‚Äú: ca. 220.000
  • Einwohnerzahl im Gro√üraum (175 Gemeinden): ca. 290.000

Geografische Lage

Reims liegt im Zentrum der Champagne, die den weiten, flach gestuften Ostteil des Pariser Beckens einnimmt. Die Stadt befindet sich in einer Ebene am rechten Ufer der Vesle, einem Zufluss der Aisne, und am Canal de l‚ÄôAisne √† la Marne. Im S√ľden und im Westen erhebt sich das Mittelgebirge Montagne de Reims. Aus den Trauben der dortigen Weinberge wird der Champagner hergestellt.

Beschreibung der Stadt und ihrer Architektur

Die wichtigsten Pl√§tze in Reims sind der Place Royale (‚ÄěK√∂niglicher Platz‚Äú) mit einer Statue von Ludwig XV., und der Place du Parvis (‚ÄěParvisplatz‚Äú) mit einer Statue von Jeanne d'Arc. Die wichtigste Hauptstra√üe, Rue de Vesle, durchquert die Stadt von S√ľdwesten nach Nordosten und kreuzt dabei den Place Royale.

Das älteste Monument der Stadt ist das Marstor (la Porte de Mars), ein 33 Meter langer und 13 Meter hoher Triumphbogen (arc de triomphe) mit drei Bögen.

Architektur

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Reims

Kathedrale Notre-Dame de Reims

Die Kathedrale Notre-Dame de Reims gilt als eine der architektonisch bedeutendsten gotischen Kirchen Frankreichs. Vom 12. bis zum 19. Jahrhundert wurden hier die franz√∂sischen K√∂nige gekr√∂nt. Sie z√§hlt seit 1991 neben dem Palais du Tau und der Basilika Saint-Remi zum Unesco-Weltkulturerbe.

Der Palast von Tau (Palais du Tau)

Der Palast des Erzbischofs wurde zwischen 1498 und 1509 erbaut. Er beherbergte die franz√∂sischen K√∂nige bei ihren Kr√∂nungsfeierlichkeiten. Besonders beeindruckend ist der m√§chtige Kamin im Hauptsalon (Salle du Tau) aus dem 15. Jahrhundert. Die Kapelle und der Hauptsalon sind mit Wandteppichen aus dem 17. Jahrhundert geschm√ľckt. Der Name des Palastes entlehnt sich von der √Ąhnlichkeit des Grundrisses des Palastes mit dem griechischen Buchstaben Tau.

Die Basilika Saint-Remi

Die Basilika Saint-Remi, die fast so gro√ü wie die Kathedrale ist, geh√∂rte fr√ľher zu einer bedeutenden Abtei. Bedeutende Bauepochen der Basilika waren das 11. (Krypta), 12. (Chor), 13. (Apsis) und 15. Jahrhundert (S√ľdliches Querschiff). Die Basilika wurde w√§hrend der franz√∂sischen Revolution gepl√ľndert. Es sind jedoch noch farbige Fenster aus dem 12. Jahrhundert erhalten.

Die Kirchen Saint-Jacques, Saint-Maurice, Saint-André und Saint-Thomas sind architektonisch und kunstgeschichtlich weniger interessant. Von der Kirche Saint-Nicaise sind nur noch einige Ruinen erhalten.

Cours Langlet

Die Fassaden entlang dem Prachtboulevard, der zur Kathedrale f√ľhrt, bilden ein R√©sum√© der architektonischen Optionen der reconstruction der im Ersten Weltkrieg zerst√∂rten Stadt.

Grand Th√©√Ętre

Art-d√©co-Bau von √ľberregionaler Bedeutung. 1931 er√∂ffnet, mit Brunnenschalen und Basrelief, schmiedeeisernen Treppengel√§ndern mit goldenen Masken und einem m√§chtigen Brustschild-Leuchter unter der Saalkuppel.

Bibliothèque Andrew Carnegie

1928 er√∂ffnet und benannt nach dem amerikanischen Milliard√§r und Philanthropen Andrew Carnegie, einem Finanzierer der reconstruction der Stadt nach dem Ersten Weltkrieg. Von au√üen wie ein kleiner griechischer Tempel wirkend, pr√§sentiert sich das Vestib√ľl als raffiniertes Art-d√©co-Juwel.

Place du Parvis
Porte de Mars

Sonstige Sehensw√ľrdigkeiten

Das Museum Saint Denis beherbergt eine interessante Sammlung französischer Gemälde. Außerdem sind noch Reste des römischen Amphitheaters erhalten geblieben.

Im Norden von Reims liegt die Kapelle Notre-Dame de la Paix des japanisch-franz√∂sischen K√ľnstlers Tsuguharu-Leonard Foujita (geweiht 1966). Die Fenster der Kapelle wurden vom Glasbaumeister Charles Marq gefertigt, der auch die Marc-Chagall-Fenster in der Kathedrale Notre-Dame hergestellt hat. In der Kapelle ist das Leben Jesu in Fresken dargestellt; Foujitas Stil lehnt sich ausdr√ľcklich an Leonardo da Vinci an, nach dem er auch seinen zweiten - christlichen - Vornamen gew√§hlt hat. Dabei schl√§gt er thematisch eine Br√ľcke zur Moderne, indem er sich in den Makabren T√§nzen auf Hiroshima bezieht. Foujita ist in der Kapelle begraben.

Das Museum der Übergabeerklärung (Musée de la Reddition) zeigt unter anderem den Saal mit den Generalstabskarten General Eisenhowers, in dem von Generaloberst Jodl am 7. Mai 1945 die Kapitulationserklärung der deutschen Wehrmacht unterzeichnet wurde.

Sehensw√ľrdigkeiten in der Umgebung

Geschichte

Römerzeit

Das Sarkophag von Jovin im Museum Saint Denis

Die Gegend von Reims ist seit fr√ľhester Zeit besiedelt; so finden sich in der Umgebung bronzezeitliche Urnenfelder. Die Kelten gr√ľndeten um 80 v. Chr. eine st√§dtische Siedlung (oppidum), die sie Durocorter ‚Äď "runde Burg" ‚Äď nannten. Die R√∂mer latinisierten diesen Namen zun√§chst zu Durocortorum. Nach der Eroberung durch die R√∂mer im Gallischen Krieg wurde die Stadt in Civitas Remorum umbenannt und war Hauptstadt der r√∂mischen Provinz Belgica, benannt nach den Remi, dem hier ans√§ssigen romtreuen Unterstamm der Belger. Die Privilegien, die die Stadt f√ľr ihre Treue erhielt, trugen mit zu ihrem Wohlstand bei.

Die Gegend wurde in spätrömischer Zeit christianisiert und die Stadt zum Bischofssitz erklärt. Im Jahre 336 besiegte der römische Statthalter Jovinus die Barbaren, nachdem diese in die Champagne eingefallen waren. Im Jahr 356 fand die Schlacht von Reims statt.

Mittelalter

St. Remigius tauft Chlodwig; Standbild neben St. Rémi

Die Stadt stand √ľber Jahrhunderte im Zentrum europ√§ischer Geschichte. Um 401 wurde von Bischof Nicasus eine Kirche erbaut; der sp√§tere Heilige kam beim Sturm der Vandalen auf die Stadt im Jahr 406 ums Leben. 451 eroberten die Hunnen unter Attila die Stadt, zogen aber nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (nicht weit von Reims) wieder ab. In der Kathedrale der Stadt wurde zwischen 497 und 499 Chlodwig I. durch Bischof Remigius getauft, was entscheidend f√ľr den Aufbau des Frankenreiches wurde. Die Bedeutung der Stadt, die bald auch Sitz eines Erzbischofs wurde, zeigt sich auch darin, dass sie bei den merowingischen Reichsteilungen Residenz eines Teilreichs war.

Im 8. Jahrhundert trafen sich der fr√§nkische K√∂nig Pippin der J√ľngere in Reims mit Papst Stephan III. und sp√§ter Papst Leo III. mit Karl dem Gro√üen. 816 fand die erste Kr√∂nung in Reims statt, als der Franke Ludwig der Fromme, von seinem Vater Karl dem Gro√üen schon zu dessen Lebzeiten zum Mitkaiser ernannt, nach Karls Tod von Papst Stephan IV. dort noch einmal zum Kaiser gekr√∂nt wurde. Die K√∂nige Karlmann I. (‚Ć 771), Ludwig IV. (‚Ć 954) und Lothar (‚Ć 986) wurden in der Basilika Saint-Remi bestattet.

Im 10. Jahrhundert war der Erzbischof Adalberon ma√ügeblich daran beteiligt, dass die franz√∂sische Regentschaft vom Haus der Karolinger auf die Kapetinger √ľberging. Er sorgte, gemeinsam mit Gerbert von Aurillac, auch daf√ľr, dass die Stadt mit ihrer Kathedralschule zu einem intellektuellen Zentrum des Fr√ľhmittelalters wurde. Reims blieb vom 12. bis zum 19. Jahrhundert die Stadt, in der die franz√∂sischen K√∂nige gesalbt und gekr√∂nt wurden; eine bewusste Ankn√ľpfung an die von Chlodwig begonnene Tradition. So hatte es etwa eine hohe symbolische Bedeutung, als es den Franzosen unter Jeanne d'Arc w√§hrend des Hundertj√§hrigen Krieges gelang, die Engl√§nder, die den Norden des Landes besetzt hatten, zur√ľckzudr√§ngen und Reims zur√ľckzuerobern, wo dann Karl VII. im Jahre 1429 gekr√∂nt werden konnte. Stadtrechte sind f√ľr Reims seit 1139 dokumentiert. Als bedeutender Markt der Champagne besa√ü Reims auch einige wirtschaftliche Bedeutung.

Neuzeit

Eine Rebellion der B√ľrger, die sich gegen die Erhebung der Salzsteuer richtete, wurde 1461 von Ludwig XI. niedergeschlagen. In den Hugenottenkriegen stand die Stadt ab 1585 auf Seiten der Katholischen Liga, unterwarf sich aber 1590 K√∂nig Heinrich IV. Der Wohlstand der Stadt, der vor allem auf der Wollindustrie beruhte, zeigte sich u. a. im Bau repr√§sentativer Stadtpalais in der Zeit des Absolutismus.

Domenico Quaglio: Die Kathedrale von Reims

Infolge der franz√∂sischen Revolution wurde die Provinz Champagne aufgel√∂st und Reims dem D√©partement Marne zugeordnet. Die Kr√∂nung Napoleons erfolgte, anders als die der franz√∂sischen K√∂nige, nicht in Reims, sondern in Paris. Anfang 1814 war die Gegend von Reims hart umk√§mpft, ehe Napoleon abdankte. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Wehrmauer abgerissen. Allm√§hlich setzte die Industrialisierung ein, 1854 erreichte die Eisenbahn Reims. 1870/1871 machten die Preu√üen Reims zum Sitz eines Generalgouverneurs, wobei die Stadt unter hohen Kontributionen zu leiden hatte. 1909 war Reims Schauplatz einer der ersten internationalen Flugschauen, an denen auch Louis Bl√©riot teilnahm.

Weltkriege und Wiederaufbau

Die Rekonstruktion des zerstörten Glockenturms der Jakobskirche wurde erst 1994 vollendet.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Stadt, die 1914 etwa 120.000 Einwohner z√§hlte und fast unmittelbar hinter der Frontlinie lag, von deutschen und franz√∂sischen[1] Artilleriegeschossen und Luftangriffen zu ungef√§hr 60 % verw√ľstet. Im M√§rz 1918 wurde die Zivilbev√∂lkerung gr√∂√ütenteils evakuiert. Am 17. Januar 1919 rief die Comtesse de Mun die Aktion ‚ÄěZur√ľck nach Reims‚Äú (Retour √† Reims) ins Leben, wodurch r√ľckkehrende Bed√ľrftige gratis Matratzen, M√∂bel und W√§sche beziehen konnten. Verm√∂gende Personen konnten f√ľr 3 Monate M√∂bel mieten. Die Aktion ‚ÄěZur√ľck nach Reims‚Äú f√ľhrte au√üerdem vier √∂ffentliche Kantinen. Im Juli 1919 wurde Reims anl√§sslich eines Besuchs des franz√∂sischen Pr√§sidenten Raymond Poincar√© zur ‚ÄěM√§rtyrerstadt‚Äú (ville martyre) erkl√§rt. Es hatten sich erst 25.000 Einwohner in der Ruinenstadt wieder einrichten k√∂nnen.

Schon ab 1915 machten sich die Stadtoberen von Reims Gedanken √ľber den Wiederaufbau. Im April 1920 verabschiedete die 1919 neu gew√§hlte Regierung unter B√ľrgermeister Charles Roche einen ehrgeizigen Plan des US-amerikanischen Armeemajors Georges B. Ford zum Wiederaufbau. Der Wiederaufbau (la reconstruction) der Innenstadt erfolgte in den Zwanzigerjahren im Stile des Art D√©co. Der Wiederaufbau von Reims verwandelte die Stadt nun √ľber Jahre hinweg in eine einzige Baustelle, zuerst mit dem Bau √∂ffentlicher Geb√§ude und Handelsh√§user sowie mit der Instandsetzung von H√§usern, die man noch ‚Äěretten‚Äú konnte. Daraufhin erfolgte der komplette Neubau ganzer Stra√üenz√ľge. Der Wiederaufbau der Wohnbauten war im Wesentlichen um 1930 beendet, jener der Kathedrale erst 1938, jener der Basilika Saint-Remi 1958 und jener des Glockenturms der Jakobskirche 1994.

Deutsche Kapitulation
am 7. Mai 1945

1933 zog der Kommunist, Sozialist und Professor der Mathematik Herbert Seidel auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus hierher und leistete sp√§ter aktiven Widerstand gegen die deutsche Besatzung. 1965 ging er, teils verhasst, teils bewundert, nach Carcassonne, um dort seinen Ruhestand zu verbringen. Am 7. Mai 1945 wurde in Reims, im damaligen Hauptquartier von General Dwight D. Eisenhower, des Oberbefehlshabers des SHAEF, durch Generaloberst Alfred Jodl die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet. Ebenfalls in Reims fand 1962 das Vers√∂hnungstreffen zwischen Pr√§sident Charles de Gaulle und Konrad Adenauer statt.

Partnerstädte

Partnerstädte von Reims sind Aachen, Salzburg, Canterbury, Arlington, Florenz und Brazzaville.

Verkehr

Der Bahnhof von Reims
Reims im regionalen Kanalsystem

Schon zur Römerzeit lag Reims am Schnittpunkt mehrerer wichtiger Straßen.

Auf dem seit 1854 in Betrieb befindlichen zentrale Bahnhof am Nordwestrand des Stadtzentrums treffen sich im Wesentlichen die regionalen Bahnlinien, betrieben von einer der TER-T√∂chter der SNCF. Der gr√∂√üte Teil des Fernverkehrs h√§lt im neu geschaffenen Bahnhof Champagne-Ardenne TGV 4¬Ĺ km s√ľdlich des Stadtzentrums in der Nachbargemeinde Bezannes. Zwischen beiden Bahnh√∂fen verkehren regelm√§√üige Pendelz√ľge. Demgegen√ľber wurde die Autoroute de l'Est mitten durch die Stadt gebaut, weniger als einen Kilometer von der Kathedrale entfernt entlang dem seit 1866 bestehenden Canal de l‚ÄôAisne √† la Marne.

Im April 2011 ging die Straßenbahn Reims in Betrieb; das 11 Kilometer lange Streckennetz wird von zwei Linien befahren. Zusätzlich verkehren Busse.[2].

Arbeit

Wissenschaft und Technik

Reims ist Sitz einer Universit√§t. Die ‚ÄěUniversit√§t von Reims und der Region Champagne-Ardenne‚Äú (frz. Universit√© de Reims Champagne-Ardenne, Abk. URCA) ist 1971 aus mehreren, in den 1960er Jahren gegr√ľndeten Hochschuleinrichtungen entstanden. Sie steht in der Tradition einer 1548 auf Vorschlag des Kardinals von Lothringen von Papst Paul III. zur Universit√§t erhobenen Domschule, die aber 1793 wieder aufgel√∂st wurde. Die naturwissenschaftliche Facult√© des Sciences befindet sich im S√ľdosten der Stadt, die geisteswissenschaftliche Facult√© des Lettres im S√ľdwesten. Die Universit√§t hat dar√ľber hinaus Au√üenstellen in Troyes, Charleville-M√©zi√®res und Ch√Ęlons-en-Champagne.

Die Universit√§tskliniken (Centres Hospitaliers Universitaires de Reims), der gr√∂√üte Arbeitgeber in der Stadt, sind teils auf einem gro√üen Areal im S√ľden konzentriert, teils √ľber die ganze Stadt verteilt.[3]

Reims ist Sitz des Flugzeugherstellers Reims Aviation.

Champagner

Reims ist neben √Čpernay das wichtigste Zentrum der Champagnerherstellung. Der Champagner lagert zum Teil in Kellern und Tunneln, die schon zu Zeiten der R√∂mer in den Kalkfelsen gegraben wurden.

Militär

Der große Flugplatz in der nördlichen Nachbargemeinde Bétheny bildet die Luftwaffenbasis Base aérienne 112 Reims-Champagne und ist nach der Universitätsklinik und städtischen Einrichtungen der drittgrößte Arbeitgeber am Ort.

Sport

Einer der √§ltesten Sportvereine der Stadt ist R√©gates r√©moises, ein 1854 gegr√ľndeter und noch heute aktiver und erfolgreicher Ruderclub. In Reims ist der Fu√üballverein Stade de Reims beheimatet, der insbesondere in den beiden Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg den professionellen Fu√üballsport in Frankreich dominierte (sechs Meistertitel und zwei Pokalsiege bei den M√§nnern, dazu ein Jahrzehnt sp√§ter auch f√ľnf Landesmeisterschaften bei den Frauen). Heute (Saison 2011/12) spielt Stade in der Ligue 2; seine Heimspiele tr√§gt er im Stade Auguste-Delaune aus, dessen Neubau 2008 fertiggestellt wurde.

Bekannt war Reims seit 1926 durch die sieben Kilometer westlich gelegene Motorsport-Rennstrecke Circuit de Reims-Gueux, auf der auch Formel-1-Rennen ausgetragen wurden. Die Strecke wurde 1972 geschlossen. Reste der Streckenanlage sind bis heute noch erhalten.

In Reims fand 1928 auch die erste offizielle Dreiband-Weltmeisterschaft statt. Zudem war die Stadt mit ihrem Stade Vélodrome insbesondere in den 1950ern ein Mekka des französischen Bahnradsports. 2010 war Reims zum elften Mal seit 1936 Etappenort der Tour de France.

Seit 1984 findet im Oktober in Reims ein Marathon statt, der mittlerweile zusammen mit einem Halbmarathon und einem 10-km-Lauf ein Teil der Laufveranstaltung Reims à toutes jambes ist.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

In Reims gelebt und verstorben

  • Liutwin (‚Ć 717), Klostergr√ľnder in Mettlach und Bischof in Trier, Laon und Reims
  • Herbert MacKay-Fraser (1927‚Äď1957), US-amerikanischer Rennfahrer
  • Luigi Musso (1924‚Äď1958), italienischer Formel-1- und Sportwagen-Rennfahrer
  • Philipp VI. (1293‚Äď1350), K√∂nig von Frankreich
  • Remigius von Reims (~436‚Äď533), taufte den Merowingerk√∂nig Chlodwig I.
  • Robert Jonquet (1925‚Äď2008), Fu√üballnationalspieler

Literatur

  • Patrick Demouy: Reims ‚Äď Die Kathedrale. Verlag Schnell + Steiner, Regensburg 2001, ISBN 3-7954-1388-5.
  • Monika Bugs, Patrick Demouy (Herausgeber): Botschaft der Steine / Message des Pierres. Mittelalterliche Steintafeln und zeitgen√∂ssische Frottagen im Dialog / Dalles m√©di√©vales et Frottages contemporains en dialogue. Legat Verlag, T√ľbingen 2007, ISBN 978-3-932942-26-6.
  • Olivier Rigaud: Reims au temps de l'Art d√©co. Edition du Huiti√®me Jour, Paris 2006.
  • Olivier Rigaud: Reims √† l'√©poque de l'Art D√©co. Une ville reconstruite apr√®s la premi√®re guerre mondiale. Hg. von CRDP de Champagne-Ardenne & Ville de Reims, Reims 2006. Mit CD-ROM (Collection Patrimoine Ressources) ISBN 2-86633-421-3.

Weblinks

 Commons: Reims ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Auf ihrem R√ľckzug zur Marne beschoss die franz√∂sische Artillerie massiv die von den deutschen Truppen besetzte Stadt (Reichsarchiv Das Marnedrama 2. Teil)
  2. ‚ÜĎ Das Busnetz von Reims
  3. ‚ÜĎ Centre Hospitalier Universitaire de Reims (auf Franz.)

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Reims ‚ÄĒ ‚ÄĘ Archdiocese of Reims comprising the district of Reims in the Department of Marne and the whole Department of Ardennes Catholic Encyclopedia. Kevin Knight. 2006. Reims ¬†¬†¬†¬†Reims ¬†¬†¬†¬† ‚Ķ   Catholic encyclopedia

  • Reims ‚ÄĒ Saltar a navegaci√≥n, b√ļsqueda Reims Escudo ‚Ķ   Wikipedia Espa√Īol

  • REIMS ‚ÄĒ B√Ętie sur l‚Äôemplacement d‚Äôun √©tablissement pr√©historique, la cit√© gauloise, qui porte alors le nom de Durocortorum, chef lieu des R√®mes, accorde son appui √† C√©sar lors de la conqu√™te de la Gaule. La ville est le point de d√©part de routes… ‚Ķ   Encyclop√©die Universelle

  • Reims ‚ÄĒ [r…õŐÉ:s ]: Stadt in Frankreich. * * * Reims ¬† [r…õŐÉs], Stadt im D√©partement Marne, Region Champagne Ardenne, Frankreich, 83 m √ľber dem Meeresspiegel, am Austritt der Vesle aus der Montagne de Reims, Teil der Schichtstufe der √éle de France, 180 600… ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Reims ‚ÄĒ (o Rheims) es una ciudad al noreste de Francia, a alrededor de 160 km de Par√≠s. Es la mayor ciudad de la regi√≥n de Champa√Īa Ardenas, aunque no es capital de su departamento, Marne (51). Est√° situada en un llanura en la ribera derecha del Vesla,… ‚Ķ   Enciclopedia Universal

  • Reims ‚ÄĒ (spr. r√§ngs), Arrondissementshauptstadt im franz. Depart. Marne, 86 m √ľ. M., am rechten Ufer der Vesle und an dem Kanal von der Aisne zur Marne, in einer von Weinbergen umgebenen Ebene der Champagne gelegen, Knotenpunkt der Ostbahn, ist seit 1872 ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

  • Reims ‚ÄĒ (Rheims, spr. R√§ngs), 1) Arrondissement im franz√∂sischen Departement Marne, 35,5 QM., 136,000 Ew.; 2) Hauptstadt darin, an der Vesle u. an der Eisenbahn von Epernay nach Mezi√®res, welche sich hier nach Tergnier (Paris Br√ľssel L√ľttich) verzweigt;… ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

  • Reims ‚ÄĒ (spr. r√§hngs), fr√ľher Rheims, stark befestigte Stadt im franz. Dep. Marne, an der Vesle, (1901) 108.385 E., got. Kathedrale (1212 gegr√ľndet, mit 530 Statuen an der Fassade und 122 im Innern, vergoldeter Hochaltar, seit 1173 Kr√∂nungsst√§tte der… ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Reims ‚ÄĒ [r…õŐÉ:s ] (franz√∂sische Stadt) ‚Ķ   Die deutsche Rechtschreibung

  • Reims ‚ÄĒ [rńďmz; ] Fr [ rans] city in NE France: scene of Germany s surrender to the Allies (1945): pop. 181,000 ‚Ķ   English World dictionary


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.