Rhein-Sieg-Kreis

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Rhein-Sieg-Kreis
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Rhein-Sieg-Kreises Deutschlandkarte, Position des Rhein-Sieg-Kreises hervorgehoben
50.767.23
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Siegburg
Fl√§che: 1.153,29 km¬≤
Einwohner:

598.736 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 519 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: SU
Kreisschl√ľssel: 05 3 82
Kreisgliederung: 19 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Webpräsenz: www.rhein-sieg-kreis.de
Landrat: Frithjof K√ľhn (CDU)
Lage des Rhein-Sieg-Kreises in Nordrhein-Westfalen
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√úber dieses Bild
Das Siegtal

Der Rhein-Sieg-Kreis ist ein Kreis im S√ľden von Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Bev√∂lkerungsm√§√üig ist er nach der Region Hannover und dem Kreis Recklinghausen der drittgr√∂√üte deutsche Kreis. Er umgibt die kreisfreie Bundesstadt Bonn fast vollst√§ndig und bildet mit ihr zusammen die Region Bonn/Rhein-Sieg. Der Rhein-Sieg-Kreis wird vom Rhein geteilt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kreisgliederung

(Einwohner am 31. Dezember 2010[2])

Städte

  1. Bad Honnef, Mittlere kreisangehörige Stadt (25.213)
  2. Bornheim, Mittlere kreisangehörige Stadt (48.531)
  3. Hennef (Sieg), Mittlere kreisangehörige Stadt (46.114)
  4. Königswinter, Mittlere kreisangehörige Stadt (40.771)
  5. Lohmar, Mittlere kreisangehörige Stadt (31.129)
  6. Meckenheim, Mittlere kreisangehörige Stadt (24.241)
  7. Niederkassel, Mittlere kreisangehörige Stadt (37.552)
  8. Rheinbach, Mittlere kreisangehörige Stadt (27.392)
  9. Sankt Augustin, Mittlere kreisangehörige Stadt (55.442)
  10. Siegburg, Mittlere kreisangehörige Stadt (Kreisstadt) (39.746)
  11. Troisdorf, Große kreisangehörige Stadt (75.369)

Gemeinden

  1. Alfter (22.820)
  2. Eitorf (19.386)
  3. Much (14.893)
  4. Neunkirchen-Seelscheid (20.634)
  5. Ruppichteroth (10.631)
  6. Swisttal (18.215)
  7. Wachtberg (20.202)
  8. Windeck (20.455)
Bad Honnef Königswinter Hennef (Sieg) Eitorf Windeck Ruppichteroth Much Neunkirchen-Seelscheid Lohmar Siegburg Sankt Augustin Troisdorf Niederkassel Bornheim (Rheinland) Alfter Swisttal Rheinbach Meckenheim (Rheinland) Wachtberg Rheinland-Pfalz Bonn Köln
Städte und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises

Nachbarkreise / -städte

Der Rhein-Sieg-Kreis grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt K√∂ln und an den Rheinisch-Bergischen Kreis, im Osten an den Oberbergischen Kreis, im S√ľden an die rheinland-pf√§lzischen Landkreise Altenkirchen (Westerwald), Neuwied und Ahrweiler, im Westen an den Kreis Euskirchen und im Nordwesten an den Rhein-Erft-Kreis. Die kreisfreie Stadt Bonn liegt als Enklave beinahe vollst√§ndig innerhalb des Kreisgebietes (nur im √§u√üersten S√ľden grenzt sie an Rheinland-Pfalz), geh√∂rt jedoch nicht zum Kreis.

Räumliche Gliederung

Das Weinbaugebiet im Siebengebirge war das nördlichste der alten Bundesländer
Ein Bachlauf in Eitorf, das Ottersbachtal
Der ‚ÄěAalschokker Aranka‚Äú auf dem Rhein zwischen Bad Honnef und Insel Grafenwerth mit Blick zum Drachenfels (Siebengebirge)

Der Rhein-Sieg-Kreis ist aus topographischer Sicht √§u√üerst differenziert. Grund hierf√ľr ist die Lage zwischen dem Rheinischen Schiefergebirge und der K√∂ln-Bonner Bucht. Gepr√§gt ist der Rhein-Sieg-Kreis daher auf der einen Seite von einer Mittelgebirgslandschaft (Siebengebirge, Drachenfelser L√§ndchen, Voreifel, Nutscheid, Leuscheid) und auf der anderen Seite von weiten flacheren Gebieten nahe den Fl√ľssen Rhein und Sieg. H√∂chster Berg im Rhein-Sieg-Kreis ist der zum Siebengebirge geh√∂rende Gro√üe √Ėlberg mit 460 m, der mit 43 m tiefste Punkt des Kreises findet sich im Niederkasseler Ortsteil L√ľlsdorf am Rhein. Auff√§llig aus topographischer Sicht sind die verschiedenen ‚ÄěTerrassen‚Äú des Rheins, die im Laufe der Jahrmillionen in die Landschaft geschnitten wurden.

Die naturr√§umliche Gestalt schwankt zwischen Wiesen, Mischw√§ldern und Agrar- beziehungsweise Weidefl√§chen. Die Waldfl√§che nimmt fast 29 % des Kreisgebietes ein, die landwirtschaftliche Nutzfl√§che fast 43 %. Dem steht eine Siedlungsfl√§che von gut 25 % gegen√ľber. Weitere knapp 2 % der Kreisfl√§che sind Wasserfl√§che. Ebenso vielf√§ltig ist die sozio√∂konomische Struktur des Rhein-Sieg-Kreises. Nahe den Gro√üst√§dten Bonn und K√∂ln hat die Suburbanisierung die St√§dte wie zum Beispiel Sankt Augustin stark anwachsen lassen und diese auch urbaner gepr√§gt. Dagegen herrscht in den weiter entfernten Gemeinden wie zum Beispiel Much eher noch ‚Äěl√§ndliche Idylle‚Äú vor und die Gemeindestruktur ist eher l√§ndlich.

Naturparks

In den Rhein-Sieg-Kreis ragen die Naturparks Bergisches Land, Rheinland, Naturpark Siebengebirge. Mit 551, 334 und 38 km¬≤ Kreisfl√§che (gesamt 921 km¬≤) sind somit 32,4 % des Kreises Teil eines Naturparks. 2005 standen zudem 9,3 % der Kreisfl√§che unter Naturschutz und 55,5 % unter Landschaftsschutz.

Geschichte

Burgruine Windeck ist eine der vielen Burgen im Rhein-Sieg-Kreis
Im September bl√ľht in der Wahner Heide die Besenheide

Fr√ľhgeschichte

  • Durch die R√∂mer wurde Gallien erobert und der linksseitige Rhein gegen die freien Germanen rechts des Rheins befestigt. Hierbei entstand neben anderen die r√∂mische Garnisonstadt Bonn. W√§hrend die hiesigen Sugambrer durch r√∂mische Vorst√∂√üe vernichtend geschlagen wurden, siedelten sich andere germanische St√§mme wie die Ubier sp√§ter friedlich links des Rheines an und bekamen gegen Wehrdienste Land zugewiesen. W√§hrend der R√∂mischen Kaiserzeit geh√∂rte der heutige linksrheinische Teil des Rhein-Sieg-Kreises zur r√∂mischen Provinz Niedergermanien, w√§hrend der rechtsrheinische Teil zum Gebiet des ‚Äěfreien Germaniens‚Äú geh√∂rte.
  • Im 5. Jahrhundert wurden die R√∂mer durch die Franken verdr√§ngt. In dieser Zeit begann die Besiedlung des heutigen Kreisgebietes, sp√§ter erfolgten die ersten Dorfgr√ľndungen und die Christianisierung.
  • Im Mittelalter geh√∂rte das heutige Kreisgebiet zun√§chst zum Bonngau und zum Auelgau, sp√§ter zu verschiedenen Herrschaften. Linksrheinisch war das im Wesentlichen das Erzstift K√∂ln, rechtsrheinisch die Grafen von Sayn mit den Burgen L√∂wenburg, Blankenberg und Windeck und vor allem die Herz√∂ge von Berg. Daneben gab es noch zahlreiche Freiheiten f√ľr Kl√∂ster oder Freiherren, die in den einzelnen Kommunen n√§her erl√§utert sind.
  • Ab 1794 wurde das linksrheinische Gebiet von Frankreich besetzt, von 1798 an geh√∂rte der linksrheische Teil des heutigen Kreises zum Rhein-Mosel-D√©partement. Unter franz√∂sischer Verwaltung wurden am 12. Dezember 1808 die Leibeigenschaft und am 11. Januar 1811 das Lehenswesen abgeschafft. Neben der Neueinteilung von Verwaltungsgebieten Kantone und Mairien kam es auch zur Einf√ľhrung der Hausnummern und der b√ľrgerlichen Personenstandsregister (1798 linksrheinisch, 1810 rechtsrheinisch).[3] Der rechtsrheinische Teil geh√∂rte von 1806 an zum Gro√üherzogtum Berg.

1815‚Äď1945

seit 1945

  • Im Rahmen der ersten Phase der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurde zum 1. August 1969 der bisherige Siegkreis um die neu geschaffenen Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg aus dem ehemaligen Landkreis Bonn erweitert und in Rhein-Sieg-Kreis umbenannt. Der bisherige Landkreis Bonn wurde aufgel√∂st. Ein Teil dessen wurde mit anderen Kommunen zur neuen Stadt Bonn vereinigt, der Rest ‚Äď wie beschrieben ‚Äď in den Rhein-Sieg-Kreis eingegliedert. Nach dem Gesetzeswortlaut sollte die Reform bereits zum 1. Juli 1969 in Kraft treten. Bedingt durch eine Eilentscheidung des nordrhein-westf√§lischen Verfassungsgerichtshofs in M√ľnster (geklagt hatten der Landkreis Bonn, die St√§dte Beuel und Bad Godesberg, sowie die Gemeinden Uckerath, Wahlscheid, Oberkassel, Oberpleis, Stieldorf, Duisdorf, Lengsdorf und Witterschlick) verschob sich der Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens auf den 1. August 1969.[4]
  • Im Rahmen der zweiten Phase der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen (Vorarbeiten zum sp√§teren ‚ÄěK√∂ln-Gesetz‚Äú) wurde u.a. eine Zuordnung der Kommunen Alfter, Meckenheim, Swisttal und Wachtberg zur Stadt Bonn und eine Eingliederung der Stadt Rheinbach in den Kreis Euskirchen diskutiert. Die Stadt Bornheim sollte zwischen K√∂ln und Bonn aufgeteilt werden (etwa Roisdorf zu Bonn und Sechtem bzw. Walberberg zu K√∂ln). Dieses Vorhaben konnte jedoch bereits im Anh√∂rungsverfahren sowohl durch den Rhein-Sieg-Kreis, als auch durch die betroffenen St√§dte und Gemeinden verhindert werden.[5]
  • 1979 Abriss des ehemaligen Landratsamtes am Kaiser-Wilhelm-Platz in Siegburg und Bau des heutigen Kreishauses ebenda.
  • 1991 Bonn-Berlin-Beschluss des Deutschen Bundestages: Die Umzugsentscheidung des Bundestages nach Berlin hat beachtliche Auswirkungen auf den Rhein-Sieg-Kreis, da u.a. viele Kommunen neben Bonn sog. Hauptstadtfunktionen (bspw. Sitz von Botschaften und anderen Beh√∂rden) wahrnehmen.
  • 1994 Bonn-Berlin-Gesetz tritt in Kraft. Dadurch wird eine Arbeitsteilung zwischen Berlin und der Region Bonn/Rhein-Sieg-Ahrweiler mit Ausgleichregelungen f√ľr den Hauptstadtverlust festgeschrieben.
  • Mitte der 1990er Jahre Bau und Errichtung der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach und Sankt Augustin.
  • Ende der 1990er Jahre Bau der ICE-Strecke Frankfurt‚ÄďK√∂ln sowie des neuen ICE-Bahnhofs Siegburg/Bonn.
  • 1999 Umzug des Deutschen Bundestages (nach der Sommerpause) nach Berlin.

Politik

Frithjof K√ľhn, 2009
Das Kreishaus am Kaiser-Wilhelm-Platz

F√ľr die Bundestagswahlen ist der Rhein-Sieg-Kreis in die Wahlkreise 098 und 099 aufgeteilt, Abgeordnete aus diesen sind derzeit Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU) und Norbert R√∂ttgen (CDU).

F√ľr die Landtagswahlen Nordrhein-Westfalens ist der Rhein-Sieg-Kreis in folgende vier Wahlkreise eingeteilt:

direkt gew√§hlt: Andreas Krautscheid (CDU) (am 28. Februar 2011 vom Mandat zur√ľckgetreten)

direkt gewählt: Andrea Milz (CDU)

direkt gewählt: Ilka Freifrau von Boeselager (CDU)

direkt gewählt: Michael-Ezzo Solf (CDU)

(ehrenamtliche) Landr√§te (zur Zeit der ‚ÄěDoppelspitze‚Äú)

Durch eine Gesetzesänderung der britischen Militärregierung wird das bisherige Amt des Landrats geteilt in das Amt des Oberkreisdirektors (als Hauptverwaltungsbeamten und damit Verwaltungschef) einerseits und das Amt eines gleichsam politischen (ehrenamtlichen) Landrates als Vorsitzender des Kreistages andererseits (sogenannte Doppelspitze). Sowohl der Oberkreisdirektor als auch der Landrat werden vom Kreistag gewählt. Erst 1994 wurde die Doppelspitze durch eine Gesetzesänderung des nordrhein-westfälischen Landtages abgeschafft. Allerdings sah die Novelle eine Übergangszeit bis 1999 vor. Der Rhein-Sieg-Kreis machte von der entsprechenden Übergangsregelung jedoch keinen Gebrauch, sodass die Doppelspitze dort erst 1999 auslief.

Oberkreisdirektoren (Hauptverwaltungsbeamte zur Zeit der ‚ÄěDoppelspitze‚Äú)

Seit dem 1. Oktober 1999 gibt es ‚Äď wie vor 1946 ‚Äď im (Rhein-)Sieg-Kreis keine sogenannte ‚ÄěDoppelspitze‚Äú mehr. Das Amt des Oberkreisdirektors ist abgeschafft. Der Landrat ist nicht mehr ehrenamtlich, sondern hauptamtlich t√§tig. Au√üerdem wird er von den Einwohnern und nicht mehr vom Kreistag gew√§hlt.

Landräte (als Hauptverwaltungsbeamte)

Kreisdirektoren (allgemeine Vertreter des Hauptverwaltungsbeamten)

  • 1969‚Äď1977 Norbert Bestgen
  • 1977‚Äď1983 Walter Kiwit
  • 1983‚Äď1991 G√ľnter Brahm
  • 1991‚Äď2007 Monika Lohr
  • seit dem 1. Oktober 2007 Annerose Heinze (CDU)

Kreistag

Der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises setzt sich nach der Kommunalwahl vom 30. August 2009 wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 32
SPD 17
Gr√ľne 10
FDP 9
Linke 2
NPD 1
Deutschland 1
B√ľrger f√ľr Meckenheim 1
FWG 1

CDU und B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen haben f√ľr die Wahlperiode 2009 bis 2014 einen Koalitionsvertrag geschlossen.

Wappen

Wappen des Rhein-Sieg-Kreises

Blasonierung: ‚ÄěIn silbernem Schild ein blaugekr√∂nten und blaubewehrter, zweigeschw√§nzter roter L√∂we, der sich mit der linken Pranke auf einen silbernen Schild mit schwarzem Balkenkreuz st√ľtzt, mit der rechten ein goldenes Flammenschwert √ľber seinem Haupte schwingt.‚Äú

Das Wappentier ist der Bergische Löwe, womit auf die ehemalige Zugehörigkeit des rechtsrheinischen Kreisgebietes zum Herzogtum Berg verwiesen wird. Das Kurkölnische Kreuz im silbernen Schild weist auf die ehemals zu Kurköln gehörigen Gebiete des Kreises hin. Das Schwert stellt das Flammenschwert des Erzengels Michael dar, womit die Abtei Michaelsberg in Siegburg symbolisiert wird.[6]

Verwaltungen

Die Kreispolizeibeh√∂rde des Rhein-Sieg-Kreises ist f√ľr die rechtsrheinischen Kommunen bis auf K√∂nigswinter und Bad Honnef zust√§ndig. Diese und die linksrheinischen Kommunen fallen in die Zust√§ndigkeit des Polizeipr√§sidiums Bonn. Weitere Zust√§ndigkeiten liegen bei der Autobahnpolizei des Polizeipr√§sidiums K√∂ln und der Bundespolizei im Bereich der Bahngel√§nde. Die obere Gerichtsbarkeit liegt beim Landgericht Bonn mit den Amtsgerichten Bonn, K√∂nigswinter, Rheinbach, Siegburg und Waldbr√∂l f√ľr das Kreisgebiet.

Regionale Kooperation

Mit Bonn und dem Landkreis Ahrweiler kooperiert der Rhein-Sieg-Kreis im Regionalen Arbeitskreis Entwicklung, Planung und Verkehr Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler.

Wirtschaft und Infrastruktur

Das Sea Life Center Königswinter

Nachdem die Region in den 1980er-Jahren weit √ľberdurchschnittlich gewachsen war, f√ľrchtete man durch den Regierungs-Umzug wirtschaftliche Einbu√üen. Es stellte sich aber heraus, dass gerade der Rhein-Sieg-Kreis als Wirtschaftsregion mit der heutigen Bundesstadt Bonn zusammen auch durch seine gute Verkehrsinfrastruktur den Strukturwandel erfolgreich bew√§ltigt. Seit der Gr√ľndung 1969 gibt es best√§ndig hohe Zuwachsraten bei Arbeitspl√§tzen und Unternehmen. Durch das hohe Fachkr√§ftepotenzial sind viele Neugr√ľndungen und Expansionen der Wirtschaft, gerade im Dienstleistungs- und Informationstechnologiebereich, zu verzeichnen.

Diese Entwicklung zeigt sich auch an der Entwicklung der Einwohnerzahlen: 2006 gab es mit ungefähr 600.000 Einwohnern ca. 100.000 mehr als 1990. Nahezu 140.000 Einwohner des Rhein-Sieg-Kreises pendeln zur Arbeit, die meisten davon nach Bonn (41.000) und Köln (27.000).

Die wichtigsten Einkaufszentren des Kreises sind der HUMA Einkaufspark in Sankt Augustin und das Kaufland in Troisdorf.

Verkehr

Der ICE-Bahnhof in Siegburg
Flugplatz Hangelar

Verkehrstechnisch ist der Kreis aufgrund seiner Lage zwischen K√∂ln und Bonn gut erschlossen. Lediglich der √∂stliche Teil des Kreises bildet hier eine Ausnahme, da dieser sich zwischen Bergischem Land und Westerwald befindet. Durch das Kreisgebiet f√ľhren die Autobahnen

Insgesamt existierten 2005 an Stra√üen des √ľber√∂rtlichen Verkehrs im Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises ca. 80 km Bundesautobahnen, ca. 145 km Bundesstra√üen, ca. 520 km Landesstra√üen und ca. 260 km kreiseigene Stra√üen. Es waren √ľber 420.000 Kraftfahrzeuge zugelassen.

Der Kreis ist auch durch Strecken der Deutschen Bahn gut angeschlossen:

Durch die Siegstrecke wird auch weitgehend der östliche Teil des Kreises erschlossen.

Dazu kommen noch Stadtbahnstrecken von Siegburg √ľber Sankt Augustin und von Bad Honnef √ľber K√∂nigswinter nach Bonn, die von der Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH in relativ dichtem Takt betrieben werden. Wichtigste Linie stellt die Stadtbahnlinie 66 (Telekom Express) dar, die alle o.g. St√§dte miteinander verbindet.[7]

Der Rhein-Sieg-Kreis gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).

Der viertgr√∂√üte deutsche Flughafen K√∂ln/Bonn liegt teilweise auf Kreisgebiet. Die Stra√üenanbindung ist √ľber die A 59 und die Schienenanbindung √ľber die Flughafenschleife gew√§hrleistet. Daneben gibt es den Verkehrslandeplatz Bonn/Hangelar (Sankt Augustin) und das Segelfluggel√§nde Eudenbach (Bad-Honnef/K√∂nigswinter).

Der Rhein als schiffbare Wasserstraße hat 20,0 km Länge im Kreis, ein Yachthafen liegt in Niederkassel-Mondorf.

Schulen

Im Rhein-Sieg-Kreis befinden sich die

Insgesamt studierten 2005 hier 5.176 Menschen.

Das Schullandheim des Rhein-Sieg-Kreises ist in Gem√ľnd (Schleiden).

Bodenrichtwert

Die Baulandpreise im Kreis f√ľr Wohnbebauung variieren stark zwischen der st√§dtischen Zone und den Landgemeinden. In Siegburg sind Preise zwischen 195 und 320 Euro je m¬≤ zu zahlen, in Windeck zwischen 60 und 28 Euro. Die mittleren Preise lagen 2010[8] bei:
Siegburg, Sankt Augustin und Niederkassel 235 ‚ā¨
Troisdorf 210 ‚ā¨
Lohmar 190 ‚ā¨
Hennef (Sieg) 155 ‚ā¨
Neunkirchen-Seelscheid 125 ‚ā¨
Eitorf 100 ‚ā¨
Much 90 ‚ā¨
Ruppichteroth 75 ‚ā¨
Windeck 50 ‚ā¨

Tourismus

Der Drachenfels (Siebengebirge) ist der meistbesuchte Berg Europas [9]. Durch den Rhein-Sieg-Kreis f√ľhren die Deutsche Alleenstra√üe, der Siegsteig und der Rheinsteig.

Sport

Insgesamt zählte der Kreissportbund 2007 etwa 158.000 Mitglieder in 582 Vereinen.

Bauwerke

Persönlichkeiten

Literatur

  • Die Kunstdenkm√§ler des Siegkreises, bearb. v. E. Renard, D√ľsseldorf 1907 (Die Kunstdenkm√§ler der Rheinprovinz, Bd. 5.4).
  • Herbert Schmidt: Aus der Wald- und Forstgeschichte des Siegkreises. Eine Auswertung des Archivs des Staatlichen Forstamtes Siegburg, Siegburg 1973 (Ver√∂ffentlichung des Geschichts- und Altertumsvereins f√ľr Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis e.V., Band 10).
  • Die Akten des Landkreises Bonn, bearb. v. Herbert Weffer, Siegburg 1992 (Quellen zur Geschichte des Rhein-Sieg-Kreises, 13).
  • Claudia Maria Arndt, Sven Kuttner u. Monika Marner: Bibliographie zur j√ľdischen Geschichte und Kultur im Rhein-Sieg-Kreis. Ludwig-Maximilians-Universit√§t, M√ľnchen 2005 (Volltext als PDF).
  • Literatur von Rhein-Sieg-Kreis im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Quellen

  1. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Amtliche Bev√∂lkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011.
  3. ‚ÜĎ Theodor Rutt: Land an Sieg und Rhein - Geschichte-Kultur-Wirtschaft, Wissenschaftliches Archiv, Urkunde-Bild-Chronic GmbH, Bonn 1960
  4. ‚ÜĎ Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn, Gesetz- und Verordnungsblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen 1969, S. 236 ff. sowie VGH 13/69, 14/69, 16/69, 22/69, 34/69, 35/69, 36/69, 38/69, 41/69)
  5. ‚ÜĎ Franz M√∂ller: Der Rhein-Sieg-Kreis im Spannungsfeld zwischen Bund und Land 1949‚Äď2000, Siegburg 2005
  6. ‚ÜĎ http://www.rhein-sieg-kreis.de/cms100/buergerservice/rhein-sieg-kreis/kreiswappen/index.shtml
  7. ‚ÜĎ Minifahrplan der Stadtwerke Bonn und des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg f√ľr die Linie 66 (Stand:1. Januar 2009)
  8. ‚ÜĎ http://www.boris.plus.nrw.de
  9. ‚ÜĎ http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,614351,00.html

Weblinks

 Commons: Rhein-Sieg-Kreis ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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