Salzkammergut

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Salzkammergut
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Salzkammergut (√Ėsterreich)
Salzkammergut
Salzkammergut

Das Salzkammergut ist ein Landschafts- und historischer Kulturraum in √Ėsterreich, am Nordrand der Alpen.

Geschichtlich gesehen ist das Salzkammergut eine Region in Oberösterreich um Bad Ischl und Hallstatt, später auch Ebensee und Gmunden, heute umfasst der Begriff Salzkammergut allgemeiner eine Region, die sich von Fuschlsee, Wolfgangsee und Mondsee in das Almtal, vom Tal der Vöckla bis zum Dachstein und dem Grimming erstreckt. Die in der heutigen Tourismusregion Salzkammergut zusammengefassten Gemeinden reichen im Westen sogar bis zur östlichen Stadtgrenze von Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Landschaft des Salzkammerguts ist geprägt vom Flusssystem der Traun mit insgesamt 76 größeren und kleineren Seen, den Salzkammergutbergen und den umliegenden Bergen (Dachstein, Totes Gebirge, Osterhorngruppe, Traunstein (Berg) und Höllengebirge).

‚ÄěEs ist landschaftlich einer der sch√∂nsten Teile der Deutschen Alpen [sic], mit lieblichen, lachenden Gegenden, freundlichen St√§dtchen und Schl√∂ssern, gro√üartigen Gebirgskesseln mit dunkelgr√ľnen Seen, tosenden B√§chen, hochragenden Bergriesen, von denen sich Gletscher herabziehen.‚Äú

‚Äď Meyers Konversations-Lexikon, 1888[1]

Wegen seiner Alpenrandlage hat das Salzkammergut Anteil an drei abgestuften Landschaftstypen: Dem weitgehend flachen Alpenvorland im Norden, dem Mittelgebirge der Flyschzone und den nördlichen Kalkalpen im alpinen Bereich.

Der ober√∂sterreichische und steirische Anteil des Salzkammergutes ist gepr√§gt vom eiszeitlichen Dachsteingletscher, der sich in der gr√∂√üten Ausdehnung bis √ľber seine n√∂rdlichen Grenzen hinaus an den Hausruck erstreckte. Als er sich auf sein heutiges Ausma√ü zur√ľckzog, lie√ü er die vielen Seen als Gletscherrandseen stehen, ebenso manches Hochmoor (etwa das L√∂ckermoos, das zum Welterbe Hallstatt, Dachstein & Salzkammergut z√§hlt).

Die aus unterschiedlichen Kalk- und Dolomitgesteinen (Wettersteinkalk, Dachsteinkalk, roter Liaskalk, Hauptdolomit) aufgebauten Gebirgsz√ľge neigen durch ihren hohen Verkarstungsgrad zur Ausbildung ausgepr√§gter H√∂hlensysteme. So findet man im Dachsteinmassiv nicht nur die l√§ngste H√∂hle √Ėsterreichs (Hirlatzh√∂hle), sondern auch die tropfsteinreichste H√∂hle der N√∂rdlichen Kalkalpen (Gassel-Tropfsteinh√∂hle, Schauh√∂hle).

Das Ober√∂sterreichische Salzkammergut erstreckt sich nach der Ober√∂sterreichischen Raumplanung √ľber die Raumeinheiten Salzkammergut-Talungen (oberes Trauntal mit Traunsee) und Attersee-Mondsee-Becken als Zentralr√§ume und die Mondseer Flyschberge, Traun- und Atterseer Flyschberge, die Salzkammergut-Voralpen und Teile des V√∂ckla-Ager-H√ľgellands und Kalk-Hochalpen.
Das Steirische Salzkammergut umfasst das Ausseerland (Traunquellgebiet mit den Seen) und die Tauplitz-Region. Die Landschaft des Salzburgischen Salzkammergutes wird durch Gebiete um den Wolfgangsee gebildet. Zum Salzburger Anteil an der Tourismusregion Salzkammergut gehört aber auch die Region um den Fuschlsee mit seinen sieben Orten,.

Angrenzende Regionen sind das V√∂cklatal im Nordosten, die Region Pyhrn-Eisenwurzen im Osten, das obere Ennstal mit der Region Schladming‚ÄďDachstein im S√ľden, im S√ľdwesten der Ennspongau, im Westen Tennengau und Flachgau mit dem Salzburger Seengebiet im Nordwesten.

Geschichte

Fr√ľhgeschichte

Die Besiedlung der abwechslungsreichen Landschaft des Salzkammerguts l√§sst sich bis in das Neolithikum zur√ľckverfolgen. Eine der bedeutendsten Kulturen ist die Mondseekultur der sp√§ten Jungsteinzeit zwischen 3600 und 3300 v. Chr. mit ihren seeufernahen Pfahlbausiedlungen.

Der Name wichtiger Orte leitet sich von ausgepr√§gten Salzvorkommen der Region ab. Der Wortteil ‚ÄěHall‚Äú in Hallstatt geht auf das keltische Wort f√ľr Salz zur√ľck, ein Begriff, der sich auch im Wort ‚ÄěSalzkammergut‚Äú findet. Schon die Illyrer und fr√ľhere V√∂lker versiedeten nach 3000 v. Chr. salzhaltige Quellen und gewannen so Salz. Dieses Gewerbe nahm um 2000 v. Chr. einen fr√ľhindustriellen Charakter an. Um 1500 v. Chr. begann mit dem Bronzepickel der bergm√§nnische Salzbergbau, in Hallstatt befindet sich der vermutlich √§lteste Salzbergbau der Welt. Der Bergbau erreichte nach 1300 v. Chr. in der Nordgruppe des Hallst√§tter Salzbergbaues betr√§chtliche Tiefen und zeugte von hohen geologischen und technischen Kenntnissen. Eine ganze Epoche ist nach dem Salzbergbau in Hallstatt am Hallst√§tter See benannt: die keltische Hallstattzeit (1200 bis 750 v. Chr.). Die Siedlungen der Region waren von jeher durch den Reichtum an Salz gepr√§gt.

Altertum

Mit dem Einmarsch der R√∂mer 15 v. Chr. endete die ebenfalls keltische Latenezeit, eine Weiterentwicklung der Hallstattzeit. Zuvor schon bestanden intensive Handelsbeziehungen zwischen Kelten und R√∂mern. Unter r√∂mischer Herrschaft wurde das keltische Herrschaftsgebiet als Noricum r√∂mische Grenzprovinz. Damals begann vermutlich schon der Abbau von Salz durch das Laugeverfahren und die Anlage von Salinen. Um 100 n. Chr. ist in Hallstatt eine r√∂mische Siedlung belegt. Nach 180 n. Chr. fielen die germanischen St√§mme der Markomannen und Quaden in weiten Teilen von Noricum ein und verw√ľsteten weite Landstriche. Die Romanokeltische Siedlung Hallstatt wurde ebenfalls zerst√∂rt. Durch den Einfall der Hunnen in Osteuropa wurde der Druck germanischer V√∂lkerschaften auf das r√∂mische Reich immer st√§rker. 488 erteilte der Ostgote Odoaker als Nachfolger des letzten westr√∂mischen Kaisers den Befehl zur R√§umung der Provinz Ufernorikum.

Mittelalter

Um 530 drangen bairische St√§mme weitgehend friedlich in das Ostalpengebiet ein. Die neuen bairischen Siedlungen breiteten sich von Westen her kommend aus, w√§hrend von S√ľden √ľber das Ennstal kommend eine slawische Siedlungst√§tigkeit bis ins innere Salzkammergut erfolgte. Gemeinsam mit den verbliebenen Resten romanokeltischer Kulturen entstand bald eine bairisch-slawische Mischkultur, die nicht selten auf romanokeltische Traditionen aufbaute.

√úber den fr√ľhmittelalterlichen Salzabbau sind keine sicheren Belege vorhanden. Erst um 900 werden Salzschiffe aus dem Traungau erw√§hnt, die vermutlich Salz von Hallstatt verschifften. Um 1000 n. Chr. bl√ľhte der Salzhandel wieder auf.

Um 1200 bildeten sich Landesf√ľrstent√ľmer. Die lange Herrschaft der Babenberger (976-1246) in diesem Raum f√ľhrte dabei zu Stabilit√§t und Wohlstand. Im S√ľden dehnten die Herren von Ort, Lehnsm√§nner der steirischen Markgrafen (ab 1180 Herz√∂ge) aus der Familie der Traungauer, einem Zweig der Otakare, in der 1. H√§lfte des 12. Jh. ihr Herrschaftsgebiet auf das innere Salzkammergut aus. Zwar beerbten die Babenberger 1192 die von Ort, der S√ľdteil des heutigen Salzkammerguts blieb aber steirisch.

1278 beerbte das Haus Habsburg mit K√∂nig Rudolf I. die Babenberger. 1291 bis 1297 wurde zwischen Herzog Albrecht dem Habsburger und dem Salzburger Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf der Salzkrieg um die Vormachtstellung im Salzhandel gef√ľhrt. 1298 heiratet Albrecht Elisabeth Gr√§fin von G√∂rz, und gibt ihr als Morgengabe das Yschlland. So kam es als Privatbesitz an das Haus Habsburg.

Burg Wildenstein in Bad Ischl kam 1419 an Habsburg, und wurde Pflegschaftsgericht der Besitzungen vom S√ľdende des Traunsees bis zum Dachstein ‚Äď das entspricht dem heutigen Gerichtsbezirk Bad Ischl, wobei das Wolfgangland (St. Wolfgang am Wolfgangsee) aber weiterhin Teil des Mondseelands, der Besitzungen des Stift Mondsees blieb, dessen Gericht waren die Herrschaften Wartenfels und Wildenegg. Das Mondseeland erwarb Kaiser Maximilian I. 1506 f√ľr √Ėsterreich, es blieb aber bis zur S√§kularisation Josephs II. 1791 kl√∂sterlich.

Neuzeit

Karte vom Salzkammergut, um 1890[1]

Kammergut bezeichnet eine Region, die direkter Besitz des Landesherrn war, in diesem Falle den Erzherz√∂gen des Hauses Habsburg, also seit 1438 bzw. 1452 dem R√∂misch-deutschen Kaiser. In diesem Sinne ist die Region 1656 das erste Mal urkundlich erw√§hnt[2]. Daher feierte das Salzkammergut 2006 seinen 350. Jahrestag [3] Die Bindung des Salzkammerguts an das Herrscherhaus datiert aber sp√§testens in das Jahr 1311, als Elisabeth, Witwe des Albrecht I., die rechtliche Basis f√ľr den Salzbergbau im Kammergut formal erneuert, und damit die Salzgewinnung hoheitlich unterstellt ist ‚Äď Staatsbetrieb blieb die Salinen Austria ohne Unterbrechung bis 1998.

Es gelang dem Hause Habsburg im sp√§teren 17. und 18. Jahrhundert zunehmend, das F√ľrsterzbistum Salzburg aus dem Salzhandel im Salzkammergut zu verdr√§ngen und somit zu dessen wirtschaftlichem Abstieg beizutragen.

Bis ins 19. Jahrhundert war die Region um Bad Ischl dann unmittelbar dem Salzamt der Wiener Finanzbeh√∂rde ‚Äď der Hofkammer ‚Äď unterstellt, die das staatliche Salzmonopol verwaltete. W√§hrend dieser Zeit wurden weitere Gebiete dem Salzkammergut angegliedert, um den ungeheuren Holzbedarf der Sudpfannen in den Salinen ‚Äď zuerst in Bad Ischl, dann in Ebensee ‚Äď zu decken.

Wandlung des Begriffs im 20. Jahrhundert

Inneres Salzkammergut meint die Region um Hallst√§tter See, das Ausseerland und den Ischler Raum, einschlie√ülich der Wolfgangseeregion, √Ąu√üeres Salzkammergut meint die n√∂rdlich umliegenden Regionen. Dieser Begriff beginnt sich nach dem Ende des herrschaftlichen Status und dem Aufkommen des Tourismus ab den 1840/50ern[4] (Salzkammergutbahn 1877, Lokalbahn 1893) immer weiter auszudehnen ‚Äď auch, weil die Salzkammergutregion schon fr√ľh zu einem Inbegriff der Sommerfrische (‚ÄěKaiser‚Äú-Stadt Bad Ischl) wird, und der Name Basis des zunehmenden Tourismus der ganzen Seenregion bildet.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde schon das Attersee-Gebiet zum Salzkammergut gerechnet,[5] um 1900 auch das Mondseeland mit Mond- und Irrsee[6][7] und der eigentliche Attergau.[8][9] Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird das Salzkammergut in Grenzen gesehen, die vom Grimming √ľber Dachstein, Gamsfeld, Fuschlsee, Schober, St. Georgen, Vorchdorf, das Almtal und den Gro√üen Priel reichen.[3]

Der Kernsiedlungsregion der fr√ľheren Neuzeit, also das obere Trauntal von Gmunden aufw√§rts, ist heute die Raumeinheit Salzkammergut-Talungen, w√§hrend die Salzkammergut-Voralpen sich von Attersee ostw√§rts noch √ľber das Almtal und sogar die Steyr (Pyhrn-Eisenwurzen-Region) hinaus erstrecken.

Der Gro√üteil des inneren Salzkammerguts ‚Äď insbesondere Hallstatt ‚Äď und das Ausseerland, sowie der Dachsteinstock (mit Teilen der Gemeinden Gr√∂bming, Haus im Ennstal und Ramsau am Dachstein und Filzmoos, die au√üerhalb auch des heutigen Salzkammerguts liegen) bildet seit 1997 das UNESCO-Welterbe Hallstatt-Dachstein Salzkammergut.[10] Im Umfeld der Unesco-Erkl√§rung ist der Gutteil des Inneren Salzkammerguts (die Gemeinden Ebensee, Bad Ischl, Bad Goisern, Hallstatt, Obertraun, Gosau, St. Wolfgang seit 1994, Strobl und St. Gilgen seit 2001) namentlich unter Kulturerbe Salzkammergut als LEADER+-Region organisiert[11], und bildet auch seit INTERERG II (1995) den Verein Regionalentwicklung Inneres Salzkammergut REGIS.

Nicht zum Salzkammergut gehört der Regionalverband Salzburger Seenland um die Trumer Seen.

Tourismusregion Salzkammergut

Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH
Rechtsform GmbH
Gr√ľndung 2002
Sitz Bad Ischl
Leitung Ronald Felder
Branche Tourismusmarketing f√ľr die Region Salzkammergut
Website salzkammergut.at

Zur Tourismusregion Salzkammergut werden heute 52 Gemeinden als Anteile in drei österreichischen Bundesländern gezählt. Der größte Teil (72%) gehört zu Oberösterreich (Anteile am Bezirk Gmunden und Bezirk Vöcklabruck), 16%, das Ausseerland, gehören zur Steiermark (Bezirk Liezen - Politische Expositur Bad Aussee). Der kleinste Teil (12%) gehört zum Bundesland Salzburg (Bezirk Salzburg-Umgebung).

Die Tourismusregion setzt es sich dabei aus zehn Regionen zusammen:

Diese Tourismusregion vermarktet sich seit 2002 in der Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH,[12] einer Holding der 54 Gemeinden im Salzkammergut, die den Namen ‚ÄěSalzkammergut‚Äú nach den Tourismusgesetzen der drei Bundesl√§nder als Marke verwenden d√ľrfen [3].

Wirtschaft

Attersee vom Schafberg gesehen

Das Salzkammergut ist vor allem vom Tourismus geprägt. Es hat eine mehr als ein Jahrhundert alte Tradition als Fremdenverkehrsgebiet, die sich aus der Tradition der Sommerfrische entwickelte. So hatte schon Kaiser Franz Joseph I. sein Sommerdomizil in Bad Ischl in der dortigen Kaiservilla, von wo aus er in der wärmeren Jahreszeit das gesamte Reich regierte und wo er auch die Kriegserklärung an Serbien im Juli 1914 unterschrieb, die den Ersten Weltkrieg auslöste.

Die Region geh√∂rt zu den touristisch am besten erschlossenen Gebieten √Ėsterreichs. Die Erholungsm√∂glichkeiten umfassen Baden und Wassersport an den vielen Seen, Bergtourismus (siehe hierzu den Artikel Salzkammergut-Berge), Rad- und Reiturlaub, Wintersport, kulturelle Veranstaltungen und Gastronomie lokaler und gehobener Art. Den guten Ruf als Erholungsgebiet verdankt die Region nicht nur ihrer reizvollen Landschaft mit einigen klimatisch beg√ľnstigten Gegenden, sondern auch vielen Kurb√§dern.

Der namensgebende Kochsalzabbau ist heute nicht mehr von großer Bedeutung, wohl aber die Holzwirtschaft.

Industriestandorte sind Ebensee, Gmunden, Laakirchen und Steyrerm√ľhl. Daneben profitiert das Salzkammergut auch von seiner alten Tradition des Kleingewerbes und Handels (der sich im Kontext der arbeitsteiligen Wirtschaft des Salzbergbaus entwickelte) und ist mit zahlreichen Klein- und Mittelbetrieben Teil einer der wirtschaftlich aktivsten Zonen Mitteleuropas.
Die Arbeitslosenquote betr√§gt etwa 4,8 % (Bezirke Gmunden und V√∂cklabruck, 2005 [13], √Ėsterreich: 7,3 %).

Kultur

Wolfgangsee mit St. Gilgen im Vordergrund

Die Region ist neben landschaftlichem Reiz auch durch ihre althergebrachten Br√§uche und Traditionen bekannt, die nur dort so ausge√ľbt werden. Gerade diese volkskulturelle Eigenst√§ndigkeit hat der Region den Beinamen ‚Äězehntes Bundesland √Ėsterreichs‚Äú eingebracht. Bekannte Gro√üveranstaltungen im Salzkammergut sind zum Beispiel die Gl√∂cklerl√§ufe und das allj√§hrlich stattfindende Narzissenfest im Ausseerland ‚Äď diese Narzissenart, die Stern-Narzisse (Narcissus radiiflorus) w√§chst in hochgelegenen feuchten Blumenwiesen im Salzkammergut besonders reichlich. Auch die Tracht hat hier einen hohen Stellenwert, und daher gibt es im Salzkammergut noch alte Handwerksberufe wie Schneider, Schuhmacher, Lederhosenmacher. Der Traditionelle Salzkammergut-Vogelfang,[14] einst kritisiert und heute streng geregelt, wurde 2010 als Immaterielles Welterbe, wie es die UNESCO deklariert, in die √Ėsterreichliste (Nationales Kulturgut) aufgenommen.

Das Salzkammergut √ľbte seit jeher mit seiner romantischen Landschaft auf K√ľnstler einen besonderen Reiz aus. Die Gegend wurde zum Zufluchtsort st√§dtischer Betriebsamkeit und bot ein ideales Sujet f√ľr K√ľnstler, darunter einige der gr√∂√üten √∂sterreichischen Maler des 19. und 20. Jahrhunderts, z. B. Gustav Klimt zwischen 1900 und 1916 am Attersee oder die ‚ÄěZinkenbacher Malerkolonie‚Äú (unter ihnen die Maler Ferdinand Kitt, Franz von Z√ľlow, Ernst Huber etc.) ab 1927 am Wolfgangsee.[15]

Bedeutend sind heute das Salzkammergut Mozartfestival, die Festwochen Salzkammergut[16] und Heinrich Schiffs Musiktage Mondsee.

In Sportsektor ist das Skifliegen am Kulm in Tauplitz erwähnenswert.

Siehe auch

 Portal:Salzkammergut ‚Äď √úbersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Salzkammergut

Literatur

  • Julia Kospach: Auf ins Salzkammergut - Verborgenes, Skurriles, Kulinarisches. Folio Verlag, Wien/Bozen 2011 ISBN 978-3-85256-550-7.
  • Raimund Locicnik: Das Salzkammergut. Reihe Archivbilder, Sutton 2006, ISBN 978-3-86680-015-1.
  • Herbert Pirker, Barbara Frischmuth: Faszination Salzkammergut. Styria Verlag, Wien/Graz/Klagenfurt 2009, ISBN 978-3-222-13263-6[17]
  • Carl Schraml: Das ober√∂sterreichische Salinenwesen vom Beginne des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Wien 1932; Ders.: Das ober√∂sterreichische Salinenwesen von 1750 bis zur Zeit nach den Franzosenkriegen. Wien 1934; Ders.: Das ober√∂sterreichische Salinenwesen von 1818 bis zum Ende des Salzamtes im Jahre 1850. Wien 1936.
  • Stephen Sokoloff: Goldene Wege, Band 1 Kultur- und Natursch√§tze vom Traunsee bis Bad Ischl. Neu-Media 2005. ISBN 3-200-00436-3; Band 2 Kultur- und Natursch√§tze im Inneren und Steirischen Salzkammergut. Neu-Media 2008. ISBN 978-3-200-01068-0
  • Kristian Sotriffer (Hrsg.), Franz Carl Lipp, Karl Lukan (Beitr.): Salzkammergut. Ober√∂sterreichischer Landesverlag Linz, 1969
  • Christian H. Stifter, Gerald Piffl; Christian Brandst√§tter (Hrsg.): Salzkammergut. Die Welt von gestern in Farbe. Christian Brandst√§tter, Wien/M√ľnchen 2009, ISBN 978-3-850-33293-4[18]

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Salzkammergut ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen
 Commons: Salzkammergut ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Offizielle Webseiten:

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b Salzkammergut. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Bibliographisches Institut, Leipzig 1885‚Äď1892, ‚Äé S. 246.
  2. ‚ÜĎ Reformirte Ordnung des Salzwesens. Zu Gmundten ‚ÄĘ Hallstatt ‚ÄĘ Ischl ‚ÄĘ und Ebensee. Wien, 1656 ‚Äď nach Kunz
  3. ‚ÜĎ a b c Michael Kurz: 350 Jahre Salzkammergut. In: Salzburger Nachrichten. Sonderbeilage (Artikelarchiv).
  4. ‚ÜĎ ‚Äěim Sommer von Fremden fast wie das Berner Oberland erf√ľllt.‚Äú Zit. Salzkammergut. In: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 33. (zeno.org)
  5. ‚ÜĎ Salzkammergut. In: Heinrich August Pierer, Julius L√∂be (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Bd. 14, Altenburg 1862, S. 826 (dort Altersee, Online bei zeno.org).
  6. ‚ÜĎ Salzkammergut. In: Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Bd. 17, Bibliographisches Institut, Leipzig 1902‚Äď1909, ‚Äé S. 505.
  7. ‚ÜĎ Salzkammergut. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 5. Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 599 (zeno.org)
  8. ‚ÜĎ Attersee. In: Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Bd. 2, Bibliographisches Institut, Leipzig 1902‚Äď1909, ‚Äé S. 67. ‚Äď dort wird der Attersee zum Attergau gez√§hlt; noch nicht zum Salzkammergut (‚Äěvom [‚Ķ] Salzgau umgeben‚Äú) bei Attergau.
  9. ‚ÜĎ Attergau. In: Heinrich August Pierer, Julius L√∂be (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Bd. 1, Altenburg 1857, S. 908 (Online bei zeno.org).
  10. ‚ÜĎ 1997 Advisory Body Evaluation, UNESCO World Heritage Centre (pdf, 1 MB)
  11. ‚ÜĎ www.leader-austria.at; Karte
  12. ‚ÜĎ Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH. firmenabc.at
  13. ‚ÜĎ AMS Ober√∂sterreich. Nach: Besch√§ftigung und Arbeitslosigkeit. O√Ė. Technologie- und Marketinggesellschaft m.b.H. Standort- und Innovationsagentur des Landes Ober√∂sterreich. (26. November 2006)
  14. ‚ÜĎ Traditionelle Salzkammergut-Vogelfang. nationalagentur.unesco.at
  15. ‚ÜĎ Die K√ľnstler der Zinkenbacher Malerkolonie
  16. ‚ÜĎ Festwochen Salzkammergut, Land Ober√∂sterreich
  17. ‚ÜĎ Rezension Peter Krackowizer: Faszination Salzkammergut. In: Salzburgwiki. Salzburger Nachrichten, 12. April 2010, abgerufen am 14. August 2010 (Permanentlink).
  18. ‚ÜĎ Rezension Peter Krackowizer: Salzkammergut Die Welt von gestern in Farbe. In: Salzburgwiki. Salzburger Nachrichten, 12. April 2010, abgerufen am 14. August 2010 (Permanentlink).

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  • Salzkammergut ‚ÄĒ Sp Z√°lckamergutas Ap Salzkammergut L kk. Austrijoje ‚Ķ   Pasaulio vietovardŇĺiai. Internetinńó duomenŇ≥ bazńó

  • Salzkammergut ‚ÄĒ geographical name district N Austria E of Salzburg; chief town Bad Ischl ‚Ķ   New Collegiate Dictionary


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