Avignon

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Avignon
Avignon
Wappen von Avignon
Avignon (Frankreich)
Avignon
Region Provence-Alpes-Cîte d’Azur
Département Vaucluse (PrÀfektur)
Arrondissement Avignon
Kanton Chef-lieu von 4 Kantonen
Gemeindeverband Communauté d'agglomération du Grand Avignon.
Koordinaten 43° 57â€Č N, 4° 48â€Č O43.9486111111114.808333333333320Koordinaten: 43° 57â€Č N, 4° 48â€Č O
Höhe 20 m (10–122 m)
FlĂ€che 64,78 kmÂČ
Einwohner 90.109 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 1.391 Einw./kmÂČ
Postleitzahl 84000
INSEE-Code
Website http://www.avignon.fr

Das historische Zentrum rund um den Papstpalast.
Blick auf den Neuen Palast.
Papstpalast in Avignon (2003)
Der Platz des Papstpalastes mit dem Petit Palais im Hintergrund des Platzes; dahinter die Ebene der RhĂŽne und die BrĂŒcke Pont St. BĂ©nĂ©zet; dahinter das Fort Saint-AndrĂ© von Villeneuve-lĂšs-Avignon.

Avignon [aviˈÉČɔ̃] ist eine Gemeinde in der Provence in SĂŒdfrankreich am östlichen Ufer der RhĂŽne mit 90.109 Einwohnern (Stand 1. Januar 2008), von denen etwa 12.000 innerhalb der Stadtmauern wohnen. Avignon ist Sitz der PrĂ€fektur und gleichzeitig die grĂ¶ĂŸte Stadt des DĂ©partements Vaucluse.

Da sie von 1309 bis 1423 Papstsitz war, trĂ€gt sie den Beinamen „Stadt der PĂ€pste“. Die Altstadt von Avignon mit ihren prĂ€chtigen, mittelalterlichen HĂ€usern ist von einer intakten und imposanten Befestigungsmauer umgeben. Die Altstadt mit dem gotischen Papstpalast (Palais des Papes) aus dem 14. Jahrhundert, der Bischofsanlage, dem Rocher-des-Doms und der berĂŒhmten BrĂŒcke Pont St. BĂ©nĂ©zet zĂ€hlt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

KĂŒnstlerisch und kulturell ist die Stadt durch das Festival von Avignon auch weit ĂŒber die französischen Landesgrenzen hinaus bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Avignon, von der Île de la Barthelasse aus gesehen.
Avignon, von der Île de la Barthelasse aus gesehen.

Lage

Luftblick auf Avignon

Avignon befindet sich am Zusammenfluss der RhĂŽne und der Durance, die im SĂŒden der Gemeinde entlang fließt und gleichzeitig die Grenze zum DĂ©partement Bouches-du-RhĂŽne bildet. Die RhĂŽne befindet sich westlich der Gemeinde und bildet die Grenze zum DĂ©partement Gard.

Stadtgliederung

Karte des historischen Zentrums von Avignon

Avignon hat sich aus historischen und strategischen GrĂŒnden zwischen der RhĂŽne entwickelt, die als erster natĂŒrlicher Schutzwall diente, genauso wie der Rocher-des-Doms, der eine sehr weite Sicht ermöglicht (oder einen Blick auf den Papstpalast). Die Stadt hat eine mehr oder weniger runde Form, die an mehreren Stellen ausgeweitet ist. Die ersten Stadtmauern tauchten im ersten Jahrhundert auf und wurden nach und nach den Erfordernissen entsprechend modernisiert.

Eingemeindungen

Zwischen 1790 und 1794 wurde Montfavet in die Gemeinde von Avignon aufgenommen. Danach löste sich Avignon 1870 von MoriÚres-lÚs-Avignon und 1925 von Le Pontet.

Am 16. Mai 2007 gab die Gemeinde von Les Angles in Gard dreizehn Hektar Land an Avignon ab.[1]

FlÀche und Bevölkerung

Die Gemeinde von Avignon besitzt eine FlĂ€che von 64,78 kmÂČ und eine Bevölkerungszahl von 90109 (2008) und lĂ€sst sich damit folgendermaßen einordnen[1] :

Platzierung FlÀche Bevölkerung Bevölkerungsdichte
Frankreich 578. 062. 689.
Provence-Alpes-Cîte d’Azur 105. 005. 024.
Vaucluse 006. 001. 002.
Innenstadt

Die Innenstadt bezeichnet den Teil der Stadt, der sich innerhalb der Stadtmauern befindet und wird im Französischen als Intra-muros bezeichnet. Die GebĂ€ude sind dementsprechend mehrheitlich sehr alt, dennoch wurden mehrere Stadtviertel im Laufe der Jahre stark verĂ€ndert (Durchschlag der Rue de la RĂ©publique wĂ€hrend des Zweiten Kaiserreiches, Bau „haussmannisierter“ Fassaden, Umgestaltung des Place de l'Horloge und des heutigen Rathauses im neoklassizistischen Stils, sowie des Theaters und des quartier de la Balance) und verschiedene GebĂ€ude (Postamt, LycĂ©e FrĂ©dĂ©ric Mistral) neu errichtet.[2]

In den 1960er Jahren wurde Avignon, zur Zeit der Errichtung der Secteurs sauvegardĂ©, Gegenstand einer wichtigen Debatte. Der damalige BĂŒrgermeister schlug eine Renovierung des quartier de la Balance vor, ohne dabei die bauliche Einordnung der einzelnen Bauten zu berĂŒcksichtigen, was die Zerstörung von ungefĂ€hr zwei Drittel der Bauten zur Folge gehabt hĂ€tte. Als Kompromisslösung wurde ein Teil des Viertels tatsĂ€chlich auf diese Art renoviert, nur das Gebiet, das sich in der NĂ€he des Papstpalastes befindet, bekam eine echte Restaurierung.[3]

Außenbezirke

Die Außenbezirke (Extra-muros) haben im Gegensatz zur Innenstadt eine unterschiedliche Architektur:

Im Stadtzentrum gibt es kleine Gassen, Sackgassen und nur wenige neue GebÀude, die meisten Bauten haben ihr altes Aussehen erhalten und lassen die Vergangenheit sowie den Charme der einstigen Papststadt erkennen.

Im Gegensatz dazu haben die GebĂ€ude der Außenbezirke nicht viel mit denen der Innenstadt gemeinsam, es gibt nur wenige AltbaugebĂ€ude und die Architektur ist eher modern, so wie man es von anderen französischen StĂ€dten gewohnt ist. Die Außenbezirke gliedern sich in folgende Viertel:

  • Quartiers nord: Saint Jean Grange d'Orel, Reine Jeanne, Neuf Peyre
  • Quartiers sud : Saint Chamand, la Rocade Charles de Gaulle, La Croix des oiseaux, Les Sources
  • Quartiers est : Pont-des-deux-eaux, La CroisiĂšre
  • Quartiers ouest : Louis Gros, Champfleury, Monclar

Nachbargemeinden

Benachbart liegen im Osten und Norden die Gemeinden Caumont-sur-Durance, MoriĂšres-lĂšs-Avignon, Le Pontet und Sorgues.

Im Westen grenzt Avignon an die zum DĂ©partement Gard gehörenden Gemeinden Villeneuve-lĂšs-Avignon und Les Angles, wĂ€hrend im SĂŒden das DĂ©partement Bouches-du-RhĂŽne mit den Gemeinden Barbentane, Rognonas, ChĂąteaurenard und Noves liegt.

Die nĂ€chsten grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte sind Orange (im Norden), NĂźmes und Montpellier (im SĂŒdwesten), Arles (im SĂŒden), Salon-de-Provence und Marseille (im SĂŒdosten).

Geologie

Die Region, in der sich Avignon befindet, ist sehr reich an Kalkstein und hat zahlreiche Bauwerke aus diesem Material ermöglicht. Zum Beispiel wurde die heutige Stadtmauer von Avignon, die 4330 Meter lang ist, mit einem Kalkstein gebaut, der in der Region reichlich vorkommt und sich „molasse burdigalienne“ nennt.[4]

Innerhalb der Stadtmauern von Avignon ist der Rocher-des-Doms eine wichtige kalkhaltige Erhebung vom urgonischen Typ. Das kalkhaltige Massiv ist rund um die Gemeinde verteilt (Massif des Angles, Villeneuve-lĂšs-Avignon, Alpilles) und zum Teil das Ergebnis der Ozeanisierung der ligurisch-provenzalischen Senke als Folge der Bewegung des korsisch-sardischen Kontinentalblockes.[4]

Die andere wichtige Erhebung von Avignon ist der HĂŒgel von Montfavet, ein bewaldeter HĂŒgel im Osten der Gemeinde.[4]

Das RhĂŽnetal weist ein altes Anschwemmungsgebiet auf: eine lockere Ablagerung bedeckt dort einen Großteil des Erdbodens. Sie setzt sich aus sandigem Schlick zusammen, der mehr oder weniger durch Kieselsteine gefĂ€rbt ist, die hauptsĂ€chlich aus siliziumhaltigem Gestein stammen. Die Inseln der RhĂŽne, darunter die Île de la Barthelasse, sind durch AnhĂ€ufung von angeschwemmten Ablagerungen und durch Eingreifen des Menschen entstanden. Das Relief ist nicht sehr stark ausgeprĂ€gt, doch sind die entstandenen ErdhĂŒgel in der Lage, bei Hochwasser die Inseln ausreichend zu schĂŒtzen.[4]

Als Böden findet man in der Umgebung der Stadt vor allem Lehm, Schlick, Sand und Kalk.[4]

Schiefer Glockenturm der Augustinerkirche.

Das Auftreten von Spalten im kalkhaltigen Substrat zeigt, dass es in verschiedenen geologischen Zeitaltern wichtige tektonische AktivitĂ€ten gab, die Erdbeben ausgelöst haben. Die letzte ErderschĂŒtterung von bedeutendem Ausmaß fand am 11. Juni 1909 statt.[A 1] Sie hinterließ eine Spur, die nach wie vor im Zentrum der Stadt sichtbar ist. Der Glockenturm der Augustinerkirche in der Rue Carreterie blieb als Folge der ErderschĂŒtterung leicht geneigt.

Hydrographie

BrĂŒcken ĂŒber die „große RhĂŽne“.
Die Pont d'Avignon auf der „kleinen Rhîne“. Im Hintergrund, der Mont Ventoux.

Die RhĂŽne fĂŒhrt am westlichen Stadtrand vorbei, ist aber in zwei Arme geteilt: man spricht von der „kleinen RhĂŽne“ oder dem „toten Arm“ fĂŒr den Teil, der Avignon berĂŒhrt und von der „großen RhĂŽne“ oder „lebendigem Arm“ fĂŒr den westlichen Teil, der Villeneuve-lĂšs-Avignon im DĂ©partement Gard streift. Dazwischen befindet sich eine Reihe von Inseln, darunter die Île de la Barthelasse als grĂ¶ĂŸte. Parallel zur RhĂŽne wurde ein Kanal angelegt.

Die Ufer der RhĂŽne und die Insel von Barthelasse können wĂ€hrend des Herbstes und Mitte MĂ€rz von Hochwasser betroffen sein. Maurice Champion erwĂ€hnte 1861 einige davon.[5] Bis 1862 war das Hochwasser von 1856, das einen Teil der Stadtmauern zerstörte, eines der wichtigsten. Weitere traten 1935[6] und im Januar 1955[7] auf. Die Hochwasser stellen auch heute noch ein ernstzunehmendes Problem dar, wie zuletzt die Überschwemmung vom 2. Dezember 2003[8] gezeigt hat. Aus diesem Grund wurde auch eine neue cartographie du risque[9] erstellt.

Die Durance, die an der SĂŒdgrenze der Gemeinde entlang fließt, mĂŒndet in die RhĂŽne und markiert zugleich die Grenze zu Bouches-du-RhĂŽne.

In der Gemeinde Avignon gibt es mehrere natĂŒrliche oder kĂŒnstliche WasserflĂ€chen wie den lac de Saint-Chamond im Osten der Stadt.

Die zahlreichen KanÀle, welche mitunter sehr komplex sind,[10] wurden im Laufe der Geschichte angelegt und dienten entweder zur BewÀsserung der AckerflÀchen oder zur Versorgung der WassergrÀben, die Avignon umgeben.

Im 10. Jahrhundert wurde ein Teil des Wassers der Sorgue d'Entraigues umgeleitet, das heute unter den Stadtmauern bis zur Innenstadt fließt. Die WasserlĂ€ufe wurden „Canal de Vaucluse“ genannt, aber die Einwohner nennen sie immer noch „la Sorgue“ oder „Sorguette“. Sie ist in der Innenstadt auf der berĂŒhmten Rue des Teinturiers (TuchfĂ€rbergasse) sichtbar. Sie versorgte die WassergrĂ€ben der ersten Stadtmauern, danach die neuen östlichen Stadtmauern des 14. Jahrhunderts. Im 13. Jahrhundert (Urkunde von 1229) wurde ein Teil des Wassers der Durance abgezweigt, um die Versorgungsanlagen der WassergrĂ€ben zu verstĂ€rken und um dann nach Bonpas geleitet zu werden. Diese WasserlĂ€ufe wurden spĂ€ter „la Durançole“ genannt. Die Durançole versorgte die westlichen WassergrĂ€ben der Stadt. Sie wurden auch genutzt, um das Ackerland von Montfavet zu bewĂ€ssern. In der Innenstadt sind diese WasserlĂ€ufe meistens unter den Straßen oder den WohnhĂ€usern versteckt und dienen heute als AbwasserkanĂ€le.

Andererseits wurden der Canal de l'HĂŽpital (der sich mit der Durançole vereinigt) und der Canal de Crillon (1775) gegraben, die die Gebiete von Montfavet, Le Pontet und VedĂšne bewĂ€sserten.[11] Die beiden KanĂ€le teilen sich in zahlreiche „Phiolen“ auf (provenzalisch filhĂČlas oder fiolo). Auf gleiche Art und Weise wurde der Canal Puy (1808) angelegt, der die ehemaligen GĂ€rten im SĂŒden von Avignon bewĂ€sserte. All diese KanĂ€le leiten das Wasser der Durance ab und wurden anfangs genutzt, um die einst sehr steinigen Böden zu ĂŒberschwemmen und mit den Kalksteinablagerungen zu dĂŒngen.

Die KanĂ€le wurden außerdem zum Antrieb zahlreicher MĂŒhlen verwendet.

Klima

Avignon steht unter Einfluss des Mittelmeerklimas. Vom Niederschlag her findet sich ein Rhythmus von vier Phasen: zwei trockene Jahreszeiten (eine kurze am Winterende und eine sehr lange und stark ausgeprĂ€gte im Sommer) und zwei regenreiche (eine im Herbst mit ergiebigem Regen bis hin zu WolkenbrĂŒchen und eine im FrĂŒhling). Die Sommer sind unter Einfluss von subtropischen Hochdruckgebieten warm und trocken, werden aber von teilweise heftigen GewitterstĂŒrmen unterbrochen. Die Winter sind mild mit wenig NiederschlĂ€gen und nur seltenem Schneefall.[12]

Laut MĂ©tĂ©o-France gibt es im Jahr durchschnittlich 45 Tage mit mehr als 2,5 Liter Niederschlag pro mÂČ. Insgesamt betrĂ€gt die jĂ€hrliche Niederschlagsmenge durchschnittlich 660 Liter pro mÂČ. Die Durchschnittstemperaturen liegen je nach Jahreszeit zwischen 0 Â°C und 30 Â°C. Die Rekordtemperaturen seit den Aufzeichnungen der Station des INRA liegen bei 40,5 Â°C wĂ€hrend der europĂ€ischen Hitzewelle 2003 am 5. August 2003 (und 39,8 Â°C am 18. August 2009) und bei -12,8 Â°C am 5. Januar 1985. Die meteorologischen Werte wurden im Agroparc d'Avignon gemessen.

Der Hauptwind ist der Mistral, der mitunter Windgeschwindigkeiten von 110 km/h erreichen kann. Er weht zwischen 120 und 160 Tage im Jahr, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km/h pro Bö.[13] Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Geschwindigkeiten des Mistrals, aufgezeichnet in den Stationen von Orange und Carpentras-Serres im SĂŒden des RhĂŽnetals, und seine HĂ€ufigkeit im Laufe der Jahre 2005 und 2006. Die Normalwerte basieren auf dem Mittelwert der letzten 53 Jahre fĂŒr die Wetterstationen in Orange und auf dem Mittelwert der letzten 42 Jahre fĂŒr Carpentras.[14]


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Avignon
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 10 12 16 18 23 27 30 30 25 20 13 10 Ø 19,5
Min. Temperatur (°C) 2 3 6 8 12 15 18 18 14 11 6 3 Ø 9,7
Temperatur (°C) 6 7,5 11 13 17,5 21 24 24 19,5 15,5 8,5 7,5 Ø 14,6
Niederschlag (mm) 36,5 23,3 24,9 47,5 45,6 25,4 20,9 29,1 65,8 59,6 52,8 34,0 ÎŁ 465,4
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Quelle: MSN Météo[15]

Geschichte

Toponymie

Namensherkunft

Die Ă€ltesten Formen des Namens[16] sind durch die Griechen ĂŒberliefert: ĐáœÎ”ÎœÎčᜌΜ = Auenion (Stephanos von Byzanz, Strabon IV, 1, 11), Î†ÎżÏ…Î”ÎœÎœÎŻÏ‰Îœ = Aouennion (Ptolemaios, II, x). Die römische Bezeichnung AvennÄ­o Cavarum (Mela, II, 575, Plinius III, 36), ĂŒbersetzt „Avignon der Kavaren“, macht deutlich, dass Avignon eine von drei StĂ€dten des kelto-ligurischen Volksstammes der Kavaren war, zusammen mit Cavaillon und Orange.

Die heutige Toponymie des Namens geht auf eine vor-indoeuropĂ€ische Übersetzung ab-ĂȘn gefolgt von der Endung -i-ƍn(e)[16][17] zurĂŒck. Diese Übersetzung wĂ€re ein Hydronym und ein Oronym, also eine Bezeichnung fĂŒr einen Ort, der an einem Fluss liegt (RhĂŽne), oder möglicherweise auch an einem GelĂ€nde (Rocher-des-Doms).

Das griechische Auenion wurde im ersten Jahrhundert als Avennĭo (oder Avēnĭo), -ƍnis latinisiert, um sich dann im klassisch Okzitanischem als Avinhon[18] zu schreiben, oder Avignoun in der mistralischen Schreibung.[19] Die Einwohner nennen sich auf okzitanisch oder provenzalisch avinhonencs oder avignounen.

PrÀpositionsstreit

In Frankreich gibt es eine Kontroverse, ob man den Ausdruck „in Avignon“ mit „à Avignon“ oder „en Avignon“ ĂŒbersetzt. Normalerweise wird im Französischen fĂŒr StĂ€dte die PrĂ€position Ă  benutzt, en hingegen nur fĂŒr weibliche LĂ€ndernamen („en France“) oder LĂ€nder, die mit einem Vokal beginnen („en Iran“).[20] Die Internetseite der Stadt von Avignon empfiehlt die Verwendung von Ă , wenn man von der Stadt im strengeren Sinne spricht.[21]

Einige behaupten gleichzeitig, dass es eine Konvention in der französischen Sprache geben wĂŒrde[22], die es einem erlaubt eine Örtlichkeit innerhalb von Avignon mit en anstelle von Ă  zu bezeichnen und auch die AcadĂ©mie française lehnt diese Verwendung nicht grundsĂ€tzlich ab.[22]

FĂŒr die Herkunft von en gibt es zwei ErklĂ€rungen:

  • Linguistik und Literatur: Die okzitanische Sprache lĂ€sst keine LĂŒcke zwischen zwei Vokalen zu.[23] Deshalb spricht man im Provenzalischen (einem Dialekt des Okzitanischen) von an Avinhon[24], Ă -n-Avignoun[25], wie an Arle, Ă -n-Arle, aber auch as Aiz, a-z-Ais (Ă  Aix). FrĂ©dĂ©ric Mistral fĂŒhrt außerdem en Avignoun[25] auf. Diese Besonderheit mĂŒsste die französische Sprache örtlich beeinflusst haben, wie auch eine Vielzahl anderer Beispiele zeigt (im Franzitanischen[26]).
  • Historisch: Die Redewendung en Avignon weist auf den Kirchenstaat von Avignon hin[27], der noch bis 1791[A 2] existiert hat. Man war wohnhaft en Avignon so wie man auch en Provence residieren konnte.

Die Verwendung des Ausdrucks en Avignon ist in der Bevölkerung und der Presse auf nationaler Ebene weiterhin verbreitet, scheint aber allmĂ€hlich zurĂŒckzugehen.[22]

Weitere Orte mit Avignon als Namensbestandteil

Insgesamt acht weitere französische Orte haben Avignon als Namensbestandteil, darunter vier in Avignons unmittelbarer Umgebung: CabriĂšres-d’Avignon, MoriĂšres-lĂšs-Avignon, Saint-Saturnin-lĂšs-Avignon (alle DĂ©partement Vaucluse) und Villeneuve-lĂšs-Avignon. DarĂŒber hinaus existiert die Gemeinde Avignon-lĂšs-Saint-Claude (DĂ©partement Jura) und die Gemeinden Avignonet (DĂ©partement IsĂšre), Avignonet-Lauragais (DĂ©partement Haute-Garonne) und Chavignon (DĂ©partement Aisne).

Vor- und FrĂŒhgeschichte

Die Gegend von Avignon wurde bereits im Neolithikum bewohnt, wie Ausgrabungen am Rocher-des-Doms und im Quartier de la Balance gezeigt haben.[28]

Ausgrabungen am nördlichen Teil des Rocher des Doms unter Leitung von Sylvain GagniĂšre haben Anfang der 1960er eine kleine anthropomorphe Stele (Höhe: 20 cm) ans Tageslicht gebracht[29], die eine „BegrĂ€bnisstele“ darstellt. Sie zeigt auf der Vorderseite eine stilisierte menschlichen Figur und auf der Unterseite eine Sonnenform[30], was eine einzigartige Entdeckung fĂŒr diesen Stelentyp darstellt.

Im Vergleich zu identischen Sonnenfiguren[A 3] stellt diese Stele den „ersten Avignonesen“ dar und wird innerhalb einer Zeitspanne eingeordnet, die sich zwischen der Kupfersteinzeit und der FrĂŒhbronzezeit erstreckt und dem meridionalem Chalkolithikum entspricht.[A 4]

Weitere Funde waren zwei aus grĂŒnem Gestein geschliffene Äxte, ein fĂŒr die Pasteurs des plateaux („Hirten der Hochebene“) typisches SteingerĂ€t, einige chalkolithische Schmuckobjekte und Überreste von einheimischen oder importierten (ionisch und phokĂ€isch) Hallstatt-Töpferwaren.

Antike

Griechische Stele aus Avignon, Lapidarium Museum.

Der Name der Stadt reicht ungefĂ€hr bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurĂŒck. Die erste ErwĂ€hnung Avignons (Aouen(n)ion) erfolgte durch Artemidor von Ephesos. Auch wenn sein geographisches Werk verloren gegangen ist, ist es durch eine Kurzfassung des Markian von Herakleia bekannt und durch das geographische Lexikon Ethnika des Stephanos von Byzanz, der sich auf diese Schrift stĂŒtzt. Er nennt dort:

„Stadt von Massalia, nahe der RhĂŽne, der volkstĂŒmliche Name lautet Avenionsios (Avenionensis) entsprechend der lokalen Benennung (in Latein) und AuenionitĂšs gemĂ€ĂŸ dem griechischen Ausdruck.“

– Stephanos von Byzanz: Ethnika[31]

Dieses Toponym hat zwei Deutungen: „Stadt des starken Windes“ oder noch wahrscheinlicher „Herr des Flusses“. Die anderen Quellen fĂŒhren seinen Ursprung auf das gallische mignon (Sumpf/Moor) und den bestimmten keltischen Artikel zurĂŒck.[32]

Die Stadt wurde gegen 539 v. Chr. als griechisches Emporion durch die PhokĂ€er von Marseille gegrĂŒndet. Die Massalioten begannen im Laufe des 4. Jahrhundert v. Chr. BĂŒndnisvertrĂ€ge mit einigen StĂ€dten des RhĂŽnetals wie Avignon und Cavaillon zu unterzeichnen. Ein Jahrhundert spĂ€ter gehörte Avignon zur „Region der Massalioten“[33] oder zum „Land von Massalia“.[34]

Römische Überreste des 1. Jahrhunderts, hinter dem Papstpalast.

Befestigt auf ihrem Fels diente die Stadt fĂŒr lange Zeit als Hauptstadt der Kavaren.[35] Nach Ankunft der römischen Legion um 120 v. Chr. verbĂŒndeten sich die mit den Massalioten alliierten Kavaren mit den Römern. Unter der Vorherrschaft des römischen Reiches wurde Aouenion zu Avennio und zunĂ€chst Teil der Gallia Narbonensis (118 v. Chr.), dann Teil von Viennensis II. Avignon blieb zur Eroberung durch die römischen Feldherren Gaius Trebonius und Decimus Iunius Brutus „VerbĂŒndete Stadt“ von Marseille. 49 v. Chr.[36] wurde Avignon eine Stadt des römischen Rechts und 43 v. Chr. erwarb sie den Status einer lateinischen Kolonie. Pomponius Mela zĂ€hlte sie zu den blĂŒhendsten StĂ€dten der Provinz.[37]

Im Laufe der Jahre 121 und 122 hielt sich Kaiser Hadrian in der Provincia auf, wo er Vaison, Orange, Apt und Avignon besuchte. Avignon gewĂ€hrte er den Status einer römischen Kolonie („Colonia Julia Hadriana Avenio“)[38] und die BĂŒrger ließen sich in die Tribus einschreiben.

Nach der Durchreise von Maximianus Herculius, der gegen die Bagauden kĂ€mpfte, wurde eine erste hölzerne BrĂŒcke ĂŒber die RhĂŽne gebaut und Avignon auf deren rechten Ufer vereinigt. Die BrĂŒcke konnte mittels Dendrochronologie ins Jahr 290 datiert werden. Im 3. Jahrhundert n. Chr. existierte eine kleine christliche Gemeinde außerhalb der Stadtmauern, der die Abtei Saint-Ruf zu verdanken ist.

FrĂŒhmittelalter

Wann es genau zur Christianisierung der Stadt kam, ist ungewiss. Sicher ist, dass der erste historische Bischof von Avignon, Nectarius (Julius), am 29. November 439 an einem regionalen Konzil in der Kathedrale von Riez teilnahm, bei dem die dreizehn Bischöfe der drei Provinzen von Arles anwesend waren.

Im November 441 nahm Nectarius von Avignon in Begleitung seines Diakons Fontidius am Ersten Konzil von Orange teil. In der von Hilarius von Arles einberufenen und geleiteten Versammlung legten die KonzilvĂ€ter das Asylrecht fest. Im Jahr darauf beteiligte er sich in Begleitung seiner Lektoren Fonteius und Saturninus am ersten Konzil von Vaison, bei dem siebzehn Bischöfe aus den sogenannten „Sieben Provinzen“ (Dioecesis Septem Provinciarum) teilnahmen. Nectarius verstarb im Jahr 455.[A 5]

Chlodwig I., König der Franken, belagerte im Jahr 500 Avignon.

Als die Völkerwanderung begann, blieben auch die StĂ€dte im RhĂŽnetal nicht verschont. Im Jahr 472 wurde Avignon von den Burgundern geplĂŒndert und darauffolgend von Patiens, dem alten Lyon, mit Nahrungsmitteln versorgt.[39]

500 griff der König der Franken, Chlodwig I., den Burgunderkönig Gundobad an, der beschuldigt wurde, den Vater seiner Ehefrau Chlothilde ermordet zu haben. Geschlagen verließ dieser Lyon und flĂŒchtete sich nach Avignon, das von Chlodwig anschließend belagert wurde. Gregor von Tours meldet, dass der Frankenkönig die Felder verwĂŒstete, die Weinreben zerschnitt, die OlivenbĂ€ume fĂ€llte und die ObstgĂ€rten plĂŒnderte. Der Burgunder konnte durch das Einschreiten des römischen Generals Aredius gerettet werden. Er hatte an seinen Helfer gegen die „frĂ€nkischen Barbaren“ appelliert, die das Land verwĂŒsten wĂŒrden.

536 folgte Avignon dem Schicksal der Provence, die durch den neuen ostgotischen König Vitiges an die Merowinger abgetreten wurde. Chlothar I. annektierte Avignon, Orange, Carpentras und Gap, Childebert I. Arles und Marseille, Theudebert I. Aix, Apt, Digne und GlandevÚs. Kaiser Justinian I. in Konstantinopel billigte diese Abtretung.

Trotz der Völkerwanderung blĂŒhte das geistige Leben an der RhĂŽne weiterhin.[A 6] Gregor von Tours bemerkt, dass nach dem Tod des Bischofs Antoninus 561 der Pariser Abt Dommole bei Chlothar I. den Bischofsvorsitz von Avignon ablehnte, da er ĂŒberzeugt war „dass es zu anstrengend wĂ€re, inmitten von sophistischen Senatoren und philosophischen Richtern zu sein“.[A 7]

Das siebte und achte Jahrhundert waren die dunkelsten der avignonesischen Geschichte. Die Stadt wurde 612 unter dem austrasischen König Theuderich II. (Theudericus) frĂ€nkische Beute. 650 weist das Konzil von Chalon-sur-SaĂŽne als Letztes auf eine bischöfliche Teilnahme von provenzalen Diözesen hin. FĂŒr die folgenden 205 Jahre gab es keinen Bischof mehr in Avignon, den letzten bekannten Titel trug Agricola von Avignon.[A 8]

Anfang des achten Jahrhunderts drangen muslimische Armeen im Zuge der islamischen Expansion ĂŒber die PyrenĂ€en und eroberten zahlreiche Gebiete, darunter auch 734 die Stadt Avignon. Karl Martell, der bereits 732 eine siegreiche Kampagne gegen die arabischen Truppen fĂŒhrte, schickte 736 seinen Bruder Childebrand in den SĂŒden, um die Stadt zu belagern. 737 erschien Martell selbst mit VerstĂ€rkung. Die Stadt wurde wĂ€hrend der Schlacht bei Avignon von den frĂ€nkischen Truppen eingenommen und bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Martells Armee zog danach weiter ĂŒber die RhĂŽne zur Belagerung der Stadt Narbonne.

879 kam es zur Aufstellung einer zentralisierten Regierung. Der Bischof von Avignon, Ratfred, begab sich mit anderen provenzalen Kollegen[40] aufs Placitum von Mantaille in der Grafschaft Vienne, wo man Boso von Vienne als König der Provence wÀhlte.[A 9]

Die RhĂŽne konnte wieder ĂŒberschritten werden, da 890 ein Teil der antiken BrĂŒcke von Avignon restauriert wurde.[A 10] Im selben Jahr folgte Ludwig III. seinem Vater Boso auf den Thron. Seine Wahl fand am Placitum von Varennes nahe MĂącon statt. Sein tatkrĂ€ftigster UnterstĂŒtzer Teutbert ĂŒbernahm die Grafschaft von Apt. Mit dem Titel eines „Generalgouverneurs der gesamten Grafschaft von Arles und der Provence“ waltete er 896 als BevollmĂ€chtigter des Königs in Avignon, Arles und Marseilles. Auf seine Bitte hin schenkte Ludwig III. dem Priester Rigmond von Avignon zwei Jahre spĂ€ter die Ortschaft BĂ©darrides.

Am 19. Oktober 907 gab der spĂ€ter erblindete Kaiser Ludwig[41] dem Avignoner Bischof Remigius eine Insel auf der RhĂŽne zurĂŒck. Die dazugehörige Urkunde erwĂ€hnt zum ersten Mal eine fĂŒr Maria gewidmete Kirche.[42]

Nach der Festnahme und Hinrichtung seines Cousins ging Ludwig III. 905 ins Exil nach Italien. Hugo von Arles wurde sein persönlicher Berater und Regent und ĂŒbte den grĂ¶ĂŸten Teil seiner Vorrechte im Königreich Provence aus[43]. Als Ludwig III. ihm 911 die Titel „duc de Provence“ und „marquis de la Viennoise“ verlieh, verließ Hugo Vienne.[43][44] Er ließ sich in der Stadt Arles nieder, die der ursprĂŒngliche Sitz seiner Familie war und machte sie zur neuen Hauptstadt der Provence.

Am 2. Mai 916 gab Ludwig der Blinde die Kirchen von Saint-Ruf und Saint-GĂ©niĂšs der Diözese von Avignon zurĂŒck. Am selben Tag ĂŒberprĂŒfte der Bischof Fulcherius diese zugunsten seiner Kanoniker und der zwei Kirchen Notre-Dame und Saint-Étienne, aus denen die Kathedrale von Avignon hervorging[45]

Ein wichtiges politisches Ereignis fand 932 statt, als die Königreiche von Provence und Hochburgund wiedervereinigt wurden. Diese Vereinigung bildete das Königreich Arelat, in dem Avignon eine der stÀrksten StÀdte wurde.

Am Ende des 9. Jahrhunderts richteten die spanischen Mauren eine militĂ€rische Basis in Fraxinet[A 11] ein und fĂŒhrten von dort aus wĂ€hrend des gesamten 10. Jahrhunderts PlĂŒnderungszĂŒge durch die Alpen durch.

In der Nacht vom 21. auf den 22. Juli 972 entfĂŒhrten sie Dom Mayeul[A 12], den Abt von Cluny, der gerade aus Rom zurĂŒckkehrte. Nachdem man ein Lösegeld von 1000 Pfund – eine enorme Summe fĂŒr die damalige Zeit – auszahlte, wurde Mayeul Mitte August befreit und kehrte im September nach Cluny zurĂŒck.

Karte des Königreichs von Arles, das 1032 ans Heilige Römische Reich angegliedert wurde.

Im September 973 mobilisierten Guillaume und sein Àlterer Bruder Roubaud, beide Söhne des Grafen von Avignon Boson II., im Namen von Dom Mayeul den gesamten Adel der Provence. Mit Hilfe von Arduin jagten die provenzalen Truppen, nach zwei Wochen der Belagerung, die Sarazenen in ihren Verstecken von Fraxinet und Ramatuelle, sowie in Peirimpi nahe Noyers, im Tal des Jabron. Guillaume und Roubaud erhielten dort ihre Titel als Grafen der Provence.

WĂ€hrend 976 Bermond, der Schwager von Eyric[A 13], zum Vizegraf von Avignon durch den Burgunderkönig Konrad III. ernannt wurde, berichtet das Chartular von Notre-Dame des Doms fĂŒr den 1. April, dass der Bischof Landry den Kanonikern von Saint-Étienne ihre Rechte zurĂŒckgab, die er sich vorher unrechtmĂ€ĂŸig angeeignet hatte. Er ĂŒberließ ihnen eine MĂŒhle und zwei HĂ€user, die er nach ihrem Wunsch an der Stelle des heutigen Tour de Trouillas des Papstpalastes erbauen ließ. 980 wurden diese Kanoniker vom Bischof Garnier als Domkapitel eingesetzt.

994 erreichte Dom Mayeul Avignon, wo er seinem Freund Guillaume bei dessen Tod Beistand leistete. Der Graf besaß als Nachfolger einen Sohn, der zusammen mit seinem Onkel Roubaud unter dem Namen Guillaume II. regierte. Aber die Gemeinde von Avignon organisierte sich gegenĂŒber der grĂ€flichen und bischöflichen Macht. Gegen das Jahr 1000 gab es bereits einen Prokonsul BĂ©ranger, der zusammen mit seiner Gattin Gilberte eine Abtei am „Castrum Caneto“[A 14] grĂŒndete.

1032 wurde das Königreich von Arles an das Heilige Römische Reich angegliedert. Die RhĂŽne wurde von nun an zur Grenze, die nur ĂŒber die alte BrĂŒcke von Avignon ĂŒberquert werden konnte. Einige Avignonesen benutzen immer noch die AusdrĂŒcke Terre d'Empire („Boden des Kaiserreiches“) um das avignonesische Ufer zu bezeichnen und Terre du Royaume („Boden des Königreiches“) fĂŒr das Ufer von Villeneuve, das im Besitz des Königs von Frankreich war.

Hochmittelalter

Belagerung von Avignon 1226 (links), Tod von Ludwig VIII. und Krönung von Ludwig IX. (rechts).

Nach der Teilung des Karolingischen Reiches stand Avignon, das zum Königreich von Arles und Burgund gehörte, unter der Herrschaft der Grafen von Provence und Forcalquier, danach von den Grafen aus Toulouse und der Provence.

Unter der Lehnsherrschaft dieser Grafen wurde die Stadt mit einer autonomen Verwaltung ausgestattet (Errichtung eines Konsulats 1129, zwei Jahre vor dem Nachbarn Arles).

1209 fand ein Konzil von Avignon statt, das eine zweite Exkommunikation von Raimund VI. von Toulouse zur Folge hatte.[46]

Zur Zeit der Albigenserkriege wurde die Stadt durch Raimund VII. von Toulouse, dem Grafen von Toulouse, belagert und am 9. September 1226 durch König Ludwig VIII. eingenommen.[46]

Ende September wurde Avignon, wenige Tage nach der Übergabe der Stadt an die Truppen von König Ludwig VIII., von Überschwemmungen heimgesucht.

1249 errichtete die Stadt nach dem Tod von Raimund VII., dessen Erben an den KreuzzĂŒgen teilnahmen, eine Republik.

1251 wurde sie jedoch gezwungen, sich den beiden BrĂŒdern von Ludwig IX., Alfons von Poitiers und Karl I. von Anjou, zu unterwerfen. Nach dem Tod von Alfons 1271, erbte Philipp III. seinen Teil von Avignon und ĂŒbertrug ihn 1285 an seinen Sohn Philipp den Schönen. Dieser ĂŒberließ ihn 1290 an Karl II. von Anjou, der seitdem einziger EigentĂŒmer der gesamten Stadt blieb.

Papsttum von Avignon

→ Hauptartikel: Avignonesisches Papsttum
Der Papstpalast und die Stadt von Avignon, Miniaturmalerei von Boucicaut-Meister zu Beginn des 15. Jahrhunderts,
BibliothĂšque nationale de France.

1309 wurde Avignon unter Papst Clemens V., zur Zeit des Konzils von Vienne, pĂ€pstliche Residenz.[47] Sein Nachfolger Johannes XXII., ein ehemaliger Bischof der Diözese von Avignon, machte diese zur Hauptstadt des Christentums und baute seinen ehemaligen Palast zum ersten Papstpalast um.[48] Darauf folgte Benedikt XII., der den Alten Palast[49] baute und Clemens VI., der den Neuen Palast[50] errichtete. Dieser kaufte die Stadt am 9. Juni 1348 von Johanna I. aus Neapel, der Königin von Neapel und GrĂ€fin der Provence. Innozenz VI. ließ die Stadtmauern zu einer befestigten Ringmauer ausbauen.[51] Seine zwei Nachfolger Urban V. und Gregor XI. hatten den Wunsch nach Rom zurĂŒckzukehren[52], was dem Letzteren auch gelang. Jedoch löste der frĂŒhzeitige Tod des siebten Papstes von Avignon das Große AbendlĂ€ndische Schisma aus. Clemens VII. und Benedikt XIII. herrschten erneut in Avignon.[53] Insgesamt gab es folglich neun PĂ€pste, die sich im Papstpalast abwechselten und diesen im Laufe ihres Pontifikats ausbauten.[54]

Unter ihrer Herrschaft blĂŒhte der Hofstaat auf, der zahlreiche HĂ€ndler, Maler, Bildhauer und Musiker anzog. Der Palast war das bemerkenswerteste GebĂ€ude der Internationalen Gotik. Seine Konstruktion und Ornamentierung war die gemeinsame Arbeit der besten Architekten Frankreichs, Pierre Peysson und Jean du Louvres, genannt die LoubiĂšres[55], und den grĂ¶ĂŸten Freskenmalern der Schule von Siena, Simone Martini und Matteo Giovannetti.[56]

Die pĂ€pstliche Bibliothek von Avignon war im 14. Jahrhundert mit zweitausend BĂŒchern die grĂ¶ĂŸte Europas.[57] Sie brachte eine Gruppe von Klerikern hervor, die sich fĂŒr Belles Lettres (Schöne Literatur) begeisterten, aus der auch Petrarca, der MitbegrĂŒnder des Humanismus[58], hervorging. Wohingegen die clementinische Kapelle, genannt Grand Chapelle, Komponisten, SĂ€nger und Musiker anzog[59], darunter Guillaume de Machaut und Philippe de Vitry. Auch Johannes Ciconia kam fĂŒr seine Studien hierher.[58]

Urban V. traf als erster die Entscheidung nach Rom zurĂŒckzukehren, jedoch verhinderten chaotische ZustĂ€nde und verschiedene Konflikte, dass er dort blieb. Er starb sehr vorzeitig nach seiner RĂŒckkehr an die RhĂŽne.

Sein Nachfolger Gregor XI. beschloss seinerseits nach Rom zu ziehen und beendete damit die erste Papsttum-Phase von Avignon. Als Gregor XI. 1377 den Papstsitz nach Rom zurĂŒck verlegte, wurde Avignon von einem Legaten verwaltet. Die PĂ€pste kehrten wieder wĂ€hrend des Großen Schismas (1379–1411) zurĂŒck. Danach wurde die Stadt erneut von einem Legaten verwaltet, der ab 1542 von einem Vizelegaten assistiert wurde.

Neuzeit

Nach dem Tod des Erzbischofs von Arles, Philippe de LĂ©vis (1475), reduzierte Papst Sixtus IV. aus Rom die Diözese von Arles: er löste die Diözese Avignon aus der Provinz von Arles, errichtete ein Erzbistum und ordnete diesem die BistĂŒmer von Carpentras, Cavaillon und Vaison-la-Romaine unter.[60]

1562 wurde die Stadt durch den Baron des Adrets belagert, der sich fĂŒr das Massaker von Orange rĂ€chen wollte.[61]

Karl IX. durchquerte die Stadt auf seiner königlichen Grand Tour durch Frankreich (1564–1566), begleitet von seinem Hofstaat und den großen Leuten des Königreichs: seinen Bruder Heinrich III., Heinrich von Navarra, sowie den KardinĂ€len von Bourbon und Lothringen, Charles de Bourbon und Charles de Lorraine-Guise.[62] Der Hof hielt sich dort drei Wochen lang auf.

1618 ging Kardinal Richelieu ins Exil nach Avignon.[63]

Die Stadt empfing 1607 den Besuch von Vincent de Paul und 1622 den von François de Sales.[60]

1691 wurde das Legatsamt aufgehoben und der Vizelegat regierte von nun an alleine die Stadt. In der Folge blieb Avignon bis zur Französischen Revolution pÀpstlicher Besitz.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren die Straßen von Avignon stets eng und gewunden, die GebĂ€ude verĂ€nderten sich aber und die neuen HĂ€user ersetzten StĂŒck fĂŒr StĂŒck die alten StadthĂ€user. Um die Stadt herum entstanden Anbaugebiete fĂŒr Maulbeeren, ObstgĂ€rten und Weideland.[64]

Am 2. Januar 1733 grĂŒndete François MorĂ©nas die Zeitung Courrier d’Avignon, deren Name im Laufe der Zeit und der Verbote variierte. Veröffentlicht in der pĂ€pstlichen Enklave, außerhalb des Königreichs von Frankreich nahe Monaco, konnte sich die Zeitung dem Kontrollsystem der französischen Presse entziehen, musste jedoch die autoritĂ€re Aufsicht des Pontifikats ertragen. Der Courrier d’Avignon erschien von 1733 bis 1793 mit zwei Unterbrechungen, einmal zwischen dem Juni 1768 und August 1769 aufgrund der französischen Annexion von Avignon, und das andere Mal zwischen dem 30. November 1790 und dem 24. Mai 1791.[65]

Französische Revolution bis 19. Jahrhundert

Massacre de la GlaciĂšre, im Inneren des Palastes (1844).

Am 12. September 1791 stimmte die verfassungsgebende Nationalversammlung ĂŒber die Annektierung von Avignon und der Wiedervereinigung der Grafschaft Venaissin mit dem Königreich von Frankreich ab, was ein Referendum zur Folge hatte, das den Einwohnern der Grafschaft vorgelegt wurde.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober 1791 fand nach der Lynchung des Beamten Nicolas Jean-Baptiste Lescuyer durch die Menschenmenge, der zu Unrecht verdĂ€chtigt wurde KirchengĂŒter in Besitz zu nehmen, das Massacre de la GlaciĂšre statt. Dieses stellte eine schwarze Episode in der Geschichte der Stadt dar, bei dem sechzig Personen zusammen hingerichtet und in den untersten Teil des Tour de la GlaciĂšre vom Papstpalast geworfen wurden.

Am 7. Juli 1793 marschierten die föderalistischen AufstĂ€ndigen von General Rousselet in Avignon ein.[66] Bei der Überquerung der Durance zur Besetzung der Stadt durch die marseillaisischen Truppen wurde Joseph Agricol Viala getötet, der spĂ€ter als Revolutionsheld verehrt wurde.[67] Am 25. Juli tauchte General Carteaux vor der Stadt auf, die am nĂ€chsten Tag von Rousselets Truppen verlassen wurde[68], als Folge einer Fehldeutung der Befehle aus Marseille.[69]

Bei der Erschaffung des DĂ©partements Vaucluse am 12. August 1793 wurde die Stadt chef-lieu. Diese Wiedervereinigung wurde 1797 durch den Vertrag von Tolentino bestĂ€tigt. Am 7. VendĂ©miaire Jahr IV eroberte der Chevalier von Alexandre Mottard de Lestang fĂŒr die Royalisten mit einer TruppenstĂ€rke von 10000 Mann die Stadt.[70] Der ReprĂ©sentant en mission Boursault eroberte die Stadt wieder zurĂŒck und ließ Lestang erschießen.

WĂ€hrend der Revolution und 1815 war Avignon unglĂŒcklicher Schauplatz des Terreur blanche, bei dem es am 2. August 1815 zur Ermordung von Marschall Brune kam.

Zwischen 1820 bis 1830 erhielt Avignon die Île de la Barthelasse, die zuvor zu Villeneuve gehörte.

Boote in Avignon um 1840. Zeichnung von Thomas Allom, Kupferstich von E. Brandard.

Am 18. Oktober 1847 wurde die Eisenbahnstrecke Avignon–Marseille durch die Compagnie du chemin de fer de Marseille Ă  Avignon eröffnet.[71] 1860 wurde der heutige Bahnhof Gare d'Avignon-Centre gebaut. Im November 1898 wurde das Straßenbahnnetz der Compagnie des Tramways Électriques d'Avignon eröffnet, die die ehemalige Gesellschaft fĂŒr Pferdebahntransporte ersetzte.

WĂ€hrend des Staatsstreiches vom 2. Dezember 1851 hielten sich die Avignonesen, darunter Alphonse Gent, auf Seite der Opposition.[72]

1856 wurde Avignon von einem außergewöhnlichen Hochwasser der Durance ĂŒberflutet.[73]

20. Jahrhundert bis heute

Das Doppelviadukt von Angles, ÜberfĂŒhrung des LGV MĂ©diterranĂ©e ĂŒber die RhĂŽne.

Das 20. Jahrhundert erlebte eine wichtige Entwicklung der Stadt, vor allem in den Außenbezirken, zudem wurden mehrere wichtige Projekte ins Leben gerufen. Zwischen 1920 und 1975 verdoppelte sich die Bevölkerungszahl praktisch, trotz der Abspaltung von Le Pontet 1925[74] und des Zweiten Weltkrieges.

1937 wurde der Flugplatz von Avignon-Caumont errichtet, der zu einem Flughafen wurde und seit dem Beginn der 1980er einen wichtigen Aufschwung erlebte. Es kam zur Eröffnung internationaler Flugstrecken, zum Bau eines neuen Towers und zur VerlÀngerung der Start- und Landebahn.[75]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Avignon am 11. November 1948 mit dem Croix de guerre mit Silberstern ausgezeichnet.[76] Die Stadt erholte sich, entwickelte ihr 1947 eingefĂŒhrtes Festival, renovierte ihre DenkmĂ€ler und förderte Tourismus und Handel.

1977 war sie PreistrÀger des Europapreises, der vom Europarat verliehen wird.[77]

1996 startete das Projekt der Bahnstrecke LGV MĂ©diterranĂ©e, die durch die Gemeinde und ĂŒber die RhĂŽne fĂŒhren sollte. Von 1998 bis 2001 wurde der Bahnhof Gare d'Avignon TGV gebaut.[78]

MilitÀrleben

Kasernen

Ehemalige Duprat-Kaserne im Ehrenhof des Papstpalastes 1919.
Chabran-Kaserne.
Kaserne des 58. Infanterie-Regiments.

Ein Teil des Papstpalastes wurde nach der Französischen Revolution als Kaserne fĂŒr Pioniertruppen genutzt.[79] Danach richtete sich dort von 1881 bis 1900 ein Regiment der Infanterie ein. Das MilitĂ€rkommando benannte den Palast damals in „Duprat-Kaserne“ um, zu Ehren von Jean Étienne BenoĂźt Duprat, dem ehemaligen Oberst der Nationalgarde von Avignon, der General des französischen Kaiserreichs wurde und in der Schlacht bei Wagram fiel.

Unter Napoleon III. schlug EugĂšne Viollet-le-Duc eine Restaurierung des GebĂ€udes vor, um dieses den Status eines historischen Denkmals zurĂŒckzugeben, was aber ohne Erfolg blieb. Das Projekt begann 1860, der Krieg von 1870 verhinderte jedoch die Fertigstellung und rettete somit die Zerstörung des Gewölbes im Großen Audienzsaal, das entfernt werden sollte.[80] Der Standort blieb vorerst militĂ€risch.

Zur Jahrhundertwende, gut sechzig Jahre nachdem Charles de Montalembert seine Vandalisme en France, lettre Ă  M. Victor Hugo schrieb, blieb der Palast in einem sehr schlechten Zustand. Die beiden TĂŒrme der Hauptfassade wurden entfernt, die InnenrĂ€ume waren durch Geröll der militĂ€rischen Besetzung versperrt, Statuen waren zerbrochen, Fenster und TĂŒren ohne jeglichen Respekt vor der Architektur geöffnet, wie zum Beispiel am Portal der großen Kapelle, bei der Pioniertruppen eine TĂŒr durchbrachen.[81]

Der Palast blieb bis 1902 in MilitĂ€rbesitz. Als Ausgleich fĂŒr eine Verlegung der Truppen musste von der Stadt eine neue Kaserne außerhalb der Stadtmauern, die „Chabran-Kaserne“, gebaut werden.[82] Sie wurde die Kaserne des 58. Infanterie-Regiments und ist zur Zeit Sitz der PrĂ€fektur. Im September 1906 verließen die Truppen den Palast.

Innerhalb der Stadtmauern befindet sich in der heutigen cours Jean JaurĂšs die „Kaserne von Hautpoul“. Sie war die ehemalige Kaserne der 7. Pioniere und wurde dort eingerichtet, wo sich vorher die ehemaligen KlöstergĂ€rten der Cölestiner befanden. Sie wurde gegen 1865 fertiggestellt und ist zur Zeit Sitz der Finanzverwaltung von Avignon.[83]

Außerhalb der Stadtmauern befindet sich am boulevard Saint-Roch die caserne de Salles, eine ehemalige Kaserne der Kavallerie. Sie dient nun als Polizeirevier und war vor langer Zeit ein Krankenhaus fĂŒr Pestkranke, das spĂ€ter umgebaut worden ist.[84]

Liste der in Avignon stationierten MilitÀreinheiten

Regimenter der Infanterie
  • 118. Territoriales Infanterie-Regiment (RIT): unter Befehl von Oberstleutnant Nanta. In Avignon: Mobilmachung zwischen dem 2. und 5. August 1914, RĂŒckkehr zwischen dem 5. MĂ€rz und 7. Mai 1918[85]
  • 258. Infanterie-Regiment: Reserve-Regiment des 58., 1916 infolge der Angriffe an der Front aufgelöst[86]
  • 58. Infanterie-Regiment:[87] 1914 unter Befehl von Oberst Jaguin[88]
Pionier-Regimenter
  • 1. Regiment der Pontonier-Artillerie: wurde nach der Stationierung in die Kaserne von Hautpoul zum 7. Pionier-Regiment.[83] Zusammenschluss des 23. und 24. BrĂŒckenbau-Bataillons zu Beginn des Ersten Weltkrieges und spĂ€ter Aufnahme des 15. Pionier-Bataillons.[89]
  • 19. Pionier-Bataillon, 1906 in Avignon stationiert.
Regimenter der PferdjÀger
  • 11. PferdjĂ€ger-Regiment, 1870 in Avignon stationiert
  • 5. PferdjĂ€ger-Regiment, das seit 1675 existiert und 1816 in Avignon als RĂ©giment de Chasseurs du Cantal neu gegrĂŒndet wurde
Andere Regimenter

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Nach der VolkszĂ€hlung des INSEE von 2007 gibt es in Avignon 91283 Einwohner (d. h. eine Zunahme von 6 % im Vergleich zu 1999).

Die Gemeinde belegt auf nationaler Ebene den 44. Platz, wĂ€hrend sie 1999 auf dem 45. Platz war, und belegt auf departementaler Ebene von 151 Gemeinden den ersten Platz. Die Entwicklung der Einwohnerzahlen stĂŒtzt sich auf VolkszĂ€hlungen, die bis auf das Jahr 1793 zurĂŒckreichen. Das Maximum der Bevölkerung wurde 2010 mit 94787 Einwohner erreicht.

1793 1800 1806 1821 1831 1836 1841 1846 1851
24000 21412 23789 29407 29889 31786 33844 35169 35890
1856 1861 1866 1872 1876 1881 1886 1891 1896
37077 36081 36427 38196 38008 37657 41007 43453 45107
1901 1906 1911 1921 1926 1931 1936 1946 1954
46896 48312 49304 48177 51685 57228 59472 60053 62768
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2007 2010
72717 86096 90786 89132 86939 85937 92454 91283 94787
Quellen: Cassini de l'EHESS fĂŒr die Zahlen bis 1962[91], INSEE ab 1968 (Bevölkerung ohne doppelten Wohnsitz und aus dem Gemeindegebiet ab 2006)[92][93]

Der Erste Weltkrieg hatte einen erheblichen Einfluss auf die Bevölkerung der Gemeinde, da er fĂŒr den ersten BevölkerungsrĂŒckgang des 20. Jahrhunderts sorgte (-2,3 % zwischen 1911 und 1922).

Nach dem Zweiten Weltkrieg kann man einen Zuwachs der Bevölkerung beobachten, der in den 1960er Jahren mit der RĂŒckkehr vieler Aussiedler aus Nordafrika relativ wichtig wurde.[94]

Im Vergleich zu dem sehr starken Demographiewachstum in der Region Provence-Alpes-CĂŽte d’Azur (PACA) kann man von 1975 bis 2000 fĂŒr die Stadt Avignon eine Stagnation der Einwohnerzahl feststellen. Verschiedenste Ursachen (Dienstleistungsangebote, LebensqualitĂ€t, Steuerbelastungen 
) könnten den AttraktivitĂ€tsverlust der Gemeinde von Avignon, die Abwanderung ihrer Einwohner und die Niederlassung in umliegende Gemeinden erklĂ€ren.

WĂ€hrend dieser Zeitspanne konnte der gleichmĂ€ĂŸige RĂŒckgang der innerstĂ€dtischen Einwohnerzahl kaum durch einen Einwohnerzuwachs in den Außenbezirken kompensiert werden.

Nach INSEE erlebte das Stadtzentrum in letzter Zeit wieder ein positives Migrationssaldo.[95] Mehrere innerstĂ€dtische Rehabilitations- und Entwicklungsprojekte, wie z. B. das clos des arts, könnten einen Teil dieser Entwicklung erklĂ€ren und zeigen, dass die Stadt bestrebt ist, der Abwanderung entgegenzuwirken. Auch der Bau der Strecke LGV MĂ©diterranĂ©e und des TGV-Bahnhofes haben vermutlich einen positiven Einfluss gehabt, auch auf die Entwicklung in der Region insgesamt (+ 0,7 % pro Jahr in PACA gegenĂŒber + 0,3 % in Frankreich).[95]

2006 zĂ€hlte der Großraum von Avignon mehr als 180898 Einwohner[96] und der gesamte Ballungsraum, der sich durch 32 Gemeinden aus Vaucluse, 8 Gemeinden aus Gard und 4 Gemeinden aus Bouches-du-RhĂŽne zusammensetzt, ĂŒberstieg die 320000-Einwohnermarke.

Die UnitĂ© urbaine zĂ€hlte am 1. Januar 2007 275613 Einwohner, womit die Stadt in Frankreich den 21. Platz belegte, zwischen Rennes (Platz 20) und OrlĂ©ans (Platz 22), d. h. ein VorrĂŒcken von drei PlĂ€tzen seit 1999.[97]

Alterspyramide

Die Bevölkerung der Gemeinde ist relativ jung. Der Anteil der Personen ĂŒber 60 (21,4 %) liegt unterhalb der nationalen Quote (21,6 %) und unterhalb der Quote im DĂ©partement (23,5 %).

So wie bei der nationalen und dĂ©partementalen Verteilung ist der Anteil der Frauen in der Gemeinde leicht höher als der der MĂ€nner. Der Anteil (53,7 %) liegt mehr als zwei Prozentpunkte ĂŒber dem nationalen Wert (51,6 %). Die Bevölkerungsverteilung der Gemeinde in verschiedenen Altersstufen ist 2007 wie folgt gewesen:

  • 53,7 % Frauen (0 bis 14 Jahre = 17 %, 15 bis 29 Jahre = 21,8 %, 30 bis 44 Jahre = 18,8 %, 45 bis 59 Jahre = 18,7 %, mehr als 60 Jahre = 23,7 %)
  • 46,3 % MĂ€nner (0 bis 14 Jahre = 20,2 %, 15 bis 29 Jahre = 22,9 %, 30 bis 44 Jahre = 20 %, 45 bis 59 Jahre = 18,1 %, mehr als 60 Jahre = 18,7 %)
Alterspyramide von Avignon 2007 in Prozent[98]
MĂ€nner Alterstufe Frauen
0,3 
90  Jahre oder mehr
1,2 
6,1 
75 bis 89 Jahre
9,6 
12,3 
60 bis 74 Jahre
12,9 
18,1 
45 bis 59 Jahre
18,7 
20 
30 bis 44 Jahre
18,8 
22,9 
15 bis 29 Jahre
21,8 
20,2 
0 bis 14 Jahre
17 
Alterspyramide des DĂ©partements von Vaucluse 2007 in Prozent[99]
MĂ€nner Alterstufe Frauen
0,4 
90  Jahre oder mehr
1,1 
6,6 
75 bis 89 Jahre
9,6 
14,3 
60 bis 74 Jahre
14,8 
20,4 
45 bis 59 Jahre
20,5 
20,3 
30 bis 44 Jahre
19,9 
18,3 
15 bis 29 Jahre
16,8 
19,7 
0 bis 14 Jahre
17,3 

Wohnsituation

Wohnungskategorien- und typen[100]
Typen 2006  % 1999  %
Gesamt 48 749 100,00 % 44 064 100,00 %
Hauptwohnsitz 43 040 88,30 % 38 319 87,00 %
Zweitwohnsitz 980 2,00 % 784 1,80 %
Ferienwohnungen 4 729 9,70 % 4 961 11,30 %
HĂ€user 14 832 30,40 % 13 560 30,80 %
Wohnungen 33 522 68,80 % 29 446 66,80 %
Hauptwohnsitze gemĂ€ĂŸ dem Status der Bewohner[100]
Typen 2006  % Anzahl der Personen Durchschnittswohndauer
in den RĂ€umlichkeiten
1999  %
Gesamt 43 030 100,00 % 90 748 12 38 319 100,00 %
WohneigentĂŒmer 15 351 35,70 % 32 697 20 13 525 35,30 %
Mieter 26 700 62,00 % 55 765 8 23 377 61,00 %
darunter Mieter im sozialen Wohnungsbau 11 852 27,50 % 29 832 11 11 452 29,00 %
Kostenlose Wohnungen 990 2,30 % 2 016 10 1 417 3,70 %

Religion

Bußbruderschaften

Alphonse Rastoul bemerkte in seinem 1836 erschienen Tableau d'Avignon, dass die Prozession der BĂŒĂŸer das Hauptereignis der Stadt war und „dass es dergleichen nirgendwo sonst in Frankreich gab“.[101] Die „Grauen BĂŒĂŸer“ waren die ersten in einer langen Folge von avignonesischen Bußbruderschaften. Darauf folgten die „Schwarzen BĂŒĂŸer“, die 1488 von einer Gruppe florentinischer Adliger gegrĂŒndet wurden[102], die „Weißen BĂŒĂŸer“, eine 1527 durch dreizehn Avignonesen gegrĂŒndete Bruderschaft[102] und die „Blauen BĂŒĂŸer“, die 1557 aus Abspaltungen der anderen Bruderschaften hervorgingen.[102] Am Ende des 16. Jahrhunderts wurden die „Schwarzen BĂŒĂŸer der Barmherzigkeit“ gebildet.[103] Die Bewegung wurde mit der Stiftung der „Violetten BĂŒĂŸer“ fortgesetzt (1622), gefolgt von den „Roten BĂŒĂŸern“ (1700). Die Französische Revolution stoppte die GrĂŒndung neuer Vereinigungen.[103]

Die Prozession mit dem grĂ¶ĂŸten Zulauf war die der Weißen BĂŒĂŸer, an der Henri III. 1575 teilnahm. FrĂ©dĂ©ric Mistral lieferte folgende Beschreibung:

„Die BĂŒĂŸer hatten ihren Ausgang nach Sonnenuntergang im Scheine der Fackeln. EingehĂŒllt in Kapuze und Kukulle marschierten sie StĂŒck fĂŒr StĂŒck vorbei, wie Geister. In den Armen trugen sie Tabernakel, Reliquien, RĂ€uchergefĂ€ĂŸe, die einen ein riesiges Auge mit einem Dreieck, andere eine große Schlange, die sich um einen Baum wickelt.“

– FrĂ©dĂ©ric Mistral[101]

Eine andere Prozession war die „Befreiungszeremonie“, die jedes Jahr von den „Schwarzen der Barmherzigkeit“ organisiert wurde, um die Begnadigung eines zu Tode Verurteilten zu feiern, an der auch Kardinal Richelieu wĂ€hrend seines Exils in Avignon von 1618 bis 1619 teilnahm.[104]

Religiöse Bauten

Die Kathedrale Notre-Dame des Doms.
Innenansicht der Synagoge.
Saint-Martial-Tempel.

Aufgrund der starken katholischen PrÀsenz in den vergangenen Jahrhunderten ist die Anzahl der aus architektonischer Sicht interessanten Sakralbauten hoch. Es gibt eine Kathedrale, die Métropole Notre Dame des Doms, und zahlreiche Kirchen:

In der Synagoge von Avignon wird bereits seit mehreren Jahrhunderten die jĂŒdischen Religion praktiziert. Die Synagoge wurde nach einem Großbrand 1845 zerstört und ein Jahr spĂ€ter durch den Architekten Joseph-Auguste Joffroy vollstĂ€ndig rekonstruiert.

Einzige protestantische Kirche ist der Temple Saint-Martial. Die Stadt besitzt mit der Kirche Saints Cosme et Damien auch ein griechisch-orthodoxes KirchengebÀude.

Historisch recht jung ist die islamische „Moschee de la Rocade“, die Moschee von Monclar als auch eine tĂŒrkische Moschee. WĂ€hrend sich die katholischen GebĂ€ude grĂ¶ĂŸtenteils innerhalb der Stadtmauern befinden, liegen die Moscheen ausschließlich in den Außenbezirken.

Weiterhin gibt es Niederlassungen der Zeugen Jehovas (auf der Höhe des Viertels von Montfavet), der Scientology-Kirche[106], der laotisch-evangelischen Kirche[107] und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.[108]

Friedhöfe

Denkmal fĂŒr Camille Claudel in Montfavet.

In Avignon befinden sich vier Friedhöfe:

  • der Friedhof Saint-VĂ©ran, angelegt 1820, erstreckt sich auf zwölf Hektar und beherbergt 12000 GrabstĂ€tten.[109] Auf dem Friedhof steht seit 1999 ein Kolumbarium, das dazu bestimmt ist Bestattungsurnen aufzunehmen. Im Herzen des Friedhofs steht ein Denkmal fĂŒr gefallene Harkis.[110]
  • der Friedhof von Montfavet erstreckt sich auf sieben Hektar und beherbergt 4000 GrabstĂ€tten, darunter die von Camille Claudel. Der Friedhof nimmt auch andere religiöse Gemeinden auf (Juden, Moslems).[111]
  • der Friedhof von Barthelasse besitzt zur Zeit 125 GrĂŒfte auf genau 2000 mÂČ[112]
  • der Friedhof von Saint-Roch (12. Jahrhundert) ist der Ă€lteste. Er erstreckt sich auf einer FlĂ€che von ungefĂ€hr 2000 mÂČ. Der Ort gehört zu den LĂ€ndereien der jĂŒdischen Gemeinde und ist nicht fĂŒr die Öffentlichkeit zugĂ€nglich.[112]

Politik und Verwaltung

Avignon ist Hauptort des Départements Vaucluse, des Arrondissements von Avignon und der vier Kantone: Avignon-Est, Avignon-Nord, Avignon-Ouest und Avignon-Sud. Zudem ist Avignon Sitz der Communauté d'agglomération du Grand Avignon.

Wahlergebnisse

Nationalratswahlen

PrÀsidentschaftswahlen

EuropÀisches Parlament

  • Europawahl in Frankreich 2009: Françoise GrossetĂȘte (UMP) 25,39 %, MichĂšle Rivasi (EE) 18,17 %, Vincent Peillon (PS) 16,52 %, Jean-Marie Le Pen (FN) 10,61 %, andere, die nicht die 10 % erreicht haben, Wahlbeteiligung: 38,76 %[115]

Referenden

Stadtverwaltung

Rathaus am Place de l'Horloge.

Neben dem Rathaus besitzt Avignon acht BĂŒrgerĂ€mter.[118]

Avignon ist die PrÀfektur von Vaucluse und besitzt daher zahlreiche VerwaltungsgebÀude, vor allem die Archives départementales von Vaucluse, die wie alle departementalen Archive 1796 erschaffen wurden, oder auch das Centre départemental de documentation pédagogique du Vaucluse.

Haushaltseinkommen und Steuerwesen

2007 lagen die durchschnittlichen Steuereinnahmen pro Haushalt bei 13545 Euro, womit Avignon auf Platz 28198 unter den 30714 französischen Gemeinden mit mehr als 50 Haushalten rangierte[119]

Budget 2007

Die Budgetierung vom 15. Februar 2007 fĂŒr das Jahr 2007[120] plante mit einer Gesamtsumme von 218,7 Millionen €.

Bei einer Betriebssumme von 150,4 Millionen €, dachte die Gemeinde an eine Selbstfinanzierung von 19,7 Millionen €.

Die Nettoeinnahmen setzten sich folgendermaßen zusammen[120]:

  • 53,9 Mil. € Steuereinnahmen und GebĂŒhren
  • 44,5 Mil. € Grand Avignon
  • 43,4 Mil. € staatliche Zuwendungen
  • 08,2 Mil. € restliche Einnahmen

Seit 1996 sanken die Wohnungssteuer[A 15] (von 22,41 auf 19,24) und die Grundsteuer[A 16] fĂŒr nicht bebaute FlĂ€chen (von 62,36 auf 55,18). Die Grundsteuer fĂŒr bebaute FlĂ€chen blieb gleich (25,64).

Die Betriebsausgaben setzten sich folgendermaßen zusammen[120]:

  • 67,3 Mil. € Personal und damit zusammenhĂ€ngende Kosten
  • 29,5 Mil. € Subventionen und Kontingente
  • 23,9 Mil. € GĂŒterkauf und Dienste
  • 09,7 Mil. € Finanzaufwendungen
  • 00,2 Mil. € restliche Ausgaben

Steuerwesen

Besteuerung der Haushalte und Unternehmen Avignons 2009[121]
Steuer Gemeindeteil GemeindeĂŒbergreifender Teil DĂ©partementaler Teil Regionaler Teil
Taxe d'habitation (TH) 20,49 % 00,00 % 07,55 % 00,00 %
Taxe fonciĂšre sur les propriĂ©tĂ©s bĂąties (TFPB) 27,31 % 00,00 % 10,20 % 02,36 %
Taxe fonciĂšre sur les propriĂ©tĂ©s non bĂąties (TFPNB) 58,77 % 00,00 % 28,96 % 08,85 %
Taxe professionnelle (TP) 00,00 % 24,56 % 13,00 % 03,84 %

Der regionale Teil der Wohnungssteuer wurde nicht aufgefĂŒhrt.

BĂŒrgermeister

BĂŒste von Guillaume Puy.

FĂŒnf BĂŒrgermeister wurden in Avignon seit 1953 gewĂ€hlt:

Liste der BĂŒrgermeister seit 1953
Zeitraum Name Partei Beruf
1953 1958 Édouard Daladier Parti radical-socialiste  
1958 1983 Henri Duffaut SFIO danach PS  
1983 1989 Jean-Pierre Roux RPR  
1989 1995 Guy Ravier PS  
1995 bis heute Marie-JosĂ©e Roig RPR danach UMP  


KriminalitÀt

2002 stand Avignon mit 173,35 Straftaten pro 1000 Einwohner an der Spitze der KriminalitÀtsstatistik bei französischen StÀdten mit mehr als 25000 Einwohnern. Lediglich in einigen kleineren Orten wie Saint-Tropez gab es noch mehr Straftaten pro Kopf.[122] 2009 war Avignon mit 120 Straftaten pro 1000 Einwohner noch auf Platz 2 unter den StÀdten mit mehr als 50000 Einwohnern (hinter Saint-Denis).[123]

2005 griffen die sozialen Unruhen im Pariser Raum auch auf Avignon ĂŒber.[124] Im Oktober 2010 wurden in Frankreich zwölf Islamisten festgenommen, darunter auch welche in Avignon. Sie planten, Dschihadisten nach Frankreich einzuschleusen.[125]

Umweltpolitik

Zu den möglichen natĂŒrlichen und technologischen Risiken fĂŒr die Gemeinde gehören: Überschwemmungen (und Schlammlawinen), Erdrutsche, StaudammbrĂŒche, Erdbeben[A 17] und Gefahrguttransporte.[1]

In seiner Ausgabe vom Januar 2003 veröffentlichte das Magazin Ça m'intĂ©resse eine Rangliste bezĂŒglich der MĂŒllsortierung in den Hauptorten Frankreichs, bei der Avignon den ersten Platz belegte.[126] In sieben Jahren vervielfachte die Stadt die Menge von gesammeltem TrennmĂŒll um mehr als das Dreifache, von ungefĂ€hr 1000 Tonnen 1996 auf 3190 Tonnen im Jahr 2003.[126]

Zehn MĂŒllsammelstellen stehen den Avignonesen zur VerfĂŒgung, davon vier in der Innenstadt und sechs in den Außenbezirken.[126]

Seit Mai 2003 ist eine „Umwelttruppe“ der Gemeindepolizei damit beauftragt, illegale MĂŒllablagerungen, Graffitisprayer und LĂ€rmbelĂ€stiger zu verfolgen.[127]

FĂŒr die Behandlung und Entsorgung von HausmĂŒll ist die CommunautĂ© d'agglomĂ©ration du Grand Avignon zustĂ€ndig. Es gibt auch eine entsprechende Einrichtung fĂŒr AbfĂ€lle, die von der Industrie und dem Handel im Großraum Avignon stammen.

RadioaktivitĂ€tsĂŒberwachung

Kernkraftwerke in Frankreich.

Die Stadt Avignon ist mit einer atmosphĂ€rischen Balise zur Überwachung der LuftradioaktivitĂ€t ausgestattet. Die Stadt befindet sich im SĂŒden von zwei empfindlichen Anlagen, die flussaufwĂ€rts an der RhĂŽne liegen: Avignon ist 70 km von der Nuklearanlage Tricastin und der Urananreicherungsanlage von Pierrelatte entfernt und ungefĂ€hr 30 km vom Kernkraftwerk Marcoule. Die Stadt ist gleichermaßen mit einer Wasserbalise zur Überwachung der WasserradioaktivitĂ€t in der RhĂŽne ausgerĂŒstet.[128]

LuftqualitÀt

TagtĂ€glich wird ein Indikator fĂŒr die LuftqualitĂ€t („ATMO“) ĂŒber der Stadt gemessen. Im Durchschnitt wird die Luft in 60 % der FĂ€lle als „gut“ oder „sehr gut“ bewertet, zu 38 % „mittel“ oder „unzureichend“ und nur zu 2 % als „schlecht“. Diese Ergebnisse werden durch den Mistral begĂŒnstigt, der als Zerstreuer fungiert.[129]

LÀrmbekÀmpfung

In der Stadtgemeinde von Avignon sind zur BekÀmpfung des LÀrms die Behörden des Service environnement hygiÚne santé und die Gemeindepolizei beauftragt.[130]

Im Kampf gegen den LĂ€rm wurden mehrere Aktionen durchgefĂŒhrt: Verabschiedung einer Gemeindeverordnung, gebĂŒhrenpflichtige Verwarnungen, Errichtung von LĂ€rmschutzwĂ€nden, Einkauf von Elektrofahrzeugen, usw.[130]

Im Januar 2005 empfing Avignon die vierte Tagung fĂŒr die qualitĂ© de l’environnement sonore.[130]

Der wichtigste Verursacher fĂŒr die GerĂ€uschbelastung ist der Flugplatz von Avignon-Caumont, besonders durch seinen Kunstflugbetrieb.[131] Die Vereinigung ADRAC (association de dĂ©fense des riverains de l’aĂ©rodrome de ChĂąteaublanc)[A 18] unterzeichnete im Oktober 2001, nach sechs Verhandlungsjahren, mit anderen Partnern (AĂ©roclub Vauclusien, Stadt von Avignon, usw.) eine „Charta fĂŒr gutes Verhalten“. Jedoch fĂŒhrte wĂ€hrend der Tage der offenen TĂŒr des Flugvereins im FrĂŒhling 2009 die Anwesenheit eines Tucano[A 19] dazu, dass sich eine Vereinigung von Anwohnern erneut ĂŒber die Flugzeuge beschwerte, darunter ĂŒber die Kunstflieger, die bis dahin im Flugverein seit drei Jahren nicht mehr geflogen sind.[132]

Stadtsymbole

Wappen

blason

In Zinnoberrot drei pfahlweise waagerecht mit dem Bart nach links unten zeigende goldene SchlĂŒssel mit einem Kreuzeinschnitt im Bart und einer Vierpassreite.
Mit Ă€ußerer Verzierung (hier nicht dargestellt) wird das Schild von zwei Gerfalken gehalten, die jeweils eine Schelle an der Pfote tragen, und von einer Krone in Form einer gezinnten Stadtmauer ĂŒberragt.[133]

Die Devise ist Unguibus et rostro[134] und bedeutet wortwörtlich „Schnabel und Klauen“ (Ă  bec et Ă  griffes), Ă€hnlich zur französischen Redewendung (Ă  bec et ongles).

Das Logo der Stadt zeigt einen Teil der Pont Saint-BĂ©nĂ©zet ĂŒber der in Großbuchstaben AVIGNON steht. Es handelt sich um eine unscharfe, verfĂ€lschte Fotografie der BrĂŒcke, deren BrĂŒckenbogen ungewöhnlich in die LĂ€nge gezogen wurde. Die gelbe Ockerfarbe steht im Kontrast zum Himmel und zum Wasser der RhĂŽne, die BrĂŒcke ist anhand ihrer Kapelle identifizierbar. Es existieren mehrere AusfĂŒhrungen. Am unteren Rand kann unter der BrĂŒcke der Slogan „VILLE D'ESPRIT“ stehen.[135]

Heilige Patrone

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Stadt Avignon mehrere Schutzheilige erhalten.[136] Im achtzehnten Jahrhundert wurden bei der Umgestaltung des RhĂŽneufers Statuen dieser Heiligen aufgestellt.

  • Saint Ruf: gilt als GrĂŒnder der Kirche von Avignon.[137]
  • Sainte Marthe[138]
  • Peter von Luxemburg: Seit 1432 Patron von Avignon, 1527 selig gesprochen. Die Kirche Saint-Didier besitzt Reliquien seines Körpers.[139]
  • Saint Agricol: 627 als Sohn von Saint Magne in Avignon geboren, Bischof der Stadt. Er wurde 1647 durch den Erzbischof CĂ©sar Argelli zum Patron der Stadt erklĂ€rt.[140]
  • Saint BĂ©nĂ©zet, starb 1184 in Avignon.

StÀdtepartnerschaften

Luftblick auf die Stadt von Wetzlar, mit der Avignon seit 1960 kooperiert.

Am 10. September 2010 hatte Avignon folgende PartnerstÀdte:[141][142]

Außerdem hat Avignon KooperationsvertrĂ€ge auf kultureller Ebene mit:[141]

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Blick nach Nordosten mit dem Mont Ventoux im Hintergrund.

Die Stadt Avignon ist nicht nur ein Verwaltungszentrum, sondern vordergrĂŒndig ein kĂŒnstlerischer und kultureller Schauplatz und eine Stadt mit einem reichen Kulturerbe. Sie trug lange Zeit den Titel „Stadt der Kunst“, der 2005 abgeschafft und durch den Titel „StĂ€dte und LĂ€nder der Kunst und Geschichte“ ersetzt wurde. Die Stadtgemeinde beschloss jedoch, sich dieser neuen Bezeichnung nicht weiter anzuschließen.

Bauwerke

Stadtmauer

Die hohe Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert fĂ€llt einem als erstes auf, wenn man sich dem Stadtzentrum nĂ€hert. Sie ist ungefĂ€hr vier Kilometer lang und wird von 39 TĂŒrmen und sieben Haupttoren flankiert, die sich um die Altstadt herum verteilen. Die ehemaligen WassergrĂ€ben wurden zugeschĂŒttet und in ParkplĂ€tze umgewandelt, die Mauer hat jedoch immer noch ihre einstige Höhe erhalten, mit der sie den Einwohnern von Avignon einen guten und sicheren Schutz bot.[143]

Historische Altstadt

TĂŒr links St.Pierre.JPG TĂŒr rechts St.Pierre.JPG
Linker und rechter TĂŒrflĂŒgel der Kirche St-Pierre

In der Altstadt findet man viele Kirchen, eine davon ist die Pfarrkirche St-Pierre d’Avignon, eine um 1356 im SĂŒdwesten des Papstpalastes errichtete ehemalige Kollegiatskirche mit einer sehenswerten spĂ€tgotischen Fassade aus dem frĂŒhen 16. Jahrhundert. Die schönen Flamboyantornamente stammen von dem damals in Avignon ansĂ€ssigen Glasmaler Philippe Garcin und sind der Fassade als flaches Relief aufgeblendet. Das Portal schmĂŒcken kostbare hölzerne Renaissance-TĂŒrflĂŒgel, die der burgundische Bildhauer Antoine Volard im Jahr 1551 schuf.

Weitere sehenswerte GebĂ€ude sind die KardinalspalĂ€ste, die StadthĂ€user mit Fassaden aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert, die Klöster (Kapuzinerkloster), eine Oper, mehrere kleine PlĂ€tze (place de l’Horloge) und Museen (Lapidarium, Requien-Museum, MusĂ©e Calvet, Louis-Voulant-Museum, MusĂ©e du Petit Palais, Maison Jean Vilar, ein NebengebĂ€ude der Französischen Nationalbibliothek), eine denkmalgeschĂŒtzte Bibliothek, eine denkmalgeschĂŒtzte Hutmacherei (die einzige in Frankreich), die Chapellerie Mouret, eine „grĂŒne Mauer“, die auf der Nordseite der Markthallen aufgehĂ€ngt ist und natĂŒrlich der Papstpalast mitsamt seinem cour d’honneur und seinen vielen NebengebĂ€uden.

Papstpalast

→ Hauptartikel: Papstpalast (Avignon)

Der Papstpalast war von 1309 bis 1417 Sitz des sogenannten Avignonesischen Papsttums und Residenz der PĂ€pste. Der französische König Philipp IV. hatte im Jahr 1309 durch machtpolitische RĂ€nkespiele die Wahl eines französischstĂ€mmigen Papstes durchgesetzt, der nicht in Rom sondern in Avignon residierte. Philipp umstieß somit das fundamentale SelbstverstĂ€ndnis der katholischen Kirche, nĂ€mlich dass ihr Oberhaupt in Rom residieren soll, weil der erste Papst, der Apostel Petrus, traditionell als erster Bischof von Rom gilt. Freilich dienten auch Viterbo und Anagni im Laufe der Papstgeschichte als langfristige Papstresidenzen, aber eher aus praktischen GrĂŒnden. Avignon wurde zu einem Stein des Anstoßes, um französische Macht zu betonen: Beginnend mit Clemens V. nahmen sieben aus Frankreich stammende PĂ€pste ihren Sitz in Avignon. Im Jahr 1377 verlegte Gregor XI. seine Residenz wieder nach Rom, was jedoch die französischen KardinĂ€le nicht anerkannten, die im Folgejahr einen Gegenpapst wĂ€hlten und damit das Schisma einleiteten, das der katholischen Kirche bis zum Ende des Konzils von Konstanz (1417) zwei PĂ€pste bescherte, die sich gegenseitig nicht anerkannten.

Der Papstpalast wurde hauptsĂ€chlich von Benedikt XII. und Clemens VI. gebaut, dem dritten und vierten französischen Papst. Clemens VI. kaufte außerdem die Stadt Avignon von Königin Johanna von Neapel. Bis zur französischen Revolution blieb die Stadt somit Teil des Kirchenstaates.

Froissart beschrieb den Palast als „das schönste und ĂŒberwĂ€ltigendste Anwesen der Welt“. Der Palast wurde auf dem Rocher des Doms errichtet, der einzigen Anhöhe, die sich nahe genug an der RhĂŽne befand und auf der auch die Kathedrale Notre-Dame des Doms steht.[143]

Pont Saint-Bénézet

→ Hauptartikel: Pont St. BĂ©nĂ©zet

Wenn man die AltstĂ€dt verlĂ€sst und sich den Uferböschungen zuwendet, gelangt man zur berĂŒhmten steinernen BrĂŒcke von Avignon, der Pont Saint-BĂ©nĂ©zet. Von ihren zweiundzwanzig BrĂŒckenbogen, die im 14. Jahrhundert ĂŒber die RhĂŽne gebaut wurden, hielten der Flut von 1668 nur vier Bogen stand, so dass die BrĂŒcke heute im Fluss endet. Das Bauwerk, das eine erstmals im 12. Jahrhundert errichtete und mehrfach erneuerte Holzkonstruktion ersetzte, ist durch das Volkslied Sur le pont d’Avignon, 
 (Auf der BrĂŒck' von Avignon, 
) bekannt geworden. Der Ursprung dieses Liedes, das ursprĂŒnglich Sous (dt. unter) le pont d'Avignon hieß, liegt in der Zeit, als die BrĂŒcke noch bis auf die Île de la Barthelasse fĂŒhrte: Damals gab es dort ein Volksfest, das u. a. unter den BrĂŒckenbögen stattfand.[144]

Der Papstpalast aus dem 14. Jahrhundert und die BrĂŒcke Saint-BĂ©nĂ©zet aus dem 12. Jahrhundert gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Parks

Der jardin des Doms

Der Stadt von Avignon gehören 26 Parks und öffentliche GĂ€rten, insgesamt gibt es ungefĂ€hr zweihundert Hektar GrĂŒnflĂ€chen.

Zu den wichtigsten GÀrten und Parks zÀhlen[145]:

  • Jardin du Rocher-des-Doms
  • Square Agricol Perdiguier
  • Jardin des Carmes
  • Square Saint-Ruf
  • Square Louis Gros
  • Parc Chico MendĂšs

Kulturelle Einrichtungen

Avignon besitzt mehrere Kinos, darunter zwei Utopia-Kinos und zwei Independent-Kinos (Art et Essai, Cinéma de recherche). Das erste besteht aus vier SÀlen und befindet sich bei La Manutention, das zweite hat nur einen Saal und liegt in der Rue de la République.

Die Stadt besitzt außerdem zahlreiche Theater, eine Oper und mehrere Kunstgalerien.

Bibliotheken

Avignon hat 12 Bibliotheken mit insgesamt mehr als 500.000 BĂŒchern. Die bedeutendste davon ist die Mediathek Ceccano, die im Kardinalspalast von Ceccano eingerichtet wurde und mehr als 250.000 Medieneinheiten (BĂŒcher, Handschriften, Drucke) beherbergt. Bedeutsam sind vor allem kostbare Handschriften aus dem fĂŒnfzehnten und sechzehnten Jahrhundert, sowie eine Sammlung religiöser Ikonographie.[146]

Museen

Musée Calvet im Stadthaus von Villeneuve-Martignan

ZusÀtzlich zum Papstpalast und seinen vielen GebÀuden besitzt die Stadt Avignon mehrere kleine Museen, die unterschiedliche Sammlungen anbieten:

  • MusĂ©e Calvet, wichtigstes Kunstmuseum der Stadt (GemĂ€ldesammlung, Skulpturen, Zeichnungen, Kunstobjekte), unterstĂŒtzt von der Calvet-Stiftung
  • MusĂ©e du Petit Palais, bietet außergewöhnliche GemĂ€ldesammlungen der italienischen Primitiven und der Schule von Avignon
  • Lapidarium, bietet antike Sammlungen
  • Requien-Museum (Naturkundemuseum)
  • HĂŽtel de Caumont, mit der Lambert-Sammlung
  • Weitere Museen sind das MusĂ©e de l’ƒuvre, MusĂ©e du Mont-de-piĂ©tĂ©, Palais du Roure, Maison Jean-Vilar (gehört zur Nationalbibliothek von Frankreich), MusĂ©e Angladon und das MusĂ©e Louis-Vouland

Theater

Erstes Theater von Avignon, 15. Jahrhundert.

Im 14. Jahrhundert fand die große Premiere eines TheaterstĂŒckes statt, das in einer einheimischen Sprache aufgefĂŒhrt wurde. Am 27. November 1372 ließ Philippe de MĂ©ziĂšres, unter Absprache mit Papst Gregor XI., eine AuffĂŒhrung mit dem Titel Legenda Presentationis Beate Maria in der Cordelierskirche von Avignon spielen. Vor der Messe fanden Festspiele und Prozessionen statt, mit als Engel verkleideten Musikern und singenden Schauspielern, die ein provenzalisches StĂŒck namens ad exitandum populum ad devotionem auffĂŒhrten.[147]

Die TheaterauffĂŒhrungen hatten im Laufe der Zeit ihren Stil gewechselt und sollten von nun an auch im Inneren gespielt werden. Sie wurden in der Jeu-de-Paume-Halle von Sieur Daniel Herbouillet in der Rue de la Bouquerie aufgenommen. Diese wurde daraufhin an Nicolas Mignard verkauft, der dort zwischen 1655 und 1658 MoliĂšre zu Besuch hatte.[148]

Operntheater von Avignon

Das Komödientheater von Avignon war das erste GebĂ€ude in der Stadt, das speziell fĂŒr die AuffĂŒhrung von TheaterstĂŒcken konstruiert wurde. Es wurde von 1734 bis 1824 in Betrieb genommen, konstruiert nach den PlĂ€nen von Thomas LainĂ©e. Einer der Direktoren war Fabre d’Églantine. Nach Aussage des EnglĂ€nders James Butler, dem damaligen Duke of Ormonde, war es das schönste Theater von Frankreich:

„Um die Stadt noch angenehmer zu gestalten, habe ich dazu beigetragen eine Theaterhalle zu bauen, die gewiss die lustigste von Frankreich ist. Sie zieht Theatertruppen vom Lande an und wir haben dann fĂŒr mehr als sechs Monate im Jahr KomödienauffĂŒhrungen.“

– James Butler, 2. Duke of Ormonde[149]

Es wurde durch ein neues Theater ersetzt, das auf dem Place de l'Horloge anstelle des stillgelegten Benediktinerklosters von Saint-Laurent errichtet wurde. Die erste Vorstellung wurde am 30. Oktober 1825 gegeben.[150] Zerstört durch einen Brand am 30. Januar 1846 wurde es an derselben Stelle wiederaufgebaut und 1847 fertiggestellt. Joseph Girard, Konservator des MusĂ©e Calvet, hielt es fĂŒr das herausragendste GebĂ€ude des 19. Jahrhunderts in Avignon.[151]

Festival von Avignon

→ Hauptartikel: Festival von Avignon
Parade auf dem Festival.

Seit 1947 findet jedes Jahr im Juli das Festival von Avignon mit zahlreichen Theater-, Tanz- und GesangsvorfĂŒhrungen statt. Neben den „In“-AuffĂŒhrungen, die von öffentlichen Einrichtungen gefördert werden, gibt es auch hunderte „Off“-AuffĂŒhrungen privater Theatergruppen. WĂ€hrend des Festivals herrscht ein reges Treiben in den Straßen, besonders in der Rue des Terniers, auf dem Place d'Horloge und dem Platz am Palais des Papes.

In den 1940ern baten der Kunstkritiker Christian Zervos und der Dichter RenĂ© Char im Rahmen einer modernen Kunstausstellung, die in der großen Kapelle des Papstpalastes stattfand, den Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor Jean Vilar um eine AuffĂŒhrung des StĂŒckes Mord im Dom, das 1945 inszeniert wurde. Nachdem es nicht die Erwartungen erfĂŒllte, schlug Vilar drei weitere Erstinszinierungen vor: Die Tragödie von König Richard II. (Shakespeare), ein in Frankreich verkanntes StĂŒck, La Terrasse de midi von dem ebenfalls unbekannten Autor Maurice Clavel und Die Geschichte von Tobias und Sara von Paul Claudel.[152]

Nach Absprache mit der Stadtgemeinde wurde der Ehrenhof des Papstpalastes Schauplatz fĂŒr die Veranstaltung Une semaine d'Art en Avignon, die vom 4. bis 10. September 1947 stattfand und aus der sich dann das Festival entwickelte. 4800 Zuschauer erlebten anfangs sieben Veranstaltungen an drei verschiedenen Orten (Ehrenhof des Papstpalastes, Stadttheater, Obstgarten von Papst Urban V.).[153]

Neben dem großen Festival bietet die Stadt noch zahlreiche weitere Veranstaltungen:

  • Les Hivernales d’Avignon (zeitgenössisches Tanzfestival)
  • Avignon/New York & Avignon Film Festivals (euro-amerikanisches Filmtreffen, Independent-Filmfestival)
  • Avignon-Jazz Festival

Sport

→ Hauptartikel: Sport in Avignon
Baranka-Tribune im Parc des Sports von Avignon

Sport in Avignon findet in organisierter Form als Breitensport in rund 120 Vereinen statt.[154]

Avignon besitzt, wie alle grĂ¶ĂŸeren französischen StĂ€dte, zahlreiche SportstĂ€tten (mehrere Stadien und StadtbĂ€der, Eisbahnen, Bowling-Center, GolfplĂ€tze, Dƍjƍs, usw.). Auf den Anlagen lĂ€sst sich, egal ob öffentlich oder privat, eine Vielzahl von Sportarten ausĂŒben. Die grĂ¶ĂŸten SportstĂ€tten der Stadt sind der Parc des Sports, das Stade de Saint-Ruf, der Cosec Moretti, der Palais Omnisports Champfleury, der Palais de la Glace (Eispalast) und das Hippodrome Roberty.[155]

Die Gemeinde Avignon ist auch der Geburtsort einiger Sportpersönlichkeiten wie des Formel-1-Piloten Jean Alesi oder des Fußballers CĂ©dric Carrasso, der in der Jugendabteilung von Avignon Football 84 spielte, bevor er zu Olympique Marseille wechselte.

Jedes Jahr werden zahlreiche Sportevents wie die „Tour des Remparts“ oder die „10 km de la CitĂ© des Papes“ organisiert, aber auch Fußballturniere sowie Veranstaltungen im Boule-Spiel, Boxen, Gymnastik, Rugby, Rock ’n’ Roll (Tanz), Inlineskating, usw.[154]

Malerei

→ Hauptartikel: Schule von Avignon

Als Mitte des vierzehnten Jahrhunderts der Papstpalast gebaut wurde, kamen italienische KĂŒnstler, wie Simone Martini und Mateo Giovanetti, nach Avignon. Zur Ausbildung junger französischer Maler grĂŒndeten sie die Schule von Avignon, die als Ausgangspunkt der Renaissance-Malerei in Frankreich gilt und Maler wie z. B. Enguerrand Quarton hervorbrachte. Zu eine der bedeutendsten Werke zĂ€hlt die PietĂ  von Villeneuve-lĂšs-Avignon, die heute im Louvre hĂ€ngt.

FĂ©librige

→ Hauptartikel: FĂ©librige

Avignon galt als Zentrum der FĂ©librige-Bewegung.[156] In der Stadt wohnten ThĂ©odore Aubanel und Joseph Roumanille. FrĂ©dĂ©ric Mistral studierte hier und gab seine Mireia heraus.[157] Aus diesem Grund wird Avignon oft als „Gehirn der FĂ©librige“ bezeichnet.[158] FĂ©lix Gras wohnte in der rue Sainte-PraxĂšde, die heute seinen Namen trĂ€gt, ganz in der NĂ€he der Bibliothek seines Schwagers in der rue Saint Agricol, und galt als „unbestrittener Chef der zweiten FĂ©librige-Generation“.[159] Bei der GrĂŒndungssitzung der Bewegung in Font-SĂ©gugne beschlossen die Mitglieder eine Zeitschrift herauszugeben, deren erste Ausgabe l'Armana prouvençau pĂšr lou bĂšl an de DiĂ©u 1855, adouba e publica de la man di felibre hieß. Die Zeitschriften wurden zunĂ€chst bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Avignon gedruckt, spĂ€ter dann in Bouches-du-RhĂŽne. Von 1891 bis 1899 veröffentlichte die Bewegung zudem die wöchentliche Zeitung L'AĂŻoli, journal hebdomadaire, Ă©ditĂ© Ă  Avignon, Palais du Roure.[160]

Kulinarische SpezialitÀten

Gastronomie

→ Hauptartikel: Avignoner KĂŒche
Papaline d’Avignon

Die „echte“ avignonesische Gastronomie ist typisch mediterran und zeichnet sich besonders durch die Verwendung von Olivenöl, Zwiebeln und einer großen Auswahl an GewĂŒrzkrĂ€utern aus.[161] Die Verwendung von Oliven- oder anderem Öl ist auch typisch fĂŒr die okzitanische KĂŒche, im Gegensatz zur nordfranzösischen, in der hauptsĂ€chlich mit Butter gearbeitet wird.[161]

Mit sehr vielfĂ€ltigen Rezepten ist Avignon ebenso innerhalb der provenzalischen KĂŒche vertreten.[161] Es wird viel GemĂŒse verwendet, vor allem HĂŒlsenfrĂŒchte wie Linsen, Bohnen, Kichererbsen, aber auch Tomaten, Artischocken, Auberginen und Zucchini. Charakteristisch fĂŒr die Provence ist die Verwendung von Getreide wie Dinkel, aber auch GewĂŒrze wie Knoblauch und Thymian. Das typisch provenzalische findet sich in zahlreichen einheimischen Gerichten wieder, die heutzutage immer noch von den Avignonesen zubereitet werden: Daube, AĂŻoli, Ratatouille, Dinkelsuppe, etc.

Es gibt mindestens fĂŒnf typische avignonesische SpezialitĂ€ten, die, auch wenn sie sich nicht ausschließlich auf das Gebiet von Avignon beschrĂ€nken lassen, doch eine eindeutige avignonesische IdentitĂ€t aufweisen. Zu den traditionellen SpezialitĂ€ten zĂ€hlen GedĂŒnsteter Maifisch, Avignonesische Daube, Papeton d’aubergine, das Crespeou und die berlingots. Moderne SpezialitĂ€ten sind das „navarin en avignonaise“ und die Papaline d’Avignon.

Weine

Weinberg am Rocher des Doms.
InnerstĂ€dtische Weinreben, am Fuße des Jardin des Doms.

WĂ€hrend der Papstzeit von Avignon war der Vinea Vespalis („Bischofsweinberg“) auf dem Plain-de-Lunel eines der berĂŒhmtesten Weinbaugebiete innerhalb der Stadtmauern. Er gehörte bis zum 11. Juli 1364 den Kanonikern von Avignon. An diesem Datum erlaubte Papst Urban V. seinen Bruder Anglic de Grimoard ĂŒber den Weinberg nach eigenem Willen zu verfĂŒgen. In einer Bulle autorisierte der Papst ihn, seine Vasallen auf dem Vinea Vespalis von allen steuerlichen Lasten zu befreien und enteignete das Domkapitel seiner Weinreben, um sie seinem jĂŒngsten Bruder zu bewilligen.[162][163] Die anderen Weinberge befinden sich im östlichen Stadtviertel „Grands Jardins“, einem nicht bebautem Gebiet zwischen den Stadtmauern, und im sĂŒdlichen Champfleury, das 1348 als Pestfriedhof gedient hat.

Aber diese Weinreben, die als Hochreben angebaut wurden, haben lange fĂŒr die Versorgung der Papststadt ausgereicht. Jeder Papst versorgte sich sowohl mit lokalen Weinsorten, als auch mit anderen Weinen, die ĂŒber den Flussweg nach Avignon gekommen waren. Schließlich legte man einen Weinberg namens Grand Avignon an. Im Comtat Venaissin hatten die Weine aus MalaucĂšne, BĂ©darrides, ValrĂ©as, Carpentras, Apt und natĂŒrlich aus ChĂąteauneuf-du-Pape Vorrang. Weinberge aus dem Languedoc wie die von Saint-Gilles, Tavel, Bagnols-sur-CĂšze oder Villeneuve-lĂšs-Avignon belieferten die pĂ€pstlichen Weinkeller. In die Provence kamen Weine aus Manosque, Toulon und Saint-RĂ©my. Bestimmte Weinsorten kamen die RhĂŽne hinauf- oder heruntergefahren, wie der Cante-Perdrix, der berĂŒhmte Wein aus Beaucaire, der Clos de Vougeot und der Hermitage.[164]

Zur Zeit erhebt Avignon Anspruch auf den Titel „Hauptstadt der CĂŽtes du RhĂŽne“, da die Stadt den Firmensitz der Inter RhĂŽne im HĂŽtel de Rochegude innehat, die als Dachverband die WeinverbĂ€nde der CĂŽtes du RhĂŽne und des AOC de la vallĂ©e du RhĂŽne zusammenschließt.[165]

Wirtschaft und Infrastruktur

In Avignon befinden sich rund 7000 Unternehmen, 1500 VerbĂ€nde, 1700 GeschĂ€fte und 1300 Dienstleistungsbetriebe, die mehr als 35.000 Personen beschĂ€ftigten..[166] Von 1999 bis 2005 sank die Arbeitslosenquote von 21,3 % auf 12,2 % und konnte damit fast halbiert werden. Etwas weniger als ein Drittel aller BeschĂ€ftigten sind Angestellte, Arbeiter und BeschĂ€ftigte in nichttechnischen Berufen stellen jeweils rund 25 %. Rund 10 % sind FĂŒhrungskrĂ€fte oder sind dem Bildungsbereich zuzuordnen. Handwerker, HĂ€ndler und GeschĂ€ftsfĂŒhrer sind ungefĂ€hr 6 %, weniger als 1 % arbeitet in der Landwirtschaft.[167] Es gibt nur zwei Industrieunternehmen mit mehr als 100 Angestellten: EDF (Grand Delta) mit ungefĂ€hr 850 Angestellten und Onet PropretĂ©[168] mit etwas mehr als 300 Mitarbeitern.[94] Der tertiĂ€re Sektor ist der weitaus dynamischste im DĂ©partement.[169]

Avignon ist Sitz der Industrie- und Handelskammer von Vaucluse. Diese verwaltet den Flughafen von Avignon und den Handelshafen von Pontet.

In Avignon gibt es neun große Gewerbegebiete (Zone d'activitĂ©).[169] Das wichtigste Gewerbegebiet liegt in Courtine und beherbergt fast 300 Betriebe (davon sind die HĂ€lfte Dienstleistungsunternehmen, ein Drittel Handelsunternehmen, und der Rest Industrie) mit 3600 Angestellten.[169] Das Gebiet bedeckt eine FlĂ€che von 300 Hektar und befindet sich sĂŒdöstlich der Gemeinde, auf der Höhe des TGV-Bahnhofs. Dahinter folgt das Gewerbegebiet von Courtine mit ungefĂ€hr 100 Betrieben und 1000 Angestellten. Das Gebiet ist jedoch im Vergleich zu Courtine hauptsĂ€chlich auf Handelsunternehmen ausgerichtet.[169] Das Gewerbegebiet des MarchĂ© d'intĂ©rĂȘt national (MIN), der Agroparc (oder „Technopole Agroparc“) und das Gewerbegebiet von Christole liegen nebeneinander und beherbergen jeweils etwas weniger als 100 Betriebe.[169] Auf dem Gebiet befindet sich ein INRA-Zentrum, das seit 1953 wissenschaftliche Forschungen fĂŒr Wald- und AnbauflĂ€chen betreibt und sich auf Umweltingeneurwesen und Umweltprojektplannung spezialisiert hat. Die Gebiete von Castelette, von Croix de Noves, von Realpanier und des Flughafens zĂ€hlen jeweils weniger als 25 Betriebe, die sich auf Dienstleistungen und Handel verteilen.[169]

SĂŒdlich von Avignon wurde eine freie Wirtschaftszone eingerichtet, in der die dort ansĂ€ssigen Unternehmen weniger Steuer- und Sozialabgaben zahlen mĂŒssen.[170] Sie befindet sich zwischen den Stadtmauern und der Durance, in den Vierteln von Croix Rouge, Monclar, Saint-Chamand und Rocade.[171]

Bezogen auf den wichtigen Anbau von FrischgemĂŒse in Vaucluse, drĂ€ngte der MarchĂ© d'intĂ©rĂȘt national die lokalen MĂ€rkte des DĂ©partements in den Hintergrund und wurde fĂŒr das Handelsgewerbe zum Strukturpol. In den Jahren 1980–1990 verstĂ€rkte die Entwicklung des Warenverkehrs zwischen Nord- und SĂŒdeuropa die Stellung Avignons als logistische Drehscheibe und begĂŒnstigte die Entstehung von Transport- und Logistikunternehmen.

Medien

In der Gemeinde sind mehrere Zeitungsagenturen ansÀssig: La Provence, Vaucluse Matin, Hebdo Vaucluse, Midi Libre, La Marseillaise, Petites affiches de Vaucluse, Actualités Avignon, Vu sur le pont, aber auch die kostenlosen Zeitschriften Bonjour 84 und Plus Hebdo.[172]

Aus der Stadt senden sowohl lokale als auch nationale Radiostationen: ChĂ©rie FM (88,1 MHz), France Bleu Vaucluse (98,8 MHz), Virgin Radio (ehemals Europe 2) (89,0 MHz), Nostalgie Vaucluse (102,8 MHz), NRJ Vaucluse (98,2 MHz), RAJE Avignon (90,3 MHz)[173], RCF Radio LumiĂšres (104,0 MHz) und RFM Vaucluse (95,9 MHz). FĂŒr das Fernsehen sendet das vauclusische Studio von France 3.[172]

Tourismus

Vier Millionen Besucher halten sich jĂ€hrlich in Avignon auf, um die Stadt, die Region oder das Festival zu besuchen.[174] Damit gehört die Stadt, neben dem Luberon und dem Mont Ventoux, zu einem der Haupttouristikzentren im Department Vaucluse. 2010 wurden fast die HĂ€lfte aller HotelĂŒbernachtungen in Avignon gebucht. Zur Festivalzeit im Monat Juli sind fast alle Hotels ausgebucht.[175]

Seit 1976 nimmt das Internationale Kongresszentrum zwei FlĂŒgel des Papstpalastes ein. FĂŒr die Veranstaltungen stehen zehn Empfangs- und ArbeitssĂ€le zur VerfĂŒgung. Die großen PrestigesĂ€le Grand Tinel und Grande Audience im Besucherbereich des Palastes werden ergĂ€nzend zu den VersammlungsrĂ€umen fĂŒr die Organisation von Cocktailpartys, Galadiners, Ausstellungen, etc. genutzt.

Verkehr

Danke ihrer Lage an der RhĂŽne und ihrer NĂ€he zu grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten wie Marseille oder NĂźmes ist Avignon verkehrsmĂ€ĂŸig gut erschlossen. Sie hat Anschluss an die Autobahnen Autoroute A7 (E714) (auch Autoroute du soleil genannt), mit den beiden Anschlussstellen: „Avignon nord“ und „Avignon sud“, und die Autoroute A9 (E15) mit der Anschlussstelle Remoulins.

Die wichtigsten Hauptstraßen sind die Route nationale 100, die nach Osten in Richtung L’Isle-sur-la-Sorgue und nach Westen in Richtung Villeneuve-lĂšs-Avignon und Remoulins fortgeht, um nach 20 km auf die A9 zu treffen. Die Route nationale 7 fĂŒhrt nach Osten, gabelt sich danach im Norden in eine Schnellstraße auf und trifft wieder auf die Route dĂ©partementale 225.

Die Stadt bietet sieben gebĂŒhrenpflichtige ĂŒberwachte ParkplĂ€tze an und stellt zwei kostenlose ĂŒberwachte Park-and-ride-ParkplĂ€tze mit einer KapazitĂ€t von 1200 PlĂ€tzen zur VerfĂŒgung, mit kostenlosen Pendelbussen, die ins Zentrum der Stadt fahren.

Avignon ist ĂŒber zwei Bahnhöfe erreichbar:[176] der historische Bahnhof Avignon-Centre aus dem Jahr 1860 befindet sich an der Bahnstrecke Paris–Marseille außerhalb der Innenstadt und kann von jedem Zugtyp angefahren werden. 2001 wurde der Bahnhof Avignon TGV in der Zone Courtine drei Kilometer sĂŒdlich des Stadtzentrums fĂŒr die Schnellfahrstrecke LGV MĂ©diterranĂ©e fertiggestellt. Er kann mit dem TGV von Paris (Gare de Lyon) ohne Zwischenhalt in 2 Stunden und 40 Minuten und von Lyon (Part Dieu) ohne Zwischenhalt in 1 Stunde 10 Minuten erreicht werden. Weitere Direktverbindungen existieren u. a. nach Marseille, BrĂŒssel, Straßburg und Genf, in den Sommermonaten verkehrt zusĂ€tzlich einmal wöchentlich ein Thalys-Zugpaar von Amsterdam nach Marseille.

8 km sĂŒdöstlich der Stadt befindet sich der Flughafen Avignon, der von verschiedenen britischen FlughĂ€fen aus angeflogen wird. Der Flughafen befördert ungefĂ€hr 80000 Passagiere pro Jahr. 80 km sĂŒdlich liegt der Flughafen Marseille, 90 km sĂŒdwestlich der Flughafen Montpellier.

Die RhĂŽne fungiert seit Jahrhunderten als wichtiger Transportweg fĂŒr die Stadt. Der Wasserverkehr in Avignon profitiert von zwei HandelshĂ€fen, von Anlegestellen fĂŒr Kreuzfahrtschiffe. Auch ein kostenloses Wassertaxi kommt vor Ort zum Einsatz.

Eine VĂ©lopop'-Station vor den Mauern der Stadt.

Avignon verfĂŒgt ĂŒber 145 Kilometer an Radwegen[166][177] und hat sich im Juli 2009 mit einem Fahrradsystem ausgerĂŒstet, dem VĂ©lopop'[178]. Das VĂ©lopop' wird vom TCRA (Les Transports en Commun de la RĂ©gion d’Avignon), dem Transportnetz der Gemeinden im Großraum von Avignon, verwaltet.[179]

Öffentlicher Sektor

Die grĂ¶ĂŸten Arbeitgeber der Gemeinde sind mit jeweils 2000 Angestellten das Krankenhauszentrum Henri Duffaut, das Rathaus von Avignon und das CHS in Montfavet. Danach kommt der Generalrat von Vaucluse mit ungefĂ€hr 1300 Angestellten.[94]

Schulen

Avignon profitiert von 27 öffentlichen KindergĂ€rten, 34 öffentlichen Grundschulen, sowie fĂŒnf privaten KindergĂ€rten und Grundschulen.[180] Die Schulkantinen verteilen ungefĂ€hr 4000 Mahlzeiten pro Tag. Auf dem Gemeindegebiet existieren insgesamt neun öffentliche und vier private Gesamtschulen, sowie acht öffentliche und vier private Gymnasien, darunter das LycĂ©e FrĂ©dĂ©ric-Mistral.[181]

An Berufsschulen gibt es in Avignon neun CFA mit unterschiedlicher Herkunft (Lebensmittelsindustrie, Industrie- und Handelskammer von Avignon und Vaucluse, Handwerkskammer von Vaucluse, Bauindustrie, Centre de ressources de techniques avancĂ©es (CRTA)) und breit gefĂ€cherten Angeboten, zu denen 24 Schulen und Einrichtungen fĂŒr Aus- und Weiterbildung hinzukommen.[181]

Das Conservatoire de danse du Grande Avignon[181] bietet Ausbildungen in Tanz, Musik und Schauspielkunst an. Die stĂ€dtische Kunsthochschule École d’art d’Avignon[182] ist nur ĂŒber eine AufnahmeprĂŒfung zugĂ€nglich und unterrichtet verschiedene Gebiete der Bildenden Kunst (Zeichnen, Malerei, RĂ€umliche Inszenierung, Fotografie, Video, Multimedia), Kulturgeschichte, zeitgenössische Kunstgeschichte und wissenschaftliche KunstannĂ€herung (Wissenschaft und Kunst, Physik und Chemie).

UniversitÀt Avignon

→ Hauptartikel: UniversitĂ€t Avignon
Klassische Fassade des HauptgebÀudes der UniversitÀt Avignon (Ehemaliges Krankenhaus Sainte Marthe).

Die UniversitÀt Avignon unterrichtet ungefÀhr 7600 Studenten. Sie vereinigt vier UFR, ein IUT und ein IUP und bietet vor allem akademische LehrgÀnge in den Bereichen Kultur, Agrarwissenschaft und Informatik.

1303 durch Papst Bonifatius VIII. gegrĂŒndet[183], wurde sie danach von Karl II. gefördert, dem König von Sizilien und Grafen der Provence. Die UniversitĂ€t behauptete sich fast 500 Jahre lang und wurde am 15. September 1793 per Dekret geschlossen. Avignon wurde 1963 mit der Eröffnung eines wissenschaftlichen Hochschulzentrums wieder akademisch. Ein Jahr darauf eröffnete ein Hochschulzentrum fĂŒr Philologie.

Die beiden Einrichtungen gehörten ursprĂŒnglich zur UniversitĂ€t von Aix-Marseille und fusionierten 1972 zu einem akademischen Zentrum, dass am 17. Juli 1984 unter dem Namen UniversitĂ© d'Avignon et des Pays de Vaucluse zu einer VolluniversitĂ€t wurde (unabhĂ€ngig von der UniversitĂ€t Aix-Marseille). Zu dieser Zeit teilten sich drei UFR (Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Angewandte Natur- und Sprachenwissenschaften) 2000 Studenten. Die Rechtswissenschaften als vierter Zweig gingen aus einer Rechtswissenschaftlichen FakultĂ€t hervor, die in einem NebengebĂ€ude der UniversitĂ€t Aix-Marseille III untergebracht war. 1990 folgte eine Fachhochschule (IUT) und 1992 ein IUP.

Um eine allzu weite Verteilung der Studenten zu vermeiden (zehn Standorte im Jahr 1991) und das Stadtzentrum zu beleben, beschloss man die verschiedenen Bildungsinstitutionen an einem Standort zu vereinen und dort auch die Gemeinschaftseinrichtungen unterzubringen (besonders die Bibliotheken und Mensen). Als neuer Standort diente das ehemalige Krankenhaus Sainte-Marthe, wo 1997 die ersten Vorlesungen gehalten wurden.

Gesundheit

In Avignon befinden sich die wichtigsten Gesundheitseinrichtungen von Vaucluse, darunter die einzige Kindernotaufnahme im DĂ©partement. In der Gemeinde gibt es zwei Kliniken: das Krankenhauszentrum von Avignon „Henri Duffaut“[184], das Krankenhauszentrum von Montfavet, sowie mehrere Privatkliniken.

Klinikum Avignon

Das Klinikum Avignon ist eine kommunale öffentliche Einrichtung im Sinne der Anordnung Nr. 96–346 vom 24. April 1996 zur Reformierung öffentlicher und privater Kliniken.[185]

Das Krankenhauszentrum von Avignon versteht sich als Einrichtung mit Pflegeauftrag (Bereitstellung medizinischer Notfallhilfe, DurchfĂŒhrung öffentlicher Gesundheitsmaßnahmen) und ist darĂŒber hinaus fĂŒr Forschung, Lehre und Ausbildung zustĂ€ndig.

Klinikum Montfavet (Montdevergues)

Das Klinikum Montfavet[186] ist in erster Linie eine psychiatrische Klinik. Es werden folgende öffentliche Anstalten[187] angeboten:

  • Abteilungen fĂŒr Erwachsenenpsychiatrie
  • Abteilungen fĂŒr Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • ein Maison d'accueil spĂ©cialisĂ©e (MAS)
  • eine Abteilung fĂŒr Arbeitshilfe

Das Zentrum befindet sich in Montfavet, fĂŒnf Kilometer östlich von Avignon, auf dem HĂŒgel von Montdevergues.

Gerichte und Verwaltungsorgane

Avignon ist der Sitz eines Landgericht, eines Handelsgericht, eines Amtsgericht, sowie eines Arbeitsgericht. Der Sitz der Gerichte ist im GerichtsgebÀude im Boulevard Limbert

Weiterhin ist Avignon Sitz einer Notarkammer und einer Handelskammer.

Das ehemalige Arresthaus in der Rue Banasterie 55a wurde geschlossen und nach Pontet verlegt. Das GefÀngnis wird zur Zeit saniert und in ein Marriott-Luxushotel mit 90 Zimmern umgewandelt, das seine ersten GÀste 2013 erwartet.[188]

Avignon in der Kunst und den Medien

GemÀlde, Kupferstiche und Skulpturen

Der Jesuiten-Vater Étienne Martellange fertigte eine Zeichnung an, die Avignon um 1617 zeigt. Er wird auch in Verbindung mit der Carte aux personnages aus demselben Jahr und mit der Kartenzeichnung aus dem Atlas van Loon gebracht.

Avignon, nur in Werktiteln :

Filme und Serien

In Avignon wurden mehrere Filme gedreht, die Stadt stand jedoch selten im Mittelpunkt der Handlung. Zu erwÀhnen sind:

In der autobiographischen Dokumentation Die StrÀnde von AgnÚs von AgnÚs Varda (2008) sieht man die Fotoausstellung von Varda beim Festival in der Kapelle Saint-Charles.

ZusĂ€tzlich spielen zwei französische Fernsehserien in der Stadt : La Demoiselle d'Avignon (1972) und La ProphĂ©tie d'Avignon (2007), die im Papstpalast gedreht wurde.

Avignon in der Literatur

→ Hauptartikel: Avignon in der Literatur

Avignon und ihr Papstpalast dienten schon hĂ€ufig als Schauplatz literarischer Handlungen, insbesondere in der französischen Literatur. Zu den bekanntesten Werken zĂ€hlen wahrscheinlich Gargantua und Pantagruel von Rabelais oder die Briefe aus meiner MĂŒhle von Alphonse Daudet, die auf die Zeit der PĂ€pste Bezug nehmen. Zahlreich sind auch die ErwĂ€hnungen bekannter Reisender wie etwa Francesco Petrarca, Anne Marguerite Petit Du Noyer oder Stendhal, deren EindrĂŒcke und Ansichten jedoch recht unterschiedlich ausfallen. So wird Avignon von den einen als friedvolle, idyllische Stadt beschrieben, in der es sich gut leben lĂ€sst. Andere wie etwa Prosper MĂ©rimĂ©e zeigen sich erstaunt ĂŒber den imposanten Papstpalast, der aufgrund seines festungsartigen Charakters zuweilen auch auf Abneigung stĂ¶ĂŸt. Am unwohlsten in Avignon fĂŒhlte sich wohl Petrarca, der sich von der großen Stadt regelrecht abgestoßen fĂŒhlte und lieber in Fontaine-de-Vaucluse lebte.

Philatelie

Am 20. Juni 1938 gab die französische Post eine von André Spitz gezeichnete und von Jules Piel geprÀgte Briefmarke des Papstpalastes mit einem Nennwert von drei Francs heraus.[191]

Seit 1960 wird von der SociĂ©tĂ© philatĂ©lique Vauclusienne et Provençale Jahr fĂŒr Jahr eine „JournĂ©e du Timbre“ nach Avignon organisiert, fĂŒr die illustrierte Karten mit einem Blick auf die Pont Saint-BĂ©nĂ©zet und dem Papstpalast herausgebracht werden.

1974 gab die Post der Isle of Man eine Briefmarke heraus, die die Pont Saint-Bénézet zeigt.[192]

1997 widmete die Postverwaltung der Inseln Wallis und Futuna eine ihrer Ausgaben dem fĂŒnfzigsten JubilĂ€um des Avignon-Festivals. Das Postwertzeichen mit einem Nennwert von 160 Francs zeigt in der Mitte Symbole fĂŒr Theater, Musik und Tanz, sowie den von einem Feuerwerk erhellten Papstpalast.[193]

In Andenken an Jean Vilar gab die Post am 8. Juni 2001 eine Briefmarke mit doppeltem Nennwert (drei Francs und 0,46 Euro) mit dem Papstpalast im Hintergrund heraus.[194]

2009 verausgabte die französische Postverwaltung eine Briefmarke mit einem Nennwert von 0,70 Euro. Sie zeigt den gesamten Papstpalast einschließlich der Kathedrale von Avignon aus westlicher Blickrichtung und wurde von Martin Mörck entworfen.[195]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

  • Maiolus (904–994), französischer Benediktiner und Abt von Cluny
  • Pierre II. Mignard (1640-1725), französischer Maler und Architekt, Mitglied er de AcadĂ©mie royale d’architecture
  • Jean PĂ©ru (1650-1723), französischer Bildhauer und Architekt
  • Claude Joseph Vernet (1714-1789), französischer Maler
  • Marie Duronceray (1727–1772), französische Schauspielerin und TĂ€nzerin in der OpĂ©ra-Comique
  • Joseph Agricol Viala (1780–1793), französischer Nationalgardist und bekannte Kinderheld-Figur der Französischen Revolution
  • Edouard Imer (1820–1881), französischer Maler
  • Philipp Toussaint Joseph Bordone (1821–1892), französischer General
  • Pierre Grivolas (1823-1906), französischer Maler
  • ThĂ©odore Aubanel (1829-1886), provenzalischer Dichter, MitbegrĂŒnder der FĂ©librige
  • Paul-Agricole GĂ©nin (1832–1903), französischer Flötist und Komponist
  • Paul SaĂŻn (1853-1908), französischer Maler
  • Yves Marie Delage (1854-1920), französischer Zoologe, Physiologe
  • Jean-Pierre Gras (1879-1964), französischer Bildhauer, Mitglied der Gruppe der Dreizehn
  • Henri Bosco (1888-1976), französischer Dichter, Roman- und Jugendbuchautor
  • Olivier Messiaen (1908–1992), französischer Komponist und Organist
  • Fernand Sardou (1910-1976), französischer SĂ€nger und Schauspieler
  • Pierre Boulle (1912–1994), französischer Schriftsteller
  • RenĂ© Girard (* 1923), französischer Sprach- und Literaturwissenschaftler, und Kulturanthropologe
  • Yves Berger (1931–2004), französischer Schriftsteller
  • Bernard Kouchner (* 1939), französischer Arzt und Politiker, MitbegrĂŒnder von MĂ©decins sans frontiĂšres (Ärzte ohne Grenzen), seit dem 18. Mai 2007 französischer Außenminister in der Regierung von Premierminister François Fillon
  • Antoine Saint-John (* 1940), französischer Schauspieler
  • Mireille Mathieu (* 1946), französische SĂ€ngerin
  • Christian Audigier (* 1958), französischer Modedesigner und Unternehmer (Ed Hardy)
  • Christophe Rousset (* 1961), französischer Cembalist und Dirigent
  • CĂ©dric Carrasso (* 1981), französischer Fußballprofi
  • Emma Daumas (* 1983), französische SĂ€ngerin

Personen mit Bezug zur Stadt

  • Annibal de Ceccano (1282-1350), italienischer Kardinal, errichtete einen Kardinalspalast in Avignon
  • Simone Martini (1284-1344), italienischer Maler am Papstpalast zur Zeit von Benedikt XII.
  • HĂ©lie de Talleyrand-PĂ©rigord (1301-1364), französischer Kardinal, starb in Avignon
  • Francesco Petrarca (1304–1374), italienischer Dichter, lebte in Avignon und Vaucluse
  • Jean Fernandez de Heredia (1310-1396), spanischer Hauptmann der Armee des Comtat Venaissin und Großmeister des Johanniterordens auf Rhodos
  • Adalbertus Ranconis de Ericinio (1320–1388), tschechischer Theologe und Philosoph, war zeitweise pĂ€pstlicher Verwalter in Avignon
  • Matteo Giovannetti (1322-1368), italienischer Maler am Papstpalast zur Zeit von Clemens VI.
  • Raimond de Turenne (1352-1413), Vizegraf von Turenne, pĂ€pstlicher Hauptmann in Italien und Hauptmann der Armee des Comtat Venaissin
  • Enguerrand Quarton (1412-1466), französischer Maler und Buchmaler, Vertreter der zweiten Avignon-Schule
  • Nicolas Froment (1435-1486), französischer Maler, Vertreter der zweiten Avignon-Schule
  • Jean-Baptiste Franque (1683-1758), französischer Architekt
  • John Stuart Mill (1806–1873), englischer Philosoph, Ökonom und Politiker, in Avignon verstorben
  • Harriet Taylor Mill (1807–1858), englische Frauenrechtlerin und Ehefrau von John Stuart Mill, verstarb in Avignon (an Tuberkulose)
  • Camille Claudel (1864-1943), französische Bildhauerin, starb in der Anstalt von Montdevergues (Montfavet)
  • Édouard Daladier (1884–1970), französischer Politiker, 1953 bis 1958 BĂŒrgermeister von Avignon
  • Daniel Auteuil (* 1950), französischer Schauspieler, verbrachte seine Kindheit in Avignon

Literatur

  • Deutsch
    • Otto Berthold (Hrsg.): Kaiser, Volk und Avignon. AusgewĂ€hlte Quellen zur antikurialen Bewegung in Deutschland in der ersten HĂ€lfte des 14. Jahrhunderts. WBG, Darmstadt 1960.
    • Anneliese Maier: Der letzte Katalog der pĂ€pstlichen Bibliothek von Avignon (1594). In: Ed. di Storia e Letteratura. Roma 1952.
    • Ralf Nestmeyer: Provence & CĂŽte d'Azur. Reisehandbuch. Michael-MĂŒller-Verlag, Erlangen 2007, ISBN 978-3-89953-367-5.
    • Ralf Nestmeyer: Provence und CĂŽte d'Azur. Literarische Reisebilder aus dem Midi. Klett-Cotta, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-93654-8.
    • Cony Ziegler: Provence mit Camargue Reisehandbuch. Tipps fĂŒr Individuelle Entdecker. Iwanowski Verlag, Dormagen 2004, ISBN 3-933041-19-8.
  • Französisch
    • Paul Achard: Dictionnaire historique des rues et places de la ville d'Avignon. Éd. Seguin aĂźnĂ©, Avignon, 1857.
    • Jules Courtet: Dictionnaire gĂ©ographique, gĂ©ologique, historique, archĂ©ologique et biographique du dĂ©partement du Vaucluse. Avignon, 1876.
    • AndrĂ© Hallay: Avignon et le Comtat Venaissin. Paris, 1909.
    • Joseph Girard: Avignon, histoire et monuments. Éd. Dominique Seguin, Avignon, 1924.
    • Yves Renouard: La papautĂ© Ă  Avignon. PUF, Paris, 1954, rĂ©Ă©d. J-P. Gisserot, 2004, ISBN 2-87747-748-7.
    • Joseph Girard: Évocation du vieil Avignon. 1958, rĂ©Ă©d. Éd. de Minuit, Paris, 2000, ISBN 2-7073-1353-X.
    • Sylvain GagniĂšre: Histoire d'Avignon. 1979.
    • Sylvain GagniĂšre et Jacky Granier: Une nouvelle sculpture chalcolithique Ă  Avignon : la stĂšle anthropomorphe du quartier de la Balance. MĂ©moires de l’acadĂ©mie de Vaucluse, 1965-1966, S. 35–51.
    • Philippe PrĂ©vot: Histoire du ghetto d'Avignon. Éd. Aubanel, Avignon, 1975, ISBN 2-7006-0056-8.
    • Robert Bailly: Dictionnaire des communes du Vaucluse. Éd. A. BarthĂ©lemy, Avignon, 1986.
    • Pierre-Marie Danquigny: La ville d'Avignon Ă  travers les textes grecs et latins du IIe siĂšcle avant n.Ăš. au VIe siĂšcle. revue Avignon, RhĂŽne et Comtat, n°4, Imp. Scribe, L'Isle-sur-la-Sorgue, 1986.
    • Pierre Grava (sous la direction de): Avignon au Moyen Âge, textes et documents. IREBMA et alii, Publication de la FacultĂ© de Lettres d'Avignon, 1988.
    • Marc MaynĂšgre: La visite de Louis XIV Ă  Avignon et Le massacre de la GlaciĂšre in De la Porte Limbert au Portail Peint, histoire et anecdotes d’un vieux quartier d’Avignon. Sorgues, 1991, ISBN 2-95055490-3.
    • HervĂ© Aliquot: Montfavet, Le Pontet, Sorgues, Avignon. Les Palais gothiques aux XIVe et XVe siĂšcles. Éd. Équinoxe, 1993.
    • Fernand Benoit: Avignon au double visage. rĂ©Ă©d. Équinoxe, Barbentane, 1996.
    • Alain Girard: L’Aventure gothique entre Pont Saint-Esprit et Avignon du XIIIe et XVe siĂšcles. GenĂšse des formes et du sens de l’art gothique dans la basse vallĂ©e du RhĂŽne. Edisud, 1996, ISBN 2-85744888-0.
    • FrĂ©dĂ©ric Eldin: Avignon 68, Ă  la croisĂ©e des contestations, ou Le mouvement de mai-juin 1968 dans l’agglomĂ©ration d’Avignon et son prolongement durant le XXIIe Festival. MĂ©moire de maĂźtrise d'Histoire contemporaine sous la direction de Robert Mencherini, annĂ©e universitaire 1996-1997, universitĂ© d'Avignon et des Pays de Vaucluse..
    • Anne Bourret-PorĂ©e: Demeures secrĂštes du vieil Avignon. Éd. Équinoxe, Barbentane, 2000.
    • HervĂ© Aliquot: Avignon, de Montfavet Ă  Villeneuve. Éd. École Palatine, Avignon, 2004.
    • Le Palais des Papes, Avignon – guide de visite. Éd. Gaud et Éd. RMG Palais des Papes, 3e Ă©dition, 2004, ISBN 2-84080-063-2.
    • HervĂ© Aliquot et Cyr Harispe: Avignon au XIVe siĂšcle. Palais et dĂ©cors. Éd. École Palatine, Avignon, 2006, ISBN 2-95224771-4.
    • Jean Favier: Les papes d’Avignon. Fayard, Paris,, 2006, ISBN 2-21362524-7.
    • Jacques Rossiaud: Le RhĂŽne au Moyen Âge. Aubier, Paris, Collection historique, 2007, ISBN 2-7007-2296-5.
    • Sophie Cassagnes-Brouquet: Sur les pas des papes d'Avignon. Ouest France Ă©ditions, ISBN 2-7373-3414-4.
    • Dominique Vingtain: Avignon le Palais des papes. Editions Zodiaque, ISBN 2-7369-0240-8.
    • Marc MaynĂšgre: De la porte Limbert au portail peint : Histoire et anecdotes d’un vieux quartier d'Avignon. Marc MaynĂšgre, ISBN 9782950554901.

Weblinks

 Commons: Avignon â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen

  1. ↑ Das Epizentrum dieses Erdbebens war Lambesc, ein Dorf in Bouches-du-Rhîne.
  2. ↑ Der Kirchenstaat von Avignon umfasst heute mehrere Gemeinden : BĂ©darrides, ChĂąteauneuf-du-Pape, Entraigues-sur-la-Sorgue, Le Pontet, MoriĂšres-lĂšs-Avignon, Sorgues und VedĂšne.
  3. ↑ Die identischen Sonnendarstellungen existieren auf FelswĂ€nden oder als Höhlenmalereien entlang der provenzalischen KĂŒste, bei Mont BĂ©go, auf der iberischen Halbinsel und in der marokkanischen WĂŒste.
  4. ↑ In der Provence datieren diese anthropomorphen Stelen (Lauris, Orgon, SĂ©nas, Trets, Goult, L’Isle-sur-la-Sorgue, Avignon) zwischen 3000 und 2800 v. Chr. und werden mit der Lagozza-Kultur in Verbindung gebracht. Sie sind Zeugen einer Landwirtschaft, die in den niederen TĂ€lern der RhĂŽne und der Durance vorherrschend war.
  5. ↑ Nectarius, erster historischer Bischof von Avignon, begab sich im Laufe seines Episkopats nach Rom, um die Streitigkeiten zwischen Hilarius von Arles und dem Papst Leo I. zu schlichten.
  6. ↑ Historiker sprechen vom „austraso-provenzalischen Literaturzirkel“.
  7. ↑ Inter Senatores sophisticos ac judices philosophicos fatigari.
  8. ↑ Riez hatte fĂŒr 229 Jahre keinen Bischof mehr, Vence fĂŒr 218 Jahre, das Bistum Saint-Paul-Trois-ChĂąteaux fĂŒr 189 Jahre, das gleiche gilt auch fĂŒr das Bistum von Orange, die zwei wiedervereinigten Diözesen Carpentras und Digne verloren das Ihrige fĂŒr 138 Jahre.
  9. ↑ Boso war mit den Karolingern durch Ermangarde, der Schwester von Karl dem Kahlen verwandt.
  10. ↑ Der BrĂŒckenpfeiler Nummer 14 bei Villeneuve.
  11. ↑ Fraxinetum wurde mit La Garde-Freinet identifiziert.
  12. ↑ Mayeul war der jĂŒngere Sohn von Foucher de Valensole, einem der reichsten Seigneurs der Provence, und Raymonde, der Tochter des Mayeul I. von Narbonne, die sich in Avignon heirateten.
  13. ↑ Eyric war der Ă€lteste Sohn von Foucher de Valensole und Raymonde de Narbonne, er war durch seinen Sohn Humbert de Caseneuve der Stammvater der berĂŒhmten Agoult-Simiane-Familie.
  14. ↑ Castrum Caneto entspricht Le Cannet-des-Maures.
  15. ↑ Taxe d’habitation.
  16. ↑ Taxe fonciùre
  17. ↑ Seismische Zone 1a, siehe SeismizitĂ€t.
  18. ↑ Association de dĂ©fense des riverains de l’aĂ©rodrome de ChĂąteaublanc
  19. ↑ Das Flugzeug war nur fĂŒr eine Bodenausstellung vorgesehen.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Sources Annuaire des Mairies
  2. ↑ L'urbanisme du XXe
  3. ↑ ZugĂ€nglicher Bericht: Der Fall von Avignon im Detail, Seite 180 bis 183 (französisch)
  4. ↑ a b c d e Relief et gĂ©ologie sur le secteur d'Avignon.
  5. ↑ Maurice Champion: Les Inondations En France Depuis Le VI Siaucle Jusquaa Nos Jours, Paris, 1861.
  6. ↑ „Les inondations de 1935 dans la rĂ©gion d' Avignon“ Dokumentarfilm – Office français d'informations cinĂ©matographiques – 1. Januar 1944.
  7. ↑ „Inondations Ă  Paris et Ă  Avignon“ Dokumentarfilm - JT 20 H - ORTF - 23. Januar 1955.
  8. ↑ Inondations du 2 dĂ©cembre 2003 en image.
  9. ↑ „Mieux concilier protection et dĂ©veloppement“ Amtliche Mitteilung von Vaucluse.
  10. ↑ „La rue des teinturiers - Avignon“ Avignon-et-Provence.com
  11. ↑ Etude hydrogeologique à la confluence Rhîne-Durance
  12. ↑ Das Klima von Vaucluse.
  13. ↑ Jean Vialar: Les vents rĂ©gionaux et locaux, 1948 ; nachbearbeitet von MĂ©tĂ©o-France im Jahr 2003.
  14. ↑ DonnĂ©es mĂ©tĂ©orologiques concernant l'annĂ©e 2006 Services techniques d'Inter RhĂŽne Ă  Avignon
  15. ↑ DonnĂ©es climatologiques d’Avignon 2000-2007
  16. ↑ a b Charles Rostaing: Essai sur la toponymie de la Provence, depuis les origines jusqu'aux invasions barbares, Éd. Jeanne Laffitte, 1994, S. 30.
  17. ↑ Albert Dauzat, Charles Rostaing: Dictionnaire Ă©tymologique des noms de lieux en France, Éd. Larousse, 1968, S. 1689.
  18. ↑ Robert Bourret: Dictionnaire Français-Occitan, Éd. Lacour, NĂźmes, 1999, S. 59.
  19. ↑ Xavier de FourviĂšre: Lou Pichot tresor, Éd. Auberon, 2000, S. 62.
  20. ↑ Langenscheidt Premium Schulwörterbuch Französisch, 2009, S. 1045.
  21. ↑ Internetseite der Stadt von Avignon Die Formulierung „en Avignon“, wenn sie es auch erlaubt einen etwas unstimmigen Hiatus zu vermeiden, ist dennoch inkorrekt, wenn sie auf die Stadt innerhalb ihrer Gemeindegrenzen angewendet wird. Ihr Gebrauch erinnert in diesem Fall an eine Unkenntnis oder eine Pedanterie, die sich manchmal auf Nostalgien des Ancien RĂ©gime stĂŒtzt.
Die angemessene Formulierung ist „à Avignon“, wenn man von der Stadt stricto sensu spricht, so wie man es bei „à Aix“, „à Albi“ oder „à Amboise“ macht.
  22. ↑ a b c „en“ Avignon auf der Internetseite der AcadĂ©mie française Im Abschnitt - „Noms gĂ©ographiques et leurs articles“ -: Man kann nicht die Redewendungen „en Arles“ und „en Avignon“ verurteilen, die gut durch die besten Autoren belegt sind, und die sich zugleich als Archaismen (Die Benutzung von en anstelle von Ă  vor den Namen von StĂ€dten, vor allem vor einem Vokal stehend, war in der klassischen Epoche stark verbreitet) und als provenzalische Regionalismen erklĂ€ren lassen. Es scheint indessen, dass der Gebrauch im RĂŒckgang ist..
  23. ↑ Guy Martin, Bernard Moulin: Grammaire provençale et cartes linguistiques, Éd. Comitat d'estudis occitans C.R.E.O.-Provença, Diffusion Edisud, 1998.
  24. ↑ Centre regionau d'estudis occitans-Provença, Dictionnaire de base français-provençal, Éd. CREO-Provença, 1992.
  25. ↑ a b Der TrĂ©sor du FĂ©librige online.
  26. ↑ Claude Martel: Le parler provençal, Éd. Rivages, 1988.
  27. ↑ ErgĂ€nzende ErklĂ€rungen zu diesem Thema auf der Internetseite der Stadt von Avignon und in diesem Video von TV5.
  28. ↑ Internetseite, die sich der Geschichte von Avignon widmet. (französisch)
  29. ↑ S. GagniĂšre, J. Granier: StĂšle anthropomorphe trouvĂ©e Ă  Avignon (Vaucluse), „Ogam“, t. XIII, fasc. 6, 1961, und Catalogue raisonnĂ© des stĂšles anthropomorphes chalcolithiques du musĂ©e Calvet d'Avignon, Avignon, 1976.
  30. ↑ StĂšle du rocher des Doms im MusĂ©es Calvet.
  31. ↑ August Meinicke: Stephani Byzantii Ethnicorum quae supersunt, Berlin, 1849
  32. ↑ Le nom d'Avignon
  33. ↑ Der Ausdruck wurde im Pseudo-Aristoteles in den „Wunderschriften“ benutzt.
  34. ↑ Die Bezeichnung wurde von Dionysios Periegetes in Periegesis tes oikumenes verwendet.
  35. ↑ Plinius der Ältere: Naturalis Historia, Pomponius Mela: De Choregraphia
  36. ↑ Histoire d'Avignon
  37. ↑ Pomponius Mela: De chorographia, Buch II, V.
  38. ↑ Edward Togo Salmon: A history of the Roman world from 30 B.C. to A.D. 138, 1990, S. 805
  39. ↑ Diese Hilfe wird in den Kanons des Konzils der sieben Provinzen von BĂ©ziers erwĂ€hnt, dass 472 unter dem Vorsitz von Sidonius Apollinaris, dem Bischof von Clermont, stattfand. Das Prelat von Lyon versorgte auch Arles, Riez, Orange, Saint-Paul-Trois-ChĂąteaux, Alba und Valence; StĂ€dte die ebenfalls durch die PlĂŒnderungen der Burgunder ausgehungert wurden.
  40. ↑ Paul-Albert FĂ©vrier: La Provence des origines Ă  l'an mil, S. 485 : „Von 23 provenzalen Bischofssitzen waren nur elf Bischöfe anwesend“
  41. ↑ Ludwig der Blinde, Sohn des Boso, war von 890 bis 928 König der Provence. Er wurde 900 König von Italien und danach zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs im Februar 901 in Rom durch Papst Benedikt IV. gekrönt. Sein italienischer Rivale Berengar I. zerstach 905 seine Augen wegen Meineid.
  42. ↑ Ecclesia suae in honore Sancte Marie Dei genitris dicatae vermerkt das Chartular von Notre-Dame des Doms.
  43. ↑ a b Édourd Baratier: Histoire de la Provence, S. 106.
  44. ↑ Mc Kitterick, S. 267.
  45. ↑ Im Chartular der Notre-Dame des Doms ist vermerkt: genetrici ejus regine celorum et terre interemate Marie virgini protomartyri etiam beatissimo Stephano. Am 18. August 918 erwĂ€hnte Ludwig der Blinde, in einer Urkunde fĂŒr die erneute RĂŒckgabe zugunsten von Fulcherius, den Kathedralkomplex von Avignon mit zwei Kirchen und einem Baptisterium: Matris ecclesie Sancte Marie et Sancti Stephami ac Sancti Johannis Baptiste.
  46. ↑ a b Chronologie cathares
  47. ↑ Jean Favier, S. 70.
  48. ↑ Jean Favier, S. 123.
  49. ↑ Jean Favier, S. 131.
  50. ↑ Jean Favier, S. 138.
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  56. ↑ Yves Renouard: S. 100.
  57. ↑ Yves Renouard: S. 101.
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  59. ↑ Raymond Dugrand, Robert Ferras: Avignon, in La Grande EncyclopĂ©die, Band III, 1972, S. 1355.
  60. ↑ a b Église Catholique en Avignon - Note historique sur l’archidiocùse d’Avignon.
  61. ↑ Pierre Miquel: Les Guerres de religion, 1980, S. 233.
  62. ↑ Pierre Miquel: Les Guerres de religion, 1980, S. 254.
  63. ↑ Chronologie des annĂ©es autour d'Agrippa d'AubignĂ©
  64. ↑ Conrad Malte-Brun: PrĂ©cis de la gĂ©ographie universelle, Band 8, 1829.
  65. ↑ EugĂšne Hatin: Bibliographie historique et critique de la presse pĂ©riodique française, S. 306.
  66. ↑ Albert Ceccarelli: La RĂ©volution Ă  l’Isle sur la Sorgue et en Vaucluse, 1989, S. 60.
  67. ↑ Antoine Étienne Nicolas Fantin des Odoards: Histoire philosophique de la rĂ©volution de France, depuis la premiĂšre AssemblĂ©e des notables jusqu'Ă  la paix de Presbourg, Band 3, 1807, S. 77.
  68. ↑ Albert Ceccarelli: La RĂ©volution
, S. 64.
  69. ↑ Antoine Étienne Nicolas Fantin des Odoards: Histoire philosophique de la rĂ©volution de France, depuis la premiĂšre AssemblĂ©e des notables jusqu'Ă  la paix de Presbourg, Band 3, 1807, S. 79.
  70. ↑ Albert Ceccarelli: La RĂ©volution
, S. 89.
  71. ↑ Le monde des chemins de fer – Avignon - Marseille
  72. ↑ Articles dans Le Provençal, du 2 au 7 dĂ©cembre 1971.
  73. ↑ Bernard Amouretti: L’Homme a longtemps Ă©tĂ© sous la dĂ©pendance de la Durance, Abteilung fĂŒr Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Landwirtschaft, La Durance : lien de vie du territoire rĂ©gional, Regionaler PACA-Rat, S. 25.
  74. ↑ Geschichte Le Pontets
  75. ↑ Offizielle Seite des Flughafens Avignon - Caumont
  76. ↑ Les armoiries d'Avignon
  77. ↑ Ausgezeichnete StĂ€dte des Europapreises
  78. ↑ Gare Avignon TGV (2001)
  79. ↑ WĂ€hrend seiner Reise nach Avignon, beklagte Prosper MĂ©rimĂ©e diese militĂ€rische Nutzung aufgrund der hervorgerufenen BeschĂ€digungen, insbesondere die SchĂ€den der Fresken, die den Papstpalast schmĂŒckten. Le palais des papes vu par MĂ©rimĂ©e
  80. ↑ Le Palais des Papes, Avignon - guide de visite, S. 58.
  81. ↑ La Loggia
  82. ↑ Archives municipales d'Avignon Les transformations du XIXe siùcle
  83. ↑ a b Visite 3 – Promenade des Teinturiers, Offizielle Webseite der Stadt.
  84. ↑ Vivre à Avignon, transport, balade 2
  85. ↑ La vie en secteur en 1914-1918/ 118e territorial d'Avignon
  86. ↑ Site de canalblog
  87. ↑ Histoire des hommes du 58e d’infanterie
  88. ↑ Historique des rĂ©giments d’infanterie.
  89. ↑ Le 4e RĂ©giment du gĂ©nie avec constitution de l’arme du gĂ©nie en 1914.
  90. ↑ Amicale du 8e rĂ©giment de hussards
  91. ↑ Des villages de Cassini aux communes d'aujourd'hui
  92. ↑ Évolution et structure de la population (de 1968 à 2007)
  93. ↑ Recensement de la population au 1er janvier 2006
  94. ↑ a b c Avignon, une ville carrefour qui cherche sa place
  95. ↑ a b Recensement de la population de 2006 Provence-Alpes-Cîte d'Azur
  96. ↑ Zahlen des INSEE (2006).
  97. ↑ UnitĂ©s urbaines de plus de 100 000 habitants
  98. ↑ Évolution et structure de la population à Avignon en 2007
  99. ↑ RĂ©sultats du recensement de la population de Vaucluse en 2007
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  101. ↑ a b Joseph Girard, S. 264.
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  105. ↑ Les paroisses d'Avignon
  106. ↑ Church of Scientology Mission of Avignon
  107. ↑ L'Ă©glise Ă©vangĂ©lique laotienne Ă  Avignon
  108. ↑ Adresses des Eglises
  109. ↑ CimetiĂšre de Saint-VĂ©ran
  110. ↑ Saint-VĂ©ran – DĂ©tails et plans
  111. ↑ Cimetiùre de Montfavet
  112. ↑ a b Cimetiùres Barthelasse et Saint-Roch
  113. ↑ MinistĂšre de l’IntĂ©rieur - Élections lĂ©gislatives de juin 2007
  114. ↑ Scrutin prĂ©sidentiel de 2007 - Murs
  115. ↑ MinistĂšre de l’IntĂ©rieur - Élections EuropĂ©ennes de 2009
  116. ↑ MinistĂšre de l’IntĂ©rieur - Scrutin du 20 septembre 1992
  117. ↑ MinistĂšre de l’IntĂ©rieur - Scrutin du 29 mai 2005
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  119. ↑ CC-RĂ©sumĂ© statistique/com,dep,zone empl (INSEE).
  120. ↑ a b c Le Projet de Budget Primitif pour 2007
  121. ↑ Impots locaux à Rasteau
  122. ↑ Kriminalstatistik 2002
  123. ↑ Kriminalstatistik 2009
  124. ↑ Spiegel online: Gewalt fordert erstes Todesopfer
  125. ↑ Spiegel online: Anti-Terror-Einheit nimmt zwölf Islamisten fest
  126. ↑ a b c Tri sĂ©lectif des dĂ©chets
  127. ↑ La propretĂ©, c'est l'affaire de tous
  128. ↑ Surveillance de la radioactivitĂ© de l’air et de l’eau
  129. ↑ QualitĂ© de l'air
  130. ↑ a b c Les nuisances sonores dans les grandes villes et agglomĂ©rations
  131. ↑ Actes des quatriĂšmes Assises de la qualitĂ© de l'environnement sonore
  132. ↑ Association de DĂ©fense des Riverains de l’AĂ©rodrome de Chateaublanc
  133. ↑ Informationen ĂŒber das Wappen der Stadt auf der Seite des Rathauses.
  134. ↑ Malte-Brun, in La France illustrĂ©e, Band V, 1884.
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  142. ↑ a b c Villes jumelĂ©es
  143. ↑ a b Avignon capitale culturelle et artistique du Vaucluse
  144. ↑ Avignon ne s’est pas construite en un jour
  145. ↑ Internetseite des Rathauses - GrĂŒnflĂ€chen (französisch)
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  160. ↑ Fernand Benoüt: La Provence et le Comtat Venaissin, Avignon, 1992, S. 337.
  161. ↑ a b c Bernard Ely, La cuisine des provençaux – Saveur, santĂ©, art de vivre. Edisud. 1997.
  162. ↑ Chanoine AlbanĂšs, Ulysse Chevalier, Gallia Christiana Novissima, T. I Ă  VII, MontbĂ©liard-Valence, 1899 – 1920.
  163. ↑ Joseph Girard, Évocation du vieil Avignon, S. 247.
  164. ↑ Jean-Pierre Saltarelli, Les vins des papes d'Avignon, Bulletin de la SociĂ©tĂ© scientifique, historique et archĂ©ologique de la CorrĂšze, t. 127, 2007, S. 73–78.
  165. ↑ Offizielle Seite der Inter-Rhîne
  166. ↑ a b Le Grand Avignon.
  167. ↑ L'emploi à Avignon
  168. ↑ Reinigungsunternehmen.
  169. ↑ a b c d e f Principales zones d'activitĂ©s du dĂ©partement
  170. ↑ Les exonĂ©rations dans la zone franche urbaine d'Avignon
  171. ↑ Cartes et plans de la zone franche urbaine d'Avignon
  172. ↑ a b Les mĂ©dias locaux.
  173. ↑ CSA - Autorisation de RAJE Avignon (84)..
  174. ↑ Avignon in Zahlen (französisch)
  175. ↑ ActivitĂ© hoteliere en Vaucluse - bilan annĂ©e 2010
  176. ↑ Avignon - Transports.
  177. ↑ „Le vĂ©lib dĂ©barque Ă  Avignon“.
  178. ↑ Webseite des Velopop
  179. ↑ Webseite des TCRA
  180. ↑ Listes de Ă©coles d'Avignon
  181. ↑ a b c Enseignement supĂ©rieur
  182. ↑ Ecole d'Art d'Avignon
  183. ↑ Commission des archives dĂ©partementales, communales et hospitaliĂšres: Catalogue gĂ©nĂ©ral des cartulaires des Archives dĂ©partementales, 1848, S. 213.
  184. ↑ chiffres-clĂ©s.
  185. ↑ Le rĂŽle de l'Ă©tablissement.
  186. ↑ Histoire du centre hospitalier de Montfavet.
  187. ↑ Centre hospitalier de Montfavet : dĂ©tails
  188. ↑ L'ancienne prison d'Avignon sera bientît un hîtel de luxe
  189. ↑ Reproduktion des Werkes Les Demoiselles d'Avignon
  190. ↑ a b c films tournĂ©s dans le Vaucluse
  191. ↑ Viererblock, mit Datumsstempel in unterer linker Ecke. Das 1938 von der PTT herausgegebenes Postwertzeichen zeigt den Papstpalast von Avignon und die BrĂŒcke Saint-BĂ©nĂ©zet.
  192. ↑ Postausgabe der Isle of Man von 1974 mit der Pont Saint-BĂ©nĂ©zet.
  193. ↑ Das von den Inseln Wallis-et-Futuna herausgegebene Postwertzeichen von 1997, anlĂ€sslich zum 50. JubilĂ€um des Avignon-Festivals.
  194. ↑ 2001 herausgegebenes Postwertzeichen mit Jean Vilar vor dem Papstpalast
  195. ↑ Papstpalast - Avignon, Briefmarke von 2009.



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  • Avignon — ‱ Written in the form of Avennio in the ancient texts and inscriptions, takes its name from the House, or Clan, Avennius Catholic Encyclopedia. Kevin Knight. 2006. Avignon     Avignon      
   Catholic encyclopedia

  • AVIGNON — (sometimes called in Hebrew Ir ha gefanim city of grapes ; gefen = vigne, i.e., vine), capital of the department of Vaucluse, southeastern France, formerly part of provence . Avignon was the residence of the popes for some years after 1309. In… 
   Encyclopedia of Judaism

  • AVIGNON —     Avignon et son comtat sont des monuments de ce que peuvent Ă  la fois l abus de la religion, l ambition, la fourberie, et le fanatisme. Ce petit pays, aprĂšs mille vicissitudes, avait passĂ© au douziĂšme siĂšcle dans la maison des comtes de… 
   Dictionnaire philosophique de Voltaire

  • Avignon [2] — Avignon (spr. awinjĂłng), Hauptstadt des franz. Departements Vaucluse, am linken Ufer der Rhone, unweit der MĂŒndung der Durance, Knotenpunkt an der Eisenbahn Lyon Marseille, liegt um einen 60 m hohen Kalkfelsen, der oben in eine Anlage (mit dem… 
   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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   EncyclopĂ©die Universelle

  • Avignon — er en by i Frankrig. Fra 1307 til 1378 residerede paverne i Avignon 
   Danske encyklopĂŠdi

  • avignon — AVIGNON, Auenio. Le pays d Avignon, Voluci, ou Volucae 
   Thresor de la langue françoyse

  • Avignon — (spr. Awiniong), 1) Bezirk im französischen Departement Vaucluse, 81/2 QM., 69,000 Ew.; 2) Hauptstadt desselben u. des Departements, am linken Ufer der RhĂŽne, die hier die Sorgue aufnimmt, die Insel Bartelasse (Barthulasse) bildet u. mehrere… 
   Pierer's Universal-Lexikon

  • Avignon [1] — Avignon, leichter seidener Futtertaft, mit Taftbindung und 40 Ketten und 55 SchußfĂ€den auf 1 cm 
   Meyers Großes Konversations-Lexikon


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