Rolly Brings

Rolly Brings bei einem Auftritt anlässlich einer Demonstration in Köln-Ehrenfeld (2007)

Rolly Brings (* 1943) ist ein Kölner Musiker und Texter.

Inhaltsverzeichnis

Leben

In Köln aufgewachsen, verließ er mit 14 Jahren seine Familie und fuhr vier Jahre zur See. Nach der Rückkehr verdiente er sich zunächst seinen Lebensunterhalt als Hilfsarbeiter, trat aber bald eine Lehre als Maschinenschlosser bei Ford an. Im Rahmen der Begabtenförderung konnte er sich für die Zulassung zum Studium der Pädagogik qualifizieren, es erfolgreich absolvieren und unterrichtete viele Jahre Englisch, Deutsch und Gesellschaftslehre an der Gesamtschule in Weilerswist.

Als aktiver Gewerkschafter und schon von Jugend an mit Musik und Gesang in Kontakt gekommen, befassen sich die seit 1986 von Rolly Brings und seinen Co-Musikern veröffentlichten Platten mit politischen Themen, Menschen aus dem Arbeitermilieu und historischen Ereignissen, wie etwa der Märzrevolution. Zu deren 150. Jahrestag veröffentlichte Brings auf einer Platte Lieder und Texte sowie Dokumente.

Rolly Brings tritt vorwiegend mit seinen Freunden und Musikerkollegen Wolfgang Klinger (Gitarre) und Helmut Kraus (Bass) auf; dieses Trio, das überwiegend akustisch spielt, nennt sich „Rolly Brings & Bänd“. Nicht selten hat die Gruppe befreundete Gastmusiker: Pete Haaser (Akkordeon) und Klaus den Geiger. Zwischenzeitlich liest Rolly Brings vor Publikum auch aus eigenen Texten.

Im Frühjahr 2008 spielte Rolly Brings eine Nebenrolle in dem Independent-Film Hotep, der teilweise in Köln gedreht wurde.

Rolly Brings ist der Vater von Peter und Stephan Brings, die zusammen in der Band Brings spielen, und Benjamin Brings, der in der Band Papallapap den Bass spielt, singt und Lieder für diese Kölsch-Band schreibt.

Ehrung

Für sein Eintreten gegen Rassismus wurde Rolly Brings im Mai 2007 zusammen mit den Edelweißpiraten Gertrud Koch, Jean Jülich und Peter Schäfer vom Landschaftsverband Rheinland mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet.[1]

Publikationen

  • 1986: irjendwo dovöre, wo de Stroß ophöt CD und Textbuch
  • 1989: Minsche CD und Textbuch
  • 1993: Heinrich Böll: Mer kumme wick her CD
  • 1995: mer vejesse nit CD
  • 1996: Sonnebrell CD
  • 1997: Museum CD
  • 1998: 1848 von unge CD und Textbuch
  • 1999: Logbuch 1 CD und Textbuch
  • 2002: Och dat, mi Hätz es kölsch (Gesammelte Texte 1971-2002)
  • 2008: Lück sin och Minsche (Enzyklopädie der Kölner Redensarten - zusammen mit Christa Bhatt)
  • 2008: Mond-Marie CD und Textbuch
  • 2010: coLOGneBUCH II ausgewählte Texte 1974 bis 1990 - fotografische Spurensuche: Michael Maye

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.lvr.de/app/presse/index.asp?NNr=2563

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