Rohkostkaltschale

Obstkaltschale mit Kiwi-Geschmack

Eine Kaltschale (früher kalte Schale) ist eine flüssige sämige Kaltspeise, die vor allem im Sommer anstelle der Suppe gegessen wird. Kaltschalen können aber auch als Nachspeise serviert werden.

Je nach den verwendeten Grundzutaten unterscheidet man verschiedene Typen von Kaltschalen:

  • Milchkaltschalen: Grundlage sind Milch, Buttermilch, Sauermilch oder Joghurt
  • Obstkaltschalen: aus Obst, Obstmark oder Obstsaft
  • Bier- und Weinkaltschalen: Sie bestehen aus stark gewürzten alkoholischen Getränken, welche gebunden oder klar serviert werden.

Eine Kaltschale enthält immer eine Einlage, z.B. aus Früchten, Zwieback oder Eischnee, und wird häufig mit Sago angedickt. Im Handel sind heute auch Trockenmischungen als Halbfertigprodukte erhältlich, die mit Wasser angerührt werden.

Im Damenconversationslexikon des 19. Jahrhunderts heißt es: „Kalte Schale, ein ächt deutsches Gericht, das in heißer Jahreszeit in vielen Gegenden die Suppe ersetzt, wird auf mannichfache Weise, doch am öftersten aus gutem Bier, geriebenem Brod, Zucker, Citronenschalen und kleinen Rosinen bereitet. Hier und da pflegt man dieß Gemisch auch als kühlendes Getränk außer der Mahlzeit, doch nur in den Nachmittagsstunden, zu genießen, und vorzüglich berühmt ist in dieser Hinsicht die kalte Schale, welche die glänzenden Vergnügungsörter in der Umgegend Berlins den Spaziergängern bieten.“

Bier wird heute noch scherzhaft auch als Hopfenkaltschale oder Gerstenkaltschale bezeichnet, früher war es tatsächlich die häufigste Grundlage einer Kaltschale. Das warme Pendant dazu war die Biersuppe.

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