Saarlouis

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Saarlouis
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Saarlouis
Saarlouis
Deutschlandkarte, Position der Stadt Saarlouis hervorgehoben
49.3166666666676.75181
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Saarlouis
Höhe: 181 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 43,27 kmÂČ
Einwohner:

37.136 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 858 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl: 66740
Vorwahl: 06831
Kfz-Kennzeichen: SLS
GemeindeschlĂŒssel: 10 0 44 115
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Großer Markt 1
66740 Saarlouis
WebprÀsenz: www.saarlouis.de
OberbĂŒrgermeister: Roland Henz (SPD)
Lage der Stadt Saarlouis im Landkreis Saarlouis
Frankreich Franreich Regionalverband SaarbrĂŒcken Landkreis Neunkirchen Landkreis St. Wendel Landkreis Merzig-Wadern Rehlingen-Siersburg Wallerfangen Überherrn Dillingen/Saar Saarlouis Wadgassen Bous (Saar) Ensdorf (Saar) Schwalbach (Saar) Saarwellingen Nalbach Schmelz (Saar) LebachKarte
Über dieses Bild

Saarlouis [zaːrˈlʊÉȘ] ist mit rund 37.300 Einwohnern die sechstgrĂ¶ĂŸte Stadt im Saarland. Die Stadt ist Verwaltungssitz des Landkreises Saarlouis und gilt als Schul- und Handelszentrum. Wirtschaftlicher Schwerpunkt ist die Autoindustrie.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtgliederung

Zu Saarlouis gehören die Stadtteile:

Nachbargemeinden

An Saarlouis grenzen folgende Gemeinden: Dillingen/Saar im Norden, Saarwellingen im Nordosten, Schwalbach und Ensdorf im Osten, Bous im SĂŒdosten, Wadgassen im SĂŒden, Überherrn im SĂŒdwesten sowie Wallerfangen im Westen.

Klima

Klimadiagramm
Der Jahresniederschlag betrĂ€gt 717 mm. Der trockenste Monat ist der April. Am meisten regnet es im Dezember. 44 % der Messorte des Deutschen Wetterdienstes zeigen niedrigere Werte an; der Niederschlag liegt somit im mittleren Drittel. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im unteren Drittel. In 1 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.

Geschichte

GrĂŒndung

Mit dem Frieden von Nimwegen im Jahre 1679 fiel Lothringen an Frankreich. Ein Jahr spĂ€ter, 1680, ließ der französische König Ludwig XIV. (Louis XIV) Saarlouis (ursprĂŒnglicher Name: Sarre-Louis) zum Schutz der neuen Ostgrenze errichten. Der Baumeister SĂ©bastien Le Prestre de Vauban entwarf die Festungsstadt symmetrisch in Sternform mit sechs Bastionen, die zur Aufstellung von Kanonen dienen. Die PlĂ€ne hierzu stammten von Thomas de Choisy. Ein wichtiges Element der Verteidigungsanlagen ist die pont-Ă©cluse (SchleusenbrĂŒcke). Durch sie konnte im Verteidigungsfall nach dem Prinzip einer Inundationsfestung (Überschwemmungsfestung) die durch die Stadt fließende Saar mittels eingelegter Balken aufgestaut werden, um so das Umland zu ĂŒberfluten. Dadurch sollte es einem Belagerer erschwert werden, Kanonen an die Stadt heranzubringen und Erdwerke und LaufgrĂ€ben anzulegen.

Im Zusammenhang mit der Errichtung der Stadt entstanden im Umland einige neue Siedlungen, beispielsweise Beaumarais, Picard, Bourg-Dauphin (heute Neuforweiler) und Felsberg (SteinbrĂŒche). Auch die Geschichte der Dillinger HĂŒtte ist geprĂ€gt von der Entwicklung der Festung, insbesondere von dem Bedarf an Eisenwaren wĂ€hrend des Aufbaus.

1683 verlieh Ludwig XIV. Saarlouis bei einem Besuch das Stadtwappen mit der aufgehenden Sonne und den drei bourbonischen Lilien. Der Wappenspruch lautet Dissipat Atque Fovet: Sie (die Sonne) zerstreut (die Wolken) und erwÀrmt (die Erde).

Festungsanlagen

Stadtplan und Festungsanlagen von Saarlouis, 1693

Die ehemalige Festung Saarlouis [2] bestimmt auch heute noch den sechseckigen Grundriss der Innenstadt. Neben den Bauwerken von Vauban finden sich auch noch einige Anlagen aus dem 19. Jahrhundert, die nach dem Abzug der Franzosen von den Preußen angelegt wurden. Ab 1887 wurde die Festung geschleift, dennoch finden sich im Norden der Innenstadt WĂ€lle und GrĂ€ben der Festung. Die WĂ€lle werden heute unter dem Namen Kasematten von der Gastronomie genutzt, wĂ€hrend die wassergefĂŒllten GrĂ€ben in die stĂ€dtischen GrĂŒnanlagen integriert wurden. Auf der Vauban-Insel, einem ehemaligen Demi-lune, befinden sich heute die DenkmĂ€ler fĂŒr Marschall Ney und den Soldaten Lacroix.

Im Innenstadtbereich befinden sich eine Reihe von ehemaligen Kasernen, die heute unter anderem als Museum und Einkaufszentrum genutzt werden. Die sogenannte Vauban-Kaserne von 1680 ist die Àlteste ihrer Art.

Die ebenfalls von Vauban erbaute und im Elsass gelegene Festungsstadt Neuf-Brisach (Neubreisach) weist in Konstruktion und Lage hohe Ähnlichkeiten mit Saarlouis auf und ist bis heute grĂ¶ĂŸtenteils in ihrem Originalzustand erhalten.

Zwischen Lothringen, Frankreich und Preußen

1697 erlangte Lothringen seine SouverĂ€nitĂ€t zurĂŒck, Saarlouis blieb jedoch französische Exklave.

Im Zuge der Französischen Revolution erfolgte die Umbenennung der Stadt in Sarre-Libre, was 1810 wieder rĂŒckgĂ€ngig gemacht wurde.

Im Frieden von Paris musste Frankreich 1815 seine Gebiete an der Saar â€“ darunter auch Saarlouis â€“ an Preußen abtreten. Aus dieser Zeit stammt auch die Geschichte vom Soldaten Lacroix. Die Preußen bauten die von den Franzosen errichteten Festungswerke weiter aus und legten unter anderem die oben erwĂ€hnten Kasematten an.

1907 wurde das bis dahin eigenstÀndige Roden nach Saarlouis eingemeindet.

Saargebiet und Zweiter Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt 1918 von Frankreich besetzt. Das Saargebiet kam unter die Verwaltung des Völkerbundes und wurde ins französische Zollgebiet eingegliedert. Nach der Volksabstimmung von 1935 wurde das Saargebiet wieder deutsch.

Saarlouis wurde 1936 im Zuge von großen Eingemeindungen mit dem heutigen Stadtteil Fraulautern (ehemaliges Kloster „Lautern“) zusammengeschlossen und in Saarlautern umbenannt. Der Wegfall des Namensteils „Louis“ wurde möglicherweise im Zuge der GermanisierungsbemĂŒhungen der Nationalsozialisten wohlwollend betrachtet, was aber nicht durch PrimĂ€rquellen[3] schriftlich dokumentiert ist, aber eine Annahme darstellt, die durch mehrere indirekte Aussagen[4] gestĂŒtzt wird. Eine erste ErwĂ€hnung des Namens Saarlautern erfolgte durch Adolf Hitler auf Wahlkampfkundgebungen 1935, die jedoch eher einen provozierenden Charakter innehatten, da man den französischen Namensbestandteil Louis wegfallen ließ. Nachvollziehbar durch vorhandene Dokumente, wie z. B. lokale Festzeitschriften, ist hingegen die Kontraktion der keltischen Namensbestandteile von Saar und Lautern[5]. Nach der amtlichen Gemeindestatistik des Deutschen Reichs [6] wurde der Name Saarlautern am 13. Januar 1936, dem ersten Jahrestag der Volksabstimmung, eingefĂŒhrt, wĂ€hrend die Eingemeindung Fraulauterns erst am 1. April 1936 erfolgte.

Der Zweite Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren in Saarlouis. Bereits 1942 erlitt die Stadt ein starkes Bombardement, weil die Royal Air Force in der Nacht Saarlouis mit SaarbrĂŒcken verwechselte. Bei dem Angriff wurden erstmals Markierungsbomben verwendet. In der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt im Herbst 1944 von Hitler zur „Zitadelle Saarlautern“ erklĂ€rt. In den folgenden Gefechten zwischen Deutschen und Amerikanern wurde die Stadt mehrfach wechselseitig eingenommen. Artilleriebeschuss zerstörte große Teile der historischen Innenstadt, der HĂ€userkampf tat sein ĂŒbriges. Luftangriffe fanden ihre Ziele vor allem in Fraulautern sowie in der NĂ€he der Bahnanlagen von Roden.

Nachkriegszeit

Nach der endgĂŒltigen Eroberung durch die Amerikaner wurde das Saargebiet durch Frankreich besetzt, das anfĂ€nglich auch eine Annexion anstrebte. Von der französischen Besatzungsmacht erhielt Saarlouis am 14. Juli 1945 wieder seinen ursprĂŒnglichen Namen zurĂŒck.[7]

Die Regierung des separatistisch orientierten MinisterprĂ€sidenten Johannes Hoffmann (CVP) bildete schrittweise eine weitreichende Autonomie unter Anlehnung an Frankreich und mit dem Ziel einer EuropĂ€isierung heraus. 1947 erhielt das Saarland eine eigene Verfassung, 1950 wurde der Besatzungszustand aufgehoben, und ab 1953 bestand faktisch ein unabhĂ€ngiger Staat. 1955 entschieden sich die SaarlĂ€nder allerdings fĂŒr den Wiederanschluss an Deutschland, der politisch am 1. Januar 1957 und wirtschaftlich am 6. Juli 1959 erfolgte.

Seit 1972 ist Saarlouis â€“ nach dem Abzug des letzten französischen Truppenkontingents im Jahre 1968 â€“ Garnisonsstadt der Bundeswehr. In der Graf Werder-Kaserne sind der Stab der Luftlandebrigade 26 ("Saarland-Brigade") sowie weitere Teile der Brigade stationiert.

1980 feierte Saarlouis seinen 300. Geburtstag. Zu diesem Anlass schrieb Alfred Gulden das TheaterstĂŒck Saarlouis 300.

Politik

Stadtrat

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 50,5 %
 %
50
40
30
20
10
0
31,8%
27,6%
14,4%
12,5%
6,9%
6,8%
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-10,1%
-11,2%
+5,2%
+12,5%
+3,8%
-0,2%

Der Stadtrat mit 45 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen:

Partei Stimmen in % Sitze
CDU 4.628 31,79% 15
SPD 4.022 27,63% 13
GrĂŒne 2.093 14,38% 6
Die Linke 1.820 12,50% 5
FDP 1.005 6,90% 3
Freie WĂ€hler 989 6,79% 3
Gesamt 45

BĂŒrgermeister [8][9]

Maire oder Burguemestre

  • 1683–1710: Ferdinand Heil[11]
  • 1780–1790: Michel Souty[12]
  • 1799: François Souty[13]
  • 1800: Michel Reneauld[14]
  • 1802–1812: François Souty[13]
  • 1812–1826: Michel Reneauld[14]
  • 1827–1829: Jakob Klein
  • 1830–1857: Paul Franz-Charmois (Charmoy)
  • 1857–1872: Friedrich Franz Trable (Terable)
  • 1877–1904: Josef Titz[15]
  • 1904–1906: Dr. jur. Heinrich Hellenbroich
  • 1906–1918: Dr. Karl August Kohlen
  • 1918–1919: Dr. Peter Gilles (Dr. Gillen)[16]
  • 1919–1920: Dr. Jacob Hector[16]
  • 1920–1935: Dr. Johann Josef Latz[17]
  • 1936–1938: Franz Schubert
  • 1938–1945: Josef Christoph Ullenberger
  • 1945: Franz Blass, kommissarisch
  • 1946–1949: Walter Bloch[18]
  • 1949–1956: Anton Merziger (CVP)[18]
  • 1956: Prof. Dr.Gladel (Verwalter 4 Mon.)[18]
  • 1956–1967: Hubert Schreiner (CDU)[18]

Ab 1974: OberbĂŒrgermeister

  • 1967–1987: Dr. Manfred Henrich (SPD)[19]
  • 1987–1997: Richard Nospers (SPD)
  • 1997–2005: Hans-Joachim Fontaine (CDU)
  • seit 2005: Roland Henz (SPD)

Wappen

Das Wappen ist zweigeteilt: Der Schildhaupt enthĂ€lt drei stilisierte goldene Lilien auf blauem Grund; der untere Teil der Wappens wird gebildet durch einen silbernen Hintergrund, auf dem sich rechts eine strahlende goldene Sonne, links eine blaue lĂ€ngliche Wolke befindet. Das Vollwappen, welches eine majestĂ€tische Rundform aufweist, enthĂ€lt zudem noch ein purpurnes Spruchband mit der goldenen Devise „Dissipat atque fovet“ ([Die Sonne] „zerstreut und erwĂ€rmt“ [die Erde]), darĂŒber eine goldene Mauerkrone, aus der zwei goldene Lorbeerzweige mit flatternden blauen BĂ€ndern emporwachsen. Unter dem Schild befinden sich zwei grĂŒne Lorbeerzweige mit roten FrĂŒchten, die ebenfalls mit einer blauen Schleife zusammengebunden sind.

Das Ă€lteste, von Ludwig XIV. von Frankreich im Jahre 1683 verliehene kommunale Wappen im Saarland hat die Verleihung (13. Januar 1937) eines Wappens in der NS-Zeit – in Rot ĂŒber rotgefugten silbernen Zinnenmauer ein silberner Adler, auf der Brust belegt mit einer roten Raute, darin ein silbernes Hakenkreuz – ĂŒberstanden. Die Deutung des Wappens hat von den bourbonischen Lilien als Hinweis auf die GrĂŒnder der Festungsstadt auszugehen. Die Devise und die Figuren in der unteren SchildhĂ€lfte verweisen dabei auf den „Sonnenkönig“.

StÀdtepartnerschaften

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Museen

SehenswĂŒrdigkeiten

Blick vom Großen Markt in die Deutsche Straße, 1890. An der Stelle des rechten EckgebĂ€udes steht heute das Rathaus.
  • Großer Markt (ehemaliger Exerzierplatz) mit alter Kommandantur im Stil des Barock aus den Jahren 1680-1683. Er ist mit vier Trinkwasserbrunnen aus dem 19. Jahrhundert an den Platzecken ausgestattet. Der Große Markt dient heute als Park- und nach wie vor als Marktplatz. Er wurde zwischen 1680 und 1690 errichtet. Die Architekten waren SĂ©bastien le Prestre de Vauban und Thomas de Choisy.

Am Großen Markt wird besonders deutlich, dass die Stadt auf dem Reißbrett entworfen wurde: die Diagonalen zeigen genau in Nord-SĂŒd bzw. Ost-West-Richtung. Der von einer doppelten Platanenallee umgebene quadratische Platz war Mittelpunkt der Festung. Er besitzt auch heute noch eine zentrale Funktion. In französischer Zeit hieß er „Place d’Armes“ und diente als Parade- und Exerzierplatz. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verĂ€nderte sich der Große Markt. 1889 fand in Saarlouis die Entfestigung statt. Bereits damals verlor der Große Markt seine Geschlossenheit und Harmonie. Die FontĂ€ne in der Mitte verschwand, die Eckbrunnen wichen den Steinobelisken. Die GebĂ€ude, die den großen Markt umgaben, wurden saniert. UrsprĂŒnglich waren nur zwei der Marktviertel mit einem Kopfsteinpflaster versehen, wĂ€hrend die beiden anderen Karrees zunĂ€chst unbefestigt blieben. Seine einheitliche Hartdecke aus großen quadratischen Betonplatten erhielt der Große Markt erst 1937. Zu dieser Zeit hieß der Große Markt Adolf-Hitler-Platz. Die Brunnen an den vier Marktecken, aus denen bis heute Trinkwasser fließt, stammen aus preußischer Zeit. Der Marienbrunnen wurde 1956 errichtet. Die Idee dazu entstand 1953 im „Marianischen Jahr“. In den letzten Jahrzehnten konnte sich die moderne Architektur am Großen Markt verwirklichen. Heutzutage dient der vormalige Paradeplatz als Parkplatz. Mit einer GrĂ¶ĂŸe von 10.000 Quadratmetern war er gegenĂŒber der ĂŒbrigen FlĂ€che der damaligen Festungsstadt stark ĂŒberdimensioniert. Hierin spiegelt sich die ĂŒbergeordnete militĂ€rische Bedeutung wider, die Saarlouis zur GrĂŒndungszeit innehatte. Die geordnete WeitlĂ€ufigkeit, die den Paradeplatz aus der verwinkelten Enge der Wohnviertel heraushob, machte diesen zwangslĂ€ufig zu einem Wahrzeichen der Stadt. Die geometrische Klarheit und weitlĂ€ufige Ordnung des Marktes ĂŒben eine Faszination aus. Als Teil eines geometrisch vollkommenen Gesamtkunstwerks hatten die Festungsbaumeister Vauban und Choisy die Place d’Armes konzipiert und als HerzstĂŒck in das königliche Sechseck der Festung Saarlouis eingefĂŒgt. Vom Großen Markt gingen die Deutsche und die Französische Straße ab, die an den Befestigungsanlagen jeweils durch einen Torbau fĂŒhrten. Überreste des Deutschen Tores sind erhalten, das Französische Tor wurde vollstĂ€ndig beseitigt.

St. Ludwig
Rathaus
  • Katholische Pfarrkirche St. Ludwig am Großen Markt, ursprĂŒnglich im Jahr 1685 gebaut, aber regelmĂ€ĂŸig von Katastrophen heimgesucht, wie in einer in der Kirche aushĂ€ngenden Dokumentation nachzulesen ist. Im 19. Jahrhundert und im 20. Jahrhundert stark umgebaut. Das Kirchenschiff aus dem Jahre 1970 wurde vom Professor Gottfried Böhm entworfen und in Sichtbeton ausgefĂŒhrt.
  • Evangelische Kirche, erbaut in den Jahren 1904-1906 nach PlĂ€nen von Carl SchlĂŒck. Der Kirchenbau steht auf der ehemaligen Bastion V an der Kaiser-Wilhelm-Straße und weist Elemente der deutschen Renaissance auf. Im Garten befindet sich ein von Konfirmanden der Gemeinde angelegtes begehbares Labyrinth, das der Öffentlichkeit zugĂ€nglich ist. Zwei Eichen in diesem Garten wurden 1910 aus Eicheln der Luthereiche in Wittenberg gezogen; auch weiteren Exemplaren aus dem alten Baumbestand werden historische HintergrĂŒnde zugesprochen.
  • Marienbrunnen aus dem Jahre 1956
  • Rathaus aus den Jahren 1951-1954 mit dem Gobelinsaal mit der Ausstattung aus dem 17./18. Jahrhundert
  • Reste der von SĂ©bastien Le Prestre de Vauban entworfenen Festungsanlagen
  • Saaraltarm (mit Vauban-Insel mit den DenkmĂ€lern des Marschall Ney und des Soldaten Lacroix) und Stadtgarten
  • Altstadt mit dem Geburtshaus des Michel Ney in der Bierstraße und einer lebendigen Kneipenszene
  • Das Canisianum aus dem Jahr 1691
  • Das KreisstĂ€ndehaus, das Elemente der Neorenaissance und auch des französischen Barocks aufweist (z.B. Stuckelemente im GebĂ€ude), wurde 1894/95 erbaut. UrsprĂŒnglich befanden sich im Untergeschoss BĂŒrorĂ€ume und SitzungssĂ€le der Stadtverwaltung. Die RĂ€ume im Obergeschoss wurden als WohnungsrĂ€ume vom Landrat genutzt.

Die Fassade des untersten Geschosses des KreisstĂ€ndehauses besteht komplett aus rotem Sandstein, wodurch es sich von der ersten Etage deutlich abgrenzt, die in weiß gehalten ist. Die weißen Fester des Erdgeschosses enden in einem Rundbogen, die des Obergeschosses sind von demselben rotem Sandstein umrandet, sind rechteckig. In der Mitte des GebĂ€udes sticht ein sandsteinerner Balkon hervor, der mit vier SĂ€ulen, die ein Kompositkapitell haben, ans Dach anschließen. Heute enthĂ€lt das KreisstĂ€ndehaus Bereiche des Amtes fĂŒr Schulen, Kultur und Sport außerdem die Kreisbibliothek, das Kreisarchiv und die Kreisbildstelle, den Sitzungssaal fĂŒr Ausschusssitzungen des Kreistages und die Fraktionszimmer.

Standort: Kaiser-Wilhelm Straße 4 – 6

  • Kaserne X (10)

Über das Baudatum der Kaserne X liegen unterschiedliche Angaben vor. Eine Quelle gibt das Jahr 1831, eine andere den Zeitraum zwischen 1832 und 1833, an. Das bis heute erhaltene GebĂ€ude wurde parallel zum Verlauf der Festungsmauer in unmittelbarer NĂ€he zu den frĂŒheren Kasernen II und III an der Kavalleriestraße errichtet. Der durch stark ausgeprĂ€gte Pilaster gegliederte zweigeschossige Bau entstand im klassizistischen Stil. Der dreigeschossige Mittelbau tritt gegenĂŒber den beiden FlĂŒgeln, die ĂŒber je sechs Fensterachsen verfĂŒgen, etwas vor. Die drei Vertikalachsen des Mittelbaus mĂŒnden in einem breiten Dreiecksgiebel. Im Inneren ist das GebĂ€ude in viele kleine RĂ€ume geteilt, wie es fĂŒr Kasernen ĂŒblich war und ist. Die RĂ€ume befinden sich sowohl auf der Vorder- als auch auf der RĂŒckseite und sind durch einen Gang in der Mitte des GebĂ€udes voneinander getrennt. Hierbei ist die GrundflĂ€che aller RĂ€ume fast identisch. Von Außen lĂ€sst sich erkennen, dass das GebĂ€ude 50:50 aufgebaut ist. Hierbei stellen Erdgeschoss und 1. Stock die eine HĂ€lfte und das Dach die zweite HĂ€lfte der Gesamthöhe dar. An der Fassade kann man durch die Abgrenzung von SĂ€ulen die Breite der inneren RĂ€ume erkennen.

Bereits 1880 befand sich auf dem GelĂ€nde der Kaserne X ein kleiner Brauereibetrieb. Nach dem Ersten Weltkrieg begann eine vielfĂ€ltige Nutzungsgeschichte mit vielen verschiedenen Firmen. In den 60er Jahren war eine Lebensmittelgroßhandlung in den RĂ€umen der Kaserne X ansĂ€ssig. Die weitere Nutzungsabfolge war gekennzeichnet durch hĂ€ufige VerĂ€nderungen.

  • Der Katerturm wurde im Vorfeld der Abstimmung ĂŒber das Saar-Statut 1955 errichtet und sollte eigentlich nur kurze Zeit stehen bleiben. 2001 wurde jedoch seine Sanierung beschlossen, die 2008 abgeschlossen wurde.

siehe auch: Liste der BaudenkmÀler in Saarlouis

Kirchen und Gemeinden

In Saarlouis gibt es in allen Stadtteilen hauptsÀchlich katholischen Kirchen. Daneben gibt es noch evangelische Kirchen, eine neuapostolische Kirche sowie eine Freie evangelische Gemeinde.[20]

Sport

Saarlouiser Vereine in oberen Spielklassen:

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Besonders bekannt ist die Saarlouiser Woche mit der Emmes, sie findet am ersten Wochenende im Juni statt.

Daneben gibt es das Altstadtfest, die Ludwigskirmes, am Karfreitag das italienische Passionsspiel „Via Crucis“, den Ostermarkt, das Oktoberfest, den Mantelsonntag - ein verkaufsoffener Sonntag vor Allerheiligen - und einen Weihnachtsmarkt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Industriehafen Saarlouis/ Dillingen

Saarlouis ist ĂŒber die Bundesautobahnen 8 (Perl–Bad Reichenhall) und 620 (nach SaarbrĂŒcken) und die Bundesstraßen 51 (Bremen–SaargemĂŒnd), 269 (Longkamp–Überherrn–Felsberg (Saar)) und 405 (Thionville–Saarwellingen) gut an das ĂŒberregionale und internationale Straßennetz angebunden.

Die Stadt liegt außerdem an der Bahnlinie SaarbrĂŒcken–Trier.

Über den Saarhafen Saarlouis-Dillingen besteht eine Anbindung an das europĂ€ische Binnenwasserstraßennetz. 2008 betrug der Umschlag rund 3,6 Millionen Tonnen.[21]

In der Vergangenheit bestand ein umfangreiches Netz von Straßen- und Kleinbahnen im Kreis Saarlouis. Heute wird der ÖPNV in erster Linie von den Kreisverkehrsbetrieben Saarlouis durchgefĂŒhrt.

OrtsansÀssige Unternehmen

Die Automobilfirma Ford betreibt am Ort ein großes Automobilwerk, in dem die Typen Ford Focus, Ford C-MAX sowie der Ford KUGA produziert werden. Mit rund 6.000 BeschĂ€ftigten ist Ford einer der grĂ¶ĂŸten Arbeitgeber der Region.

Weitere bedeutende Unternehmen sind das Kaufhaus Pieper mit mehreren GebĂ€uden in der Innenstadt sowie die Schokoladenfabrik „Ludwig“ in Saarlouis mit ĂŒber 1.000 Mitarbeitern. In Saarlouis-Roden hat die Firma DSD-Dillinger Stahlbau ihren Sitz. Die seit 1847 bestehenden Mineralölwerke MĂ©guin GmbH & Co. KG gehören seit 2006 mehrheitlich zur Liqui Moly GmbH aus Ulm und produzieren fĂŒr diese u.a. die komplette Palette an Motorenölen. Die Kreissparkasse Saarlouis ging aus der Fusion zwischen der alten KSK Saarlouis und der Stadtsparkasse Saarlouis 1987 hervor. Die Distributa-Handelsgruppe, die circa 3.000 Mitarbeiter beschĂ€ftigte, hatte ihren Sitz im Saarlouiser Industriegebiet Metzer Wiesen. Die in der Innenstadt ansĂ€ssige DonnerbrĂ€u-Brauerei war international tĂ€tig bis 1978.

Bildung

Saarlouis ist der Sitz der Erweiterten Realschule Martin-Luther-King, der Realschule in den Fliesen, zweier Berufsbildungszentren und dreier Gymnasien:

DarĂŒber hinaus haben viele weitere Schulen ihren Standort in der Kreisstadt. Insgesamt besuchen ĂŒber 10.000 SchĂŒler die Schule in Saarlouis.

Gerichte

Hier sind das Amtsgericht Saarlouis, das zum Landgerichtsbezirk und zum Oberlandesgerichtsbezirk SaarbrĂŒcken gehört, sowie das das Arbeitsgericht Saarlouis ansĂ€ssig. Außerdem befinden sich dort das Verwaltungsgericht des Saarlandes und das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes.

MilitÀr

In Saarlouis sitzt der Brigadestab der Luftlandebrigade 26 sowie die Luftlandepionierkompanie 260 der Bundeswehr. Ferner hatte das Verteidigungsbezirkskommando 46 bis Ende 2006 seinen Sitz in Saarlouis. Das Einzugsgebiet des Verteidigungsbezirkskommandos ging bis an den Rhein und umfasste somit ein Gebiet von SaarbrĂŒcken bis Mainz und Ludwigshafen. Mit der bundesweiten Aufstellung der Landeskommandos zu Beginn 2007 hat das Landeskommando Saarland (LKdo SL) seinen Sitz bei der Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis.

Feuerwehr

Mit ihrem GrĂŒndungsjahr 1811 ist die Freiwillige Feuerwehr Saarlouis die Ă€lteste dokumentierte Freiwillige Feuerwehr in der Bundesrepublik Deutschland. Sie umfasst heute die vier Löschbezirke Innenstadt, Ost, Lisdorf und West und unterhĂ€lt mit 231 aktiven Mitgliedern (darunter 22 Frauen) rund 30 Einsatzfahrzeuge, mit denen sie ca. 400 EinsĂ€tze jĂ€hrlich bewĂ€ltigt.

Zwar könnte es eventuell Ă€ltere Wehren in Deutschland geben. Im Gegensatz zur Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis, die am 16. September 1811 gegrĂŒndet wurde, können diese jedoch ihr genaues GrĂŒndungsdatum nicht belegen.

KrankenhÀuser, Seniorenheime

  • Marienhausklinikum St. Elisabeth
  • Krankenhaus des DRK

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

  • Jakob Hector (1872–1954); BĂŒrgermeister 1919/20; Verleihung 1950
  • Paul von Lettow-Vorbeck (1870–1964); deutscher Offizier; Verleihung 1956

Söhne und Töchter der Stadt

Sprache

Das Saarlouiser Platt gehört zur moselfrĂ€nkischen Dialektgruppe, die außer dem nördlichen Teil des Saarlandes im Wesentlichen Rheinland-Pfalz, Teile Lothringens und ganz Luxemburg abdeckt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Saarland.de – FlĂ€che, Bevölkerung in den Gemeinden am 31.12.2010 nach Geschlecht, Einwohner je kmÂČ und Anteil an der Gesamtbevölkerung (PDF) (Hilfe dazu)
  2. ↑ Historische Karte als Digitalisat der UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek DĂŒsseldorf
  3. ↑ Antwortschreiben auf Anfrage an das Stadtarchiv der Stadt Saarlouis, Oktober 2009, vorgehalten vom Rodena Heimatkundeverein Saarlouis-Roden
  4. ↑ Beispiel, Dirk Deissler: Die entnazifizierte Sprache: Sprachpolitik und Sprachregelung in der Besatzungszeit. Lang, 2004, 2. Auflage. 9783631527221. Seite 115: "... nur eine Hitler'sche Provokation aus dem Jahr 1935 darstelle."
  5. ↑ Saarlautern, die Grenzstadt mit neuem Namen, Festzeitschrift Saarlautern, 1938
  6. ↑ Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis fĂŒr das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 278
  7. ↑ Amtsblatt des RegierungsprĂ€sidiums Saar. 1945, Heft 2, S. 3 (PDF; 183 KB).
  8. ↑ BĂŒrgermeister und andere Persönlichkeiten | Saarlouis.de
  9. ↑ Stadt Saarlautern. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  10. ↑ Thomas de Choisy. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  11. ↑ Ferdinand Heil. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  12. ↑ Michel Souty. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  13. ↑ a b François Souty. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  14. ↑ a b Michel Reneauld. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  15. ↑ Joseph Titz. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  16. ↑ a b Dr. Jakob Hector. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  17. ↑ Dr. Johann Josef Latz. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  18. ↑ a b c d Anton Merziger. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  19. ↑ Dr. Manfred Henrich. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  20. ↑ Kirchen & religiöse Gemeinschaften. Abgerufen am 10. Mai 2010.
  21. ↑ Statistisches Bundesamt

Literatur

  • Ludwig Karl Balzer: Saarlouis. Aktuelle und historische Berichte ĂŒber die Stadt Saarlouis eingeschlossen alle sechs Stadtteile. Verlag Dr. Nikolaus Fontaine, Saarlouis 1964.
  • Breuer-Pyroth, Norbert: „Vaschtesche mich?“ - Wörterbuch des Alt-Saarlouiser Sprachgutes, Editions Norbert Breuer, Saarlouis, 4. Auflage 2006, ISBN 3-00-020012-6
  • Walter Hesse (Hrsg.): Saarlouiser Festungs-Impressionen
 die Festung lebt, 2011
  • Walter Hesse: Französische Straße Saarlouis - Eine Straße feiert Geburtstag 1998
  • Edith Braun, Karin Peter: Saarlouiser Mundartbuch, ISBN 3-930843-47-1
  • Geschichte der Kreisstadt Saarlouis, Band 1 - 6
  • Ludwig Karl Balzer: Das königliche Sechseck - Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, 2002, ISBN 3-930843-65-X
  • Gabriel Mahren: Von Saarlouisern fĂŒr Saarlouis, Geschichte der Energie- und Wasserversorgung, 2007
  • Roland Henz (Hrsg.) und Jo Enzweiler (Hrsg.): Saarlouis - Stadt und Stern. SaarbrĂŒcken: Verl. St. Johann, 2011. 216 S., 117 Farbabb., 128 SW-Abb. ISBN 3-938070-62-5

Weblinks

 Commons: Saarlouis â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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   Wikipedia Español

  • Saarlouis —   [ lʊi],    1) 45 Saarlautern, Kreisstadt im Saarland, 181 m ĂŒber dem Meeresspiegel, an der Saar in einer Talweitung, 38 500 Einwohner; Oberverwaltungsgericht des Saarlandes, Einkaufs und Schulzentrum, StĂ€dtisches und Kunstmuseum; Automontage,… 
   Universal-Lexikon

  • Saarlouis — (spr. Saarlnih), 1) Kreis des Regierungsbezirks Trier in der preußischen Rheinprovinz, 8,5 QM., 50,800 Ew.; ebener, von der Saar durchflossener, an Steinkohlen u. Eisen ergiebiger Boden; 2) Kreisstadt u. Festung, von Vauban 1681 angelegt, auf… 
   Pierer's Universal-Lexikon

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   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Saarlouis — Saarlouis, Kreisstadt im preuß. Reg. Bez. Trier, an der Saar, (1905) 8309 E., Garnison, Land , Amtsgericht; bedeutende Industrie (Fayence, Glas, Panzerplatten, Steinkohlengruben); bis 1815 französisch, bis 1889 Festung 
   Kleines Konversations-Lexikon

  • Saarlouis — Saarlouis, preuß. Festung an der Saar, 1815 von Frankreich abgetreten, mit 5000 E., Lederhandel, Bergbau auf Blei u. Eisen. Geburtsort des Marschall Ney. Greniers u. 9 anderer Generale, 507 EhrenlegionĂ€rs 
   Herders Conversations-Lexikon

  • Saarlouis — Infobox Ort in Deutschland Art = Stadt image photo = LudwigskircheSaarlouis.jpg image caption = The Ludwigskirche (Saint Louis Church) Wappen = Wappen kreisstadt saarlouis.jpg lat deg = 49 |lat min = 19 | lat sec=0 lon deg = 6 |lon min = 45 | lon 
   Wikipedia

  • Saarlouis — Sarrelouis Sarrelouis (Saarlouis) 
   WikipĂ©dia en Français

  • Saarlouis — Original name in latin Saarlouis Name in other language Saarlouis, Saarlui, Saarluise, Sarlouis, Sarrelouis, ZPT, jaleullu i, sa er lu yi, zaarlui, zarlwyys, zarurui, ĐĄĐ°Đ°Ń€Đ»ŃƒĐž, ĐĄĐ°Đ°Ń€Đ»ŃƒĐžŃĐ”, ĐĄĐ°Ń€Đ»ĐŸŃƒĐžŃ State code DE Continent/City Europe/Berlin… 
   Cities with a population over 1000 database

  • Saarlouis — â–Ș Germany       city, Saarland Land (state), southwestern Germany. It lies along both sides of the Saar River, near the French border, northwest of SaarbrĂŒcken. Founded and named by Louis XIV of France in 1680 and fortified (1680–86) by the… 
   Universalium


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