Rheda-Wiedenbr├╝ck

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Rheda-Wiedenbr├╝ck
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck
Rheda-Wiedenbr├╝ck
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck hervorgehoben
51.8416666666678.372
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: G├╝tersloh
H├Âhe: 72 m ├╝. NN
Fl├Ąche: 86,68 km┬▓
Einwohner:

47.316 (31. Dez. 2010)[1]

Bev├Âlkerungsdichte: 546 Einwohner je km┬▓
Postleitzahl: 33378
Vorwahl: 05242
Kfz-Kennzeichen: GT[2]
Gemeindeschl├╝ssel: 05 7 54 028
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 13
33378 Rheda-Wiedenbr├╝ck
Webpr├Ąsenz: www.rheda-wiedenbrueck.de
B├╝rgermeister: Theo Mettenborg (CDU)
Lage der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck im Kreis G├╝tersloh
G├╝tersloh Schlo├č Holte-Stukenbrock Verl Rietberg Langenberg Rheda-Wiedenbr├╝ck Herzebrock-Clarholz Steinhagen Werther (Westf.) Halle (Westf.) Harsewinkel Borgholzhausen Versmold Kreis Paderborn Kreis Lippe Kreis Soest Bielefeld Kreis Herford Kreis Warendorf Niedersachsen Nordrhein-WestfalenKarte
├ťber dieses Bild

Rheda-Wiedenbr├╝ck ist eine mittlere kreisangeh├Ârige Stadt im Kreis G├╝tersloh im Osten des deutschen Landes Nordrhein-Westfalen. Sie entstand 1970 im Zuge der Kommunalreform durch Zusammenlegung der St├Ądte Rheda und Wiedenbr├╝ck und den umliegenden Gemeinden Batenhorst, Lintel, St. Vit und Nordrheda-Ems.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Wasserm├╝hlen an der Ems bei Schloss Rheda

Die Doppelstadt liegt innerhalb der Emssandebene in der Westf├Ąlischen Bucht s├╝dlich des Teutoburger Walds, der etwa 30 km entfernt ist. Die ehemals selbst├Ąndigen St├Ądte Rheda und Wiedenbr├╝ck sind durch die Bundesautobahn 2, die fast genau auf der ehemaligen Grenze liegt, voneinander getrennt. Die Stadt wird von der Ems durchflossen. Die n├Ąchsten gr├Â├čeren St├Ądte sind G├╝tersloh in ca. 11 km, Bielefeld und Paderborn in rund 35 km sowie Hamm in etwa 55 km Entfernung.

Die Ems tritt von S├╝dosten ins Stadtgebiet ein. Am Wiedenbr├╝cker Freibad zweigt die Umflut in n├Ârdlicher Richtung von der Ems ab. Die Ems und die Umflut umflie├čen die Wiedenbr├╝cker Altstadt und flie├čen hinter dem Emssee auf H├Âhe des Ratsgymnasiums wieder zusammen. Die Ems durchflie├čt dann das Gel├Ąnde der Landesgartenschau von 1988, verbindet das Wiedenbr├╝cker Zentrum mit dem Zentrum von Rheda und verl├Ąsst das Stadtgebiet im n├Ârdlichsten Zipfel. Mehrere kleine Zufl├╝sse der Ems befinden sich im Stadtgebiet, so unter anderen der Hamelbach und der Eusternbach. Weitere nennenswerte Gew├Ąsser sind der Buxelssee nord├Âstlich der Autobahnabfahrt Rheda-Wiedenbr├╝ck an der A 2, sowie der B├Ąnischsee an der Ems nord├Âstlich von Rheda und der Linteler See am Wapelbach ├Âstlich von Wiedenbr├╝ck. Kennzeichen der beiden zu einer Stadt vereinigten fr├╝heren St├Ądte ist ein sie durchlaufender, mehrere Kilometer langer Gr├╝nstreifen entlang der Ems, beginnend beim Emssee in der Innenstadt von Wiedenbr├╝ck. Das insgesamt flache Gel├Ąnde f├Ąllt von S├╝den nach Norden ab. Au├čerhalb der Siedlungsfl├Ąchen ist die Stadt gepr├Ągt von Landwirtschaft. F├╝r das Umfeld relativ gro├če Wald- und Forstgebiete befinden sich im Osten des Stadtteils Rheda und nord├Âstlich der Stadt zwischen der Ems und der Nachbarstadt G├╝tersloh.

Geologie

Geothermische Karte von Rheda-Wiedenbr├╝ck
Erdschichten in einer tiefen Baugrube nahe am Emssee in Wiedenbr├╝ck

Im tiefen Untergrund findet sich ein Sockel aus gefalteten Gesteinen des Erdaltertums (Devon und Karbon). Dieser wird ├╝berlagert von bis mehr als 1000 m starken Tonmergel-, Kalkmergel-, Kalk- und Mergelsteinen des Erdmittelalters (Oberkreide). Im Westen und S├╝dwesten der Stadt liegen Mergel- und Kalkmergelsteine der Oberkreide als Ausl├Ąufer der Beckumer Berge nahe der Erdoberfl├Ąche, sie sind dort meist nur von eiszeitlichen Ablagerungen geringer St├Ąrke wie Grundmor├Ąne und Schmelzwassersanden bedeckt. In der Emsniederung wird die Schicht von zum Teil mehr als 20 m starken eiszeitlichen und vereinzelt nacheiszeitlichen, sandigen Flussablagerungen ├╝berlagert. Diese sind stellenweise von Flugsanden bedeckt.

Das aus der Eiszeit stammende Lockergestein im Emstal ist der einzige, aber auch bedeutsame, Grundwasserleiter des Georaumes. Die Sande und Kiese f├╝hren viel Grundwasser, dieses wird im Bereich Wasserwerkes Rhedaer Forst k├╝nstlich durch zus├Ątzliche Versickerung von Emswasser angereichert. Im Bereich der Beckumer Berge ist weniger nutzbares Grundwasser vorhanden, das nur eine Versorgung des lokalen Bereichs erm├Âglicht. Der tiefere Untergrund f├╝hrt entweder kein oder stark versalzenes Wasser (Sole).

Im westlichen Gebiet der Stadt haben sich Staun├Ąsseb├Âden (Pseudogleye) entwickelt, die sich durch einen starken Wechsel von Vern├Ąssung und Austrocknung auszeichnen und daher insbesondere als Gr├╝nland genutzt werden. Durch Entw├Ąsserungsma├čnahmen k├Ânnen diese Standorte auch als Acker genutzt werden, erzielen aber nur mittlere Ertr├Ąge. In der Umgebung der Ems im ├Âstlichen Stadtgebiet sind aus Sedimenten der Ems Podsole entstanden, die als Acker genutzt werden, aber ertragsarm sind. In Niederungen und Senken sind die B├Âden bis fast an die Oberfl├Ąche grundwassergepr├Ągt und daher vorrangig Gr├╝nlandstandorte. Zum Teil sind die B├Âden durch Entw├Ąsserungsma├čnahmen als Ackerland nutzbar gemacht. Im gesamten Stadtgebiet sind durch jahrhundertelange landwirtschaftliche Nutzung Plaggen (Plaggenesche) entstanden.[3]

Rheda-Wiedenbr├╝ck eignet sich mittelm├Ą├čig bis gut zur Nutzung von geothermischen W├Ąrmequellen mittels Erdw├Ąrmesonde und W├Ąrmegewinnung durch W├Ąrmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte)[4].

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets

Die als kleine Mittelstadt klassifizierte Gemeinde hat eine Fl├Ąche von 86,68 km┬▓. Der ├╝berwiegende Teil besteht aus landwirtschaftlich genutzter Fl├Ąche und Waldfl├Ąche, zusammen 72 %[5]. Die gr├Â├čte Ausdehnung von Norden nach S├╝den betr├Ągt rund 12,6 km, von Osten nach Westen etwa 14 km.

Fl├Ąche nach Nutzungsart
Land-
wirtschaft
Wald Geb├Ąude,
Freifl├Ąchen,
Betriebe
Verkehr Wasser Erholung,
Friedh├Âfe
sonstige[6] Gesamtfl├Ąche
50,08 km┬▓ 12,29 km┬▓ 14,50 km┬▓ 6,88 km┬▓ 1,63 km┬▓ 0,96 km┬▓ 0,35 km┬▓ 86,68 km┬▓
57,8 % 14,2 % 16,7 % 7,9 % 1,9 % 1,1 % 0,3 % 100,0 %

Die L├Ąnge der Stadtgrenze betr├Ągt 50,2 km, der h├Âchste Punkt liegt bei 105 m ├╝. NN und der tiefste Punkt bei 66 m ├╝. NN.

Nachbargemeinden

Herzebrock Marienfeld G├╝tersloh
Oelde Windrose klein.svg Verl
Stromberg Langenberg Rietberg

Im Westen beginnend im Uhrzeigersinn grenzen an Rheda-Wiedenbr├╝ck die Stadt Oelde (Kreis Warendorf, Regierungsbezirk M├╝nster), die Gemeinde Herzebrock-Clarholz, die St├Ądte G├╝tersloh und Rietberg sowie die Gemeinde Langenberg (alle Kreis G├╝tersloh).

Stadtgliederung

Rheda-Wiedenbr├╝ck gliedert sich gem├Ą├č ┬ž3 der Hauptsatzung[7] in die Stadt selbst und die drei Ortschaften Batenhorst, Lintel und St. Vit. Vor dem 1. Oktober 2004 bildete Nordrheda-Ems ebenfalls eine Ortschaft, wurde dann aber mit Rheda zusammengeschlossen. In der folgenden Tabelle sind die Einwohnerzahlen (Bev├Âlkerung mit Hauptwohnsitz; Stand: 1. Januar 2010) und Fl├Ąchen der Ortschaften aufgef├╝hrt, f├╝r die Stadt wurde zus├Ątzlich eine Unterteilung des Gebiets in Rheda und Wiedenbr├╝ck vorgenommen.

Stadtteil Einwohner Fl├Ąche[8] Stadtgliederung
Batenhorst 1.524 16,90 km┬▓
Admin Rheda-Wiedenbrueck.svg
Lintel 1.478 21,75 km┬▓
Rheda 21.605[9] 27,06 km┬▓
   (Nordrheda-Ems)   (o.A.)   (13,95 km┬▓)
St. Vit 1.435 10,37 km┬▓
Wiedenbr├╝ck 20.935 10,57 km┬▓
gesamt 46.977 86,66 km┬▓

Klima

Niederschlagsdiagramm von G├╝tersloh

Rheda-Wiedenbr├╝ck geh├Ârt der gem├Ą├čigten Klimazone Mitteleuropas an. Es liegt im Bereich des subatlantischen Seeklimas. Die Winter sind unter atlantischem Einfluss meist mild und die Sommer m├Ą├čig-warm.

Durch die Lage im subatlantischen Seeklima herrscht ganzj├Ąhrig ein humides Klima mit relativ gleich verteilten Niederschl├Ągen vor. Da Niederschlagsdaten f├╝r Rheda-Wiedenbr├╝ck nicht verf├╝gbar sind, erfolgt eine Werteangabe f├╝r die Station G├╝tersloh in etwa 11 km Entfernung. Dort fallen im langj├Ąhrigen Mittel 761 mm Niederschlag je Jahr. Somit f├Ąllt mehr Niederschlag, als im deutschen Mittel (700 mm).

Aus den Daten der Jahre 2002 bis 2006 ergeben sich folgende gemittelte Klimawerte auf 51┬░ 50ÔÇ▓ N, 8┬░ 16ÔÇ▓ O51.8333333333338.2666666666667 bei 76 m ├╝ber NN:[10]

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahressumme/-mittel
Niederschlag (l/m┬▓) 79 75 61 54 76 67 104 104 73 68 75 73 910
Temperatur (┬░C) 2,4 3,0 6,0 10,5 14,7 18,8 20,6 19,2 15,9 11,1 7,3 3,6 11,1

Ôćĺ Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe

Geschichte

Marktplatz Wiedenbr├╝ck
Renoviertes Rathaus mit Stadtbibliothek
Einschuss aus dem Drei├čigj├Ąhrigen Krieg an der St.-Aegidius-Kirche

785 wird in Wiedenbr├╝ck eine erste Urpfarrkirche vermutet. Ausgrabungen belegen die Entstehung einer Querhausbasilika sp├Ątestens um 900. Die dendrochronologischen Untersuchungen von zwei Baums├Ąrgen, die n├Ârdlich der Aegidiuskirche gefunden wurden, ergaben die Jahre 907/923 und 926/42. Rheda wurde fr├╝hestens im Jahre 1085, sp├Ątestens 1088 erstmals urkundlich erw├Ąhnt. Seit ihrer Ersterw├Ąhnung 1170 bis 1807/1815 war die Burg bzw. das sp├Ątere Schloss Rheda Mittelpunkt der Herrschaft Rheda.

Kaiser Otto erteilte im Jahr 952 dem Osnabr├╝cker Bischof das Markt-, M├╝nz- und Zollrecht f├╝r Wiedenbr├╝ck. Aus dem Jahr 985 sind in Wiedenbr├╝ck ausgestellte Urkunden von Otto III. bekannt, vermutlich hat es hier in dieser Zeit einen K├Ânigshof gegeben.

1225 erhielt Bischof Engelbert von Osnabr├╝ck die Gogerichte zu Wiedenbr├╝ck und anderen St├Ądten. Dies ist einer der Ausgangspunkte der Entwicklung des Hochstifts Osnabr├╝ck zu einem Territorialstaat des Bischofs von Osnabr├╝ck. Aus den Jahren um 1230 sind die ├Ąltesten M├╝nzen aus Wiedenbr├╝ck ├╝berliefert. Wiedenbr├╝ck wurde 1231 civitas genannt, Sch├Âffen wurden in den Gerichtsumstand gew├Ąhlt und ein Siegel angek├╝ndigt. Im Jahr 1249 wurde die Neustadt gegr├╝ndet, ein Jahr sp├Ąter wurde erstmals die Burg Reckenberg genannt.

Um 1462 entstand in Wiedenbr├╝ck eine erste Stadtverfassung nach dem Vorbild von Osnabr├╝ck. 1543 wurde Wiedenbr├╝ck durch Hermann Bonnus, einen Beauftragten des Bischofs Franz von Waldeck, reformiert. 1565 galt Wiedenbr├╝ck als ├╝berwiegend lutherisch. Im selben Jahr wurden im Bielefelder Rezess die Grenzen zwischen dem Amt Reckenberg, zu welchem Wiedenbr├╝ck z├Ąhlte, und dem benachbarten Rheda festgelegt, so wurden erstmals zwei selbst├Ąndige Hoheitsbereiche anerkannt.

Nachdem in den Jahren 1624/25 erste Schritte zu einer Gegenreformation erfolgten, wurde Wiedenbr├╝ck im Jahr 1626 im Laufe des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges von den D├Ąnen besetzt. Als 1628 der Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg seine Regierung antrat, setzte er die Gegenreformation fort.

Im Jahr 1637 entstand in Wiedenbr├╝ck eines der ├Ąltesten Gymnasien der Region, das Gymnasium Marianum, eine sechsklassige lateinische Schule und Vorl├Ąufer des sp├Ąteren Ratsgymnasiums Wiedenbr├╝ck. 1644 wurde durch Bischof Franz Wilhelm das Franziskanerkloster gegr├╝ndet. Drei Jahre sp├Ąter wurde Wiedenbr├╝ck im Juli 1647 von den Schweden eingenommen, aber nach Schleifung der Festung nach zwei Monaten wieder ger├Ąumt. Als 1648 in M├╝nster und Osnabr├╝ck der Westf├Ąlische Friede ausgehandelt wurde, schrieb dieser f├╝r das Hochstift Osnabr├╝ck die wechselnde Abfolge je eines katholischen und eines lutherischen Bischofs aus dem Haus Braunschweig-L├╝neburg vor.

Im Jahr 1664 begann nach Aufforderung Ernst August I. die Wiederbefestigung der Stadt. 1716 wurden die letzten st├Ądtischen Kupferm├╝nzen gepr├Ągt. Im Jahr 1726 wurde ein neues Amtshaus auf dem Reckenberg errichtet.

Als Folge der Umwandlung des Hochstift in das F├╝rstentum Osnabr├╝ck wurde Wiedenbr├╝ck 1802 vorerst Kur-Hannover zugeschlagen. 1807 fiel die Stadt an das K├Ânigreich Westphalen. Das Kapitel des Kollegiatenstifts wurde 1810 aufgehoben, das Amt Reckenberg mit Wiedenbr├╝ck wurden nach dem Wiener Kongress an Preu├čen abgetreten und 1816 der neuen Provinz Westfalen zugeordnet. Damit trennte sich Wiedenbr├╝ck vom Bistum Osnabr├╝ck, die katholischen Gemeinden des ehemaligen Osnabr├╝cker Amtes Reckenberg kamen zum Erzbistum Paderborn.

1938 wurde die A 2 f├╝r den Verkehr freigegeben. Die Autobahn wurde fast genau auf der Grenze zwischen Rheda und Wiedenbr├╝ck gebaut und bildet seitdem die gef├╝hlte Grenze zwischen den beiden St├Ądten.

Im ganzen Reich werden 1940 durch Generalfeldmarschall Hermann G├Âring alle bronzenen Kirchenglocken f├╝r die deutsche R├╝stungsindustrie beschlagnahmt. Von 1816 bis zur Gebietsreform 1970 war die Stadt Sitz des nach ihr benannten Kreises Wiedenbr├╝ck.

Am 1. Januar 1970 wurden die ehemals selbst├Ąndigen St├Ądte Rheda und Wiedenbr├╝ck zusammen mit weiteren Gemeinden im Rahmen der Kommunalreform zur Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck zusammengeschlossen.[11]

Religionen

Von den 45.765 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2004) sind 24.155 oder etwa 52,8 % r├Âmisch-katholischen Glaubens. Rheda-Wiedenbr├╝ck geh├Ârt zum Erzbistum Paderborn. 10.808 Einwohner, also rund 23,6 %, sind evangelischen Glaubens. Diese Gl├Ąubigen geh├Âren zum Kirchenkreis G├╝tersloh in der evangelischen Kirche von Westfalen. Rechnerisch ermitteln sich 10.802 Einwohner bzw. 23,6 %, die ein anderes Glaubensbekenntnis haben oder konfessionslos sind. Da der Kreis G├╝tersloh eine Hochburg der in Deutschland lebenden Aram├Ąer (auch bekannt als Suryoye oder Chald├Ąer) ist, wohnen in der Stadt relativ viele syrisch-orthodoxe Christen.

Eingemeindungen

Im Rahmen der nordrhein-westf├Ąlischen Gebietsreform wurden zum 1. Januar 1970 mit dem ÔÇ×Gesetz zur Neugliederung des Kreises Wiedenbr├╝ck und von Teilen des Kreises BielefeldÔÇť vom 4. Dezember 1969 die bis dahin selbst├Ąndigen St├Ądte Rheda und Wiedenbr├╝ck sowie die Gemeinden Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit zur neuen Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck zusammengeschlossen. Hinzu kamen ferner ein kleiner Teil der Gemeinde Bokel (sogenannte ÔÇ×DorfheideÔÇť) sowie das Dorf Bosfeld aus der Gemeinde Herzebrock.[11]

Einwohnerentwicklung

Bev├Âlkerungsentwicklung in Rheda-Wiedenbr├╝ck von 1939 bis 2007 (heutiger Gebietsstand)

Die folgende ├ťbersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck bzw. f├╝r 1939, 1950 und 1961 die Einwohnerzahlen des heutigen Stadtgebietes. Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 und f├╝r 1987 um Volksz├Ąhlungsergebnisse[12][13] und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Landesamtes f├╝r Datenverarbeitung und Statistik[14]. Die Zahlen von 1975 bis 1985 sind gesch├Ątzte Werte, die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volksz├Ąhlung von 1987. Die Angaben beziehen sich auf die Wohnbev├Âlkerung und ab 1985 auf die Bev├Âlkerung am Ort der Hauptwohnung.

Jahr Einwohner
1939 (17. Mai) 18.014
1950 (13. Sep.) 26.702
1961 (6. Juni) 32.214
1970 (27. Mai) 36.676
1975 (31. Dez.) 37.365
Jahr Einwohner
1980 (31. Dez.) 37.945
1985 (31. Dez.) 37.538
1987 (25. Mai) 36.822
1990 (31. Dez.) 38.327
Jahr Einwohner
1995 (31. Dez.) 42.155
2000 (31. Dez.) 44.932
2005 (31. Dez.) 46.440
2007 (31. Dez.) 46.710

Politik

Rheda-Wiedenbr├╝ck geh├Ârt zum Landtagswahlkreis G├╝tersloh III, in dem bei der Landtagswahl 2010 Michael Brinkmeier (CDU) zum dritten Mal in Folge als Direktkandidat gew├Ąhlt wurde. Auf Bundesebene geh├Ârt Rheda-Wiedenbr├╝ck zum Bundestagswahlkreis G├╝tersloh, in dem 2009 Ralph Brinkhaus (CDU) als Direktkandidat gew├Ąhlt wurde.

Stadtrat

Der Stadtrat hat gegenw├Ąrtig 40 Mitglieder aus sechs Parteien. Hinzu kommt der B├╝rgermeister als Ratsvorsitzender.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

Sitzverteilung im Stadtrat seit 2009
Zum Vergleich: Sitzverteilung im Stadtrat von 2004 bis 2009
[15][16] 2009[17] 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  %
CDU 19 48,44 20 51,05 24 54,51 24 48,64 22 46,26 24 52,32 27 60,08 26 57,84
SPD 7 17,28 8 21,95 12 26,30 15 31,60 14 30,97 13 28,85 14 32,10 14 31,31
Gr├╝ne 6 14,33 4 10,98 3 7,83 4 9,93 2 5,93 4 9,79 Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ
FDP 5 12,42 4 10,79 3 6,79 2 5,26 3 7,19 4 8,87 4 7,81 5 10,85
UWG[18] 2 4,41 2 5,22 2 4,57 0 4,56 4 9,66 Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ
Die Linke 1 3,13 Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ
DKP Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ 0 0,17 Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ Ôłĺ
Gesamt[19] 40 100 38 100 44 100 45 100 45 100 45 100 45 100 45 100
Wahlbeteiligung 52,22 54,06 56,36 82,81 67,52 67,97 71,35 87,55

B├╝rgermeister

Als B├╝rgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck wurde am 26. September 2004 Bernd Jostkleigrewe (CDU) erneut gew├Ąhlt. Er setzte sich gegen den parteilosen Einzelkandidaten Meinolf Jansing durch, der f├╝r SPD, FDP und Die Gr├╝nen angetreten war. Jostkleigrewe erhielt im ersten Wahlgang 11.998 und damit 65,46 % der g├╝ltigen Stimmen, was 34,41 % der Wahlberechtigten entspricht. 1999 war er mit 60,9 % in das Amt gew├Ąhlt worden. Stellvertretende B├╝rgermeister sind in dieser Legislaturperiode Norbert Flaskamp (CDU), Gudrun Bauer (SPD) und Renate Reckmann (CDU). Zur Kommunalwahl 2009 trat Jostkleigrewe nicht mehr an. Die Wahl zum B├╝rgermeister gewann Theo Mettenborg (CDU).

Wappen

Stadtwappen der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck.svg

Das Wappen der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck hat folgende Blasonierung:[7]
Von Silber (wei├č) und Rot gespalten, vorne ein schwarzer, gold (gelb) gekr├Ânter, linksgewendeter L├Âwe, hinten ein goldenes (gelbes) sechsspeichiges Rad.

Das Wappen der 1970 aus Rheda, Wiedenbr├╝ck, Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit neugebildeten Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck, am 25. August 1971 genehmigt, tr├Ągt die Symbole der ehemaligen Stadtwappen Rheda (am 15. Juni 1908 verliehen) und Wiedenbr├╝ck (am 2. Mai 1912 verliehen). Der L├Âwe ist das Wappentier der Herrschaft Rheda, enthalten im Wappen der Grafen von Bentheim-Tecklenburg zu Rheda, das Rad ist Siegelbild des fr├╝heren osnabr├╝ckischen Amtes Reckenberg (ÔÇ×R├ĄdchenburgÔÇť) zu Wiedenbr├╝ck.

St├Ądtepartnerschaften

Seit 1976 besteht eine Partnerschaft mit Oldenzaal, die durch Sch├╝leraustausche und Vereinskontakte mit Leben gef├╝llt wird. Eine St├Ądtepartnerschaft mit der spanischen Stadt Palam├│s in der Autonomen Gemeinschaft Katalonien besteht seit Februar 1995. Rheda-Wiedenbr├╝ck veranstaltet regelm├Ą├čig Palam├│s-Tage.

Vor dem Zusammenschluss zur Doppelstadt hatte Rheda seit 1958 eine Patenschaft mit der schlesischen Stadt Z┼éoty Stok (dt. Reichenstein) und Wiedenbr├╝ck seit 1952 mit der Stadt Z─ůbkowice ┼Ül─ůskie (dt. Frankenstein). Seit dem Zusammenschluss f├╝hrt Rheda-Wiedenbr├╝ck die Patenschaften weiter und organisiert j├Ąhrlich ein Bundesheimattreffen.

Rheda-Wiedenbr├╝ck war ehemals Patenstadt des Heilbads Heiligenstadt in Th├╝ringen, heute besteht ein f├Ârmlicher Freundschaftsvertrag.

Seit 1976 wird Unterst├╝tzung in Form von ÔÇ×Hilfe zur SelbsthilfeÔÇť an den Canton (Amt) Aouda sowie seit 1987 an den Canton Adj├Ęngr├ę in Togo geleistet.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Br├╝cke zum Reckenberg
Reckenberg (ehemalige Kreisverwaltung)

Theater

Die Stadt verf├╝gt noch ├╝ber kein eigenes Theater. Jedoch finden im Jahresverlauf zahlreiche Vorstellungen (z. B. Theaterreihe der VHS, Konzerte) an wechselnden Orten (Aulen der Gymnasien, Stadthaus, Reethus u. a.) statt. Der Neubau des Reethus wird zurzeit geplant und k├Ânnte dann nach den bisherigen Vorstellungen die Funktion der Stadthalle/Theaters ├╝bernehmen.

Museen

In Rheda-Wiedenbr├╝ck sind einige Museen zu finden:

  • Das Heimatmuseum, fr├╝her an der Langen Stra├če, stellt die Geschichte der Stadt Wiedenbr├╝ck vom Mittelalter bis zur fr├╝hen Neuzeit dar. In einem ehemaligen Werkstattgeb├Ąude der Wiedenbr├╝cker Schule am Rande der Wiedenbr├╝cker Altstadt wurde das Heimatmuseum mit dem Schwerpunkt Wiedenbr├╝cker Schule am 28. November 2008 neu er├Âffnet.
  • Im Radio- und Telefonmuseum wird vom F├Ârderverein Radio- und Telefon-Museum im Verst├Ąrkeramt e. V. eine Sammlung von Radios, Fernsehern, Telefonen, Vermittlungstechnik, Fernschreibern, Funktechnik, Tonbandger├Ąten, Rundfunkzubeh├Âr und weiteren Exponaten ausgestellt.
  • Im Rhedaer Schloss befinden sich ein Kutschen- und ein Theatermuseum.
  • Das Leinewebermuseum zeigt eine Privatsammlung aus der Leinewebergeschichte.

Musik

Orchester

Das Collegium Musicum ist ein seit mehr als 20 Jahren bestehendes Streichorchester ambitionierter Laien. Es wird von der VHS Reckenberg-Ems gemeinsam mit der Kammermusikvereinigung Rheda-Wiedenbr├╝ck getragen. Neben vielen kleineren Auftritten im Umland gestaltet das Orchester traditionell ein Sommer- und ein Winterkonzert im Einzugsbereich der VHS Reckenberg-Ems im S├╝dkreis G├╝tersloh.

Ev. Stadtkirche in Rheda

Gesangvereine/ Ch├Âre

  • Gesangverein Hoffnung Wiedenbr├╝ck von 1883
  • M├Ąnnergesangverein von 1872 Rheda e. V.
  • MGV Prinzen des M├Ąnnergesangvereins Rheda von 1872
  • M├Ąnnerchor C├Ącilia Rheda von 1875
  • M├Ąnnerchor C├Ącilia Wiedenbr├╝ck 1896
  • M├Ąnnergesangsverein Liedertafel Eintracht 1832
  • MGV Geselligkeit Batenhorst
  • Kinder- und Jugendch├Âre St. Aegidius
  • Shantychor - Die Emsm├Âwen - von 1983
  • Kinder- und Jugendch├Âre St. Clemens

Kammermusik

Die Flora Westfalica veranstaltet in der Orangerie auf Schloss Rheda in Verbindung mit der Volkshochschule Reckenberg Ems ganzj├Ąhrig kammermusikalische Konzerte. Diese sind in zwei Reihen und einem Festival organisiert: ÔÇó Flora Klassik Sommer - von Mai bis September ÔÇó musica da camera - von September bis April ÔÇó Harmonie Musik Festival mit dem Maalot-Quintett - im Mai.

Evangelische Kirchenmusik

Die Evangelischen Kirchengemeinden in Rheda und Wiedenbr├╝ck betreiben umfassende gemeinsame kirchenmusikalische Aktivit├Ąten mit dem Kirchenchor Rheda-Wiedenbr├╝ck, dem Jungenchor Rheda-Wiedenbr├╝ck sowie verschiedenen Projektch├Âren. Hinzu kommt die im CVJM organisierte Arbeit von Ten Sing Rheda-Wiedenbr├╝ck sowie der CVJM-Posaunenchor Rheda-Wiedenbr├╝ck e. V. unter Leitung von Joachim Schr├Âder.

Katholische Kirchenmusik

Im Ortsteil Rheda wird von Kantor Harald Gokus an der St.-Clemens-Gemeinde ein umfangreiches kirchenmusikalisches Angebot geboten, dazu geh├Âren unter anderem die Kinder- und Jugendch├Âre St. Clemens Rheda, die seit 1995 bestehen.

Im Ortsteil Wiedenbr├╝ck wird von Kantor J├╝rgen W├╝stefeld an der St.-Aegidius-Gemeinde ein kirchenmusikalisches Angebot geboten, zu dem unter anderem die Kinder- und Jugendch├Âre an St. Aegidius Wiedenbr├╝ck, aber auch der Kirchenchor St. Aegidius von 1891 z├Ąhlen. In der St.-Pius-Gemeinde gibt es unter Leitung ihres Kirchenmusikers Wilfried G├Âckede etwa monatlich einen musikalisch besonders gestalteten Gottesdienst.

Musikvereine

  • F├╝rstliches Trompetercorps zu Rheda (FTCR)
  • Spielmannszug des St. Sebastian B├╝rgersch├╝tzenvereins e. V. Wiedenbr├╝ck
  • Spielmannszug Werkfeuerwehr Westag & Getalit AG
  • Spielmannszug Rheda

Bauwerke

Stadtteil Rheda

Religi├Âse Bauten
ev. Stadtkirche Rheda
St. Clemenskirche in Rheda
Pfarrkirche St. Johannes Baptist
Schloss Rheda
Schloss Rheda mit ├╝berfluteten Schlosswiesen
F├╝rstliches Mausoleum Rheda
Altstadt Rheda
  • Die Ev. Stadtkirche liegt in der Altstadt von Rheda. Sie wurde ab 1611 in gotisierenden Formen errichtet. Es handelt sich um eine kleine dreischiffige Hallenkirche, die durch Erweiterung einer ├Ąlteren Heiligblutkapelle entstanden ist. Der mit einem schlanken Spitzhelm versehene Westturm ist 1654 bezeichnet. Zur Ausstattung geh├Âren zwei Epitaphen. Das bedeutendere der beiden wurde f├╝r den Drosten Friedrich von Twickel (ÔÇá 1639) vielleicht von Adam Stenelt aus Osnabr├╝ck geschaffen. Das achteckige Taufbecken, bezeichnet 1567, wurde bei der 1970/71 durchgef├╝hrten Innenrenovierung entdeckt. Reste des alten Kirchengest├╝hls von 1623 (und aus sp├Ąterer Zeit) befinden sich seit der letzten Kirchenrenovierung unter der F├╝rstenempore. Letztere entstand Anfang des 18. Jahrhunderts. Am Au├čenbau sind mehrere, ehemals auf dem Fu├čboden der Kirche befindliche Grabplatten angebracht, darunter die der Gr├Ąfin Sophia zu Bentheim-Tecklenburg (ÔÇá 1691) und die des Drosten Johannes von Bistram (ÔÇá 1685). Die Rhedaer Stadtkirche gilt als einer der fr├╝hesten protestantischen Kirchenbauten Westfalens.
  • Die Kath. Pfarrkirche St. Clemens ist ein neuromanischer Bau mit zwei T├╝rmen und wurde 1910 von Ludwig Becker errichtet. Die m├Ąchtige, in Anlehnung an barocke Vorbilder gestaltete Orgel wurde 1984 durch die Firma Fischer + Kr├Ąmer aus Endingen erbaut.
Profanbauten
  • Wohnbauten: Urspr├╝nglich waren in der Altstadt einfache giebelst├Ąndige Fachwerk-Dielenh├Ąuser mit verbretterten Giebeln vorherrschend, die im Gegensatz zu den Wohnbauten der Nachbarstadt Wiedenbr├╝ck keine aufw├Ąndigen Schnitzereien aufwiesen. Mittelpunkt der H├Ąuser bildete die hohe Diele, die in der Regel von der Stra├če aus durch ein gro├čes Tor erschlossen wurde. Steinbauten blieben bis ins 19. Jahrhundert hinein die Ausnahme. In den 1970er Jahren fielen gro├če Teile der Innenstadt der Stadtsanierung zum Opfer. Betroffen war vor allem die n├Ąhere Umgebung der Stadtkirche mit dem fr├╝heren G├Ąnsemarkt (jetzt Rathausplatz). Etliche Bauten mussten 1972 dem nach Pl├Ąnen von Harald Deilmann erstellten Rathausneubau weichen, der die baulichen Dimensionen der Innenstadt vollkommen sprengte. Mit Lange Stra├če 25 (heute: Berliner Stra├če) von 1708 verschwand eines der sch├Ânsten Wohnh├Ąuser des historischen Stadtkerns. Es wurde 1969 abgetragen und erst von 2007 bis 2010 im Westf├Ąlischen Freilichtmuseum Detmold wieder aufgebaut.[20] In den Nebenstra├čen blieb jedoch bis heute eine ganze Reihe bescheidener Fachwerkgiebelh├Ąuser des 16. bis 19. Jahrhunderts erhalten, so unter anderem in der Kleinen Stra├če und in der Moosstra├če. Ein leidlich erhaltenes Stra├čenbild findet man in der Stra├če ÔÇ×Am Gro├čen WallÔÇť.

An Einzelbauten sind hervorzuheben:

  • Berliner Stra├če 19 (Hotel am Doktorplatz). Das ehemalige Witwenhaus der Susanna Schwengers, dessen Giebeldreieck mehrfach ├╝ber Knaggen vorkragt, ist 1732 bezeichnet. Die verputzten Gefache sind mit einer Ziegel imitierenden Bemalung versehen
  • Doktorplatz 5 (Gastst├Ątte ÔÇ×M├╝nzeÔÇť). Der eingeschossiger Fachwerkbau mit seitlichem Anbau wurde 1604 als erstes Apothekerhaus des Ortes erbaut. 1875 wurde es unter Verwendung von Balken der ehemals im Orangeriegarten befindlichen Alten M├╝nze durchgreifend erneuert.
  • Doktorplatz 6 (Gastst├Ątte Neuhaus). Das gro├če Fachwerkgiebelhaus mit Speichergeschoss wurde 1716 f├╝r den Kaufmann Andreas Wilmans errichtet. Der reich beschnitzte Torbalken ist mit Wappen versehen.
  • Gro├čer Wall 1 (B├Ąckerei Heiringhoff). Der Vierst├Ąnderbau entstand bereits um 1550 und geh├Ârt damit zu den ├Ąltesten noch erhaltenen Wohnh├Ąusern der Stadt.
  • Gro├čer Wall 44. Durchgangsdeelenhaus von 1644
  • Hoppenstra├če 10. Fachwerkgiebelhaus des 16. Jh. Das gro├če Dielentor wurde vor einigen Jahren wiederhergestellt.
  • Kleine Stra├če 3, erbaut 1619.
  • Kleine Stra├če 8/10, Traufen-Doppelhaus, um 1550ÔÇô1600
  • Kleine Stra├če 9, 1620 errichtet.
  • Nadelstra├če 2, ehemaliges Pastorat, bezeichnet 1732
  • Der Domhof (Am Domhof 1) ist der ehemalige Sitz des gr├Ąflichen Stadt- und Landrichters. Der stattliche Vierst├Ąnder-Fachwerkbau mit Diele wurde 1616 von Eberhard Huck errichtet. Bei der letzten Renovierung blieb die alte Raumaufteilung weitgehend erhalten. Das Innere verf├╝gt ├╝ber einen Saal mit einer bemalten Holzbalkendecke im Stil der so genannten ÔÇ×LipperenaissanceÔÇť von 1663. In den Jahren 1986ÔÇô88 wurde das urspr├╝nglich f├╝r den Abriss vorgesehene Geb├Ąude umfassend restauriert.
  • Von der Hofanlage Drostenhof (Berliner Stra├če 52, Kunsthaus Artes) ist lediglich das Wohnhaus ├╝berkommen. Es liegt heute eingezw├Ąngt zwischen Neubauten und einem Parkdeck etwas abseits der Berliner Stra├če. Der verputzte Bruchsteinbau mit Walmdach und gro├čem Einfahrtsportal ist durch Maueranker am Au├čenbau 1607 bezeichnet. Bauherr war Friedrich von Twickel, der Stellvertreter des Landesherrn. 1721 wurde das Geb├Ąude durch J. J├Ârgens umgebaut. Auf diesen Umbau d├╝rfte die gartenseitige Freitreppe zur├╝ckgehen. Im Inneren blieb eine barocke Balustertreppe erhalten.
  • Auf dem evangelischen Friedhof liegt das Mausoleum der F├╝rsten zu Bentheim-Tecklenburg, das nach 1830 in klassizistischen Formen errichtet wurde. 1859 wurde ein durch H. Kaupisch ein Umbau durchgef├╝hrt.

Stadtteil Wiedenbr├╝ck

St.Marien mit Marienstatue. Rechts das Franziskanerkloster
St. Pius in Wiedenbr├╝ck
Kreuzkirche Wiedenbr├╝ck
Aegidiuskirche und historisches Rathaus in Wiedenbr├╝ck
Wiedenbr├╝ck, St├╝tzbalken (Knagge) mit dem Motiv ÔÇô Mari├Ą Verk├╝ndigung
ehemaliges Heimatmuseum
Schnitzerei (ehemaliges Heimatmuseum)
Haus Ottens
Religi├Âse Bauten
  • Die Kath. Pfarrkirche St. Aegidius wurde nach einer umfangreichen Renovierung Weihnachten 2006 wieder er├Âffnet. Die neue Orgel wurde Ostern 2007 eingeweiht.
  • Die Kirche St. Pius (Wiedenbr├╝ck) ist die zweite Pfarrkirche von Wiedenbr├╝ck und wurde 1955 nach Pl├Ąnen des Di├Âzesanbaurats Alfons Boklage (M├╝nster) erbaut. 1958 wurde die Pius-Gemeinde von der Aegidius-Gemeinde abgepfarrt, da nach dem Zweiten Weltkrieg die Aegidiusgemeinde durch den Zuzug von Vertrieben derart gewachsen war, dass eine Teilung und ein Kirchenneubau notwendig geworden waren.
  • Die Kreuzkirche ist die einzige evangelische Kirche im Stadtteil Wiedenbr├╝ck.
  • St. Johannes ist die Kirche der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Wiedenbr├╝ck
Verwaltungsbauten

Das Rathaus am Marktplatz wurde 1619 als zweigeschossiger Fachwerkbau errichtet. Bei der Erneuerung von 1790 erhielt es eine neue massive Fassade zum Markt hin und wurde mit einem Kr├╝ppelwalmdach versehen.

Profanbauten

Das f├╝r seine Geschlossenheit einst ber├╝hmte Stadtbild wurde durch Abbr├╝che und Neubauten vielfach empfindlich gest├Ârt. Jedoch ging die Abriss- und Neubaut├Ątigkeit in den siebziger Jahren nicht so weit wie in Rheda, wo einheitliche und geschlossene Stra├čenbilder kaum noch vorhanden sind. Besonders schmerzlich ist der Verlust des f├╝r die Stadtgeschichte so bedeutenden Sch├Ânhofes, der 1968 dem Ausbau der Wasserstra├če weichen musste. Er wurde anschlie├čend im Westf├Ąlischen Freilichtmuseum Detmold wiederaufgebaut. In der j├╝ngeren Vergangenheit hat man sich bem├╝ht, Stadtreparatur zu betreiben und es ist durchaus gelungen, erforderliche Neubauten besser einzupassen.

Die Zahl ├Ąlterer Wohnh├Ąuser ist noch immer beachtlich. Hierbei handelt es sich zumeist um giebelst├Ąndige Fachwerk-Dielenh├Ąuser, die zum Teil mit Schnitzereien versehen sind. Charakteristisch f├╝r diese Bauten ist die hohe zweigeschossige Diele, die an der Stra├če durch ein gro├čes Tor erschlossen wurde. Trotz ihrer auf den ersten Blick gro├čen ├ähnlichkeit mit dem l├Ąndlichen Fachhallenhaus kann man hier kaum von Ackerb├╝rgerh├Ąusern sprechen. Nach neuesten Erkenntnissen stellen sie keine Weiterentwicklung des Hallenhauses dar, sondern entstanden aus dem so genannten Einhaus, das zun├Ąchst nur ├╝ber einen gro├čen Raum verf├╝gte. Sp├Ąter wurde dieser durch Stubeneinbauten verkleinert. Hinzu kommt, dass diese Bauten zumeist von Handwerkern bewohnt wurden. Die Landwirtschaft wurde lediglich im Nebenerwerb betrieben und diente vor allem der Eigenversorgung. Das Vieh war, anders als im Bauernhaus, in eigenst├Ąndigen Geb├Ąuden auf dem r├╝ckw├Ąrtigen Grundst├╝ck untergebracht. Wie auch andere westf├Ąlische Kleinst├Ądte (siehe Blomberg) war Wiedenbr├╝ck vor allem eine Stadt des Handwerks und zum Teil auch des Handels, aber keine Ackerb├╝rgerstadt im eigentlichen Sinne.

Folgende Einzelbauten sind erw├Ąhnenswert:

  • Katthagen 2. Dreigeschossiges Giebelhaus mit beschnitzten F├╝llbrettern, bezeichnet 1624.
  • In der Halle 2 (Haus Hemmelmann). Der 1567 errichtete dreigeschossige Bau ist reich mit F├Ącherrosetten beschnitzt. Neben dem Dielentor befindet sich um das Obergeschoss reduzierte Utlucht. Das lange Zeit verputzte Geb├Ąude wurde 1963 freigelegt und 1994 umfassend restauriert.
  • In der Halle 4. Das dreigeschossige, im Erdgeschoss massiv erneuerte Giebelhaus wurde 1513 dendrochronologisch datiert. Obergeschoss und Giebeldreieck kragen ├╝ber Knaggen vor.
  • Kirchplatz 1. Mitte 16. Jh. Geb├Ąlk mit reichem Ornamentschmuck. Utlucht bezeichnet 1610.
  • Kirchstra├če 10. Das Gasthaus ÔÇ×Fuchsh├ÂhleÔÇť wurde 1686 nach dem gro├čen Stadtbrand errichtet. Es ist mit einer Utlucht und einem h├╝bschem Barockportal versehen.
  • Klingelbrink 25. 1582 bezeichnet, jedoch stark ver├Ąndert. Mit reich verziertem Torbogen.
  • M├Ânchstra├če 8. Das 1576 bezeichnete Haus geh├Ârt zu den pr├Ąchtigsten der Stadt. Die Balken sind reich mit Masken und F├Ącherrosetten beschnitzt. Die Gefache sind mit Ziegeln im Zierverband ausgef├╝llt.
  • M├Ânchstra├če 10. Das 1549 bezeichnete Geb├Ąude besitzt mit Fabeltieren und Masken beschnitzte Knaggen. Das Dielentor wurde sp├Ąter durch eine Haust├╝r ersetzt. Diese Geb├Ąude ist das am ├Ąltesten datierte Geb├Ąude in Wiedenbr├╝ck.
  • M├Ânchstra├če 12. Schlichter Fachwerkbau mit Kr├╝ppelwalmdach, bezeichnet 1665.

In der Langen Stra├če findet man zahlreiche gut erhaltene Fachwerkbauten des fr├╝hen 17. Jh. Besonders sch├Ân ist die Baugruppe Nr. 27-35. An ├Ąlteren Einzelbauten sind hervorzuheben:

  • Lange Stra├če 12. Giebelhaus mit Auslucht und Taubandknaggen von 1583.
  • Lange Stra├če 29. Mit F├Ącherrosetten versehener Giebel.
  • Lange Stra├če 38. (Haus Ottens). M├Ąchtiges Giebelhaus mit Speichergeschoss, errichtet 1635. Die Gefache waren mit einer Ziegel imitierenden Bemalung versehen. Nach einem Besitzerwechsel und auf Grund massiver Sch├Ąden wurde das h├Âchste Fachwerkhaus der Altstadt von 2009 bis 2011 grundlegend saniert.
  • Lange Stra├če 41. Der angeblich nach einem Umbau wieder eingef├╝gte Torbogen ist 1598 bezeichnet.
  • Lange Stra├če 50. (bis 2008 Heimatmuseum). Dem ehemaligen Speichergeb├Ąude aus dem 17. Jahrhundert wurde an der R├╝ckseite ein reich beschnitzter, 1591 bezeichneter Torbogen, sowie fig├╝rliche Knaggen von einem Abbruchhaus aus der Nachbarschaft eingef├╝gt.
K├╝nstlerhaus, rechts davor die Einfahrt zum neuen "Wiedenbr├╝cker Schule Museum"
  • Lange Stra├če 51. Bezeichnet 1589, 1987 restauriert. Die Gefache sind mit Ziegeln im Zierverband ausgef├╝llt.
  • Lange Stra├če 55. Vierst├Ąnderbau mit Auslucht, diese 1565 bezeichnet. Um 1980 v├Âllig erneuert.
  • Lange Stra├če 60. Das ├Ąlteste Wohnhaus der Stadt wurde 1468 errichtet und 1594 erweitert durch den Vikar Christoph Rose. Nach einem Anker oben im Deelentor wird das Geb├Ąude auch als Ankervilla bezeichnet.
  • Lange Stra├če 72. Bez. 1614. Die Gefache mit Backsteinen im Zierverband ausgef├╝llt
  • Lange Stra├če 88. 1592 bezeichnet Taubandknaggen, Torbogen und Schwelle mit Ranken beschnitzt.
  • Lange Stra├če 89. mit gemusterten ziegelgefachen, bezeichnet 1610.
  • Lange Stra├če 93. 1559 bezeichnet. Mit zum Teil beschnitzten viertelkreisf├Ârmigen Fu├čb├Ąndern und Taubandknaggen.
  • Lange Stra├če 95. Bezeichnet 1607.
  • Rietberger Stra├če 6, 8. Altes K├╝nstlerhaus, erbaut 1904[21], mit aufw├Ąndigen Au├čenschnitzereien, Fachwerk. Dahinter, in der Hoetgergasse, das neue "Wiedenbr├╝cker Schule Museum"
Wehrbauten
Innenansicht des Pulverturms

Die Stadt war seit dem Mittelalter mit Wehrbauten, darunter einer Stadtmauer und vorgelagertem Zwinger umgeben. Von dieser Anlage ist nur noch der so genannte Pulverturm am M├╝hlenwall erhalten. Es ist ein halbrunder Schalenturm aus Backstein mit niedrigen Hosenscharten, der mit Hilfe von Hakenb├╝chsen verteidigt werden konnte. Er stammt wohl noch aus dem 15. oder fr├╝hen 16. Jahrhundert. Auch die noch erhaltenen Umflut (siehe oben) geh├Ârt zusammen mit der Ems zu den ehemaligen Wehranlagen.

Skulpturen / Denkm├Ąler
Betender Landmann

Die Brunnenskulptur Betender Landmann auf dem Marktplatz von Wiedenbr├╝ck zeigt einen Betenden. Der Sockel tr├Ągt zwischen den zwei Wasserbecken die eingemei├čelte Inschrift ÔÇ×Betender LandmannÔÇť. Die Statue wurde von Ernst Osterrath gestiftet, dem Wiedenbr├╝cker Ehrenb├╝rger (1901), der von 1882 bis 1892 Landrat des Kreises Wiedenbr├╝ck war, von 1898 bis 1902 Oberregierungsrat zu Schleswig und seit 1902 Vortragender Rat im Preu├čischen Kultusministerium zu Berlin. Hier traf er den aus Wiedenbr├╝ck stammenden akademischen Bildhauer Bernhard Heising, dessen Arbeiten ihn sehr interessierten und dessen Standbild (1902) des bedeutenden Bauernf├╝hrers Schorlemer-Alst in M├╝nster vor dem Landeshaus er bewunderte. Da Heisings Engagement f├╝r die Arbeiterbewegung (als Werkstudent hatte er sein Studium weitgehend finanziert) ihm bekannt war und er seiner Heimatstadt Wiedenbr├╝ck als Zeichen seiner Freundschaft und Dankbarkeit ein ├Ąhnlich gro├čes Denkmal stiften wollte, stellte er Heising die paradox anmutende Aufgabe, einen ÔÇ×betenden ArbeiterÔÇť zu machen. Heising zeigt in seinem Werk programmatisch, dass Arbeiter sich in ihrer Freizeit (daher die Tiroler Pfeife) im eigenen Garten beim Angelusl├Ąuten sehr innig Gott zuwenden k├Ânnen, wenn ma├čvolle Arbeitszeiten, Eigentum und religi├Âses Umfeld gegeben sind. Schnell hie├č im Volksmund jedoch der ÔÇ×ArbeiterÔÇť nur noch ÔÇ×LandmannÔÇť.

Die Skulptur wurde gemeinsam mit dem Marktbrunnen am 1. November 1903 offiziell eingeweiht. Die Geschichte Wiedenbr├╝cks als Handwerkerstadt mit ihren vielen Gilden und die tiefe Religiosit├Ąt der Bev├Âlkerung kommen in diesem Kunstwerk zum Ausdruck.

Die Brunnenfigur erlebte eine wechselhafte Geschichte. W├Ąhrend des Ersten Weltkrieges wurde sie zur Gewinnung von R├╝stungsgut demontiert und sollte eingeschmolzen werden. Sie entging diesem Schicksal, da sie zuf├Ąllig in einer Berliner Gie├čerei vom Wiedenbr├╝cker Kaufmann Felix Pl├Âger entdeckt und unversehrt nach Wiedenbr├╝ck gebracht wurde.

Im Zweiten Weltkrieg hat man die Figur abermals demontiert und tats├Ąchlich eingeschmolzen. Ein vorsorglich angefertigter Gipsabdruck erm├Âglichte eine Wiederherstellung der beliebten Figur. In Wiedenbr├╝ck war 1950 unbekannt, dass von der Familie der Nachkommen Heising zu Bad Driburg seit vielen Jahren das gro├če urspr├╝ngliche Gipsmodell f├╝r den Bronzeguss geh├╝tet wurde. Der Bildhauer Bernhard Hartmann fertigte also nach dem sp├Ąteren Gipsabdruck einen Neuguss an, der im Dezember 1951 feierlich an seinem alten Standort eingeweiht wurde.

Denkmal ÔÇ×Neue M├╝hleÔÇť

Drei M├╝hlr├Ąder, die nach dem historischem Vorbild rekonstruiert wurden, erinnern am M├╝hlenwall/Ecke Rektoratsstra├če an die ÔÇ×Neue M├╝hleÔÇť, eine Getreidem├╝hle, die hier von 1250 bis 1969 stand. Die Kombination von drei M├╝hlr├Ądern war und ist ├Ąu├čerst selten.

Die R├Ąder haben einen Durchmesser von jeweils knapp f├╝nf Metern. Insgesamt wurden etwa 2500 Schrauben f├╝r diese Konstruktion verarbeitet. Die M├╝hlr├Ąder werden durch die Umflut angetrieben, einem k├╝nstlich angelegten Abzweig der Ems. Ems und Umflut umflie├čen den historischen Stadtkern von Wiedenbr├╝ck und sind Teil der ehemaligen Stadtbefestigung. Das Denkmal wurde am 8. Juni 2007 eingeweiht. Es wurde der Stadt von Franz-Josef Krane gestiftet. Durch die Umgestaltung des M├╝hlplatzes entstanden der Stadt jedoch Kosten von 50.000 ÔéČ. Am 5. September 2008 wurde auf dem Platz ein M├╝hlstein aufgestellt, der in der 1888 abgebrannten Brennerei ÔÇ×Auf dem SchildeÔÇť benutzt wurde.

Kriegerdenkmal an der Rektoratsstra├če und ein Mahnmal gegen Krieg und Gewaltherrschaft an der St. Aegidiuskirche.

Parks

Rheda-Wiedenbr├╝ck war Austragungsort der nordrhein-westf├Ąlischen Landesgartenschau 1988 in den Emsauen links und rechts der Autobahn A 2. Das Gel├Ąnde, heute als Flora Westfalica bezeichnet, ist als weitl├Ąufiger Landschaftspark mit ca. 60 ha Gr├Â├če im Stadtgebiet erhalten.[22]

In dieser Anlage liegt ein etwa ein Hektar gro├čer Teil des Schlossgartens Rheda. Auf weiteren vier Hektar erstreckt der andere Teil des Schlossparks, der zum Teil ebenfalls ├Âffentlich zug├Ąnglich ist.Koordinaten51.8566178972228.2503961508333[23]

Nordwestlich des Schlossparks in etwa drei Kilometern Entfernung befindet sich der ca. einen Hektar gro├če Garten des Hauses Bosfeld, der nicht ├Âffentlich zug├Ąnglich ist.Koordinaten51.8566178972228.2503961508333[24]

In Wiedenbr├╝ck schlie├člich liegt der rund sechs Hektar gro├če Garten des Amtshauses Reckenberg.Koordinaten51.8321568.313627[25]

Naturdenkm├Ąler

Die Stadt verf├╝gt ├╝ber zwei Eichen und einen Teich, die vom Kreis G├╝tersloh als Naturdenkmal ausgewiesen wurden. Eine Eiche steht im Stadtteil Rheda, eine weitere und der Teich befinden sich in St. Vit. Dar├╝ber hinaus gibt es zwei Naturschutzgebiete, zum einen das Gebiet Am Merschgraben, zum anderen das Gebiet Erlenbruch und Schlosswiesen Rheda.

Vereine

Es gibt ein recht breit gef├Ąchertes Angebot an Vereinssport in der Stadt. Erw├Ąhnenswert sind folgende Vereine:

  • Sportvereine
    • SC Wiedenbr├╝ck 2000 - Fu├čball, Gymnastik, Radsport, Tanzen und Tischtennis
    • FSC Rheda - Fu├čball
    • VfL Rheda - Fu├čball und Turnen
    • Rot-Weiss-St. Vit e. V. - Fu├čball, Laufen und Walking
    • DJK gr├╝n-wei├č Rheda (Basketball)
    • Laufen und Gutes tun e. V., der Verein veranstaltet einmal j├Ąhrlich einen Benefizlauf zugunsten der DKMS und der Ambulanten Palliativpflege in Bielefeld-Bethel
    • Wiedenbr├╝cker Turnverein (WTV) - Aikido, Badminton, Gymnastik, Handball, Judo, Lauftreff, Leichtathletik, Reha-Sport, Rugby, Shaolin Kempo, Schwimmen, Trampolin, Turnen, Volleyball, Walking und Nordic Walking
    • Schwarz-Gelb Rheda - Badminton, Handball, Judo, Radsport, Schwimmen, Skat, Tennis, Tischtennis, Turnen und Wasserball
    • Karate-Verein ÔÇ×ASAHI Rheda-Wiedenbr├╝ck e. V.ÔÇť
    • DLRG Rheda-Wiedenbr├╝ck
    • Kanu Club Wiedenbr├╝ck-Rheda
  • Sch├╝tzenvereine
    • Sch├╝tzenverein der Landgemeinde Rheda e. V. (Bauernsch├╝tzen) von 1897
    • Sch├╝tzenverein zu Rheda e. V. von 1833 (Stadtsch├╝tzen)
    • St. Sebastian B├╝rgersch├╝tzenverein Wiedenbr├╝ck von 1492 e. V.
    • St.-Hubertus-Sch├╝tzenbruderschaft Batenhorst von 1848
  • Politische Jugendorganisationen
    • Junge Liberale (JuLis) Rheda-Wiedenbr├╝ck
    • Junge Union Rheda-Wiedenbr├╝ck
    • Jusos-AG Rheda-Wiedenbrueck
  • Karnevalsvereine
    • KG Hel├╝ von 1952 (Wiedenbr├╝ck)
    • WCV Gr├╝ne Funken von 1965 (Wiedenbr├╝ck)
    • CVR Blaue Funken (Rheda)
    • Ecke Sagem├╝ller (Lintel)

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Christkindlemarkt in Wiedenbr├╝ck

Es gibt eine Reihe von j├Ąhrlich wiederkehrenden Veranstaltungen in Rheda-Wiedenbr├╝ck, von denen einige mehr als lokale Bedeutung haben. H├Âhepunkte im gesellschaftlichen Leben sind die Feste der ├Ârtlichen Sch├╝tzenvereine.

Kalendarisch aufsteigend finden folgende Feste statt:

  • Rosenmontagsumzug (Beginn im Ortsteil Rheda, Ende im Ortsteil Wiedenbr├╝ck)
  • Karfreitagsprozession (Wiedenbr├╝cker Kreuztracht)
  • Fronleichnamsprozession in Wiedenbr├╝ck
  • Weinmarkt in Rheda
  • Sch├╝tzenfest der Stadtsch├╝tzen Rheda
  • Feuerwehrfest L├Âschzug St. Vit
  • Sch├╝tzenfest der St.-Hubertus-Sch├╝tzenbruderschaft Batenhorst
  • Sch├╝tzenfest des St. Sebastian B├╝rgersch├╝tzenvereins Wiedenbr├╝ck
  • Feuerwehrfest Lintel (immer am 2. Augustwochenende)
  • Sch├╝tzenfest der Bauernsch├╝tzen Rheda
  • ÔÇ×Feuer und FlammeÔÇť, ein musikalisches Gro├čfeuerwerk im Gel├Ąnde der Flora Westfalica
  • Benefiz-Lauf in St. Vit (immer am 1. Samstag im September)
  • Altstadtfest in Rheda
  • Herbstkirmes in Wiedenbr├╝ck (immer am 1. Oktoberwochenende)
  • Andreaskirmes in Rheda
  • Adventskr├Ąmchen Rheda
  • Christkindl-Markt Wiedenbr├╝ck
  • Christkindl-Lauf in Wiedenbr├╝ck

Kulinarische Spezialit├Ąten

Alle Gerichte der Westf├Ąlischen K├╝che sind in Rheda-Wiedenbr├╝cker gutb├╝rgerlichen Restaurants verbreitet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Gleis 9 des Bahnhofs Rheda-Wiedenbr├╝ck mit Fester Fahrbahn nach dem ÔÇ×System RhedaÔÇť

Stra├čenverkehr:

Die Stra├čenanbindung der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck wird durch die A 2 ├╝ber die Anschlussstelle 23 Rheda-Wiedenbr├╝ck hergestellt. Die B 55, B 61 und B 64 durchqueren ebenfalls das Stadtgebiet.

Regionalbusse fahren nach G├╝tersloh und Lippstadt. Die Stadt geh├Ârt zum Tarifverbund ÔÇ×Der SechserÔÇť (OWL Verkehr GmbH). Nach M├╝nster/Hamm gilt ein ├ťbergangstarif (M├╝nsterland-Tarif), dar├╝ber hinaus der NRW-Tarif.

Schienenverkehr:

Der Bahnhof Rheda-Wiedenbr├╝ck ist ein Trennungsbahnhof an der Bahnstrecke HammÔÇôMinden, einer der am meisten befahrenen Eisenbahnstrecken Deutschlands, hier zweigt die Warendorfer Bahn nach M├╝nster ab (ehemals ├╝ber Rheda-Wiedenbr├╝ck-S├╝d weiter nach Lippstadt).

Der Bahnhof ist Halt mehrerer Regional-Express- und Regionalbahn-Linien mit Direktverbindungen nach Minden, Bielefeld, Hamm, M├╝nster und dem Ruhrgebiet.

Luftverkehr:

Die Flugh├Ąfen M├╝nster/Osnabr├╝ck und Paderborn/Lippstadt sind in etwa ein bis zwei Stunden erreichbar.

├ľffentliche Einrichtungen

Die Stadt bietet je ein Freibad im Stadtteil Rheda und im Stadtteil Wiedenbr├╝ck, sowie ein Hallenbad im Stadtteil Wiedenbr├╝ck.

In beiden oben genannten Stadtteilen gibt es eine Bibliothek mit insgesamt ca. 60.000 B├╝chern und etwa 6.500 anderen Medien. In Wiedenbr├╝ck ist die B├╝cherei gleichzeitig eine Kinderbibliothek.

Die Volkshochschule Reckenberg-Ems bietet ein breites Weiterbildungsangebot.

Mit dem St.-Aegidius-Jugendhaus bietet die Caritas Angebote zur Freizeitgestaltung f├╝r Jugendliche.

Rheda-Wiedenbr├╝ck hat zwei Krankenh├Ąuser, das St.-Vincenz-Hospital mit 198 Betten und die Betriebsst├Ątte Rheda des St├Ądtischen Klinikums G├╝tersloh mit 80 Betten.

Die Freiwillige Feuerwehr Rheda-Wiedenbr├╝ck mit etwa 240 Aktiven unterh├Ąlt f├╝nf L├Âschz├╝ge, davon jeweils einer in den Ortsteilen Rheda, Wiedenbr├╝ck, Batenhorst, Lintel und St. Vit.

Historisch bedingt sind einige f├╝r den gesamten Kreis G├╝tersloh zust├Ąndige ├ämter in der Stadt beheimatet, so z. B. das Ausl├Ąnderamt.

Ans├Ąssige Unternehmen

T├Ânnies Fleischwerk

Wichtige Wirtschaftsfaktoren in Rheda-Wiedenbr├╝ck stellen die holzverarbeitende und M├Âbelindustrie sowie die Kraftfahrzeugindustrie dar. Zu den ├╝berregional bekannten Firmen geh├Âren Der Club (Buchclub der Bertelsmann AG), die in der M├Âbelindustrie bzw. im M├Âbelhandel t├Ątigen Firmen interl├╝bke, Musterring und Garant M├Âbel, die im Fahrzeugbau t├Ątigen Firmen Westfalia Van Conversion (Wohnmobile) und Westfalia Automotive GmbH (Anh├Ąngekupplungen und Elektros├Ątze), Prophete GmbH & Co. KG (Fahrr├Ąder, Motorroller), sowie die Firmen Regumatic-Schlafsysteme (Matratzen, Edelstahlfederlattenroste), Simonswerk GmbH (Bandsysteme, Scharniere), Westag & Getalit AG (Holz und Kunststoff) und das T├Ânnies Fleischwerk.

An der A 2, auf der Gemarkung Marburg im Grenzbereich der St├Ądte Oelde und Rheda-Wiedenbr├╝ck, liegt ein in Bau befindliches interregionales Gewerbegebiet, das unter der Bezeichnung ÔÇ×Aurea - das A2-WirtschaftszentrumÔÇť vermarktet wird. Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz und die St├Ądte Oelde und Rheda-Wiedenbr├╝ck erschlie├čen ein insgesamt ca. 150 ha gro├čes Gewerbeareal. Der eigens hierf├╝r geschaffener Autobahnanschluss, die Anschlussstelle ÔÇ×Herzebrock-ClarholzÔÇť, wurde im September 2008 eingeweiht und dem Verkehr ├╝bergeben.

Medien

Printmedien

In Rheda-Wiedenbr├╝ck sind vier Tageszeitungen vertreten. T├Ąglich montags bis samstags erscheinen die Neue Westf├Ąlische mit Regionalteil sowie eine Lokalausgabe des Westfalen-Blatts. Beide Zeitungen beziehen ihren Mantel von ihren jeweiligen Mantelredaktionen aus Bielefeld. Ebenfalls mit lokaler Berichterstattung erh├Ąltlich sind montags bis samstags Die Glocke aus Oelde, die hier als Wiedenbr├╝cker Zeitung erscheint, und Der Patriot aus Lippstadt.

Radio und Fernsehen

Rheda-Wiedenbr├╝ck geh├Ârt zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR und von Radio G├╝tersloh, das es in der Berichterstattung als Lokalradio mit abdeckt.

Bildung

Die Stadt bietet mit Ausnahme einer Gesamtschule in 17 Schulen alle g├Ąngigen Schulformen an. Es gibt im Stadtgebiet verteilt zehn Grundschulen, die Gemeinschaftsgrundschulen Andreasschule, Parkschule, Wenneberschule, Br├╝der-Grimm-Schule und die Michael-Ende-Schule, sowie die kath. Grundschulen Johannisschule, Piusschule, Eichendorffschule, Postdammschule und die Bonifatiusschule. Weiterf├╝hrende Schulen in den Sekundarstufen I und II sind zwei Hauptschulen, die Matthias-Claudius-Schule (Gemeinschaftsschule) und die Ketteler-Schule (St├Ądt. kath. Hauptschule), zwei Realschulen (Ernst-Barlach-Realschule und Osterrath-Realschule) und zwei Gymnasien, das Ratsgymnasium (Ortsteil Wiedenbr├╝ck) und das Einstein-Gymnasium (Ortsteil Rheda).

Dar├╝ber hinaus gibt es als F├Ârderschulen die Heidbrinkschule und die Kopernikusschule des Kreises G├╝tersloh.

Die Erwachsenenbildung (inklusive der Gestaltung von offenen Ganztagsschule im Primarbereich und Nachmittagsangeboten in der Sekundarstufe I) wird durch die Volkshochschule Reckenberg-Ems und deren Tochter Fortbildungs-Akademie Reckenberg-Ems (FARE) gGmbH - v.a. im ├ťbergang Schule-Beruf aktiv - ausgef├╝llt.

Berufsbildende Schulen sind das Reckenberg-Berufskolleg und das Ems-Berufskolleg.

Sonstige Schulen sind die Kreisfeuerwehrschule, die Musikschulen Paetzold-Matzke und Musikgarten sowie die Design-Werkstatt Haus Aussel.

Im Jahr 2007 wurden an Rheda-Wiedenbr├╝cker (ohne Volkshochschule, Berufskollegs und sonstige Schulen) mit 406 Lehrkr├Ąften insgesamt 6.491 Sch├╝ler unterrichtet, davon ca. 32,0 % an den Grundschulen, ca. 13,3 % an den Haupt- und ca. 22,0 % an den Realschulen, 28,0 % an den Gymnasien sowie 2,8 % an der F├Ârderschule.[5] Eine Besonderheit an den Grundschulen ist, dass alle Grundschulen (au├čer den ÔÇ×Zwerg-SchulenÔÇť Postdamm- und Bonifatiusschule) als offene Ganztagsgrundschulen gef├╝hrt werden. Tr├Ągerin des ambitionierten Bildungs- und Betreuungsangebotes von 7:30 bis 17:00 Uhr ist die Volkshochschule Reckenberg-Ems.

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

In Rheda-Wiedenbr├╝ck geboren wurden:

Weitere Pers├Ânlichkeiten

Keine geb├╝rtigen Rheda-Wiedenbr├╝cker, die aber in der Stadt wirken oder gewirkt haben, sind:

Pers├Ânlichkeit Lebensdaten Beruf Bezug zu Rheda-Wiedenbr├╝ck
Luise Hensel (1798ÔÇô1876) Dichterin lebte ├╝ber 20 Jahre in Wiedenbr├╝ck, 1823 - 1825; 1853-1872
Jodocus Donatus Hubertus Temme (1798-1881) Politiker, Jurist Erzieher des Prinzen Franz von Bentheim-Tecklenburg zu Rheda
Bernhard Bessel (1814-1868) Politiker Landrat des Kreises Wiedenbr├╝ck
Otto L├╝ning (1818ÔÇô1868) Politiker, Journalist, Arzt lebte zeitweise in Rheda
Christoph Siebe (1849-1912) akademischer K├╝nstler und Maler K├╝nstler der Wiedenbr├╝cker Schule
Ernst Osterrath (1851-1925) Landrat (bis 1898) Stifter der Skulptur Betender Landmann (Marktbrunnen)
Heinrich Repke (1877-1962) Kunstmaler K├╝nstler der Wiedenbr├╝cker Schule
Bernhard Hoetger (1874-1949) K├╝nstler lebte kurze Zeit in Wiedenbr├╝ck
Ernst Meurin (1885-nach 1965) Autor Kreisheimatpfleger von Wiedenbr├╝ck
Wilhelm Tophinke (1892ÔÇô1961) Bildhauer K├╝nstler der Wiedenbr├╝cker Schule
Paul Libor (1919-1973) Bildhauer K├╝nstler der Wiedenbr├╝cker Schule
Luigi Colani (* 1928) Designer lebte zeitweise in Rheda-Wiedenbr├╝ck
R├╝diger Kr├╝ger/Siegfried Carl (* 1951) VHS-Leiter/Autor lebte 10 Jahre und arbeitet in Rheda-Wiedenbr├╝ck
Sven-Georg Adenauer (* 1959) Politiker wohnt in Rheda-Wiedenbr├╝ck
Judith Lefeber (* 1980) S├Ąngerin wuchs in Rheda-Wiedenbr├╝ck auf

Literatur

Allgemein

  • Matthias E. Borner: P├Âlter, Pl├Ârre und Pin├Âckel ÔÇô Grundwortschatz zum ├ťberleben im Kreis G├╝tersloh. Verlagsunion Vox Rindvieh, 2004, ISBN 3-00-014249-5.
  • Heinrich Gr├Ąfenstein: Rheda-Wiedenbr├╝ck ÔÇô Die Doppelstadt. Verlag Hans Gieselmann, ISBN 3-923830-29-7, Bielefeld 1996.
  • Martin Pollklas: Der Kreis Wiedenbr├╝ck 1933ÔÇô1936 in den geheimen Lageberichten des Landrates. Verlag f├╝r Regionalgeschichte, 2002, ISBN 3-89534-284-X.
  • Jochen S├Ąnger und Peter Str├╝ber: Die Arbeiterbewegung in Rheda und Wiedenbr├╝ck ÔÇô vom Rhedaer Kreis bis zur SPD heute. 1987 und 1995.

Stadtteil Rheda

  • Hagen P. Eyink: Schlo├čgarten Rheda. Westf├Ąlische Kunstst├Ątten, Heft 51, M├╝nster 1988.
  • Franz Flaskamp: Die Hausinschriften der Stadt Rheda. In: 65. Jahresbericht des Historischen Vereins f├╝r die Grafschaft Ravensberg, Jahrgang 1966/67, Bielefeld 1968, S. 65-78.
  • Heinrich Gr├Ąfenstein: Rheda-Wiedenbr├╝ck - Die Doppelstadt, Bielefeld 1996, ISBN 3-923830-29-7.
  • J├╝rgen Kindler, Wolfgang-A. Lewe: Die Geschichte der Rhedaer Judengemeinde. In: Rhedaer Schriften, Band II, Rheda 1988.
  • Ernst August L├╝bbermann [Hrsg.]: Rheda (Zeugnisse aus alter Zeit, Band 1). Rhode Verlag, Marienfeld 1976.
  • Johannes Meier: Die Herrschaft Rheda ÔÇô Eine Landesaufnahme vom Ende des Alten Reiches. Verlag f├╝r Regionalgeschichte, 1999, ISBN 3-89534-288-2.
  • Franz M├╝hlen: Schlo├č und Residenz Rheda. In: Westf├Ąlische Kunstst├Ątten, Heft 6. Westf├Ąlischer Heimatbund, 3. Auflage, M├╝nster 1997.
  • Gisela Schaub: Evangelische Stadtkirche zu Rheda ÔÇô Aus der Zeit des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges bis heute. In: Heimatkundliche Beitr├Ąge der Volksbank Rheda-Wiedenbr├╝ck, Heft 6. Rheda-Wiedenbr├╝ck 1998.
  • Hermann Schaub: Die Herrschaft Rheda und ihre Residenzstadt. Von den Anf├Ąngen bis zum Ende des Alten Reiches. In: Ver├Âffentlichungen aus dem Kreisarchiv G├╝tersloh, Band 10. G├╝tersloh 2006, ISBN 3-89534-610-1.
  • Rheda ein Rundgang durch die Altstadt (Redaktion E. Lewe, H. Koch, J. Kindler, Dr. W.A. Lewe / Fotografie H. Koch / Studio f├╝r visuelle Kreativit├Ąt September 2007).
  • Rhedaer Schriften : Bd. 1 W. Weinberg, Rhedaer Schmus (1986) Bd. 2 J. Kindler/W. A. Lewe/H. Bolweg, Die Geschichte der Rhedaer Judengemeinde (1988) Im Heimatverein Rheda e.V.

Stadtteil Wiedenbr├╝ck

  • Paul Breimann: Wiedenbr├╝ck und seine Altstadt. Wiedenbr├╝ck o.J.
  • G├╝nter Br├╝ning: Kreisheimst├Ątte Wiedenbr├╝ck 1953ÔÇô2003 ÔÇô Haus und Wohnung f├╝r Jedermann. Verlag f├╝r Regionalgeschichte, 2004, ISBN 3-89534-497-4.
  • Heribert Griesenbrock: Wiedenbr├╝ck ÔÇô Franziskanerkloster und Marienkirche In: Schnell, Kunstf├╝hrer 1768. Schnell & Steiner, M├╝nchen/Z├╝rich 1989, ISBN 3-795454-79-4.
  • Franz Flaskamp: Bernhard Heising Ein deutsches K├╝nstlerleben Quellen und Forschungen zur Natur und Geschichte des Kreises Wiedenbr├╝ck, 2. Heft, M├╝nster 1932
  • Uwe Lobbedey: St. Aegidius zu Wiedenbr├╝ck. In: Westf├Ąlische Kunstst├Ątten, Heft 49. Westf├Ąlischer Heimatbund, M├╝nster 1988.
  • Annelore Michels: Wiedenbr├╝ck ÔÇô Bilder erz├Ąhlen von der Vergangenheit. Geiger-Verlag, 1997, ISBN 3-89570-362-1.
  • Georg Wagner: Dorfschullehrer von damals ÔÇô Der Volks- und Rektoratschullehrer Hermann Wagner (1878ÔÇô1920) aus Wiedenbr├╝ck und seine Familie. Waxmann, 1990, ISBN 3-89325-969-4.
  • Wiedenbr├╝ck ein Rundgang durch die Altstadt (Redaktion E. Lewe, H. Koch, J. Kindler, Dr. W.A. Lewe / Fotografie H. Koch / Studio f├╝r visuelle Kreativit├Ąt September 2007).
  • Hermann Schaub: Als Wiedenbr├╝ck evangelisch war. Fachwerkfassaden erhellen die Wiedenbr├╝cker Reformationsgeschichte. Rheda-Wiedenbr├╝ck 2006.
  • Josef Temme: Lebensbilder Wiedenbr├╝cker H├Ąuser Band 1-5, Verlag f├╝r Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-766-5

Weblinks

 Commons: Rheda-Wiedenbr├╝ck ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Rheda-Wiedenbr├╝ck ÔÇô Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ Amtliche Bev├Âlkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ÔćĹ bis zur Bildung des Kreises G├╝tersloh im Jahre 1973: WD
  3. ÔćĹ Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen: Geowissenschaftliche Gemeindebeschreibung Rheda-Wiedenbr├╝ck
  4. ÔćĹ Geologischer Dienst NRW: Erdw├Ąrme nutzen ÔÇô Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage
  5. ÔćĹ a b Landesbetrieb Information und Technik NRW, Gesch├Ąftsbereich Statistik: Kommunalprofil Rheda-Wiedenbr├╝ck. S. 3, abgerufen am 7. Oktober 2010 (PDF).
  6. ÔćĹ setzt sich zusammen aus Fl├Ąchen anderer Nutzung (0,30 km┬▓) Moor, Heide, Unland (0,04 km┬▓) und Abbauland (0,01 km┬▓)
  7. ÔćĹ a b Hauptsatzung der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck vom 9. November 1999 in der Fassung der 7. ├änderungssatzung vom 25. M├Ąrz 2008
  8. ÔćĹ Website der Stadt Rheda-Wiedenbr├╝ck: Zahlen und Fakten ÔÇô Daten zu Rheda-Wiedenbr├╝ck. Abgerufen am 7. Oktober 2010.
  9. ÔćĹ einschlie├člich Nordrheda-Ems
  10. ÔćĹ Klimawerte von Wetterstation der Matthias-Claudius-Schule in Rheda
  11. ÔćĹ a b Martin B├╝nermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, K├Âln 1970.
  12. ÔćĹ Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Die Wohnbev├Âlkerung in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens 1970 : Ergebnisse der Volksz├Ąhlung am 27. Mai 1970. D├╝sseldorf 1972, S. 46.
  13. ÔćĹ Landesamt f├╝r Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Sonderreihe zur Volksz├Ąhlung 1987 in Nordrhein-Westfalen, Band 1.1: Bev├Âlkerung, Privathaushalte und Erwerbst├Ątige. D├╝sseldorf 1989, S. 110.
  14. ÔćĹ Landesamt f├╝r Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen
  15. ÔćĹ Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05754028
  16. ÔćĹ Landesamt f├╝r Datenverarbeitung und Statistik: Kommunalwahlen
  17. ÔćĹ VoteManager Rheda-Wiedenbr├╝ck
  18. ÔćĹ Unabh├Ąngige W├Ąhlergemeinschaft
  19. ÔćĹ ohne Ber├╝cksichtigung von Rundungsfehlern
  20. ÔćĹ Siehe: Stefan Baumeier: Westf├Ąlische Bauernh├Ąuser vor Bagger und Raupe gerettet. 2. Auflage, Bielefeld 1983, Seite 30-31
  21. ÔćĹ LWL: Denkmal des Monats April in: LWL ÔÇô Denkmal des Monats (2006)
  22. ÔćĹ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Flora Westfalica
  23. ÔćĹ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Schlosspark Rheda
  24. ÔćĹ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Garten Haus Bosfeld
  25. ÔćĹ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Garten Amtshaus Reckenberg

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